Informieren. Verstehen. Entscheiden.
Von Soldaten, die selbst dort waren
Zurück zum Archiv
[
·
Aktiver Dienst
]
Karriere & Wege
Gez.



Daniel, Levin & Afsal
Zurück zum Archiv
[
·
Aktiver Dienst
]
Karriere & Wege
Gez.



Daniel, Levin & Afsal
Zurück zum Archiv
[
·
Aktiver Dienst
]
Karriere & Wege
Gez.



Daniel, Levin & Afsal


Letzte Aktualisierung: September 2026
Einordnung
Kaum ein Thema wird unter Soldatinnen und Soldaten so unterschiedlich bewertet wie Versicherungen.
Der eine Vorgesetzte sagt, dass er sich gegen möglichst viele größere Risiken absichern würde. Ein anderer hält nur wenige Versicherungen für notwendig. Manche Kameraden haben schlechte Erfahrungen mit Verträgen gemacht und sind deshalb zurückhaltend. Andere haben im eigenen Freundes- oder Familienkreis erlebt, wie jemand von heute auf morgen gesundheitlich eingeschränkt war oder einen hohen finanziellen Schaden hatte und im Nachhinein froh war, bestimmte Risiken abgesichert zu haben.
Keine dieser Erfahrungen lässt sich automatisch auf dich übertragen.
Versicherungen sind in vielen Bereichen eine persönliche Risikoentscheidung.
Es gibt Absicherungen, die gesetzlich vorgeschrieben sind. Daneben gibt es freiwillige Versicherungen, mit denen du bestimmte finanzielle Risiken auf einen Versicherer übertragen kannst. Und es gibt genauso Situationen, in denen jemand bewusst entscheidet, ein Risiko selbst zu tragen.
Trotzdem gibt es gerade bei jungen Soldatinnen und Soldaten einen Punkt, über den man sich möglichst früh Gedanken machen sollte:
Deine Ausgangssituation verändert sich mit der Zeit.
Du beginnst deine Dienstzeit vielleicht vollkommen gesund, hast keine größeren Verletzungen und keine langfristigen Beschwerden.
Einige Jahre später kann das anders aussehen.
Eine Sportverletzung, ein Bandscheibenvorfall, psychische Beschwerden, ein Unfall oder eine andere Erkrankung können dazu führen, dass bestimmte Versicherungen später schwieriger, teurer oder nur noch mit Ausschlüssen abgeschlossen werden können. Je nach Art und Schwere einer Vorerkrankung kann ein Versicherer einen Antrag auch ablehnen.
Deshalb muss die Schlussfolgerung nicht lauten:
„Du musst vor deinem Dienstantritt möglichst viele Versicherungen abschließen.“
Sie sollte vielmehr lauten:
„Beschäftige dich möglichst früh mit deinen Risiken und deinen Möglichkeiten, solange du noch entscheiden kannst.“
Ob du anschließend tatsächlich eine Versicherung abschließt, welche Risiken du absicherst und wie viel dir diese Absicherung monatlich wert ist, bleibt deine persönliche Entscheidung.
Letzte Aktualisierung: September 2026
Einordnung
Kaum ein Thema wird unter Soldatinnen und Soldaten so unterschiedlich bewertet wie Versicherungen.
Der eine Vorgesetzte sagt, dass er sich gegen möglichst viele größere Risiken absichern würde. Ein anderer hält nur wenige Versicherungen für notwendig. Manche Kameraden haben schlechte Erfahrungen mit Verträgen gemacht und sind deshalb zurückhaltend. Andere haben im eigenen Freundes- oder Familienkreis erlebt, wie jemand von heute auf morgen gesundheitlich eingeschränkt war oder einen hohen finanziellen Schaden hatte und im Nachhinein froh war, bestimmte Risiken abgesichert zu haben.
Keine dieser Erfahrungen lässt sich automatisch auf dich übertragen.
Versicherungen sind in vielen Bereichen eine persönliche Risikoentscheidung.
Es gibt Absicherungen, die gesetzlich vorgeschrieben sind. Daneben gibt es freiwillige Versicherungen, mit denen du bestimmte finanzielle Risiken auf einen Versicherer übertragen kannst. Und es gibt genauso Situationen, in denen jemand bewusst entscheidet, ein Risiko selbst zu tragen.
Trotzdem gibt es gerade bei jungen Soldatinnen und Soldaten einen Punkt, über den man sich möglichst früh Gedanken machen sollte:
Deine Ausgangssituation verändert sich mit der Zeit.
Du beginnst deine Dienstzeit vielleicht vollkommen gesund, hast keine größeren Verletzungen und keine langfristigen Beschwerden.
Einige Jahre später kann das anders aussehen.
Eine Sportverletzung, ein Bandscheibenvorfall, psychische Beschwerden, ein Unfall oder eine andere Erkrankung können dazu führen, dass bestimmte Versicherungen später schwieriger, teurer oder nur noch mit Ausschlüssen abgeschlossen werden können. Je nach Art und Schwere einer Vorerkrankung kann ein Versicherer einen Antrag auch ablehnen.
Deshalb muss die Schlussfolgerung nicht lauten:
„Du musst vor deinem Dienstantritt möglichst viele Versicherungen abschließen.“
Sie sollte vielmehr lauten:
„Beschäftige dich möglichst früh mit deinen Risiken und deinen Möglichkeiten, solange du noch entscheiden kannst.“
Ob du anschließend tatsächlich eine Versicherung abschließt, welche Risiken du absicherst und wie viel dir diese Absicherung monatlich wert ist, bleibt deine persönliche Entscheidung.
[ Kurz gesagt ]
Soldatinnen und Soldaten brauchen nicht automatisch ein großes Versicherungspaket.
Während der aktiven Dienstzeit besteht grundsätzlich Anspruch auf unentgeltliche truppenärztliche Versorgung.
Die Absicherung des Pflegefallrisikos ist dagegen gesetzlich vorgeschrieben.
Bei den meisten weiteren Versicherungen gibt es keine pauschale Antwort.
Pflegepflichtversicherung – gesetzlich verpflichtend
Private Haftpflicht – freiwillige Absicherung privater Haftungsrisiken
Diensthaftpflicht – freiwillige Absicherung bestimmter dienstlicher Haftungsrisiken
Dienstunfähigkeitsversicherung – individuelle Absicherung finanzieller Folgen einer Dienstunfähigkeit
Rechtsschutz – freiwillige Absicherung bestimmter Rechtskosten
PKV-Anwartschaft – strategische Absicherung einer möglichen späteren PKV
Altersvorsorge – langfristiger Vermögens- und Versorgungsaufbau
Hausrat – abhängig von Besitz und Wohnsituation
Private Unfallversicherung – freiwillige Absicherung bestimmter Unfallfolgen
Kfz-Haftpflicht – bei entsprechendem Fahrzeug gesetzlich vorgeschrieben, aber nicht soldatenspezifisch
Der entscheidende Punkt ist deshalb nicht, möglichst viele Verträge zu besitzen.
Du solltest verstehen:
Welches Risiko besteht?
Welche staatlichen Leistungen habe ich bereits?
Was würde eine private Versicherung zusätzlich leisten?
Was kostet mich dieser Schutz?
Und was passiert finanziell, wenn ich mich bewusst nicht absichere?
Gerade bei Versicherungen, bei denen dein Gesundheitszustand eine Rolle spielt, kann es sinnvoll sein, diese Fragen vor Beginn der Dienstzeit oder möglichst früh danach zu klären.
Nicht, weil du zwingend sofort etwas abschließen musst.
Sondern weil du zu diesem Zeitpunkt häufig noch mehr Möglichkeiten hast.
[ Kurz gesagt ]
Soldatinnen und Soldaten brauchen nicht automatisch ein großes Versicherungspaket.
Während der aktiven Dienstzeit besteht grundsätzlich Anspruch auf unentgeltliche truppenärztliche Versorgung.
Die Absicherung des Pflegefallrisikos ist dagegen gesetzlich vorgeschrieben.
Bei den meisten weiteren Versicherungen gibt es keine pauschale Antwort.
Pflegepflichtversicherung – gesetzlich verpflichtend
Private Haftpflicht – freiwillige Absicherung privater Haftungsrisiken
Diensthaftpflicht – freiwillige Absicherung bestimmter dienstlicher Haftungsrisiken
Dienstunfähigkeitsversicherung – individuelle Absicherung finanzieller Folgen einer Dienstunfähigkeit
Rechtsschutz – freiwillige Absicherung bestimmter Rechtskosten
PKV-Anwartschaft – strategische Absicherung einer möglichen späteren PKV
Altersvorsorge – langfristiger Vermögens- und Versorgungsaufbau
Hausrat – abhängig von Besitz und Wohnsituation
Private Unfallversicherung – freiwillige Absicherung bestimmter Unfallfolgen
Kfz-Haftpflicht – bei entsprechendem Fahrzeug gesetzlich vorgeschrieben, aber nicht soldatenspezifisch
Der entscheidende Punkt ist deshalb nicht, möglichst viele Verträge zu besitzen.
Du solltest verstehen:
Welches Risiko besteht?
Welche staatlichen Leistungen habe ich bereits?
Was würde eine private Versicherung zusätzlich leisten?
Was kostet mich dieser Schutz?
Und was passiert finanziell, wenn ich mich bewusst nicht absichere?
Gerade bei Versicherungen, bei denen dein Gesundheitszustand eine Rolle spielt, kann es sinnvoll sein, diese Fragen vor Beginn der Dienstzeit oder möglichst früh danach zu klären.
Nicht, weil du zwingend sofort etwas abschließen musst.
Sondern weil du zu diesem Zeitpunkt häufig noch mehr Möglichkeiten hast.
[ Inhalt ]
01
Nicht jeder Soldat braucht dieselben Versicherungen
02
Warum der Zeitpunkt trotzdem eine Rolle spielen kann
03
Früh informieren bedeutet nicht automatisch früh abschließen
04
Krankenversorgung bei der Bundeswehr: Was passiert praktisch?
05
Pflegepflichtversicherung: Was wäre das Risiko?
06
Private Haftpflicht: Aus einem kleinen Fehler kann ein großer Schaden werden
07
Diensthaftpflicht: Wenn im Dienst etwas schiefgeht
08
Dienstunfähigkeit: Was passiert, wenn deine militärische Karriere plötzlich endet?
09
Warum gerade bei gesundheitlichen Versicherungen der Zeitpunkt interessant ist
10
Rechtsschutzversicherung: Was bedeutet es, Rechtskosten selbst zu tragen?
11
PKV-Anwartschaft: kleine oder große Anwartschaft?
12
Altersvorsorge: Als SaZ funktioniert die gesetzliche Rente anders, als viele denken
13
Warum trotzdem eine private Altersvorsorge beziehungsweise Vermögensbildung interessant sein kann
14
Warum frühes Sparen durch den Zinseszinseffekt einen großen Unterschied machen kann
15
Hausratversicherung: Könntest du deine Wohnung morgen neu einrichten?
16
Private Unfallversicherung: Ein Unfall kann dauerhafte Folgen haben
17
Kfz-Haftpflicht: Hier besteht eine gesetzliche Pflicht
18
Gesundheitszustand ist nicht planbar
19
Früh beschäftigen heißt trotzdem nicht: alles absichern
20
Lass dich nicht ausschließlich von Einzelerfahrungen leiten
21
Drei typische Situationen
22
Typische Irrtümer
23
Fazit
Häufige Fragen
Quellen zum Nachlesen
1. Nicht jeder Soldat braucht dieselben Versicherungen
Es gibt keine Versicherungsliste, die für jeden Soldaten gleichermaßen richtig ist.
Ein 18-jähriger FWDL, der noch bei seinen Eltern wohnt und kaum finanzielle Verpflichtungen hat, befindet sich in einer vollkommen anderen Situation als ein verheirateter SaZ mit zwei Kindern, eigenem Haus und langfristigen finanziellen Verpflichtungen.
Auch zwischen einem SaZ und einem Berufssoldaten bestehen erhebliche Unterschiede.
Deshalb sollte die Frage nicht nur lauten:
„Welche Versicherungen braucht ein Soldat?“
Sondern:
„Welche Risiken bestehen in meiner persönlichen Situation – und welche davon möchte ich selbst tragen?“
2. Warum der Zeitpunkt trotzdem eine Rolle spielen kann
Bei einigen Versicherungen ist dein Gesundheitszustand Bestandteil der Risikoprüfung.
Das betrifft insbesondere Versicherungen, die deine Arbeitskraft oder gesundheitliche Risiken absichern.
Ein vereinfachtes Beispiel:
Du beginnst deine Dienstzeit gesund.
Zwei Jahre später verletzt du dich schwer beim Sport und behältst dauerhafte Knieprobleme.
Wenn du anschließend erstmals eine Versicherung abschließen möchtest, bei der genau dieses gesundheitliche Risiko relevant ist, kann der Versicherer diese Vorerkrankung berücksichtigen.
Mögliche Folgen können – abhängig vom Versicherer und Einzelfall – sein:
normale Annahme,
Risikozuschlag,
Leistungsausschluss,
veränderte Vertragsbedingungen,
oder Ablehnung des Antrags.
Man kann den Grundgedanken vereinfacht mit einem Haus vergleichen:
Ein Haus versichert man idealerweise, bevor es brennt – nicht erst, wenn es bereits in Flammen steht.
Bei Menschen und Gesundheitsprüfungen ist die Realität natürlich wesentlich komplexer.
Aber das Grundprinzip bleibt:
Ein bereits bekanntes Risiko kann im Nachhinein schwieriger abzusichern sein als ein Risiko, das noch nicht eingetreten ist.
3. Früh informieren bedeutet nicht automatisch früh abschließen
Das ist ein wichtiger Unterschied.
Sich frühzeitig mit Versicherungen zu beschäftigen bedeutet nicht:
„Unterschreibe sofort mehrere Verträge.“
Es bedeutet zunächst:
Informiere dich.
Prüfe deine Situation.
Verstehe deine staatlichen Ansprüche.
Vergleiche Risiken und Kosten.
Und entscheide anschließend bewusst.
Vielleicht kommst du bei einem Risiko zu dem Ergebnis:
„Das möchte ich absichern.“
Bei einem anderen vielleicht:
„Das Risiko kann ich selbst tragen.“
Beides kann nachvollziehbar sein.
4. Krankenversorgung bei der Bundeswehr: Was passiert praktisch?
Aktive Soldatinnen und Soldaten haben grundsätzlich Anspruch auf unentgeltliche truppenärztliche Versorgung, kurz utV.
Wenn du während deiner Dienstzeit krank wirst oder dich verletzt, erfolgt deine medizinische Versorgung deshalb grundsätzlich über die Bundeswehr.
Konkretes Beispiel
Du bekommst während deiner Grundausbildung starke Rückenschmerzen.
Du gehst grundsätzlich über den vorgesehenen militärischen Weg zur Sanitätseinrichtung. Dort wird entschieden, welche weitere Diagnostik oder Behandlung erforderlich ist und ob beispielsweise ein ziviler Facharzt eingebunden wird.
Für deine normale medizinische Versorgung während der aktiven Dienstzeit brauchst du deshalb nicht einfach dieselbe Krankenvollversicherung wie ein ziviler Arbeitnehmer.
Davon getrennt betrachtet werden müssen Pflegepflicht, Familienangehörige, die Zeit nach dem DZE und eine mögliche PKV-Anwartschaft.
5. Pflegepflichtversicherung: Was wäre das Risiko?
Pflegeversicherung und Krankenversorgung sind zwei verschiedene Dinge.
Auch wenn deine medizinische Versorgung während deiner aktiven Dienstzeit grundsätzlich über die Bundeswehr läuft, muss das Risiko einer Pflegebedürftigkeit abgesichert sein.
Die Pflegepflichtversicherung ist deshalb gesetzlich vorgeschrieben.
Konkretes Beispiel
Du bist 23 und wirst durch einen schweren Unfall dauerhaft pflegebedürftig.
Nach Krankenhaus und Reha benötigst du langfristig Unterstützung bei alltäglichen Tätigkeiten.
Dann entstehen nicht lediglich Arztkosten.
Es geht um laufende Pflegeleistungen.
Genau für dieses Risiko existiert die Pflegeversicherung.
Da es sich um eine Pflichtversicherung handelt, besteht hier nicht dieselbe freiwillige Risikoentscheidung wie beispielsweise bei einer Rechtsschutzversicherung.
Mehr dazu:
„Pflegepflichtversicherung bei der Bundeswehr: Was du wissen musst“.
6. Private Haftpflicht: Aus einem kleinen Fehler kann ein großer Schaden werden
Eine private Haftpflichtversicherung betrifft grundsätzlich Schäden, für die du im Privatleben gegenüber anderen haftest.
Konkretes Beispiel
Du fährst privat mit dem Fahrrad durch die Stadt und übersiehst beim Abbiegen einen Fußgänger.
Er stürzt schwer und kann längere Zeit nicht arbeiten.
Jetzt geht es möglicherweise nicht nur um ein beschädigtes Smartphone.
Je nach konkretem Haftungsfall können beispielsweise Schadenersatz- und Verdienstausfallforderungen entstehen.
Wenn du haftest und kein entsprechender Versicherungsschutz besteht, trägst du berechtigte Forderungen grundsätzlich selbst.
Bei einem kleinen Sachschaden könnte das problemlos möglich sein.
Bei einem schweren Personenschaden können die finanziellen Dimensionen vollkommen anders aussehen.
Genau dieses Risiko wägt man bei einer privaten Haftpflicht ab.
7. Diensthaftpflicht: Wenn im Dienst etwas schiefgeht
Neben deinem Privatleben existiert dein dienstlicher Bereich.
§ 24 Soldatengesetz regelt eine mögliche Haftung gegenüber dem Dienstherrn, wenn ein Soldat seine dienstlichen Pflichten vorsätzlich oder grob fahrlässig verletzt.
Konkretes Beispiel
Du bewegst ein militärisches Fahrzeug.
Dir wurde ausdrücklich mitgeteilt, dass eine bestimmte Durchfahrt für das Fahrzeug zu niedrig ist.
Du fährst trotzdem hinein und beschädigst das Fahrzeug beziehungsweise militärische Ausrüstung erheblich.
Wird daraus ein Regressanspruch gegen dich, stellt sich die Frage, ob dein Versicherungsschutz einen entsprechenden dienstlichen Haftungsfall erfasst.
Ohne passenden Versicherungsschutz musst du einen berechtigten Regress grundsätzlich selbst tragen.
Wie relevant du dieses Risiko in deiner persönlichen Verwendung einschätzt, bleibt deine Entscheidung.
8. Dienstunfähigkeit: Was passiert, wenn deine militärische Karriere plötzlich endet?
Eine Dienstunfähigkeitsversicherung ist nicht gesetzlich vorgeschrieben.
Das Risiko kann für Soldaten trotzdem erhebliche Auswirkungen haben.
Für Soldaten auf Zeit gilt grundsätzlich:
Wird ein SaZ dienstunfähig, ist er zu entlassen.
Welche staatlichen Leistungen anschließend bestehen, hängt unter anderem von Dienstzeit und konkreter Situation ab.
Konkretes Beispiel
Du bist 24 Jahre alt, SaZ 12 und planst deine nächsten Jahre finanziell mit deinem Bundeswehrgehalt.
Nach einigen Jahren entsteht eine dauerhafte gesundheitliche Einschränkung.
Deine militärische Laufbahn endet deutlich früher als geplant.
Du hast möglicherweise Ansprüche aus der Soldatenversorgung.
Trotzdem kann zwischen deinem bisherigen Einkommen und deiner neuen finanziellen Situation eine Lücke entstehen.
Miete, Auto, Kredite oder familiäre Kosten laufen möglicherweise weiter.
Ohne private Absicherung musst du diese Lücke beispielsweise durch:
staatliche Leistungen,
Rücklagen,
neues ziviles Einkommen,
oder eine Reduzierung deiner Ausgaben
auffangen.
Eine private Dienstunfähigkeitsabsicherung würde dagegen nach den konkreten vereinbarten Bedingungen leisten, wenn der Versicherungsfall erfüllt ist.
Erst wenn du beide Seiten kennst, kannst du entscheiden, wie wichtig dir die Absicherung ist.
9. Warum gerade bei gesundheitlichen Versicherungen der Zeitpunkt interessant ist
Konkretes Beispiel
Du startest deine Bundeswehrzeit mit 19 gesund.
Mit 21 reißt du dir beim Sport das Kreuzband.
Es folgen Operation und Rehabilitation und du hast anschließend weiterhin Beschwerden.
Wenn du erst danach eine Personenversicherung beantragst, kann diese Vorgeschichte bei der Gesundheitsprüfung relevant werden.
Das bedeutet nicht automatisch, dass du keinen Schutz mehr bekommen kannst.
Es zeigt aber, warum es sinnvoll sein kann, sich mit solchen Risiken frühzeitig zu beschäftigen.
10. Rechtsschutzversicherung: Was bedeutet es, Rechtskosten selbst zu tragen?
Eine Rechtsschutzversicherung kann abhängig vom Tarif bestimmte Kosten rechtlicher Auseinandersetzungen übernehmen.
Konkretes Beispiel
Du bist privat in einen Verkehrsunfall verwickelt.
Es gibt Streit darüber, wer verantwortlich ist.
Die Sache landet vor Gericht.
Es können Kosten für:
Rechtsanwalt,
Gericht,
Sachverständige,
und gegebenenfalls weitere Verfahrenskosten
entstehen.
Ohne entsprechenden Rechtsschutz musst du die bei dir verbleibenden Kosten grundsätzlich selbst finanzieren.
Vielleicht sagst du:
„Dafür habe ich ausreichend Rücklagen.“
Ein anderer möchte genau dieses finanzielle Risiko nicht selbst tragen.
Beides ist eine individuelle Entscheidung.
11. PKV-Anwartschaft: kleine oder große Anwartschaft?
Dieses Thema ist gerade für Soldatinnen und Soldaten wichtig, weil du während deiner aktiven Dienstzeit grundsätzlich truppenärztlich versorgt wirst und deshalb eine eventuell spätere private Krankenvollversicherung von deiner heutigen Versorgung getrennt betrachtet werden muss.
Eine Anwartschaftsversicherung kann dafür sorgen, dass bestimmte Voraussetzungen für eine spätere PKV erhalten bleiben.
Dabei gibt es zwei wesentliche Varianten:
Kleine Anwartschaft
Die kleine Anwartschaft sichert im Kern deinen Gesundheitszustand.
Wenn du später den vereinbarten PKV-Schutz aktivierst, erfolgt grundsätzlich keine erneute Gesundheitsprüfung für die abgesicherten Rechte.
Erkrankungen, die während deiner Anwartschaft neu auftreten, führen damit bei der späteren Aktivierung grundsätzlich nicht zu einer neuen Gesundheitsprüfung.
Was die kleine Anwartschaft dagegen nicht macht:
Sie konserviert normalerweise nicht dein heutiges Eintrittsalter für die spätere Beitragsberechnung.
Bei der späteren Aktivierung wird daher grundsätzlich das dann erreichte Alter berücksichtigt.
Die kleine Anwartschaft ist dafür normalerweise günstiger als die große.
Konkretes Beispiel
Du schließt mit 20 Jahren eine kleine Anwartschaft ab.
Mit 25 entwickelst du eine chronische Erkrankung.
Mit 30 möchtest du den vereinbarten PKV-Schutz aktivieren.
Der entscheidende Vorteil der Anwartschaft besteht darin, dass deine zwischenzeitlich entstandene Erkrankung grundsätzlich nicht erneut einer neuen Gesundheitsprüfung unterzogen wird.
Dein späterer Beitrag richtet sich bei der kleinen Anwartschaft aber grundsätzlich nach dem höheren Alter bei Aktivierung und den dann maßgeblichen tariflichen Bedingungen.
Für wen kann eine kleine Anwartschaft ausreichen?
Eine kleine Anwartschaft kann insbesondere interessant sein, wenn dein Hauptziel lautet:
„Ich möchte meinen heutigen Gesundheitszustand für eine mögliche spätere PKV sichern.“
Das kann beispielsweise für einen SaZ relevant sein, der noch überhaupt nicht weiß, ob er nach seinem DZE tatsächlich privat krankenversichert sein wird.
Vielleicht wirst du später gesetzlich versicherungspflichtiger Arbeitnehmer.
Vielleicht entscheidest du dich beruflich vollkommen anders.
Wenn die spätere PKV noch unsicher ist und dir primär die Möglichkeit einer Rückkehr ohne neue Gesundheitsprüfung wichtig ist, kann eine kleine Anwartschaft ausreichend sein.
Große Anwartschaft
Die große Anwartschaft geht einen Schritt weiter.
Auch hier wird die spätere Aktivierung grundsätzlich ohne erneute Gesundheitsprüfung ermöglicht.
Zusätzlich werden jedoch Alterungsrückstellungen weiter aufgebaut beziehungsweise das ursprüngliche Eintrittsalter für die spätere Kalkulation berücksichtigt.
Dadurch kann der spätere Beitrag bei Aktivierung grundsätzlich niedriger ausfallen als bei einer entsprechenden kleinen Anwartschaft.
Dafür kostet die große Anwartschaft während der Anwartschaftszeit in der Regel mehr.
Konkretes Beispiel
Zwei Soldaten beginnen mit 20 Jahren.
Beide möchten mit etwa 40 Jahren einen privaten Krankenversicherungsschutz aktivieren.
Soldat A hat eine kleine Anwartschaft.
Soldat B eine große Anwartschaft.
Beide haben ihren Gesundheitszustand grundsätzlich gesichert.
Beim späteren Beitrag kann sich die große Anwartschaft jedoch dadurch unterscheiden, dass das frühere Eintrittsalter beziehungsweise die während der Anwartschaft berücksichtigten Alterungsrückstellungen einbezogen werden.
Dafür hat Soldat B während der 20 Jahre Anwartschaft höhere Beiträge gezahlt.
Wer sollte sich die große Anwartschaft genauer ansehen?
Besonders interessant kann sie für jemanden sein, bei dem bereits heute relativ wahrscheinlich ist, dass später tatsächlich eine PKV aktiviert wird.
Ein klassischer Fall kann ein Berufssoldat sein.
Wer voraussichtlich sehr lange im System bleibt und später über Jahrzehnte privaten Restkostenschutz benötigt, kann den Effekt des gesicherten Eintrittsalters anders bewerten als ein FWDL oder SaZ mit völlig offener beruflicher Zukunft.
Auch ein SaZ mit langer Verpflichtungszeit und einer bereits sehr konkreten Planung, nach DZE beispielsweise selbstständig zu werden oder anderweitig die Voraussetzungen für eine PKV zu erfüllen, kann eine große Anwartschaft prüfen.
Eine pauschale Regel:
„SaZ klein, Berufssoldat groß“
gibt es allerdings nicht.
Entscheidend sind insbesondere:
erwartete Dauer der Anwartschaft,
Wahrscheinlichkeit einer späteren PKV,
heutiges Alter,
Beitragsunterschied zwischen kleiner und großer Anwartschaft,
und deine langfristige berufliche Planung.
Kurz gesagt:
Kleine Anwartschaft = vor allem Gesundheitszustand sichern.
Große Anwartschaft = Gesundheitszustand plus frühere Beitragskalkulation beziehungsweise Alterungsrückstellungen sichern.
12. Altersvorsorge: Als SaZ funktioniert die gesetzliche Rente anders, als viele denken
Dieser Punkt ist für Soldaten auf Zeit besonders interessant.
Während deiner aktiven Zeit als SaZ zahlst du nicht wie ein normaler Arbeitnehmer jeden Monat einen Arbeitnehmeranteil in die gesetzliche Rentenversicherung ein.
Soldaten auf Zeit sind während ihrer Dienstzeit grundsätzlich rentenversicherungsfrei.
Wenn du später ohne entsprechende Versorgung aus diesem versicherungsfreien Dienstverhältnis ausscheidest, erfolgt grundsätzlich eine Nachversicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung.
Dabei übernimmt der Bund die Beiträge vollständig.
Du musst also nicht nach deinem DZE plötzlich mehrere Jahre Rentenbeiträge aus eigener Tasche nachzahlen.
Die Deutsche Rentenversicherung beschreibt die Nachversicherung so, dass die betreffende Person rentenrechtlich grundsätzlich so gestellt wird, als hätte während dieser Zeit Versicherungspflicht bestanden. Der Dienstherr trägt dabei die Nachversicherungsbeiträge vollständig.
Die Bundeswehr rechnet bei SaZ sogar mit 20 Prozent zusätzlich
Für nachzuversichernde Soldaten auf Zeit existiert eine besondere Regelung in § 181 Absatz 2a SGB VI.
Die beitragspflichtigen Einnahmen aus deiner Dienstzeit werden für die Nachversicherung grundsätzlich um:
20 Prozent erhöht.
Wichtig ist die genaue Formulierung:
Die Bundeswehr beziehungsweise der Bund schenkt dir nicht einfach einen zusätzlichen Geldbetrag in Höhe von 20 Prozent deiner Rente.
Stattdessen wird die Beitragsbemessungsgrundlage für die Nachversicherung um 20 Prozent erhöht.
Ein vereinfachtes Beispiel:
Für einen Zeitraum wären grundsätzlich:
50.000 Euro
beitragspflichtige Einnahmen maßgeblich.
Bei einem nachzuversichernden SaZ werden daraus für die besondere Berechnung grundsätzlich:
60.000 Euro Beitragsbemessungsgrundlage.
Damit können entsprechend höhere Rentenanwartschaften entstehen, als wenn ausschließlich die ursprünglichen beitragspflichtigen Einnahmen zugrunde gelegt würden.
Die Sonderregel berücksichtigt sogar Einnahmen über der normalen Beitragsbemessungsgrenze bis zu einer entsprechend um 20 Prozent erhöhten Grenze. Für daraus entstehende Beträge oberhalb der normalen Grenze sieht das Rentenrecht zusätzliche Entgeltpunkte vor.
Auslandseinsatz: Die 20 Prozent werden nicht einfach auf 40 Prozent verdoppelt
Hier kursiert teilweise eine verkürzte Erklärung, nach der sich der 20-Prozent-Zuschlag während Auslandseinsätzen einfach verdoppeln würde.
So ist die aktuelle gesetzliche Regelung nicht aufgebaut.
Für bestimmte besondere Auslandsverwendungen gibt es stattdessen einen eigenständigen zusätzlichen Rentenvorteil.
Unter den Voraussetzungen des § 76e SGB VI werden für entsprechende Auslandsverwendungen zusätzliche Entgeltpunkte gutgeschrieben.
Voraussetzung ist insbesondere, dass nach dem 30. November 2002 insgesamt mindestens:
180 Tage
an berücksichtigungsfähigen besonderen Auslandsverwendungen vorliegen und die einzelnen Verwendungen jeweils ununterbrochen mindestens:
30 Tage
gedauert haben.
Sind die Voraussetzungen erfüllt, gibt es für jeden vollen Kalendermonat einer entsprechenden besonderen Auslandsverwendung:
0,18 zusätzliche Entgeltpunkte.
Für angebrochene Zeiträume erfolgt eine anteilige Berechnung.
Der Bund zahlt die dafür erforderlichen Beiträge.
Das ist ein zusätzlicher rentenrechtlicher Vorteil neben der normalen Nachversicherung.
Konkretes Beispiel
Du bist mehrere Jahre SaZ.
Nach deinem DZE erfolgt grundsätzlich deine Nachversicherung.
Dabei werden die für die Nachversicherung maßgeblichen beitragspflichtigen Einnahmen aufgrund der Sonderregel für SaZ grundsätzlich um 20 Prozent erhöht.
Zusätzlich hast du während deiner Dienstzeit mehrere längere besondere Auslandsverwendungen absolviert und erfüllst insgesamt die gesetzlichen 180 Tage.
Dann können für diese Einsatzzeiten zusätzlich die gesetzlich vorgesehenen 0,18 Entgeltpunkte pro vollem Einsatzmonat hinzukommen.
Damit werden Auslandseinsätze rentenrechtlich noch einmal gesondert berücksichtigt.
Für Berufssoldaten gilt wiederum ein anderes System
Berufssoldaten werden nicht einfach nach ihrem Ausscheiden wie SaZ nachversichert.
Sie befinden sich im soldatenrechtlichen Versorgungssystem und können später ein Ruhegehalt erhalten.
Auch dort können besondere Auslandsverwendungen relevant sein.
Nach dem Soldatenversorgungsgesetz können entsprechende Zeiten unter bestimmten Voraussetzungen bis zum Doppelten als ruhegehaltfähige Dienstzeit berücksichtigt werden.
Das ist jedoch eine vollkommen andere Regelung als der 20-Prozent-Zuschlag bei der SaZ-Nachversicherung und sollte nicht miteinander vermischt werden.
13. Warum trotzdem eine private Altersvorsorge beziehungsweise Vermögensbildung interessant sein kann
Die Nachversicherung ist ein echter Vorteil.
Sie bedeutet aber nicht automatisch, dass deine spätere gesetzliche Rente exakt deinen vorherigen Lebensstandard ersetzt.
Die gesetzliche Rentenversicherung ist grundsätzlich nicht darauf ausgelegt, dein letztes Arbeitseinkommen im Alter eins zu eins weiterzuzahlen.
2026 beträgt das sogenannte Sicherungsniveau vor Steuern 48 Prozent.
Wichtig:
Das bedeutet nicht, dass jeder Rentner automatisch 48 Prozent seines letzten Gehalts erhält.
Das Rentenniveau ist eine standardisierte Vergleichsgröße zwischen einer Standardrente nach 45 Jahren mit Durchschnittsverdienst und dem verfügbaren Durchschnittsentgelt.
Deine tatsächliche spätere Rente hängt von deinem gesamten Berufsleben ab.
Für einen SaZ können beispielsweise zusammenkommen:
Nachversicherung aus der Bundeswehrzeit,
später erworbene Rentenpunkte im Zivilberuf,
betriebliche Altersvorsorge,
private Vorsorge,
eigenes Vermögen,
gegebenenfalls Immobilien oder andere Anlagen.
Deshalb kann trotz der guten Sonderregelungen für ehemalige SaZ eine Versorgungslücke zwischen gewünschtem Lebensstandard und späteren Alterseinkünften entstehen.
Wie groß diese Lücke tatsächlich ist, ist individuell.
Konkretes Beispiel
Du bist mit 20 Jahren Soldat geworden und scheidest nach zwölf Jahren als SaZ aus.
Die Bundeswehrzeit wird grundsätzlich nachversichert und dabei gelten die besonderen SaZ-Regelungen.
Danach arbeitest du weitere Jahrzehnte zivil.
Wenn du im Ruhestand beispielsweise monatlich einen Lebensstandard von 3.000 Euro finanzieren möchtest, deine gesetzlichen und sonstigen sicheren Alterseinkünfte aber voraussichtlich nur 2.200 Euro abdecken, bleibt rechnerisch eine Lücke von:
800 Euro monatlich.
Genau diese Differenz ist das eigentliche Thema der privaten Altersvorsorge.
Nicht:
„Bekomme ich überhaupt Rente?“
Sondern:
„Reicht meine gesamte spätere Versorgung für den Lebensstandard, den ich haben möchte?“
14. Warum frühes Sparen durch den Zinseszinseffekt einen großen Unterschied machen kann
Bei Altersvorsorge gibt es im Gegensatz zu vielen Versicherungen einen Faktor, den man später nicht zurückholen kann:
Zeit.
Wenn du investiertes Kapital erwirtschaftest, können später nicht nur deine ursprünglichen Einzahlungen Erträge erzielen.
Auch bereits entstandene Erträge können wiederum weitere Erträge erwirtschaften.
Genau das ist der Zinseszinseffekt.
Je länger dieser Prozess laufen kann, desto stärker kann sich der Effekt bemerkbar machen.
Deshalb kann jemand, der früh mit vergleichsweise kleinen regelmäßigen Beträgen beginnt, langfristig einen erheblichen Vorsprung gegenüber jemandem haben, der erst viele Jahre später beginnt und anschließend deutlich höhere Beträge investieren muss.
Das bedeutet nicht, dass Altersvorsorge zwingend über eine Versicherung erfolgen muss.
Mögliche Wege können beispielsweise sein:
breit gestreute Wertpapieranlagen,
Versicherungsprodukte,
betriebliche Altersvorsorge,
Immobilien,
oder eine Kombination mehrerer Bausteine.
Entscheidend ist zunächst:
Frühzeitig herausfinden, ob überhaupt eine Versorgungslücke besteht und wie groß sie ungefähr sein könnte.
Danach kann entschieden werden, mit welchem Instrument sie geschlossen werden soll.
15. Hausratversicherung: Könntest du deine Wohnung morgen neu einrichten?
Eine Hausratversicherung betrifft grundsätzlich dein eigenes Inventar.
Konkretes Beispiel
Du hast nach einigen Dienstjahren eine eigene Wohnung.
Möbel, Kleidung, Fernseher, Computer, Küchengeräte und sonstige Gegenstände haben gemeinsam einen erheblichen Wiederbeschaffungswert.
Durch einen versicherten Brand wird ein großer Teil zerstört.
Ohne entsprechenden Versicherungsschutz müsstest du die Neuanschaffung grundsätzlich selbst finanzieren.
Wenn du genügend Rücklagen hast und sagst:
„Das könnte ich selbst tragen“
kannst du das Risiko anders bewerten als jemand, dessen gesamtes Erspartes dadurch aufgebraucht wäre.
16. Private Unfallversicherung: Ein Unfall kann dauerhafte Folgen haben
Eine private Unfallversicherung sichert – abhängig vom Vertrag – bestimmte Folgen eines versicherten Unfalls ab.
Konkretes Beispiel
Du fährst privat Mountainbike und stürzt schwer.
Du behältst dauerhaft eine Einschränkung an einem Arm.
Möglicherweise entstehen Kosten für Umbauten, Hilfsmittel oder andere Anpassungen.
Eine Unfallversicherung kann abhängig von Tarif und Invaliditätsgrad eine entsprechende Leistung erbringen.
Ohne privaten Unfallschutz musst du zusätzliche finanzielle Folgen grundsätzlich selbst beziehungsweise über andere vorhandene Leistungssysteme auffangen.
Wichtig:
Eine Unfallversicherung ist keine allgemeine Absicherung jeder gesundheitlichen Einschränkung.
Eine Erkrankung ohne Unfall kann vollkommen anders behandelt werden.
17. Kfz-Haftpflicht: Hier besteht eine gesetzliche Pflicht
Bei einem zulassungspflichtigen Kraftfahrzeug ist die Kfz-Haftpflicht gesetzlich vorgeschrieben.
Das hat nichts mit deinem Soldatenstatus zu tun.
Konkretes Beispiel
Du verursachst mit deinem Auto einen schweren Verkehrsunfall.
Mehrere Personen werden verletzt und fremdes Eigentum wird beschädigt.
Die daraus entstehenden Forderungen können extrem hoch sein.
Genau deshalb darf ein entsprechendes Fahrzeug nicht ohne gesetzlich vorgeschriebene Kfz-Haftpflicht betrieben werden.
18. Gesundheitszustand ist nicht planbar
Du kannst deine Grundausbildung vollkommen gesund beginnen und auch zehn Jahre später keinerlei größere Probleme haben.
Es kann aber genauso passieren, dass einige Monate später eine Verletzung oder Erkrankung entsteht.
Niemand weiß das vorher.
Genau deshalb gibt es Versicherungen überhaupt.
Sie übertragen ein bestimmtes zukünftiges Risiko gegen einen laufenden Beitrag.
Wenn das Risiko bereits eingetreten ist, lässt es sich unter Umständen nicht mehr in derselben Form absichern.
Das Bild vom Haus beschreibt diesen Grundgedanken relativ einfach:
Ein Haus versichert man idealerweise, bevor es brennt.
Bei gesundheitlichen Versicherungen ist die Realität deutlich differenzierter.
Aber die dahinterstehende Überlegung bleibt sinnvoll.
19. Früh beschäftigen heißt trotzdem nicht: alles absichern
Nur weil ein Risiko theoretisch eintreten kann, musst du es nicht zwingend versichern.
Versicherungen kosten Geld.
Beiträge werden zu monatlichen Fixkosten.
Und jeder Mensch besitzt eine andere Risikotoleranz.
Mancher Soldat möchte größere finanzielle Risiken möglichst weitgehend übertragen.
Ein anderer möchte weniger monatliche Kosten und ist bereit, bestimmte Risiken bewusst selbst zu tragen.
Beide Entscheidungen können nachvollziehbar sein.
Die wichtigste Frage lautet:
Ist die Entscheidung bewusst gefallen?
20. Lass dich nicht ausschließlich von Einzelerfahrungen leiten
Vielleicht sagt dir dein Gruppenführer:
„Ich bin seit 15 Jahren Soldat und habe nie irgendeine Versicherung gebraucht.“
Das kann stimmen.
Ein anderer erzählt dir:
„Ein Kamerad von mir wurde mit 23 gesundheitlich stark eingeschränkt und war froh, dass er abgesichert war.“
Auch das kann stimmen.
Beides sind Erfahrungen.
Sie zeigen, was passieren kann.
Sie bestimmen aber nicht automatisch, welche Entscheidung für dich richtig ist.
Die bessere Grundlage ist:
Risiko + mögliche finanzielle Folge + staatliche Leistungen + Kosten der Absicherung + persönliche Risikoeinstellung.
21. Drei typische Situationen
Du bist 18 Jahre alt und stehst kurz vor der Grundausbildung
Du bist gesund, wohnst möglicherweise noch bei deinen Eltern und hast kaum finanzielle Verpflichtungen.
Gerade jetzt kannst du prüfen:
Was ist Pflicht?
Wo besteht bereits Versicherungsschutz?
Welche Risiken könnten finanziell wirklich problematisch werden?
Bei welchen Versicherungen spielt mein heutiger Gesundheitszustand eine Rolle?
Du musst deshalb nicht automatisch mehrere Verträge abschließen.
Aber du weißt anschließend, welche Möglichkeiten du aktuell hast.
Du bist seit zwei Jahren SaZ und bisher gesund
Auch jetzt kannst du dich noch mit denselben Fragen beschäftigen.
Vielleicht kannst du deine Bundeswehrlaufbahn inzwischen sogar besser einschätzen als vor dem ersten Diensttag.
Du kennst dein Einkommen, deine Verwendung und deine langfristigen Pläne besser.
Du hattest bereits eine größere Verletzung
Dann kann die Situation bei bestimmten Personenversicherungen komplexer werden.
Je nach Diagnose, Behandlung und aktuellem Zustand können Versicherer unterschiedlich entscheiden.
Das zeigt den möglichen Vorteil einer frühen Beschäftigung.
Es bedeutet aber nicht automatisch, dass nach einer Verletzung überhaupt kein Versicherungsschutz mehr möglich wäre.
22. Typische Irrtümer
„Der Zeitpunkt spielt überhaupt keine Rolle.“
Bei gesundheitsabhängigen Versicherungen kann auch das falsch sein.
„Als SaZ zahle ich nie in die gesetzliche Rente ein und verliere dadurch meine komplette Dienstzeit.“
Ebenfalls falsch. SaZ werden beim Ausscheiden grundsätzlich nachversichert, sofern die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen. Die Beitragsbemessungsgrundlage wird dabei sogar grundsätzlich um 20 Prozent erhöht.
„Im Auslandseinsatz steigt dieser Zuschlag automatisch von 20 auf 40 Prozent.“
Nein. Besondere Auslandsverwendungen werden über einen separaten zusätzlichen Entgeltpunkte-Mechanismus berücksichtigt.
„Mit der Nachversicherung brauche ich mich nie mit privater Altersvorsorge beschäftigen.“
Auch das lässt sich nicht pauschal sagen. Entscheidend ist deine gesamte individuelle Versorgung im Verhältnis zu deinem gewünschten Lebensstandard.
23. Fazit
Versicherungen sind für Soldatinnen und Soldaten kein Schwarz-Weiß-Thema.
Ein Teil der Absicherung ist gesetzlich vorgeschrieben.
Andere Bereiche sind persönliche Risikoentscheidungen.
Dabei hilft eine einfache Frage:
Was passiert konkret, wenn genau dieses Risiko morgen eintritt und ich es selbst tragen muss?
Wenn du einen schweren privaten Haftpflichtschaden verursachst, könnten Forderungen gegen dich entstehen.
Wenn deine militärische Laufbahn aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig endet, kann sich deine Einkommenssituation verändern.
Wenn du erst nach einer größeren gesundheitlichen Veränderung eine Personenversicherung suchst, können deine Möglichkeiten andere sein als vorher.
Wenn du im Alter allein auf deine gesetzlichen Ansprüche setzt, hängt dein späterer Lebensstandard davon ab, wie hoch diese Ansprüche tatsächlich ausfallen und welche weiteren Vermögenswerte du aufgebaut hast.
Gerade deshalb spricht einiges dafür, sich frühzeitig vor Beginn der Dienstzeit oder möglichst bald danach mit diesen Themen zu beschäftigen.
Nicht, um möglichst viele Verträge abzuschließen.
Sondern um die eigenen Möglichkeiten zu kennen, bevor bestimmte Entscheidungen möglicherweise schwieriger werden.
Besonders bei der Altersvorsorge kommt ein weiterer Vorteil hinzu:
Zeit.
Ein SaZ erhält für seine Dienstzeit eine besondere rentenrechtliche Absicherung mit vollständiger Nachversicherung durch den Bund und grundsätzlich 20 Prozent erhöhter Beitragsbemessungsgrundlage. Auch besondere Auslandsverwendungen können zusätzlich berücksichtigt werden.
Trotzdem ist die gesetzliche Rente nicht dafür konstruiert, automatisch das letzte Einkommen eins zu eins zu ersetzen.
Wer früh weiß, welche Versorgung er voraussichtlich hat und welchen Lebensstandard er später möchte, kann den Zinseszinseffekt über Jahrzehnte für sich arbeiten lassen, statt eine mögliche Versorgungslücke erst kurz vor dem Ruhestand ausgleichen zu müssen.
Am Ende bleibt deshalb dieselbe Grundfrage:
Welche Risiken möchte ich selbst tragen – und welche möchte ich heute absichern oder langfristig finanziell vorbereiten?
360° Soldaten-Vorteils-Check
Versicherungen sind nur ein Teil deiner gesamten finanziellen und dienstlichen Situation bei der Bundeswehr.
Pflegepflicht, Dienstunfähigkeit, Haftung, Krankenversorgung, PKV-Anwartschaft, Altersvorsorge, Besoldung, Familienleistungen und die spätere Situation nach dem DZE können miteinander zusammenhängen.
Mit unserem 360° Soldaten-Vorteils-Check schauen wir strukturiert darauf, welche Themen in deiner persönlichen Situation überhaupt relevant sind, welche staatlichen Ansprüche bereits bestehen und an welchen Stellen du überlegen solltest, ob dir eine zusätzliche Absicherung oder Vorsorge wichtig ist.
Dabei betrachten wir nicht nur:
„Welche Versicherung gibt es?“
sondern:
„Was passiert in deiner konkreten Situation, wenn dieses Risiko eintritt und du es selbst tragen musst?“
Gerade bei gesundheitsabhängigen Absicherungen kann es sinnvoll sein, die eigenen Möglichkeiten frühzeitig vor Beginn der Dienstzeit oder möglichst bald danach zu prüfen.
Bei Altersvorsorge wiederum kann gerade ein früher Beginn durch den langfristigen Zinseszinseffekt einen erheblichen Unterschied machen.
Nicht jede Regelung und nicht jede Versicherung betrifft jede Soldatin oder jeden Soldaten gleichermaßen.
Aber du solltest zumindest wissen, welche Möglichkeiten für dich existieren.
Dein Dienstantritt steht bevor oder du bist bereits Soldat und möchtest wissen, welche finanziellen und versicherungsbezogenen Themen in deiner persönlichen Situation relevant sind? Schreib uns direkt über WhatsApp.
1. Nicht jeder Soldat braucht dieselben Versicherungen
Es gibt keine Versicherungsliste, die für jeden Soldaten gleichermaßen richtig ist.
Ein 18-jähriger FWDL, der noch bei seinen Eltern wohnt und kaum finanzielle Verpflichtungen hat, befindet sich in einer vollkommen anderen Situation als ein verheirateter SaZ mit zwei Kindern, eigenem Haus und langfristigen finanziellen Verpflichtungen.
Auch zwischen einem SaZ und einem Berufssoldaten bestehen erhebliche Unterschiede.
Deshalb sollte die Frage nicht nur lauten:
„Welche Versicherungen braucht ein Soldat?“
Sondern:
„Welche Risiken bestehen in meiner persönlichen Situation – und welche davon möchte ich selbst tragen?“
2. Warum der Zeitpunkt trotzdem eine Rolle spielen kann
Bei einigen Versicherungen ist dein Gesundheitszustand Bestandteil der Risikoprüfung.
Das betrifft insbesondere Versicherungen, die deine Arbeitskraft oder gesundheitliche Risiken absichern.
Ein vereinfachtes Beispiel:
Du beginnst deine Dienstzeit gesund.
Zwei Jahre später verletzt du dich schwer beim Sport und behältst dauerhafte Knieprobleme.
Wenn du anschließend erstmals eine Versicherung abschließen möchtest, bei der genau dieses gesundheitliche Risiko relevant ist, kann der Versicherer diese Vorerkrankung berücksichtigen.
Mögliche Folgen können – abhängig vom Versicherer und Einzelfall – sein:
normale Annahme,
Risikozuschlag,
Leistungsausschluss,
veränderte Vertragsbedingungen,
oder Ablehnung des Antrags.
Man kann den Grundgedanken vereinfacht mit einem Haus vergleichen:
Ein Haus versichert man idealerweise, bevor es brennt – nicht erst, wenn es bereits in Flammen steht.
Bei Menschen und Gesundheitsprüfungen ist die Realität natürlich wesentlich komplexer.
Aber das Grundprinzip bleibt:
Ein bereits bekanntes Risiko kann im Nachhinein schwieriger abzusichern sein als ein Risiko, das noch nicht eingetreten ist.
3. Früh informieren bedeutet nicht automatisch früh abschließen
Das ist ein wichtiger Unterschied.
Sich frühzeitig mit Versicherungen zu beschäftigen bedeutet nicht:
„Unterschreibe sofort mehrere Verträge.“
Es bedeutet zunächst:
Informiere dich.
Prüfe deine Situation.
Verstehe deine staatlichen Ansprüche.
Vergleiche Risiken und Kosten.
Und entscheide anschließend bewusst.
Vielleicht kommst du bei einem Risiko zu dem Ergebnis:
„Das möchte ich absichern.“
Bei einem anderen vielleicht:
„Das Risiko kann ich selbst tragen.“
Beides kann nachvollziehbar sein.
4. Krankenversorgung bei der Bundeswehr: Was passiert praktisch?
Aktive Soldatinnen und Soldaten haben grundsätzlich Anspruch auf unentgeltliche truppenärztliche Versorgung, kurz utV.
Wenn du während deiner Dienstzeit krank wirst oder dich verletzt, erfolgt deine medizinische Versorgung deshalb grundsätzlich über die Bundeswehr.
Konkretes Beispiel
Du bekommst während deiner Grundausbildung starke Rückenschmerzen.
Du gehst grundsätzlich über den vorgesehenen militärischen Weg zur Sanitätseinrichtung. Dort wird entschieden, welche weitere Diagnostik oder Behandlung erforderlich ist und ob beispielsweise ein ziviler Facharzt eingebunden wird.
Für deine normale medizinische Versorgung während der aktiven Dienstzeit brauchst du deshalb nicht einfach dieselbe Krankenvollversicherung wie ein ziviler Arbeitnehmer.
Davon getrennt betrachtet werden müssen Pflegepflicht, Familienangehörige, die Zeit nach dem DZE und eine mögliche PKV-Anwartschaft.
5. Pflegepflichtversicherung: Was wäre das Risiko?
Pflegeversicherung und Krankenversorgung sind zwei verschiedene Dinge.
Auch wenn deine medizinische Versorgung während deiner aktiven Dienstzeit grundsätzlich über die Bundeswehr läuft, muss das Risiko einer Pflegebedürftigkeit abgesichert sein.
Die Pflegepflichtversicherung ist deshalb gesetzlich vorgeschrieben.
Konkretes Beispiel
Du bist 23 und wirst durch einen schweren Unfall dauerhaft pflegebedürftig.
Nach Krankenhaus und Reha benötigst du langfristig Unterstützung bei alltäglichen Tätigkeiten.
Dann entstehen nicht lediglich Arztkosten.
Es geht um laufende Pflegeleistungen.
Genau für dieses Risiko existiert die Pflegeversicherung.
Da es sich um eine Pflichtversicherung handelt, besteht hier nicht dieselbe freiwillige Risikoentscheidung wie beispielsweise bei einer Rechtsschutzversicherung.
Mehr dazu:
„Pflegepflichtversicherung bei der Bundeswehr: Was du wissen musst“.
6. Private Haftpflicht: Aus einem kleinen Fehler kann ein großer Schaden werden
Eine private Haftpflichtversicherung betrifft grundsätzlich Schäden, für die du im Privatleben gegenüber anderen haftest.
Konkretes Beispiel
Du fährst privat mit dem Fahrrad durch die Stadt und übersiehst beim Abbiegen einen Fußgänger.
Er stürzt schwer und kann längere Zeit nicht arbeiten.
Jetzt geht es möglicherweise nicht nur um ein beschädigtes Smartphone.
Je nach konkretem Haftungsfall können beispielsweise Schadenersatz- und Verdienstausfallforderungen entstehen.
Wenn du haftest und kein entsprechender Versicherungsschutz besteht, trägst du berechtigte Forderungen grundsätzlich selbst.
Bei einem kleinen Sachschaden könnte das problemlos möglich sein.
Bei einem schweren Personenschaden können die finanziellen Dimensionen vollkommen anders aussehen.
Genau dieses Risiko wägt man bei einer privaten Haftpflicht ab.
7. Diensthaftpflicht: Wenn im Dienst etwas schiefgeht
Neben deinem Privatleben existiert dein dienstlicher Bereich.
§ 24 Soldatengesetz regelt eine mögliche Haftung gegenüber dem Dienstherrn, wenn ein Soldat seine dienstlichen Pflichten vorsätzlich oder grob fahrlässig verletzt.
Konkretes Beispiel
Du bewegst ein militärisches Fahrzeug.
Dir wurde ausdrücklich mitgeteilt, dass eine bestimmte Durchfahrt für das Fahrzeug zu niedrig ist.
Du fährst trotzdem hinein und beschädigst das Fahrzeug beziehungsweise militärische Ausrüstung erheblich.
Wird daraus ein Regressanspruch gegen dich, stellt sich die Frage, ob dein Versicherungsschutz einen entsprechenden dienstlichen Haftungsfall erfasst.
Ohne passenden Versicherungsschutz musst du einen berechtigten Regress grundsätzlich selbst tragen.
Wie relevant du dieses Risiko in deiner persönlichen Verwendung einschätzt, bleibt deine Entscheidung.
8. Dienstunfähigkeit: Was passiert, wenn deine militärische Karriere plötzlich endet?
Eine Dienstunfähigkeitsversicherung ist nicht gesetzlich vorgeschrieben.
Das Risiko kann für Soldaten trotzdem erhebliche Auswirkungen haben.
Für Soldaten auf Zeit gilt grundsätzlich:
Wird ein SaZ dienstunfähig, ist er zu entlassen.
Welche staatlichen Leistungen anschließend bestehen, hängt unter anderem von Dienstzeit und konkreter Situation ab.
Konkretes Beispiel
Du bist 24 Jahre alt, SaZ 12 und planst deine nächsten Jahre finanziell mit deinem Bundeswehrgehalt.
Nach einigen Jahren entsteht eine dauerhafte gesundheitliche Einschränkung.
Deine militärische Laufbahn endet deutlich früher als geplant.
Du hast möglicherweise Ansprüche aus der Soldatenversorgung.
Trotzdem kann zwischen deinem bisherigen Einkommen und deiner neuen finanziellen Situation eine Lücke entstehen.
Miete, Auto, Kredite oder familiäre Kosten laufen möglicherweise weiter.
Ohne private Absicherung musst du diese Lücke beispielsweise durch:
staatliche Leistungen,
Rücklagen,
neues ziviles Einkommen,
oder eine Reduzierung deiner Ausgaben
auffangen.
Eine private Dienstunfähigkeitsabsicherung würde dagegen nach den konkreten vereinbarten Bedingungen leisten, wenn der Versicherungsfall erfüllt ist.
Erst wenn du beide Seiten kennst, kannst du entscheiden, wie wichtig dir die Absicherung ist.
9. Warum gerade bei gesundheitlichen Versicherungen der Zeitpunkt interessant ist
Konkretes Beispiel
Du startest deine Bundeswehrzeit mit 19 gesund.
Mit 21 reißt du dir beim Sport das Kreuzband.
Es folgen Operation und Rehabilitation und du hast anschließend weiterhin Beschwerden.
Wenn du erst danach eine Personenversicherung beantragst, kann diese Vorgeschichte bei der Gesundheitsprüfung relevant werden.
Das bedeutet nicht automatisch, dass du keinen Schutz mehr bekommen kannst.
Es zeigt aber, warum es sinnvoll sein kann, sich mit solchen Risiken frühzeitig zu beschäftigen.
10. Rechtsschutzversicherung: Was bedeutet es, Rechtskosten selbst zu tragen?
Eine Rechtsschutzversicherung kann abhängig vom Tarif bestimmte Kosten rechtlicher Auseinandersetzungen übernehmen.
Konkretes Beispiel
Du bist privat in einen Verkehrsunfall verwickelt.
Es gibt Streit darüber, wer verantwortlich ist.
Die Sache landet vor Gericht.
Es können Kosten für:
Rechtsanwalt,
Gericht,
Sachverständige,
und gegebenenfalls weitere Verfahrenskosten
entstehen.
Ohne entsprechenden Rechtsschutz musst du die bei dir verbleibenden Kosten grundsätzlich selbst finanzieren.
Vielleicht sagst du:
„Dafür habe ich ausreichend Rücklagen.“
Ein anderer möchte genau dieses finanzielle Risiko nicht selbst tragen.
Beides ist eine individuelle Entscheidung.
11. PKV-Anwartschaft: kleine oder große Anwartschaft?
Dieses Thema ist gerade für Soldatinnen und Soldaten wichtig, weil du während deiner aktiven Dienstzeit grundsätzlich truppenärztlich versorgt wirst und deshalb eine eventuell spätere private Krankenvollversicherung von deiner heutigen Versorgung getrennt betrachtet werden muss.
Eine Anwartschaftsversicherung kann dafür sorgen, dass bestimmte Voraussetzungen für eine spätere PKV erhalten bleiben.
Dabei gibt es zwei wesentliche Varianten:
Kleine Anwartschaft
Die kleine Anwartschaft sichert im Kern deinen Gesundheitszustand.
Wenn du später den vereinbarten PKV-Schutz aktivierst, erfolgt grundsätzlich keine erneute Gesundheitsprüfung für die abgesicherten Rechte.
Erkrankungen, die während deiner Anwartschaft neu auftreten, führen damit bei der späteren Aktivierung grundsätzlich nicht zu einer neuen Gesundheitsprüfung.
Was die kleine Anwartschaft dagegen nicht macht:
Sie konserviert normalerweise nicht dein heutiges Eintrittsalter für die spätere Beitragsberechnung.
Bei der späteren Aktivierung wird daher grundsätzlich das dann erreichte Alter berücksichtigt.
Die kleine Anwartschaft ist dafür normalerweise günstiger als die große.
Konkretes Beispiel
Du schließt mit 20 Jahren eine kleine Anwartschaft ab.
Mit 25 entwickelst du eine chronische Erkrankung.
Mit 30 möchtest du den vereinbarten PKV-Schutz aktivieren.
Der entscheidende Vorteil der Anwartschaft besteht darin, dass deine zwischenzeitlich entstandene Erkrankung grundsätzlich nicht erneut einer neuen Gesundheitsprüfung unterzogen wird.
Dein späterer Beitrag richtet sich bei der kleinen Anwartschaft aber grundsätzlich nach dem höheren Alter bei Aktivierung und den dann maßgeblichen tariflichen Bedingungen.
Für wen kann eine kleine Anwartschaft ausreichen?
Eine kleine Anwartschaft kann insbesondere interessant sein, wenn dein Hauptziel lautet:
„Ich möchte meinen heutigen Gesundheitszustand für eine mögliche spätere PKV sichern.“
Das kann beispielsweise für einen SaZ relevant sein, der noch überhaupt nicht weiß, ob er nach seinem DZE tatsächlich privat krankenversichert sein wird.
Vielleicht wirst du später gesetzlich versicherungspflichtiger Arbeitnehmer.
Vielleicht entscheidest du dich beruflich vollkommen anders.
Wenn die spätere PKV noch unsicher ist und dir primär die Möglichkeit einer Rückkehr ohne neue Gesundheitsprüfung wichtig ist, kann eine kleine Anwartschaft ausreichend sein.
Große Anwartschaft
Die große Anwartschaft geht einen Schritt weiter.
Auch hier wird die spätere Aktivierung grundsätzlich ohne erneute Gesundheitsprüfung ermöglicht.
Zusätzlich werden jedoch Alterungsrückstellungen weiter aufgebaut beziehungsweise das ursprüngliche Eintrittsalter für die spätere Kalkulation berücksichtigt.
Dadurch kann der spätere Beitrag bei Aktivierung grundsätzlich niedriger ausfallen als bei einer entsprechenden kleinen Anwartschaft.
Dafür kostet die große Anwartschaft während der Anwartschaftszeit in der Regel mehr.
Konkretes Beispiel
Zwei Soldaten beginnen mit 20 Jahren.
Beide möchten mit etwa 40 Jahren einen privaten Krankenversicherungsschutz aktivieren.
Soldat A hat eine kleine Anwartschaft.
Soldat B eine große Anwartschaft.
Beide haben ihren Gesundheitszustand grundsätzlich gesichert.
Beim späteren Beitrag kann sich die große Anwartschaft jedoch dadurch unterscheiden, dass das frühere Eintrittsalter beziehungsweise die während der Anwartschaft berücksichtigten Alterungsrückstellungen einbezogen werden.
Dafür hat Soldat B während der 20 Jahre Anwartschaft höhere Beiträge gezahlt.
Wer sollte sich die große Anwartschaft genauer ansehen?
Besonders interessant kann sie für jemanden sein, bei dem bereits heute relativ wahrscheinlich ist, dass später tatsächlich eine PKV aktiviert wird.
Ein klassischer Fall kann ein Berufssoldat sein.
Wer voraussichtlich sehr lange im System bleibt und später über Jahrzehnte privaten Restkostenschutz benötigt, kann den Effekt des gesicherten Eintrittsalters anders bewerten als ein FWDL oder SaZ mit völlig offener beruflicher Zukunft.
Auch ein SaZ mit langer Verpflichtungszeit und einer bereits sehr konkreten Planung, nach DZE beispielsweise selbstständig zu werden oder anderweitig die Voraussetzungen für eine PKV zu erfüllen, kann eine große Anwartschaft prüfen.
Eine pauschale Regel:
„SaZ klein, Berufssoldat groß“
gibt es allerdings nicht.
Entscheidend sind insbesondere:
erwartete Dauer der Anwartschaft,
Wahrscheinlichkeit einer späteren PKV,
heutiges Alter,
Beitragsunterschied zwischen kleiner und großer Anwartschaft,
und deine langfristige berufliche Planung.
Kurz gesagt:
Kleine Anwartschaft = vor allem Gesundheitszustand sichern.
Große Anwartschaft = Gesundheitszustand plus frühere Beitragskalkulation beziehungsweise Alterungsrückstellungen sichern.
12. Altersvorsorge: Als SaZ funktioniert die gesetzliche Rente anders, als viele denken
Dieser Punkt ist für Soldaten auf Zeit besonders interessant.
Während deiner aktiven Zeit als SaZ zahlst du nicht wie ein normaler Arbeitnehmer jeden Monat einen Arbeitnehmeranteil in die gesetzliche Rentenversicherung ein.
Soldaten auf Zeit sind während ihrer Dienstzeit grundsätzlich rentenversicherungsfrei.
Wenn du später ohne entsprechende Versorgung aus diesem versicherungsfreien Dienstverhältnis ausscheidest, erfolgt grundsätzlich eine Nachversicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung.
Dabei übernimmt der Bund die Beiträge vollständig.
Du musst also nicht nach deinem DZE plötzlich mehrere Jahre Rentenbeiträge aus eigener Tasche nachzahlen.
Die Deutsche Rentenversicherung beschreibt die Nachversicherung so, dass die betreffende Person rentenrechtlich grundsätzlich so gestellt wird, als hätte während dieser Zeit Versicherungspflicht bestanden. Der Dienstherr trägt dabei die Nachversicherungsbeiträge vollständig.
Die Bundeswehr rechnet bei SaZ sogar mit 20 Prozent zusätzlich
Für nachzuversichernde Soldaten auf Zeit existiert eine besondere Regelung in § 181 Absatz 2a SGB VI.
Die beitragspflichtigen Einnahmen aus deiner Dienstzeit werden für die Nachversicherung grundsätzlich um:
20 Prozent erhöht.
Wichtig ist die genaue Formulierung:
Die Bundeswehr beziehungsweise der Bund schenkt dir nicht einfach einen zusätzlichen Geldbetrag in Höhe von 20 Prozent deiner Rente.
Stattdessen wird die Beitragsbemessungsgrundlage für die Nachversicherung um 20 Prozent erhöht.
Ein vereinfachtes Beispiel:
Für einen Zeitraum wären grundsätzlich:
50.000 Euro
beitragspflichtige Einnahmen maßgeblich.
Bei einem nachzuversichernden SaZ werden daraus für die besondere Berechnung grundsätzlich:
60.000 Euro Beitragsbemessungsgrundlage.
Damit können entsprechend höhere Rentenanwartschaften entstehen, als wenn ausschließlich die ursprünglichen beitragspflichtigen Einnahmen zugrunde gelegt würden.
Die Sonderregel berücksichtigt sogar Einnahmen über der normalen Beitragsbemessungsgrenze bis zu einer entsprechend um 20 Prozent erhöhten Grenze. Für daraus entstehende Beträge oberhalb der normalen Grenze sieht das Rentenrecht zusätzliche Entgeltpunkte vor.
Auslandseinsatz: Die 20 Prozent werden nicht einfach auf 40 Prozent verdoppelt
Hier kursiert teilweise eine verkürzte Erklärung, nach der sich der 20-Prozent-Zuschlag während Auslandseinsätzen einfach verdoppeln würde.
So ist die aktuelle gesetzliche Regelung nicht aufgebaut.
Für bestimmte besondere Auslandsverwendungen gibt es stattdessen einen eigenständigen zusätzlichen Rentenvorteil.
Unter den Voraussetzungen des § 76e SGB VI werden für entsprechende Auslandsverwendungen zusätzliche Entgeltpunkte gutgeschrieben.
Voraussetzung ist insbesondere, dass nach dem 30. November 2002 insgesamt mindestens:
180 Tage
an berücksichtigungsfähigen besonderen Auslandsverwendungen vorliegen und die einzelnen Verwendungen jeweils ununterbrochen mindestens:
30 Tage
gedauert haben.
Sind die Voraussetzungen erfüllt, gibt es für jeden vollen Kalendermonat einer entsprechenden besonderen Auslandsverwendung:
0,18 zusätzliche Entgeltpunkte.
Für angebrochene Zeiträume erfolgt eine anteilige Berechnung.
Der Bund zahlt die dafür erforderlichen Beiträge.
Das ist ein zusätzlicher rentenrechtlicher Vorteil neben der normalen Nachversicherung.
Konkretes Beispiel
Du bist mehrere Jahre SaZ.
Nach deinem DZE erfolgt grundsätzlich deine Nachversicherung.
Dabei werden die für die Nachversicherung maßgeblichen beitragspflichtigen Einnahmen aufgrund der Sonderregel für SaZ grundsätzlich um 20 Prozent erhöht.
Zusätzlich hast du während deiner Dienstzeit mehrere längere besondere Auslandsverwendungen absolviert und erfüllst insgesamt die gesetzlichen 180 Tage.
Dann können für diese Einsatzzeiten zusätzlich die gesetzlich vorgesehenen 0,18 Entgeltpunkte pro vollem Einsatzmonat hinzukommen.
Damit werden Auslandseinsätze rentenrechtlich noch einmal gesondert berücksichtigt.
Für Berufssoldaten gilt wiederum ein anderes System
Berufssoldaten werden nicht einfach nach ihrem Ausscheiden wie SaZ nachversichert.
Sie befinden sich im soldatenrechtlichen Versorgungssystem und können später ein Ruhegehalt erhalten.
Auch dort können besondere Auslandsverwendungen relevant sein.
Nach dem Soldatenversorgungsgesetz können entsprechende Zeiten unter bestimmten Voraussetzungen bis zum Doppelten als ruhegehaltfähige Dienstzeit berücksichtigt werden.
Das ist jedoch eine vollkommen andere Regelung als der 20-Prozent-Zuschlag bei der SaZ-Nachversicherung und sollte nicht miteinander vermischt werden.
13. Warum trotzdem eine private Altersvorsorge beziehungsweise Vermögensbildung interessant sein kann
Die Nachversicherung ist ein echter Vorteil.
Sie bedeutet aber nicht automatisch, dass deine spätere gesetzliche Rente exakt deinen vorherigen Lebensstandard ersetzt.
Die gesetzliche Rentenversicherung ist grundsätzlich nicht darauf ausgelegt, dein letztes Arbeitseinkommen im Alter eins zu eins weiterzuzahlen.
2026 beträgt das sogenannte Sicherungsniveau vor Steuern 48 Prozent.
Wichtig:
Das bedeutet nicht, dass jeder Rentner automatisch 48 Prozent seines letzten Gehalts erhält.
Das Rentenniveau ist eine standardisierte Vergleichsgröße zwischen einer Standardrente nach 45 Jahren mit Durchschnittsverdienst und dem verfügbaren Durchschnittsentgelt.
Deine tatsächliche spätere Rente hängt von deinem gesamten Berufsleben ab.
Für einen SaZ können beispielsweise zusammenkommen:
Nachversicherung aus der Bundeswehrzeit,
später erworbene Rentenpunkte im Zivilberuf,
betriebliche Altersvorsorge,
private Vorsorge,
eigenes Vermögen,
gegebenenfalls Immobilien oder andere Anlagen.
Deshalb kann trotz der guten Sonderregelungen für ehemalige SaZ eine Versorgungslücke zwischen gewünschtem Lebensstandard und späteren Alterseinkünften entstehen.
Wie groß diese Lücke tatsächlich ist, ist individuell.
Konkretes Beispiel
Du bist mit 20 Jahren Soldat geworden und scheidest nach zwölf Jahren als SaZ aus.
Die Bundeswehrzeit wird grundsätzlich nachversichert und dabei gelten die besonderen SaZ-Regelungen.
Danach arbeitest du weitere Jahrzehnte zivil.
Wenn du im Ruhestand beispielsweise monatlich einen Lebensstandard von 3.000 Euro finanzieren möchtest, deine gesetzlichen und sonstigen sicheren Alterseinkünfte aber voraussichtlich nur 2.200 Euro abdecken, bleibt rechnerisch eine Lücke von:
800 Euro monatlich.
Genau diese Differenz ist das eigentliche Thema der privaten Altersvorsorge.
Nicht:
„Bekomme ich überhaupt Rente?“
Sondern:
„Reicht meine gesamte spätere Versorgung für den Lebensstandard, den ich haben möchte?“
14. Warum frühes Sparen durch den Zinseszinseffekt einen großen Unterschied machen kann
Bei Altersvorsorge gibt es im Gegensatz zu vielen Versicherungen einen Faktor, den man später nicht zurückholen kann:
Zeit.
Wenn du investiertes Kapital erwirtschaftest, können später nicht nur deine ursprünglichen Einzahlungen Erträge erzielen.
Auch bereits entstandene Erträge können wiederum weitere Erträge erwirtschaften.
Genau das ist der Zinseszinseffekt.
Je länger dieser Prozess laufen kann, desto stärker kann sich der Effekt bemerkbar machen.
Deshalb kann jemand, der früh mit vergleichsweise kleinen regelmäßigen Beträgen beginnt, langfristig einen erheblichen Vorsprung gegenüber jemandem haben, der erst viele Jahre später beginnt und anschließend deutlich höhere Beträge investieren muss.
Das bedeutet nicht, dass Altersvorsorge zwingend über eine Versicherung erfolgen muss.
Mögliche Wege können beispielsweise sein:
breit gestreute Wertpapieranlagen,
Versicherungsprodukte,
betriebliche Altersvorsorge,
Immobilien,
oder eine Kombination mehrerer Bausteine.
Entscheidend ist zunächst:
Frühzeitig herausfinden, ob überhaupt eine Versorgungslücke besteht und wie groß sie ungefähr sein könnte.
Danach kann entschieden werden, mit welchem Instrument sie geschlossen werden soll.
15. Hausratversicherung: Könntest du deine Wohnung morgen neu einrichten?
Eine Hausratversicherung betrifft grundsätzlich dein eigenes Inventar.
Konkretes Beispiel
Du hast nach einigen Dienstjahren eine eigene Wohnung.
Möbel, Kleidung, Fernseher, Computer, Küchengeräte und sonstige Gegenstände haben gemeinsam einen erheblichen Wiederbeschaffungswert.
Durch einen versicherten Brand wird ein großer Teil zerstört.
Ohne entsprechenden Versicherungsschutz müsstest du die Neuanschaffung grundsätzlich selbst finanzieren.
Wenn du genügend Rücklagen hast und sagst:
„Das könnte ich selbst tragen“
kannst du das Risiko anders bewerten als jemand, dessen gesamtes Erspartes dadurch aufgebraucht wäre.
16. Private Unfallversicherung: Ein Unfall kann dauerhafte Folgen haben
Eine private Unfallversicherung sichert – abhängig vom Vertrag – bestimmte Folgen eines versicherten Unfalls ab.
Konkretes Beispiel
Du fährst privat Mountainbike und stürzt schwer.
Du behältst dauerhaft eine Einschränkung an einem Arm.
Möglicherweise entstehen Kosten für Umbauten, Hilfsmittel oder andere Anpassungen.
Eine Unfallversicherung kann abhängig von Tarif und Invaliditätsgrad eine entsprechende Leistung erbringen.
Ohne privaten Unfallschutz musst du zusätzliche finanzielle Folgen grundsätzlich selbst beziehungsweise über andere vorhandene Leistungssysteme auffangen.
Wichtig:
Eine Unfallversicherung ist keine allgemeine Absicherung jeder gesundheitlichen Einschränkung.
Eine Erkrankung ohne Unfall kann vollkommen anders behandelt werden.
17. Kfz-Haftpflicht: Hier besteht eine gesetzliche Pflicht
Bei einem zulassungspflichtigen Kraftfahrzeug ist die Kfz-Haftpflicht gesetzlich vorgeschrieben.
Das hat nichts mit deinem Soldatenstatus zu tun.
Konkretes Beispiel
Du verursachst mit deinem Auto einen schweren Verkehrsunfall.
Mehrere Personen werden verletzt und fremdes Eigentum wird beschädigt.
Die daraus entstehenden Forderungen können extrem hoch sein.
Genau deshalb darf ein entsprechendes Fahrzeug nicht ohne gesetzlich vorgeschriebene Kfz-Haftpflicht betrieben werden.
18. Gesundheitszustand ist nicht planbar
Du kannst deine Grundausbildung vollkommen gesund beginnen und auch zehn Jahre später keinerlei größere Probleme haben.
Es kann aber genauso passieren, dass einige Monate später eine Verletzung oder Erkrankung entsteht.
Niemand weiß das vorher.
Genau deshalb gibt es Versicherungen überhaupt.
Sie übertragen ein bestimmtes zukünftiges Risiko gegen einen laufenden Beitrag.
Wenn das Risiko bereits eingetreten ist, lässt es sich unter Umständen nicht mehr in derselben Form absichern.
Das Bild vom Haus beschreibt diesen Grundgedanken relativ einfach:
Ein Haus versichert man idealerweise, bevor es brennt.
Bei gesundheitlichen Versicherungen ist die Realität deutlich differenzierter.
Aber die dahinterstehende Überlegung bleibt sinnvoll.
19. Früh beschäftigen heißt trotzdem nicht: alles absichern
Nur weil ein Risiko theoretisch eintreten kann, musst du es nicht zwingend versichern.
Versicherungen kosten Geld.
Beiträge werden zu monatlichen Fixkosten.
Und jeder Mensch besitzt eine andere Risikotoleranz.
Mancher Soldat möchte größere finanzielle Risiken möglichst weitgehend übertragen.
Ein anderer möchte weniger monatliche Kosten und ist bereit, bestimmte Risiken bewusst selbst zu tragen.
Beide Entscheidungen können nachvollziehbar sein.
Die wichtigste Frage lautet:
Ist die Entscheidung bewusst gefallen?
20. Lass dich nicht ausschließlich von Einzelerfahrungen leiten
Vielleicht sagt dir dein Gruppenführer:
„Ich bin seit 15 Jahren Soldat und habe nie irgendeine Versicherung gebraucht.“
Das kann stimmen.
Ein anderer erzählt dir:
„Ein Kamerad von mir wurde mit 23 gesundheitlich stark eingeschränkt und war froh, dass er abgesichert war.“
Auch das kann stimmen.
Beides sind Erfahrungen.
Sie zeigen, was passieren kann.
Sie bestimmen aber nicht automatisch, welche Entscheidung für dich richtig ist.
Die bessere Grundlage ist:
Risiko + mögliche finanzielle Folge + staatliche Leistungen + Kosten der Absicherung + persönliche Risikoeinstellung.
21. Drei typische Situationen
Du bist 18 Jahre alt und stehst kurz vor der Grundausbildung
Du bist gesund, wohnst möglicherweise noch bei deinen Eltern und hast kaum finanzielle Verpflichtungen.
Gerade jetzt kannst du prüfen:
Was ist Pflicht?
Wo besteht bereits Versicherungsschutz?
Welche Risiken könnten finanziell wirklich problematisch werden?
Bei welchen Versicherungen spielt mein heutiger Gesundheitszustand eine Rolle?
Du musst deshalb nicht automatisch mehrere Verträge abschließen.
Aber du weißt anschließend, welche Möglichkeiten du aktuell hast.
Du bist seit zwei Jahren SaZ und bisher gesund
Auch jetzt kannst du dich noch mit denselben Fragen beschäftigen.
Vielleicht kannst du deine Bundeswehrlaufbahn inzwischen sogar besser einschätzen als vor dem ersten Diensttag.
Du kennst dein Einkommen, deine Verwendung und deine langfristigen Pläne besser.
Du hattest bereits eine größere Verletzung
Dann kann die Situation bei bestimmten Personenversicherungen komplexer werden.
Je nach Diagnose, Behandlung und aktuellem Zustand können Versicherer unterschiedlich entscheiden.
Das zeigt den möglichen Vorteil einer frühen Beschäftigung.
Es bedeutet aber nicht automatisch, dass nach einer Verletzung überhaupt kein Versicherungsschutz mehr möglich wäre.
22. Typische Irrtümer
„Der Zeitpunkt spielt überhaupt keine Rolle.“
Bei gesundheitsabhängigen Versicherungen kann auch das falsch sein.
„Als SaZ zahle ich nie in die gesetzliche Rente ein und verliere dadurch meine komplette Dienstzeit.“
Ebenfalls falsch. SaZ werden beim Ausscheiden grundsätzlich nachversichert, sofern die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen. Die Beitragsbemessungsgrundlage wird dabei sogar grundsätzlich um 20 Prozent erhöht.
„Im Auslandseinsatz steigt dieser Zuschlag automatisch von 20 auf 40 Prozent.“
Nein. Besondere Auslandsverwendungen werden über einen separaten zusätzlichen Entgeltpunkte-Mechanismus berücksichtigt.
„Mit der Nachversicherung brauche ich mich nie mit privater Altersvorsorge beschäftigen.“
Auch das lässt sich nicht pauschal sagen. Entscheidend ist deine gesamte individuelle Versorgung im Verhältnis zu deinem gewünschten Lebensstandard.
23. Fazit
Versicherungen sind für Soldatinnen und Soldaten kein Schwarz-Weiß-Thema.
Ein Teil der Absicherung ist gesetzlich vorgeschrieben.
Andere Bereiche sind persönliche Risikoentscheidungen.
Dabei hilft eine einfache Frage:
Was passiert konkret, wenn genau dieses Risiko morgen eintritt und ich es selbst tragen muss?
Wenn du einen schweren privaten Haftpflichtschaden verursachst, könnten Forderungen gegen dich entstehen.
Wenn deine militärische Laufbahn aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig endet, kann sich deine Einkommenssituation verändern.
Wenn du erst nach einer größeren gesundheitlichen Veränderung eine Personenversicherung suchst, können deine Möglichkeiten andere sein als vorher.
Wenn du im Alter allein auf deine gesetzlichen Ansprüche setzt, hängt dein späterer Lebensstandard davon ab, wie hoch diese Ansprüche tatsächlich ausfallen und welche weiteren Vermögenswerte du aufgebaut hast.
Gerade deshalb spricht einiges dafür, sich frühzeitig vor Beginn der Dienstzeit oder möglichst bald danach mit diesen Themen zu beschäftigen.
Nicht, um möglichst viele Verträge abzuschließen.
Sondern um die eigenen Möglichkeiten zu kennen, bevor bestimmte Entscheidungen möglicherweise schwieriger werden.
Besonders bei der Altersvorsorge kommt ein weiterer Vorteil hinzu:
Zeit.
Ein SaZ erhält für seine Dienstzeit eine besondere rentenrechtliche Absicherung mit vollständiger Nachversicherung durch den Bund und grundsätzlich 20 Prozent erhöhter Beitragsbemessungsgrundlage. Auch besondere Auslandsverwendungen können zusätzlich berücksichtigt werden.
Trotzdem ist die gesetzliche Rente nicht dafür konstruiert, automatisch das letzte Einkommen eins zu eins zu ersetzen.
Wer früh weiß, welche Versorgung er voraussichtlich hat und welchen Lebensstandard er später möchte, kann den Zinseszinseffekt über Jahrzehnte für sich arbeiten lassen, statt eine mögliche Versorgungslücke erst kurz vor dem Ruhestand ausgleichen zu müssen.
Am Ende bleibt deshalb dieselbe Grundfrage:
Welche Risiken möchte ich selbst tragen – und welche möchte ich heute absichern oder langfristig finanziell vorbereiten?
360° Soldaten-Vorteils-Check
Versicherungen sind nur ein Teil deiner gesamten finanziellen und dienstlichen Situation bei der Bundeswehr.
Pflegepflicht, Dienstunfähigkeit, Haftung, Krankenversorgung, PKV-Anwartschaft, Altersvorsorge, Besoldung, Familienleistungen und die spätere Situation nach dem DZE können miteinander zusammenhängen.
Mit unserem 360° Soldaten-Vorteils-Check schauen wir strukturiert darauf, welche Themen in deiner persönlichen Situation überhaupt relevant sind, welche staatlichen Ansprüche bereits bestehen und an welchen Stellen du überlegen solltest, ob dir eine zusätzliche Absicherung oder Vorsorge wichtig ist.
Dabei betrachten wir nicht nur:
„Welche Versicherung gibt es?“
sondern:
„Was passiert in deiner konkreten Situation, wenn dieses Risiko eintritt und du es selbst tragen musst?“
Gerade bei gesundheitsabhängigen Absicherungen kann es sinnvoll sein, die eigenen Möglichkeiten frühzeitig vor Beginn der Dienstzeit oder möglichst bald danach zu prüfen.
Bei Altersvorsorge wiederum kann gerade ein früher Beginn durch den langfristigen Zinseszinseffekt einen erheblichen Unterschied machen.
Nicht jede Regelung und nicht jede Versicherung betrifft jede Soldatin oder jeden Soldaten gleichermaßen.
Aber du solltest zumindest wissen, welche Möglichkeiten für dich existieren.
Dein Dienstantritt steht bevor oder du bist bereits Soldat und möchtest wissen, welche finanziellen und versicherungsbezogenen Themen in deiner persönlichen Situation relevant sind? Schreib uns direkt über WhatsApp.
Häufige Fragen
01
Sollte ich mich bereits vor Dienstantritt mit Versicherungen beschäftigen?
02
Was ist der Unterschied zwischen kleiner und großer Anwartschaft?
03
Für wen kann die kleine Anwartschaft genügen?
04
Für wen kann die große Anwartschaft besonders interessant sein?
05
Zahlen SaZ während der aktiven Dienstzeit normale Arbeitnehmerbeiträge zur gesetzlichen Rente?
06
Was passiert mit der Bundeswehrzeit?
07
Wer bezahlt die Nachversicherung?
08
Was bedeutet der 20-%-Zuschlag?
09
Werden Auslandseinsätze rentenrechtlich berücksichtigt?
10
Reicht die gesetzliche Rente später automatisch für meinen bisherigen Lebensstandard?
Quellen zum Nachlesen
www.bundeswehr.de/de/welche-versicherungen-brauche-ich--6081964
Bundeswehr – Krankenversorgung und Versicherungen
Bundeswehr – Krankenversorgung und Versicherungen
www.bundeswehr.de/de/organisation/unterstuetzungsbereich/sanitaetsdienst/gesundheitsversorgung
Bundeswehr – Krankenversorgung und Versicherungen
Bundeswehr – Krankenversorgung und Versicherungen
www.gesetze-im-internet.de/sgb_11/__23.html
Pflegepflichtversicherung
Pflegepflichtversicherung
www.gesetze-im-internet.de/sg/__24.html
Haftung von Soldaten
Haftung von Soldaten
www.gesetze-im-internet.de/sg/__55.html
Dienstunfähigkeit von Soldaten auf Zeit
Dienstunfähigkeit von Soldaten auf Zeit
www.gesetze-im-internet.de/sg/__44.html
Dienstunfähigkeit von Berufssoldaten
Dienstunfähigkeit von Berufssoldaten
www.gesetze-im-internet.de/svg_2025/
Soldatenversorgung
Soldatenversorgung
www.gesetze-im-internet.de/seg/
Soldatenentschädigung
Soldatenentschädigung
Der PKV-Verband erläutert den Unterschied zwischen kleiner und großer Anwartschaft: Beide sichern grundsätzlich die spätere Aktivierung ohne erneute Gesundheitsprüfung; bei der großen Anwartschaft kommen zusätzlich Alterungsrückstellungen beziehungsweise die Berücksichtigung des ursprünglichen Eintrittsalters hinzu.
Kleine und große PKV-Anwartschaft
Kleine und große PKV-Anwartschaft
www.pkv.de/wissen/private-krankenversicherung/ablehnung-und-kuendigung/
Kleine und große PKV-Anwartschaft
Kleine und große PKV-Anwartschaft
www.pkv.de/glossar/
Kleine und große PKV-Anwartschaft
Kleine und große PKV-Anwartschaft
Die Deutsche Rentenversicherung erläutert die Nachversicherung und stellt klar, dass der Dienstherr die Nachversicherungsbeiträge vollständig trägt.
Nachversicherung von Soldaten auf Zeit
Nachversicherung von Soldaten auf Zeit
www.gesetze-im-internet.de/sgb_6/__8.html
§ 8 SGB VI – Nachversicherung
§ 8 SGB VI – Nachversicherung
§ 181 Absatz 2a bestimmt ausdrücklich, dass bei nachzuversichernden Soldaten auf Zeit die beitragspflichtigen Einnahmen grundsätzlich um 20 Prozent erhöht werden.
§ 181 SGB VI – 20 Prozent erhöhte Beitragsbemessungsgrundlage für SaZ
§ 181 SGB VI – 20 Prozent erhöhte Beitragsbemessungsgrundlage für SaZ
www.gesetze-im-internet.de/sgb_6/__76f.html
§ 76f SGB VI – zusätzliche Entgeltpunkte aus der SaZ-Nachversicherung
§ 76f SGB VI – zusätzliche Entgeltpunkte aus der SaZ-Nachversicherung
Für qualifizierende besondere Auslandsverwendungen werden unter den gesetzlichen Voraussetzungen 0,18 zusätzliche Entgeltpunkte pro Kalendermonat berücksichtigt.
§ 76e SGB VI – besondere Auslandsverwendungen
§ 76e SGB VI – besondere Auslandsverwendungen
www.gesetze-im-internet.de/sgb_6/__186a.html
§ 186a SGB VI – Auslandseinsätze innerhalb des Nachversicherungszeitraums
§ 186a SGB VI – Auslandseinsätze innerhalb des Nachversicherungszeitraums
www.gesetze-im-internet.de/sgb_6/__188.html
§ 188 SGB VI – Beiträge für besondere Auslandsverwendungen
§ 188 SGB VI – Beiträge für besondere Auslandsverwendungen
Die Bundeswehr bestätigt, dass SaZ nach dem Ausscheiden grundsätzlich in der gesetzlichen Rentenversicherung nachversichert werden und der Bund Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil vollständig übernimmt.
Bundeswehr – Besoldung, Rente und Pension
Bundeswehr – Besoldung, Rente und Pension
Das Sicherungsniveau vor Steuern beträgt 2026 48 Prozent. Die Deutsche Rentenversicherung und das BMAS weisen ausdrücklich darauf hin, dass diese Kennzahl nicht mit „48 Prozent des letzten Gehalts“ gleichgesetzt werden darf.
Rentenniveau 2026
Rentenniveau 2026
www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Ueber-uns-und-Presse/Presse/Meldungen/2026/260305-rentenanpassung-2026
Rentenniveau 2026
Rentenniveau 2026
www.bmas.de/DE/Soziales/Rente-und-Altersvorsorge/Rentenreform-2025/rentenreform-2025.html
Rentenniveau 2026
Rentenniveau 2026
Versicherungen außerhalb gesetzlicher Pflichtabsicherungen bleiben persönliche Risikoentscheidungen. Gerade bei gesundheitsabhängigen Versicherungen kann eine frühe Beschäftigung sinnvoll sein, weil spätere Erkrankungen oder Verletzungen die Versicherbarkeit verändern können. Auch bei der Altersvorsorge sollte zwischen dem gesetzlichen Versorgungssystem und zusätzlicher privater Vermögensbildung unterschieden werden. Die Nachversicherung von SaZ ist vergleichsweise günstig ausgestaltet. Sie garantiert dennoch nicht automatisch einen bestimmten Lebensstandard im Alter. Entscheidend bleibt deshalb die persönliche Gesamtbetrachtung.
Hinweis
Hinweis
Passende nächste Artikel
Pflegepflichtversicherung bei der Bundeswehr: Was du wissen musst
Dienstunfähigkeitsversicherung für Soldaten: Warum du dich so früh wie möglich damit beschäftigen solltest
Private Haftpflicht und Diensthaftpflicht: Was ist für Soldaten der Unterschied?
Rechtsschutzversicherung für Soldaten: Sinnvoll oder unnötig?
Altersvorsorge als Soldat: Warum es heute so wichtig ist, deine Rentenlücke frühzeitig zu schließen
Steuern als Soldat: Was du bei deiner ersten Steuererklärung beachten solltest
Finanzen als Soldat: Wie viel solltest du sparen, investieren und für Fixkosten einplanen?
Trennungsgeld, Fahrtkosten, Zulagen, Kindergeld und VWL: Welche finanziellen Leistungen Soldaten bekommen können
Das erste Gehalt bei der Bundeswehr: Mache nicht diese Fehler
[ Direkter Draht · WhatsApp ]
Deine Frage ist nicht dabei?
Schreib uns. Deine Nachricht startet direkt mit dem Beitrag, den du gerade liest, und ein Soldat aus dem Team antwortet dir persönlich.
[ Direkter Draht · WhatsApp ]
Deine Frage ist nicht dabei?
Schreib uns. Deine Nachricht startet direkt mit dem Beitrag, den du gerade liest, und ein Soldat aus dem Team antwortet dir persönlich.
[ Direkter Draht · WhatsApp ]
Deine Frage ist nicht dabei?
Schreib uns. Deine Nachricht startet direkt mit dem Beitrag, den du gerade liest, und ein Soldat aus dem Team antwortet dir persönlich.
[ Hinter diesem Beitrag ]
Das Team hinter den Beiträgen. Text, Recherche, Prüfung und Begleitung teilen wir uns auf.
Team kennenlernen

[ Damals · IT-Feldwebel ]

Daniel
Soldaten-Pate
7 Jahre IT-Feldwebel, FW-Laufbahn
„Ich weiß noch genau, wie sich der erste Tag anfühlt. Deshalb nehme ich jede Frage ernst, auch die, die klein wirkt.“

[ Damals · Feldjäger ]

Afsal
Soldaten-Pate
4 Jahre Feldjäger, ROA i.W.
„Ich sage, wie es ist. Und was man daraus macht.“

[ Damals · Panzergrenadier ]

Levin
Gespräche & Organisation
8 Jahre Panzergrenadier, ROA a. d. W.
„Ich hätte mir das damals selbst gewünscht. Deshalb gibt es uns.“
[ Hinter diesem Beitrag ]
Das Team hinter den Beiträgen. Text, Recherche, Prüfung und Begleitung teilen wir uns auf.
Team kennenlernen
[ Damals · IT-Feldwebel ]

Daniel
Soldaten-Pate
7 Jahre IT-Feldwebel, FW-Laufbahn
„Ich weiß noch genau, wie sich der erste Tag anfühlt. Deshalb nehme ich jede Frage ernst, auch die, die klein wirkt.“
[ Damals · Feldjäger ]

Afsal
Soldaten-Pate
4 Jahre Feldjäger, ROA i.W.
„Ich sage, wie es ist. Und was man daraus macht.“
[ Damals · Panzergrenadier ]

Levin
Gespräche & Organisation
8 Jahre Panzergrenadier, ROA a. d. W.
„Ich hätte mir das damals selbst gewünscht. Deshalb gibt es uns.“
[ Hinter diesem Beitrag ]
Das Team hinter den Beiträgen. Text, Recherche, Prüfung und Begleitung teilen wir uns auf.
Team kennenlernen

[ Damals · IT-Feldwebel ]

Daniel
Soldaten-Pate
7 Jahre IT-Feldwebel, FW-Laufbahn
„Ich weiß noch genau, wie sich der erste Tag anfühlt. Deshalb nehme ich jede Frage ernst, auch die, die klein wirkt.“

[ Damals · Feldjäger ]

Afsal
Soldaten-Pate
4 Jahre Feldjäger, ROA i.W.
„Ich sage, wie es ist. Und was man daraus macht.“

[ Damals · Panzergrenadier ]

Levin
Gespräche & Organisation
8 Jahre Panzergrenadier, ROA a. d. W.
„Ich hätte mir das damals selbst gewünscht. Deshalb gibt es uns.“
[ Alle Beiträge durchsuchen ]
[ Deine nächste Lage ]
[ Alle Beiträge durchsuchen ]
[ Deine nächste Lage ]
[ Alle Beiträge durchsuchen ]
[ Deine nächste Lage ]
// Letzter Schritt
Wie gut bist du vorbereitet?
[ ca. 20 Fragen · 5–10 Minuten · Ergebnis sofort ]
// Letzter Schritt
Wie gut bist du vorbereitet?
[ ca. 20 Fragen · 5–10 Minuten · Ergebnis sofort ]
// Letzter Schritt
Wie gut bist du vorbereitet?
[ ca. 20 Fragen · 5–10 Minuten · Ergebnis sofort ]
Noch Fragen zum Ablauf?
Noch Fragen zum Ablauf?
Alles rund um die BUndeswehr.
Service
Rechtliches
Alles rund um die BUndeswehr.
Feldpost
Service
Rechtliches
//
Neu · Ab 15.09.2026
Die App ist da.
Countdown, Kohorte, Lexikon, Quiz und Checklisten. Kostenlos und werbefrei, für iOS und Android. Von Soldaten, die selbst dort waren.
Später


