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Basisausbildung

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Ernährung vor der Grundausbildung: Was du in den letzten Wochen beachten solltest

Körper und Kopf

Gez.

Daniel, Levin & Afsal

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Ernährung vor der Grundausbildung: Was du in den letzten Wochen beachten solltest

Körper und Kopf

Gez.

Daniel, Levin & Afsal

Letzte Aktualisierung: Oktober 2026

Einordnung

Dieser Artikel gehört zum Thema Körper und Kopf der Soldateninitiative.

Er richtet sich an angehende Soldatinnen und Soldaten, die in den letzten Wochen vor dem Dienstantritt ihre Ernährung sinnvoll auf Training, Regeneration und den bevorstehenden Start bei der Bundeswehr abstimmen möchten. Er erklärt, welche Grundlagen wirklich wichtig sind und warum du kurz vor dem Dienstantritt keine komplizierte Ernährungsstrategie brauchst.

Noch ein paar Wochen bis zum Dienstantritt und plötzlich soll nicht nur dein Training stimmen, sondern am besten auch deine Ernährung. Dann tauchen schnell widersprüchliche Ratschläge auf: mehr Eiweiß, weniger Kohlenhydrate, kein Zucker, Supplements, Kreatin, Elektrolyte, Abnehmen, Zunehmen, Intervallfasten oder Meal Prep.

Für deine Vorbereitung auf die Grundausbildung brauchst du diesen Ernährungsstress nicht. Die Grundausbildung heißt seit Mai 2026 offiziell Heimatschutzausbildung Streitkräfte. Körperliche und mentale Fitness spielen dort weiterhin eine wichtige Rolle, und häufiges Training gehört nach Angaben der Bundeswehr zum Ausbildungsalltag.

Deine Ernährung soll deshalb vor allem eines leisten: Sie soll deinen normalen Alltag, dein Training und deine Regeneration zuverlässig unterstützen. Du brauchst dafür keine spezielle Bundeswehr-Diät. Du brauchst regelmäßiges Essen, ausreichend Flüssigkeit, eine ausgewogene Lebensmittelauswahl und möglichst wenig Experimente kurz vor dem Dienstantritt.

Wenn du zuerst verstehen willst, wie du Training und Erholung in den letzten acht Wochen strukturieren kannst, lies diesen Artikel:

Der Trainingsplan für die letzten 8 Wochen vor der Grundausbildung

Wenn du wissen willst, wie du dich insgesamt körperlich und mental vorbereitest, passt dieser Artikel:

Körper und Kopf bereit für die Grundausbildung: so bereitest du dich vor

Letzte Aktualisierung: Oktober 2026

Einordnung

Dieser Artikel gehört zum Thema Körper und Kopf der Soldateninitiative.

Er richtet sich an angehende Soldatinnen und Soldaten, die in den letzten Wochen vor dem Dienstantritt ihre Ernährung sinnvoll auf Training, Regeneration und den bevorstehenden Start bei der Bundeswehr abstimmen möchten. Er erklärt, welche Grundlagen wirklich wichtig sind und warum du kurz vor dem Dienstantritt keine komplizierte Ernährungsstrategie brauchst.

Noch ein paar Wochen bis zum Dienstantritt und plötzlich soll nicht nur dein Training stimmen, sondern am besten auch deine Ernährung. Dann tauchen schnell widersprüchliche Ratschläge auf: mehr Eiweiß, weniger Kohlenhydrate, kein Zucker, Supplements, Kreatin, Elektrolyte, Abnehmen, Zunehmen, Intervallfasten oder Meal Prep.

Für deine Vorbereitung auf die Grundausbildung brauchst du diesen Ernährungsstress nicht. Die Grundausbildung heißt seit Mai 2026 offiziell Heimatschutzausbildung Streitkräfte. Körperliche und mentale Fitness spielen dort weiterhin eine wichtige Rolle, und häufiges Training gehört nach Angaben der Bundeswehr zum Ausbildungsalltag.

Deine Ernährung soll deshalb vor allem eines leisten: Sie soll deinen normalen Alltag, dein Training und deine Regeneration zuverlässig unterstützen. Du brauchst dafür keine spezielle Bundeswehr-Diät. Du brauchst regelmäßiges Essen, ausreichend Flüssigkeit, eine ausgewogene Lebensmittelauswahl und möglichst wenig Experimente kurz vor dem Dienstantritt.

Wenn du zuerst verstehen willst, wie du Training und Erholung in den letzten acht Wochen strukturieren kannst, lies diesen Artikel:

Der Trainingsplan für die letzten 8 Wochen vor der Grundausbildung

Wenn du wissen willst, wie du dich insgesamt körperlich und mental vorbereitest, passt dieser Artikel:

Körper und Kopf bereit für die Grundausbildung: so bereitest du dich vor

[ Kurz gesagt ]

In den letzten Wochen vor der Grundausbildung solltest du deine Ernährung nicht radikal verändern. Orientier dich an einer einfachen Basis: Trink hauptsächlich Wasser oder andere kalorienfreie Getränke, iss regelmäßig Gemüse und Obst, bevorzuge bei Getreideprodukten häufiger Vollkorn, bau Hülsenfrüchte, Nüsse und andere geeignete Eiweißquellen ein und nutze überwiegend pflanzliche Öle.

Iss außerdem so, dass dein Training mit ausreichend Energie versorgt ist. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt gesunden Erwachsenen rund 1,5 Liter Getränke täglich. Bei Sport, Hitze oder stärkerem Flüssigkeitsverlust brauchst du entsprechend mehr.

Wenn du aktuell viel trainierst, ist kurz vor dem Dienstantritt keine gute Zeit für eine aggressive Crash-Diät. Genauso wenig brauchst du eine Schublade voller Nahrungsergänzungsmittel.

Das Ziel für die letzten Wochen lautet nicht perfekte Ernährung. Das Ziel lautet eine Ernährung, die du verträgst, die dich zuverlässig versorgt und mit der du möglichst gesund und leistungsfähig zum Dienstantritt kommst.

[ Kurz gesagt ]

In den letzten Wochen vor der Grundausbildung solltest du deine Ernährung nicht radikal verändern. Orientier dich an einer einfachen Basis: Trink hauptsächlich Wasser oder andere kalorienfreie Getränke, iss regelmäßig Gemüse und Obst, bevorzuge bei Getreideprodukten häufiger Vollkorn, bau Hülsenfrüchte, Nüsse und andere geeignete Eiweißquellen ein und nutze überwiegend pflanzliche Öle.

Iss außerdem so, dass dein Training mit ausreichend Energie versorgt ist. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt gesunden Erwachsenen rund 1,5 Liter Getränke täglich. Bei Sport, Hitze oder stärkerem Flüssigkeitsverlust brauchst du entsprechend mehr.

Wenn du aktuell viel trainierst, ist kurz vor dem Dienstantritt keine gute Zeit für eine aggressive Crash-Diät. Genauso wenig brauchst du eine Schublade voller Nahrungsergänzungsmittel.

Das Ziel für die letzten Wochen lautet nicht perfekte Ernährung. Das Ziel lautet eine Ernährung, die du verträgst, die dich zuverlässig versorgt und mit der du möglichst gesund und leistungsfähig zum Dienstantritt kommst.

[ Inhalt ]

01

Warum Ernährung vor der Grundausbildung überhaupt wichtig ist

02

Du brauchst keine spezielle Soldaten-Ernährung

03

Regelmäßigkeit ist wichtiger als perfekte Mahlzeiten

04

Kohlenhydrate sind kein Gegner deiner Vorbereitung

05

Eiweiß gehört regelmäßig auf den Speiseplan

06

Gemüse, Obst und Vollkorn sind deine unspektakuläre Basis

07

Fette gehören ebenfalls zu einer ausgewogenen Ernährung

08

Trinken: 1,5 Liter sind eine Basis, kein starres Trainingslimit

09

Energydrinks sind keine Strategie gegen Müdigkeit

10

Kaffee musst du nicht grundsätzlich streichen

11

Abnehmen vor der Grundausbildung: keine Radikalkur

12

Wenn du zunehmen möchtest

13

Was du vor und nach dem Training essen solltest

14

Nahrungsergänzungsmittel: erst Bedarf, dann Produkt

15

Vermeide kurz vor dem Start unnötige Experimente

16

Alkohol passt schlecht in die letzte Vorbereitung

17

So kann ein einfacher Ernährungstag aussehen

18

Was du in der letzten Woche konkret tun solltest

19

Fazit

Häufige Fragen

Quellen zum Nachlesen

1. Warum Ernährung vor der Grundausbildung überhaupt wichtig ist

Die körperliche Vorbereitung auf die Grundausbildung besteht nicht nur aus Training. Training setzt einen Belastungsreiz. Anschließend braucht dein Körper Erholung und Nährstoffe.

Gleichzeitig verändert sich dein Alltag mit dem Dienstantritt deutlich. Du wirst dich an feste Abläufe, frühes Aufstehen, körperliche Ausbildung und viele neue Eindrücke gewöhnen müssen.

Wenn du bereits in den Wochen davor regelmäßig trainierst, deine Ernährung aber gleichzeitig stark einschränkst und zu wenig schläfst, arbeitest du gegen deine eigene Vorbereitung. Ernährung kann die Grundausbildung nicht leicht machen. Sie kann dir aber dabei helfen, deine letzten Trainingswochen vernünftig zu absolvieren und mit einer stabilen Ausgangslage zu starten.

2. Du brauchst keine spezielle Soldaten-Ernährung

Es gibt keine besondere Ernährungsform, die du acht Wochen vor dem Dienstantritt beginnen musst. Die grundlegenden Empfehlungen für eine ausgewogene Ernährung bleiben dieselben.

Die DGE empfiehlt eine überwiegend pflanzlich ausgerichtete Lebensmittelauswahl mit viel Gemüse und Obst, Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, Nüssen und pflanzlichen Ölen. Dazu können Milch und Milchprodukte, Eier, Fisch und je nach persönlicher Ernährungsweise Fleisch gehören. Auch eine vegetarische Ernährung lässt sich grundsätzlich ausgewogen gestalten.

Entscheidend ist deshalb weniger die Frage, ob du irgendeinem Ernährungslabel folgst. Wichtiger ist, ob du regelmäßig Energie bekommst, deine Ernährung abwechslungsreich ist, du ausreichend trinkst, dein Essen zu deinem Training passt und du deine Ernährung gut verträgst.

Wenn diese Grundlagen stimmen, brauchst du kurz vor dem Dienstantritt keine Ernährungsrevolution.

3. Regelmäßigkeit ist wichtiger als perfekte Mahlzeiten

Du musst nicht jeden Tag exakt zur gleichen Minute essen. Eine gewisse Struktur hilft aber.

Wenn dein Alltag momentan aus keinem Frühstück, einem Energydrink am Vormittag, Fast Food am Nachmittag und einer riesigen Mahlzeit kurz vor dem Schlafen besteht, kannst du bereits durch etwas mehr Regelmäßigkeit viel verbessern.

Für viele funktioniert eine einfache Struktur aus zwei oder drei Hauptmahlzeiten und bei Bedarf einem Snack. Wie viele Mahlzeiten für dich sinnvoll sind, hängt von deinem Alltag, deinem Training und deinem persönlichen Hunger ab. Wichtiger als eine bestimmte Anzahl ist, dass du dich zuverlässig versorgst.

Konkretes Beispiel

Du trainierst am Nachmittag und merkst regelmäßig, dass dir dabei Energie fehlt. Bisher hast du seit dem Frühstück kaum etwas gegessen.

Dann brauchst du nicht sofort einen speziellen Pre-Workout-Booster. Eine normale Mahlzeit einige Stunden vor dem Training oder ein gut verträglicher Snack kann bereits die wesentlich sinnvollere Lösung sein.

4. Kohlenhydrate sind kein Gegner deiner Vorbereitung

Wenn du in den letzten Wochen regelmäßig läufst und Kraft trainierst, brauchst du Energie. Kohlenhydratreiche Lebensmittel können dazu einen wichtigen Beitrag leisten.

Geeignete Lebensmittel sind beispielsweise Kartoffeln, Haferflocken, Reis, Brot, Nudeln, Hülsenfrüchte und Obst. Bei Getreideprodukten empfiehlt die DGE bevorzugt Vollkornvarianten.

Du musst deshalb vor der Grundausbildung keine Low-Carb-Diät beginnen, nur weil Kohlenhydrate in manchen Fitnessvideos schlecht dargestellt werden. Gleichzeitig bedeutet das nicht, dass Süßigkeiten und zuckergesüßte Getränke deine hauptsächlichen Kohlenhydratquellen werden sollten.

Orientier dich überwiegend an normalen, wenig verarbeiteten Grundnahrungsmitteln. Das ist unkompliziert und alltagstauglich.

5. Eiweiß gehört regelmäßig auf den Speiseplan

Wenn du Kraft und Ausdauer trainierst, spielt Eiweiß unter anderem für den Erhalt und Aufbau von Körpergewebe eine wichtige Rolle. Dafür brauchst du nicht automatisch Proteinpulver.

Geeignete Eiweißquellen findest du in ganz normalen Lebensmitteln. Dazu gehören beispielsweise Hülsenfrüchte wie Linsen, Bohnen und Erbsen, Milchprodukte, Eier, Fisch, Tofu und weitere Sojaprodukte sowie je nach Ernährungsweise Fleisch.

Die DGE empfiehlt Hülsenfrüchte mindestens einmal pro Woche und weist ausdrücklich darauf hin, dass sie eine gute pflanzliche Eiweißquelle sind.

Eine einfache praktische Regel lautet: Denk bei deinen Hauptmahlzeiten auch an eine Eiweißquelle. Du musst dafür nicht jedes Gramm Protein zählen.

Wenn du besondere sportliche Ziele, eine vegane Ernährung oder medizinische Besonderheiten hast, kann eine individuellere Planung sinnvoll sein.

6. Gemüse, Obst und Vollkorn sind deine unspektakuläre Basis

Vor dem Dienstantritt brauchst du keine exotischen Superfoods. Normales Gemüse, Obst und Vollkornprodukte erledigen einen großen Teil der Arbeit.

Die DGE empfiehlt mindestens fünf Portionen Gemüse und Obst am Tag. Das muss nicht kompliziert aussehen.

Eine Banane zu deinen Haferflocken, Gemüse beim Mittagessen, ein Apfel zwischendurch und Gemüse beim Abendessen bringen dich bereits deutlich näher an dieses Ziel. Auch Tiefkühlgemüse ist praktisch.

Gerade wenn du wenig Zeit hast, ist eine einfache Lösung, die du tatsächlich regelmäßig nutzt, besser als ein komplizierter Ernährungsplan, den du nach vier Tagen wieder aufgibst.

7. Fette gehören ebenfalls zu einer ausgewogenen Ernährung

Fett solltest du vor der Grundausbildung weder vermeiden noch unbegrenzt essen. Die DGE empfiehlt insbesondere pflanzliche Öle und nennt beispielsweise Rapsöl, Walnussöl, Leinöl und Olivenöl.

Nüsse und Samen liefern ebenfalls ungesättigte Fettsäuren und weitere Nährstoffe. Die DGE empfiehlt täglich eine kleine Handvoll Nüsse oder Samen.

Wenn du dein Körpergewicht reduzieren möchtest, solltest du trotzdem im Blick behalten, dass Nüsse, Öle und Nussmus energiereich sind. Gesund bedeutet nicht automatisch kalorienarm.

Du brauchst deshalb keine Angst vor Fett. Du brauchst eine vernünftige Menge.

8. Trinken: 1,5 Liter sind eine Basis, kein starres Trainingslimit

Bei der Flüssigkeitszufuhr gibt es eine konkrete Orientierung. Die DGE empfiehlt gesunden Erwachsenen rund 1,5 Liter Getränke pro Tag.

Am besten eignen sich Wasser und andere kalorienfreie Getränke wie ungesüßter Tee. Wichtig ist aber der zweite Teil: Diese 1,5 Liter sind kein starres Limit.

Bei Sport, Hitze und erhöhtem Flüssigkeitsverlust steigt dein Bedarf. Wenn du an einem warmen Tag trainierst und stark schwitzt, wirst du normalerweise mehr Flüssigkeit brauchen als an einem ruhigen Wintertag.

Gewöhn dir deshalb bereits vor der Grundausbildung an, regelmäßig zu trinken. Du musst nicht warten, bis du am Ende einer Trainingseinheit völlig durstig bist.

Konkretes Beispiel

Du hast am Nachmittag einen längeren Lauf geplant und draußen ist es warm. Dann besteht deine Vorbereitung nicht darin, kurz vor dem Lauf einen Liter Wasser auf einmal zu trinken.

Achte bereits über den Tag auf eine regelmäßige Flüssigkeitszufuhr und trink auch nach dem Training entsprechend deinem Flüssigkeitsverlust weiter.

9. Energydrinks sind keine Strategie gegen Müdigkeit

Energydrinks werden schnell zum Ersatz für Schlaf. Genau das solltest du vor dem Dienstantritt vermeiden.

Die DGE zählt Energydrinks wegen ihres Zucker- und Koffeingehalts nicht zu den empfohlenen Durstlöschern. Das bedeutet nicht, dass ein einzelner Energydrink deine Vorbereitung zerstört.

Problematisch wird es, wenn du dauerhaft Koffein brauchst, um einen schlechten Schlafrhythmus auszugleichen. Dann solltest du nicht nur auf das Getränk schauen, sondern dich fragen, warum du ständig müde bist.

Gerade in den letzten Wochen vor dem Dienstantritt lohnt es sich, einen stabileren Schlafrhythmus aufzubauen. Wasser bleibt deine Basis für die Flüssigkeitszufuhr.

10. Kaffee musst du nicht grundsätzlich streichen

Koffein ist nicht automatisch ein Problem. Kaffee sowie schwarzer und grüner Tee können laut DGE in moderaten Mengen zur Flüssigkeitszufuhr beitragen.

Entscheidend ist dein Umgang damit. Wenn du Kaffee gut verträgst und dadurch dein Schlaf nicht gestört wird, musst du ihn vor der Grundausbildung nicht grundsätzlich absetzen.

Wenn du dagegen spät am Abend viel Koffein konsumierst und anschließend schlecht schläfst, solltest du diesen Zusammenhang ernst nehmen.

Dein Ziel lautet nicht koffeinfrei. Dein Ziel lautet erholt.

11. Abnehmen vor der Grundausbildung: keine Radikalkur

Vielleicht möchtest du vor dem Dienstantritt noch Gewicht verlieren. Das kann ein nachvollziehbares Ziel sein.

Die letzten Wochen vor dem Start sind aber kein guter Zeitpunkt für eine aggressive Crash-Diät, besonders wenn du gleichzeitig deinen Trainingsumfang erhöhst. Eine vernünftige Gewichtsreduktion entsteht über längere Zeit durch eine passende Energiebilanz und nachhaltige Gewohnheiten.

Kurzfristiges extremes Hungern kann dagegen deine Trainingsleistung und dein Wohlbefinden beeinträchtigen. Wenn du etwas verändern möchtest, fang bei den großen Alltagshebeln an.

Reduziere beispielsweise regelmäßig konsumierte zuckergesüßte Getränke, große Mengen Alkohol, häufiges Fast Food und unkontrolliertes Snacken. Iss gleichzeitig weiterhin vernünftige Mahlzeiten.

Wenn du deutliches Übergewicht hast oder aus gesundheitlichen Gründen Gewicht reduzieren sollst, ist eine individuelle medizinische oder ernährungsfachliche Begleitung sinnvoller als eine Internet-Crash-Diät.

12. Wenn du zunehmen möchtest

Auch das Gegenteil kommt vor. Vielleicht bist du sehr leicht und möchtest vor dem Dienstantritt noch etwas zunehmen.

Dann brauchst du mehr Energie, aber nicht einfach möglichst viel Fast Food. Erhöhe deine Nahrungsmenge schrittweise.

Größere Portionen, zusätzliche Zwischenmahlzeiten und energiereichere normale Lebensmittel können helfen. Haferflocken, Vollkornprodukte, Kartoffeln, Reis, Hülsenfrüchte, Nüsse, Nussmus und Milchprodukte beziehungsweise passende pflanzliche Alternativen lassen sich gut in normale Mahlzeiten integrieren.

Kombinier deine Ernährung mit deinem Krafttraining. Wenn du deutlich untergewichtig bist oder trotz ausreichender Nahrungsaufnahme ungewollt Gewicht verlierst, solltest du das medizinisch abklären lassen.

13. Was du vor und nach dem Training essen solltest

Du brauchst rund um dein Training kein kompliziertes Ernährungssystem. Vor dem Training ist vor allem wichtig, dass du dich wohlfühlst.

Eine große schwere Mahlzeit unmittelbar vor einem intensiven Lauf kann unangenehm sein. Völlig nüchtern zu trainieren ist ebenfalls nicht für jeden sinnvoll. Finde deshalb heraus, was du gut verträgst.

Eine normale Mahlzeit mit etwas Abstand zum Training funktioniert für viele gut. Wenn du vorher noch Hunger hast, kann ein kleiner Snack ausreichen.

Nach dem Training solltest du trinken und anschließend wieder normal essen. Eine Mahlzeit mit einer Eiweißquelle, Kohlenhydraten und Gemüse ist dafür eine einfache Lösung.

Konkretes Beispiel

Du trainierst nach der Arbeit um 18 Uhr. Gegen 15 oder 16 Uhr isst du beispielsweise Brot mit einem geeigneten Belag und etwas Obst oder Joghurt mit Haferflocken und Banane.

Nach dem Training gibt es eine normale Abendmahlzeit. Du brauchst dafür weder einen Booster vor dem Training noch zwingend einen Shake danach.

14. Nahrungsergänzungsmittel: erst Bedarf, dann Produkt

Vor dem Dienstantritt beginnen manche mit Magnesium, Multivitaminpräparaten, Proteinpulver, Kreatin, Pre-Workout-Produkten oder anderen Nahrungsergänzungsmitteln. Für eine ausgewogene Ernährung brauchst du nicht automatisch solche Produkte.

Nahrungsergänzungsmittel können in bestimmten Situationen sinnvoll sein, etwa bei einem nachgewiesenen Mangel oder einer besonderen Versorgungssituation. Dann sollte aber der tatsächliche Bedarf im Mittelpunkt stehen.

Bei einem vermuteten Mangel ist eine medizinische Abklärung sinnvoller als wahlloses Ausprobieren. Auch Proteinpulver ist keine Voraussetzung für Muskelaufbau oder Grundfitness.

Es ist in erster Linie ein Lebensmittelprodukt, mit dem sich Eiweiß praktisch ergänzen lässt. Wenn du deinen Bedarf problemlos über normale Lebensmittel deckst, musst du keinen Shake trinken.

15. Vermeide kurz vor dem Start unnötige Experimente

Die letzte Woche vor dem Dienstantritt ist kein guter Zeitpunkt für eine komplett neue Ernährung. Wenn du bisher nie große Mengen Hülsenfrüchte gegessen hast, musst du deine Ballaststoffzufuhr nicht plötzlich vervielfachen.

Wenn du ein bestimmtes Supplement noch nie verwendet hast, brauchst du es nicht drei Tage vor der Anreise erstmals zu testen. Dasselbe gilt für extreme Fastenmodelle oder andere Ernährungsprogramme.

Dein Verdauungssystem braucht in dieser Woche keine Überraschungen. Iss Lebensmittel, die du kennst und verträgst, trink regelmäßig, trainiere nur noch reduziert, schlaf und konzentrier dich auf deinen Dienstantritt.

16. Alkohol passt schlecht in die letzte Vorbereitung

Aus gesundheitlicher Sicht empfiehlt die DGE keinen Alkoholkonsum. Für deine konkrete Vorbereitung kommt ein praktischer Punkt hinzu: Alkohol passt schlecht zu Training, Erholung und einem stabilen Schlafrhythmus.

Gerade in der letzten Woche vor dem Dienstantritt ist deshalb ein bewusster Verzicht die einfachste Empfehlung. Du musst deinen letzten freien Abend nicht mit einem schweren Kater beenden.

Dein Ziel ist, möglichst erholt und organisiert anzureisen.

17. So kann ein einfacher Ernährungstag aussehen

Du brauchst keinen vorgeschriebenen Speiseplan. Ein normaler Tag könnte beispielsweise so aussehen:

Zum Frühstück Haferflocken mit Joghurt oder einer passenden pflanzlichen Alternative, Obst und einigen Nüssen. Mittags Kartoffeln, Reis oder Vollkornnudeln mit viel Gemüse und einer Eiweißquelle wie Linsen, Bohnen, Fisch, Tofu, Ei oder einer anderen passenden Alternative.

Vor dem Training kannst du bei Bedarf einen kleinen Snack essen, beispielsweise eine Banane mit Joghurt oder Brot mit Belag. Abends folgt eine weitere normale Mahlzeit mit Gemüse, einer Eiweißquelle und einer sättigenden Beilage.

Über den Tag trinkst du hauptsächlich Wasser oder ungesüßten Tee. Das ist kein perfekter Ernährungsplan. Es ist ein Beispiel dafür, wie unspektakulär eine gute Grundlage aussehen kann.

18. Was du in der letzten Woche konkret tun solltest

In der letzten Woche wird deine Ernährung einfacher, nicht komplizierter. Iss regelmäßig, trink ausreichend und bevorzuge Lebensmittel, die du gut verträgst.

Vermeide eine Crash-Diät, verzichte am besten ganz auf Alkohol, übertreib es nicht mit Koffein und teste keine neuen Supplements. Versuch außerdem nicht, dein Gewicht innerhalb weniger Tage noch massiv zu verändern.

Deine Packliste, dein Schlaf, deine Anreise und ein ruhiger Start sind jetzt wichtiger als die Frage, ob deine letzte Mahlzeit exakt die perfekte Nährstoffverteilung hatte.

19. Fazit

Deine Ernährung vor der Grundausbildung muss nicht perfekt sein. Sie muss funktionieren.

Du brauchst Energie für dein Training, Flüssigkeit für deinen Alltag und eine Lebensmittelauswahl, die deinen Körper zuverlässig versorgt. Dafür brauchst du keine besondere Soldaten-Diät.

Trink hauptsächlich Wasser. Iss regelmäßig Gemüse und Obst, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte und andere geeignete Eiweißquellen. Nutze pflanzliche Öle und Nüsse. Vermeide extreme Diäten und unnötige Experimente.

Wenn du trainierst, gib deinem Körper auch die Energie und Erholung, die er für dieses Training braucht. In der letzten Woche gilt deshalb vor allem: Mach deine Ernährung einfacher.

Du möchtest nicht mit dem niedrigsten Gewicht, dem teuersten Supplement oder dem kompliziertesten Ernährungsplan zum Dienstantritt kommen. Du möchtest möglichst gesund, erholt und belastbar ankommen.

Vorbereitung mit der Soldateninitiative

Die Soldateninitiative hilft dir dabei, deine letzten Wochen vor dem Dienstantritt als Gesamtpaket zu betrachten.

Beim Thema Ernährung bringt dir Mission Grundausbildung: Bist du bereit? vor allem Klarheit darüber, wie Training, Schlaf, Ernährung und dein Tagesrhythmus zusammenspielen. Gleichzeitig prüfst du die praktischen Themen, die vor dem Start ebenfalls erledigt sein müssen, von deiner Packliste bis zur Anreise und den ersten Tagen auf Stube. Mit Mission Grundausbildung: Bist du bereit? bereitest du dich strukturiert auf deinen Dienstantritt und deine ersten Wochen bei der Bundeswehr vor und behältst Training, Ernährung und Organisation gemeinsam im Blick.

Du brauchst vor dem Start keine perfekte Fitnessroutine und keine perfekte Ernährung. Wenn deine Grundlagen stimmen und du weißt, was in den letzten Wochen wirklich Priorität hat, gehst du deutlich strukturierter in deinen Dienstantritt.

1. Warum Ernährung vor der Grundausbildung überhaupt wichtig ist

Die körperliche Vorbereitung auf die Grundausbildung besteht nicht nur aus Training. Training setzt einen Belastungsreiz. Anschließend braucht dein Körper Erholung und Nährstoffe.

Gleichzeitig verändert sich dein Alltag mit dem Dienstantritt deutlich. Du wirst dich an feste Abläufe, frühes Aufstehen, körperliche Ausbildung und viele neue Eindrücke gewöhnen müssen.

Wenn du bereits in den Wochen davor regelmäßig trainierst, deine Ernährung aber gleichzeitig stark einschränkst und zu wenig schläfst, arbeitest du gegen deine eigene Vorbereitung. Ernährung kann die Grundausbildung nicht leicht machen. Sie kann dir aber dabei helfen, deine letzten Trainingswochen vernünftig zu absolvieren und mit einer stabilen Ausgangslage zu starten.

2. Du brauchst keine spezielle Soldaten-Ernährung

Es gibt keine besondere Ernährungsform, die du acht Wochen vor dem Dienstantritt beginnen musst. Die grundlegenden Empfehlungen für eine ausgewogene Ernährung bleiben dieselben.

Die DGE empfiehlt eine überwiegend pflanzlich ausgerichtete Lebensmittelauswahl mit viel Gemüse und Obst, Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, Nüssen und pflanzlichen Ölen. Dazu können Milch und Milchprodukte, Eier, Fisch und je nach persönlicher Ernährungsweise Fleisch gehören. Auch eine vegetarische Ernährung lässt sich grundsätzlich ausgewogen gestalten.

Entscheidend ist deshalb weniger die Frage, ob du irgendeinem Ernährungslabel folgst. Wichtiger ist, ob du regelmäßig Energie bekommst, deine Ernährung abwechslungsreich ist, du ausreichend trinkst, dein Essen zu deinem Training passt und du deine Ernährung gut verträgst.

Wenn diese Grundlagen stimmen, brauchst du kurz vor dem Dienstantritt keine Ernährungsrevolution.

3. Regelmäßigkeit ist wichtiger als perfekte Mahlzeiten

Du musst nicht jeden Tag exakt zur gleichen Minute essen. Eine gewisse Struktur hilft aber.

Wenn dein Alltag momentan aus keinem Frühstück, einem Energydrink am Vormittag, Fast Food am Nachmittag und einer riesigen Mahlzeit kurz vor dem Schlafen besteht, kannst du bereits durch etwas mehr Regelmäßigkeit viel verbessern.

Für viele funktioniert eine einfache Struktur aus zwei oder drei Hauptmahlzeiten und bei Bedarf einem Snack. Wie viele Mahlzeiten für dich sinnvoll sind, hängt von deinem Alltag, deinem Training und deinem persönlichen Hunger ab. Wichtiger als eine bestimmte Anzahl ist, dass du dich zuverlässig versorgst.

Konkretes Beispiel

Du trainierst am Nachmittag und merkst regelmäßig, dass dir dabei Energie fehlt. Bisher hast du seit dem Frühstück kaum etwas gegessen.

Dann brauchst du nicht sofort einen speziellen Pre-Workout-Booster. Eine normale Mahlzeit einige Stunden vor dem Training oder ein gut verträglicher Snack kann bereits die wesentlich sinnvollere Lösung sein.

4. Kohlenhydrate sind kein Gegner deiner Vorbereitung

Wenn du in den letzten Wochen regelmäßig läufst und Kraft trainierst, brauchst du Energie. Kohlenhydratreiche Lebensmittel können dazu einen wichtigen Beitrag leisten.

Geeignete Lebensmittel sind beispielsweise Kartoffeln, Haferflocken, Reis, Brot, Nudeln, Hülsenfrüchte und Obst. Bei Getreideprodukten empfiehlt die DGE bevorzugt Vollkornvarianten.

Du musst deshalb vor der Grundausbildung keine Low-Carb-Diät beginnen, nur weil Kohlenhydrate in manchen Fitnessvideos schlecht dargestellt werden. Gleichzeitig bedeutet das nicht, dass Süßigkeiten und zuckergesüßte Getränke deine hauptsächlichen Kohlenhydratquellen werden sollten.

Orientier dich überwiegend an normalen, wenig verarbeiteten Grundnahrungsmitteln. Das ist unkompliziert und alltagstauglich.

5. Eiweiß gehört regelmäßig auf den Speiseplan

Wenn du Kraft und Ausdauer trainierst, spielt Eiweiß unter anderem für den Erhalt und Aufbau von Körpergewebe eine wichtige Rolle. Dafür brauchst du nicht automatisch Proteinpulver.

Geeignete Eiweißquellen findest du in ganz normalen Lebensmitteln. Dazu gehören beispielsweise Hülsenfrüchte wie Linsen, Bohnen und Erbsen, Milchprodukte, Eier, Fisch, Tofu und weitere Sojaprodukte sowie je nach Ernährungsweise Fleisch.

Die DGE empfiehlt Hülsenfrüchte mindestens einmal pro Woche und weist ausdrücklich darauf hin, dass sie eine gute pflanzliche Eiweißquelle sind.

Eine einfache praktische Regel lautet: Denk bei deinen Hauptmahlzeiten auch an eine Eiweißquelle. Du musst dafür nicht jedes Gramm Protein zählen.

Wenn du besondere sportliche Ziele, eine vegane Ernährung oder medizinische Besonderheiten hast, kann eine individuellere Planung sinnvoll sein.

6. Gemüse, Obst und Vollkorn sind deine unspektakuläre Basis

Vor dem Dienstantritt brauchst du keine exotischen Superfoods. Normales Gemüse, Obst und Vollkornprodukte erledigen einen großen Teil der Arbeit.

Die DGE empfiehlt mindestens fünf Portionen Gemüse und Obst am Tag. Das muss nicht kompliziert aussehen.

Eine Banane zu deinen Haferflocken, Gemüse beim Mittagessen, ein Apfel zwischendurch und Gemüse beim Abendessen bringen dich bereits deutlich näher an dieses Ziel. Auch Tiefkühlgemüse ist praktisch.

Gerade wenn du wenig Zeit hast, ist eine einfache Lösung, die du tatsächlich regelmäßig nutzt, besser als ein komplizierter Ernährungsplan, den du nach vier Tagen wieder aufgibst.

7. Fette gehören ebenfalls zu einer ausgewogenen Ernährung

Fett solltest du vor der Grundausbildung weder vermeiden noch unbegrenzt essen. Die DGE empfiehlt insbesondere pflanzliche Öle und nennt beispielsweise Rapsöl, Walnussöl, Leinöl und Olivenöl.

Nüsse und Samen liefern ebenfalls ungesättigte Fettsäuren und weitere Nährstoffe. Die DGE empfiehlt täglich eine kleine Handvoll Nüsse oder Samen.

Wenn du dein Körpergewicht reduzieren möchtest, solltest du trotzdem im Blick behalten, dass Nüsse, Öle und Nussmus energiereich sind. Gesund bedeutet nicht automatisch kalorienarm.

Du brauchst deshalb keine Angst vor Fett. Du brauchst eine vernünftige Menge.

8. Trinken: 1,5 Liter sind eine Basis, kein starres Trainingslimit

Bei der Flüssigkeitszufuhr gibt es eine konkrete Orientierung. Die DGE empfiehlt gesunden Erwachsenen rund 1,5 Liter Getränke pro Tag.

Am besten eignen sich Wasser und andere kalorienfreie Getränke wie ungesüßter Tee. Wichtig ist aber der zweite Teil: Diese 1,5 Liter sind kein starres Limit.

Bei Sport, Hitze und erhöhtem Flüssigkeitsverlust steigt dein Bedarf. Wenn du an einem warmen Tag trainierst und stark schwitzt, wirst du normalerweise mehr Flüssigkeit brauchen als an einem ruhigen Wintertag.

Gewöhn dir deshalb bereits vor der Grundausbildung an, regelmäßig zu trinken. Du musst nicht warten, bis du am Ende einer Trainingseinheit völlig durstig bist.

Konkretes Beispiel

Du hast am Nachmittag einen längeren Lauf geplant und draußen ist es warm. Dann besteht deine Vorbereitung nicht darin, kurz vor dem Lauf einen Liter Wasser auf einmal zu trinken.

Achte bereits über den Tag auf eine regelmäßige Flüssigkeitszufuhr und trink auch nach dem Training entsprechend deinem Flüssigkeitsverlust weiter.

9. Energydrinks sind keine Strategie gegen Müdigkeit

Energydrinks werden schnell zum Ersatz für Schlaf. Genau das solltest du vor dem Dienstantritt vermeiden.

Die DGE zählt Energydrinks wegen ihres Zucker- und Koffeingehalts nicht zu den empfohlenen Durstlöschern. Das bedeutet nicht, dass ein einzelner Energydrink deine Vorbereitung zerstört.

Problematisch wird es, wenn du dauerhaft Koffein brauchst, um einen schlechten Schlafrhythmus auszugleichen. Dann solltest du nicht nur auf das Getränk schauen, sondern dich fragen, warum du ständig müde bist.

Gerade in den letzten Wochen vor dem Dienstantritt lohnt es sich, einen stabileren Schlafrhythmus aufzubauen. Wasser bleibt deine Basis für die Flüssigkeitszufuhr.

10. Kaffee musst du nicht grundsätzlich streichen

Koffein ist nicht automatisch ein Problem. Kaffee sowie schwarzer und grüner Tee können laut DGE in moderaten Mengen zur Flüssigkeitszufuhr beitragen.

Entscheidend ist dein Umgang damit. Wenn du Kaffee gut verträgst und dadurch dein Schlaf nicht gestört wird, musst du ihn vor der Grundausbildung nicht grundsätzlich absetzen.

Wenn du dagegen spät am Abend viel Koffein konsumierst und anschließend schlecht schläfst, solltest du diesen Zusammenhang ernst nehmen.

Dein Ziel lautet nicht koffeinfrei. Dein Ziel lautet erholt.

11. Abnehmen vor der Grundausbildung: keine Radikalkur

Vielleicht möchtest du vor dem Dienstantritt noch Gewicht verlieren. Das kann ein nachvollziehbares Ziel sein.

Die letzten Wochen vor dem Start sind aber kein guter Zeitpunkt für eine aggressive Crash-Diät, besonders wenn du gleichzeitig deinen Trainingsumfang erhöhst. Eine vernünftige Gewichtsreduktion entsteht über längere Zeit durch eine passende Energiebilanz und nachhaltige Gewohnheiten.

Kurzfristiges extremes Hungern kann dagegen deine Trainingsleistung und dein Wohlbefinden beeinträchtigen. Wenn du etwas verändern möchtest, fang bei den großen Alltagshebeln an.

Reduziere beispielsweise regelmäßig konsumierte zuckergesüßte Getränke, große Mengen Alkohol, häufiges Fast Food und unkontrolliertes Snacken. Iss gleichzeitig weiterhin vernünftige Mahlzeiten.

Wenn du deutliches Übergewicht hast oder aus gesundheitlichen Gründen Gewicht reduzieren sollst, ist eine individuelle medizinische oder ernährungsfachliche Begleitung sinnvoller als eine Internet-Crash-Diät.

12. Wenn du zunehmen möchtest

Auch das Gegenteil kommt vor. Vielleicht bist du sehr leicht und möchtest vor dem Dienstantritt noch etwas zunehmen.

Dann brauchst du mehr Energie, aber nicht einfach möglichst viel Fast Food. Erhöhe deine Nahrungsmenge schrittweise.

Größere Portionen, zusätzliche Zwischenmahlzeiten und energiereichere normale Lebensmittel können helfen. Haferflocken, Vollkornprodukte, Kartoffeln, Reis, Hülsenfrüchte, Nüsse, Nussmus und Milchprodukte beziehungsweise passende pflanzliche Alternativen lassen sich gut in normale Mahlzeiten integrieren.

Kombinier deine Ernährung mit deinem Krafttraining. Wenn du deutlich untergewichtig bist oder trotz ausreichender Nahrungsaufnahme ungewollt Gewicht verlierst, solltest du das medizinisch abklären lassen.

13. Was du vor und nach dem Training essen solltest

Du brauchst rund um dein Training kein kompliziertes Ernährungssystem. Vor dem Training ist vor allem wichtig, dass du dich wohlfühlst.

Eine große schwere Mahlzeit unmittelbar vor einem intensiven Lauf kann unangenehm sein. Völlig nüchtern zu trainieren ist ebenfalls nicht für jeden sinnvoll. Finde deshalb heraus, was du gut verträgst.

Eine normale Mahlzeit mit etwas Abstand zum Training funktioniert für viele gut. Wenn du vorher noch Hunger hast, kann ein kleiner Snack ausreichen.

Nach dem Training solltest du trinken und anschließend wieder normal essen. Eine Mahlzeit mit einer Eiweißquelle, Kohlenhydraten und Gemüse ist dafür eine einfache Lösung.

Konkretes Beispiel

Du trainierst nach der Arbeit um 18 Uhr. Gegen 15 oder 16 Uhr isst du beispielsweise Brot mit einem geeigneten Belag und etwas Obst oder Joghurt mit Haferflocken und Banane.

Nach dem Training gibt es eine normale Abendmahlzeit. Du brauchst dafür weder einen Booster vor dem Training noch zwingend einen Shake danach.

14. Nahrungsergänzungsmittel: erst Bedarf, dann Produkt

Vor dem Dienstantritt beginnen manche mit Magnesium, Multivitaminpräparaten, Proteinpulver, Kreatin, Pre-Workout-Produkten oder anderen Nahrungsergänzungsmitteln. Für eine ausgewogene Ernährung brauchst du nicht automatisch solche Produkte.

Nahrungsergänzungsmittel können in bestimmten Situationen sinnvoll sein, etwa bei einem nachgewiesenen Mangel oder einer besonderen Versorgungssituation. Dann sollte aber der tatsächliche Bedarf im Mittelpunkt stehen.

Bei einem vermuteten Mangel ist eine medizinische Abklärung sinnvoller als wahlloses Ausprobieren. Auch Proteinpulver ist keine Voraussetzung für Muskelaufbau oder Grundfitness.

Es ist in erster Linie ein Lebensmittelprodukt, mit dem sich Eiweiß praktisch ergänzen lässt. Wenn du deinen Bedarf problemlos über normale Lebensmittel deckst, musst du keinen Shake trinken.

15. Vermeide kurz vor dem Start unnötige Experimente

Die letzte Woche vor dem Dienstantritt ist kein guter Zeitpunkt für eine komplett neue Ernährung. Wenn du bisher nie große Mengen Hülsenfrüchte gegessen hast, musst du deine Ballaststoffzufuhr nicht plötzlich vervielfachen.

Wenn du ein bestimmtes Supplement noch nie verwendet hast, brauchst du es nicht drei Tage vor der Anreise erstmals zu testen. Dasselbe gilt für extreme Fastenmodelle oder andere Ernährungsprogramme.

Dein Verdauungssystem braucht in dieser Woche keine Überraschungen. Iss Lebensmittel, die du kennst und verträgst, trink regelmäßig, trainiere nur noch reduziert, schlaf und konzentrier dich auf deinen Dienstantritt.

16. Alkohol passt schlecht in die letzte Vorbereitung

Aus gesundheitlicher Sicht empfiehlt die DGE keinen Alkoholkonsum. Für deine konkrete Vorbereitung kommt ein praktischer Punkt hinzu: Alkohol passt schlecht zu Training, Erholung und einem stabilen Schlafrhythmus.

Gerade in der letzten Woche vor dem Dienstantritt ist deshalb ein bewusster Verzicht die einfachste Empfehlung. Du musst deinen letzten freien Abend nicht mit einem schweren Kater beenden.

Dein Ziel ist, möglichst erholt und organisiert anzureisen.

17. So kann ein einfacher Ernährungstag aussehen

Du brauchst keinen vorgeschriebenen Speiseplan. Ein normaler Tag könnte beispielsweise so aussehen:

Zum Frühstück Haferflocken mit Joghurt oder einer passenden pflanzlichen Alternative, Obst und einigen Nüssen. Mittags Kartoffeln, Reis oder Vollkornnudeln mit viel Gemüse und einer Eiweißquelle wie Linsen, Bohnen, Fisch, Tofu, Ei oder einer anderen passenden Alternative.

Vor dem Training kannst du bei Bedarf einen kleinen Snack essen, beispielsweise eine Banane mit Joghurt oder Brot mit Belag. Abends folgt eine weitere normale Mahlzeit mit Gemüse, einer Eiweißquelle und einer sättigenden Beilage.

Über den Tag trinkst du hauptsächlich Wasser oder ungesüßten Tee. Das ist kein perfekter Ernährungsplan. Es ist ein Beispiel dafür, wie unspektakulär eine gute Grundlage aussehen kann.

18. Was du in der letzten Woche konkret tun solltest

In der letzten Woche wird deine Ernährung einfacher, nicht komplizierter. Iss regelmäßig, trink ausreichend und bevorzuge Lebensmittel, die du gut verträgst.

Vermeide eine Crash-Diät, verzichte am besten ganz auf Alkohol, übertreib es nicht mit Koffein und teste keine neuen Supplements. Versuch außerdem nicht, dein Gewicht innerhalb weniger Tage noch massiv zu verändern.

Deine Packliste, dein Schlaf, deine Anreise und ein ruhiger Start sind jetzt wichtiger als die Frage, ob deine letzte Mahlzeit exakt die perfekte Nährstoffverteilung hatte.

19. Fazit

Deine Ernährung vor der Grundausbildung muss nicht perfekt sein. Sie muss funktionieren.

Du brauchst Energie für dein Training, Flüssigkeit für deinen Alltag und eine Lebensmittelauswahl, die deinen Körper zuverlässig versorgt. Dafür brauchst du keine besondere Soldaten-Diät.

Trink hauptsächlich Wasser. Iss regelmäßig Gemüse und Obst, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte und andere geeignete Eiweißquellen. Nutze pflanzliche Öle und Nüsse. Vermeide extreme Diäten und unnötige Experimente.

Wenn du trainierst, gib deinem Körper auch die Energie und Erholung, die er für dieses Training braucht. In der letzten Woche gilt deshalb vor allem: Mach deine Ernährung einfacher.

Du möchtest nicht mit dem niedrigsten Gewicht, dem teuersten Supplement oder dem kompliziertesten Ernährungsplan zum Dienstantritt kommen. Du möchtest möglichst gesund, erholt und belastbar ankommen.

Vorbereitung mit der Soldateninitiative

Die Soldateninitiative hilft dir dabei, deine letzten Wochen vor dem Dienstantritt als Gesamtpaket zu betrachten.

Beim Thema Ernährung bringt dir Mission Grundausbildung: Bist du bereit? vor allem Klarheit darüber, wie Training, Schlaf, Ernährung und dein Tagesrhythmus zusammenspielen. Gleichzeitig prüfst du die praktischen Themen, die vor dem Start ebenfalls erledigt sein müssen, von deiner Packliste bis zur Anreise und den ersten Tagen auf Stube. Mit Mission Grundausbildung: Bist du bereit? bereitest du dich strukturiert auf deinen Dienstantritt und deine ersten Wochen bei der Bundeswehr vor und behältst Training, Ernährung und Organisation gemeinsam im Blick.

Du brauchst vor dem Start keine perfekte Fitnessroutine und keine perfekte Ernährung. Wenn deine Grundlagen stimmen und du weißt, was in den letzten Wochen wirklich Priorität hat, gehst du deutlich strukturierter in deinen Dienstantritt.

Häufige Fragen

01

Brauche ich vor der Grundausbildung eine besondere Diät?

Nein. Für gesunde angehende Soldatinnen und Soldaten reicht grundsätzlich eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung als Basis.

02

Wie viel sollte ich trinken?

Die DGE empfiehlt gesunden Erwachsenen rund 1,5 Liter Getränke täglich als Basis. Bei Sport, Hitze und erhöhtem Flüssigkeitsverlust steigt der Bedarf.

03

Muss ich viel Protein essen?

Eiweiß gehört zu einer ausgewogenen Ernährung und ist gerade bei regelmäßigem Training relevant. Du musst dafür aber nicht automatisch große Mengen Proteinpulver verwenden. Bau regelmäßig geeignete Eiweißquellen in deine Mahlzeiten ein.

04

Sind Kohlenhydrate vor der Grundausbildung schlecht?

Nein. Kohlenhydratreiche Lebensmittel liefern Energie und gehören zu einer ausgewogenen Ernährung. Bevorzuge häufig Vollkornprodukte sowie andere geeignete Quellen wie Kartoffeln, Hülsenfrüchte und Obst.

05

Brauche ich Proteinshakes?

Nein. Proteinshakes sind keine Voraussetzung. Sie können praktisch sein, wenn sie zu deiner Ernährung passen, ersetzen aber keine ausgewogene Lebensmittelauswahl.

06

Sollte ich vor dem Dienstantritt noch schnell abnehmen?

Eine aggressive Crash-Diät kurz vor dem Dienstantritt ist keine gute Standardempfehlung. Wenn du Gewicht reduzieren möchtest, geh das frühzeitig und nachhaltig an.

07

Was ist mit Kreatin und anderen Supplements?

Du brauchst Nahrungsergänzungsmittel nicht automatisch für die Grundausbildung. Prüfe zuerst, ob überhaupt ein sinnvoller Bedarf besteht. Bei vermuteten Mängeln oder gesundheitlichen Fragen ist eine fachliche Abklärung sinnvoll.

08

Sind Energydrinks erlaubt?

Verboten sind sie dir vor dem Dienstantritt nicht. Sie sind aber keine gute Basis für die Flüssigkeitszufuhr und kein Ersatz für Schlaf.

09

Was sollte ich am Tag vor dem Dienstantritt essen?

Iss normale Lebensmittel, die du gut kennst und verträgst. Der Tag vor dem Dienstantritt ist nicht der richtige Zeitpunkt für eine neue Diät, extremes Überessen oder unbekannte Supplements.

10

Sollte ich vor der Grundausbildung Alkohol komplett weglassen?

Für deine Gesundheit ist kein Alkohol die günstigste Variante. Für die letzten Tage vor dem Dienstantritt ist Verzicht außerdem praktisch, weil du Schlaf und Erholung priorisieren solltest.

11

Was ist der wichtigste Ernährungstipp?

Mach es einfach. Iss regelmäßig und abwechslungsreich, trink hauptsächlich Wasser und vermeide in den letzten Wochen extreme Veränderungen.

Quellen zum Nachlesen

Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Gut essen und trinken – Die aktuellen DGE-Empfehlungen geben eine wissenschaftlich fundierte Orientierung für eine ausgewogene Ernährung gesunder Erwachsener.

dge.de

dge.de

Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Am besten Wasser trinken – Die DGE empfiehlt rund 1,5 Liter Getränke täglich als Basis. Bei Sport, Hitze und erhöhtem Flüssigkeitsverlust steigt der Bedarf.

dge.de

dge.de

Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Hülsenfrüchte und Nüsse – Die DGE erklärt die Bedeutung von Hülsenfrüchten als pflanzliche Eiweißquelle und empfiehlt regelmäßig Hülsenfrüchte sowie täglich eine kleine Handvoll Nüsse oder Samen.

dge.de

dge.de

Deutsche Gesellschaft für Ernährung: DGE-Ernährungskreis – Der Ernährungskreis zeigt die empfohlenen Lebensmittelgruppen und ihre Bedeutung innerhalb einer ausgewogenen Ernährung.

dge.de

dge.de

Bundeswehr: Sport und Military Fitness in der Heimatschutzausbildung – Die Bundeswehr beschreibt die körperliche und mentale Fitness als wichtigen Bestandteil der Heimatschutzausbildung und empfiehlt körperliche Vorbereitung bereits vor dem Dienstantritt.

bundeswehr.de

bundeswehr.de

Gesund.bund.de: Gesunde Ernährung – Das Gesundheitsportal des Bundes bietet grundlegende Informationen zu ausgewogener Ernährung und gesundheitlichen Zusammenhängen.

gesund.bund.de

gesund.bund.de

Bundeszentrum für Ernährung – Das Bundeszentrum für Ernährung bietet alltagstaugliche Informationen zu Lebensmitteln, Ernährung und ausgewogener Lebensmittelauswahl.

bzfe.de

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Dieser Artikel richtet sich an grundsätzlich gesunde angehende Soldatinnen und Soldaten und ersetzt keine individuelle medizinische oder ernährungsmedizinische Beratung. Bei Essstörungen, deutlichem Untergewicht oder Übergewicht, Vorerkrankungen, anhaltenden Verdauungsproblemen, bekannten Nährstoffmängeln oder einer medizinisch notwendigen Spezialernährung lässt du dich individuell beraten. Die Ernährungsempfehlungen der DGE richten sich in ihrer allgemeinen Form an gesunde Erwachsene und müssen bei besonderen gesundheitlichen Situationen entsprechend angepasst werden.

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