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Von Soldaten, die selbst dort waren
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Daniel, Levin & Afsal
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Daniel, Levin & Afsal


Letzte Aktualisierung: September 2026
Einordnung
Dieser Artikel gehört zum Thema Körper und Kopf der Soldateninitiative.
Er richtet sich an Bewerberinnen und Bewerber, die vor der Grundausbildung ihre Ausdauer verbessern wollen. Der Fokus liegt nur auf Lauftraining: Wie fängst du an? Wie kommst du von null auf 5 Kilometer? Wie vermeidest du typische Anfängerfehler?
Wenn du einen gesamten Trainingsplan für die letzten Wochen suchst, lies zuerst:
Der Trainingsplan für die letzten 8 Wochen vor der Grundausbildung
Wenn du wissen willst, was beim Bundeswehr-Sporttest relevant sein kann, passt dieser Artikel:
Sporttest bei der Bundeswehr: Übungen, Ablauf und Vorbereitung
Letzte Aktualisierung: September 2026
Einordnung
Dieser Artikel gehört zum Thema Körper und Kopf der Soldateninitiative.
Er richtet sich an Bewerberinnen und Bewerber, die vor der Grundausbildung ihre Ausdauer verbessern wollen. Der Fokus liegt nur auf Lauftraining: Wie fängst du an? Wie kommst du von null auf 5 Kilometer? Wie vermeidest du typische Anfängerfehler?
Wenn du einen gesamten Trainingsplan für die letzten Wochen suchst, lies zuerst:
Der Trainingsplan für die letzten 8 Wochen vor der Grundausbildung
Wenn du wissen willst, was beim Bundeswehr-Sporttest relevant sein kann, passt dieser Artikel:
Sporttest bei der Bundeswehr: Übungen, Ablauf und Vorbereitung
[ Kurz gesagt ]
Du musst vor der Grundausbildung kein Marathonläufer werden. Aber du solltest eine solide Ausdauerbasis haben.
Ein gutes Ziel ist: 5 Kilometer locker am Stück laufen können. Nicht sprinten. Nicht völlig zerstören. Einfach kontrolliert durchlaufen.
Wenn du aktuell kaum läufst, startest du nicht mit Vollgas. Du arbeitest mit Lauf-Geh-Intervallen, steigerst langsam und gibst deinem Körper Zeit. Schienbeine, Knie, Füße und Rücken müssen sich an die Belastung gewöhnen.
Der größte Fehler ist, zu spät anzufangen und dann jeden Tag zu hart zu laufen. Das macht dich nicht schneller fit. Es macht dich eher verletzt.
[ Kurz gesagt ]
Du musst vor der Grundausbildung kein Marathonläufer werden. Aber du solltest eine solide Ausdauerbasis haben.
Ein gutes Ziel ist: 5 Kilometer locker am Stück laufen können. Nicht sprinten. Nicht völlig zerstören. Einfach kontrolliert durchlaufen.
Wenn du aktuell kaum läufst, startest du nicht mit Vollgas. Du arbeitest mit Lauf-Geh-Intervallen, steigerst langsam und gibst deinem Körper Zeit. Schienbeine, Knie, Füße und Rücken müssen sich an die Belastung gewöhnen.
Der größte Fehler ist, zu spät anzufangen und dann jeden Tag zu hart zu laufen. Das macht dich nicht schneller fit. Es macht dich eher verletzt.
[ Inhalt ]
01
Warum Laufen vor der Grundausbildung wichtig ist
02
Warum 5 Kilometer ein gutes Ziel sind
03
Was Laufen für die AGA wirklich bringt
04
Wenn du bei null startest
05
Die wichtigste Regel: langsam genug laufen
06
Lauf-Geh-Intervalle für Anfängerinnen und Anfänger
07
Der 6-Wochen-Plan bis 5 Kilometer
08
Woche 1 und 2: Rhythmus finden
09
Woche 3 und 4: Laufanteile erhöhen
10
Woche 5 und 6: 5 Kilometer kontrolliert schaffen
11
Technik: locker laufen statt verkrampfen
12
Schuhe, Untergrund und Schienbeine
13
Atmung und Seitenstechen
14
Häufige Anfängerfehler
15
Was du bei Schmerzen tun solltest
16
Laufen und Krafttraining kombinieren
17
Die letzte Woche vor Dienstantritt
18
Fazit
Häufige Fragen
Quellen zum Nachlesen
1. Warum Laufen vor der Grundausbildung wichtig ist
Laufen ist nicht alles.
Aber Laufen hilft.
In der Grundausbildung wirst du nicht nur auf der Bahn laufen. Du wirst früh aufstehen, lange Tage haben, Sport machen, marschieren, Ausrüstung tragen, zum Antreten gehen und körperlich immer wieder gefordert werden.
Eine bessere Ausdauer hilft dir dabei, nicht bei jeder Belastung sofort am Limit zu sein.
Das bedeutet nicht, dass du alles locker wegsteckst.
Aber du hast mehr Reserve.
Und genau diese Reserve ist wichtig. Wenn dein Körper nicht bei jeder Treppe und jedem Lauf komplett dichtmacht, hast du mehr Kopf frei für alles andere: Stube, Spind, Ausrüstung, Unterrichte, Befehle, Kameradschaft und neue Abläufe.
2. Warum 5 Kilometer ein gutes Ziel sind
5 Kilometer sind ein gutes Ziel, weil es realistisch und sinnvoll ist.
Du musst dafür kein Leistungssportler sein.
Aber du brauchst etwas Ausdauer, regelmäßiges Training und Geduld.
Wenn du 5 Kilometer locker am Stück laufen kannst, zeigt das:
dein Herz-Kreislauf-System ist vorbereitet
deine Beine sind an Laufbelastung gewöhnt
du kannst länger durchhalten
du kennst dein Tempo
du weißt, wie sich Belastung anfühlt
Wichtig: 5 Kilometer locker heißt nicht, dass du Bestzeit laufen musst.
Es geht nicht darum, dich komplett zu zerstören.
Es geht darum, kontrolliert durchzulaufen.
3. Was Laufen für die AGA wirklich bringt
Laufen bereitet dich nicht auf alles vor.
Es ersetzt keine Liegestütze, keine Rumpfstabilität, keine Marschbelastung und kein Krafttraining.
Aber Laufen verbessert deine Grundausdauer.
Das hilft dir bei:
Sporteinheiten
Märschen
längeren Ausbildungstagen
schnellerer Erholung
weniger Stress bei körperlicher Belastung
besserer Belastbarkeit im Alltag
Viele unterschätzen, dass Ausdauer nicht nur beim Laufen hilft.
Wenn du fitter bist, erholst du dich oft schneller. Nach einem anstrengenden Tag bist du trotzdem müde, aber nicht komplett leer.
4. Wenn du bei null startest
Wenn du aktuell gar nicht läufst, ist das kein Grund für Panik.
Aber du musst ehrlich starten.
Wenn du noch keine 10 Minuten locker laufen kannst, ist das okay. Dann startest du mit Gehpausen.
Das ist nicht peinlich.
Es ist klug.
Ein schlechter Start wäre:
direkt 5 Kilometer erzwingen
jeden Tag laufen
mit falschem Tempo losballern
Schmerzen ignorieren
nach einer Einheit Muskelkater komplett übertreiben
Ein guter Start ist:
2 bis 3 Laufeinheiten pro Woche
langsam laufen
Gehpausen nutzen
pro Woche nur leicht steigern
Ruhetage einhalten
Dein Ziel ist nicht, dich in Woche 1 zu beweisen.
Dein Ziel ist, in Woche 6 noch gesund zu trainieren.
5. Die wichtigste Regel: langsam genug laufen
Die meisten Anfänger laufen zu schnell.
Sie starten los, fühlen sich nach 2 Minuten gut, werden schneller und sind nach 8 Minuten komplett fertig.
Dann denken sie:
„Ich habe einfach keine Ausdauer.“
Oft stimmt das nicht.
Sie laufen nur zu schnell.
Ein lockerer Lauf sollte so langsam sein, dass du noch kurze Sätze sprechen könntest.
Wenn du nur noch keuchst, bist du zu schnell.
Gerade am Anfang musst du dich bremsen.
Langsames Laufen fühlt sich vielleicht langweilig an. Aber genau damit baust du Grundlage auf.
6. Lauf-Geh-Intervalle für Anfängerinnen und Anfänger
Lauf-Geh-Intervalle sind perfekt, wenn du noch nicht durchlaufen kannst.
Beispiel:
2 Minuten locker laufen
1 Minute gehen
das 8 bis 10 mal wiederholen
Oder noch einfacher:
1 Minute laufen
1 Minute gehen
20 bis 30 Minuten insgesamt
Das Ziel ist nicht, die Gehpausen zu hassen.
Das Ziel ist, deinen Körper an regelmäßige Belastung zu gewöhnen.
Jede Woche kannst du die Laufzeit etwas erhöhen und die Gehzeit etwas senken.
So kommst du Schritt für Schritt zum Durchlaufen.
7. Der 6-Wochen-Plan bis 5 Kilometer
Dieser Plan ist für Menschen gedacht, die wenig Lauferfahrung haben.
Wenn du schon 5 Kilometer laufen kannst, kannst du ihn als lockere Struktur nutzen oder schneller einsteigen.
Wenn du starke Schmerzen, Vorerkrankungen oder gesundheitliche Unsicherheit hast, klär das vorher ärztlich.
Grundstruktur pro Woche
3 Laufeinheiten
mindestens 1 Tag Pause zwischen den Laufeinheiten
2 leichte Krafteinheiten zusätzlich möglich
keine harten Sprints am Anfang
kein schwerer Rucksacklauf
Wichtig:
Wenn eine Woche zu schwer ist, wiederhol sie.
Das ist kein Rückschritt. Das ist vernünftig.
8. Woche 1 und 2: Rhythmus finden
Woche 1
Ziel: überhaupt reinkommen.
3 Einheiten:
5 Minuten zügig gehen zum Aufwärmen
1 Minute locker laufen
1 Minute gehen
10 Wiederholungen
5 Minuten locker ausgehen
Das sind insgesamt ungefähr 30 Minuten Bewegung.
Lauf langsam.
Wenn du dich nach der Einheit komplett zerstört fühlst, warst du zu schnell.
Woche 2
Ziel: etwas längere Laufabschnitte.
3 Einheiten:
5 Minuten zügig gehen
2 Minuten locker laufen
1 Minute gehen
8 bis 10 Wiederholungen
5 Minuten locker ausgehen
Wenn Woche 2 zu viel ist, wiederhol Woche 1.
Lieber stabil aufbauen als direkt überziehen.
9. Woche 3 und 4: Laufanteile erhöhen
Woche 3
Ziel: längere Abschnitte laufen.
3 Einheiten:
5 Minuten aufwärmen
3 Minuten locker laufen
1 Minute gehen
7 bis 8 Wiederholungen
5 Minuten ausgehen
Du solltest langsam merken, dass dein Körper sich an die Belastung gewöhnt.
Woche 4
Ziel: Richtung Durchlaufen gehen.
3 Einheiten:
Einheit 1: 5 Minuten laufen, 1 Minute gehen, 5 Wiederholungen
Einheit 2: 8 Minuten laufen, 2 Minuten gehen, 3 Wiederholungen
Einheit 3: 12 bis 15 Minuten locker laufen, 2 Minuten gehen, nochmal 10 Minuten laufen
Es ist normal, wenn eine Einheit schwerer ist als die andere.
Nicht jeder Tag fühlt sich gleich an.
10. Woche 5 und 6: 5 Kilometer kontrolliert schaffen
Woche 5
Ziel: längere Läufe schaffen.
3 Einheiten:
Einheit 1: 20 Minuten locker laufen
Einheit 2: 25 Minuten locker laufen
Einheit 3: 30 Minuten locker laufen oder Lauf-Geh-Wechsel, wenn nötig
Wenn du noch Gehpausen brauchst, ist das okay.
Reduziere sie langsam.
Woche 6
Ziel: 5 Kilometer ruhig schaffen.
3 Einheiten:
Einheit 1: 25 bis 30 Minuten locker laufen
Einheit 2: 20 Minuten locker laufen plus 4 kurze Steigerungen von 20 Sekunden
Einheit 3: 5 Kilometer in ruhigem Tempo laufen oder so weit wie sauber möglich
Bei der 5-Kilometer-Einheit geht es nicht um Bestzeit.
Es geht darum, kontrolliert durchzukommen.
Wenn du 4 Kilometer sauber schaffst, ist das auch ein Fortschritt. Dann baust du weiter auf.
11. Technik: locker laufen statt verkrampfen
Du musst keine perfekte Lauftechnik haben.
Aber ein paar einfache Dinge helfen:
Schultern locker lassen
nicht mit geballten Fäusten laufen
Blick nach vorne
kurze, kontrollierte Schritte
nicht zu stark aufstampfen
Arme locker mitnehmen
aufrecht bleiben
Viele Anfänger verkrampfen, sobald es anstrengend wird.
Dann ziehen sie die Schultern hoch, ballen die Hände und laufen hart in den Boden.
Das kostet Energie.
Locker bleiben spart Kraft.
12. Schuhe, Untergrund und Schienbeine
Laufen belastet Füße, Schienbeine, Knie und Rücken.
Deshalb sind Schuhe und Untergrund wichtig.
Du brauchst nicht den teuersten Laufschuh der Welt.
Aber du solltest nicht mit komplett alten, kaputten oder ungeeigneten Schuhen starten.
Achte auf:
Schuhe, die nicht drücken
genug Platz vorne
stabile Sohle
keine neuen Schuhe direkt vor Dienstantritt
langsam einlaufen
Der Untergrund sollte am Anfang nicht nur hart und schnell sein.
Wechsel ruhig ab:
Parkwege
Waldwege
Tartanbahn, wenn vorhanden
Asphalt in Maßen
Wenn deine Schienbeine ständig schmerzen, nimm das ernst.
Das kann ein Zeichen sein, dass du zu schnell steigerst, zu hart läufst oder zu wenig Pause machst.
13. Atmung und Seitenstechen
Viele machen sich beim Laufen wegen der Atmung verrückt.
Am Anfang reicht:
Lauf so langsam, dass du kontrolliert atmen kannst.
Du brauchst kein kompliziertes Atemsystem.
Wenn du Seitenstechen bekommst, kann das mehrere Gründe haben:
zu schnell gestartet
kurz vorher viel gegessen
verkrampfter Oberkörper
unruhige Atmung
ungewohnte Belastung
Was helfen kann:
Tempo rausnehmen
kurz gehen
tief und ruhig atmen
Oberkörper lockern
nicht direkt nach großer Mahlzeit laufen
Wenn Seitenstechen häufig oder ungewöhnlich stark ist, klär es ärztlich ab.
14. Häufige Anfängerfehler
Typische Fehler beim Lauftraining:
zu schnell starten
jeden Lauf als Prüfung sehen
jeden Tag laufen
Gehpausen als Schwäche sehen
Schmerzen ignorieren
ohne Aufwärmen losrennen
neue Schuhe kurz vor Dienstantritt tragen
nur auf Tempo achten
keine Ruhetage machen
nach einem schlechten Lauf alles infrage stellen
Ein schlechter Lauf ist kein Drama.
Jeder hat schlechte Tage.
Entscheidend ist, dass du regelmäßig dranbleibst.
15. Was du bei Schmerzen tun solltest
Muskelkater kann normal sein.
Schwere, stechende oder anhaltende Schmerzen solltest du nicht ignorieren.
Besonders aufmerksam solltest du sein bei:
starken Schienbeinschmerzen
Knieschmerzen
Hüftschmerzen
Fußschmerzen
Rückenschmerzen
Schmerzen, die bei jedem Lauf schlimmer werden
Schmerzen, die auch im Alltag bleiben
Dann gilt:
Nicht einfach weiterballern.
Reduziere Belastung, mach Pause und lass es bei Bedarf ärztlich abklären.
Verletzt in die Grundausbildung zu starten, ist keine Härte.
Es ist unnötig dumm.
16. Laufen und Krafttraining kombinieren
Laufen allein reicht nicht.
Für die Grundausbildung brauchst du auch Kraft und Stabilität.
Sinnvoll sind 2 kurze Krafteinheiten pro Woche.
Fokus:
Liegestütze
Kniebeugen
Ausfallschritte
Planks
Seitstütz
Rückenübungen
Wadenheben
Fuß- und Sprunggelenkstabilität
Das hilft dir beim Laufen, Marschieren und Tragen.
Gerade Rumpf, Beine und Rücken sind wichtig.
Wenn du nur läufst, aber dein Rumpf schwach bleibt, wirst du bei Ausrüstung und langen Tagen schneller Probleme bekommen.
17. Die letzte Woche vor Dienstantritt
Die letzte Woche vor der Grundausbildung ist nicht die Zeit für Rekorde.
Du willst frisch ankommen.
Mach lieber:
1 bis 2 lockere Läufe
kurze Spaziergänge
leichtes Mobilisieren
genug Schlaf
Packliste prüfen
Unterlagen sortieren
keine neuen Schuhe testen
keine harten Intervalle mehr
keinen langen Lauf am Tag vorher
Viele wollen kurz vor Start nochmal beweisen, dass sie fit sind.
Lass das.
Die Grundausbildung wird dir genug Gelegenheit geben, Leistung zu zeigen.
Komm gesund an.
18. Fazit
Lauftraining vor der Grundausbildung muss nicht kompliziert sein.
Du brauchst keine Marathonvorbereitung.
Du brauchst eine solide Grundlage.
Ein gutes Ziel sind 5 Kilometer locker am Stück. Wenn du bei null startest, erreichst du das über Lauf-Geh-Intervalle, langsame Steigerung und regelmäßige Einheiten.
Der wichtigste Punkt ist: gesund bleiben.
Zu schnell, zu viel und zu spät ist der klassische Fehler.
Trainiere ruhig. Steigere langsam. Kombiniere Laufen mit Kraft und Rumpf. Und komm frisch in der Kaserne an.
Die Grundausbildung ist kein einzelner Lauf.
Sie ist eine dauerhafte Belastung über Wochen.
Genau dafür baust du deine Ausdauer auf.
Vorbereitung mit der Soldateninitiative
Du willst wissen, ob du körperlich und mental bereit bist?
Mit Mission Grundausbildung: Bist du bereit? gehst du die wichtigsten Punkte vor Dienstantritt durch: Packliste, erster Tag, Stube, Spind, Tagesablauf, Sport, Biwak, mentale Vorbereitung und typische Anfängerfehler.
Der Check hilft dir, offene Fragen früh zu erkennen.
1. Warum Laufen vor der Grundausbildung wichtig ist
Laufen ist nicht alles.
Aber Laufen hilft.
In der Grundausbildung wirst du nicht nur auf der Bahn laufen. Du wirst früh aufstehen, lange Tage haben, Sport machen, marschieren, Ausrüstung tragen, zum Antreten gehen und körperlich immer wieder gefordert werden.
Eine bessere Ausdauer hilft dir dabei, nicht bei jeder Belastung sofort am Limit zu sein.
Das bedeutet nicht, dass du alles locker wegsteckst.
Aber du hast mehr Reserve.
Und genau diese Reserve ist wichtig. Wenn dein Körper nicht bei jeder Treppe und jedem Lauf komplett dichtmacht, hast du mehr Kopf frei für alles andere: Stube, Spind, Ausrüstung, Unterrichte, Befehle, Kameradschaft und neue Abläufe.
2. Warum 5 Kilometer ein gutes Ziel sind
5 Kilometer sind ein gutes Ziel, weil es realistisch und sinnvoll ist.
Du musst dafür kein Leistungssportler sein.
Aber du brauchst etwas Ausdauer, regelmäßiges Training und Geduld.
Wenn du 5 Kilometer locker am Stück laufen kannst, zeigt das:
dein Herz-Kreislauf-System ist vorbereitet
deine Beine sind an Laufbelastung gewöhnt
du kannst länger durchhalten
du kennst dein Tempo
du weißt, wie sich Belastung anfühlt
Wichtig: 5 Kilometer locker heißt nicht, dass du Bestzeit laufen musst.
Es geht nicht darum, dich komplett zu zerstören.
Es geht darum, kontrolliert durchzulaufen.
3. Was Laufen für die AGA wirklich bringt
Laufen bereitet dich nicht auf alles vor.
Es ersetzt keine Liegestütze, keine Rumpfstabilität, keine Marschbelastung und kein Krafttraining.
Aber Laufen verbessert deine Grundausdauer.
Das hilft dir bei:
Sporteinheiten
Märschen
längeren Ausbildungstagen
schnellerer Erholung
weniger Stress bei körperlicher Belastung
besserer Belastbarkeit im Alltag
Viele unterschätzen, dass Ausdauer nicht nur beim Laufen hilft.
Wenn du fitter bist, erholst du dich oft schneller. Nach einem anstrengenden Tag bist du trotzdem müde, aber nicht komplett leer.
4. Wenn du bei null startest
Wenn du aktuell gar nicht läufst, ist das kein Grund für Panik.
Aber du musst ehrlich starten.
Wenn du noch keine 10 Minuten locker laufen kannst, ist das okay. Dann startest du mit Gehpausen.
Das ist nicht peinlich.
Es ist klug.
Ein schlechter Start wäre:
direkt 5 Kilometer erzwingen
jeden Tag laufen
mit falschem Tempo losballern
Schmerzen ignorieren
nach einer Einheit Muskelkater komplett übertreiben
Ein guter Start ist:
2 bis 3 Laufeinheiten pro Woche
langsam laufen
Gehpausen nutzen
pro Woche nur leicht steigern
Ruhetage einhalten
Dein Ziel ist nicht, dich in Woche 1 zu beweisen.
Dein Ziel ist, in Woche 6 noch gesund zu trainieren.
5. Die wichtigste Regel: langsam genug laufen
Die meisten Anfänger laufen zu schnell.
Sie starten los, fühlen sich nach 2 Minuten gut, werden schneller und sind nach 8 Minuten komplett fertig.
Dann denken sie:
„Ich habe einfach keine Ausdauer.“
Oft stimmt das nicht.
Sie laufen nur zu schnell.
Ein lockerer Lauf sollte so langsam sein, dass du noch kurze Sätze sprechen könntest.
Wenn du nur noch keuchst, bist du zu schnell.
Gerade am Anfang musst du dich bremsen.
Langsames Laufen fühlt sich vielleicht langweilig an. Aber genau damit baust du Grundlage auf.
6. Lauf-Geh-Intervalle für Anfängerinnen und Anfänger
Lauf-Geh-Intervalle sind perfekt, wenn du noch nicht durchlaufen kannst.
Beispiel:
2 Minuten locker laufen
1 Minute gehen
das 8 bis 10 mal wiederholen
Oder noch einfacher:
1 Minute laufen
1 Minute gehen
20 bis 30 Minuten insgesamt
Das Ziel ist nicht, die Gehpausen zu hassen.
Das Ziel ist, deinen Körper an regelmäßige Belastung zu gewöhnen.
Jede Woche kannst du die Laufzeit etwas erhöhen und die Gehzeit etwas senken.
So kommst du Schritt für Schritt zum Durchlaufen.
7. Der 6-Wochen-Plan bis 5 Kilometer
Dieser Plan ist für Menschen gedacht, die wenig Lauferfahrung haben.
Wenn du schon 5 Kilometer laufen kannst, kannst du ihn als lockere Struktur nutzen oder schneller einsteigen.
Wenn du starke Schmerzen, Vorerkrankungen oder gesundheitliche Unsicherheit hast, klär das vorher ärztlich.
Grundstruktur pro Woche
3 Laufeinheiten
mindestens 1 Tag Pause zwischen den Laufeinheiten
2 leichte Krafteinheiten zusätzlich möglich
keine harten Sprints am Anfang
kein schwerer Rucksacklauf
Wichtig:
Wenn eine Woche zu schwer ist, wiederhol sie.
Das ist kein Rückschritt. Das ist vernünftig.
8. Woche 1 und 2: Rhythmus finden
Woche 1
Ziel: überhaupt reinkommen.
3 Einheiten:
5 Minuten zügig gehen zum Aufwärmen
1 Minute locker laufen
1 Minute gehen
10 Wiederholungen
5 Minuten locker ausgehen
Das sind insgesamt ungefähr 30 Minuten Bewegung.
Lauf langsam.
Wenn du dich nach der Einheit komplett zerstört fühlst, warst du zu schnell.
Woche 2
Ziel: etwas längere Laufabschnitte.
3 Einheiten:
5 Minuten zügig gehen
2 Minuten locker laufen
1 Minute gehen
8 bis 10 Wiederholungen
5 Minuten locker ausgehen
Wenn Woche 2 zu viel ist, wiederhol Woche 1.
Lieber stabil aufbauen als direkt überziehen.
9. Woche 3 und 4: Laufanteile erhöhen
Woche 3
Ziel: längere Abschnitte laufen.
3 Einheiten:
5 Minuten aufwärmen
3 Minuten locker laufen
1 Minute gehen
7 bis 8 Wiederholungen
5 Minuten ausgehen
Du solltest langsam merken, dass dein Körper sich an die Belastung gewöhnt.
Woche 4
Ziel: Richtung Durchlaufen gehen.
3 Einheiten:
Einheit 1: 5 Minuten laufen, 1 Minute gehen, 5 Wiederholungen
Einheit 2: 8 Minuten laufen, 2 Minuten gehen, 3 Wiederholungen
Einheit 3: 12 bis 15 Minuten locker laufen, 2 Minuten gehen, nochmal 10 Minuten laufen
Es ist normal, wenn eine Einheit schwerer ist als die andere.
Nicht jeder Tag fühlt sich gleich an.
10. Woche 5 und 6: 5 Kilometer kontrolliert schaffen
Woche 5
Ziel: längere Läufe schaffen.
3 Einheiten:
Einheit 1: 20 Minuten locker laufen
Einheit 2: 25 Minuten locker laufen
Einheit 3: 30 Minuten locker laufen oder Lauf-Geh-Wechsel, wenn nötig
Wenn du noch Gehpausen brauchst, ist das okay.
Reduziere sie langsam.
Woche 6
Ziel: 5 Kilometer ruhig schaffen.
3 Einheiten:
Einheit 1: 25 bis 30 Minuten locker laufen
Einheit 2: 20 Minuten locker laufen plus 4 kurze Steigerungen von 20 Sekunden
Einheit 3: 5 Kilometer in ruhigem Tempo laufen oder so weit wie sauber möglich
Bei der 5-Kilometer-Einheit geht es nicht um Bestzeit.
Es geht darum, kontrolliert durchzukommen.
Wenn du 4 Kilometer sauber schaffst, ist das auch ein Fortschritt. Dann baust du weiter auf.
11. Technik: locker laufen statt verkrampfen
Du musst keine perfekte Lauftechnik haben.
Aber ein paar einfache Dinge helfen:
Schultern locker lassen
nicht mit geballten Fäusten laufen
Blick nach vorne
kurze, kontrollierte Schritte
nicht zu stark aufstampfen
Arme locker mitnehmen
aufrecht bleiben
Viele Anfänger verkrampfen, sobald es anstrengend wird.
Dann ziehen sie die Schultern hoch, ballen die Hände und laufen hart in den Boden.
Das kostet Energie.
Locker bleiben spart Kraft.
12. Schuhe, Untergrund und Schienbeine
Laufen belastet Füße, Schienbeine, Knie und Rücken.
Deshalb sind Schuhe und Untergrund wichtig.
Du brauchst nicht den teuersten Laufschuh der Welt.
Aber du solltest nicht mit komplett alten, kaputten oder ungeeigneten Schuhen starten.
Achte auf:
Schuhe, die nicht drücken
genug Platz vorne
stabile Sohle
keine neuen Schuhe direkt vor Dienstantritt
langsam einlaufen
Der Untergrund sollte am Anfang nicht nur hart und schnell sein.
Wechsel ruhig ab:
Parkwege
Waldwege
Tartanbahn, wenn vorhanden
Asphalt in Maßen
Wenn deine Schienbeine ständig schmerzen, nimm das ernst.
Das kann ein Zeichen sein, dass du zu schnell steigerst, zu hart läufst oder zu wenig Pause machst.
13. Atmung und Seitenstechen
Viele machen sich beim Laufen wegen der Atmung verrückt.
Am Anfang reicht:
Lauf so langsam, dass du kontrolliert atmen kannst.
Du brauchst kein kompliziertes Atemsystem.
Wenn du Seitenstechen bekommst, kann das mehrere Gründe haben:
zu schnell gestartet
kurz vorher viel gegessen
verkrampfter Oberkörper
unruhige Atmung
ungewohnte Belastung
Was helfen kann:
Tempo rausnehmen
kurz gehen
tief und ruhig atmen
Oberkörper lockern
nicht direkt nach großer Mahlzeit laufen
Wenn Seitenstechen häufig oder ungewöhnlich stark ist, klär es ärztlich ab.
14. Häufige Anfängerfehler
Typische Fehler beim Lauftraining:
zu schnell starten
jeden Lauf als Prüfung sehen
jeden Tag laufen
Gehpausen als Schwäche sehen
Schmerzen ignorieren
ohne Aufwärmen losrennen
neue Schuhe kurz vor Dienstantritt tragen
nur auf Tempo achten
keine Ruhetage machen
nach einem schlechten Lauf alles infrage stellen
Ein schlechter Lauf ist kein Drama.
Jeder hat schlechte Tage.
Entscheidend ist, dass du regelmäßig dranbleibst.
15. Was du bei Schmerzen tun solltest
Muskelkater kann normal sein.
Schwere, stechende oder anhaltende Schmerzen solltest du nicht ignorieren.
Besonders aufmerksam solltest du sein bei:
starken Schienbeinschmerzen
Knieschmerzen
Hüftschmerzen
Fußschmerzen
Rückenschmerzen
Schmerzen, die bei jedem Lauf schlimmer werden
Schmerzen, die auch im Alltag bleiben
Dann gilt:
Nicht einfach weiterballern.
Reduziere Belastung, mach Pause und lass es bei Bedarf ärztlich abklären.
Verletzt in die Grundausbildung zu starten, ist keine Härte.
Es ist unnötig dumm.
16. Laufen und Krafttraining kombinieren
Laufen allein reicht nicht.
Für die Grundausbildung brauchst du auch Kraft und Stabilität.
Sinnvoll sind 2 kurze Krafteinheiten pro Woche.
Fokus:
Liegestütze
Kniebeugen
Ausfallschritte
Planks
Seitstütz
Rückenübungen
Wadenheben
Fuß- und Sprunggelenkstabilität
Das hilft dir beim Laufen, Marschieren und Tragen.
Gerade Rumpf, Beine und Rücken sind wichtig.
Wenn du nur läufst, aber dein Rumpf schwach bleibt, wirst du bei Ausrüstung und langen Tagen schneller Probleme bekommen.
17. Die letzte Woche vor Dienstantritt
Die letzte Woche vor der Grundausbildung ist nicht die Zeit für Rekorde.
Du willst frisch ankommen.
Mach lieber:
1 bis 2 lockere Läufe
kurze Spaziergänge
leichtes Mobilisieren
genug Schlaf
Packliste prüfen
Unterlagen sortieren
keine neuen Schuhe testen
keine harten Intervalle mehr
keinen langen Lauf am Tag vorher
Viele wollen kurz vor Start nochmal beweisen, dass sie fit sind.
Lass das.
Die Grundausbildung wird dir genug Gelegenheit geben, Leistung zu zeigen.
Komm gesund an.
18. Fazit
Lauftraining vor der Grundausbildung muss nicht kompliziert sein.
Du brauchst keine Marathonvorbereitung.
Du brauchst eine solide Grundlage.
Ein gutes Ziel sind 5 Kilometer locker am Stück. Wenn du bei null startest, erreichst du das über Lauf-Geh-Intervalle, langsame Steigerung und regelmäßige Einheiten.
Der wichtigste Punkt ist: gesund bleiben.
Zu schnell, zu viel und zu spät ist der klassische Fehler.
Trainiere ruhig. Steigere langsam. Kombiniere Laufen mit Kraft und Rumpf. Und komm frisch in der Kaserne an.
Die Grundausbildung ist kein einzelner Lauf.
Sie ist eine dauerhafte Belastung über Wochen.
Genau dafür baust du deine Ausdauer auf.
Vorbereitung mit der Soldateninitiative
Du willst wissen, ob du körperlich und mental bereit bist?
Mit Mission Grundausbildung: Bist du bereit? gehst du die wichtigsten Punkte vor Dienstantritt durch: Packliste, erster Tag, Stube, Spind, Tagesablauf, Sport, Biwak, mentale Vorbereitung und typische Anfängerfehler.
Der Check hilft dir, offene Fragen früh zu erkennen.
Häufige Fragen
01
Muss ich vor der Grundausbildung 5 Kilometer laufen können?
02
Was mache ich, wenn ich keine 5 Kilometer schaffe?
03
Wie oft sollte ich pro Woche laufen?
04
Ist Gehen zwischendurch peinlich?
05
Wie schnell muss ich laufen?
06
Soll ich mit Rucksack laufen?
07
Was tun bei Schienbeinschmerzen?
08
Sind Intervallläufe sinnvoll?
09
Soll ich direkt jeden Tag laufen?
10
Was ist der wichtigste Tipp?
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[ Damals · IT-Feldwebel ]

Daniel
Soldaten-Pate
7 Jahre IT-Feldwebel, FW-Laufbahn
„Ich weiß noch genau, wie sich der erste Tag anfühlt. Deshalb nehme ich jede Frage ernst, auch die, die klein wirkt.“

[ Damals · Feldjäger ]

Afsal
Soldaten-Pate
4 Jahre Feldjäger, ROA i.W.
„Ich sage, wie es ist. Und was man daraus macht.“

[ Damals · Panzergrenadier ]

Levin
Gespräche & Organisation
8 Jahre Panzergrenadier, ROA a. d. W.
„Ich hätte mir das damals selbst gewünscht. Deshalb gibt es uns.“
[ Hinter diesem Beitrag ]
Das Team hinter den Beiträgen. Text, Recherche, Prüfung und Begleitung teilen wir uns auf.
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