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Daniel, Levin & Afsal
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Daniel, Levin & Afsal


Letzte Aktualisierung: September 2026
Einordnung
Dieser Artikel gehört zu den Themen Musterung & Auswahl und Körper und Kopf der Soldateninitiative.
Er erklärt dir den Sporttest bei der Bundeswehr. Der Fokus liegt auf den Übungen, der Vorbereitung und der wichtigen Unterscheidung zwischen Freiwilligem Wehrdienst, Soldat auf Zeit und Offizierbewerbung.
Wenn du den gesamten Musterungstag verstehen willst, lies zuerst:
Der Tagesablauf am Musterungstag: morgens bis nachmittags
Wenn du dich auf den Computertest vorbereiten willst, passt dieser Artikel:
CAT-Test bei der Bundeswehr: Was auf dich zukommt
Letzte Aktualisierung: September 2026
Einordnung
Dieser Artikel gehört zu den Themen Musterung & Auswahl und Körper und Kopf der Soldateninitiative.
Er erklärt dir den Sporttest bei der Bundeswehr. Der Fokus liegt auf den Übungen, der Vorbereitung und der wichtigen Unterscheidung zwischen Freiwilligem Wehrdienst, Soldat auf Zeit und Offizierbewerbung.
Wenn du den gesamten Musterungstag verstehen willst, lies zuerst:
Der Tagesablauf am Musterungstag: morgens bis nachmittags
Wenn du dich auf den Computertest vorbereiten willst, passt dieser Artikel:
CAT-Test bei der Bundeswehr: Was auf dich zukommt
[ Kurz gesagt ]
Nicht jeder Bewerber macht automatisch einen Sporttest.
Für den Freiwilligen Wehrdienst ist der klassische Sporttest im regulären FWDL-Bewerbungs- und Musterungsablauf keine feste Pflichtstation. Wenn du dich nur für FWDL bewirbst, gehst du nicht davon aus, dass du am Musterungstag automatisch Sprinttest, Klimmhang oder Fahrradergometer machst.
Wenn du dich als Soldat auf Zeit bewirbst, gehört der Sporttest zum Auswahlverfahren. Bei Offizierbewerbern läuft die Eignungsfeststellung in der Regel beim Assessmentcenter für Führungskräfte der Bundeswehr in Köln. Auch dort spielt körperliche Leistungsfähigkeit eine Rolle, aber der Sporttest ist nur ein Teil eines größeren Assessments.
Wenn ein Sporttest vorgesehen ist, geht es typischerweise um 11 mal 10 Meter Sprinttest, Klimmhang und eine Ausdauerprüfung. Im Bewerberverfahren kann statt eines 1000-Meter-Laufs auch ein Fahrradergometer genutzt werden.
[ Kurz gesagt ]
Nicht jeder Bewerber macht automatisch einen Sporttest.
Für den Freiwilligen Wehrdienst ist der klassische Sporttest im regulären FWDL-Bewerbungs- und Musterungsablauf keine feste Pflichtstation. Wenn du dich nur für FWDL bewirbst, gehst du nicht davon aus, dass du am Musterungstag automatisch Sprinttest, Klimmhang oder Fahrradergometer machst.
Wenn du dich als Soldat auf Zeit bewirbst, gehört der Sporttest zum Auswahlverfahren. Bei Offizierbewerbern läuft die Eignungsfeststellung in der Regel beim Assessmentcenter für Führungskräfte der Bundeswehr in Köln. Auch dort spielt körperliche Leistungsfähigkeit eine Rolle, aber der Sporttest ist nur ein Teil eines größeren Assessments.
Wenn ein Sporttest vorgesehen ist, geht es typischerweise um 11 mal 10 Meter Sprinttest, Klimmhang und eine Ausdauerprüfung. Im Bewerberverfahren kann statt eines 1000-Meter-Laufs auch ein Fahrradergometer genutzt werden.
[ Inhalt ]
01
Warum der Sporttest so oft falsch verstanden wird
02
Wer muss den Sporttest machen?
03
Freiwilliger Wehrdienst: kein klassischer Sporttest als feste Pflichtstation
04
Soldat auf Zeit: Sporttest gehört dazu
05
Offizierbewerber: Sporttest im Assessment in Köln
06
Welche Übungen kommen im Sporttest vor?
07
11 mal 10 Meter Sprinttest
08
Klimmhang
09
Ausdauerprüfung oder Fahrradergometer
10
Wie schwer ist der Sporttest wirklich?
11
Wie du dich sinnvoll vorbereitest
12
Trainingsplan für die letzten 4 Wochen vor dem Sporttest
13
Was du in der letzten Woche nicht tun solltest
14
Typische Fehler beim Sporttest
15
Was passiert, wenn du den Sporttest nicht bestehst?
16
Warum Fitness trotzdem auch für FWDL wichtig ist
17
Fazit
Häufige Fragen
Quellen zum Nachlesen
1. Warum der Sporttest so oft falsch verstanden wird
Beim Thema Bundeswehr-Sporttest wird viel durcheinandergeworfen.
Viele reden von „der Musterung“ und meinen damit alles gleichzeitig: Bewerbung, Karrierecenter, ärztliche Untersuchung, Computertest, Psychologengespräch, Sporttest, Offizierauswahl und Einplanung.
Das führt zu falschen Aussagen.
Zum Beispiel:
„Jeder muss Sporttest machen.“
„FWDL machen immer Sporttest.“
„Sporttest ist nur für Offiziere.“
„Wenn du keinen Sporttest hast, brauchst du nicht fit sein.“
So einfach ist es nicht.
Du musst sauber unterscheiden, welchen Weg du gehst.
Freiwilliger Wehrdienst ist nicht dasselbe wie Soldat auf Zeit. Und eine Offizierbewerbung in Köln ist nochmal ein eigenes Verfahren.
2. Wer muss den Sporttest machen?
Die klare Einordnung:
Freiwilliger Wehrdienst
Für den Freiwilligen Wehrdienst ist der klassische Sporttest im regulären FWDL-Bewerbungs- und Musterungsablauf keine feste Pflichtstation.
Soldat auf Zeit
Wenn du dich als Soldat auf Zeit bewirbst, gehört der Sporttest zum Auswahlverfahren.
Offizierbewerber
Wenn du dich für die Offizierslaufbahn bewirbst, läuft die Eignungsfeststellung in der Regel in Köln. Dort ist der Sporttest Teil eines größeren Assessments mit weiteren Stationen.
Das ist wichtig, weil du sonst falsch planst.
Als FWDL-Bewerber musst du dich nicht verrückt machen, weil du denkst, am Musterungstag sicher Sprinttest, Klimmhang und Fahrradergometer machen zu müssen.
Als SaZ- oder Offizierbewerber solltest du den Sporttest dagegen ernst nehmen und dich darauf vorbereiten.
3. Freiwilliger Wehrdienst: kein klassischer Sporttest als feste Pflichtstation
Wenn du dich nur für den Freiwilligen Wehrdienst bewirbst, gilt:
Du gehst nicht davon aus, dass du im regulären FWDL-Bewerbungs- und Musterungsablauf automatisch einen klassischen Sporttest machst.
Beim FWDL stehen andere Dinge im Vordergrund:
Bewerbung
Unterlagen
ärztliche Untersuchung
computergestützte Tests
psychologisches Gespräch oder Eignungsgespräch
Einordnung deiner Eignung
Einplanung
Das heißt nicht, dass Sport egal ist.
Es heißt nur: Der klassische Sporttest am Musterungstag ist beim FWDL nicht die feste Pflichtstation, als die er oft dargestellt wird.
Spätestens in der Grundausbildung zählt Fitness trotzdem. Dort wirst du laufen, Sport machen, Ausrüstung tragen, lange Tage haben und körperlich belastet werden.
Deshalb ist die richtige Haltung:
Für die FWDL-Musterung machst du dich wegen des Sporttests nicht verrückt. Für die Grundausbildung bereitest du dich körperlich trotzdem vor.
4. Soldat auf Zeit: Sporttest gehört dazu
Wenn du dich als Soldat auf Zeit bewirbst, sieht es anders aus.
Dann gehört der Sporttest zum Auswahlverfahren.
Das passt auch zur Logik: Als SaZ verpflichtest du dich für eine längere Zeit. Je nach Laufbahn, Verwendung und späterer Ausbildung kann körperliche Leistungsfähigkeit wichtig sein.
Du musst kein Leistungssportler sein. Aber du solltest zeigen, dass du eine solide Grundfitness mitbringst.
Besonders wichtig ist:
Sprint und Richtungswechsel
Oberkörperkraft und Haltekraft
Ausdauer
Belastbarkeit unter Nervosität
saubere Vorbereitung
Viele unterschätzen, wie sehr Nervosität die Leistung beeinflusst. Am Testtag hast du vielleicht schon wenig geschlafen, gewartet, Tests gemacht und Gespräche geführt. Dann noch Sport zu machen, fühlt sich anders an als Training zuhause.
Bereite dich deshalb vorher realistisch vor.
5. Offizierbewerber: Sporttest im Assessment in Köln
Wenn du Offizier werden willst, läuft das Verfahren in der Regel beim Assessmentcenter für Führungskräfte der Bundeswehr in Köln.
Dort ist der Sporttest nicht der einzige wichtige Punkt.
Offizierbewerber werden umfassender geprüft. Dazu können gehören:
computergestützte Tests
ärztliche Untersuchung
Sporttest oder körperliche Leistungsprüfung
Gruppensituationsverfahren
Kurzvortrag oder Präsentation
Interview oder psychologisches Gespräch
Studienberatung, wenn relevant
Einplanungsgespräch
Der Sporttest ist also ein Teil des Gesamtbildes.
Bei Offizieren geht es zusätzlich um Führungspotenzial, Auftreten, Kommunikation, Belastbarkeit, Denken und Eignung für spätere Verantwortung.
Trotzdem gilt: Wer körperlich völlig unvorbereitet erscheint, macht sich keinen Gefallen.
Als angehender Offizier willst du später führen. Und führen bedeutet auch, durch Vorbild zu wirken.
6. Welche Übungen kommen im Sporttest vor?
Wenn ein Sporttest vorgesehen ist, wird häufig auf den Basis-Fitness-Test, kurz BFT, Bezug genommen.
Typische Bestandteile sind:
11 mal 10 Meter Sprinttest
Klimmhang
Ausdauerprüfung
Im Bewerberverfahren kann statt eines 1000-Meter-Laufs auch ein Fahrradergometer genutzt werden.
Du solltest also nicht nur „ein bisschen joggen“.
Du brauchst:
kurze schnelle Belastung
Richtungswechsel
Oberkörper- und Haltekraft
Ausdauer
sauberes Warm-up
Ruhe unter Druck
7. 11 mal 10 Meter Sprinttest
Beim 11 mal 10 Meter Sprinttest geht es um Schnelligkeit, Wendigkeit und kurze harte Belastung.
Du musst mehrfach eine kurze Strecke laufen und dabei schnell wenden.
Das klingt einfach. Ist es aber nicht, wenn du es nie geübt hast.
Typische Probleme:
zu schnell starten und hinten raus einbrechen
beim Wenden Zeit verlieren
unsauber beschleunigen
rutschen durch falsche Schuhe
hektisch werden
zu wenig Körperspannung
So bereitest du dich vor:
kurze Sprints trainieren
Richtungswechsel üben
sauberes Abstoppen lernen
Beine und Rumpf kräftigen
nicht nur Dauerlauf machen
Dauerlauf allein macht dich nicht automatisch gut im Sprinttest.
8. Klimmhang
Der Klimmhang prüft deine Haltekraft.
Dabei musst du mindestens 5 Sekunden mit dem Kinn über der Stange halten.
Viele unterschätzen diese Übung.
Sie sieht simpel aus: hochkommen, Kinn über die Stange bringen und halten.
Aber wenn Griffkraft, Rücken, Arme und Körperspannung nicht vorbereitet sind, wird es schnell schwer.
Typische Fehler:
Griffkraft nie trainiert
Schultern hängen lassen
keine Körperspannung
zu spät anfangen zu üben
nur Liegestütze trainieren und Klimmhang ignorieren
Sinnvolle Vorbereitung:
aktives Hängen
Klimmhang mit Unterstützung
negative Klimmzüge
Rudern mit Körpergewicht oder Band
Griffkrafttraining
Planks und Rumpfstabilität
Du musst nicht sofort Klimmzüge können. Aber du solltest deinen Körper an das Hängen und Halten gewöhnen.
9. Ausdauerprüfung oder Fahrradergometer
Die Ausdauerprüfung zeigt, ob du eine Belastung über längere Zeit durchhalten kannst.
Im normalen BFT gibt es den 1000-Meter-Lauf. Im Bewerberverfahren kann stattdessen ein Fahrradergometer genutzt werden.
Beim Fahrradergometer sitzt du auf dem Rad und trittst gegen eine vorgegebene Belastung. Dabei wird geprüft, wie dein Körper unter Ausdauerbelastung arbeitet.
Typische Fehler:
nie Ausdauer trainiert
nur Krafttraining gemacht
kurz vor dem Test zu hart trainiert
zu wenig geschlafen
zu wenig getrunken
mit leerem Akku starten
Sinnvolle Vorbereitung:
lockere Dauerläufe
Radfahren
Intervalltraining
Treppenläufe
moderates Ausdauertraining mehrmals pro Woche
Ausdauer baut man nicht über Nacht auf. Fang früh an.
10. Wie schwer ist der Sporttest wirklich?
Der Sporttest ist machbar, wenn du vorbereitet bist.
Er ist aber unangenehm, wenn du ihn unterschätzt.
Viele Probleme entstehen nicht durch eine einzelne Übung, sondern durch die Kombination:
Nervosität
fremde Umgebung
Beobachtung
Wartezeiten
Tagesform
wenig Schlaf
mehrere Tests an einem Tag
ungewohnte Übung
Wenn du vorher nie Klimmhang oder Sprint mit Richtungswechsel geübt hast, fühlt sich der Test deutlich härter an.
Wenn du regelmäßig trainierst, ist er deutlich entspannter.
11. Wie du dich sinnvoll vorbereitest
Bereite dich nicht nur allgemein vor.
Bereite dich auf die Anforderungen vor.
Du brauchst:
Sprints
Richtungswechsel
Haltekraft
Griffkraft
Rumpfstabilität
Ausdauer
Beweglichkeit
Erholung
Ein sinnvoller Wochenmix kann so aussehen:
2 Einheiten Ausdauer
2 Einheiten Kraft und Rumpf
1 Einheit Sprint und Richtungswechsel
1 bis 2 lockere Beweglichkeitseinheiten
ausreichend Schlaf
Wichtig: Mehr ist nicht immer besser.
Wer jeden Tag hart trainiert, aber nie regeneriert, kommt müde in den Test.
12. Trainingsplan für die letzten 4 Wochen vor dem Sporttest
Dieser Plan ist eine einfache Orientierung. Passe ihn an deinen Stand an.
Woche 1
Ziel: Einstieg und Technik.
2 lockere Läufe oder Radeinheiten
2 Krafttrainings mit Liegestützen, Rudern, Planks, Kniebeugen
1 kurze Sprinttechnik-Einheit
2 bis 3 mal leichtes Hängen üben
Woche 2
Ziel: Belastung steigern.
1 lockerer Lauf
1 Intervalltraining
2 Krafttrainings
1 Sprinttest-ähnliche Einheit mit Richtungswechseln
Klimmhang gezielt üben
Woche 3
Ziel: testnäher trainieren.
1 Ausdauereinheit
1 Intervall- oder Fahrradeinheit
2 Kraft- und Rumpfeinheiten
1 Übungstag mit Sprint, Klimmhang und Ausdauer in leichter Testreihenfolge
Woche 4
Ziel: frisch werden.
keine maximal harten Einheiten mehr kurz vor dem Test
lockere Bewegung
kurze Technik-Wiederholung
Schlaf priorisieren
Beine nicht zerstören
Klimmhang nicht bis zur kompletten Erschöpfung ballern
Der größte Fehler ist, in der letzten Woche panisch alles nachholen zu wollen.
Das macht dich nicht fitter. Es macht dich müder.
13. Was du in der letzten Woche nicht tun solltest
Die letzte Woche ist nicht zum Zerstören da.
Vermeide:
neue Übungen ausprobieren
neue Schuhe testen
schwere Beintrainings kurz vor dem Test
jeden Tag Sprints machen
Klimmhang bis zum völligen Versagen üben
Schlaf kürzen
Diät starten
Energy-Drink-Experimente
am Abend vorher noch maximal trainieren
In der letzten Woche willst du vorbereitet und frisch werden.
Nicht kaputt.
14. Typische Fehler beim Sporttest
Typische Fehler sind:
zu spät mit Training anfangen
nur laufen und Oberkörper vergessen
nur Krafttraining und Ausdauer vergessen
Klimmhang unterschätzen
Sprint mit Richtungswechsel nie üben
am Testtag neue Schuhe tragen
ohne Frühstück oder Energie starten, wenn nichts anderes vorgegeben ist
zu wenig trinken
sich von anderen verrückt machen lassen
nach einer schlechten Übung innerlich aufgeben
Wichtig ist: Eine Übung läuft vielleicht schlechter als geplant. Dann machst du die nächste trotzdem sauber.
Nicht innerlich aussteigen.
15. Was passiert, wenn du den Sporttest nicht bestehst?
Wenn der Sporttest Teil deines Auswahlverfahrens ist und du die Anforderungen nicht erfüllst, kann das Folgen haben.
Was genau passiert, hängt von deinem Verfahren ab.
Möglich ist zum Beispiel:
Wiederholung zu einem späteren Zeitpunkt
andere Einordnung deiner Eignung
Verzögerung
andere Empfehlung
keine positive Entscheidung für den gewünschten Weg
Bei Offizierbewerbern kann ein nicht bestandener Sporttest das Verfahren beeinflussen. Je nach Vorgabe kann es Möglichkeiten zur Wiederholung oder Nachreichung geben.
Wichtig ist: Lass es nicht darauf ankommen.
Wenn du weißt, dass Sporttest relevant ist, bereite dich vor.
16. Warum Fitness trotzdem auch für FWDL wichtig ist
Auch wenn der klassische Sporttest beim Freiwilligen Wehrdienst keine feste Pflichtstation am Musterungstag ist, brauchst du Fitness.
Warum?
Weil nach der Einstellung die Grundausbildung kommt.
Dort geht es nicht um einen einzelnen Test, sondern um viele Tage hintereinander:
früh aufstehen
lange Diensttage
Sport
Märsche
Ausrüstung tragen
Biwak
Geländedienst
wenig Komfort
Müdigkeit
Viele unterschätzen genau das.
Ein Sporttest dauert kurz. Die Grundausbildung dauert Wochen.
Deshalb ist die bessere Frage nicht nur:
„Muss ich bei der Musterung Sporttest machen?“
Sondern auch:
„Bin ich körperlich bereit für die ersten Wochen?“
17. Fazit
Der Sporttest bei der Bundeswehr wird oft falsch verstanden.
Die wichtigste Unterscheidung lautet:
FWDL: kein klassischer Sporttest als feste Pflichtstation im regulären Musterungsablauf.
SaZ: Sporttest gehört zum Auswahlverfahren.
Offizierbewerber: körperliche Leistungsprüfung im Assessment in Köln als Teil eines größeren Verfahrens.
Wenn der Sporttest für dich relevant ist, bereite dich gezielt vor. Nicht nur laufen. Nicht nur Liegestütze. Sondern Sprint mit Richtungswechsel, Klimmhang, Griffkraft, Rumpf und Ausdauer.
Und auch wenn du FWDL machst und keinen klassischen Sporttest am Musterungstag hast: Fitness bleibt wichtig. Spätestens in der Grundausbildung merkst du, ob du vorbereitet bist.
Vorbereitung mit der Soldateninitiative
Du willst wissen, ob du körperlich und mental bereit bist?
Mit Mission Musterung: Der große Bundeswehr-Check gehst du die wichtigsten Punkte vor deinem Termin durch: Unterlagen, CAT-Test, ärztliche Untersuchung, Psychologengespräch, Sporttest je nach Bewerbungsweg und realistische Erwartungen.
Für die Zeit vor Dienstantritt passt außerdem:
Mission Grundausbildung: Bist du bereit?
1. Warum der Sporttest so oft falsch verstanden wird
Beim Thema Bundeswehr-Sporttest wird viel durcheinandergeworfen.
Viele reden von „der Musterung“ und meinen damit alles gleichzeitig: Bewerbung, Karrierecenter, ärztliche Untersuchung, Computertest, Psychologengespräch, Sporttest, Offizierauswahl und Einplanung.
Das führt zu falschen Aussagen.
Zum Beispiel:
„Jeder muss Sporttest machen.“
„FWDL machen immer Sporttest.“
„Sporttest ist nur für Offiziere.“
„Wenn du keinen Sporttest hast, brauchst du nicht fit sein.“
So einfach ist es nicht.
Du musst sauber unterscheiden, welchen Weg du gehst.
Freiwilliger Wehrdienst ist nicht dasselbe wie Soldat auf Zeit. Und eine Offizierbewerbung in Köln ist nochmal ein eigenes Verfahren.
2. Wer muss den Sporttest machen?
Die klare Einordnung:
Freiwilliger Wehrdienst
Für den Freiwilligen Wehrdienst ist der klassische Sporttest im regulären FWDL-Bewerbungs- und Musterungsablauf keine feste Pflichtstation.
Soldat auf Zeit
Wenn du dich als Soldat auf Zeit bewirbst, gehört der Sporttest zum Auswahlverfahren.
Offizierbewerber
Wenn du dich für die Offizierslaufbahn bewirbst, läuft die Eignungsfeststellung in der Regel in Köln. Dort ist der Sporttest Teil eines größeren Assessments mit weiteren Stationen.
Das ist wichtig, weil du sonst falsch planst.
Als FWDL-Bewerber musst du dich nicht verrückt machen, weil du denkst, am Musterungstag sicher Sprinttest, Klimmhang und Fahrradergometer machen zu müssen.
Als SaZ- oder Offizierbewerber solltest du den Sporttest dagegen ernst nehmen und dich darauf vorbereiten.
3. Freiwilliger Wehrdienst: kein klassischer Sporttest als feste Pflichtstation
Wenn du dich nur für den Freiwilligen Wehrdienst bewirbst, gilt:
Du gehst nicht davon aus, dass du im regulären FWDL-Bewerbungs- und Musterungsablauf automatisch einen klassischen Sporttest machst.
Beim FWDL stehen andere Dinge im Vordergrund:
Bewerbung
Unterlagen
ärztliche Untersuchung
computergestützte Tests
psychologisches Gespräch oder Eignungsgespräch
Einordnung deiner Eignung
Einplanung
Das heißt nicht, dass Sport egal ist.
Es heißt nur: Der klassische Sporttest am Musterungstag ist beim FWDL nicht die feste Pflichtstation, als die er oft dargestellt wird.
Spätestens in der Grundausbildung zählt Fitness trotzdem. Dort wirst du laufen, Sport machen, Ausrüstung tragen, lange Tage haben und körperlich belastet werden.
Deshalb ist die richtige Haltung:
Für die FWDL-Musterung machst du dich wegen des Sporttests nicht verrückt. Für die Grundausbildung bereitest du dich körperlich trotzdem vor.
4. Soldat auf Zeit: Sporttest gehört dazu
Wenn du dich als Soldat auf Zeit bewirbst, sieht es anders aus.
Dann gehört der Sporttest zum Auswahlverfahren.
Das passt auch zur Logik: Als SaZ verpflichtest du dich für eine längere Zeit. Je nach Laufbahn, Verwendung und späterer Ausbildung kann körperliche Leistungsfähigkeit wichtig sein.
Du musst kein Leistungssportler sein. Aber du solltest zeigen, dass du eine solide Grundfitness mitbringst.
Besonders wichtig ist:
Sprint und Richtungswechsel
Oberkörperkraft und Haltekraft
Ausdauer
Belastbarkeit unter Nervosität
saubere Vorbereitung
Viele unterschätzen, wie sehr Nervosität die Leistung beeinflusst. Am Testtag hast du vielleicht schon wenig geschlafen, gewartet, Tests gemacht und Gespräche geführt. Dann noch Sport zu machen, fühlt sich anders an als Training zuhause.
Bereite dich deshalb vorher realistisch vor.
5. Offizierbewerber: Sporttest im Assessment in Köln
Wenn du Offizier werden willst, läuft das Verfahren in der Regel beim Assessmentcenter für Führungskräfte der Bundeswehr in Köln.
Dort ist der Sporttest nicht der einzige wichtige Punkt.
Offizierbewerber werden umfassender geprüft. Dazu können gehören:
computergestützte Tests
ärztliche Untersuchung
Sporttest oder körperliche Leistungsprüfung
Gruppensituationsverfahren
Kurzvortrag oder Präsentation
Interview oder psychologisches Gespräch
Studienberatung, wenn relevant
Einplanungsgespräch
Der Sporttest ist also ein Teil des Gesamtbildes.
Bei Offizieren geht es zusätzlich um Führungspotenzial, Auftreten, Kommunikation, Belastbarkeit, Denken und Eignung für spätere Verantwortung.
Trotzdem gilt: Wer körperlich völlig unvorbereitet erscheint, macht sich keinen Gefallen.
Als angehender Offizier willst du später führen. Und führen bedeutet auch, durch Vorbild zu wirken.
6. Welche Übungen kommen im Sporttest vor?
Wenn ein Sporttest vorgesehen ist, wird häufig auf den Basis-Fitness-Test, kurz BFT, Bezug genommen.
Typische Bestandteile sind:
11 mal 10 Meter Sprinttest
Klimmhang
Ausdauerprüfung
Im Bewerberverfahren kann statt eines 1000-Meter-Laufs auch ein Fahrradergometer genutzt werden.
Du solltest also nicht nur „ein bisschen joggen“.
Du brauchst:
kurze schnelle Belastung
Richtungswechsel
Oberkörper- und Haltekraft
Ausdauer
sauberes Warm-up
Ruhe unter Druck
7. 11 mal 10 Meter Sprinttest
Beim 11 mal 10 Meter Sprinttest geht es um Schnelligkeit, Wendigkeit und kurze harte Belastung.
Du musst mehrfach eine kurze Strecke laufen und dabei schnell wenden.
Das klingt einfach. Ist es aber nicht, wenn du es nie geübt hast.
Typische Probleme:
zu schnell starten und hinten raus einbrechen
beim Wenden Zeit verlieren
unsauber beschleunigen
rutschen durch falsche Schuhe
hektisch werden
zu wenig Körperspannung
So bereitest du dich vor:
kurze Sprints trainieren
Richtungswechsel üben
sauberes Abstoppen lernen
Beine und Rumpf kräftigen
nicht nur Dauerlauf machen
Dauerlauf allein macht dich nicht automatisch gut im Sprinttest.
8. Klimmhang
Der Klimmhang prüft deine Haltekraft.
Dabei musst du mindestens 5 Sekunden mit dem Kinn über der Stange halten.
Viele unterschätzen diese Übung.
Sie sieht simpel aus: hochkommen, Kinn über die Stange bringen und halten.
Aber wenn Griffkraft, Rücken, Arme und Körperspannung nicht vorbereitet sind, wird es schnell schwer.
Typische Fehler:
Griffkraft nie trainiert
Schultern hängen lassen
keine Körperspannung
zu spät anfangen zu üben
nur Liegestütze trainieren und Klimmhang ignorieren
Sinnvolle Vorbereitung:
aktives Hängen
Klimmhang mit Unterstützung
negative Klimmzüge
Rudern mit Körpergewicht oder Band
Griffkrafttraining
Planks und Rumpfstabilität
Du musst nicht sofort Klimmzüge können. Aber du solltest deinen Körper an das Hängen und Halten gewöhnen.
9. Ausdauerprüfung oder Fahrradergometer
Die Ausdauerprüfung zeigt, ob du eine Belastung über längere Zeit durchhalten kannst.
Im normalen BFT gibt es den 1000-Meter-Lauf. Im Bewerberverfahren kann stattdessen ein Fahrradergometer genutzt werden.
Beim Fahrradergometer sitzt du auf dem Rad und trittst gegen eine vorgegebene Belastung. Dabei wird geprüft, wie dein Körper unter Ausdauerbelastung arbeitet.
Typische Fehler:
nie Ausdauer trainiert
nur Krafttraining gemacht
kurz vor dem Test zu hart trainiert
zu wenig geschlafen
zu wenig getrunken
mit leerem Akku starten
Sinnvolle Vorbereitung:
lockere Dauerläufe
Radfahren
Intervalltraining
Treppenläufe
moderates Ausdauertraining mehrmals pro Woche
Ausdauer baut man nicht über Nacht auf. Fang früh an.
10. Wie schwer ist der Sporttest wirklich?
Der Sporttest ist machbar, wenn du vorbereitet bist.
Er ist aber unangenehm, wenn du ihn unterschätzt.
Viele Probleme entstehen nicht durch eine einzelne Übung, sondern durch die Kombination:
Nervosität
fremde Umgebung
Beobachtung
Wartezeiten
Tagesform
wenig Schlaf
mehrere Tests an einem Tag
ungewohnte Übung
Wenn du vorher nie Klimmhang oder Sprint mit Richtungswechsel geübt hast, fühlt sich der Test deutlich härter an.
Wenn du regelmäßig trainierst, ist er deutlich entspannter.
11. Wie du dich sinnvoll vorbereitest
Bereite dich nicht nur allgemein vor.
Bereite dich auf die Anforderungen vor.
Du brauchst:
Sprints
Richtungswechsel
Haltekraft
Griffkraft
Rumpfstabilität
Ausdauer
Beweglichkeit
Erholung
Ein sinnvoller Wochenmix kann so aussehen:
2 Einheiten Ausdauer
2 Einheiten Kraft und Rumpf
1 Einheit Sprint und Richtungswechsel
1 bis 2 lockere Beweglichkeitseinheiten
ausreichend Schlaf
Wichtig: Mehr ist nicht immer besser.
Wer jeden Tag hart trainiert, aber nie regeneriert, kommt müde in den Test.
12. Trainingsplan für die letzten 4 Wochen vor dem Sporttest
Dieser Plan ist eine einfache Orientierung. Passe ihn an deinen Stand an.
Woche 1
Ziel: Einstieg und Technik.
2 lockere Läufe oder Radeinheiten
2 Krafttrainings mit Liegestützen, Rudern, Planks, Kniebeugen
1 kurze Sprinttechnik-Einheit
2 bis 3 mal leichtes Hängen üben
Woche 2
Ziel: Belastung steigern.
1 lockerer Lauf
1 Intervalltraining
2 Krafttrainings
1 Sprinttest-ähnliche Einheit mit Richtungswechseln
Klimmhang gezielt üben
Woche 3
Ziel: testnäher trainieren.
1 Ausdauereinheit
1 Intervall- oder Fahrradeinheit
2 Kraft- und Rumpfeinheiten
1 Übungstag mit Sprint, Klimmhang und Ausdauer in leichter Testreihenfolge
Woche 4
Ziel: frisch werden.
keine maximal harten Einheiten mehr kurz vor dem Test
lockere Bewegung
kurze Technik-Wiederholung
Schlaf priorisieren
Beine nicht zerstören
Klimmhang nicht bis zur kompletten Erschöpfung ballern
Der größte Fehler ist, in der letzten Woche panisch alles nachholen zu wollen.
Das macht dich nicht fitter. Es macht dich müder.
13. Was du in der letzten Woche nicht tun solltest
Die letzte Woche ist nicht zum Zerstören da.
Vermeide:
neue Übungen ausprobieren
neue Schuhe testen
schwere Beintrainings kurz vor dem Test
jeden Tag Sprints machen
Klimmhang bis zum völligen Versagen üben
Schlaf kürzen
Diät starten
Energy-Drink-Experimente
am Abend vorher noch maximal trainieren
In der letzten Woche willst du vorbereitet und frisch werden.
Nicht kaputt.
14. Typische Fehler beim Sporttest
Typische Fehler sind:
zu spät mit Training anfangen
nur laufen und Oberkörper vergessen
nur Krafttraining und Ausdauer vergessen
Klimmhang unterschätzen
Sprint mit Richtungswechsel nie üben
am Testtag neue Schuhe tragen
ohne Frühstück oder Energie starten, wenn nichts anderes vorgegeben ist
zu wenig trinken
sich von anderen verrückt machen lassen
nach einer schlechten Übung innerlich aufgeben
Wichtig ist: Eine Übung läuft vielleicht schlechter als geplant. Dann machst du die nächste trotzdem sauber.
Nicht innerlich aussteigen.
15. Was passiert, wenn du den Sporttest nicht bestehst?
Wenn der Sporttest Teil deines Auswahlverfahrens ist und du die Anforderungen nicht erfüllst, kann das Folgen haben.
Was genau passiert, hängt von deinem Verfahren ab.
Möglich ist zum Beispiel:
Wiederholung zu einem späteren Zeitpunkt
andere Einordnung deiner Eignung
Verzögerung
andere Empfehlung
keine positive Entscheidung für den gewünschten Weg
Bei Offizierbewerbern kann ein nicht bestandener Sporttest das Verfahren beeinflussen. Je nach Vorgabe kann es Möglichkeiten zur Wiederholung oder Nachreichung geben.
Wichtig ist: Lass es nicht darauf ankommen.
Wenn du weißt, dass Sporttest relevant ist, bereite dich vor.
16. Warum Fitness trotzdem auch für FWDL wichtig ist
Auch wenn der klassische Sporttest beim Freiwilligen Wehrdienst keine feste Pflichtstation am Musterungstag ist, brauchst du Fitness.
Warum?
Weil nach der Einstellung die Grundausbildung kommt.
Dort geht es nicht um einen einzelnen Test, sondern um viele Tage hintereinander:
früh aufstehen
lange Diensttage
Sport
Märsche
Ausrüstung tragen
Biwak
Geländedienst
wenig Komfort
Müdigkeit
Viele unterschätzen genau das.
Ein Sporttest dauert kurz. Die Grundausbildung dauert Wochen.
Deshalb ist die bessere Frage nicht nur:
„Muss ich bei der Musterung Sporttest machen?“
Sondern auch:
„Bin ich körperlich bereit für die ersten Wochen?“
17. Fazit
Der Sporttest bei der Bundeswehr wird oft falsch verstanden.
Die wichtigste Unterscheidung lautet:
FWDL: kein klassischer Sporttest als feste Pflichtstation im regulären Musterungsablauf.
SaZ: Sporttest gehört zum Auswahlverfahren.
Offizierbewerber: körperliche Leistungsprüfung im Assessment in Köln als Teil eines größeren Verfahrens.
Wenn der Sporttest für dich relevant ist, bereite dich gezielt vor. Nicht nur laufen. Nicht nur Liegestütze. Sondern Sprint mit Richtungswechsel, Klimmhang, Griffkraft, Rumpf und Ausdauer.
Und auch wenn du FWDL machst und keinen klassischen Sporttest am Musterungstag hast: Fitness bleibt wichtig. Spätestens in der Grundausbildung merkst du, ob du vorbereitet bist.
Vorbereitung mit der Soldateninitiative
Du willst wissen, ob du körperlich und mental bereit bist?
Mit Mission Musterung: Der große Bundeswehr-Check gehst du die wichtigsten Punkte vor deinem Termin durch: Unterlagen, CAT-Test, ärztliche Untersuchung, Psychologengespräch, Sporttest je nach Bewerbungsweg und realistische Erwartungen.
Für die Zeit vor Dienstantritt passt außerdem:
Mission Grundausbildung: Bist du bereit?
Häufige Fragen
01
Muss jeder Bundeswehr-Bewerber einen Sporttest machen?
02
Muss ich beim Freiwilligen Wehrdienst einen Sporttest machen?
03
Muss ich als Soldat auf Zeit einen Sporttest machen?
04
Muss ich als Offizierbewerber einen Sporttest machen?
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[ Damals · IT-Feldwebel ]

Daniel
Soldaten-Pate
7 Jahre IT-Feldwebel, FW-Laufbahn
„Ich weiß noch genau, wie sich der erste Tag anfühlt. Deshalb nehme ich jede Frage ernst, auch die, die klein wirkt.“

[ Damals · Feldjäger ]

Afsal
Soldaten-Pate
4 Jahre Feldjäger, ROA i.W.
„Ich sage, wie es ist. Und was man daraus macht.“

[ Damals · Panzergrenadier ]

Levin
Gespräche & Organisation
8 Jahre Panzergrenadier, ROA a. d. W.
„Ich hätte mir das damals selbst gewünscht. Deshalb gibt es uns.“
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