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Sporttest bei der Bundeswehr: Übungen, Ablauf und Vorbereitung
Musterung & Auswahl
Körper und Kopf
Gez.



Daniel, Levin & Afsal
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Letzte Aktualisierung: Oktober 2026
Einordnung
Dieser Artikel gehört zum Thema Musterung & Auswahl der Soldateninitiative.
Er richtet sich an Bewerberinnen und Bewerber der Bundeswehr, die wissen möchten, ob bei ihrem Auswahlverfahren ein Sporttest vorgesehen ist, welche Übungen geprüft werden und wie sie sich sinnvoll darauf vorbereiten können.
Wenn du dich bei der Bundeswehr bewirbst, stößt du schnell auf den Begriff Basis-Fitness-Test, kurz BFT. Dann kommen meistens dieselben Fragen auf: Muss ich den Sporttest überhaupt machen? Welche Übungen werden geprüft? Wie schnell muss ich beim Sprint sein? Wie lange muss ich mich beim Klimmhang halten? Muss ich 1.000 Meter laufen oder auf das Fahrradergometer? Und was passiert, wenn ich eine Übung nicht schaffe?
Die wichtigste Antwort lautet: Nicht jeder Bewerber absolviert im Auswahlverfahren denselben Sporttest. Dein Bewerbungsweg entscheidet.
Für Bewerbende als Soldat auf Zeit gehört der Sporttest grundsätzlich zum Assessment. Offizierbewerbende absolvieren beim Assessment in Köln eine abgewandelte Form des Basis-Fitness-Tests. Beim freiwilligen Wehrdienst ist der klassische Sporttest dagegen keine generelle Station des aktuellen Auswahlverfahrens.
Unabhängig davon brauchst du für den späteren Dienst eine solide Grundfitness. Der reguläre Basis-Fitness-Test gehört zum Soldatenalltag und wird auch in der Ausbildung relevant. Deshalb lohnt sich die Vorbereitung selbst dann, wenn an deinem eigentlichen Assessmenttag kein Sporttest vorgesehen ist.
Wenn du zuerst verstehen willst, wie dein gesamtes Auswahlverfahren aufgebaut ist, lies diesen Artikel:
Bundeswehr-Musterung 2026: Ablauf, Tests und wie du dich vorbereitest
Wenn du wissen willst, welche Stationen dich am Musterungstag zeitlich erwarten, passt dieser Artikel:
Letzte Aktualisierung: Oktober 2026
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Er richtet sich an Bewerberinnen und Bewerber der Bundeswehr, die wissen möchten, ob bei ihrem Auswahlverfahren ein Sporttest vorgesehen ist, welche Übungen geprüft werden und wie sie sich sinnvoll darauf vorbereiten können.
Wenn du dich bei der Bundeswehr bewirbst, stößt du schnell auf den Begriff Basis-Fitness-Test, kurz BFT. Dann kommen meistens dieselben Fragen auf: Muss ich den Sporttest überhaupt machen? Welche Übungen werden geprüft? Wie schnell muss ich beim Sprint sein? Wie lange muss ich mich beim Klimmhang halten? Muss ich 1.000 Meter laufen oder auf das Fahrradergometer? Und was passiert, wenn ich eine Übung nicht schaffe?
Die wichtigste Antwort lautet: Nicht jeder Bewerber absolviert im Auswahlverfahren denselben Sporttest. Dein Bewerbungsweg entscheidet.
Für Bewerbende als Soldat auf Zeit gehört der Sporttest grundsätzlich zum Assessment. Offizierbewerbende absolvieren beim Assessment in Köln eine abgewandelte Form des Basis-Fitness-Tests. Beim freiwilligen Wehrdienst ist der klassische Sporttest dagegen keine generelle Station des aktuellen Auswahlverfahrens.
Unabhängig davon brauchst du für den späteren Dienst eine solide Grundfitness. Der reguläre Basis-Fitness-Test gehört zum Soldatenalltag und wird auch in der Ausbildung relevant. Deshalb lohnt sich die Vorbereitung selbst dann, wenn an deinem eigentlichen Assessmenttag kein Sporttest vorgesehen ist.
Wenn du zuerst verstehen willst, wie dein gesamtes Auswahlverfahren aufgebaut ist, lies diesen Artikel:
Bundeswehr-Musterung 2026: Ablauf, Tests und wie du dich vorbereitest
Wenn du wissen willst, welche Stationen dich am Musterungstag zeitlich erwarten, passt dieser Artikel:
[ Kurz gesagt ]
Der klassische Basis-Fitness-Test besteht aus drei Übungen: dem 11-mal-10-Meter-Sprinttest, dem Klimmhang und dem 1.000-Meter-Lauf.
Die offiziellen Mindestleistungen des regulären BFT lauten:
11-mal-10-Meter-Sprinttest – maximal 60 Sekunden
Klimmhang – mindestens 5 Sekunden
1.000-Meter-Lauf – maximal 6 Minuten 30 Sekunden
Bei Offizierbewerbenden in Köln wird die Ausdauer anders geprüft. Dort steht statt des 1.000-Meter-Laufs ein 3.000-Meter-Fahrradergometertest auf dem Programm. Auch dafür nennt die Bundeswehr maximal 6 Minuten 30 Sekunden.
Für SaZ-Bewerbende nennt die Bundeswehr den Sporttest ausdrücklich als Bestandteil des Assessments. Beim freiwilligen Wehrdienst solltest du dich dagegen an deiner persönlichen Einladung orientieren. In aktuellen Ablaufplänen der Karrierecenter wird für FWDL kein klassischer Sporttest als allgemeine Station ausgewiesen.
Die klare Empfehlung lautet trotzdem: Trainiere bereits vor dem Dienstantritt Ausdauer, Sprint, Rumpf und Oberkörperkraft. Denn spätestens im militärischen Alltag zählt nicht nur, ob du einen einzelnen Test bestehst, sondern ob dein Körper mehrere Wochen Ausbildung und Belastung gut mitmacht.
[ Kurz gesagt ]
Der klassische Basis-Fitness-Test besteht aus drei Übungen: dem 11-mal-10-Meter-Sprinttest, dem Klimmhang und dem 1.000-Meter-Lauf.
Die offiziellen Mindestleistungen des regulären BFT lauten:
11-mal-10-Meter-Sprinttest – maximal 60 Sekunden
Klimmhang – mindestens 5 Sekunden
1.000-Meter-Lauf – maximal 6 Minuten 30 Sekunden
Bei Offizierbewerbenden in Köln wird die Ausdauer anders geprüft. Dort steht statt des 1.000-Meter-Laufs ein 3.000-Meter-Fahrradergometertest auf dem Programm. Auch dafür nennt die Bundeswehr maximal 6 Minuten 30 Sekunden.
Für SaZ-Bewerbende nennt die Bundeswehr den Sporttest ausdrücklich als Bestandteil des Assessments. Beim freiwilligen Wehrdienst solltest du dich dagegen an deiner persönlichen Einladung orientieren. In aktuellen Ablaufplänen der Karrierecenter wird für FWDL kein klassischer Sporttest als allgemeine Station ausgewiesen.
Die klare Empfehlung lautet trotzdem: Trainiere bereits vor dem Dienstantritt Ausdauer, Sprint, Rumpf und Oberkörperkraft. Denn spätestens im militärischen Alltag zählt nicht nur, ob du einen einzelnen Test bestehst, sondern ob dein Körper mehrere Wochen Ausbildung und Belastung gut mitmacht.
[ Inhalt ]
01
Wer muss bei der Bundeswehr einen Sporttest machen?
02
Was ist der Basis-Fitness-Test?
03
So funktioniert der 11-mal-10-Meter-Sprinttest
04
So trainierst du für den Sprinttest
05
So funktioniert der Klimmhang
06
So trainierst du für den Klimmhang
07
So funktioniert der 1.000-Meter-Lauf
08
Warum Offizierbewerbende auf dem Fahrradergometer getestet werden
09
Die drei Mindestleistungen sind keine Trainingsziele
10
Wie schwer ist der Sporttest wirklich?
11
Wie früh solltest du mit der Vorbereitung anfangen?
12
So kann eine Trainingswoche aussehen
13
Ein einfacher Vier-Wochen-Plan vor dem Sporttest
14
Was du in der letzten Woche tun solltest
15
Was du zum Sporttest mitnehmen solltest
16
Was passiert, wenn du eine Mindestleistung nicht erreichst?
17
Warum du trotz Mindestzeiten nicht auf Kante trainieren solltest
18
Fitness ist auch für FWDL wichtig
19
Der BFT begleitet dich auch nach der Einstellung
20
Für manche Verwendungen reicht die allgemeine Basisfitness nicht aus
21
Trainiere für den Dienst und nicht nur für drei Übungen
22
So gehst du mit Nervosität am Testtag um
23
Fazit
Häufige Fragen
Quellen zum Nachlesen
1. Wer muss bei der Bundeswehr einen Sporttest machen?
Du musst zuerst unterscheiden, für welchen Weg du dich bewirbst.
Freiwilliger Wehrdienst
Beim aktuellen Auswahlverfahren für den freiwilligen Wehrdienst gehört der klassische BFT nicht generell zu den festen Assessmentstationen. Wenn du dich ausschließlich für den freiwilligen Wehrdienst bewirbst, gehst du also nicht automatisch davon aus, dass du beim Auswahltermin Pendellauf, Klimmhang und Ausdauerprüfung absolvieren musst.
Deine persönliche Einladung ist trotzdem maßgeblich.
Soldat auf Zeit
Bei einer SaZ-Bewerbung gehört der Sporttest grundsätzlich zum Assessment. Aktuelle Karrierecenter der Bundeswehr nennen ihn ausdrücklich im Ablauf für SaZ-Bewerbende.
Wenn du dich als Soldat auf Zeit bewirbst, solltest du dich deshalb gezielt vorbereiten.
Offizierlaufbahn
Bei einer Bewerbung für die Offizierlaufbahn findet die Auswahl grundsätzlich im Assessmentcenter für Führungskräfte der Bundeswehr in Köln statt. Dort gehört eine abgewandelte Form des BFT zum Verfahren.
Geprüft werden Pendellauf, Klimmhang und 3.000 Meter auf dem Fahrradergometer.
Konkretes Beispiel
Du bewirbst dich für eine längere Verpflichtung als Soldat auf Zeit, zum Beispiel für vier Jahre. Dann solltest du einen Sporttest in deiner Vorbereitung fest einplanen.
Bewirbst du dich dagegen für einen freiwilligen Wehrdienst von beispielsweise sieben Monaten, gehört der klassische Sporttest nicht generell zu den aktuellen Assessmentstationen. In beiden Fällen solltest du körperlich trainieren, weil nach der Einstellung die militärische Ausbildung beginnt.
2. Was ist der Basis-Fitness-Test?
Der Basis-Fitness-Test ist das standardisierte Verfahren der Bundeswehr zur Überprüfung der körperlichen Basisfitness. Er prüft drei grundlegende Bereiche: Schnelligkeit und Beweglichkeit beim Sprinttest, Kraft und Haltefähigkeit beim Klimmhang sowie Ausdauer beim 1.000-Meter-Lauf.
Die drei Übungen sind bewusst unterschiedlich. Du kannst deshalb sehr gut joggen und trotzdem beim Klimmhang Probleme bekommen. Du kannst viel Krafttraining machen und beim Ausdauerlauf einbrechen. Und du kannst grundsätzlich fit sein, beim Pendellauf aber unnötig Zeit verlieren, weil du den Bewegungsablauf vorher nie trainiert hast.
Eine gute Vorbereitung deckt deshalb alle drei Bereiche ab.
3. So funktioniert der 11-mal-10-Meter-Sprinttest
Beim Sprinttest geht es nicht einfach darum, 110 Meter geradeaus zu laufen. Du absolvierst kurze Strecken mit wiederholten Richtungswechseln.
Der Test beginnt in Bauchlage auf einer Matte. Nach dem Startsignal stehst du auf, sprintest zur zehn Meter entfernten Wendemarkierung, umläufst sie und kehrst zurück.
An der Matte legst du dich wieder in Bauchlage und klatschst die Hände hinter dem Rücken zusammen, bevor der nächste Sprint beginnt. Dieser Ablauf wiederholt sich.
Die Mindestanforderung beträgt 11-mal-10-Meter in maximal 60 Sekunden. Das klingt zunächst großzügig. Trotzdem solltest du den Ablauf vorher üben, denn die Richtungswechsel, das schnelle Aufstehen und das erneute Ablegen kosten Kraft und Zeit.
4. So trainierst du für den Sprinttest
Für den Sprinttest brauchst du keine kilometerlangen Läufe. Du brauchst kurze Beschleunigungen, saubere Richtungswechsel und eine stabile Körpermitte.
Trainiere beispielsweise kurze Sprints über zehn bis zwanzig Meter und kombiniere sie mit kontrollierten Wendungen. Übe auch das schnelle Aufstehen aus der Bauchlage.
Dabei geht es nicht darum, jede Trainingseinheit maximal hart zu gestalten. Zuerst lernst du den Bewegungsablauf sauber. Danach steigerst du Geschwindigkeit und Belastung.
Achte besonders auf Schuhe, mit denen du sicher abbremsen und wieder beschleunigen kannst.
Konkretes Beispiel
Du läufst regelmäßig fünf Kilometer und hältst dich deshalb für gut auf den Sporttest vorbereitet. Beim ersten Probelauf stellst du fest, dass du beim Wenden viel Zeit verlierst und nach mehreren schnellen Starts deutlich außer Atem bist.
Dann brauchst du nicht noch einen zusätzlichen langen Dauerlauf. Du ergänzt gezielt kurze Sprints und Richtungswechsel. Damit trainierst du genau die Schwachstelle, die im Test relevant wird.
5. So funktioniert der Klimmhang
Beim Klimmhang wird deine Kraftausdauer im Oberkörper geprüft. Du hältst dich an einer Klimmzugstange in der oberen Position eines Klimmzugs. Dein Kinn befindet sich über der Stange.
Anschließend wird die Unterstützung entfernt und du hältst die Position möglichst lange. Die offizielle Mindestanforderung beträgt mindestens 5 Sekunden.
Die Zeit endet, wenn dein Kinn unter das Niveau der Stange sinkt oder entsprechend den Testvorgaben keine gültige Position mehr gehalten wird. Fünf Sekunden sind die Mindestleistung.
Dein Trainingsziel sollte trotzdem nicht darin bestehen, im Training gerade eben fünf Sekunden zu schaffen. Baue dir einen Sicherheitspuffer auf.
6. So trainierst du für den Klimmhang
Du musst für einen guten Klimmhang nicht zwingend viele vollständige Klimmzüge beherrschen. Du solltest aber Rücken, Arme, Griffkraft und Körperspannung trainieren.
Sinnvoll sind beispielsweise unterstützte Klimmzüge, negative Klimmzüge, Rudervarianten, kontrolliertes Hängen und gezieltes Halten in der oberen Position. Auch deine Rumpfmuskulatur spielt eine Rolle.
Wenn dein Körper während des Haltens unkontrolliert bewegt wird, kostet das unnötig Kraft. Trainiere deshalb regelmäßig, aber nicht jeden Tag bis zur völligen Erschöpfung. Deine Muskulatur braucht Erholung, um stärker zu werden.
Konkretes Beispiel
Du schaffst noch keinen vollständigen Klimmzug. Das bedeutet nicht, dass du den Klimmhang automatisch nicht schaffen kannst.
Du kannst mit einem Widerstandsband oder einer anderen Unterstützung in die obere Position kommen und dort mehrere kurze Halteintervalle trainieren. Zusätzlich trainierst du Rücken und Griffkraft.
Nach einigen Wochen sollte die Haltezeit deutlich kontrollierter werden.
7. So funktioniert der 1.000-Meter-Lauf
Beim regulären BFT bildet der 1.000-Meter-Lauf den Ausdauerteil. Die Mindestanforderung lautet 1.000 Meter in maximal 6 Minuten 30 Sekunden.
Der Lauf wird häufig auf einer Laufbahn absolviert. Für dich ist dabei nicht nur wichtig, grundsätzlich 1.000 Meter laufen zu können. Du solltest lernen, dein Tempo einzuschätzen.
Wer viel zu schnell startet, verliert möglicherweise auf den letzten Runden deutlich an Geschwindigkeit. Wer zu vorsichtig beginnt, verschenkt Zeit.
Trainiere deshalb nicht ausschließlich lange und langsame Läufe. Ergänze dein Ausdauertraining um kürzere, etwas schnellere Abschnitte.
8. Warum Offizierbewerbende auf dem Fahrradergometer getestet werden
Beim Assessment für die Offizierlaufbahn wird die Ausdauer nicht mit dem regulären 1.000-Meter-Lauf geprüft. Stattdessen absolvieren Bewerbende einen 3.000-Meter-Fahrradergometertest.
Die Bundeswehr nennt dafür ebenfalls eine maximale Zeit von 6 Minuten 30 Sekunden. Damit unterscheidet sich der Test in Köln vom regulären BFT.
Wenn du dich als Offizier bewirbst, solltest du deshalb nicht ausschließlich für einen 1.000-Meter-Lauf trainieren. Baue auch Radtraining ein und gewöhne dich daran, auf einem Fahrradergometer über mehrere Minuten eine hohe Leistung zu halten.
9. Die drei Mindestleistungen sind keine Trainingsziele
60 Sekunden im Sprinttest, 5 Sekunden im Klimmhang und 6 Minuten 30 Sekunden im Ausdauerteil sind Mindestleistungen. Du solltest dein Training nicht so planen, dass du diese Werte unter perfekten Bedingungen gerade eben erreichst.
Am Assessmenttag können Nervosität, Wartezeiten, ungewohnte Umgebung und Tagesform deine Leistung beeinflussen. Plane deshalb einen Puffer ein.
Wenn du im Training regelmäßig deutlich unter 60 Sekunden sprintest, den Klimmhang sicher länger als fünf Sekunden hältst und den Ausdauerteil kontrolliert innerhalb der Mindestzeit bewältigst, gehst du wesentlich entspannter in den Test.
10. Wie schwer ist der Sporttest wirklich?
Für einen gesunden und regelmäßig aktiven Menschen sind die Mindestleistungen mit Vorbereitung grundsätzlich erreichbar. Trotzdem solltest du den Test nicht unterschätzen.
Die Herausforderung liegt häufig weniger in einer spektakulär schweren Einzelübung als darin, dass du mehrere unterschiedliche Fähigkeiten abrufen musst. Sprint verlangt Explosivität, Klimmhang verlangt Oberkörperkraft und der Ausdauerteil verlangt Kondition.
Dazu kommt die Testsituation. Wenn du eine Übung vorher noch nie durchgeführt hast, kostet allein der ungewohnte Bewegungsablauf Leistung.
Deshalb ist spezifische Vorbereitung so wertvoll.
11. Wie früh solltest du mit der Vorbereitung anfangen?
Wenn du bereits regelmäßig Sport treibst, reichen häufig einige Wochen, um dich gezielt an die Testübungen zu gewöhnen. Wenn du aktuell kaum Sport machst, solltest du früher anfangen.
Eine sinnvolle Standardempfehlung lautet: Plane mindestens sechs bis acht Wochen strukturierte Vorbereitung ein, wenn deine Grundfitness noch ausbaufähig ist.
Damit hast du Zeit, Ausdauer und Kraft schrittweise zu verbessern, ohne jede Einheit maximal gestalten zu müssen. Wenn dein Assessment noch weiter entfernt ist, nutze die zusätzliche Zeit.
Fitness lässt sich wesentlich angenehmer über mehrere Monate aufbauen als in den letzten zehn Tagen.
12. So kann eine Trainingswoche aussehen
Du brauchst keinen komplizierten Hochleistungsplan. Für viele Bewerber ist eine einfache Struktur ausreichend.
Plane beispielsweise zwei Ausdauereinheiten und zwei Kraft- beziehungsweise Rumpfeinheiten pro Woche ein. Eine der Ausdauereinheiten kann locker sein. Die zweite kann kürzere schnellere Abschnitte enthalten.
In einer Krafteinheit konzentrierst du dich stärker auf Rücken, Arme, Griffkraft und Klimmhang. Die andere ergänzt Beine und Rumpf.
Kurze Sprintübungen mit Richtungswechsel kannst du sinnvoll in eine der Einheiten integrieren. Dazwischen liegen Erholungstage oder leichte Bewegung.
Entscheidend ist Regelmäßigkeit. Vier vernünftig geplante Einheiten pro Woche bringen dir mehr als eine extrem harte Woche gefolgt von mehreren Tagen Pause wegen Muskelkater oder Überlastung.
13. Ein einfacher Vier-Wochen-Plan vor dem Sporttest
Wenn du bereits eine gewisse Grundfitness hast und noch vier Wochen bis zum Assessment bleiben, kannst du die Vorbereitung spezifischer gestalten.
Woche 1
Lerne die Übungen sauber kennen. Teste Sprint, Klimmhang und Ausdauer nicht jeden Tag, sondern verschaffe dir einen realistischen Ausgangswert.
Trainiere zusätzlich locker Ausdauer und Grundkraft.
Woche 2
Steigere gezielt deine Schwachstelle. Wenn dein Klimmhang knapp ist, bekommt Oberkörperkraft etwas mehr Aufmerksamkeit.
Wenn der Ausdauerteil schwerfällt, setzt du einen zusätzlichen Ausdauerreiz.
Woche 3
Trainiere testnäher. Kombiniere an einem Tag die drei Testbereiche in moderater Intensität und prüfe, wie dein Körper auf die Reihenfolge reagiert.
Woche 4
Reduziere die Belastung. Halte deinen Körper in Bewegung, aber versuche nicht mehr, in den letzten Tagen große Fitnesssprünge zu erzwingen.
Dein Ziel lautet jetzt: Erholt und belastbar zum Test erscheinen.
14. Was du in der letzten Woche tun solltest
In der letzten Woche verbesserst du deine Fitness nicht mehr grundlegend. Du sorgst dafür, dass die vorhandene Leistung am Testtag abrufbar ist.
Reduziere harte Trainingseinheiten, schlaf ausreichend, trink regelmäßig und iss so, wie dein Körper es gewohnt ist. Nutze keine neuen Sportschuhe erstmals beim Assessment.
Plane am Tag vor dem Test keine maximale Bein- oder Oberkörpereinheit. Eine leichte Bewegungseinheit ist für viele sinnvoller als vollständige Inaktivität.
Du möchtest dich am Testtag wach und beweglich fühlen, nicht erschöpft.
15. Was du zum Sporttest mitnehmen solltest
Deine persönliche Einladung ist auch hier die wichtigste Grundlage. Wenn ein Sporttest vorgesehen ist, achte besonders auf die dort genannten Vorgaben zu Sportkleidung und Ausrüstung.
Praktisch sind saubere Sportkleidung und geeignete Sportschuhe. Wenn Duschzeug oder Handtuch verlangt werden, packst du auch diese ein.
Verlass dich nicht darauf, dass jede Internetpackliste für dein Karrierecenter und deinen konkreten Termin gilt. Deine Einladung entscheidet.
16. Was passiert, wenn du eine Mindestleistung nicht erreichst?
Wenn der Sporttest Bestandteil deines Auswahlverfahrens ist, solltest du die Mindestleistungen ernst nehmen. Was nach einem nicht ausreichenden Ergebnis konkret passiert, richtet sich nach deinem Bewerbungsverfahren und der Bewertung durch die zuständige Stelle.
Deshalb solltest du nicht auf pauschale Aussagen aus Foren vertrauen wie „Du bekommst immer sofort einen zweiten Versuch“ oder „Dann ist die Bewerbung automatisch endgültig vorbei“.
Wenn du eine Mindestleistung nicht erreichst, lass dir unmittelbar erklären, welche Folgen das für dein konkretes Verfahren hat und ob eine Wiederholungsmöglichkeit besteht.
Bereite dich aber so vor, dass du diese Frage möglichst nicht erst am Testtag klären musst.
17. Warum du trotz Mindestzeiten nicht auf Kante trainieren solltest
Die offiziellen Mindestleistungen zeigen dir, was mindestens verlangt wird. Für deine Vorbereitung sind sie vor allem Orientierung.
Wenn du im Training den Sprint jedes Mal in 59 Sekunden schaffst, den Klimmhang nach sechs Sekunden beendest und beim Ausdauerteil regelmäßig erst wenige Sekunden vor der Grenze ins Ziel kommst, ist dein Puffer sehr klein. Am Testtag reicht dann schon eine kleine Abweichung.
Trainiere deshalb auf stabile Leistung. Du musst keine Spitzenwerte erreichen. Du solltest die Mindestanforderungen aber kontrolliert schaffen.
Konkretes Beispiel
Dein Klimmhang liegt vier Wochen vor dem Assessment bei sechs Sekunden. Formal bist du damit knapp über der Mindestanforderung.
Statt dich darauf zu verlassen, trainierst du zwei bis drei Mal pro Woche kontrolliert Rücken, Griffkraft und Halteposition. Dein Ziel ist nicht fünf Sekunden.
Dein Ziel ist eine Haltezeit, bei der fünf Sekunden selbst an einem schwächeren Tag kein Problem darstellen.
18. Fitness ist auch für FWDL wichtig
Wenn du freiwilligen Wehrdienst leisten möchtest und im Auswahlverfahren keinen klassischen Sporttest absolvierst, solltest du daraus nicht schließen, dass körperliche Vorbereitung unwichtig ist.
Nach dem Dienstantritt beginnt deine militärische Ausbildung. Dort wirst du regelmäßig körperlich gefordert.
Die Bundeswehr beschreibt den Basis-Fitness-Test als festen Bestandteil des Soldatenalltags. Soldatinnen und Soldaten absolvieren ihn einmal im Jahr.
In der Ausbildung kommen zusätzlich Sport, Märsche, Gefechtsdienst und das Tragen von Ausrüstung hinzu.
Deshalb ist für FWDL die bessere Frage nicht: „Muss ich vor der Einstellung einen Sporttest machen?“ Sondern: „Bin ich körperlich auf meinen Dienstantritt vorbereitet?“
19. Der BFT begleitet dich auch nach der Einstellung
Der Basis-Fitness-Test ist nicht nur ein Bewerbertest. Die Bundeswehr nutzt ihn regelmäßig zur Überprüfung der körperlichen Leistungsfähigkeit ihrer Soldatinnen und Soldaten.
Der reguläre BFT besteht dabei aus 11-mal-10-Meter-Sprinttest, Klimmhang und 1.000-Meter-Lauf.
Das bedeutet: Selbst wenn dein Bewerbungsverfahren keinen Sporttest enthält, wirst du als Soldat mit körperlicher Leistungsfähigkeit und entsprechenden Tests in Berührung kommen.
Eine langfristige Grundfitness ist deshalb wichtiger als kurzfristiges Lernen für einen einzigen Prüfungstag.
20. Für manche Verwendungen reicht die allgemeine Basisfitness nicht aus
Der BFT prüft die allgemeine körperliche Basisfitness. Bestimmte militärische Verwendungen können darüber hinaus zusätzliche oder höhere körperliche Anforderungen stellen.
Wenn du dich für eine besonders körperlich anspruchsvolle Tätigkeit interessierst, solltest du deshalb nicht automatisch davon ausgehen, dass das Bestehen der BFT-Mindestleistungen bereits jede sportliche Anforderung deiner späteren Ausbildung abdeckt.
Informiere dich gezielt über deine gewünschte Verwendung. Für das allgemeine Assessment ist der BFT die wichtige Grundlage. Für deinen späteren militärischen Weg kann zusätzliche Fitness erforderlich sein.
21. Trainiere für den Dienst und nicht nur für drei Übungen
Wenn du ausschließlich für drei Mindestwerte trainierst, bereitest du dich nur auf einen kleinen Ausschnitt des Soldatenalltags vor. Eine bessere Vorbereitung kombiniert Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit und Koordination.
Du solltest beispielsweise mehrere Kilometer locker laufen können, deinen eigenen Körper kontrolliert bewegen und eine vernünftige Rumpfstabilität entwickeln.
Das hilft dir nicht nur beim Sporttest. Es erleichtert dir auch den Einstieg in die militärische Ausbildung.
Konkretes Beispiel
Du hast den BFT Sprint und Klimmhang bereits sicher im Griff. Beim lockeren Lauf merkst du aber, dass du nach zwei Kilometern stark erschöpft bist.
Dann lohnt es sich trotzdem, deine Grundlagenausdauer weiter aufzubauen. Für die Grundausbildung ist diese Fähigkeit langfristig wichtiger als die Frage, ob du den 1.000-Meter-Lauf fünf Sekunden schneller schaffst.
22. So gehst du mit Nervosität am Testtag um
Nervosität ist normal. Du musst sie nicht vollständig loswerden. Du solltest nur verhindern, dass sie deine Vorbereitung überlagert.
Komm mit ausreichend Zeitpuffer und hör bei der Einweisung genau zu. Frag nach, wenn du einen Bewegungsablauf nicht verstanden hast.
Mach dich vernünftig warm, soweit es der vorgegebene Ablauf zulässt, und konzentriere dich immer nur auf die aktuelle Übung.
Wenn der Sprint nicht so gut läuft wie im Training, ist der Klimmhang trotzdem eine neue Aufgabe. Eine schwächere Leistung bei einer Station ist kein Grund, die Konzentration für den restlichen Test zu verlieren.
23. Fazit
Beim Sporttest der Bundeswehr musst du zuerst deinen Bewerbungsweg kennen. Für SaZ-Bewerbende gehört der Sporttest grundsätzlich zum Assessment.
Offizierbewerbende absolvieren in Köln eine abgewandelte Variante mit 11-mal-10-Meter-Sprinttest, Klimmhang und 3.000-Meter-Fahrradergometertest. Beim freiwilligen Wehrdienst ist der klassische Sporttest dagegen nicht generell Teil des aktuellen Auswahlverfahrens.
Der reguläre Basis-Fitness-Test besteht aus drei Übungen: 11-mal-10-Meter-Sprinttest in maximal 60 Sekunden, Klimmhang für mindestens 5 Sekunden und 1.000-Meter-Lauf in maximal 6 Minuten 30 Sekunden.
Diese Werte sind Mindestanforderungen. Bereite dich deshalb so vor, dass du sie nicht nur an deinem besten Trainingstag knapp schaffst.
Trainiere Sprint und Richtungswechsel, Rücken, Arme, Griffkraft und Rumpf. Baue außerdem deine Ausdauer auf.
Reduziere dein Training in den letzten Tagen vor dem Test, damit du erholt zum Assessment kommst.
Vor allem solltest du nicht nur für einen einzelnen Test trainieren. Bereite deinen Körper auf den Soldatenberuf vor. Das hilft dir beim Assessment und noch viel mehr in den ersten Wochen nach deinem Dienstantritt.
Vorbereitung mit der Soldateninitiative
Die Soldateninitiative hilft dir dabei, deinen Musterungs- und Assessmenttermin strukturiert vorzubereiten und frühzeitig zu erkennen, welche Stationen für deinen konkreten Bewerbungsweg tatsächlich relevant sind.
Beim Sporttest bringt dir ein strukturierter Check vor allem Klarheit: Du weißt, ob für deinen Bewerbungsweg eine körperliche Leistungsprüfung vorgesehen ist, welche Unterlagen und Sportausrüstung du laut Einladung brauchst und welche anderen Assessmentstationen du neben dem Sport nicht aus dem Blick verlieren solltest. Mit Mission Musterung bereitest du dich strukturiert auf dein Bundeswehr-Assessment vor und weißt, ob bei deinem Termin ein Sporttest ansteht.
So konzentrierst du dich nicht ausschließlich auf Sprintzeiten und Klimmhang. Du gehst vorbereitet in das gesamte Auswahlverfahren und weißt, welche Anforderungen an deinem Termin tatsächlich auf dich zukommen.
1. Wer muss bei der Bundeswehr einen Sporttest machen?
Du musst zuerst unterscheiden, für welchen Weg du dich bewirbst.
Freiwilliger Wehrdienst
Beim aktuellen Auswahlverfahren für den freiwilligen Wehrdienst gehört der klassische BFT nicht generell zu den festen Assessmentstationen. Wenn du dich ausschließlich für den freiwilligen Wehrdienst bewirbst, gehst du also nicht automatisch davon aus, dass du beim Auswahltermin Pendellauf, Klimmhang und Ausdauerprüfung absolvieren musst.
Deine persönliche Einladung ist trotzdem maßgeblich.
Soldat auf Zeit
Bei einer SaZ-Bewerbung gehört der Sporttest grundsätzlich zum Assessment. Aktuelle Karrierecenter der Bundeswehr nennen ihn ausdrücklich im Ablauf für SaZ-Bewerbende.
Wenn du dich als Soldat auf Zeit bewirbst, solltest du dich deshalb gezielt vorbereiten.
Offizierlaufbahn
Bei einer Bewerbung für die Offizierlaufbahn findet die Auswahl grundsätzlich im Assessmentcenter für Führungskräfte der Bundeswehr in Köln statt. Dort gehört eine abgewandelte Form des BFT zum Verfahren.
Geprüft werden Pendellauf, Klimmhang und 3.000 Meter auf dem Fahrradergometer.
Konkretes Beispiel
Du bewirbst dich für eine längere Verpflichtung als Soldat auf Zeit, zum Beispiel für vier Jahre. Dann solltest du einen Sporttest in deiner Vorbereitung fest einplanen.
Bewirbst du dich dagegen für einen freiwilligen Wehrdienst von beispielsweise sieben Monaten, gehört der klassische Sporttest nicht generell zu den aktuellen Assessmentstationen. In beiden Fällen solltest du körperlich trainieren, weil nach der Einstellung die militärische Ausbildung beginnt.
2. Was ist der Basis-Fitness-Test?
Der Basis-Fitness-Test ist das standardisierte Verfahren der Bundeswehr zur Überprüfung der körperlichen Basisfitness. Er prüft drei grundlegende Bereiche: Schnelligkeit und Beweglichkeit beim Sprinttest, Kraft und Haltefähigkeit beim Klimmhang sowie Ausdauer beim 1.000-Meter-Lauf.
Die drei Übungen sind bewusst unterschiedlich. Du kannst deshalb sehr gut joggen und trotzdem beim Klimmhang Probleme bekommen. Du kannst viel Krafttraining machen und beim Ausdauerlauf einbrechen. Und du kannst grundsätzlich fit sein, beim Pendellauf aber unnötig Zeit verlieren, weil du den Bewegungsablauf vorher nie trainiert hast.
Eine gute Vorbereitung deckt deshalb alle drei Bereiche ab.
3. So funktioniert der 11-mal-10-Meter-Sprinttest
Beim Sprinttest geht es nicht einfach darum, 110 Meter geradeaus zu laufen. Du absolvierst kurze Strecken mit wiederholten Richtungswechseln.
Der Test beginnt in Bauchlage auf einer Matte. Nach dem Startsignal stehst du auf, sprintest zur zehn Meter entfernten Wendemarkierung, umläufst sie und kehrst zurück.
An der Matte legst du dich wieder in Bauchlage und klatschst die Hände hinter dem Rücken zusammen, bevor der nächste Sprint beginnt. Dieser Ablauf wiederholt sich.
Die Mindestanforderung beträgt 11-mal-10-Meter in maximal 60 Sekunden. Das klingt zunächst großzügig. Trotzdem solltest du den Ablauf vorher üben, denn die Richtungswechsel, das schnelle Aufstehen und das erneute Ablegen kosten Kraft und Zeit.
4. So trainierst du für den Sprinttest
Für den Sprinttest brauchst du keine kilometerlangen Läufe. Du brauchst kurze Beschleunigungen, saubere Richtungswechsel und eine stabile Körpermitte.
Trainiere beispielsweise kurze Sprints über zehn bis zwanzig Meter und kombiniere sie mit kontrollierten Wendungen. Übe auch das schnelle Aufstehen aus der Bauchlage.
Dabei geht es nicht darum, jede Trainingseinheit maximal hart zu gestalten. Zuerst lernst du den Bewegungsablauf sauber. Danach steigerst du Geschwindigkeit und Belastung.
Achte besonders auf Schuhe, mit denen du sicher abbremsen und wieder beschleunigen kannst.
Konkretes Beispiel
Du läufst regelmäßig fünf Kilometer und hältst dich deshalb für gut auf den Sporttest vorbereitet. Beim ersten Probelauf stellst du fest, dass du beim Wenden viel Zeit verlierst und nach mehreren schnellen Starts deutlich außer Atem bist.
Dann brauchst du nicht noch einen zusätzlichen langen Dauerlauf. Du ergänzt gezielt kurze Sprints und Richtungswechsel. Damit trainierst du genau die Schwachstelle, die im Test relevant wird.
5. So funktioniert der Klimmhang
Beim Klimmhang wird deine Kraftausdauer im Oberkörper geprüft. Du hältst dich an einer Klimmzugstange in der oberen Position eines Klimmzugs. Dein Kinn befindet sich über der Stange.
Anschließend wird die Unterstützung entfernt und du hältst die Position möglichst lange. Die offizielle Mindestanforderung beträgt mindestens 5 Sekunden.
Die Zeit endet, wenn dein Kinn unter das Niveau der Stange sinkt oder entsprechend den Testvorgaben keine gültige Position mehr gehalten wird. Fünf Sekunden sind die Mindestleistung.
Dein Trainingsziel sollte trotzdem nicht darin bestehen, im Training gerade eben fünf Sekunden zu schaffen. Baue dir einen Sicherheitspuffer auf.
6. So trainierst du für den Klimmhang
Du musst für einen guten Klimmhang nicht zwingend viele vollständige Klimmzüge beherrschen. Du solltest aber Rücken, Arme, Griffkraft und Körperspannung trainieren.
Sinnvoll sind beispielsweise unterstützte Klimmzüge, negative Klimmzüge, Rudervarianten, kontrolliertes Hängen und gezieltes Halten in der oberen Position. Auch deine Rumpfmuskulatur spielt eine Rolle.
Wenn dein Körper während des Haltens unkontrolliert bewegt wird, kostet das unnötig Kraft. Trainiere deshalb regelmäßig, aber nicht jeden Tag bis zur völligen Erschöpfung. Deine Muskulatur braucht Erholung, um stärker zu werden.
Konkretes Beispiel
Du schaffst noch keinen vollständigen Klimmzug. Das bedeutet nicht, dass du den Klimmhang automatisch nicht schaffen kannst.
Du kannst mit einem Widerstandsband oder einer anderen Unterstützung in die obere Position kommen und dort mehrere kurze Halteintervalle trainieren. Zusätzlich trainierst du Rücken und Griffkraft.
Nach einigen Wochen sollte die Haltezeit deutlich kontrollierter werden.
7. So funktioniert der 1.000-Meter-Lauf
Beim regulären BFT bildet der 1.000-Meter-Lauf den Ausdauerteil. Die Mindestanforderung lautet 1.000 Meter in maximal 6 Minuten 30 Sekunden.
Der Lauf wird häufig auf einer Laufbahn absolviert. Für dich ist dabei nicht nur wichtig, grundsätzlich 1.000 Meter laufen zu können. Du solltest lernen, dein Tempo einzuschätzen.
Wer viel zu schnell startet, verliert möglicherweise auf den letzten Runden deutlich an Geschwindigkeit. Wer zu vorsichtig beginnt, verschenkt Zeit.
Trainiere deshalb nicht ausschließlich lange und langsame Läufe. Ergänze dein Ausdauertraining um kürzere, etwas schnellere Abschnitte.
8. Warum Offizierbewerbende auf dem Fahrradergometer getestet werden
Beim Assessment für die Offizierlaufbahn wird die Ausdauer nicht mit dem regulären 1.000-Meter-Lauf geprüft. Stattdessen absolvieren Bewerbende einen 3.000-Meter-Fahrradergometertest.
Die Bundeswehr nennt dafür ebenfalls eine maximale Zeit von 6 Minuten 30 Sekunden. Damit unterscheidet sich der Test in Köln vom regulären BFT.
Wenn du dich als Offizier bewirbst, solltest du deshalb nicht ausschließlich für einen 1.000-Meter-Lauf trainieren. Baue auch Radtraining ein und gewöhne dich daran, auf einem Fahrradergometer über mehrere Minuten eine hohe Leistung zu halten.
9. Die drei Mindestleistungen sind keine Trainingsziele
60 Sekunden im Sprinttest, 5 Sekunden im Klimmhang und 6 Minuten 30 Sekunden im Ausdauerteil sind Mindestleistungen. Du solltest dein Training nicht so planen, dass du diese Werte unter perfekten Bedingungen gerade eben erreichst.
Am Assessmenttag können Nervosität, Wartezeiten, ungewohnte Umgebung und Tagesform deine Leistung beeinflussen. Plane deshalb einen Puffer ein.
Wenn du im Training regelmäßig deutlich unter 60 Sekunden sprintest, den Klimmhang sicher länger als fünf Sekunden hältst und den Ausdauerteil kontrolliert innerhalb der Mindestzeit bewältigst, gehst du wesentlich entspannter in den Test.
10. Wie schwer ist der Sporttest wirklich?
Für einen gesunden und regelmäßig aktiven Menschen sind die Mindestleistungen mit Vorbereitung grundsätzlich erreichbar. Trotzdem solltest du den Test nicht unterschätzen.
Die Herausforderung liegt häufig weniger in einer spektakulär schweren Einzelübung als darin, dass du mehrere unterschiedliche Fähigkeiten abrufen musst. Sprint verlangt Explosivität, Klimmhang verlangt Oberkörperkraft und der Ausdauerteil verlangt Kondition.
Dazu kommt die Testsituation. Wenn du eine Übung vorher noch nie durchgeführt hast, kostet allein der ungewohnte Bewegungsablauf Leistung.
Deshalb ist spezifische Vorbereitung so wertvoll.
11. Wie früh solltest du mit der Vorbereitung anfangen?
Wenn du bereits regelmäßig Sport treibst, reichen häufig einige Wochen, um dich gezielt an die Testübungen zu gewöhnen. Wenn du aktuell kaum Sport machst, solltest du früher anfangen.
Eine sinnvolle Standardempfehlung lautet: Plane mindestens sechs bis acht Wochen strukturierte Vorbereitung ein, wenn deine Grundfitness noch ausbaufähig ist.
Damit hast du Zeit, Ausdauer und Kraft schrittweise zu verbessern, ohne jede Einheit maximal gestalten zu müssen. Wenn dein Assessment noch weiter entfernt ist, nutze die zusätzliche Zeit.
Fitness lässt sich wesentlich angenehmer über mehrere Monate aufbauen als in den letzten zehn Tagen.
12. So kann eine Trainingswoche aussehen
Du brauchst keinen komplizierten Hochleistungsplan. Für viele Bewerber ist eine einfache Struktur ausreichend.
Plane beispielsweise zwei Ausdauereinheiten und zwei Kraft- beziehungsweise Rumpfeinheiten pro Woche ein. Eine der Ausdauereinheiten kann locker sein. Die zweite kann kürzere schnellere Abschnitte enthalten.
In einer Krafteinheit konzentrierst du dich stärker auf Rücken, Arme, Griffkraft und Klimmhang. Die andere ergänzt Beine und Rumpf.
Kurze Sprintübungen mit Richtungswechsel kannst du sinnvoll in eine der Einheiten integrieren. Dazwischen liegen Erholungstage oder leichte Bewegung.
Entscheidend ist Regelmäßigkeit. Vier vernünftig geplante Einheiten pro Woche bringen dir mehr als eine extrem harte Woche gefolgt von mehreren Tagen Pause wegen Muskelkater oder Überlastung.
13. Ein einfacher Vier-Wochen-Plan vor dem Sporttest
Wenn du bereits eine gewisse Grundfitness hast und noch vier Wochen bis zum Assessment bleiben, kannst du die Vorbereitung spezifischer gestalten.
Woche 1
Lerne die Übungen sauber kennen. Teste Sprint, Klimmhang und Ausdauer nicht jeden Tag, sondern verschaffe dir einen realistischen Ausgangswert.
Trainiere zusätzlich locker Ausdauer und Grundkraft.
Woche 2
Steigere gezielt deine Schwachstelle. Wenn dein Klimmhang knapp ist, bekommt Oberkörperkraft etwas mehr Aufmerksamkeit.
Wenn der Ausdauerteil schwerfällt, setzt du einen zusätzlichen Ausdauerreiz.
Woche 3
Trainiere testnäher. Kombiniere an einem Tag die drei Testbereiche in moderater Intensität und prüfe, wie dein Körper auf die Reihenfolge reagiert.
Woche 4
Reduziere die Belastung. Halte deinen Körper in Bewegung, aber versuche nicht mehr, in den letzten Tagen große Fitnesssprünge zu erzwingen.
Dein Ziel lautet jetzt: Erholt und belastbar zum Test erscheinen.
14. Was du in der letzten Woche tun solltest
In der letzten Woche verbesserst du deine Fitness nicht mehr grundlegend. Du sorgst dafür, dass die vorhandene Leistung am Testtag abrufbar ist.
Reduziere harte Trainingseinheiten, schlaf ausreichend, trink regelmäßig und iss so, wie dein Körper es gewohnt ist. Nutze keine neuen Sportschuhe erstmals beim Assessment.
Plane am Tag vor dem Test keine maximale Bein- oder Oberkörpereinheit. Eine leichte Bewegungseinheit ist für viele sinnvoller als vollständige Inaktivität.
Du möchtest dich am Testtag wach und beweglich fühlen, nicht erschöpft.
15. Was du zum Sporttest mitnehmen solltest
Deine persönliche Einladung ist auch hier die wichtigste Grundlage. Wenn ein Sporttest vorgesehen ist, achte besonders auf die dort genannten Vorgaben zu Sportkleidung und Ausrüstung.
Praktisch sind saubere Sportkleidung und geeignete Sportschuhe. Wenn Duschzeug oder Handtuch verlangt werden, packst du auch diese ein.
Verlass dich nicht darauf, dass jede Internetpackliste für dein Karrierecenter und deinen konkreten Termin gilt. Deine Einladung entscheidet.
16. Was passiert, wenn du eine Mindestleistung nicht erreichst?
Wenn der Sporttest Bestandteil deines Auswahlverfahrens ist, solltest du die Mindestleistungen ernst nehmen. Was nach einem nicht ausreichenden Ergebnis konkret passiert, richtet sich nach deinem Bewerbungsverfahren und der Bewertung durch die zuständige Stelle.
Deshalb solltest du nicht auf pauschale Aussagen aus Foren vertrauen wie „Du bekommst immer sofort einen zweiten Versuch“ oder „Dann ist die Bewerbung automatisch endgültig vorbei“.
Wenn du eine Mindestleistung nicht erreichst, lass dir unmittelbar erklären, welche Folgen das für dein konkretes Verfahren hat und ob eine Wiederholungsmöglichkeit besteht.
Bereite dich aber so vor, dass du diese Frage möglichst nicht erst am Testtag klären musst.
17. Warum du trotz Mindestzeiten nicht auf Kante trainieren solltest
Die offiziellen Mindestleistungen zeigen dir, was mindestens verlangt wird. Für deine Vorbereitung sind sie vor allem Orientierung.
Wenn du im Training den Sprint jedes Mal in 59 Sekunden schaffst, den Klimmhang nach sechs Sekunden beendest und beim Ausdauerteil regelmäßig erst wenige Sekunden vor der Grenze ins Ziel kommst, ist dein Puffer sehr klein. Am Testtag reicht dann schon eine kleine Abweichung.
Trainiere deshalb auf stabile Leistung. Du musst keine Spitzenwerte erreichen. Du solltest die Mindestanforderungen aber kontrolliert schaffen.
Konkretes Beispiel
Dein Klimmhang liegt vier Wochen vor dem Assessment bei sechs Sekunden. Formal bist du damit knapp über der Mindestanforderung.
Statt dich darauf zu verlassen, trainierst du zwei bis drei Mal pro Woche kontrolliert Rücken, Griffkraft und Halteposition. Dein Ziel ist nicht fünf Sekunden.
Dein Ziel ist eine Haltezeit, bei der fünf Sekunden selbst an einem schwächeren Tag kein Problem darstellen.
18. Fitness ist auch für FWDL wichtig
Wenn du freiwilligen Wehrdienst leisten möchtest und im Auswahlverfahren keinen klassischen Sporttest absolvierst, solltest du daraus nicht schließen, dass körperliche Vorbereitung unwichtig ist.
Nach dem Dienstantritt beginnt deine militärische Ausbildung. Dort wirst du regelmäßig körperlich gefordert.
Die Bundeswehr beschreibt den Basis-Fitness-Test als festen Bestandteil des Soldatenalltags. Soldatinnen und Soldaten absolvieren ihn einmal im Jahr.
In der Ausbildung kommen zusätzlich Sport, Märsche, Gefechtsdienst und das Tragen von Ausrüstung hinzu.
Deshalb ist für FWDL die bessere Frage nicht: „Muss ich vor der Einstellung einen Sporttest machen?“ Sondern: „Bin ich körperlich auf meinen Dienstantritt vorbereitet?“
19. Der BFT begleitet dich auch nach der Einstellung
Der Basis-Fitness-Test ist nicht nur ein Bewerbertest. Die Bundeswehr nutzt ihn regelmäßig zur Überprüfung der körperlichen Leistungsfähigkeit ihrer Soldatinnen und Soldaten.
Der reguläre BFT besteht dabei aus 11-mal-10-Meter-Sprinttest, Klimmhang und 1.000-Meter-Lauf.
Das bedeutet: Selbst wenn dein Bewerbungsverfahren keinen Sporttest enthält, wirst du als Soldat mit körperlicher Leistungsfähigkeit und entsprechenden Tests in Berührung kommen.
Eine langfristige Grundfitness ist deshalb wichtiger als kurzfristiges Lernen für einen einzigen Prüfungstag.
20. Für manche Verwendungen reicht die allgemeine Basisfitness nicht aus
Der BFT prüft die allgemeine körperliche Basisfitness. Bestimmte militärische Verwendungen können darüber hinaus zusätzliche oder höhere körperliche Anforderungen stellen.
Wenn du dich für eine besonders körperlich anspruchsvolle Tätigkeit interessierst, solltest du deshalb nicht automatisch davon ausgehen, dass das Bestehen der BFT-Mindestleistungen bereits jede sportliche Anforderung deiner späteren Ausbildung abdeckt.
Informiere dich gezielt über deine gewünschte Verwendung. Für das allgemeine Assessment ist der BFT die wichtige Grundlage. Für deinen späteren militärischen Weg kann zusätzliche Fitness erforderlich sein.
21. Trainiere für den Dienst und nicht nur für drei Übungen
Wenn du ausschließlich für drei Mindestwerte trainierst, bereitest du dich nur auf einen kleinen Ausschnitt des Soldatenalltags vor. Eine bessere Vorbereitung kombiniert Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit und Koordination.
Du solltest beispielsweise mehrere Kilometer locker laufen können, deinen eigenen Körper kontrolliert bewegen und eine vernünftige Rumpfstabilität entwickeln.
Das hilft dir nicht nur beim Sporttest. Es erleichtert dir auch den Einstieg in die militärische Ausbildung.
Konkretes Beispiel
Du hast den BFT Sprint und Klimmhang bereits sicher im Griff. Beim lockeren Lauf merkst du aber, dass du nach zwei Kilometern stark erschöpft bist.
Dann lohnt es sich trotzdem, deine Grundlagenausdauer weiter aufzubauen. Für die Grundausbildung ist diese Fähigkeit langfristig wichtiger als die Frage, ob du den 1.000-Meter-Lauf fünf Sekunden schneller schaffst.
22. So gehst du mit Nervosität am Testtag um
Nervosität ist normal. Du musst sie nicht vollständig loswerden. Du solltest nur verhindern, dass sie deine Vorbereitung überlagert.
Komm mit ausreichend Zeitpuffer und hör bei der Einweisung genau zu. Frag nach, wenn du einen Bewegungsablauf nicht verstanden hast.
Mach dich vernünftig warm, soweit es der vorgegebene Ablauf zulässt, und konzentriere dich immer nur auf die aktuelle Übung.
Wenn der Sprint nicht so gut läuft wie im Training, ist der Klimmhang trotzdem eine neue Aufgabe. Eine schwächere Leistung bei einer Station ist kein Grund, die Konzentration für den restlichen Test zu verlieren.
23. Fazit
Beim Sporttest der Bundeswehr musst du zuerst deinen Bewerbungsweg kennen. Für SaZ-Bewerbende gehört der Sporttest grundsätzlich zum Assessment.
Offizierbewerbende absolvieren in Köln eine abgewandelte Variante mit 11-mal-10-Meter-Sprinttest, Klimmhang und 3.000-Meter-Fahrradergometertest. Beim freiwilligen Wehrdienst ist der klassische Sporttest dagegen nicht generell Teil des aktuellen Auswahlverfahrens.
Der reguläre Basis-Fitness-Test besteht aus drei Übungen: 11-mal-10-Meter-Sprinttest in maximal 60 Sekunden, Klimmhang für mindestens 5 Sekunden und 1.000-Meter-Lauf in maximal 6 Minuten 30 Sekunden.
Diese Werte sind Mindestanforderungen. Bereite dich deshalb so vor, dass du sie nicht nur an deinem besten Trainingstag knapp schaffst.
Trainiere Sprint und Richtungswechsel, Rücken, Arme, Griffkraft und Rumpf. Baue außerdem deine Ausdauer auf.
Reduziere dein Training in den letzten Tagen vor dem Test, damit du erholt zum Assessment kommst.
Vor allem solltest du nicht nur für einen einzelnen Test trainieren. Bereite deinen Körper auf den Soldatenberuf vor. Das hilft dir beim Assessment und noch viel mehr in den ersten Wochen nach deinem Dienstantritt.
Vorbereitung mit der Soldateninitiative
Die Soldateninitiative hilft dir dabei, deinen Musterungs- und Assessmenttermin strukturiert vorzubereiten und frühzeitig zu erkennen, welche Stationen für deinen konkreten Bewerbungsweg tatsächlich relevant sind.
Beim Sporttest bringt dir ein strukturierter Check vor allem Klarheit: Du weißt, ob für deinen Bewerbungsweg eine körperliche Leistungsprüfung vorgesehen ist, welche Unterlagen und Sportausrüstung du laut Einladung brauchst und welche anderen Assessmentstationen du neben dem Sport nicht aus dem Blick verlieren solltest. Mit Mission Musterung bereitest du dich strukturiert auf dein Bundeswehr-Assessment vor und weißt, ob bei deinem Termin ein Sporttest ansteht.
So konzentrierst du dich nicht ausschließlich auf Sprintzeiten und Klimmhang. Du gehst vorbereitet in das gesamte Auswahlverfahren und weißt, welche Anforderungen an deinem Termin tatsächlich auf dich zukommen.
Häufige Fragen
01
Muss jeder Bundeswehr-Bewerber einen Sporttest machen?
Nein. Der Sporttest hängt vom Bewerbungsweg ab.
02
Muss ich beim freiwilligen Wehrdienst einen Sporttest machen?
Im aktuellen Auswahlverfahren gehört der klassische Sporttest nicht generell zu den festen Stationen für FWDL. Maßgeblich ist deine persönliche Einladung.
03
Muss ich als SaZ einen Sporttest machen?
Ja, grundsätzlich gehört der Sporttest zum Assessment für SaZ-Bewerbende. Aktuelle Karrierecenter der Bundeswehr führen ihn ausdrücklich im Ablauf auf.
04
Muss ich als Offizierbewerber Sport machen?
Ja. Beim Assessment für die Offizierlaufbahn in Köln ist eine abgewandelte Version des BFT vorgesehen.
05
Welche Übungen kommen beim BFT?
Der reguläre Basis-Fitness-Test besteht aus dem 11-mal-10-Meter-Sprinttest, Klimmhang und 1.000-Meter-Lauf.
06
Welche Mindestzeit gilt beim Sprint?
Die Mindestanforderung liegt bei maximal 60 Sekunden für den 11-mal-10-Meter-Sprinttest.
07
Wie lange muss ich beim Klimmhang halten?
Mindestens 5 Sekunden.
08
Wie schnell muss ich 1.000 Meter laufen?
Die Mindestanforderung liegt bei maximal 6 Minuten 30 Sekunden.
09
Müssen Offizierbewerbende 1.000 Meter laufen?
Beim Assessment in Köln wird die Ausdauer nach aktuellen Bundeswehrangaben mit einem 3.000-Meter-Fahrradergometertest geprüft.
10
Wie schnell muss ich die 3.000 Meter auf dem Fahrradergometer schaffen?
Die Bundeswehr nennt maximal 6 Minuten 30 Sekunden.
11
Reicht Joggen als Vorbereitung?
Nein. Du solltest zusätzlich Sprint mit Richtungswechsel, Oberkörperkraft, Griffkraft und Rumpfstabilität trainieren.
12
Muss ich Klimmzüge können?
Für den Klimmhang musst du die obere Position eines Klimmzugs halten. Vollständige Klimmzüge sind eine gute Trainingsübung, aber die Mindestanforderung des BFT selbst ist der Klimmhang.
13
Wie lange sollte ich trainieren?
Wenn deine Grundfitness noch ausbaufähig ist, sind mindestens sechs bis acht Wochen eine sinnvolle Orientierung. Je früher du anfängst, desto entspannter kannst du die Belastung steigern.
14
Sollte ich am Tag vor dem Test noch trainieren?
Eine lockere Einheit kann sinnvoll sein. Ein hartes Training solltest du unmittelbar vor dem Sporttest vermeiden.
15
Was passiert, wenn ich den Sporttest nicht bestehe?
Die konkrete Folge hängt von deinem Bewerbungsweg und der Entscheidung der zuständigen Stelle ab. Lass dir deshalb bei einem nicht ausreichenden Ergebnis direkt erklären, wie dein Verfahren weitergeht und ob eine Wiederholung vorgesehen ist.
16
Muss ich auch nach meiner Einstellung noch einen BFT machen?
Ja. Der Basis-Fitness-Test dient der Bundeswehr auch im aktiven Dienst zur regelmäßigen Überprüfung der körperlichen Leistungsfähigkeit. Soldatinnen und Soldaten absolvieren ihn einmal im Jahr.
Quellen zum Nachlesen
Bundeswehr: Der Basis-Fitness-Test – Die Bundeswehr erklärt den regulären BFT mit Sprinttest, Klimmhang und 1.000-Meter-Lauf und nennt die jeweiligen Mindestleistungen. Außerdem wird die abgewandelte Ausdauerprüfung für Offizierbewerbende beschrieben.
bundeswehr.de
bundeswehr.de
Bundeswehr: Sporttest Basis-Fitness-Test für SaZ-Bewerbende – Die offizielle Information zum Bewerbertest nennt den 11-mal-10-Meter-Sprinttest, den Klimmhang und die Ausdauerprüfung sowie die Mindestanforderungen für Bewerbende der Laufbahn Soldat auf Zeit.
bundeswehr.de
bundeswehr.de
Bundeswehr: Musterung und Assessment zum Wehrdienst – Die Bundeswehr beschreibt die aktuellen Assessmentbestandteile und erklärt den Sporttest für Bewerbende der Offizierlaufbahn mit Pendellauf, Klimmhang und 3.000-Meter-Fahrradergometertest.
bundeswehr.de
bundeswehr.de
Bundeswehr: Karrierecenter Hannover – Der aktuelle Ablauf für SaZ-Bewerbende führt den Sporttest ausdrücklich als Bestandteil des militärischen Assessments auf.
bundeswehr.de
bundeswehr.de
Bundeswehr: Karrierecenter Wilhelmshaven – Die aktuellen Ablaufpläne zeigen den Unterschied zwischen dem Auswahlverfahren für FWDL und SaZ. Beim SaZ-Verfahren wird der Sporttest ausdrücklich aufgeführt.
bundeswehr.de
bundeswehr.de
Bundeswehr: Assessmentcenter für Führungskräfte – Hier beschreibt die Bundeswehr das Assessmentcenter in Köln, in dem unter anderem die Auswahl der zukünftigen Offizierinnen und Offiziere stattfindet.
bundeswehr.de
bundeswehr.de
Bundeswehr: Informationen zur Grundausbildung – Die Bundeswehr erklärt, dass der Basis-Fitness-Test auch nach der Einstellung eine Rolle spielt und aus Pendellauf, Klimmhang und 1.000-Meter-Lauf besteht.
bundeswehr.de
bundeswehr.de
Dieser Artikel beschreibt die öffentlich dokumentierten Sporttests und Auswahlverfahren der Bundeswehr mit Stand September 2026. Welcher Sporttest bei deinem konkreten Bewerbungsweg durchgeführt wird, richtet sich nach Laufbahn, Status, Assessmentverfahren und deiner persönlichen Einladung. Für einzelne Verwendungen können zusätzliche oder höhere körperliche Anforderungen gelten. Bei Verletzungen, Erkrankungen oder längerer Trainingspause solltest du deine sportliche Vorbereitung an deinen Gesundheitszustand anpassen und medizinische Fragen gegebenenfalls ärztlich klären.
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