Was ziehe ich am Musterungstag an und was nehme ich mit?

Letzte Aktualisierung: Mai 2026
Einordnung
Dieser Artikel gehört zum Pillar Musterung der Soldateninitiative.
Er beantwortet eine sehr praktische Frage: Was ziehst du am Musterungstag bei der Bundeswehr an und was solltest du mitnehmen?
Der Fokus liegt nicht auf CAT-Test, Sporttest oder Psychologengespräch im Detail. Dafür gibt es eigene Artikel:
CAT-Test bei der Bundeswehr: Was auf dich zukommt
Sporttest bei der Bundeswehr: Übungen, Ablauf und Vorbereitung
Psychologengespräch bei der Bundeswehr: Worüber gesprochen wird
Kurz gesagt
Am Musterungstag solltest du sauber, gepflegt und unauffällig erscheinen. Du brauchst keinen Anzug und kein übertriebenes Bewerbungsoutfit. Aber Jogginghose, Badelatschen, zerknittertes Shirt oder ungepflegtes Auftreten sind keine gute Idee.
Zieh etwas an, in dem du ordentlich wirkst und den Tag gut durchhältst. Der Termin kann mehrere Stunden dauern. Du wirst warten, dich anmelden, Unterlagen zeigen, Tests machen, zur ärztlichen Untersuchung gehen und Gespräche führen.
Nimm vor allem deine offiziellen Unterlagen mit: Ausweis, Einladung, geforderte Nachweise und medizinische Unterlagen, wenn relevant. Sportsachen brauchst du nicht pauschal immer. Für FWDL ist der klassische Sporttest keine feste Pflichtstation. Für SaZ und Offizierbewerbungen ist Sport dagegen relevant. Entscheidend ist trotzdem, was für deinen Termin gefordert ist.
Inhaltsverzeichnis
Warum Kleidung am Musterungstag wichtig ist
Was du anziehen solltest
Was du besser nicht anziehst
Gepflegtes Auftreten ohne Theater
Kleidung für Männer und Frauen
Welche Unterlagen du mitnehmen solltest
Medizinische Unterlagen: lieber vorbereitet sein
Sportsachen: wann du sie brauchst und wann nicht
Essen, Trinken und kleine Dinge für den Tag
Handy, Ladekabel und Wertsachen
Was du nicht mitnehmen solltest
Packliste für den Musterungstag
Häufige Fehler
Häufige Fragen
Fazit
Offizielle Quellen zum Nachlesen
1. Warum Kleidung am Musterungstag wichtig ist
Deine Kleidung entscheidet nicht allein, ob du Soldatin oder Soldat wirst.
Aber sie gehört zum ersten Eindruck.
Die Bundeswehr prüft nicht nur Testergebnisse. Sie schaut auch, wie du auftrittst, ob du den Termin ernst nimmst und ob du verstanden hast, dass du dich für einen besonderen Beruf bewirbst.
Du musst nicht aussehen wie bei einem Banktermin.
Aber du solltest zeigen:
Ich nehme das hier ernst.
Das geht mit einfacher, sauberer Kleidung. Kein Kostüm. Kein Anzugzwang. Keine Show.
Ein ordentliches Auftreten reicht.
2. Was du anziehen solltest
Am besten wählst du Kleidung, die sauber, schlicht und bequem ist.
Geeignet sind zum Beispiel:
saubere Jeans oder Stoffhose
schlichtes T-Shirt, Poloshirt, Bluse, Hemd oder Pullover
saubere Sneaker oder feste Alltagsschuhe
dezente Jacke, wenn nötig
Kleidung, in der du mehrere Stunden sitzen und warten kannst
Der Termin kann lang werden. Du willst nicht nach zwei Stunden merken, dass die Hose unbequem ist oder die Schuhe drücken.
Denk praktisch:
Du musst dich bewegen können.
Du musst möglicherweise längere Zeit warten.
Du musst zur ärztlichen Untersuchung.
Du willst ruhig und vorbereitet wirken.
Schlicht und gepflegt ist besser als auffällig und unbequem.
3. Was du besser nicht anziehst
Einige Dinge wirken am Musterungstag einfach unpassend.
Vermeide:
Jogginghose
Badelatschen
stark verschmutzte Schuhe
zerrissene Kleidung
provokante Aufdrucke
extrem politische oder extremistische Symbole
übertriebene Party-Outfits
Kleidung, die stark nach Rauch riecht
sehr freizügige Kleidung
komplett zerknitterte Sachen
Du bewirbst dich für die Bundeswehr. Also tritt auch so auf, dass man merkt: Du hast verstanden, wo du bist.
Das heißt nicht, dass du dich verkleiden sollst.
Aber es heißt: nicht schlampig erscheinen.
4. Gepflegtes Auftreten ohne Theater
Gepflegt heißt nicht übertrieben.
Es geht um einfache Dinge:
frisch geduscht
saubere Kleidung
saubere Schuhe
ordentliche Haare
gepflegte Fingernägel
dezenter Geruch
nicht komplett übermüdet wirken, soweit du es beeinflussen kannst
Wenn du Bart trägst, sollte er ordentlich aussehen.
Wenn du keinen Bart trägst, komm rasiert oder sauber gepflegt.
Bei langen Haaren ist praktisch, wenn sie nicht ständig im Gesicht hängen. Bei der ärztlichen Untersuchung oder beim Test willst du nicht dauernd damit beschäftigt sein.
Make-up, Schmuck oder Accessoires sollten dich nicht stören und nicht übertrieben wirken. Weniger ist oft besser.
5. Kleidung für Männer und Frauen
Für Männer und Frauen gilt im Kern dasselbe:
Sauber. Gepflegt. Praktisch. Nicht übertrieben.
Du musst dich nicht besonders männlich, besonders hart oder besonders militärisch darstellen.
Du musst auch nicht versuchen, durch Kleidung besonders aufzufallen.
Die Bundeswehr interessiert sich an diesem Tag nicht für Modenschau. Sie interessiert sich dafür, ob du geeignet bist.
Für Frauen gilt genauso: Du musst nicht overdressed erscheinen. Blazer, Business-Outfit oder hohe Schuhe sind nicht notwendig. Wenn du dich darin sicher fühlst, ist das deine Entscheidung. Praktisch ist aber oft besser.
Für Männer gilt genauso: Hemd ist okay, aber kein Muss. Ein sauberes schlichtes Shirt oder Poloshirt reicht oft völlig.
Wichtig ist, dass du dich ernsthaft und ordentlich präsentierst.
6. Welche Unterlagen du mitnehmen solltest
Die wichtigste Grundlage ist deine Einladung.
Dort steht, was du für deinen Termin mitbringen musst.
Typisch wichtig können sein:
Personalausweis oder Reisepass
Einladungsschreiben
Bewerbungsunterlagen, wenn gefordert
Lebenslauf, wenn gefordert
Schulzeugnisse, wenn gefordert
Ausbildungsnachweise, wenn vorhanden und gefordert
Studiennachweise, wenn relevant
Führerschein, wenn vorhanden und relevant
Nachweise über Praktika oder Berufserfahrung, wenn relevant
ärztliche Unterlagen, wenn relevant oder gefordert
Brillenpass, wenn vorhanden
Allergiepass, wenn vorhanden
Impfpass, wenn gefordert
Pack deine Unterlagen in eine Mappe.
Nicht lose in den Rucksack. Nicht zerknickt in die Jackentasche.
Wenn du Unterlagen schnell findest, wirkst du direkt sortierter.
7. Medizinische Unterlagen: lieber vorbereitet sein
Medizinische Unterlagen sind besonders wichtig, wenn bei dir etwas relevant ist.
Dazu können gehören:
Brillenpass
Allergiepass
Medikamentenplan
OP-Berichte
Facharztbefunde
Nachweise über abgeschlossene Behandlungen
Unterlagen zu alten Verletzungen
Unterlagen zu chronischen Erkrankungen
Atteste, wenn ausdrücklich gefordert
Wichtig: Bring nicht wahllos alles mit, was du irgendwo findest.
Bring das mit, was relevant ist oder gefordert wurde.
Wenn du eine alte Knieverletzung hattest, kann ein aktueller Befund wichtig sein. Wenn du regelmäßig Medikamente nimmst, sollte klar sein, welche und warum. Wenn du eine Brille trägst, ist ein Brillenpass sinnvoll.
Ehrlichkeit ist hier wichtiger als Taktik.
Wenn du medizinische Themen versteckst, kann es später in der Grundausbildung oder beim Truppenarzt wieder auffallen.
8. Sportsachen: wann du sie brauchst und wann nicht
Beim Thema Sportsachen gibt es viele falsche Aussagen.
Die wichtigste Unterscheidung:
Freiwilliger Wehrdienst
Wenn du dich nur für den Freiwilligen Wehrdienst bewirbst, ist der klassische Sporttest im regulären FWDL-Bewerbungs- und Musterungsablauf keine feste Pflichtstation.
Du musst also nicht automatisch mit Sprinttest, Klimmhang und Fahrradergometer rechnen.
Sportsachen sind für FWDL nicht der zentrale Punkt deines Musterungstermins.
Soldat auf Zeit
Wenn du dich als Soldat auf Zeit bewirbst, gehört der Sporttest zum Auswahlverfahren.
Dann solltest du Sportkleidung und saubere Sportschuhe einplanen, wenn dein Termin entsprechend angesetzt ist.
Offizierbewerbung
Wenn du dich für die Offizierslaufbahn bewirbst, läuft die Eignungsfeststellung in der Regel in Köln. Dort ist der Sporttest Teil eines größeren Assessments.
Für Offizierbewerber sind Sportsachen also relevant.
Wichtig für alle
Fitness bleibt wichtig, auch wenn du am Musterungstag keinen Sporttest machst.
Spätestens in der Grundausbildung wirst du körperlich belastet.
9. Essen, Trinken und kleine Dinge für den Tag
Ein Musterungstag kann lang werden.
Du solltest nicht davon ausgehen, dass du nach einer Stunde wieder fertig bist.
Sinnvoll können sein:
Wasser
kleiner Snack, wenn erlaubt
Kaugummi oder Bonbons eher zurückhaltend
Taschentücher
Kugelschreiber
Notizzettel
eventuell Kopfschmerztablette nur, wenn du sie verträgst und nutzen darfst
Mach keine Experimente.
Nicht plötzlich neue Supplements. Nicht fünf Energy-Drinks. Nicht völlig nüchtern bleiben, wenn du normal essen darfst und der Tag lang wird.
Wenn in deiner Einladung steht, dass du für eine Untersuchung nüchtern erscheinen sollst, hältst du dich natürlich daran.
10. Handy, Ladekabel und Wertsachen
Dein Handy kannst du mitnehmen.
Aber: Während Tests, Gesprächen oder Untersuchungen hat es nichts in der Hand zu suchen.
Nimm es mit, aber nutze es vernünftig.
Sinnvoll sind:
Handy
Ladekabel
Powerbank, wenn du lange Anreise hast
etwas Bargeld
EC-Karte
Nimm keine unnötigen Wertsachen mit.
Je weniger du dabei hast, desto weniger musst du im Blick behalten.
Der Musterungstag ist kein Ausflug und kein Shoppingtag.
11. Was du nicht mitnehmen solltest
Nimm nicht mehr mit als nötig.
Zuhause bleiben sollten:
große Reisetasche ohne Grund
unnötige Technik
Gaming-Zubehör
Lautsprecher
Messer oder andere problematische Gegenstände
Alkohol
Drogen
unnötige Medikamente ohne Erklärung
provokante Kleidung oder Symbole
große Mengen Bargeld
Zeug, das du nur mitschleppst, weil du unsicher bist
Wenn du für den Termin übernachtest oder eine längere Anreise hast, kann natürlich mehr Gepäck nötig sein. Dann pack trotzdem sauber und sinnvoll.
Für den eigentlichen Termin gilt:
Weniger Chaos. Mehr Ordnung.
12. Packliste für den Musterungstag
Hier ist eine einfache Orientierung.
Prüfe trotzdem immer deine Einladung.
Pflicht oder fast immer wichtig
Personalausweis oder Reisepass
Einladungsschreiben
geforderte Unterlagen
Mappe für Unterlagen
Kugelschreiber
Wenn relevant
Brillenpass
Allergiepass
Impfpass, wenn gefordert
Medikamentenplan
medizinische Befunde
OP-Berichte
Führerschein
Ausbildungs- oder Studiennachweise
Praktisch für den Tag
Wasser
kleiner Snack, wenn erlaubt
Handy
Ladekabel
etwas Bargeld oder Karte
Taschentücher
Je nach Bewerbungsweg
Sportsachen bei SaZ oder Offizierbewerbung
saubere Sportschuhe
Handtuch, wenn ausdrücklich gefordert
13. Häufige Fehler
Typische Fehler sind:
Einladung nicht richtig lesen
Unterlagen vergessen
Unterlagen lose und zerknickt mitbringen
zu spät losfahren
zu auffällig oder ungepflegt erscheinen
Jogginghose und Badelatschen tragen
medizinische Unterlagen vergessen
Brillenpass nicht mitnehmen
ohne Essen und Trinken in einen langen Tag starten
Sportsachen falsch einschätzen
sich auf irgendeine Internetliste verlassen statt auf die eigene Einladung
Der einfachste Weg:
Am Abend vorher alles bereitlegen.
Nicht morgens hektisch suchen.
14. Häufige Fragen
Muss ich zur Musterung im Anzug kommen?
Nein. Ein Anzug ist nicht nötig. Saubere, schlichte und gepflegte Kleidung reicht.
Kann ich Jeans tragen?
Ja, eine saubere Jeans ist völlig in Ordnung, wenn sie ordentlich wirkt.
Kann ich Sneaker tragen?
Ja, saubere Sneaker sind in Ordnung. Sie sollten nicht komplett verdreckt oder kaputt sein.
Darf ich eine Jogginghose tragen?
Besser nicht. Eine Jogginghose wirkt am Musterungstag schnell zu locker und unpassend.
Muss ich Sportsachen mitnehmen?
Für FWDL nicht pauschal. Für SaZ gehört der Sporttest zum Auswahlverfahren. Für Offizierbewerber ist Sport im Assessment relevant.
Was ist das wichtigste Dokument?
Dein Ausweis und deine Einladung sind besonders wichtig. Dazu kommen alle Unterlagen, die in deiner Einladung gefordert werden.
Muss ich medizinische Unterlagen mitnehmen?
Wenn sie relevant oder gefordert sind, ja. Zum Beispiel Brillenpass, Allergiepass, Medikamentenplan, Befunde oder OP-Berichte.
Darf ich mein Handy mitnehmen?
Ja. Aber während Tests, Gesprächen und Untersuchungen nutzt du es nicht.
Soll ich Essen und Trinken mitnehmen?
Wasser und ein kleiner Snack können sinnvoll sein, wenn erlaubt. Beachte aber Hinweise in deiner Einladung, besonders wenn du nüchtern erscheinen sollst.
Was ist der wichtigste Tipp?
Leg Kleidung und Unterlagen am Abend vorher bereit. Dann startest du ruhiger in den Tag.
15. Fazit
Am Musterungstag zählt kein perfektes Outfit.
Aber dein Auftreten zählt.
Zieh dich sauber, schlicht und gepflegt an. Du brauchst keinen Anzug, aber du solltest auch nicht so wirken, als wärst du zufällig vom Sofa aufgestanden.
Nimm deine Unterlagen ordentlich sortiert mit. Besonders wichtig sind Ausweis, Einladung, geforderte Nachweise und relevante medizinische Unterlagen.
Sportsachen sind nicht für jeden gleich relevant. FWDL-Bewerber müssen nicht pauschal mit einem klassischen Sporttest rechnen. SaZ-Bewerber und Offizierbewerber sollten Sport dagegen ernst nehmen.
Der beste Tipp ist einfach:
Am Abend vorher alles bereitlegen.
Dann kommst du pünktlich, ruhig und sortiert an.
Vorbereitung mit der Soldateninitiative
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Offizielle Quellen zum Nachlesen
Hier findest du offizielle Seiten und weiterführende Informationen. Prüfe für deinen konkreten Termin immer deine Einladung und die offiziellen Angaben der Bundeswehr.
Bewerbung und Karriere
Bundeswehr Karriere
https://www.bundeswehrkarriere.de/Bundeswehr: Freiwilliger Wehrdienst
https://www.bundeswehr.de/de/menschen-karrieren/freiwilliger-wehrdienst
Neuer Wehrdienst
Bundeswehr: Neuer Wehrdienst
https://www.bundeswehr.de/de/menschen-karrieren/neuer-wehrdienst
Assessmentcenter für Führungskräfte
Bundeswehr: Assessmentcenter für Führungskräfte der Bundeswehr
https://www.bundeswehr.de/de/organisation/personal/organisation-/bundesamt-fuer-das-personalmanagement-der-bundeswehr-/assessmentcenter-fuer-fuehrungskraefte-der-bundeswehr-