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Musterung

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Der Tagesablauf am Musterungstag: morgens bis nachmittags

Musterung & Auswahl

Gez.

Daniel, Levin & Afsal

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Letzte Aktualisierung: Oktober 2026

Einordnung

Dieser Artikel gehört zum Thema Musterung & Auswahl der Soldateninitiative.

Er richtet sich an Bewerberinnen und Bewerber, deren Musterung oder Assessment bei der Bundeswehr bevorsteht. Er erklärt dir, wie der Tag von der Anmeldung bis zur möglichen Einplanung abläuft und warum du nicht mit einem festen Stundenplan rechnen solltest.

Du hast deine Einladung zur Musterung oder zum Assessment bekommen und möchtest vor allem eines wissen: Was passiert an diesem Tag eigentlich von morgens bis nachmittags?

Die gute Nachricht ist, dass du nicht auf dich allein gestellt bist. Nach deiner Anmeldung wirst du in den Ablauf eingewiesen und von Station zu Station geführt. Trotzdem solltest du nicht mit einem festen Stundenplan rechnen.

Es gibt keinen allgemeingültigen Ablauf nach dem Muster: Um 8 Uhr Untersuchung, um 10 Uhr CAT, um 12 Uhr Gespräch und um 14 Uhr Einplanung. Welche Station zuerst kommt, hängt unter anderem von deinem Bewerbungsweg, dem Karrierecenter, verfügbaren Kapazitäten und deinem persönlichen Verfahren ab.

Seit 2026 musst du außerdem besonders sauber zwischen der Musterung im Neuen Wehrdienst und einem umfangreicheren Assessment für eine militärische Karriere unterscheiden. Deshalb erklären wir dir den Tag nicht mit erfundenen Uhrzeiten, sondern so, wie du ihn tatsächlich erleben wirst: ankommen, anmelden, einweisen lassen, die für dich vorgesehenen Stationen absolvieren und am Ende erfahren, wie es weitergeht.

Wenn du zuerst verstehen willst, wie die gesamte Musterung 2026 aufgebaut ist, lies diesen Artikel:

Bundeswehr-Musterung 2026: Ablauf, Tests und wie du dich vorbereitest

Wenn du wissen willst, was du für den Termin anziehen und mitnehmen solltest, passt dieser Artikel:

Was ziehe ich am Musterungstag an und was nehme ich mit?

Letzte Aktualisierung: Oktober 2026

Einordnung

Dieser Artikel gehört zum Thema Musterung & Auswahl der Soldateninitiative.

Er richtet sich an Bewerberinnen und Bewerber, deren Musterung oder Assessment bei der Bundeswehr bevorsteht. Er erklärt dir, wie der Tag von der Anmeldung bis zur möglichen Einplanung abläuft und warum du nicht mit einem festen Stundenplan rechnen solltest.

Du hast deine Einladung zur Musterung oder zum Assessment bekommen und möchtest vor allem eines wissen: Was passiert an diesem Tag eigentlich von morgens bis nachmittags?

Die gute Nachricht ist, dass du nicht auf dich allein gestellt bist. Nach deiner Anmeldung wirst du in den Ablauf eingewiesen und von Station zu Station geführt. Trotzdem solltest du nicht mit einem festen Stundenplan rechnen.

Es gibt keinen allgemeingültigen Ablauf nach dem Muster: Um 8 Uhr Untersuchung, um 10 Uhr CAT, um 12 Uhr Gespräch und um 14 Uhr Einplanung. Welche Station zuerst kommt, hängt unter anderem von deinem Bewerbungsweg, dem Karrierecenter, verfügbaren Kapazitäten und deinem persönlichen Verfahren ab.

Seit 2026 musst du außerdem besonders sauber zwischen der Musterung im Neuen Wehrdienst und einem umfangreicheren Assessment für eine militärische Karriere unterscheiden. Deshalb erklären wir dir den Tag nicht mit erfundenen Uhrzeiten, sondern so, wie du ihn tatsächlich erleben wirst: ankommen, anmelden, einweisen lassen, die für dich vorgesehenen Stationen absolvieren und am Ende erfahren, wie es weitergeht.

Wenn du zuerst verstehen willst, wie die gesamte Musterung 2026 aufgebaut ist, lies diesen Artikel:

Bundeswehr-Musterung 2026: Ablauf, Tests und wie du dich vorbereitest

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Was ziehe ich am Musterungstag an und was nehme ich mit?

[ Kurz gesagt ]

Plane für deine Musterung beziehungsweise dein Assessment ausreichend Zeit ein und halte dir den Tag frei. Morgens meldest du dich am vorgesehenen Ort an, weist dich aus und erhältst Informationen zum Ablauf.

Danach durchläufst du die für dich vorgesehenen Stationen. Dazu können die ärztliche Untersuchung, ein Computertest, ein biografischer Fragebogen, ein Assessmentgespräch, ein Sporttest, die Sicherheitsüberprüfung und die Einplanung gehören. Welche Stationen du tatsächlich absolvierst, hängt von deinem Verfahren ab.

Für die Musterung im Neuen Wehrdienst nennt die Bundeswehr 2026 ein verkürztes Verfahren. Für den Musterungsbescheid stehen die ärztliche Untersuchung und ein Test am Computer im Mittelpunkt.

Wenn du dich länger verpflichten möchtest, kommen zusätzliche Assessmentbestandteile hinzu. Bei einer SaZ-Bewerbung nennen aktuelle Karrierecenter typischerweise ärztliche Untersuchung, CAT, Sporttest, Prüfgespräch und Einplanung.

Offizierbewerber durchlaufen ihr eigenes umfangreicheres Auswahlverfahren beim Assessmentcenter für Führungskräfte der Bundeswehr in Köln. Die Reihenfolge kann variieren.

Deine wichtigste Vorbereitung lautet deshalb: Lies deine Einladung vollständig, komm pünktlich und plane nicht direkt nach dem vermeintlichen Ende einen weiteren wichtigen Termin.

[ Kurz gesagt ]

Plane für deine Musterung beziehungsweise dein Assessment ausreichend Zeit ein und halte dir den Tag frei. Morgens meldest du dich am vorgesehenen Ort an, weist dich aus und erhältst Informationen zum Ablauf.

Danach durchläufst du die für dich vorgesehenen Stationen. Dazu können die ärztliche Untersuchung, ein Computertest, ein biografischer Fragebogen, ein Assessmentgespräch, ein Sporttest, die Sicherheitsüberprüfung und die Einplanung gehören. Welche Stationen du tatsächlich absolvierst, hängt von deinem Verfahren ab.

Für die Musterung im Neuen Wehrdienst nennt die Bundeswehr 2026 ein verkürztes Verfahren. Für den Musterungsbescheid stehen die ärztliche Untersuchung und ein Test am Computer im Mittelpunkt.

Wenn du dich länger verpflichten möchtest, kommen zusätzliche Assessmentbestandteile hinzu. Bei einer SaZ-Bewerbung nennen aktuelle Karrierecenter typischerweise ärztliche Untersuchung, CAT, Sporttest, Prüfgespräch und Einplanung.

Offizierbewerber durchlaufen ihr eigenes umfangreicheres Auswahlverfahren beim Assessmentcenter für Führungskräfte der Bundeswehr in Köln. Die Reihenfolge kann variieren.

Deine wichtigste Vorbereitung lautet deshalb: Lies deine Einladung vollständig, komm pünktlich und plane nicht direkt nach dem vermeintlichen Ende einen weiteren wichtigen Termin.

[ Inhalt ]

01

Musterung und Assessment sind nicht immer dasselbe

02

Dein Tag beginnt eigentlich schon am Vorabend

03

Morgens solltest du mit ausreichend Puffer anreisen

04

Zuerst meldest du dich an

05

Danach bekommst du eine Einweisung

06

Die Reihenfolge der Stationen ist nicht überall gleich

07

Wartezeiten gehören zum Musterungstag dazu

08

Die ärztliche Untersuchung prüft deine gesundheitliche Eignung

09

Der CAT prüft verschiedene Fähigkeiten am Computer

10

Beim Neuen Wehrdienst ist das Musterungsverfahren verkürzt

11

Bei SaZ-Bewerbungen ist das Verfahren umfangreicher

12

Der Sporttest gehört nicht zu jedem Musterungstag

13

Wenn du einen Sporttest machst, besteht er aus drei Bereichen

14

Das Assessmentgespräch kommt bei längeren Karrierewegen hinzu

15

Das Gespräch ist kein Verhör

16

Bei Offizierbewerbern läuft das Auswahlverfahren in Köln anders

17

Bei Offizierbewerbern wird auch Verhalten in der Gruppe betrachtet

18

Mittag und Pausen gehören zum Tag

19

Nachmittags kann die Einplanung kommen

20

Die Sicherheitsüberprüfung kann ebenfalls zum Ablauf gehören

21

Wann du dein Ergebnis erfährst

22

Ein anderer Vorschlag ist nicht automatisch eine schlechte Nachricht

23

Dein Musterungstag kann bis in den Nachmittag gehen

24

So gehst du durch einen langen Assessmenttag

25

Was du am Musterungstag konkret tun solltest

26

Fazit

Häufige Fragen

Quellen zum Nachlesen

1. Musterung und Assessment sind nicht immer dasselbe

Im Alltag wird häufig alles als „Musterung“ bezeichnet. Seit Einführung des Neuen Wehrdienstes lohnt sich eine genauere Unterscheidung.

Bei der eigentlichen Musterung geht es zunächst darum, deine Tauglichkeit für den Wehrdienst festzustellen. Die Bundeswehr beschreibt für das 2026 eingeführte verkürzte Musterungsverfahren zwei wesentliche Komponenten: die ärztliche Untersuchung und einen Computertest.

Wenn du dich freiwillig für einen längeren Dienst beziehungsweise eine weitergehende militärische Karriere interessierst, kann dein Verfahren umfangreicher werden. Dann geht es nicht mehr nur um die Frage: „Bist du grundsätzlich tauglich?“

Es geht zusätzlich darum, für welche Laufbahn und Verwendung du geeignet bist. Entsprechend kommen weitere Assessmentbestandteile hinzu.

Konkretes Beispiel

Zwei junge Männer haben am selben Karrierecenter einen Termin. Der erste wird im Rahmen des Neuen Wehrdienstes gemustert und möchte sich zunächst nicht länger verpflichten.

Der zweite möchte mehrere Jahre SaZ werden und hat bereits eine konkrete militärische Laufbahn im Blick. Beide können eine ärztliche Untersuchung und einen Computertest durchlaufen.

Beim zweiten Bewerber können darüber hinaus weitere Stationen wie Assessmentgespräch, Sporttest und Einplanung erforderlich sein. Deshalb solltest du Erfahrungsberichte anderer Bewerber nie eins zu eins auf deinen eigenen Termin übertragen.

2. Dein Tag beginnt eigentlich schon am Vorabend

Ein entspannter Musterungstag beginnt nicht morgens am Eingang des Karrierecenters. Er beginnt am Abend vorher.

Leg deine Kleidung bereit und pack deine Tasche vollständig. Kontrolliere Einladung, Lichtbildausweis und alle angeforderten Unterlagen.

Wenn du medizinische Befunde mitbringen sollst, gehören sie ebenfalls in deine Dokumentenmappe. Wenn Sportkleidung verlangt wird, packst du sie am Vorabend ein.

Prüfe außerdem deine Anreise. Schau nicht nur, wann dein Zug fährt oder wie lange die Autofahrt dauert. Prüfe auch, wo genau du hinmusst und wie viel Zeit du vom Bahnhof oder Parkplatz bis zum Eingang benötigst.

Dann gehst du rechtzeitig schlafen. Eine zusätzliche Stunde hektisches Lernen in der Nacht bringt dir weniger als ausreichender Schlaf vor CAT, medizinischer Untersuchung und Gespräch.

3. Morgens solltest du mit ausreichend Puffer anreisen

Plane deine Anreise so, dass eine kleine Verspätung im Verkehr nicht sofort zum Problem wird. Das bedeutet nicht, dass du zwei Stunden vor deinem Termin vor der Tür stehen musst. Ein vernünftiger Zeitpuffer reicht.

Bei sehr langen Anreisen bieten manche Karrierecenter Übernachtungsmöglichkeiten beziehungsweise eine Anreise am Vortag an. Ob das bei deinem Termin möglich oder vorgesehen ist, steht in deinen Unterlagen beziehungsweise lässt sich beim zuständigen Karrierecenter klären.

Dein Ziel ist einfach: Du möchtest ruhig und pünktlich ankommen und nicht bereits völlig gestresst in die erste Station starten.

Konkretes Beispiel

Dein Termin beginnt morgens um 7:30 Uhr und laut Routenplanung brauchst du mit dem Auto eine Stunde. Dann planst du nicht so, dass du bei perfektem Verkehr um 7:28 Uhr auf dem Parkplatz stehst.

Du kalkulierst Stau, Parkplatzsuche und den Weg zum richtigen Eingang mit ein. Damit bleibt ein kleiner Verkehrsstau ein Ärgernis und wird nicht zum Problem für dein Assessment.

4. Zuerst meldest du dich an

Nach deiner Ankunft führt dein erster Weg zur vorgesehenen Anmeldung beziehungsweise Wache. Dort wird deine Identität überprüft.

Je nach Standort gehst du anschließend zum Empfang oder Servicepoint. Das Karrierecenter Düsseldorf beschreibt beispielsweise einen Ablauf, bei dem sich Bewerbende zunächst an der Wache ausweisen und danach am Empfang melden. Dort erhalten sie weitere Unterlagen und einen Bewerberausweis.

In Stuttgart beschreibt die Bundeswehr einen ähnlichen Ablauf mit Pforte, Servicepoint und anschließender Bewerbendensteuerung. Die genaue Organisation kann also unterschiedlich aussehen.

Für dich ist das unkompliziert: Halte Einladung und Lichtbildausweis griffbereit und folge den Hinweisen des Personals.

5. Danach bekommst du eine Einweisung

Nach der Anmeldung wirst du normalerweise über den weiteren Ablauf informiert. Du erfährst, wie dein Assessment organisiert ist und wohin du als Nächstes gehen musst.

Je nach Karrierecenter erhältst du beispielsweise einen Laufzettel oder andere Unterlagen. Du musst dir deshalb nicht bereits zu Hause den gesamten Gebäudeplan merken.

Hör bei der Einweisung aufmerksam zu. Wenn dir etwas unklar ist, frag nach.

Aktuelle Karrierecenter weisen ausdrücklich darauf hin, dass Mitarbeitende beziehungsweise zentrale Anlaufstellen Bewerbende durch die verschiedenen Stationen führen. Du musst also nicht selbst herausfinden, in welchem Raum dein CAT stattfindet.

6. Die Reihenfolge der Stationen ist nicht überall gleich

Dieser Punkt ist besonders wichtig. Es gibt zwar typische Bestandteile eines Assessments, aber keine Garantie, dass sie bei dir in exakt derselben Reihenfolge stattfinden.

Das Karrierecenter Düsseldorf beschreibt beispielsweise medizinische Untersuchung, Sport, Computertest, Assessmentgespräch und Einplanung. Andere Karrierecenter veröffentlichen abweichende Ablaufpläne.

In Stuttgart weist die Bundeswehr sogar ausdrücklich darauf hin, dass die Reihenfolge bestimmter Stationen zur Reduzierung von Wartezeiten verändert werden kann. Deshalb ist die Frage „Kommt zuerst CAT oder Arzt?“ nicht allgemein für jeden Termin beantwortbar.

Die bessere Regel lautet: Du absolvierst die vorgesehenen Stationen in der Reihenfolge, die dir vor Ort mitgeteilt wird.

7. Wartezeiten gehören zum Musterungstag dazu

Zwischen den Stationen kann es Wartezeiten geben. Das ist normal.

Mehrere Bewerbende durchlaufen parallel unterschiedliche Bereiche. Gleichzeitig müssen Untersuchungsräume, Computerplätze, Prüfer und Gesprächskommissionen koordiniert werden.

Eine Wartezeit bedeutet deshalb nicht, dass mit deiner Bewerbung etwas nicht stimmt. Nutze diese Phasen, um kurz herunterzufahren.

Trink etwas, wenn es möglich ist, geh zur Toilette und halte deine Unterlagen griffbereit. Du musst nicht jede freie Minute damit verbringen, mögliche Interviewfragen auf dem Smartphone nachzulesen.

Der Tag ist lang genug. Spar dir Konzentration für die Stationen, bei denen du sie brauchst.

8. Die ärztliche Untersuchung prüft deine gesundheitliche Eignung

Die medizinische Untersuchung ist ein zentraler Bestandteil der Musterung. Dabei wird geprüft, ob und gegebenenfalls für welche militärischen Tätigkeiten du gesundheitlich geeignet bist.

Aktuelle Karrierecenter nennen beispielsweise Seh- und Hörtest, allgemeine Untersuchung und die Begutachtung mitgebrachter medizinischer Unterlagen. Welche Untersuchungen bei dir konkret erforderlich sind, hängt von deinem Verfahren und deiner gesundheitlichen Vorgeschichte ab.

Bring angeforderte Befunde vollständig mit und beantworte medizinische Fragen wahrheitsgemäß. Du musst dabei weder besonders gesund wirken noch jedes kleine Thema dramatisieren.

Beschreibe deine gesundheitliche Situation so, wie sie tatsächlich ist.

Konkretes Beispiel

Du hattest vor zwei Jahren eine Knieoperation und hast den dazu angeforderten aktuellen Befund dabei. Dann gibst du die Operation bei der medizinischen Untersuchung an und legst die Unterlagen vor.

Das ärztliche Personal kann die Situation dadurch auf einer besseren Grundlage beurteilen. Genau dafür sind solche Befunde da.

9. Der CAT prüft verschiedene Fähigkeiten am Computer

Bei vielen Verfahren gehört ein computergestützter Test zum Assessment. Beim Neuen Wehrdienst ist der Computertest 2026 ausdrücklich Bestandteil des verkürzten Musterungsverfahrens.

Bei SaZ-Bewerbungen kommt der Computergestützte Auswahltest (CAT) ebenfalls zum Einsatz. Je nach Verfahren werden unterschiedliche Fähigkeiten betrachtet.

Die Bundeswehr nennt unter anderem sprachliche, mathematische und logische Fähigkeiten sowie weitere kognitive Bereiche. Umfang und Testinhalte können sich nach deinem Verwendungs- und Berufswunsch unterscheiden.

Für dich bedeutet das: Arbeite konzentriert und lass dich von einzelnen schwierigen Aufgaben nicht verunsichern. Du musst während des Tests nicht herausfinden, wie gut dein Gesamtergebnis gerade ist.

Bearbeite die Aufgabe, die vor dir liegt.

10. Beim Neuen Wehrdienst ist das Musterungsverfahren verkürzt

Seit 2026 gibt es im Rahmen des Neuen Wehrdienstes ein verkürztes Musterungsverfahren. Die Bundeswehr beschreibt die ärztliche Untersuchung und den Computertest als die beiden wesentlichen Komponenten für den Musterungsbescheid.

Das ist wichtig, weil ältere Artikel und Videos teilweise andere Abläufe beschreiben. Wer beide Bestandteile erfolgreich absolviert, kann entsprechend der aktuellen Bundeswehrinformationen für einen Dienst von bis zu 23 Monaten eingeplant werden.

Wer sich länger als zwei Jahre als SaZ verpflichten möchte, durchläuft zusätzliche Schritte. Dazu gehört insbesondere ein Assessmentgespräch.

Damit wird aus der reinen Tauglichkeitsfeststellung eine weitergehende Eignungsfeststellung für den angestrebten Karriereweg.

Konkretes Beispiel

Du möchtest zunächst zwölf Monate dienen. Dann ist für dich nicht automatisch dasselbe umfangreiche Assessment erforderlich wie für einen Bewerber, der sich für viele Jahre in einer Feldwebellaufbahn verpflichten möchte.

Genau deshalb solltest du bei der Vorbereitung immer deinen eigenen Bewerbungsweg betrachten.

11. Bei SaZ-Bewerbungen ist das Verfahren umfangreicher

Wenn du dich als Soldatin oder Soldat auf Zeit für eine militärische Laufbahn bewirbst, musst du mit einem umfangreicheren Assessment rechnen.

Das Karrierecenter Hannover nennt aktuell beispielsweise folgende Stationen: Anmeldung und Administration, Einweisung, ärztliche Untersuchung, CAT und biografischer Fragebogen, Sporttest, Prüfgespräch, Einplanung und Einleitung der Sicherheitsüberprüfung.

Andere Karrierecenter können die Stationen organisatorisch anders anordnen. Die grundsätzliche Logik bleibt aber ähnlich.

Die Bundeswehr prüft nicht nur deine gesundheitliche Tauglichkeit. Sie prüft zusätzlich deine Eignung für Laufbahn und Verwendung.

12. Der Sporttest gehört nicht zu jedem Musterungstag

Ein häufiger Fehler in älteren Artikeln lautet: „Bei der Bundeswehr-Musterung macht jeder einen Sporttest.“ Das stimmt so nicht.

Ob du im Auswahlverfahren einen Sporttest absolvierst, hängt von deinem Bewerbungsweg ab. Aktuelle Bundeswehrunterlagen für Karrierecenter weisen den BFT in der Personalgewinnung insbesondere für SaZ-Bewerbende aus.

Beim verkürzten Musterungsverfahren des Neuen Wehrdienstes nennt die Bundeswehr dagegen ärztliche Untersuchung und Computertest als Kernbestandteile. Offizierbewerber absolvieren in Köln ebenfalls eine körperliche Leistungsprüfung.

Die einfachste praktische Regel lautet deshalb: Wenn für deinen Termin Sport vorgesehen ist, steht das beziehungsweise die benötigte Sportausrüstung in deinen Unterlagen.

Konkretes Beispiel

Du hast online einen Erfahrungsbericht gesehen, in dem ein Bewerber morgens direkt zum Sporttest musste. Deine Einladung enthält dagegen keinen Hinweis auf Sportsachen und dein Bewerbungsweg unterscheidet sich von seinem.

Dann gehst du nicht automatisch davon aus, dass dein Tag identisch abläuft. Deine Einladung und die Informationen deines Karrierecenters sind für dich maßgeblich.

13. Wenn du einen Sporttest machst, besteht er aus drei Bereichen

Der Basis-Fitness-Test prüft Schnelligkeit, Kraft und Ausdauer. Die Bundeswehr nennt dafür Pendellauf, Klimmhang und eine Ausdauerdisziplin.

Im Personalgewinnungsverfahren wird als Ausdauerteil insbesondere ein 3.000-Meter-Test auf dem Fahrradergometer eingesetzt. Beim regulären BFT für Soldatinnen und Soldaten ist dagegen der 1.000-Meter-Lauf vorgesehen, der in bestimmten Fällen durch das Fahrradergometer ersetzt werden kann.

Für Offizierbewerber im Assessmentcenter in Köln nennt die Bundeswehr aktuell Pendellauf, Klimmhang und 3.000-Meter-Fahrradergometer.

Wenn bei dir ein Sporttest vorgesehen ist, bereite dich vorher auf die konkreten Disziplinen deines Verfahrens vor.

14. Das Assessmentgespräch kommt bei längeren Karrierewegen hinzu

Bei umfangreicheren Assessmentverfahren gehört ein persönliches Gespräch dazu. Je nach Karrierecenter wird beispielsweise vom Prüfgespräch, Assessmentgespräch, eignungsdiagnostischen Interview oder Gespräch mit der Assessmentkommission gesprochen.

Dabei geht es um dich. Die Bundeswehr möchte unter anderem deine Motivation, deinen bisherigen Weg und deine Eignung für die angestrebte Laufbahn besser einschätzen.

Bereite dich darauf vor, verständlich erklären zu können, warum du zur Bundeswehr möchtest und warum du dich für deinen Karriereweg interessierst. Du musst dafür keine auswendig gelernte Musterantwort vortragen.

Eine ehrliche und nachvollziehbare Motivation ist sinnvoller.

Konkretes Beispiel

Auf die Frage, warum du Feldwebel werden möchtest, antwortest du nicht nur: „Weil ich Verantwortung übernehmen will.“

Du erklärst konkret, was dich an der Verbindung aus Fachlichkeit, Ausbildung und Führung interessiert und was du über deine gewünschte Verwendung bereits weißt. Damit wird deine Motivation greifbar.

15. Das Gespräch ist kein Verhör

Viele Bewerber machen sich vor dem Gespräch mehr Sorgen als vor dem CAT. Du musst aber keine perfekte Persönlichkeit vorspielen.

Die Bundeswehr empfiehlt beim aktuellen Musterungsverfahren ausdrücklich ein ehrliches und authentisches Mitmachen. Es können Fragen zu deiner Motivation, deinem bisherigen Lebensweg und deinem Umgang mit schwierigen Situationen gestellt werden.

Wenn du etwas nicht weißt, musst du keine Antwort erfinden. Wenn du in deinem Lebenslauf eine schwierige Phase hattest, kannst du sie sachlich erklären.

Wichtig ist, dass deine Antworten zu dir und deinem bisherigen Weg passen.

16. Bei Offizierbewerbern läuft das Auswahlverfahren in Köln anders

Wenn du dich für eine Offizierlaufbahn bewirbst, ist dein Auswahlverfahren umfangreicher. Die Auswahl der Offizierbewerberinnen und Offizierbewerber findet beim Assessmentcenter für Führungskräfte der Bundeswehr in Köln statt.

Dort geht es nicht nur um die grundsätzliche Soldateneignung. Zusätzlich wird geprüft, ob du für eine militärische Führungslaufbahn geeignet bist.

Computergestützte Tests, medizinische Untersuchung, Sport, persönliche Gespräche und weitere eignungsdiagnostische Bestandteile spielen dabei eine Rolle. Wenn ein Studium vorgesehen ist, gehört auch die Studienberatung zum Auswahlprozess.

Deshalb solltest du einen Erfahrungsbericht eines Offizierbewerbers nicht als Tagesplan für einen normalen Musterungstermin im regionalen Karrierecenter verwenden.

17. Bei Offizierbewerbern wird auch Verhalten in der Gruppe betrachtet

Zur Offizierauswahl gehört ein Gruppensituationsverfahren. Dabei wird nicht einfach geprüft, wer am lautesten redet.

Es geht darum, wie du kommunizierst, argumentierst und dich in eine Gruppe einbringst. Du solltest deine Meinung verständlich vertreten und gleichzeitig anderen zuhören können.

Eine künstliche Führungsrolle zu spielen, bringt dir wenig. Wenn du eine gute Idee hast, bring sie ein. Wenn jemand anderes einen besseren Vorschlag macht, kannst du das ebenfalls anerkennen.

Führung bedeutet nicht, jedes Gespräch zu dominieren.

18. Mittag und Pausen gehören zum Tag

Je nach Dauer deines Assessments wirst du Pausen haben. Einige Karrierecenter stellen während des Verfahrens Getränke und Verpflegung bereit.

Das Karrierecenter Mainz informiert beispielsweise über kostenlose Verpflegung in der Truppenküche während des bis zu zweitägigen Assessments. Wie das an deinem Standort organisiert ist, entnimmst du deiner Einladung beziehungsweise den Informationen des Karrierecenters.

Nutze Pausen tatsächlich als Pausen. Trink etwas und iss vernünftig, wenn es zum Ablauf passt.

Versuche nicht, dich mit mehreren Energydrinks künstlich durch den Tag zu bringen. Du brauchst vor allem gleichmäßige Konzentration.

19. Nachmittags kann die Einplanung kommen

Wenn deine Eignung festgestellt wurde und dein Verfahren eine konkrete Einplanung vorsieht, kann gegen Ende des Assessments das Einplanungsgespräch folgen. Das ist ein besonders wichtiger Termin.

Hier geht es darum, welche konkrete Stelle beziehungsweise welcher Dienstposten für dich infrage kommt. Dabei treffen mehrere Faktoren aufeinander: deine Eignung, deine Wünsche und der Bedarf der Bundeswehr.

Eine Wunschverwendung ist deshalb keine automatische Garantie. Gleichzeitig solltest du nicht einfach zu allem Ja sagen.

Lass dir erklären, welche Verwendung dir angeboten wird, wo du voraussichtlich eingesetzt wirst, welche Laufbahn vorgesehen ist und welche Verpflichtungszeit damit verbunden ist.

Konkretes Beispiel

Du wolltest ursprünglich eine bestimmte technische Verwendung. Im Einplanungsgespräch wird dir eine Alternative angeboten.

Dann fragst du konkret nach Tätigkeit, Standort, Ausbildung, Laufbahn und Verpflichtungszeit. Erst wenn du verstanden hast, was dir angeboten wird, kannst du beurteilen, ob dieser Weg zu deinem Ziel passt.

20. Die Sicherheitsüberprüfung kann ebenfalls zum Ablauf gehören

Aktuelle Karrierecenter nennen auch die Einleitung beziehungsweise Vorbereitung der Sicherheitsüberprüfung als Bestandteil des Assessmentverfahrens. Dabei werden erforderliche Angaben und Unterlagen aufgenommen beziehungsweise vervollständigt.

Für dich bedeutet das vor allem: Bearbeite die Unterlagen sorgfältig und beantworte Fragen wahrheitsgemäß.

Wenn Dokumente oder Angaben fehlen, wird dir vor Ort erklärt, was noch benötigt wird. Die Sicherheitsüberprüfung ist eine eigene Station und nicht mit dem CAT oder dem medizinischen Assessment zu verwechseln.

21. Wann du dein Ergebnis erfährst

Beim aktuellen Musterungs- und Assessmentverfahren kann dir das Ergebnis bereits vor Ort mitgeteilt werden. Die Bundeswehr erklärt für den Neuen Wehrdienst ausdrücklich, dass Bewerbende ihr Ergebnis der Musterung beziehungsweise des Assessments direkt vor Ort erfahren.

Bei umfangreicheren Verfahren kann anschließend noch die konkrete Einplanung folgen. Das bedeutet allerdings nicht, dass jeder Bewerber am Nachmittag mit exakt demselben Dokument und demselben Ergebnis nach Hause fährt.

Je nach persönlicher Situation können beispielsweise weitere Unterlagen oder medizinische Abklärungen erforderlich sein. Wenn etwas offenbleibt, lass dir erklären, was als Nächstes passiert.

22. Ein anderer Vorschlag ist nicht automatisch eine schlechte Nachricht

Es kann passieren, dass deine ursprüngliche Wunschverwendung oder Laufbahn nicht angeboten wird. Das kann unterschiedliche Gründe haben.

Deine gesundheitliche oder sonstige Eignung kann eine Rolle spielen. Ebenso können deine Assessmentergebnisse oder verfügbare Dienstposten relevant sein.

Wenn dir eine Alternative angeboten wird, hör sie dir an. Du musst sie aber verstehen, bevor du dich entscheidest.

Frag nach Aufgaben, Laufbahn, Standort, Ausbildung und Verpflichtungszeit. Ein anderer Dienstposten kann eine interessante Alternative sein.

Er sollte aber nicht nur deshalb gewählt werden, weil du nach einem langen Assessmenttag endlich fertig werden möchtest.

23. Dein Musterungstag kann bis in den Nachmittag gehen

Plane deinen Tag nicht zu knapp. Ein Assessment kann mehrere Stunden dauern und je nach Verfahren auch auf mehrere Tage verteilt sein.

Das Karrierecenter Mainz spricht beispielsweise von einem Assessment von bis zu zwei Tagen. Andere Verfahren können an einem Tag abgeschlossen werden.

Deshalb solltest du nicht davon ausgehen, dass du mittags garantiert wieder zu Hause bist. Plane für denselben Nachmittag keinen wichtigen Arzttermin, kein Bewerbungsgespräch und keine andere Verpflichtung, bei der du unbedingt pünktlich erscheinen musst.

Halte dir den Tag frei. Wenn du früher fertig bist, ist das angenehm. Wenn dein Verfahren länger dauert, entsteht kein zusätzlicher Stress.

24. So gehst du durch einen langen Assessmenttag

Versuche nicht, morgens bereits an das Abschlussgespräch zu denken. Konzentriere dich immer auf die aktuelle Station.

Beim Arzt beantwortest du medizinische Fragen. Beim CAT konzentrierst du dich auf die aktuelle Aufgabe. Beim Sport absolvierst du die aktuelle Disziplin.

Im Gespräch hörst du zu und antwortest ehrlich. Bei der Einplanung stellst du deine Fragen.

Diese einfache Haltung hilft enorm. Ein Assessment wirkt im Voraus groß, weil du alle Stationen gleichzeitig im Kopf hast. Vor Ort bearbeitest du aber immer nur den nächsten Schritt.

25. Was du am Musterungstag konkret tun solltest

Komm pünktlich und mit ausreichend Puffer. Halte Einladung und Ausweis griffbereit und hör bei der Einweisung aufmerksam zu.

Bring angeforderte medizinische Unterlagen vollständig mit. Arbeite beim CAT konzentriert und absolviere den Sporttest nur dann als Teil deines Verfahrens, wenn er vorgesehen ist. Bereite dich entsprechend vor.

Sei im Gespräch ehrlich. Frag bei der Einplanung nach, bis du verstanden hast, was dir angeboten wird.

Und plane genug Zeit für den gesamten Tag ein. Damit hast du die wichtigsten Dinge selbst in der Hand.

26. Fazit

Der Musterungstag bei der Bundeswehr ist kein einzelner Test, sondern ein organisierter Ablauf aus mehreren möglichen Stationen. Morgens kommst du an, meldest dich an und erhältst eine Einweisung.

Danach durchläufst du die für dein Verfahren vorgesehenen Bereiche. Bei der Musterung im Neuen Wehrdienst stehen 2026 die ärztliche Untersuchung und der Computertest im Mittelpunkt.

Wenn du dich für eine längere Verpflichtung oder eine bestimmte militärische Laufbahn bewirbst, wird das Verfahren umfangreicher. Dann können zusätzlich Sporttest, Assessmentgespräch, Einplanung und Sicherheitsüberprüfung hinzukommen.

Bei Offizierbewerbern findet die Auswahl zentral beim Assessmentcenter für Führungskräfte in Köln statt und umfasst weitere Bestandteile.

Wichtig ist vor allem: Erwarte keinen festen Stundenplan. Die Reihenfolge kann sich je nach Karrierecenter und Auslastung ändern.

Komm deshalb pünktlich, bring deine Unterlagen vollständig mit, halte dir den Tag frei und konzentriere dich immer auf die Station, die gerade vor dir liegt.

Wenn du am Ende beim Einplaner sitzt, hör genau zu und stell Fragen. Du solltest das Karrierecenter nicht nur mit dem Gefühl verlassen, „bestanden“ zu haben.

Du solltest verstehen, was als Nächstes passiert und welcher konkrete Bundeswehrweg dir angeboten wird.

Vorbereitung mit der Soldateninitiative

Die Soldateninitiative hilft dir dabei, deinen Musterungs- und Assessmenttag vorher strukturiert durchzugehen, damit du weißt, welche Stationen dich erwarten und worauf du dich tatsächlich vorbereiten solltest.

Ein strukturierter Check hilft dir besonders dabei, Musterung und umfangreicheres Assessment auseinanderzuhalten, deine Unterlagen zu prüfen, CAT und medizinische Untersuchung vorzubereiten und zu verstehen, welche Fragen du später im Assessmentgespräch und bei der Einplanung stellen solltest.

Genau dafür gibt es Mission Musterung: Bereite dich strukturiert auf deinen Bundeswehr Termin vor. Mit dem Check gehst du deinen Termin bei der Bundeswehr vorher Schritt für Schritt durch.

Damit gehst du nicht mit dem Anspruch in den Termin, jede Minute des Tages vorher kennen zu müssen. Du weißt stattdessen, welche Stationen grundsätzlich auf dich zukommen können, was du selbst vorbereiten kannst und welche Entscheidungen du am Ende des Verfahrens bewusst treffen solltest.

1. Musterung und Assessment sind nicht immer dasselbe

Im Alltag wird häufig alles als „Musterung“ bezeichnet. Seit Einführung des Neuen Wehrdienstes lohnt sich eine genauere Unterscheidung.

Bei der eigentlichen Musterung geht es zunächst darum, deine Tauglichkeit für den Wehrdienst festzustellen. Die Bundeswehr beschreibt für das 2026 eingeführte verkürzte Musterungsverfahren zwei wesentliche Komponenten: die ärztliche Untersuchung und einen Computertest.

Wenn du dich freiwillig für einen längeren Dienst beziehungsweise eine weitergehende militärische Karriere interessierst, kann dein Verfahren umfangreicher werden. Dann geht es nicht mehr nur um die Frage: „Bist du grundsätzlich tauglich?“

Es geht zusätzlich darum, für welche Laufbahn und Verwendung du geeignet bist. Entsprechend kommen weitere Assessmentbestandteile hinzu.

Konkretes Beispiel

Zwei junge Männer haben am selben Karrierecenter einen Termin. Der erste wird im Rahmen des Neuen Wehrdienstes gemustert und möchte sich zunächst nicht länger verpflichten.

Der zweite möchte mehrere Jahre SaZ werden und hat bereits eine konkrete militärische Laufbahn im Blick. Beide können eine ärztliche Untersuchung und einen Computertest durchlaufen.

Beim zweiten Bewerber können darüber hinaus weitere Stationen wie Assessmentgespräch, Sporttest und Einplanung erforderlich sein. Deshalb solltest du Erfahrungsberichte anderer Bewerber nie eins zu eins auf deinen eigenen Termin übertragen.

2. Dein Tag beginnt eigentlich schon am Vorabend

Ein entspannter Musterungstag beginnt nicht morgens am Eingang des Karrierecenters. Er beginnt am Abend vorher.

Leg deine Kleidung bereit und pack deine Tasche vollständig. Kontrolliere Einladung, Lichtbildausweis und alle angeforderten Unterlagen.

Wenn du medizinische Befunde mitbringen sollst, gehören sie ebenfalls in deine Dokumentenmappe. Wenn Sportkleidung verlangt wird, packst du sie am Vorabend ein.

Prüfe außerdem deine Anreise. Schau nicht nur, wann dein Zug fährt oder wie lange die Autofahrt dauert. Prüfe auch, wo genau du hinmusst und wie viel Zeit du vom Bahnhof oder Parkplatz bis zum Eingang benötigst.

Dann gehst du rechtzeitig schlafen. Eine zusätzliche Stunde hektisches Lernen in der Nacht bringt dir weniger als ausreichender Schlaf vor CAT, medizinischer Untersuchung und Gespräch.

3. Morgens solltest du mit ausreichend Puffer anreisen

Plane deine Anreise so, dass eine kleine Verspätung im Verkehr nicht sofort zum Problem wird. Das bedeutet nicht, dass du zwei Stunden vor deinem Termin vor der Tür stehen musst. Ein vernünftiger Zeitpuffer reicht.

Bei sehr langen Anreisen bieten manche Karrierecenter Übernachtungsmöglichkeiten beziehungsweise eine Anreise am Vortag an. Ob das bei deinem Termin möglich oder vorgesehen ist, steht in deinen Unterlagen beziehungsweise lässt sich beim zuständigen Karrierecenter klären.

Dein Ziel ist einfach: Du möchtest ruhig und pünktlich ankommen und nicht bereits völlig gestresst in die erste Station starten.

Konkretes Beispiel

Dein Termin beginnt morgens um 7:30 Uhr und laut Routenplanung brauchst du mit dem Auto eine Stunde. Dann planst du nicht so, dass du bei perfektem Verkehr um 7:28 Uhr auf dem Parkplatz stehst.

Du kalkulierst Stau, Parkplatzsuche und den Weg zum richtigen Eingang mit ein. Damit bleibt ein kleiner Verkehrsstau ein Ärgernis und wird nicht zum Problem für dein Assessment.

4. Zuerst meldest du dich an

Nach deiner Ankunft führt dein erster Weg zur vorgesehenen Anmeldung beziehungsweise Wache. Dort wird deine Identität überprüft.

Je nach Standort gehst du anschließend zum Empfang oder Servicepoint. Das Karrierecenter Düsseldorf beschreibt beispielsweise einen Ablauf, bei dem sich Bewerbende zunächst an der Wache ausweisen und danach am Empfang melden. Dort erhalten sie weitere Unterlagen und einen Bewerberausweis.

In Stuttgart beschreibt die Bundeswehr einen ähnlichen Ablauf mit Pforte, Servicepoint und anschließender Bewerbendensteuerung. Die genaue Organisation kann also unterschiedlich aussehen.

Für dich ist das unkompliziert: Halte Einladung und Lichtbildausweis griffbereit und folge den Hinweisen des Personals.

5. Danach bekommst du eine Einweisung

Nach der Anmeldung wirst du normalerweise über den weiteren Ablauf informiert. Du erfährst, wie dein Assessment organisiert ist und wohin du als Nächstes gehen musst.

Je nach Karrierecenter erhältst du beispielsweise einen Laufzettel oder andere Unterlagen. Du musst dir deshalb nicht bereits zu Hause den gesamten Gebäudeplan merken.

Hör bei der Einweisung aufmerksam zu. Wenn dir etwas unklar ist, frag nach.

Aktuelle Karrierecenter weisen ausdrücklich darauf hin, dass Mitarbeitende beziehungsweise zentrale Anlaufstellen Bewerbende durch die verschiedenen Stationen führen. Du musst also nicht selbst herausfinden, in welchem Raum dein CAT stattfindet.

6. Die Reihenfolge der Stationen ist nicht überall gleich

Dieser Punkt ist besonders wichtig. Es gibt zwar typische Bestandteile eines Assessments, aber keine Garantie, dass sie bei dir in exakt derselben Reihenfolge stattfinden.

Das Karrierecenter Düsseldorf beschreibt beispielsweise medizinische Untersuchung, Sport, Computertest, Assessmentgespräch und Einplanung. Andere Karrierecenter veröffentlichen abweichende Ablaufpläne.

In Stuttgart weist die Bundeswehr sogar ausdrücklich darauf hin, dass die Reihenfolge bestimmter Stationen zur Reduzierung von Wartezeiten verändert werden kann. Deshalb ist die Frage „Kommt zuerst CAT oder Arzt?“ nicht allgemein für jeden Termin beantwortbar.

Die bessere Regel lautet: Du absolvierst die vorgesehenen Stationen in der Reihenfolge, die dir vor Ort mitgeteilt wird.

7. Wartezeiten gehören zum Musterungstag dazu

Zwischen den Stationen kann es Wartezeiten geben. Das ist normal.

Mehrere Bewerbende durchlaufen parallel unterschiedliche Bereiche. Gleichzeitig müssen Untersuchungsräume, Computerplätze, Prüfer und Gesprächskommissionen koordiniert werden.

Eine Wartezeit bedeutet deshalb nicht, dass mit deiner Bewerbung etwas nicht stimmt. Nutze diese Phasen, um kurz herunterzufahren.

Trink etwas, wenn es möglich ist, geh zur Toilette und halte deine Unterlagen griffbereit. Du musst nicht jede freie Minute damit verbringen, mögliche Interviewfragen auf dem Smartphone nachzulesen.

Der Tag ist lang genug. Spar dir Konzentration für die Stationen, bei denen du sie brauchst.

8. Die ärztliche Untersuchung prüft deine gesundheitliche Eignung

Die medizinische Untersuchung ist ein zentraler Bestandteil der Musterung. Dabei wird geprüft, ob und gegebenenfalls für welche militärischen Tätigkeiten du gesundheitlich geeignet bist.

Aktuelle Karrierecenter nennen beispielsweise Seh- und Hörtest, allgemeine Untersuchung und die Begutachtung mitgebrachter medizinischer Unterlagen. Welche Untersuchungen bei dir konkret erforderlich sind, hängt von deinem Verfahren und deiner gesundheitlichen Vorgeschichte ab.

Bring angeforderte Befunde vollständig mit und beantworte medizinische Fragen wahrheitsgemäß. Du musst dabei weder besonders gesund wirken noch jedes kleine Thema dramatisieren.

Beschreibe deine gesundheitliche Situation so, wie sie tatsächlich ist.

Konkretes Beispiel

Du hattest vor zwei Jahren eine Knieoperation und hast den dazu angeforderten aktuellen Befund dabei. Dann gibst du die Operation bei der medizinischen Untersuchung an und legst die Unterlagen vor.

Das ärztliche Personal kann die Situation dadurch auf einer besseren Grundlage beurteilen. Genau dafür sind solche Befunde da.

9. Der CAT prüft verschiedene Fähigkeiten am Computer

Bei vielen Verfahren gehört ein computergestützter Test zum Assessment. Beim Neuen Wehrdienst ist der Computertest 2026 ausdrücklich Bestandteil des verkürzten Musterungsverfahrens.

Bei SaZ-Bewerbungen kommt der Computergestützte Auswahltest (CAT) ebenfalls zum Einsatz. Je nach Verfahren werden unterschiedliche Fähigkeiten betrachtet.

Die Bundeswehr nennt unter anderem sprachliche, mathematische und logische Fähigkeiten sowie weitere kognitive Bereiche. Umfang und Testinhalte können sich nach deinem Verwendungs- und Berufswunsch unterscheiden.

Für dich bedeutet das: Arbeite konzentriert und lass dich von einzelnen schwierigen Aufgaben nicht verunsichern. Du musst während des Tests nicht herausfinden, wie gut dein Gesamtergebnis gerade ist.

Bearbeite die Aufgabe, die vor dir liegt.

10. Beim Neuen Wehrdienst ist das Musterungsverfahren verkürzt

Seit 2026 gibt es im Rahmen des Neuen Wehrdienstes ein verkürztes Musterungsverfahren. Die Bundeswehr beschreibt die ärztliche Untersuchung und den Computertest als die beiden wesentlichen Komponenten für den Musterungsbescheid.

Das ist wichtig, weil ältere Artikel und Videos teilweise andere Abläufe beschreiben. Wer beide Bestandteile erfolgreich absolviert, kann entsprechend der aktuellen Bundeswehrinformationen für einen Dienst von bis zu 23 Monaten eingeplant werden.

Wer sich länger als zwei Jahre als SaZ verpflichten möchte, durchläuft zusätzliche Schritte. Dazu gehört insbesondere ein Assessmentgespräch.

Damit wird aus der reinen Tauglichkeitsfeststellung eine weitergehende Eignungsfeststellung für den angestrebten Karriereweg.

Konkretes Beispiel

Du möchtest zunächst zwölf Monate dienen. Dann ist für dich nicht automatisch dasselbe umfangreiche Assessment erforderlich wie für einen Bewerber, der sich für viele Jahre in einer Feldwebellaufbahn verpflichten möchte.

Genau deshalb solltest du bei der Vorbereitung immer deinen eigenen Bewerbungsweg betrachten.

11. Bei SaZ-Bewerbungen ist das Verfahren umfangreicher

Wenn du dich als Soldatin oder Soldat auf Zeit für eine militärische Laufbahn bewirbst, musst du mit einem umfangreicheren Assessment rechnen.

Das Karrierecenter Hannover nennt aktuell beispielsweise folgende Stationen: Anmeldung und Administration, Einweisung, ärztliche Untersuchung, CAT und biografischer Fragebogen, Sporttest, Prüfgespräch, Einplanung und Einleitung der Sicherheitsüberprüfung.

Andere Karrierecenter können die Stationen organisatorisch anders anordnen. Die grundsätzliche Logik bleibt aber ähnlich.

Die Bundeswehr prüft nicht nur deine gesundheitliche Tauglichkeit. Sie prüft zusätzlich deine Eignung für Laufbahn und Verwendung.

12. Der Sporttest gehört nicht zu jedem Musterungstag

Ein häufiger Fehler in älteren Artikeln lautet: „Bei der Bundeswehr-Musterung macht jeder einen Sporttest.“ Das stimmt so nicht.

Ob du im Auswahlverfahren einen Sporttest absolvierst, hängt von deinem Bewerbungsweg ab. Aktuelle Bundeswehrunterlagen für Karrierecenter weisen den BFT in der Personalgewinnung insbesondere für SaZ-Bewerbende aus.

Beim verkürzten Musterungsverfahren des Neuen Wehrdienstes nennt die Bundeswehr dagegen ärztliche Untersuchung und Computertest als Kernbestandteile. Offizierbewerber absolvieren in Köln ebenfalls eine körperliche Leistungsprüfung.

Die einfachste praktische Regel lautet deshalb: Wenn für deinen Termin Sport vorgesehen ist, steht das beziehungsweise die benötigte Sportausrüstung in deinen Unterlagen.

Konkretes Beispiel

Du hast online einen Erfahrungsbericht gesehen, in dem ein Bewerber morgens direkt zum Sporttest musste. Deine Einladung enthält dagegen keinen Hinweis auf Sportsachen und dein Bewerbungsweg unterscheidet sich von seinem.

Dann gehst du nicht automatisch davon aus, dass dein Tag identisch abläuft. Deine Einladung und die Informationen deines Karrierecenters sind für dich maßgeblich.

13. Wenn du einen Sporttest machst, besteht er aus drei Bereichen

Der Basis-Fitness-Test prüft Schnelligkeit, Kraft und Ausdauer. Die Bundeswehr nennt dafür Pendellauf, Klimmhang und eine Ausdauerdisziplin.

Im Personalgewinnungsverfahren wird als Ausdauerteil insbesondere ein 3.000-Meter-Test auf dem Fahrradergometer eingesetzt. Beim regulären BFT für Soldatinnen und Soldaten ist dagegen der 1.000-Meter-Lauf vorgesehen, der in bestimmten Fällen durch das Fahrradergometer ersetzt werden kann.

Für Offizierbewerber im Assessmentcenter in Köln nennt die Bundeswehr aktuell Pendellauf, Klimmhang und 3.000-Meter-Fahrradergometer.

Wenn bei dir ein Sporttest vorgesehen ist, bereite dich vorher auf die konkreten Disziplinen deines Verfahrens vor.

14. Das Assessmentgespräch kommt bei längeren Karrierewegen hinzu

Bei umfangreicheren Assessmentverfahren gehört ein persönliches Gespräch dazu. Je nach Karrierecenter wird beispielsweise vom Prüfgespräch, Assessmentgespräch, eignungsdiagnostischen Interview oder Gespräch mit der Assessmentkommission gesprochen.

Dabei geht es um dich. Die Bundeswehr möchte unter anderem deine Motivation, deinen bisherigen Weg und deine Eignung für die angestrebte Laufbahn besser einschätzen.

Bereite dich darauf vor, verständlich erklären zu können, warum du zur Bundeswehr möchtest und warum du dich für deinen Karriereweg interessierst. Du musst dafür keine auswendig gelernte Musterantwort vortragen.

Eine ehrliche und nachvollziehbare Motivation ist sinnvoller.

Konkretes Beispiel

Auf die Frage, warum du Feldwebel werden möchtest, antwortest du nicht nur: „Weil ich Verantwortung übernehmen will.“

Du erklärst konkret, was dich an der Verbindung aus Fachlichkeit, Ausbildung und Führung interessiert und was du über deine gewünschte Verwendung bereits weißt. Damit wird deine Motivation greifbar.

15. Das Gespräch ist kein Verhör

Viele Bewerber machen sich vor dem Gespräch mehr Sorgen als vor dem CAT. Du musst aber keine perfekte Persönlichkeit vorspielen.

Die Bundeswehr empfiehlt beim aktuellen Musterungsverfahren ausdrücklich ein ehrliches und authentisches Mitmachen. Es können Fragen zu deiner Motivation, deinem bisherigen Lebensweg und deinem Umgang mit schwierigen Situationen gestellt werden.

Wenn du etwas nicht weißt, musst du keine Antwort erfinden. Wenn du in deinem Lebenslauf eine schwierige Phase hattest, kannst du sie sachlich erklären.

Wichtig ist, dass deine Antworten zu dir und deinem bisherigen Weg passen.

16. Bei Offizierbewerbern läuft das Auswahlverfahren in Köln anders

Wenn du dich für eine Offizierlaufbahn bewirbst, ist dein Auswahlverfahren umfangreicher. Die Auswahl der Offizierbewerberinnen und Offizierbewerber findet beim Assessmentcenter für Führungskräfte der Bundeswehr in Köln statt.

Dort geht es nicht nur um die grundsätzliche Soldateneignung. Zusätzlich wird geprüft, ob du für eine militärische Führungslaufbahn geeignet bist.

Computergestützte Tests, medizinische Untersuchung, Sport, persönliche Gespräche und weitere eignungsdiagnostische Bestandteile spielen dabei eine Rolle. Wenn ein Studium vorgesehen ist, gehört auch die Studienberatung zum Auswahlprozess.

Deshalb solltest du einen Erfahrungsbericht eines Offizierbewerbers nicht als Tagesplan für einen normalen Musterungstermin im regionalen Karrierecenter verwenden.

17. Bei Offizierbewerbern wird auch Verhalten in der Gruppe betrachtet

Zur Offizierauswahl gehört ein Gruppensituationsverfahren. Dabei wird nicht einfach geprüft, wer am lautesten redet.

Es geht darum, wie du kommunizierst, argumentierst und dich in eine Gruppe einbringst. Du solltest deine Meinung verständlich vertreten und gleichzeitig anderen zuhören können.

Eine künstliche Führungsrolle zu spielen, bringt dir wenig. Wenn du eine gute Idee hast, bring sie ein. Wenn jemand anderes einen besseren Vorschlag macht, kannst du das ebenfalls anerkennen.

Führung bedeutet nicht, jedes Gespräch zu dominieren.

18. Mittag und Pausen gehören zum Tag

Je nach Dauer deines Assessments wirst du Pausen haben. Einige Karrierecenter stellen während des Verfahrens Getränke und Verpflegung bereit.

Das Karrierecenter Mainz informiert beispielsweise über kostenlose Verpflegung in der Truppenküche während des bis zu zweitägigen Assessments. Wie das an deinem Standort organisiert ist, entnimmst du deiner Einladung beziehungsweise den Informationen des Karrierecenters.

Nutze Pausen tatsächlich als Pausen. Trink etwas und iss vernünftig, wenn es zum Ablauf passt.

Versuche nicht, dich mit mehreren Energydrinks künstlich durch den Tag zu bringen. Du brauchst vor allem gleichmäßige Konzentration.

19. Nachmittags kann die Einplanung kommen

Wenn deine Eignung festgestellt wurde und dein Verfahren eine konkrete Einplanung vorsieht, kann gegen Ende des Assessments das Einplanungsgespräch folgen. Das ist ein besonders wichtiger Termin.

Hier geht es darum, welche konkrete Stelle beziehungsweise welcher Dienstposten für dich infrage kommt. Dabei treffen mehrere Faktoren aufeinander: deine Eignung, deine Wünsche und der Bedarf der Bundeswehr.

Eine Wunschverwendung ist deshalb keine automatische Garantie. Gleichzeitig solltest du nicht einfach zu allem Ja sagen.

Lass dir erklären, welche Verwendung dir angeboten wird, wo du voraussichtlich eingesetzt wirst, welche Laufbahn vorgesehen ist und welche Verpflichtungszeit damit verbunden ist.

Konkretes Beispiel

Du wolltest ursprünglich eine bestimmte technische Verwendung. Im Einplanungsgespräch wird dir eine Alternative angeboten.

Dann fragst du konkret nach Tätigkeit, Standort, Ausbildung, Laufbahn und Verpflichtungszeit. Erst wenn du verstanden hast, was dir angeboten wird, kannst du beurteilen, ob dieser Weg zu deinem Ziel passt.

20. Die Sicherheitsüberprüfung kann ebenfalls zum Ablauf gehören

Aktuelle Karrierecenter nennen auch die Einleitung beziehungsweise Vorbereitung der Sicherheitsüberprüfung als Bestandteil des Assessmentverfahrens. Dabei werden erforderliche Angaben und Unterlagen aufgenommen beziehungsweise vervollständigt.

Für dich bedeutet das vor allem: Bearbeite die Unterlagen sorgfältig und beantworte Fragen wahrheitsgemäß.

Wenn Dokumente oder Angaben fehlen, wird dir vor Ort erklärt, was noch benötigt wird. Die Sicherheitsüberprüfung ist eine eigene Station und nicht mit dem CAT oder dem medizinischen Assessment zu verwechseln.

21. Wann du dein Ergebnis erfährst

Beim aktuellen Musterungs- und Assessmentverfahren kann dir das Ergebnis bereits vor Ort mitgeteilt werden. Die Bundeswehr erklärt für den Neuen Wehrdienst ausdrücklich, dass Bewerbende ihr Ergebnis der Musterung beziehungsweise des Assessments direkt vor Ort erfahren.

Bei umfangreicheren Verfahren kann anschließend noch die konkrete Einplanung folgen. Das bedeutet allerdings nicht, dass jeder Bewerber am Nachmittag mit exakt demselben Dokument und demselben Ergebnis nach Hause fährt.

Je nach persönlicher Situation können beispielsweise weitere Unterlagen oder medizinische Abklärungen erforderlich sein. Wenn etwas offenbleibt, lass dir erklären, was als Nächstes passiert.

22. Ein anderer Vorschlag ist nicht automatisch eine schlechte Nachricht

Es kann passieren, dass deine ursprüngliche Wunschverwendung oder Laufbahn nicht angeboten wird. Das kann unterschiedliche Gründe haben.

Deine gesundheitliche oder sonstige Eignung kann eine Rolle spielen. Ebenso können deine Assessmentergebnisse oder verfügbare Dienstposten relevant sein.

Wenn dir eine Alternative angeboten wird, hör sie dir an. Du musst sie aber verstehen, bevor du dich entscheidest.

Frag nach Aufgaben, Laufbahn, Standort, Ausbildung und Verpflichtungszeit. Ein anderer Dienstposten kann eine interessante Alternative sein.

Er sollte aber nicht nur deshalb gewählt werden, weil du nach einem langen Assessmenttag endlich fertig werden möchtest.

23. Dein Musterungstag kann bis in den Nachmittag gehen

Plane deinen Tag nicht zu knapp. Ein Assessment kann mehrere Stunden dauern und je nach Verfahren auch auf mehrere Tage verteilt sein.

Das Karrierecenter Mainz spricht beispielsweise von einem Assessment von bis zu zwei Tagen. Andere Verfahren können an einem Tag abgeschlossen werden.

Deshalb solltest du nicht davon ausgehen, dass du mittags garantiert wieder zu Hause bist. Plane für denselben Nachmittag keinen wichtigen Arzttermin, kein Bewerbungsgespräch und keine andere Verpflichtung, bei der du unbedingt pünktlich erscheinen musst.

Halte dir den Tag frei. Wenn du früher fertig bist, ist das angenehm. Wenn dein Verfahren länger dauert, entsteht kein zusätzlicher Stress.

24. So gehst du durch einen langen Assessmenttag

Versuche nicht, morgens bereits an das Abschlussgespräch zu denken. Konzentriere dich immer auf die aktuelle Station.

Beim Arzt beantwortest du medizinische Fragen. Beim CAT konzentrierst du dich auf die aktuelle Aufgabe. Beim Sport absolvierst du die aktuelle Disziplin.

Im Gespräch hörst du zu und antwortest ehrlich. Bei der Einplanung stellst du deine Fragen.

Diese einfache Haltung hilft enorm. Ein Assessment wirkt im Voraus groß, weil du alle Stationen gleichzeitig im Kopf hast. Vor Ort bearbeitest du aber immer nur den nächsten Schritt.

25. Was du am Musterungstag konkret tun solltest

Komm pünktlich und mit ausreichend Puffer. Halte Einladung und Ausweis griffbereit und hör bei der Einweisung aufmerksam zu.

Bring angeforderte medizinische Unterlagen vollständig mit. Arbeite beim CAT konzentriert und absolviere den Sporttest nur dann als Teil deines Verfahrens, wenn er vorgesehen ist. Bereite dich entsprechend vor.

Sei im Gespräch ehrlich. Frag bei der Einplanung nach, bis du verstanden hast, was dir angeboten wird.

Und plane genug Zeit für den gesamten Tag ein. Damit hast du die wichtigsten Dinge selbst in der Hand.

26. Fazit

Der Musterungstag bei der Bundeswehr ist kein einzelner Test, sondern ein organisierter Ablauf aus mehreren möglichen Stationen. Morgens kommst du an, meldest dich an und erhältst eine Einweisung.

Danach durchläufst du die für dein Verfahren vorgesehenen Bereiche. Bei der Musterung im Neuen Wehrdienst stehen 2026 die ärztliche Untersuchung und der Computertest im Mittelpunkt.

Wenn du dich für eine längere Verpflichtung oder eine bestimmte militärische Laufbahn bewirbst, wird das Verfahren umfangreicher. Dann können zusätzlich Sporttest, Assessmentgespräch, Einplanung und Sicherheitsüberprüfung hinzukommen.

Bei Offizierbewerbern findet die Auswahl zentral beim Assessmentcenter für Führungskräfte in Köln statt und umfasst weitere Bestandteile.

Wichtig ist vor allem: Erwarte keinen festen Stundenplan. Die Reihenfolge kann sich je nach Karrierecenter und Auslastung ändern.

Komm deshalb pünktlich, bring deine Unterlagen vollständig mit, halte dir den Tag frei und konzentriere dich immer auf die Station, die gerade vor dir liegt.

Wenn du am Ende beim Einplaner sitzt, hör genau zu und stell Fragen. Du solltest das Karrierecenter nicht nur mit dem Gefühl verlassen, „bestanden“ zu haben.

Du solltest verstehen, was als Nächstes passiert und welcher konkrete Bundeswehrweg dir angeboten wird.

Vorbereitung mit der Soldateninitiative

Die Soldateninitiative hilft dir dabei, deinen Musterungs- und Assessmenttag vorher strukturiert durchzugehen, damit du weißt, welche Stationen dich erwarten und worauf du dich tatsächlich vorbereiten solltest.

Ein strukturierter Check hilft dir besonders dabei, Musterung und umfangreicheres Assessment auseinanderzuhalten, deine Unterlagen zu prüfen, CAT und medizinische Untersuchung vorzubereiten und zu verstehen, welche Fragen du später im Assessmentgespräch und bei der Einplanung stellen solltest.

Genau dafür gibt es Mission Musterung: Bereite dich strukturiert auf deinen Bundeswehr Termin vor. Mit dem Check gehst du deinen Termin bei der Bundeswehr vorher Schritt für Schritt durch.

Damit gehst du nicht mit dem Anspruch in den Termin, jede Minute des Tages vorher kennen zu müssen. Du weißt stattdessen, welche Stationen grundsätzlich auf dich zukommen können, was du selbst vorbereiten kannst und welche Entscheidungen du am Ende des Verfahrens bewusst treffen solltest.

Häufige Fragen

01

Wie beginnt der Musterungstag bei der Bundeswehr?

Normalerweise meldest du dich zunächst an der vorgesehenen Wache beziehungsweise am Empfang an. Deine Identität und Unterlagen werden geprüft und du erhältst Informationen zum weiteren Ablauf.

02

Was kommt zuerst, CAT oder ärztliche Untersuchung?

Eine feste Reihenfolge gibt es nicht. Je nach Karrierecenter und Organisation kann die Reihenfolge variieren.

03

Wie lange dauert die Musterung?

Plane mehrere Stunden ein und halte dir den Tag frei. Umfangreichere Assessments können auch über mehrere Tage laufen.

04

Muss ich den ganzen Tag warten?

Du wirst verschiedene Stationen durchlaufen und dazwischen können Wartezeiten entstehen. Das ist normal.

05

Was gehört 2026 zur Musterung im Neuen Wehrdienst?

Die Bundeswehr nennt für das verkürzte Verfahren zur Musterung als wesentliche Komponenten die ärztliche Untersuchung und einen Computertest.

06

Gibt es beim Neuen Wehrdienst immer ein persönliches Assessmentgespräch?

Für den reinen Musterungsbescheid nennt die Bundeswehr ärztliche Untersuchung und Computertest als Kernbestandteile. Wer sich länger verpflichten möchte, durchläuft zusätzliche Assessmentbestandteile. Dazu kann insbesondere ein Assessmentgespräch gehören.

07

Muss jeder einen CAT machen?

Beim aktuellen verkürzten Musterungsverfahren des Neuen Wehrdienstes gehört ein Computertest zu den zentralen Bestandteilen. Auch bei SaZ-Bewerbungen wird CAT eingesetzt. Der genaue Umfang richtet sich nach deinem Verfahren.

08

Muss jeder einen Sporttest machen?

Nein. Ein Sporttest ist nicht automatisch Bestandteil jedes Musterungstermins. Bei SaZ und Offizierauswahl spielt er dagegen eine wichtige Rolle.

09

Welche Übungen kommen beim Sporttest?

Beim BFT werden Pendellauf, Klimmhang und Ausdauer geprüft. Im Personalgewinnungsverfahren kann die Ausdauer über 3.000 Meter auf dem Fahrradergometer getestet werden.

10

Muss ich als FWDL mit einem Sporttest rechnen?

Beim verkürzten Musterungsverfahren des Neuen Wehrdienstes gehört der Sporttest nicht zu den von der Bundeswehr genannten Kernbestandteilen. Maßgeblich für deinen konkreten Termin ist deine Einladung.

11

Was passiert bei der ärztlichen Untersuchung?

Die Bundeswehr prüft deine gesundheitliche Dienst- und Verwendungseignung. Dazu gehören abhängig vom Verfahren verschiedene Untersuchungen und die Bewertung relevanter medizinischer Unterlagen.

12

Was passiert im Assessmentgespräch?

Dabei werden unter anderem deine Motivation, dein bisheriger Weg und deine Eignung für den angestrebten militärischen Karriereweg betrachtet.

13

Was passiert beim Einplaner?

Dort wird geprüft, welche konkrete Stelle unter Berücksichtigung deiner Eignung, deiner Wünsche und des Bedarfs der Bundeswehr für dich infrage kommt.

14

Bekomme ich meine Wunschverwendung garantiert?

Nein. Deine Wünsche werden berücksichtigt, müssen aber mit deiner Eignung und verfügbaren Dienstposten zusammenpassen.

15

Erfahre ich das Ergebnis am selben Tag?

Beim aktuellen Verfahren zum Neuen Wehrdienst erklärt die Bundeswehr, dass Bewerbende ihr Ergebnis direkt vor Ort erfahren. Im Einzelfall können trotzdem weitere Unterlagen oder Abklärungen erforderlich sein.

16

Was mache ich, wenn ich während des Tages nicht weiß, wohin ich muss?

Frag das Personal. Aktuelle Karrierecenter sehen ausdrücklich Anlaufstellen beziehungsweise Bewerbendensteuerungen vor, die dich durch die einzelnen Stationen führen.

17

Was ist der wichtigste Tipp für den Musterungstag?

Halte dir den Tag frei und konzentriere dich immer nur auf die nächste Station. Du musst morgens nicht bereits den gesamten Assessmenttag gedanklich bewältigen.

Quellen zum Nachlesen

Bundeswehr: Musterung und Assessment zum Neuen Wehrdienst – Die Bundeswehr erklärt den aktuellen Ablauf der Musterung, die wesentlichen Bestandteile des verkürzten Verfahrens, den Computertest, persönliche Gespräche und die Einplanung.

bundeswehr.de

bundeswehr.de

Bundeswehr: Experteninterview zur Musterung 2026 – Ein Personalleiter des Karrierecenters Berlin erklärt das seit 2026 eingesetzte verkürzte Musterungsverfahren. Für den Musterungsbescheid nennt er die ärztliche Untersuchung und den Computertest als wesentliche Komponenten und erklärt die zusätzlichen Schritte bei längeren Verpflichtungen.

bundeswehr.de

bundeswehr.de

Bundeswehr: Karrierecenter Hannover – Das Karrierecenter beschreibt aktuell getrennt den Ablauf für SaZ und Freiwilligen Wehrdienst. Für SaZ werden unter anderem ärztliche Untersuchung, CAT, Sporttest, Prüfgespräch, Einplanung und Sicherheitsüberprüfung genannt.

bundeswehr.de

bundeswehr.de

Bundeswehr: Karrierecenter Düsseldorf – Die Seite zeigt den praktischen Weg durch ein Assessment von der Anmeldung über medizinische Untersuchung, Sport und CAT bis zum Assessmentgespräch und zur Einplanung.

bundeswehr.de

bundeswehr.de

Bundeswehr: Karrierecenter Stuttgart – Die Bundeswehr erläutert hier die einzelnen Stationen des militärischen Assessments und weist darauf hin, dass die Reihenfolge einzelner Stationen zur Reduzierung von Wartezeiten variieren kann.

bundeswehr.de

bundeswehr.de

Bundeswehr: Karrierecenter Mainz – Das Karrierecenter informiert über den aktuellen Assessmentablauf, den seit Januar 2026 zusätzlichen Computertest beim Freiwilligen Wehrdienst sowie Unterbringung und Verpflegung.

bundeswehr.de

bundeswehr.de

Bundeswehr: Assessmentcenter für Führungskräfte der Bundeswehr – Hier informiert die Bundeswehr über das zentrale Assessmentcenter in Köln, in dem unter anderem die Auswahl der Offizierbewerberinnen und Offizierbewerber stattfindet.

bundeswehr.de

bundeswehr.de

Bundeswehr: Basis-Fitness-Test – Die Bundeswehr erklärt den aktuellen BFT mit Pendellauf, Klimmhang und Ausdauerdisziplin sowie die Besonderheiten des Tests für Offizierbewerber im Assessmentcenter.

bundeswehr.de

bundeswehr.de

Der genaue Ablauf deines Musterungs- oder Assessmenttages hängt von deinem Bewerbungsweg, dem zuständigen Karrierecenter, deiner angestrebten Verpflichtungsdauer und den für dich vorgesehenen Prüfungen ab. Auch die Reihenfolge der Stationen kann kurzfristig angepasst werden. Deine persönliche Einladung und die Hinweise des zuständigen Karrierecenters haben deshalb immer Vorrang vor allgemeinen Ablaufplänen und Erfahrungsberichten.

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