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Musterung
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Bundeswehr-Musterung 2026: Ablauf, Tests und wie du dich vorbereitest
Musterung & Auswahl
Gez.



Daniel, Levin & Afsal
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Bundeswehr-Musterung 2026: Ablauf, Tests und wie du dich vorbereitest
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Daniel, Levin & Afsal


Letzte Aktualisierung: Oktober 2026
Einordnung
Dieser Artikel gehört zum Thema Musterung & Auswahl der Soldateninitiative.
Er richtet sich an angehende Soldatinnen und Soldaten, die wissen möchten, wie die Bundeswehr-Musterung 2026 abläuft, welche Tests dazugehören und wie sie sich sinnvoll auf ihren konkreten Termin vorbereiten.
Du hast Post von der Bundeswehr bekommen oder dich selbst beworben und jetzt steht die Musterung beziehungsweise das Assessment bevor. Dann tauchen schnell dieselben Fragen auf: Was wird medizinisch untersucht? Muss ich einen Computertest machen? Gibt es einen Sporttest? Sitze ich bei einem Psychologen? Was passiert, wenn bei mir eine gesundheitliche Einschränkung festgestellt wird?
2026 kommt noch eine Besonderheit hinzu. Mit dem Neuen Wehrdienst ist die Musterung wieder stärker in den Mittelpunkt gerückt. Gleichzeitig gibt es weiterhin die umfangreicheren Auswahlverfahren für Bewerberinnen und Bewerber, die sich beispielsweise länger als Soldat auf Zeit verpflichten oder Offizier werden wollen.
Genau diese Verfahren solltest du auseinanderhalten. Die Musterung 2026 besteht im Regelfall aus ärztlicher Begutachtung, Computertest und persönlichem Gespräch. Bei längeren Verpflichtungen und bestimmten Laufbahnen kommen weitere Stationen hinzu.
Deshalb gibt es nicht den einen identischen Musterungstag für jeden Bewerber. Deine Einladung ist immer die entscheidende Grundlage für deinen konkreten Termin.
Wenn du zuerst verstehen willst, was sich durch den Neuen Wehrdienst 2026 geändert hat, lies diesen Artikel:
Neuer Wehrdienst 2026 einfach erklärt: Fragebogen, Musterung und was das für dich bedeutet
Wenn du wissen willst, wie der Musterungstag zeitlich ablaufen kann, passt dieser Artikel:
Letzte Aktualisierung: Oktober 2026
Einordnung
Dieser Artikel gehört zum Thema Musterung & Auswahl der Soldateninitiative.
Er richtet sich an angehende Soldatinnen und Soldaten, die wissen möchten, wie die Bundeswehr-Musterung 2026 abläuft, welche Tests dazugehören und wie sie sich sinnvoll auf ihren konkreten Termin vorbereiten.
Du hast Post von der Bundeswehr bekommen oder dich selbst beworben und jetzt steht die Musterung beziehungsweise das Assessment bevor. Dann tauchen schnell dieselben Fragen auf: Was wird medizinisch untersucht? Muss ich einen Computertest machen? Gibt es einen Sporttest? Sitze ich bei einem Psychologen? Was passiert, wenn bei mir eine gesundheitliche Einschränkung festgestellt wird?
2026 kommt noch eine Besonderheit hinzu. Mit dem Neuen Wehrdienst ist die Musterung wieder stärker in den Mittelpunkt gerückt. Gleichzeitig gibt es weiterhin die umfangreicheren Auswahlverfahren für Bewerberinnen und Bewerber, die sich beispielsweise länger als Soldat auf Zeit verpflichten oder Offizier werden wollen.
Genau diese Verfahren solltest du auseinanderhalten. Die Musterung 2026 besteht im Regelfall aus ärztlicher Begutachtung, Computertest und persönlichem Gespräch. Bei längeren Verpflichtungen und bestimmten Laufbahnen kommen weitere Stationen hinzu.
Deshalb gibt es nicht den einen identischen Musterungstag für jeden Bewerber. Deine Einladung ist immer die entscheidende Grundlage für deinen konkreten Termin.
Wenn du zuerst verstehen willst, was sich durch den Neuen Wehrdienst 2026 geändert hat, lies diesen Artikel:
Neuer Wehrdienst 2026 einfach erklärt: Fragebogen, Musterung und was das für dich bedeutet
Wenn du wissen willst, wie der Musterungstag zeitlich ablaufen kann, passt dieser Artikel:
[ Kurz gesagt ]
Seit dem 1. Januar 2026 gelten die Regelungen für den Neuen Wehrdienst. Deutsche Männer des Geburtsjahrgangs 2008 werden seit 2026 über die Wehrerfassung angeschrieben. Männer müssen die Bereitschaftserklärung beziehungsweise den Fragebogen beantworten. Für Frauen ist die Beantwortung freiwillig.
Auch die verpflichtende Musterung für wehrpflichtige Männer ab Geburtsjahrgang 2008 wird aufgebaut. Die dafür vorgesehenen 24 Musterungszentren befinden sich 2026 noch im Aufbau. Die gesamte Musterungsorganisation soll bis zum 1. Juli 2027 aufgebaut sein.
Der eigentliche Wehrdienst bleibt im September 2026 freiwillig. Für die Musterung nennt die Bundeswehr im Regelfall drei zentrale Bestandteile: ärztliche Begutachtung, Computertest und persönliches Gespräch.
Ein Gespräch mit psychologischem Personal findet bei der verkürzten Musterung nicht automatisch statt. Wenn du dich für eine Dienstzeit von zwei Jahren oder länger als Soldat auf Zeit interessierst, wird das Verfahren umfangreicher. Bei SaZ-Bewerbungen nennen aktuelle Karrierecenter beispielsweise zusätzlich Sporttest, Prüfgespräch und weitere Eignungsstationen.
Für Offizierbewerber findet die Auswahl im Assessmentcenter für Führungskräfte der Bundeswehr in Köln statt. Dort gehört eine abgewandelte Form des Basis-Fitness-Tests mit Pendellauf, Klimmhang und 3.000-Meter-Fahrradergometer zum Verfahren.
Bereite dich deshalb nicht auf irgendeine Musterung aus einem alten Internetbericht vor. Lies deine Einladung, kläre deinen Bewerbungsweg und trainiere genau die Bestandteile, die für dein Verfahren relevant sind.
[ Kurz gesagt ]
Seit dem 1. Januar 2026 gelten die Regelungen für den Neuen Wehrdienst. Deutsche Männer des Geburtsjahrgangs 2008 werden seit 2026 über die Wehrerfassung angeschrieben. Männer müssen die Bereitschaftserklärung beziehungsweise den Fragebogen beantworten. Für Frauen ist die Beantwortung freiwillig.
Auch die verpflichtende Musterung für wehrpflichtige Männer ab Geburtsjahrgang 2008 wird aufgebaut. Die dafür vorgesehenen 24 Musterungszentren befinden sich 2026 noch im Aufbau. Die gesamte Musterungsorganisation soll bis zum 1. Juli 2027 aufgebaut sein.
Der eigentliche Wehrdienst bleibt im September 2026 freiwillig. Für die Musterung nennt die Bundeswehr im Regelfall drei zentrale Bestandteile: ärztliche Begutachtung, Computertest und persönliches Gespräch.
Ein Gespräch mit psychologischem Personal findet bei der verkürzten Musterung nicht automatisch statt. Wenn du dich für eine Dienstzeit von zwei Jahren oder länger als Soldat auf Zeit interessierst, wird das Verfahren umfangreicher. Bei SaZ-Bewerbungen nennen aktuelle Karrierecenter beispielsweise zusätzlich Sporttest, Prüfgespräch und weitere Eignungsstationen.
Für Offizierbewerber findet die Auswahl im Assessmentcenter für Führungskräfte der Bundeswehr in Köln statt. Dort gehört eine abgewandelte Form des Basis-Fitness-Tests mit Pendellauf, Klimmhang und 3.000-Meter-Fahrradergometer zum Verfahren.
Bereite dich deshalb nicht auf irgendeine Musterung aus einem alten Internetbericht vor. Lies deine Einladung, kläre deinen Bewerbungsweg und trainiere genau die Bestandteile, die für dein Verfahren relevant sind.
[ Inhalt ]
01
Was bedeutet Musterung 2026 überhaupt?
02
Was hat sich durch den Neuen Wehrdienst geändert?
03
Muss 2026 jeder Mann des Jahrgangs 2008 sofort zur Musterung?
04
Wie läuft die Musterung grundsätzlich ab?
05
Was passiert bei der ärztlichen Untersuchung?
06
Welche medizinischen Unterlagen solltest du mitnehmen?
07
Was passiert beim Computertest?
08
Wie bereitest du dich sinnvoll auf den CAT-Test vor?
09
Gibt es 2026 immer ein Psychologengespräch?
10
Welche Fragen können im persönlichen Gespräch wichtig werden?
11
Gibt es bei der Musterung einen Sporttest?
12
Was bedeuten Tauglichkeit und Verwendungsfähigkeit?
13
Was passiert bei einer längeren SaZ-Bewerbung?
14
Was ist beim Offizierassessment anders?
15
Was solltest du zum Termin mitnehmen?
16
Wie solltest du dich in den letzten Wochen vorbereiten?
17
Was solltest du am Tag vorher tun?
18
Was passiert nach der Musterung?
19
Fazit
Häufige Fragen
Quellen zum Nachlesen
1. Was bedeutet Musterung 2026 überhaupt?
Der Begriff „Musterung“ wird im Alltag für verschiedene Verfahren benutzt. Rechtlich geht es bei der Musterung nach dem Wehrpflichtgesetz zunächst darum, die Tauglichkeit eines Wehrpflichtigen festzustellen.
Daneben nutzt die Bundeswehr Assessments, wenn Menschen freiwillig Soldatin oder Soldat werden möchten und ihre Eignung für eine bestimmte Laufbahn oder Verwendung festgestellt werden soll.
Das führt dazu, dass zwei Bewerber beide sagen können: „Ich fahre zur Musterung.“ Trotzdem können ihre Termine unterschiedlich aussehen.
Ein 18-jähriger Mann aus dem Geburtsjahrgang 2008, der im Rahmen des Neuen Wehrdienstes zur Musterung geladen wird, durchläuft nicht automatisch dasselbe Verfahren wie jemand, der sich für eine mehrjährige SaZ-Verpflichtung als Feldwebel beworben hat.
Deshalb solltest du als Erstes klären, wofür genau du eingeladen bist. Diese Information steht in deiner Einladung.
2. Was hat sich durch den Neuen Wehrdienst geändert?
Seit dem 1. Januar 2026 gelten die Regelungen für den Neuen Wehrdienst. Ein zentraler Bestandteil ist die neue Wehrerfassung.
Deutsche junge Männer und Frauen erhalten nach ihrem 18. Geburtstag einen Brief mit Zugang zum Onlinefragebogen. Für Männer ist die Beantwortung verpflichtend, für Frauen freiwillig. 2026 betrifft die neue systematische Erfassung zunächst den Geburtsjahrgang 2008.
Bei dem Fragebogen geht es unter anderem um Interesse am Wehrdienst, Körpergröße und Gewicht, Bildungsabschlüsse, Qualifikationen und die Selbsteinschätzung der körperlichen Leistungsfähigkeit.
Wichtig ist die Trennung zwischen Erfassung, Musterung und tatsächlichem Dienst. Der Fragebogen macht dich nicht automatisch zum Soldaten. Auch eine erfolgreiche Musterung bedeutet im September 2026 nicht automatisch, dass du gegen deinen Willen zum Wehrdienst eingezogen wirst.
Der Neue Wehrdienst basiert derzeit auf freiwilliger Dienstleistung.
3. Muss 2026 jeder Mann des Jahrgangs 2008 sofort zur Musterung?
Die gesetzliche Verpflichtung zur Musterung und der praktische Aufbau der dafür benötigten Kapazitäten sind zwei verschiedene Dinge.
Die Bundeswehr baut 24 regionale Musterungszentren auf. Die gesamte Musterungsorganisation soll bis zum 1. Juli 2027 aufgebaut sein. Die Kapazitäten für Musterungen werden schrittweise ausgebaut.
Während dieser Aufbauphase werden zunächst insbesondere Interessierte eingeladen, die nach ihren Angaben im Fragebogen für den Dienst geeignet erscheinen.
Für dich bedeutet das: Wenn du eine konkrete Einladung erhältst, hältst du dich an diese Einladung und die dort genannten Termine und Unterlagen.
Wenn du freiwillig zur Bundeswehr möchtest, musst du nicht darauf warten, irgendwann im Rahmen des neuen Systems angeschrieben oder eingeladen zu werden. Du kannst dich aktiv bewerben.
Konkretes Beispiel
Du bist 18 Jahre alt, Jahrgang 2008 und möchtest ohnehin zur Bundeswehr. Dann wäre es wenig sinnvoll, deine Karriereplanung davon abhängig zu machen, wann dein regionales Musterungszentrum vollständig aufgebaut ist.
Du kannst deinen freiwilligen Einstieg aktiv über die Bundeswehr anstoßen.
4. Wie läuft die Musterung grundsätzlich ab?
Die Bundeswehr hat das Verfahren für die Musterung bewusst verkürzt. Im Regelfall nennt sie drei Bestandteile: ärztliche Begutachtung, Computertest und persönliches Gespräch.
Ein Gespräch mit einem Psychologen oder einer Psychologin findet nur bei entsprechendem Bedarf beziehungsweise im Ausnahmefall statt. Das gesamte Verfahren ist meist innerhalb eines Tages zu schaffen.
Bei längerer Anreise kann je nach Standort eine Unterkunft zur Verfügung stehen. Die Reihenfolge der einzelnen Stationen kann sich unterscheiden.
Deshalb solltest du dich nicht darauf versteifen, dass beispielsweise zuerst der Computertest und anschließend die medizinische Untersuchung stattfinden muss. Entscheidend ist der Ablauf, den du vor Ort bekommst.
5. Was passiert bei der ärztlichen Untersuchung?
Die ärztliche Begutachtung soll feststellen, ob du den gesundheitlichen Anforderungen des Soldatenberufs gewachsen bist und für welche Tätigkeiten du medizinisch geeignet bist.
Bei der Musterung werden unter anderem Gehör, Sehkraft, Blutdruck, Rücken, Gelenke und allgemeine körperliche Belastbarkeit untersucht. In das Gesamturteil fließen außerdem Befunde wie Körpergröße, Körpergewicht, Urintest und die Beurteilung des Bewegungsapparats ein.
Dabei ist eine gesundheitliche Einschränkung nicht automatisch gleichbedeutend mit: „Bundeswehr ausgeschlossen.“ Manche Befunde können nur bestimmte Tätigkeiten ausschließen.
Die Bundeswehr nennt selbst das Beispiel einer Farbsehschwäche. Diese kann für bestimmte fliegerische Tätigkeiten relevant sein, ohne automatisch jede andere militärische Verwendung auszuschließen.
Konkretes Beispiel
Du hast eine bekannte Knieverletzung aus dem Vereinssport und wurdest bereits operiert. Dann solltest du nicht versuchen, die Operation möglichst wenig zu erwähnen.
Bring vorhandene Befunde und den OP-Bericht mit. So kann der medizinische Dienst deine Situation anhand konkreter Informationen beurteilen, statt zunächst fehlende Unterlagen nachfordern zu müssen.
6. Welche medizinischen Unterlagen solltest du mitnehmen?
Hier ist die Hauptregel besonders einfach: Nimm die medizinischen Unterlagen mit, die in deiner Einladung verlangt werden.
Zusätzlich empfiehlt die Bundeswehr für das medizinische Assessment insbesondere bereits vorhandene ärztliche Befunde, Krankenhausberichte, OP-Berichte, Allergie- oder Notfallpässe sowie Auflistungen ärztlich verordneter Medikamente.
Bei Fehlsichtigkeit solltest du deine Brille und einen aktuellen Brillen- beziehungsweise Kontaktlinsenpass oder einen vorhandenen aktuellen augenärztlichen Befund mitbringen.
Für Kontaktlinsenträger gibt die Bundeswehr außerdem einen konkreten Hinweis: Kontaktlinsen sollten mindestens 24 Stunden vor dem Sehtest nicht getragen werden, weil sie die Geometrie der Hornhaut und damit die Messung beeinflussen können.
Wenn du also am Donnerstagmorgen untersucht wirst, solltest du diesen Punkt nicht erst am Donnerstag an der Anmeldung erfahren. Plane ihn vorher ein.
7. Was passiert beim Computertest?
Der Computertest ist 2026 ein zentraler Bestandteil von Musterung und Assessment. Die Bundeswehr bezeichnet ihn als CAT beziehungsweise computergestützten Auswahltest.
Dabei können unterschiedliche Testverfahren eingesetzt werden. Die aktuelle Musterungsseite nennt insbesondere logisches Denken, Reaktionsfähigkeit, räumliches Vorstellungsvermögen, Mustererkennung und einfache Rechenaufgaben unter Zeitdruck.
Welche Aufgaben du konkret bekommst, hängt vom Verfahren und dem angestrebten Weg ab. Deshalb solltest du nicht versuchen, angeblich echte Testfragen auswendig zu lernen.
Trainiere stattdessen die zugrunde liegenden Fähigkeiten. Rechne wieder regelmäßig ohne Taschenrechner, übe logische Aufgaben, arbeite unter moderatem Zeitdruck und gewöhn dich daran, eine Aufgabe abzuschließen und anschließend konzentriert zur nächsten zu wechseln.
Die Bundeswehr verweist für die Vorbereitung selbst auf ihren digitalen Assessment-Trainer.
8. Wie bereitest du dich sinnvoll auf den CAT-Test vor?
Du brauchst dafür keine monatelange Vollzeitausbildung. Regelmäßiges Training ist sinnvoller als ein Lernmarathon kurz vor dem Termin.
Plane beispielsweise über mehrere Wochen jeweils kurze Einheiten ein. Du kannst Kopfrechnen, einfache Prozentrechnung und logische Aufgaben trainieren. Ergänze Aufgaben zum räumlichen Vorstellungsvermögen und zur Mustererkennung.
Wenn du eine technische Verwendung anstrebst und dein konkretes Assessment entsprechende Fähigkeiten prüft, beschäftigst du dich zusätzlich mit technischen Grundlagen.
Wichtig ist auch der Umgang mit Zeitdruck. Wenn du bei einer Aufgabe hängen bleibst, darf daraus nicht automatisch Nervosität für die nächsten Aufgaben entstehen.
Trainiere nicht nur richtige Lösungen. Trainiere konzentriertes Arbeiten unter Zeitdruck.
9. Gibt es 2026 immer ein Psychologengespräch?
Nein. Das unterscheidet sich von vielen älteren Musterungsberichten im Internet.
Bei der verkürzten Musterung im Neuen Wehrdienst findet ein Gespräch mit einem Psychologen oder einer Psychologin nur im Ausnahmefall beziehungsweise bei entsprechendem Klärungsbedarf statt.
Das bedeutet nicht, dass persönliche Eignung keine Rolle spielt. Zur Musterung gehört ein persönliches Gespräch. Außerdem können offene Aspekte aus dem Computertest mit Testleitung oder gegebenenfalls psychologischem Personal geklärt werden.
Bei umfangreicheren Eignungsfeststellungen sieht es anders aus. Wer sich beispielsweise für eine Dienstzeit von zwei Jahren oder länger interessiert, durchläuft zusätzliche Eignungsstationen. Dort kann ein Gespräch mit einer Assessmentkommission dazugehören.
Bereite dich deshalb auf deine Motivation und deinen Lebenslauf vor, auch wenn du keinen separaten Termin mit der Überschrift „Psychologengespräch“ in deiner Einladung findest.
10. Welche Fragen können im persönlichen Gespräch wichtig werden?
Die Bundeswehr möchte verstehen, ob deine Vorstellungen zum Dienst und dein angestrebter Weg zusammenpassen.
Bei einem umfangreicheren Assessment können beispielsweise Fragen relevant werden wie: Warum möchtest du zur Bundeswehr? Warum interessiert dich genau diese Laufbahn? Wie stellst du dir die Trennung von Familie und Freunden vor? Wie gehst du mit schwierigen Situationen in einer Gruppe um? Was erwartest du vom Soldatenberuf?
Dafür brauchst du keine auswendig gelernte Musterantwort. Du solltest aber deine eigene Entscheidung erklären können.
Konkretes Beispiel
Auf die Frage „Warum Bundeswehr?“ antwortest du nicht nur: „Weil ich schon immer zum Bund wollte.“
Erklär stattdessen, was dich konkret interessiert und was du bereits über deinen angestrebten Weg weißt. Eine glaubwürdige Antwort zeigt, dass du dich mit deiner Entscheidung beschäftigt hast.
11. Gibt es bei der Musterung einen Sporttest?
Nicht jede Musterung hat denselben Sporttest. Auf der aktuellen Bundeswehr-Seite zur Musterung wird ein Sporttest ausdrücklich für Offizierbewerber beschrieben.
Diese absolvieren beim Assessment in Köln eine abgewandelte Version des Basis-Fitness-Tests mit Pendellauf, Klimmhang und 3.000-Meter-Fahrradergometer.
Bei SaZ-Assessments nennen aktuelle Karrierecenter ebenfalls einen Sporttest als Bestandteil. Welche konkrete Ausgestaltung für deinen Termin gilt, ergibt sich aus deinem Bewerbungsweg und deiner Einladung.
Beim Freiwilligen Wehrdienst zeigen aktuelle Karrierecenter dagegen teilweise schlankere Abläufe. Auch hier können sich Verfahren und Standorte unterscheiden.
Deshalb gilt: Trainiere einen Sporttest nicht nach irgendeiner Tabelle aus dem Internet. Prüfe zuerst, welcher Test für dein Assessment tatsächlich vorgesehen ist.
Der reguläre Basis-Fitness-Test der Bundeswehr besteht im Dienst aus Pendellauf, Klimmhang und 1.000-Meter-Lauf. Der 3.000-Meter-Fahrradergometertest ist deshalb nicht einfach der allgemeine BFT für jeden Musterungsteilnehmer.
12. Was bedeuten Tauglichkeit und Verwendungsfähigkeit?
Viele Internetseiten sprechen von T1 bis T5. Das aktuell geltende Wehrpflichtgesetz unterscheidet bei der gesetzlichen Musterung drei Tauglichkeitsgrade: wehrdienstfähig, vorübergehend nicht wehrdienstfähig und nicht wehrdienstfähig.
Wer wehrdienstfähig ist, wird außerdem hinsichtlich seiner Verwendungsfähigkeit eingeordnet: voll verwendungsfähig, verwendungsfähig mit Einschränkungen für bestimmte Tätigkeiten oder verwendungsfähig mit Einschränkungen in der Grundausbildung und für bestimmte Tätigkeiten.
In der Praxis verwendet die Bundeswehr dafür weiterhin Kürzel wie T1 bis T5. Eine Einschränkung muss nicht bedeuten, dass militärischer Dienst insgesamt ausgeschlossen ist.
Sie kann bedeuten, dass bestimmte Tätigkeiten medizinisch nicht infrage kommen, andere aber sehr wohl.
Konkretes Beispiel
Bei dir wird eine medizinische Einschränkung festgestellt, die eine bestimmte Wunschverwendung ausschließt. Dann lautet die nächste sinnvolle Frage nicht nur: „Bin ich durchgefallen?“
Frag konkret: „Für welche Tätigkeiten bin ich verwendungsfähig und welche Alternativen kommen für mich infrage?“
Damit bekommst du eine Information, mit der du tatsächlich weiterarbeiten kannst.
13. Was passiert bei einer längeren SaZ-Bewerbung?
Wenn du dich länger verpflichten möchtest, wird aus der reinen Musterung eine umfangreichere Eignungsfeststellung.
Aktuelle Karrierecenter nennen für SaZ-Bewerbungen beispielsweise ärztliche Untersuchung, CAT, biografischen Fragebogen, Sporttest, Prüfgespräch, Einplanungsgespräch und Einleitung der Sicherheitsüberprüfung.
Das Verfahren prüft damit deutlich mehr als nur deine medizinische Tauglichkeit. Es geht auch darum, ob deine Fähigkeiten und deine persönliche Eignung zur angestrebten Laufbahn und Verwendung passen.
Deshalb solltest du vor einem SaZ-Assessment genau wissen, für welchen Weg du dich beworben hast. Informiere dich über Laufbahn, mögliche Verwendung und Verpflichtungsdauer.
Du musst noch kein Soldatenhandbuch auswendig kennen. Aber du solltest verstehen, wofür du dich bewirbst.
14. Was ist beim Offizierassessment anders?
Offizierbewerber durchlaufen ein umfangreicheres Auswahlverfahren beim Assessmentcenter für Führungskräfte der Bundeswehr in Köln. Dort geht es nicht nur um medizinische und kognitive Voraussetzungen.
Geprüft wird die Eignung für eine militärische Führungslaufbahn. Je nach Bewerbungsweg gehören deshalb weitere Elemente zum Verfahren. Dazu können unter anderem Gruppensituationsverfahren und Studienberatung kommen.
Auch der Sporttest ist dort konkret geregelt. Die aktuelle Bundeswehr-Musterungsseite nennt für Offizierbewerber Pendellauf, Klimmhang und 3.000-Meter-Fahrradergometer.
Wenn du dich als Offizier bewirbst, solltest du dich deshalb gezielt auf das Auswahlverfahren in Köln vorbereiten und nicht nur auf die allgemeine Musterung.
15. Was solltest du zum Termin mitnehmen?
Deine Einladung ist die verbindliche Grundlage. Lies sie vollständig und arbeite die dort genannte Liste einige Tage vorher ab.
Aktuelle Karrierecenter nennen unter anderem Einladungsschreiben, gültigen Lichtbildausweis, angeforderte Unterlagen, Impfausweis, vorhandene medizinische Befunde, gegebenenfalls Unterlagen zur Sicherheitsüberprüfung sowie Sportkleidung, Duschzeug und Handtuch, wenn dies in der Einladung verlangt wird.
Je nach Bewerbungsweg können weitere Unterlagen erforderlich sein. Pack sie nicht morgens hektisch in irgendeinen Rucksack.
Leg dir eine Dokumentenmappe an und sortiere alles am Vorabend. Bei medizinischen Unterlagen lohnt sich ebenfalls eine klare Ordnung.
Dann kannst du bei der Untersuchung schnell zeigen, welcher Befund zu welchem Thema gehört.
16. Wie solltest du dich in den letzten Wochen vorbereiten?
Die beste Vorbereitung besteht aus vier Bereichen. Erstens: Kenne deinen Bewerbungsweg. Du solltest wissen, ob du zur Musterung im Rahmen des Neuen Wehrdienstes eingeladen bist oder ein umfangreicheres Assessment für eine konkrete militärische Laufbahn absolvierst.
Zweitens: Bereite deine Unterlagen vor. Kläre frühzeitig, welche vorhandenen medizinischen Befunde relevant sind. Warte nicht bis zwei Tage vor dem Termin, wenn du einen älteren OP-Bericht erst noch suchen musst.
Drittens: Trainiere die tatsächlichen Tests. Nutze den offiziellen Assessment-Trainer für kognitive Aufgaben. Wenn dein Verfahren einen Sporttest enthält, trainiere genau auf dessen Anforderungen.
Viertens: Komm erholt an. In der letzten Woche bringt es dir wenig, dich mit extremem Training zu erschöpfen.
Schlaf, regelmäßiges Essen, eine sichere Anreise und ein klarer Kopf sind jetzt wichtiger.
17. Was solltest du am Tag vorher tun?
Prüf am Vorabend noch einmal deine Einladung. Sind alle Unterlagen eingepackt? Ist dein Ausweis gültig? Kennst du den Anfahrtsweg? Weißt du, wann du dort sein musst? Falls ein Sporttest vorgesehen ist, hast du die verlangten Sportsachen dabei?
Wenn du Kontaktlinsen trägst und ein Sehtest vorgesehen ist, beachte die Bundeswehr-Empfehlung, mindestens 24 Stunden vorher keine Kontaktlinsen zu tragen.
Geh anschließend vernünftig schlafen. Du musst am Abend vorher keine letzten hundert CAT-Aufgaben lösen.
Eine ausgeruhte Person kann vorhandene Fähigkeiten besser abrufen als jemand, der bis zwei Uhr nachts für einen Eignungstest gelernt hat.
18. Was passiert nach der Musterung?
Am Ende werden die Ergebnisse zusammengeführt. Bei der aktuellen Musterung zählen insbesondere medizinische Befunde und die Beurteilung der persönlichen beziehungsweise charakterlichen Eignung zum Gesamturteil.
Das Musterungsergebnis wird dir grundsätzlich mitgeteilt. Wenn du freiwillig zur Bundeswehr möchtest und geeignet bist, folgt die weitere Beratung beziehungsweise Einplanung.
Dabei werden mehrere Dinge zusammengebracht: deine Eignung, deine Fähigkeiten, deine Wünsche, mögliche Verwendungen und der Bedarf der Bundeswehr.
Ein Wunsch ist deshalb nicht automatisch eine Garantie. Gleichzeitig solltest du das Einplanungsgespräch aktiv nutzen.
Wenn dir eine andere Verwendung angeboten wird als ursprünglich gewünscht, frag nach: Was macht man dort konkret? Wo findet die Ausbildung statt? Welche Verpflichtungszeit gehört dazu? Welche Alternativen gibt es?
Unterschreibe deine berufliche Entscheidung nicht nur deshalb, weil du nach einem langen Assessmenttag endlich nach Hause möchtest. Verstehe zuerst, was dir angeboten wird.
19. Fazit
Die Bundeswehr-Musterung 2026 ist deutlich leichter zu verstehen, wenn du zwei Dinge auseinanderhältst.
Die Musterung im Rahmen des Neuen Wehrdienstes soll zunächst feststellen, ob du für den militärischen Dienst geeignet und tauglich bist. Sie ist im Regelfall auf ärztliche Begutachtung, Computertest und persönliches Gespräch zugeschnitten.
Wenn du dich für eine längere SaZ-Verpflichtung oder eine bestimmte Laufbahn bewirbst, wird die Eignungsfeststellung umfangreicher. Dann können Sporttest, Assessmentgespräch und weitere Auswahlstationen hinzukommen.
Für deine Vorbereitung bedeutet das: Lies zuerst deine Einladung. Kläre dann deinen Bewerbungsweg. Bereite medizinische Unterlagen vollständig vor, trainiere den Computertest und übe einen Sporttest nur dann gezielt, wenn er zu deinem Verfahren gehört.
Du musst bei der Musterung nicht beweisen, dass du bereits ein fertiger Soldat bist. Du solltest zeigen, dass du vorbereitet, ehrlich und belastbar in das Verfahren gehst und verstanden hast, wofür du dich bewirbst.
Vorbereitung mit der Soldateninitiative
Die Soldateninitiative hilft dir dabei, deine Musterung beziehungsweise dein Assessment strukturiert vorzubereiten, statt dich durch widersprüchliche Erfahrungsberichte und alte Testbeschreibungen zu arbeiten.
Ein strukturierter Check zeigt dir für deinen konkreten Bewerbungsweg, welche Unterlagen du vorbereiten solltest, welche Testbereiche relevant sind, welche medizinischen Themen du vorab klären kannst und wie du dich auf Gespräche und gegebenenfalls den Sporttest vorbereitest. Mit Mission Musterung bereitest du dich strukturiert auf Musterung, Assessment und Einplanung bei der Bundeswehr vor.
Je früher du weißt, welches Verfahren auf dich zukommt, desto gezielter kannst du dich vorbereiten. Entscheidend ist nicht, möglichst viele angebliche Testfragen auswendig zu kennen, sondern mit vollständigen Unterlagen, realistischen Erwartungen und einem klaren Bild deines Wunschwegs anzureisen.
1. Was bedeutet Musterung 2026 überhaupt?
Der Begriff „Musterung“ wird im Alltag für verschiedene Verfahren benutzt. Rechtlich geht es bei der Musterung nach dem Wehrpflichtgesetz zunächst darum, die Tauglichkeit eines Wehrpflichtigen festzustellen.
Daneben nutzt die Bundeswehr Assessments, wenn Menschen freiwillig Soldatin oder Soldat werden möchten und ihre Eignung für eine bestimmte Laufbahn oder Verwendung festgestellt werden soll.
Das führt dazu, dass zwei Bewerber beide sagen können: „Ich fahre zur Musterung.“ Trotzdem können ihre Termine unterschiedlich aussehen.
Ein 18-jähriger Mann aus dem Geburtsjahrgang 2008, der im Rahmen des Neuen Wehrdienstes zur Musterung geladen wird, durchläuft nicht automatisch dasselbe Verfahren wie jemand, der sich für eine mehrjährige SaZ-Verpflichtung als Feldwebel beworben hat.
Deshalb solltest du als Erstes klären, wofür genau du eingeladen bist. Diese Information steht in deiner Einladung.
2. Was hat sich durch den Neuen Wehrdienst geändert?
Seit dem 1. Januar 2026 gelten die Regelungen für den Neuen Wehrdienst. Ein zentraler Bestandteil ist die neue Wehrerfassung.
Deutsche junge Männer und Frauen erhalten nach ihrem 18. Geburtstag einen Brief mit Zugang zum Onlinefragebogen. Für Männer ist die Beantwortung verpflichtend, für Frauen freiwillig. 2026 betrifft die neue systematische Erfassung zunächst den Geburtsjahrgang 2008.
Bei dem Fragebogen geht es unter anderem um Interesse am Wehrdienst, Körpergröße und Gewicht, Bildungsabschlüsse, Qualifikationen und die Selbsteinschätzung der körperlichen Leistungsfähigkeit.
Wichtig ist die Trennung zwischen Erfassung, Musterung und tatsächlichem Dienst. Der Fragebogen macht dich nicht automatisch zum Soldaten. Auch eine erfolgreiche Musterung bedeutet im September 2026 nicht automatisch, dass du gegen deinen Willen zum Wehrdienst eingezogen wirst.
Der Neue Wehrdienst basiert derzeit auf freiwilliger Dienstleistung.
3. Muss 2026 jeder Mann des Jahrgangs 2008 sofort zur Musterung?
Die gesetzliche Verpflichtung zur Musterung und der praktische Aufbau der dafür benötigten Kapazitäten sind zwei verschiedene Dinge.
Die Bundeswehr baut 24 regionale Musterungszentren auf. Die gesamte Musterungsorganisation soll bis zum 1. Juli 2027 aufgebaut sein. Die Kapazitäten für Musterungen werden schrittweise ausgebaut.
Während dieser Aufbauphase werden zunächst insbesondere Interessierte eingeladen, die nach ihren Angaben im Fragebogen für den Dienst geeignet erscheinen.
Für dich bedeutet das: Wenn du eine konkrete Einladung erhältst, hältst du dich an diese Einladung und die dort genannten Termine und Unterlagen.
Wenn du freiwillig zur Bundeswehr möchtest, musst du nicht darauf warten, irgendwann im Rahmen des neuen Systems angeschrieben oder eingeladen zu werden. Du kannst dich aktiv bewerben.
Konkretes Beispiel
Du bist 18 Jahre alt, Jahrgang 2008 und möchtest ohnehin zur Bundeswehr. Dann wäre es wenig sinnvoll, deine Karriereplanung davon abhängig zu machen, wann dein regionales Musterungszentrum vollständig aufgebaut ist.
Du kannst deinen freiwilligen Einstieg aktiv über die Bundeswehr anstoßen.
4. Wie läuft die Musterung grundsätzlich ab?
Die Bundeswehr hat das Verfahren für die Musterung bewusst verkürzt. Im Regelfall nennt sie drei Bestandteile: ärztliche Begutachtung, Computertest und persönliches Gespräch.
Ein Gespräch mit einem Psychologen oder einer Psychologin findet nur bei entsprechendem Bedarf beziehungsweise im Ausnahmefall statt. Das gesamte Verfahren ist meist innerhalb eines Tages zu schaffen.
Bei längerer Anreise kann je nach Standort eine Unterkunft zur Verfügung stehen. Die Reihenfolge der einzelnen Stationen kann sich unterscheiden.
Deshalb solltest du dich nicht darauf versteifen, dass beispielsweise zuerst der Computertest und anschließend die medizinische Untersuchung stattfinden muss. Entscheidend ist der Ablauf, den du vor Ort bekommst.
5. Was passiert bei der ärztlichen Untersuchung?
Die ärztliche Begutachtung soll feststellen, ob du den gesundheitlichen Anforderungen des Soldatenberufs gewachsen bist und für welche Tätigkeiten du medizinisch geeignet bist.
Bei der Musterung werden unter anderem Gehör, Sehkraft, Blutdruck, Rücken, Gelenke und allgemeine körperliche Belastbarkeit untersucht. In das Gesamturteil fließen außerdem Befunde wie Körpergröße, Körpergewicht, Urintest und die Beurteilung des Bewegungsapparats ein.
Dabei ist eine gesundheitliche Einschränkung nicht automatisch gleichbedeutend mit: „Bundeswehr ausgeschlossen.“ Manche Befunde können nur bestimmte Tätigkeiten ausschließen.
Die Bundeswehr nennt selbst das Beispiel einer Farbsehschwäche. Diese kann für bestimmte fliegerische Tätigkeiten relevant sein, ohne automatisch jede andere militärische Verwendung auszuschließen.
Konkretes Beispiel
Du hast eine bekannte Knieverletzung aus dem Vereinssport und wurdest bereits operiert. Dann solltest du nicht versuchen, die Operation möglichst wenig zu erwähnen.
Bring vorhandene Befunde und den OP-Bericht mit. So kann der medizinische Dienst deine Situation anhand konkreter Informationen beurteilen, statt zunächst fehlende Unterlagen nachfordern zu müssen.
6. Welche medizinischen Unterlagen solltest du mitnehmen?
Hier ist die Hauptregel besonders einfach: Nimm die medizinischen Unterlagen mit, die in deiner Einladung verlangt werden.
Zusätzlich empfiehlt die Bundeswehr für das medizinische Assessment insbesondere bereits vorhandene ärztliche Befunde, Krankenhausberichte, OP-Berichte, Allergie- oder Notfallpässe sowie Auflistungen ärztlich verordneter Medikamente.
Bei Fehlsichtigkeit solltest du deine Brille und einen aktuellen Brillen- beziehungsweise Kontaktlinsenpass oder einen vorhandenen aktuellen augenärztlichen Befund mitbringen.
Für Kontaktlinsenträger gibt die Bundeswehr außerdem einen konkreten Hinweis: Kontaktlinsen sollten mindestens 24 Stunden vor dem Sehtest nicht getragen werden, weil sie die Geometrie der Hornhaut und damit die Messung beeinflussen können.
Wenn du also am Donnerstagmorgen untersucht wirst, solltest du diesen Punkt nicht erst am Donnerstag an der Anmeldung erfahren. Plane ihn vorher ein.
7. Was passiert beim Computertest?
Der Computertest ist 2026 ein zentraler Bestandteil von Musterung und Assessment. Die Bundeswehr bezeichnet ihn als CAT beziehungsweise computergestützten Auswahltest.
Dabei können unterschiedliche Testverfahren eingesetzt werden. Die aktuelle Musterungsseite nennt insbesondere logisches Denken, Reaktionsfähigkeit, räumliches Vorstellungsvermögen, Mustererkennung und einfache Rechenaufgaben unter Zeitdruck.
Welche Aufgaben du konkret bekommst, hängt vom Verfahren und dem angestrebten Weg ab. Deshalb solltest du nicht versuchen, angeblich echte Testfragen auswendig zu lernen.
Trainiere stattdessen die zugrunde liegenden Fähigkeiten. Rechne wieder regelmäßig ohne Taschenrechner, übe logische Aufgaben, arbeite unter moderatem Zeitdruck und gewöhn dich daran, eine Aufgabe abzuschließen und anschließend konzentriert zur nächsten zu wechseln.
Die Bundeswehr verweist für die Vorbereitung selbst auf ihren digitalen Assessment-Trainer.
8. Wie bereitest du dich sinnvoll auf den CAT-Test vor?
Du brauchst dafür keine monatelange Vollzeitausbildung. Regelmäßiges Training ist sinnvoller als ein Lernmarathon kurz vor dem Termin.
Plane beispielsweise über mehrere Wochen jeweils kurze Einheiten ein. Du kannst Kopfrechnen, einfache Prozentrechnung und logische Aufgaben trainieren. Ergänze Aufgaben zum räumlichen Vorstellungsvermögen und zur Mustererkennung.
Wenn du eine technische Verwendung anstrebst und dein konkretes Assessment entsprechende Fähigkeiten prüft, beschäftigst du dich zusätzlich mit technischen Grundlagen.
Wichtig ist auch der Umgang mit Zeitdruck. Wenn du bei einer Aufgabe hängen bleibst, darf daraus nicht automatisch Nervosität für die nächsten Aufgaben entstehen.
Trainiere nicht nur richtige Lösungen. Trainiere konzentriertes Arbeiten unter Zeitdruck.
9. Gibt es 2026 immer ein Psychologengespräch?
Nein. Das unterscheidet sich von vielen älteren Musterungsberichten im Internet.
Bei der verkürzten Musterung im Neuen Wehrdienst findet ein Gespräch mit einem Psychologen oder einer Psychologin nur im Ausnahmefall beziehungsweise bei entsprechendem Klärungsbedarf statt.
Das bedeutet nicht, dass persönliche Eignung keine Rolle spielt. Zur Musterung gehört ein persönliches Gespräch. Außerdem können offene Aspekte aus dem Computertest mit Testleitung oder gegebenenfalls psychologischem Personal geklärt werden.
Bei umfangreicheren Eignungsfeststellungen sieht es anders aus. Wer sich beispielsweise für eine Dienstzeit von zwei Jahren oder länger interessiert, durchläuft zusätzliche Eignungsstationen. Dort kann ein Gespräch mit einer Assessmentkommission dazugehören.
Bereite dich deshalb auf deine Motivation und deinen Lebenslauf vor, auch wenn du keinen separaten Termin mit der Überschrift „Psychologengespräch“ in deiner Einladung findest.
10. Welche Fragen können im persönlichen Gespräch wichtig werden?
Die Bundeswehr möchte verstehen, ob deine Vorstellungen zum Dienst und dein angestrebter Weg zusammenpassen.
Bei einem umfangreicheren Assessment können beispielsweise Fragen relevant werden wie: Warum möchtest du zur Bundeswehr? Warum interessiert dich genau diese Laufbahn? Wie stellst du dir die Trennung von Familie und Freunden vor? Wie gehst du mit schwierigen Situationen in einer Gruppe um? Was erwartest du vom Soldatenberuf?
Dafür brauchst du keine auswendig gelernte Musterantwort. Du solltest aber deine eigene Entscheidung erklären können.
Konkretes Beispiel
Auf die Frage „Warum Bundeswehr?“ antwortest du nicht nur: „Weil ich schon immer zum Bund wollte.“
Erklär stattdessen, was dich konkret interessiert und was du bereits über deinen angestrebten Weg weißt. Eine glaubwürdige Antwort zeigt, dass du dich mit deiner Entscheidung beschäftigt hast.
11. Gibt es bei der Musterung einen Sporttest?
Nicht jede Musterung hat denselben Sporttest. Auf der aktuellen Bundeswehr-Seite zur Musterung wird ein Sporttest ausdrücklich für Offizierbewerber beschrieben.
Diese absolvieren beim Assessment in Köln eine abgewandelte Version des Basis-Fitness-Tests mit Pendellauf, Klimmhang und 3.000-Meter-Fahrradergometer.
Bei SaZ-Assessments nennen aktuelle Karrierecenter ebenfalls einen Sporttest als Bestandteil. Welche konkrete Ausgestaltung für deinen Termin gilt, ergibt sich aus deinem Bewerbungsweg und deiner Einladung.
Beim Freiwilligen Wehrdienst zeigen aktuelle Karrierecenter dagegen teilweise schlankere Abläufe. Auch hier können sich Verfahren und Standorte unterscheiden.
Deshalb gilt: Trainiere einen Sporttest nicht nach irgendeiner Tabelle aus dem Internet. Prüfe zuerst, welcher Test für dein Assessment tatsächlich vorgesehen ist.
Der reguläre Basis-Fitness-Test der Bundeswehr besteht im Dienst aus Pendellauf, Klimmhang und 1.000-Meter-Lauf. Der 3.000-Meter-Fahrradergometertest ist deshalb nicht einfach der allgemeine BFT für jeden Musterungsteilnehmer.
12. Was bedeuten Tauglichkeit und Verwendungsfähigkeit?
Viele Internetseiten sprechen von T1 bis T5. Das aktuell geltende Wehrpflichtgesetz unterscheidet bei der gesetzlichen Musterung drei Tauglichkeitsgrade: wehrdienstfähig, vorübergehend nicht wehrdienstfähig und nicht wehrdienstfähig.
Wer wehrdienstfähig ist, wird außerdem hinsichtlich seiner Verwendungsfähigkeit eingeordnet: voll verwendungsfähig, verwendungsfähig mit Einschränkungen für bestimmte Tätigkeiten oder verwendungsfähig mit Einschränkungen in der Grundausbildung und für bestimmte Tätigkeiten.
In der Praxis verwendet die Bundeswehr dafür weiterhin Kürzel wie T1 bis T5. Eine Einschränkung muss nicht bedeuten, dass militärischer Dienst insgesamt ausgeschlossen ist.
Sie kann bedeuten, dass bestimmte Tätigkeiten medizinisch nicht infrage kommen, andere aber sehr wohl.
Konkretes Beispiel
Bei dir wird eine medizinische Einschränkung festgestellt, die eine bestimmte Wunschverwendung ausschließt. Dann lautet die nächste sinnvolle Frage nicht nur: „Bin ich durchgefallen?“
Frag konkret: „Für welche Tätigkeiten bin ich verwendungsfähig und welche Alternativen kommen für mich infrage?“
Damit bekommst du eine Information, mit der du tatsächlich weiterarbeiten kannst.
13. Was passiert bei einer längeren SaZ-Bewerbung?
Wenn du dich länger verpflichten möchtest, wird aus der reinen Musterung eine umfangreichere Eignungsfeststellung.
Aktuelle Karrierecenter nennen für SaZ-Bewerbungen beispielsweise ärztliche Untersuchung, CAT, biografischen Fragebogen, Sporttest, Prüfgespräch, Einplanungsgespräch und Einleitung der Sicherheitsüberprüfung.
Das Verfahren prüft damit deutlich mehr als nur deine medizinische Tauglichkeit. Es geht auch darum, ob deine Fähigkeiten und deine persönliche Eignung zur angestrebten Laufbahn und Verwendung passen.
Deshalb solltest du vor einem SaZ-Assessment genau wissen, für welchen Weg du dich beworben hast. Informiere dich über Laufbahn, mögliche Verwendung und Verpflichtungsdauer.
Du musst noch kein Soldatenhandbuch auswendig kennen. Aber du solltest verstehen, wofür du dich bewirbst.
14. Was ist beim Offizierassessment anders?
Offizierbewerber durchlaufen ein umfangreicheres Auswahlverfahren beim Assessmentcenter für Führungskräfte der Bundeswehr in Köln. Dort geht es nicht nur um medizinische und kognitive Voraussetzungen.
Geprüft wird die Eignung für eine militärische Führungslaufbahn. Je nach Bewerbungsweg gehören deshalb weitere Elemente zum Verfahren. Dazu können unter anderem Gruppensituationsverfahren und Studienberatung kommen.
Auch der Sporttest ist dort konkret geregelt. Die aktuelle Bundeswehr-Musterungsseite nennt für Offizierbewerber Pendellauf, Klimmhang und 3.000-Meter-Fahrradergometer.
Wenn du dich als Offizier bewirbst, solltest du dich deshalb gezielt auf das Auswahlverfahren in Köln vorbereiten und nicht nur auf die allgemeine Musterung.
15. Was solltest du zum Termin mitnehmen?
Deine Einladung ist die verbindliche Grundlage. Lies sie vollständig und arbeite die dort genannte Liste einige Tage vorher ab.
Aktuelle Karrierecenter nennen unter anderem Einladungsschreiben, gültigen Lichtbildausweis, angeforderte Unterlagen, Impfausweis, vorhandene medizinische Befunde, gegebenenfalls Unterlagen zur Sicherheitsüberprüfung sowie Sportkleidung, Duschzeug und Handtuch, wenn dies in der Einladung verlangt wird.
Je nach Bewerbungsweg können weitere Unterlagen erforderlich sein. Pack sie nicht morgens hektisch in irgendeinen Rucksack.
Leg dir eine Dokumentenmappe an und sortiere alles am Vorabend. Bei medizinischen Unterlagen lohnt sich ebenfalls eine klare Ordnung.
Dann kannst du bei der Untersuchung schnell zeigen, welcher Befund zu welchem Thema gehört.
16. Wie solltest du dich in den letzten Wochen vorbereiten?
Die beste Vorbereitung besteht aus vier Bereichen. Erstens: Kenne deinen Bewerbungsweg. Du solltest wissen, ob du zur Musterung im Rahmen des Neuen Wehrdienstes eingeladen bist oder ein umfangreicheres Assessment für eine konkrete militärische Laufbahn absolvierst.
Zweitens: Bereite deine Unterlagen vor. Kläre frühzeitig, welche vorhandenen medizinischen Befunde relevant sind. Warte nicht bis zwei Tage vor dem Termin, wenn du einen älteren OP-Bericht erst noch suchen musst.
Drittens: Trainiere die tatsächlichen Tests. Nutze den offiziellen Assessment-Trainer für kognitive Aufgaben. Wenn dein Verfahren einen Sporttest enthält, trainiere genau auf dessen Anforderungen.
Viertens: Komm erholt an. In der letzten Woche bringt es dir wenig, dich mit extremem Training zu erschöpfen.
Schlaf, regelmäßiges Essen, eine sichere Anreise und ein klarer Kopf sind jetzt wichtiger.
17. Was solltest du am Tag vorher tun?
Prüf am Vorabend noch einmal deine Einladung. Sind alle Unterlagen eingepackt? Ist dein Ausweis gültig? Kennst du den Anfahrtsweg? Weißt du, wann du dort sein musst? Falls ein Sporttest vorgesehen ist, hast du die verlangten Sportsachen dabei?
Wenn du Kontaktlinsen trägst und ein Sehtest vorgesehen ist, beachte die Bundeswehr-Empfehlung, mindestens 24 Stunden vorher keine Kontaktlinsen zu tragen.
Geh anschließend vernünftig schlafen. Du musst am Abend vorher keine letzten hundert CAT-Aufgaben lösen.
Eine ausgeruhte Person kann vorhandene Fähigkeiten besser abrufen als jemand, der bis zwei Uhr nachts für einen Eignungstest gelernt hat.
18. Was passiert nach der Musterung?
Am Ende werden die Ergebnisse zusammengeführt. Bei der aktuellen Musterung zählen insbesondere medizinische Befunde und die Beurteilung der persönlichen beziehungsweise charakterlichen Eignung zum Gesamturteil.
Das Musterungsergebnis wird dir grundsätzlich mitgeteilt. Wenn du freiwillig zur Bundeswehr möchtest und geeignet bist, folgt die weitere Beratung beziehungsweise Einplanung.
Dabei werden mehrere Dinge zusammengebracht: deine Eignung, deine Fähigkeiten, deine Wünsche, mögliche Verwendungen und der Bedarf der Bundeswehr.
Ein Wunsch ist deshalb nicht automatisch eine Garantie. Gleichzeitig solltest du das Einplanungsgespräch aktiv nutzen.
Wenn dir eine andere Verwendung angeboten wird als ursprünglich gewünscht, frag nach: Was macht man dort konkret? Wo findet die Ausbildung statt? Welche Verpflichtungszeit gehört dazu? Welche Alternativen gibt es?
Unterschreibe deine berufliche Entscheidung nicht nur deshalb, weil du nach einem langen Assessmenttag endlich nach Hause möchtest. Verstehe zuerst, was dir angeboten wird.
19. Fazit
Die Bundeswehr-Musterung 2026 ist deutlich leichter zu verstehen, wenn du zwei Dinge auseinanderhältst.
Die Musterung im Rahmen des Neuen Wehrdienstes soll zunächst feststellen, ob du für den militärischen Dienst geeignet und tauglich bist. Sie ist im Regelfall auf ärztliche Begutachtung, Computertest und persönliches Gespräch zugeschnitten.
Wenn du dich für eine längere SaZ-Verpflichtung oder eine bestimmte Laufbahn bewirbst, wird die Eignungsfeststellung umfangreicher. Dann können Sporttest, Assessmentgespräch und weitere Auswahlstationen hinzukommen.
Für deine Vorbereitung bedeutet das: Lies zuerst deine Einladung. Kläre dann deinen Bewerbungsweg. Bereite medizinische Unterlagen vollständig vor, trainiere den Computertest und übe einen Sporttest nur dann gezielt, wenn er zu deinem Verfahren gehört.
Du musst bei der Musterung nicht beweisen, dass du bereits ein fertiger Soldat bist. Du solltest zeigen, dass du vorbereitet, ehrlich und belastbar in das Verfahren gehst und verstanden hast, wofür du dich bewirbst.
Vorbereitung mit der Soldateninitiative
Die Soldateninitiative hilft dir dabei, deine Musterung beziehungsweise dein Assessment strukturiert vorzubereiten, statt dich durch widersprüchliche Erfahrungsberichte und alte Testbeschreibungen zu arbeiten.
Ein strukturierter Check zeigt dir für deinen konkreten Bewerbungsweg, welche Unterlagen du vorbereiten solltest, welche Testbereiche relevant sind, welche medizinischen Themen du vorab klären kannst und wie du dich auf Gespräche und gegebenenfalls den Sporttest vorbereitest. Mit Mission Musterung bereitest du dich strukturiert auf Musterung, Assessment und Einplanung bei der Bundeswehr vor.
Je früher du weißt, welches Verfahren auf dich zukommt, desto gezielter kannst du dich vorbereiten. Entscheidend ist nicht, möglichst viele angebliche Testfragen auswendig zu kennen, sondern mit vollständigen Unterlagen, realistischen Erwartungen und einem klaren Bild deines Wunschwegs anzureisen.
Häufige Fragen
01
Ist Musterung dasselbe wie Assessment?
Nicht vollständig. Bei der gesetzlichen Musterung steht insbesondere die Feststellung der Tauglichkeit im Mittelpunkt. Ein Assessment für eine konkrete militärische Laufbahn kann zusätzliche Eignungstests, Gespräche und einen Sporttest umfassen.
02
Muss 2026 jeder Mann des Jahrgangs 2008 zur Musterung?
Für wehrpflichtige Männer ab Geburtsjahrgang 2008 ist die verpflichtende Musterung gesetzlich vorgesehen. Die dafür benötigte Organisation wird 2026 jedoch noch schrittweise aufgebaut und soll bis zum 1. Juli 2027 vollständig aufgebaut sein.
03
Bedeutet die Musterung, dass ich 2026 automatisch Wehrdienst leisten muss?
Nein. Der Neue Wehrdienst beruht im September 2026 auf freiwilliger Dienstleistung. Die Einführung einer Bedarfswehrpflicht würde eine zusätzliche gesetzgeberische Entscheidung des Bundestages voraussetzen.
04
Was passiert beim CAT-Test?
Der Computertest prüft je nach Verfahren verschiedene kognitive Fähigkeiten. Die Bundeswehr nennt unter anderem logisches Denken, Reaktionsfähigkeit, räumliches Vorstellungsvermögen, Mustererkennung und einfache Rechenaufgaben unter Zeitdruck.
05
Gibt es immer ein Psychologengespräch?
Nein. Bei der verkürzten Musterung findet ein separates Gespräch mit psychologischem Personal nur bei entsprechendem Bedarf statt. Umfangreichere Assessments können weitere eignungsdiagnostische Gespräche enthalten.
06
Muss jeder Bewerber einen Sporttest machen?
Nein. Nicht in jedem Musterungsverfahren ist derselbe Sporttest vorgesehen. Bei SaZ- und Offizierassessments spielt der Sporttest eine größere Rolle. Entscheidend ist deine konkrete Einladung.
07
Ist der 3.000-Meter-Fahrradergometertest der normale BFT?
Nein. Der reguläre Basis-Fitness-Test besteht aus Pendellauf, Klimmhang und 1.000-Meter-Lauf. Beim Offizierassessment in Köln wird eine abgewandelte Variante mit 3.000-Meter-Fahrradergometer verwendet.
08
Was passiert, wenn ich gesundheitlich eingeschränkt bin?
Eine gesundheitliche Einschränkung kann bestimmte Tätigkeiten ausschließen, ohne automatisch jede militärische Verwendung unmöglich zu machen. Entscheidend ist die medizinische Bewertung deiner konkreten Situation.
09
Gelten T1 bis T5 noch?
Das aktuell geltende Wehrpflichtgesetz unterscheidet die Tauglichkeitsgrade wehrdienstfähig, vorübergehend nicht wehrdienstfähig und nicht wehrdienstfähig sowie bei Wehrdienstfähigen verschiedene Verwendungsgrade. In der Praxis verwendet die Bundeswehr weiterhin Kürzel wie T1 bis T5.
10
Was soll ich zur Musterung anziehen?
Wähle saubere, ordentliche und bequeme Kleidung. Ein Anzug ist für einen normalen Musterungstermin nicht erforderlich. Wenn deine Einladung Sportkleidung verlangt, nimm diese zusätzlich mit.
11
Was ist die wichtigste Vorbereitung?
Lies deine Einladung vollständig. Sie sagt dir, welches Verfahren du tatsächlich durchläufst und welche Unterlagen und Ausrüstung du mitbringen musst. Danach bereitest du gezielt genau diese Stationen vor.
Quellen zum Nachlesen
Bundeswehr: Musterung und Assessment zum Wehrdienst – Die zentrale aktuelle Bundeswehr-Seite erklärt den Ablauf der Musterung 2026, die ärztliche Begutachtung, den Computertest, zusätzliche Assessmentgespräche, das Offizierverfahren und die Einplanung.
bundeswehr.de
bundeswehr.de
Bundeswehr: Neuer Wehrdienst – Die Übersichtsseite erklärt, welche Regelungen seit dem 1. Januar 2026 gelten, welche Teile verpflichtend sind und dass die tatsächliche Wehrdienstleistung derzeit freiwillig bleibt.
bundeswehr.de
bundeswehr.de
Bundeswehr: Fragebogen zur Wehrerfassung – Hier erklärt die Bundeswehr, wer den Fragebogen erhält, welche Angaben abgefragt werden und warum die Beantwortung für Männer verpflichtend und für Frauen freiwillig ist.
bundeswehr.de
bundeswehr.de
Bundeswehr: Musterungszentren – Die Bundeswehr informiert über die 24 geplanten regionalen Musterungszentren und den Aufbau der Musterungsorganisation bis zum 1. Juli 2027.
bundeswehr.de
bundeswehr.de
Bundeswehr: Karrierecenter Hannover – Die aktuelle Standortseite zeigt beispielhaft den unterschiedlichen Ablauf für Freiwilligen Wehrdienst und SaZ-Bewerbungen. Für SaZ werden dort unter anderem CAT, Sporttest, Prüfgespräch und Einplanung genannt.
bundeswehr.de
bundeswehr.de
Bundeswehr: Assessmentcenter für Führungskräfte der Bundeswehr – Hier informiert die Bundeswehr über das Auswahlzentrum in Köln, in dem unter anderem die Auswahl der Offizierbewerberinnen und Offizierbewerber erfolgt.
bundeswehr.de
bundeswehr.de
Bundeswehr: Basis-Fitness-Test – Die Bundeswehr erklärt den regulären Basis-Fitness-Test mit Pendellauf, Klimmhang und 1.000-Meter-Lauf. Dadurch lässt sich der reguläre BFT vom abgewandelten Test im Offizierassessment unterscheiden.
bundeswehr.de
bundeswehr.de
Bundeswehr: Medizinisches Assessment – Das offizielle Merkblatt nennt wichtige medizinische Unterlagen und Hinweise zur Vorbereitung. Dazu gehört auch die Empfehlung, Kontaktlinsen mindestens 24 Stunden vor dem Sehtest nicht zu tragen.
bundeswehr.de
bundeswehr.de
Gesetze im Internet: § 8a Wehrpflichtgesetz – Die Vorschrift enthält die aktuell geltenden gesetzlichen Tauglichkeitsgrade und Verwendungsgrade.
gesetze-im-internet.de
gesetze-im-internet.de
Gesetze im Internet: § 17 Wehrpflichtgesetz – § 17 regelt die Durchführung der Musterung und die ärztliche Untersuchung zur Feststellung der geistigen und körperlichen Tauglichkeit.
gesetze-im-internet.de
gesetze-im-internet.de
Der konkrete Ablauf von Musterung und Assessment unterscheidet sich nach Bewerbungsweg, Verpflichtungsdauer, Laufbahn, Standort und individuellem Klärungsbedarf. Maßgeblich sind deshalb immer deine persönliche Einladung und die aktuellen Vorgaben der Bundeswehr. Medizinische Befunde und Eignungsentscheidungen müssen individuell durch die zuständigen Stellen beurteilt werden. Dieser Artikel ersetzt keine medizinische oder rechtliche Einzelfallprüfung.
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