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Von Soldaten, die selbst dort waren
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Daniel, Levin & Afsal
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Daniel, Levin & Afsal


Letzte Aktualisierung: September 2026
Einordnung
Dieser Artikel gehört zum Thema Regeln und Haltung der Soldateninitiative.
Er richtet sich an Bewerberinnen und Bewerber, junge Soldatinnen und Soldaten sowie Eltern. Alkohol ist ein Thema, über das viele vor der Bundeswehr nicht wirklich nachdenken. Man hört Geschichten aus der Truppe, von Kameradschaftsabenden, vom Wochenende, von Feiern oder vom ersten Ausgang. Gleichzeitig ist klar: Soldatin oder Soldat zu sein bedeutet Verantwortung. Und Alkohol kann genau dort schnell zum Problem werden, wenn man die Grenzen nicht versteht.
Dieser Artikel erklärt nicht, dass du nie feiern darfst. Es geht um etwas anderes: Du musst wissen, wann Alkohol absolut nichts zu suchen hat, warum Restalkohol im Dienst gefährlich ist und weshalb dein Verhalten in der Freizeit trotzdem Folgen für deinen Dienst haben kann.
Wenn du zuerst verstehen willst, was Kameradschaft wirklich bedeutet, lies diesen Artikel:
Kameradschaft bei der Bundeswehr: Was sie bedeutet und was sie nicht bedeutet
Wenn dich das Thema Wochenende und Freizeit interessiert, passt dieser Artikel:
Wochenenden bei der Bundeswehr: Was realistisch ist und was du vorher wissen solltest
Letzte Aktualisierung: September 2026
Einordnung
Dieser Artikel gehört zum Thema Regeln und Haltung der Soldateninitiative.
Er richtet sich an Bewerberinnen und Bewerber, junge Soldatinnen und Soldaten sowie Eltern. Alkohol ist ein Thema, über das viele vor der Bundeswehr nicht wirklich nachdenken. Man hört Geschichten aus der Truppe, von Kameradschaftsabenden, vom Wochenende, von Feiern oder vom ersten Ausgang. Gleichzeitig ist klar: Soldatin oder Soldat zu sein bedeutet Verantwortung. Und Alkohol kann genau dort schnell zum Problem werden, wenn man die Grenzen nicht versteht.
Dieser Artikel erklärt nicht, dass du nie feiern darfst. Es geht um etwas anderes: Du musst wissen, wann Alkohol absolut nichts zu suchen hat, warum Restalkohol im Dienst gefährlich ist und weshalb dein Verhalten in der Freizeit trotzdem Folgen für deinen Dienst haben kann.
Wenn du zuerst verstehen willst, was Kameradschaft wirklich bedeutet, lies diesen Artikel:
Kameradschaft bei der Bundeswehr: Was sie bedeutet und was sie nicht bedeutet
Wenn dich das Thema Wochenende und Freizeit interessiert, passt dieser Artikel:
Wochenenden bei der Bundeswehr: Was realistisch ist und was du vorher wissen solltest
[ Kurz gesagt ]
Alkohol gehört nicht in den Dienst.
Das ist die klare Linie. Während Ausbildung, Dienst, Wache, Übungen, Truppenübungsplatz, Schießen, Fahrdienst, Umgang mit Waffen, Material oder sicherheitsrelevanten Aufgaben hat Alkohol nichts zu suchen. Auch Restalkohol kann ein Problem sein. Es reicht nicht, am Morgen zu sagen: „Ich fühle mich schon wieder okay.“ Wenn du nicht dienstfähig bist, gefährdest du dich, andere und deine Zukunft bei der Bundeswehr.
In der Freizeit ist Alkohol nicht automatisch verboten. Aber auch dort musst du verstehen, dass dein Verhalten Folgen haben kann. Wer am Wochenende völlig eskaliert, Ärger mit Polizei bekommt, Kameradinnen oder Kameraden gefährdet, peinliche Videos produziert oder am nächsten Tag nicht dienstfähig ist, handelt nicht erwachsen.
Die wichtigste Frage lautet deshalb nicht:
„Darf ich überhaupt mal trinken?“
Sondern:
„Habe ich mich so im Griff, dass mein Verhalten nicht meinen Dienst, meine Kameradschaft und meine Zukunft beschädigt?“
[ Kurz gesagt ]
Alkohol gehört nicht in den Dienst.
Das ist die klare Linie. Während Ausbildung, Dienst, Wache, Übungen, Truppenübungsplatz, Schießen, Fahrdienst, Umgang mit Waffen, Material oder sicherheitsrelevanten Aufgaben hat Alkohol nichts zu suchen. Auch Restalkohol kann ein Problem sein. Es reicht nicht, am Morgen zu sagen: „Ich fühle mich schon wieder okay.“ Wenn du nicht dienstfähig bist, gefährdest du dich, andere und deine Zukunft bei der Bundeswehr.
In der Freizeit ist Alkohol nicht automatisch verboten. Aber auch dort musst du verstehen, dass dein Verhalten Folgen haben kann. Wer am Wochenende völlig eskaliert, Ärger mit Polizei bekommt, Kameradinnen oder Kameraden gefährdet, peinliche Videos produziert oder am nächsten Tag nicht dienstfähig ist, handelt nicht erwachsen.
Die wichtigste Frage lautet deshalb nicht:
„Darf ich überhaupt mal trinken?“
Sondern:
„Habe ich mich so im Griff, dass mein Verhalten nicht meinen Dienst, meine Kameradschaft und meine Zukunft beschädigt?“
[ Inhalt ]
01
Warum Alkohol bei der Bundeswehr ein ernstes Thema ist
02
Dienst ist Dienst: Alkohol hat dort nichts zu suchen
03
Restalkohol: Der unterschätzte Fehler
04
Grundausbildung: Warum du am besten komplett darauf verzichtest
05
Wache, Waffen, Fahrzeuge und Verantwortung
06
Wochenende und Ausgang: Freizeit heißt nicht grenzenlos
07
Kameradschaftsabend, Zugabend und Gruppendruck
08
Alkohol und Social Media
09
Minderjährige Soldatinnen und Soldaten
10
Wenn jemand in der Gruppe übertreibt
11
Wenn du selbst merkst, dass es zu viel wird
12
Eltern und Partner: Was sie realistisch verstehen sollten
13
Typische Fehler am Anfang
14
Fazit
Häufige Fragen
Quellen zum Nachlesen
1. Warum Alkohol bei der Bundeswehr ein ernstes Thema ist
Alkohol ist in Deutschland gesellschaftlich sehr präsent.
Viele kennen Feiern, Geburtstage, Wochenenden, Partys oder lockere Abende mit Freunden. Für manche gehört ein Bier am Abend oder ein Drink am Wochenende einfach dazu. Deshalb unterschätzen viele, wie schnell Alkohol im Bundeswehr-Kontext problematisch werden kann.
Bei der Bundeswehr geht es aber nicht nur um dich privat.
Du bist Soldatin oder Soldat. Du hast Aufgaben, Ausrüstung, Kameradinnen und Kameraden, Vorgesetzte, Dienstpflichten und Verantwortung. Je nach Situation geht es um Waffen, Fahrzeuge, Wache, Ausbildung, Sicherheitsbereiche oder körperliche Belastung. In so einem Umfeld kann Alkohol nicht locker nebenbei behandelt werden.
Ein Fehler mit Alkohol ist nicht einfach nur peinlich.
Er kann dienstliche Folgen haben. Er kann Kameradschaft beschädigen. Er kann deine Glaubwürdigkeit zerstören. Und er kann gefährlich werden.
Deshalb ist die Grundregel einfach: Wer zur Bundeswehr geht, muss mit Alkohol erwachsen umgehen können.
2. Dienst ist Dienst: Alkohol hat dort nichts zu suchen
Während des Dienstes hat Alkohol nichts zu suchen.
Das gilt nicht nur für den Moment, in dem du direkt aus der Flasche trinken würdest. Es gilt auch für Situationen, in denen du durch Alkohol nicht voll leistungsfähig bist. Dienst bedeutet Aufmerksamkeit, Verlässlichkeit, körperliche und mentale Kontrolle.
Du kannst nicht im Dienst stehen und gleichzeitig denken, Alkohol sei eine private Kleinigkeit.
Gerade in der Ausbildung musst du Anweisungen verstehen, schnell reagieren, mit Material umgehen, auf Kameradinnen und Kameraden achten und dich in Abläufe einfügen. Alkohol passt dazu nicht. Er macht langsamer, unkonzentrierter, unzuverlässiger und riskanter.
Das klingt streng, ist aber logisch.
Niemand will jemanden neben sich haben, der nicht voll klar ist, wenn es um Ausbildung, Sicherheit oder Verantwortung geht.
3. Restalkohol: Der unterschätzte Fehler
Restalkohol ist einer der häufigsten Denkfehler.
Viele glauben, das Problem sei nur, betrunken im Dienst aufzutauchen. Aber auch der Morgen danach kann kritisch sein. Wer nachts viel trinkt, ist am nächsten Morgen nicht automatisch wieder dienstfähig, nur weil er geduscht hat, Kaffee trinkt und sich zusammenreißt.
Restalkohol kann Konzentration, Reaktion, Stimmung, Kreislauf und Leistungsfähigkeit beeinflussen.
Gerade wenn am nächsten Tag Dienst, Sport, Ausbildung, Fahren, Wache oder ein sicherheitsrelevanter Auftrag ansteht, ist das gefährlich. Du kannst nicht erwarten, dass die Gruppe deine schlechte Entscheidung vom Vorabend ausgleicht.
Dazu kommt: Alkohol im Dienst oder zu viel Restalkohol kann schnell dienstliche Konsequenzen haben. Wenn du nicht dienstfähig erscheinst, kann das nicht nur unangenehm werden, sondern auch in Richtung disziplinare Maßnahmen beziehungsweise Disziplinarverfahren gehen. Gerade deshalb solltest du das Thema nicht locker abtun.
An Zugabenden, Kameradschaftsabenden oder im Ausgang gilt daher: Zügel dich lieber, kenne deine Grenzen und schlag nicht über die Stränge. Es bringt dir nichts, am Abend besonders hart wirken zu wollen, wenn du am nächsten Morgen nicht sauber funktionierst.
Wenn du am nächsten Tag früh raus musst, ist die Frage nicht, wie viel du gerade noch irgendwie verträgst. Die Frage ist, ob du am nächsten Morgen wirklich voll dienstfähig bist.
Das ist ein großer Unterschied.
4. Grundausbildung: Warum du am besten komplett darauf verzichtest
In der Grundausbildung würde ich Alkohol grundsätzlich weglassen.
Nicht, weil du nie in deinem Leben feiern darfst. Sondern weil die Grundausbildung eine Phase ist, in der du ohnehin genug zu tun hast. Du musst ankommen, Abläufe lernen, pünktlich sein, körperlich funktionieren, deine Ausrüstung im Griff haben, mit wenig Schlaf klarkommen, Kameradschaft aufbauen und dich an den militärischen Alltag gewöhnen.
Alkohol hilft dir dabei nicht.
Er erhöht nur das Risiko, dass du am nächsten Tag müde, unkonzentriert, körperlich schwächer oder nicht voll dienstfähig bist. Gerade am Anfang kann das schnell ein schlechtes Bild erzeugen. Wenn du nach einem Ausgang, Zugabend oder Wochenende unausgeschlafen, verkatert oder mit Restalkohol erscheinst, ist das kein kleiner Schönheitsfehler. Es kann dienstliche und im Zweifel auch disziplinare Folgen haben.
Deshalb ist die klare Empfehlung für die Grundausbildung:
Verzichte auf Alkohol.
Du brauchst in dieser Phase Schlaf, Energie, Konzentration und einen klaren Kopf. Wenn andere trinken, musst du nicht mitziehen. Wenn jemand daraus ein Thema macht, ist das nicht dein Problem. In der Grundausbildung ist es deutlich stärker, am nächsten Tag fit und sauber im Dienst zu stehen, als am Abend vorher beweisen zu wollen, dass du mithalten kannst.
Du musst nicht langweilig sein.
Du musst nur Prioritäten setzen.
5. Wache, Waffen, Fahrzeuge und Verantwortung
Es gibt Bereiche, in denen Alkohol besonders gefährlich ist.
Dazu gehören Wache, Schießen, Umgang mit Waffen, Fahrzeuge, Maschinen, sicherheitsrelevante Aufgaben, Truppenübungsplatz und Ausbildungsvorhaben mit erhöhtem Risiko. In solchen Situationen brauchst du volle Aufmerksamkeit.
Ein kurzer Konzentrationsfehler kann dort mehr bedeuten als im normalen Alltag.
Deshalb muss die Grenze klar sein. Wenn du Verantwortung für Sicherheit trägst, darf Alkohol keine Rolle spielen. Auch Müdigkeit durch Feiern, zu wenig Schlaf oder Restalkohol können dich unbrauchbar machen.
Das ist nicht nur eine Frage von Vorschriften.
Es ist eine Frage von Kameradschaft.
Andere verlassen sich darauf, dass du klar bist. Wenn du das nicht bist, schadest du nicht nur dir, sondern der ganzen Gruppe.
6. Wochenende und Ausgang: Freizeit heißt nicht grenzenlos
Am Wochenende oder im Ausgang haben viele mehr Freiraum.
Das ist wichtig. Du brauchst Erholung, private Zeit, Freunde, Familie und auch mal Abstand vom Dienst. Es ist nicht das Ziel, dass du dich wie eine Maschine fühlst.
Aber Freizeit bedeutet nicht grenzenlos.
Wenn du am Wochenende trinkst, musst du trotzdem überlegen, was danach kommt. Musst du Sonntagabend zurück? Hast du Montag früh Dienst? Musst du fahren? Hast du eine lange Rückreise? Gibt es kurzfristige Änderungen? Bist du am nächsten Tag wirklich fit?
Gerade wenn du weit vom Standort entfernt bist, kann Alkohol zusätzliche Probleme machen. Zug verpassen, Rückfahrt verschlafen, Auto stehen lassen müssen, zu spät kommen oder völlig übermüdet zurückkehren. Das alles wirkt sich auf deinen Dienst aus.
Deshalb gilt: Feiern kann möglich sein. Aber du musst deine Rückkehr und Dienstfähigkeit im Griff haben.
7. Kameradschaftsabend, Zugabend und Gruppendruck
Kameradschaftsabende, Zugabende oder gemeinsame Freizeit können schön sein.
Man lernt sich kennen, lacht zusammen, baut Vertrauen auf und kommt aus dem reinen Dienstmodus heraus. Aber genau dort kann auch Gruppendruck entstehen.
Manche trinken, weil sie dazugehören wollen. Manche wollen nicht als langweilig gelten. Manche überschätzen sich, weil andere lauter, erfahrener oder lockerer wirken. Das ist gefährlich.
Gerade an solchen Abenden solltest du deine Grenzen kennen. Es geht nicht darum, dich komplett zu isolieren oder nie Spaß zu haben. Es geht darum, am nächsten Tag wieder fit, pünktlich und dienstfähig zu sein. Wer an einem Zugabend völlig übertreibt und am nächsten Morgen nicht funktioniert, schadet sich selbst und belastet die Gruppe.
Kameradschaft bedeutet nicht, jemanden zum Trinken zu drängen.
Und Kameradschaft bedeutet auch nicht, mitzuziehen, obwohl du eigentlich nicht willst.
Du darfst nein sagen. Du darfst wenig trinken. Du darfst gar nichts trinken. Wer dich dafür nicht respektiert, hat Kameradschaft nicht verstanden.
Andersherum gilt: Wenn jemand in der Gruppe nicht trinken will, mach daraus kein Thema. Respektiere es einfach.
8. Alkohol und Social Media
Alkohol und Social Media sind eine schlechte Kombination.
Was abends lustig wirkt, kann am nächsten Morgen peinlich, respektlos oder dienstlich problematisch sein. Besonders gefährlich wird es, wenn Uniform, Standort, Kameradinnen und Kameraden oder Bundeswehrbezug sichtbar sind.
Ein Video aus dem Ausgang, ein peinlicher Clip in Uniform, ein betrunkener Livestream, ein Foto aus der Unterkunft oder ein Snapchat mit Kameradinnen und Kameraden kann schnell Folgen haben.
Auch private Gruppen sind nicht sicher.
Inhalte können gespeichert, weitergeleitet oder später gegen jemanden verwendet werden. Wenn Alkohol im Spiel ist, sinkt die Hemmschwelle. Genau deshalb solltest du solche Situationen meiden.
Die einfache Regel lautet:
Wenn Alkohol im Spiel ist, erst recht nichts posten.
Und schon gar nichts mit Dienstbezug.
9. Minderjährige Soldatinnen und Soldaten
Bei minderjährigen Soldatinnen und Soldaten ist Alkohol noch sensibler.
Wenn du mit 17 zur Bundeswehr gehst, gelten weiterhin gesetzliche Altersgrenzen und Schutzvorschriften. Nur weil du Uniform trägst, bist du nicht automatisch in jeder Hinsicht erwachsen oder von Jugendschutzregeln befreit.
Auch in der Gruppe muss darauf geachtet werden.
Ältere Kameradinnen und Kameraden sollten Minderjährige nicht zum Trinken animieren oder ihnen Alkohol ermöglichen, wenn es rechtlich nicht zulässig ist. Das ist keine Kleinigkeit.
Gerade minderjährige Bewerberinnen und Bewerber sollten sich bewusst sein: Reife zeigt sich nicht darin, möglichst früh möglichst viel zu trinken.
Reife zeigt sich darin, Grenzen zu kennen.
10. Wenn jemand in der Gruppe übertreibt
Es kann passieren, dass jemand in der Gruppe übertreibt.
Vielleicht trinkt eine Person zu viel, wird laut, aggressiv, peinlich, unsicher auf den Beinen oder bringt sich in Gefahr. Dann ist Wegschauen nicht automatisch kameradschaftlich.
Kameradschaft bedeutet, Verantwortung zu übernehmen.
Das kann heißen, jemanden aus einer Situation herauszuholen, Wasser zu geben, dafür zu sorgen, dass die Person sicher nach Hause oder in die Unterkunft kommt, keine peinlichen Videos zuzulassen oder Hilfe zu holen, wenn es ernst wird.
Es bedeutet aber nicht, Fehlverhalten einfach zu decken.
Wenn jemand regelmäßig problematisch trinkt, andere gefährdet oder dienstliche Grenzen überschreitet, muss das ernst genommen werden.
Schweigen löst solche Probleme selten.
11. Wenn du selbst merkst, dass es zu viel wird
Vielleicht merkst du selbst, dass dein Umgang mit Alkohol schwierig wird.
Vielleicht trinkst du häufiger, als du willst. Vielleicht brauchst du Alkohol, um runterzukommen. Vielleicht hast du Blackouts. Vielleicht kommst du öfter nicht fit in den Tag. Vielleicht sagen dir andere, dass du dich veränderst.
Dann solltest du das nicht wegdrücken.
Hilfe zu suchen ist kein Zeichen von Schwäche. Es ist ein Zeichen von Verantwortung. Je früher du dir Unterstützung holst, desto besser. Bei der Bundeswehr gibt es verschiedene Ansprechpersonen und Unterstützungsangebote, zum Beispiel im medizinischen, sozialen oder seelsorgerischen Bereich.
Wichtig ist: Warte nicht, bis es richtig knallt.
Wenn du merkst, dass Alkohol dein Verhalten, deinen Dienst oder deine Beziehungen negativ beeinflusst, nimm es ernst.
12. Eltern und Partner: Was sie realistisch verstehen sollten
Eltern und Partnerinnen oder Partner machen sich manchmal Sorgen, wenn jemand zur Bundeswehr geht.
Sie hören Geschichten über Feiern, Kameradschaftsabende oder Wochenenden am Standort und fragen sich, ob Alkohol dort eine große Rolle spielt. Die ehrliche Antwort ist: Es kommt auf die Menschen, die Einheit, die Situation und das eigene Verhalten an.
Die Bundeswehr macht niemanden automatisch verantwortungsvoll.
Aber sie erwartet Verantwortung.
Wenn jemand schon vorher schlecht mit Alkohol umgehen konnte, verschwindet das Problem nicht automatisch durch Uniform. Wenn jemand dagegen klare Grenzen hat, muss ein Standortleben nicht problematisch sein.
Für Angehörige ist wichtig: Nicht jeder Abend mit Kameradinnen und Kameraden ist gefährlich. Aber klare Gespräche über Grenzen, Heimfahrt, Erreichbarkeit und Verhalten sind sinnvoll.
Vertrauen ist gut.
Realistische Erwartungen sind besser.
13. Typische Fehler am Anfang
Ein typischer Fehler ist, Alkohol als Mutprobe zu sehen.
Gerade junge Soldatinnen und Soldaten wollen manchmal beweisen, dass sie dazugehören. Sie trinken mehr, als sie vertragen, lachen es weg und merken zu spät, dass sie sich selbst schaden.
Ein anderer Fehler ist, Restalkohol zu unterschätzen. Der Abend vorher kann den Dienst am nächsten Morgen beeinflussen. Wenn du dadurch nicht dienstfähig bist, kann das schnell dienstliche und disziplinare Folgen haben.
Auch gefährlich ist, Alkohol mit Uniform, Social Media oder Dienstbezug zu verbinden. Das kann sehr schnell sehr unangenehm werden.
Ein weiterer Fehler ist, Gruppendruck mit Kameradschaft zu verwechseln. Wer andere zum Trinken drängt, handelt nicht kameradschaftlich. Wer nein sagt, ist nicht automatisch schwach.
Der wichtigste Punkt ist einfach:
Zügel dich an Zugabenden, kenne deine Grenzen und schlag nicht über die Stränge. Am nächsten Tag musst du wieder funktionieren.
Beherrsche dich, bevor Alkohol dich beherrscht.
14. Fazit
Alkohol bei der Bundeswehr ist kein Thema, das man locker abtun sollte.
Du musst nicht so tun, als gäbe es nie Feiern, Ausgang oder private Abende. Aber du musst verstehen, dass Soldatin oder Soldat zu sein Verantwortung bedeutet.
Im Dienst hat Alkohol nichts zu suchen. Restalkohol kann gefährlich sein und im Zweifel auch disziplinare Folgen haben. In der Freizeit musst du dich so verhalten, dass du deine Dienstfähigkeit, deine Kameradinnen und Kameraden und deine eigene Zukunft nicht gefährdest.
Kameradschaft bedeutet nicht, andere zum Trinken zu drängen oder Fehlverhalten zu decken.
Kameradschaft bedeutet, aufeinander aufzupassen und Grenzen zu respektieren.
Wenn du mit Alkohol erwachsen umgehen kannst, ist das Thema beherrschbar. Wenn nicht, kann es sehr schnell zum Problem werden.
Vorbereitung mit der Soldateninitiative
Du willst dich nicht nur organisatorisch, sondern auch mental auf die Grundausbildung und den Dienstalltag vorbereiten?
Mit Mission Grundausbildung bereitest du dich Schritt für Schritt auf deinen Start vor: Einrücken, Packliste, Stube, Spind, Einkleidung, Tagesablauf, Handy-Regeln, Kameradschaft, Freizeit, Verantwortung, mentale Vorbereitung und die ersten Wochen in der Grundausbildung.
Der Check hilft dir, typische Fehler am Anfang zu vermeiden und besser zu verstehen, welche Verantwortung du auch außerhalb der reinen Ausbildungszeit mitbringst. Dazu gehört auch, in der Grundausbildung klare Prioritäten zu setzen und Alkohol in dieser Phase lieber komplett wegzulassen.
1. Warum Alkohol bei der Bundeswehr ein ernstes Thema ist
Alkohol ist in Deutschland gesellschaftlich sehr präsent.
Viele kennen Feiern, Geburtstage, Wochenenden, Partys oder lockere Abende mit Freunden. Für manche gehört ein Bier am Abend oder ein Drink am Wochenende einfach dazu. Deshalb unterschätzen viele, wie schnell Alkohol im Bundeswehr-Kontext problematisch werden kann.
Bei der Bundeswehr geht es aber nicht nur um dich privat.
Du bist Soldatin oder Soldat. Du hast Aufgaben, Ausrüstung, Kameradinnen und Kameraden, Vorgesetzte, Dienstpflichten und Verantwortung. Je nach Situation geht es um Waffen, Fahrzeuge, Wache, Ausbildung, Sicherheitsbereiche oder körperliche Belastung. In so einem Umfeld kann Alkohol nicht locker nebenbei behandelt werden.
Ein Fehler mit Alkohol ist nicht einfach nur peinlich.
Er kann dienstliche Folgen haben. Er kann Kameradschaft beschädigen. Er kann deine Glaubwürdigkeit zerstören. Und er kann gefährlich werden.
Deshalb ist die Grundregel einfach: Wer zur Bundeswehr geht, muss mit Alkohol erwachsen umgehen können.
2. Dienst ist Dienst: Alkohol hat dort nichts zu suchen
Während des Dienstes hat Alkohol nichts zu suchen.
Das gilt nicht nur für den Moment, in dem du direkt aus der Flasche trinken würdest. Es gilt auch für Situationen, in denen du durch Alkohol nicht voll leistungsfähig bist. Dienst bedeutet Aufmerksamkeit, Verlässlichkeit, körperliche und mentale Kontrolle.
Du kannst nicht im Dienst stehen und gleichzeitig denken, Alkohol sei eine private Kleinigkeit.
Gerade in der Ausbildung musst du Anweisungen verstehen, schnell reagieren, mit Material umgehen, auf Kameradinnen und Kameraden achten und dich in Abläufe einfügen. Alkohol passt dazu nicht. Er macht langsamer, unkonzentrierter, unzuverlässiger und riskanter.
Das klingt streng, ist aber logisch.
Niemand will jemanden neben sich haben, der nicht voll klar ist, wenn es um Ausbildung, Sicherheit oder Verantwortung geht.
3. Restalkohol: Der unterschätzte Fehler
Restalkohol ist einer der häufigsten Denkfehler.
Viele glauben, das Problem sei nur, betrunken im Dienst aufzutauchen. Aber auch der Morgen danach kann kritisch sein. Wer nachts viel trinkt, ist am nächsten Morgen nicht automatisch wieder dienstfähig, nur weil er geduscht hat, Kaffee trinkt und sich zusammenreißt.
Restalkohol kann Konzentration, Reaktion, Stimmung, Kreislauf und Leistungsfähigkeit beeinflussen.
Gerade wenn am nächsten Tag Dienst, Sport, Ausbildung, Fahren, Wache oder ein sicherheitsrelevanter Auftrag ansteht, ist das gefährlich. Du kannst nicht erwarten, dass die Gruppe deine schlechte Entscheidung vom Vorabend ausgleicht.
Dazu kommt: Alkohol im Dienst oder zu viel Restalkohol kann schnell dienstliche Konsequenzen haben. Wenn du nicht dienstfähig erscheinst, kann das nicht nur unangenehm werden, sondern auch in Richtung disziplinare Maßnahmen beziehungsweise Disziplinarverfahren gehen. Gerade deshalb solltest du das Thema nicht locker abtun.
An Zugabenden, Kameradschaftsabenden oder im Ausgang gilt daher: Zügel dich lieber, kenne deine Grenzen und schlag nicht über die Stränge. Es bringt dir nichts, am Abend besonders hart wirken zu wollen, wenn du am nächsten Morgen nicht sauber funktionierst.
Wenn du am nächsten Tag früh raus musst, ist die Frage nicht, wie viel du gerade noch irgendwie verträgst. Die Frage ist, ob du am nächsten Morgen wirklich voll dienstfähig bist.
Das ist ein großer Unterschied.
4. Grundausbildung: Warum du am besten komplett darauf verzichtest
In der Grundausbildung würde ich Alkohol grundsätzlich weglassen.
Nicht, weil du nie in deinem Leben feiern darfst. Sondern weil die Grundausbildung eine Phase ist, in der du ohnehin genug zu tun hast. Du musst ankommen, Abläufe lernen, pünktlich sein, körperlich funktionieren, deine Ausrüstung im Griff haben, mit wenig Schlaf klarkommen, Kameradschaft aufbauen und dich an den militärischen Alltag gewöhnen.
Alkohol hilft dir dabei nicht.
Er erhöht nur das Risiko, dass du am nächsten Tag müde, unkonzentriert, körperlich schwächer oder nicht voll dienstfähig bist. Gerade am Anfang kann das schnell ein schlechtes Bild erzeugen. Wenn du nach einem Ausgang, Zugabend oder Wochenende unausgeschlafen, verkatert oder mit Restalkohol erscheinst, ist das kein kleiner Schönheitsfehler. Es kann dienstliche und im Zweifel auch disziplinare Folgen haben.
Deshalb ist die klare Empfehlung für die Grundausbildung:
Verzichte auf Alkohol.
Du brauchst in dieser Phase Schlaf, Energie, Konzentration und einen klaren Kopf. Wenn andere trinken, musst du nicht mitziehen. Wenn jemand daraus ein Thema macht, ist das nicht dein Problem. In der Grundausbildung ist es deutlich stärker, am nächsten Tag fit und sauber im Dienst zu stehen, als am Abend vorher beweisen zu wollen, dass du mithalten kannst.
Du musst nicht langweilig sein.
Du musst nur Prioritäten setzen.
5. Wache, Waffen, Fahrzeuge und Verantwortung
Es gibt Bereiche, in denen Alkohol besonders gefährlich ist.
Dazu gehören Wache, Schießen, Umgang mit Waffen, Fahrzeuge, Maschinen, sicherheitsrelevante Aufgaben, Truppenübungsplatz und Ausbildungsvorhaben mit erhöhtem Risiko. In solchen Situationen brauchst du volle Aufmerksamkeit.
Ein kurzer Konzentrationsfehler kann dort mehr bedeuten als im normalen Alltag.
Deshalb muss die Grenze klar sein. Wenn du Verantwortung für Sicherheit trägst, darf Alkohol keine Rolle spielen. Auch Müdigkeit durch Feiern, zu wenig Schlaf oder Restalkohol können dich unbrauchbar machen.
Das ist nicht nur eine Frage von Vorschriften.
Es ist eine Frage von Kameradschaft.
Andere verlassen sich darauf, dass du klar bist. Wenn du das nicht bist, schadest du nicht nur dir, sondern der ganzen Gruppe.
6. Wochenende und Ausgang: Freizeit heißt nicht grenzenlos
Am Wochenende oder im Ausgang haben viele mehr Freiraum.
Das ist wichtig. Du brauchst Erholung, private Zeit, Freunde, Familie und auch mal Abstand vom Dienst. Es ist nicht das Ziel, dass du dich wie eine Maschine fühlst.
Aber Freizeit bedeutet nicht grenzenlos.
Wenn du am Wochenende trinkst, musst du trotzdem überlegen, was danach kommt. Musst du Sonntagabend zurück? Hast du Montag früh Dienst? Musst du fahren? Hast du eine lange Rückreise? Gibt es kurzfristige Änderungen? Bist du am nächsten Tag wirklich fit?
Gerade wenn du weit vom Standort entfernt bist, kann Alkohol zusätzliche Probleme machen. Zug verpassen, Rückfahrt verschlafen, Auto stehen lassen müssen, zu spät kommen oder völlig übermüdet zurückkehren. Das alles wirkt sich auf deinen Dienst aus.
Deshalb gilt: Feiern kann möglich sein. Aber du musst deine Rückkehr und Dienstfähigkeit im Griff haben.
7. Kameradschaftsabend, Zugabend und Gruppendruck
Kameradschaftsabende, Zugabende oder gemeinsame Freizeit können schön sein.
Man lernt sich kennen, lacht zusammen, baut Vertrauen auf und kommt aus dem reinen Dienstmodus heraus. Aber genau dort kann auch Gruppendruck entstehen.
Manche trinken, weil sie dazugehören wollen. Manche wollen nicht als langweilig gelten. Manche überschätzen sich, weil andere lauter, erfahrener oder lockerer wirken. Das ist gefährlich.
Gerade an solchen Abenden solltest du deine Grenzen kennen. Es geht nicht darum, dich komplett zu isolieren oder nie Spaß zu haben. Es geht darum, am nächsten Tag wieder fit, pünktlich und dienstfähig zu sein. Wer an einem Zugabend völlig übertreibt und am nächsten Morgen nicht funktioniert, schadet sich selbst und belastet die Gruppe.
Kameradschaft bedeutet nicht, jemanden zum Trinken zu drängen.
Und Kameradschaft bedeutet auch nicht, mitzuziehen, obwohl du eigentlich nicht willst.
Du darfst nein sagen. Du darfst wenig trinken. Du darfst gar nichts trinken. Wer dich dafür nicht respektiert, hat Kameradschaft nicht verstanden.
Andersherum gilt: Wenn jemand in der Gruppe nicht trinken will, mach daraus kein Thema. Respektiere es einfach.
8. Alkohol und Social Media
Alkohol und Social Media sind eine schlechte Kombination.
Was abends lustig wirkt, kann am nächsten Morgen peinlich, respektlos oder dienstlich problematisch sein. Besonders gefährlich wird es, wenn Uniform, Standort, Kameradinnen und Kameraden oder Bundeswehrbezug sichtbar sind.
Ein Video aus dem Ausgang, ein peinlicher Clip in Uniform, ein betrunkener Livestream, ein Foto aus der Unterkunft oder ein Snapchat mit Kameradinnen und Kameraden kann schnell Folgen haben.
Auch private Gruppen sind nicht sicher.
Inhalte können gespeichert, weitergeleitet oder später gegen jemanden verwendet werden. Wenn Alkohol im Spiel ist, sinkt die Hemmschwelle. Genau deshalb solltest du solche Situationen meiden.
Die einfache Regel lautet:
Wenn Alkohol im Spiel ist, erst recht nichts posten.
Und schon gar nichts mit Dienstbezug.
9. Minderjährige Soldatinnen und Soldaten
Bei minderjährigen Soldatinnen und Soldaten ist Alkohol noch sensibler.
Wenn du mit 17 zur Bundeswehr gehst, gelten weiterhin gesetzliche Altersgrenzen und Schutzvorschriften. Nur weil du Uniform trägst, bist du nicht automatisch in jeder Hinsicht erwachsen oder von Jugendschutzregeln befreit.
Auch in der Gruppe muss darauf geachtet werden.
Ältere Kameradinnen und Kameraden sollten Minderjährige nicht zum Trinken animieren oder ihnen Alkohol ermöglichen, wenn es rechtlich nicht zulässig ist. Das ist keine Kleinigkeit.
Gerade minderjährige Bewerberinnen und Bewerber sollten sich bewusst sein: Reife zeigt sich nicht darin, möglichst früh möglichst viel zu trinken.
Reife zeigt sich darin, Grenzen zu kennen.
10. Wenn jemand in der Gruppe übertreibt
Es kann passieren, dass jemand in der Gruppe übertreibt.
Vielleicht trinkt eine Person zu viel, wird laut, aggressiv, peinlich, unsicher auf den Beinen oder bringt sich in Gefahr. Dann ist Wegschauen nicht automatisch kameradschaftlich.
Kameradschaft bedeutet, Verantwortung zu übernehmen.
Das kann heißen, jemanden aus einer Situation herauszuholen, Wasser zu geben, dafür zu sorgen, dass die Person sicher nach Hause oder in die Unterkunft kommt, keine peinlichen Videos zuzulassen oder Hilfe zu holen, wenn es ernst wird.
Es bedeutet aber nicht, Fehlverhalten einfach zu decken.
Wenn jemand regelmäßig problematisch trinkt, andere gefährdet oder dienstliche Grenzen überschreitet, muss das ernst genommen werden.
Schweigen löst solche Probleme selten.
11. Wenn du selbst merkst, dass es zu viel wird
Vielleicht merkst du selbst, dass dein Umgang mit Alkohol schwierig wird.
Vielleicht trinkst du häufiger, als du willst. Vielleicht brauchst du Alkohol, um runterzukommen. Vielleicht hast du Blackouts. Vielleicht kommst du öfter nicht fit in den Tag. Vielleicht sagen dir andere, dass du dich veränderst.
Dann solltest du das nicht wegdrücken.
Hilfe zu suchen ist kein Zeichen von Schwäche. Es ist ein Zeichen von Verantwortung. Je früher du dir Unterstützung holst, desto besser. Bei der Bundeswehr gibt es verschiedene Ansprechpersonen und Unterstützungsangebote, zum Beispiel im medizinischen, sozialen oder seelsorgerischen Bereich.
Wichtig ist: Warte nicht, bis es richtig knallt.
Wenn du merkst, dass Alkohol dein Verhalten, deinen Dienst oder deine Beziehungen negativ beeinflusst, nimm es ernst.
12. Eltern und Partner: Was sie realistisch verstehen sollten
Eltern und Partnerinnen oder Partner machen sich manchmal Sorgen, wenn jemand zur Bundeswehr geht.
Sie hören Geschichten über Feiern, Kameradschaftsabende oder Wochenenden am Standort und fragen sich, ob Alkohol dort eine große Rolle spielt. Die ehrliche Antwort ist: Es kommt auf die Menschen, die Einheit, die Situation und das eigene Verhalten an.
Die Bundeswehr macht niemanden automatisch verantwortungsvoll.
Aber sie erwartet Verantwortung.
Wenn jemand schon vorher schlecht mit Alkohol umgehen konnte, verschwindet das Problem nicht automatisch durch Uniform. Wenn jemand dagegen klare Grenzen hat, muss ein Standortleben nicht problematisch sein.
Für Angehörige ist wichtig: Nicht jeder Abend mit Kameradinnen und Kameraden ist gefährlich. Aber klare Gespräche über Grenzen, Heimfahrt, Erreichbarkeit und Verhalten sind sinnvoll.
Vertrauen ist gut.
Realistische Erwartungen sind besser.
13. Typische Fehler am Anfang
Ein typischer Fehler ist, Alkohol als Mutprobe zu sehen.
Gerade junge Soldatinnen und Soldaten wollen manchmal beweisen, dass sie dazugehören. Sie trinken mehr, als sie vertragen, lachen es weg und merken zu spät, dass sie sich selbst schaden.
Ein anderer Fehler ist, Restalkohol zu unterschätzen. Der Abend vorher kann den Dienst am nächsten Morgen beeinflussen. Wenn du dadurch nicht dienstfähig bist, kann das schnell dienstliche und disziplinare Folgen haben.
Auch gefährlich ist, Alkohol mit Uniform, Social Media oder Dienstbezug zu verbinden. Das kann sehr schnell sehr unangenehm werden.
Ein weiterer Fehler ist, Gruppendruck mit Kameradschaft zu verwechseln. Wer andere zum Trinken drängt, handelt nicht kameradschaftlich. Wer nein sagt, ist nicht automatisch schwach.
Der wichtigste Punkt ist einfach:
Zügel dich an Zugabenden, kenne deine Grenzen und schlag nicht über die Stränge. Am nächsten Tag musst du wieder funktionieren.
Beherrsche dich, bevor Alkohol dich beherrscht.
14. Fazit
Alkohol bei der Bundeswehr ist kein Thema, das man locker abtun sollte.
Du musst nicht so tun, als gäbe es nie Feiern, Ausgang oder private Abende. Aber du musst verstehen, dass Soldatin oder Soldat zu sein Verantwortung bedeutet.
Im Dienst hat Alkohol nichts zu suchen. Restalkohol kann gefährlich sein und im Zweifel auch disziplinare Folgen haben. In der Freizeit musst du dich so verhalten, dass du deine Dienstfähigkeit, deine Kameradinnen und Kameraden und deine eigene Zukunft nicht gefährdest.
Kameradschaft bedeutet nicht, andere zum Trinken zu drängen oder Fehlverhalten zu decken.
Kameradschaft bedeutet, aufeinander aufzupassen und Grenzen zu respektieren.
Wenn du mit Alkohol erwachsen umgehen kannst, ist das Thema beherrschbar. Wenn nicht, kann es sehr schnell zum Problem werden.
Vorbereitung mit der Soldateninitiative
Du willst dich nicht nur organisatorisch, sondern auch mental auf die Grundausbildung und den Dienstalltag vorbereiten?
Mit Mission Grundausbildung bereitest du dich Schritt für Schritt auf deinen Start vor: Einrücken, Packliste, Stube, Spind, Einkleidung, Tagesablauf, Handy-Regeln, Kameradschaft, Freizeit, Verantwortung, mentale Vorbereitung und die ersten Wochen in der Grundausbildung.
Der Check hilft dir, typische Fehler am Anfang zu vermeiden und besser zu verstehen, welche Verantwortung du auch außerhalb der reinen Ausbildungszeit mitbringst. Dazu gehört auch, in der Grundausbildung klare Prioritäten zu setzen und Alkohol in dieser Phase lieber komplett wegzulassen.
Häufige Fragen
01
Darf man bei der Bundeswehr Alkohol trinken?
02
Ist Restalkohol ein Problem?
03
Darf man in der Grundausbildung am Wochenende trinken?
04
Was ist mit Alkohol in Uniform?
05
Was mache ich, wenn Kameraden mich zum Trinken drängen?
06
Was mache ich, wenn jemand zu viel getrunken hat?
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Was ist der größte Fehler?
Quellen zum Nachlesen
Bundeswehr: Innere Führung
Soldatisches Selbstverständnis und Verantwortung
Soldatisches Selbstverständnis und Verantwortung
Bundeswehr: Werte der Bundeswehr
Soldatisches Selbstverständnis und Verantwortung
Soldatisches Selbstverständnis und Verantwortung
Bundeswehr: Soldatinnen und Soldaten
Soldatisches Selbstverständnis und Verantwortung
Soldatisches Selbstverständnis und Verantwortung
Bundeswehr: Sozialdienst der Bundeswehr
Hilfe, Beratung und Unterstützung
Hilfe, Beratung und Unterstützung
Bundeswehr: Militärseelsorge
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Alkohol, Dienstfähigkeit, Ausgang, Wache, sicherheitsrelevante Tätigkeiten und konkrete Verhaltensvorgaben hängen von geltenden Vorschriften, Einheit, Standort, Dienstplan und konkreten Befehlen ab. Maßgeblich sind immer die dienstlichen Vorgaben deiner Einheit und die geltenden Gesetze.
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[ Damals · IT-Feldwebel ]

Daniel
Soldaten-Pate
7 Jahre IT-Feldwebel, FW-Laufbahn
„Ich weiß noch genau, wie sich der erste Tag anfühlt. Deshalb nehme ich jede Frage ernst, auch die, die klein wirkt.“

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Afsal
Soldaten-Pate
4 Jahre Feldjäger, ROA i.W.
„Ich sage, wie es ist. Und was man daraus macht.“

[ Damals · Panzergrenadier ]

Levin
Gespräche & Organisation
8 Jahre Panzergrenadier, ROA a. d. W.
„Ich hätte mir das damals selbst gewünscht. Deshalb gibt es uns.“
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