Zurück zum Archiv

[

·

Eltern

]

Was Eltern zur Musterung bei der Bundeswehr wissen sollten

Familie & Beziehung

Musterung & Auswahl

Gez.

Daniel, Levin & Afsal

Zurück zum Archiv

[

·

Eltern

]

Was Eltern zur Musterung bei der Bundeswehr wissen sollten

Familie & Beziehung

Musterung & Auswahl

Gez.

Daniel, Levin & Afsal

Zurück zum Archiv

[

·

Eltern

]

Was Eltern zur Musterung bei der Bundeswehr wissen sollten

Familie & Beziehung

Musterung & Auswahl

Gez.

Daniel, Levin & Afsal

Letzte Aktualisierung: Oktober 2026

Einordnung

Dieser Artikel gehört zum Thema Familie & Beziehung der Soldateninitiative.

Er richtet sich an Eltern, deren Sohn oder Tochter zur Musterung beziehungsweise zu einem Assessment der Bundeswehr eingeladen wurde. Sie erfahren, was dort geprüft wird, welche Tests je nach Bewerbungsweg dazugehören und wie Sie Ihr Kind sinnvoll auf den Termin vorbereiten können.

Wenn Ihr Sohn oder Ihre Tochter zur Musterung beziehungsweise zum Assessment der Bundeswehr eingeladen wird, entstehen zuhause schnell viele Fragen. Was wird medizinisch untersucht? Welche Tests kommen vor? Muss mein Kind einen Sporttest machen? Darf ich mitkommen? Was passiert, wenn eine gesundheitliche Einschränkung festgestellt wird? Und bedeutet eine erfolgreiche Musterung bereits, dass der Dienst bei der Bundeswehr feststeht?

Die wichtigste Einordnung lautet: Die Musterung klärt zunächst die Eignung für den militärischen Dienst. Sie ist nicht mit dem Dienstantritt gleichzusetzen.

Seit 2026 kommt eine weitere Besonderheit hinzu. Mit dem neuen Wehrdienst wurde die verpflichtende Musterung für wehrpflichtige Männer ab dem Geburtsjahrgang 2008 gesetzlich wieder eingeführt. Gleichzeitig beruht der tatsächliche Wehrdienst derzeit weiterhin auf Freiwilligkeit.

Für Eltern ist außerdem wichtig, Musterung und umfangreicheres Assessment auseinanderzuhalten. Nicht jede Bewerberin und jeder Bewerber durchläuft dasselbe Verfahren.

Wenn Sie zuerst verstehen wollen, welche Wege vor Bewerbung, Beratung und Musterung grundsätzlich möglich sind, lesen Sie diesen Artikel:

Mein Kind will zur Bundeswehr: Was Eltern vor Bewerbung, Beratung und Musterung wissen sollten

Wenn Sie wissen wollen, wie Sie Ihr Kind grundsätzlich unterstützen können, passt dieser Artikel:

Was Eltern tun können, wenn ihr Kind zur Bundeswehr will

Letzte Aktualisierung: Oktober 2026

Einordnung

Dieser Artikel gehört zum Thema Familie & Beziehung der Soldateninitiative.

Er richtet sich an Eltern, deren Sohn oder Tochter zur Musterung beziehungsweise zu einem Assessment der Bundeswehr eingeladen wurde. Sie erfahren, was dort geprüft wird, welche Tests je nach Bewerbungsweg dazugehören und wie Sie Ihr Kind sinnvoll auf den Termin vorbereiten können.

Wenn Ihr Sohn oder Ihre Tochter zur Musterung beziehungsweise zum Assessment der Bundeswehr eingeladen wird, entstehen zuhause schnell viele Fragen. Was wird medizinisch untersucht? Welche Tests kommen vor? Muss mein Kind einen Sporttest machen? Darf ich mitkommen? Was passiert, wenn eine gesundheitliche Einschränkung festgestellt wird? Und bedeutet eine erfolgreiche Musterung bereits, dass der Dienst bei der Bundeswehr feststeht?

Die wichtigste Einordnung lautet: Die Musterung klärt zunächst die Eignung für den militärischen Dienst. Sie ist nicht mit dem Dienstantritt gleichzusetzen.

Seit 2026 kommt eine weitere Besonderheit hinzu. Mit dem neuen Wehrdienst wurde die verpflichtende Musterung für wehrpflichtige Männer ab dem Geburtsjahrgang 2008 gesetzlich wieder eingeführt. Gleichzeitig beruht der tatsächliche Wehrdienst derzeit weiterhin auf Freiwilligkeit.

Für Eltern ist außerdem wichtig, Musterung und umfangreicheres Assessment auseinanderzuhalten. Nicht jede Bewerberin und jeder Bewerber durchläuft dasselbe Verfahren.

Wenn Sie zuerst verstehen wollen, welche Wege vor Bewerbung, Beratung und Musterung grundsätzlich möglich sind, lesen Sie diesen Artikel:

Mein Kind will zur Bundeswehr: Was Eltern vor Bewerbung, Beratung und Musterung wissen sollten

Wenn Sie wissen wollen, wie Sie Ihr Kind grundsätzlich unterstützen können, passt dieser Artikel:

Was Eltern tun können, wenn ihr Kind zur Bundeswehr will

[ Kurz gesagt ]

Bei der Musterung wird geprüft, ob Ihr Kind gesundheitlich für den militärischen Dienst geeignet ist. Im aktuellen Verfahren zum neuen Wehrdienst gehören außerdem ein Computertest und ein persönliches Gespräch zum regulären Ablauf.

Ein psychologisches Gespräch ist beim neuen Wehrdienst nicht automatisch für jede Person vorgesehen. Die Bundeswehr nennt es als zusätzlichen Bestandteil für besondere Fälle. Bei Bewerbungen für längere Verpflichtungen oder bestimmte Laufbahnen kann das Auswahlverfahren dagegen umfangreicher sein.

Auch ein Sporttest gehört nicht pauschal zu jeder Musterung. Bei bestimmten Bewerbungswegen und Assessments kann er Teil des Auswahlverfahrens sein.

Für Eltern ist deshalb die Einladung Ihres Kindes die wichtigste Grundlage. Dort steht, wann und wo der Termin stattfindet und welche Unterlagen mitgebracht werden müssen.

Ihre sinnvollste Rolle besteht darin, bei Vorbereitung, Unterlagen und Anreise zu unterstützen. Die Untersuchungen, Tests und Gespräche absolviert Ihr Kind selbst.

[ Kurz gesagt ]

Bei der Musterung wird geprüft, ob Ihr Kind gesundheitlich für den militärischen Dienst geeignet ist. Im aktuellen Verfahren zum neuen Wehrdienst gehören außerdem ein Computertest und ein persönliches Gespräch zum regulären Ablauf.

Ein psychologisches Gespräch ist beim neuen Wehrdienst nicht automatisch für jede Person vorgesehen. Die Bundeswehr nennt es als zusätzlichen Bestandteil für besondere Fälle. Bei Bewerbungen für längere Verpflichtungen oder bestimmte Laufbahnen kann das Auswahlverfahren dagegen umfangreicher sein.

Auch ein Sporttest gehört nicht pauschal zu jeder Musterung. Bei bestimmten Bewerbungswegen und Assessments kann er Teil des Auswahlverfahrens sein.

Für Eltern ist deshalb die Einladung Ihres Kindes die wichtigste Grundlage. Dort steht, wann und wo der Termin stattfindet und welche Unterlagen mitgebracht werden müssen.

Ihre sinnvollste Rolle besteht darin, bei Vorbereitung, Unterlagen und Anreise zu unterstützen. Die Untersuchungen, Tests und Gespräche absolviert Ihr Kind selbst.

[ Inhalt ]

01

Seit 2026 hat die Musterung eine neue Bedeutung

02

Nicht jeder wird 2026 sofort zur Pflichtmusterung eingeladen

03

Was bei der Musterung tatsächlich geprüft wird

04

Eine Brille oder Vorerkrankung bedeutet nicht automatisch das Aus

05

Gesundheitliche Angaben sollten vollständig und ehrlich sein

06

Welche Unterlagen Ihr Kind mitbringen muss

07

Der Computertest gehört beim neuen Wehrdienst dazu

08

Das persönliche Gespräch gehört ebenfalls zum Verfahren

09

Ein Psychologengespräch ist nicht bei jedem neuen Wehrdienst automatisch vorgesehen

10

Auch der Sporttest gehört nicht automatisch zu jeder Musterung

11

Musterung und umfangreiches Assessment sind nicht dasselbe

12

Was Sie als Eltern vor dem Termin konkret tun können

13

Darf ich mein Kind zur Musterung begleiten?

14

Wenn Ihr Kind volljährig ist

15

Wenn Ihr Kind mit 17 zur Bundeswehr möchte

16

Was passiert am Ende der Musterung?

17

Was T1, T2 und T3 für Eltern bedeuten

18

Was T4 bedeutet

19

Wenn Ihr Kind nach dem Ergebnis enttäuscht ist

20

Wenn Ihr Kind vor der Musterung sehr nervös ist

21

Was Eltern bei der Vorbereitung besser nicht übernehmen

22

Fazit

Häufige Fragen

Quellen zum Nachlesen

1. Seit 2026 hat die Musterung eine neue Bedeutung

Seit dem 1. Januar 2026 gelten die Regelungen des neuen Wehrdienstes. Wehrpflichtige Männer ab dem Geburtsjahrgang 2008 müssen an der Wehrerfassung teilnehmen. Dazu gehören der Fragebogen und die gesetzlich vorgesehene Musterung.

Für Frauen besteht diese Verpflichtung nicht. Sie können sich freiwillig für einen Dienst bei der Bundeswehr interessieren und durchlaufen bei einer entsprechenden Bewerbung ebenfalls die erforderlichen Eignungsprüfungen.

Der entscheidende Punkt für Eltern lautet: Pflicht zur Musterung und Pflicht zum tatsächlichen Wehrdienst sind derzeit nicht dasselbe. Der neue Wehrdienst beruht aktuell auf Freiwilligkeit.

Ein wehrpflichtiger junger Mann kann also zur verpflichtenden Musterung aufgefordert werden, ohne dass daraus automatisch ein tatsächlicher Dienst bei der Bundeswehr folgt. Das ist eine der wichtigsten Unterscheidungen, wenn bei Ihnen zuhause erstmals Post der Bundeswehr ankommt.

Konkretes Beispiel

Ihr Sohn erhält nach seinem 18. Geburtstag Post der Bundeswehr und später eine Einladung zur Musterung.

Das bedeutet zunächst, dass seine Eignung festgestellt werden soll. Daraus folgt nicht automatisch, dass er anschließend tatsächlich Wehrdienst leisten muss.

2. Nicht jeder wird 2026 sofort zur Pflichtmusterung eingeladen

Die neue Musterungsorganisation befindet sich 2026 noch im Aufbau. Die Bundeswehr plant bundesweit 24 neue Musterungszentren. Die vollständige Musterungsorganisation soll bis zum 1. Juli 2027 aufgebaut sein. Erste verpflichtende Musterungen laufen in einzelnen Regionen bereits seit Juli 2026.

Während dieser Übergangsphase werden nach Angaben der Bundeswehr zunächst vor allem Personen zu einem Assessment eingeladen, die Interesse am Dienst gezeigt haben und aufgrund ihrer Angaben im Fragebogen grundsätzlich geeignet erscheinen.

Das bedeutet für Eltern: Wenn Ihr Sohn zum Geburtsjahrgang 2008 gehört, heißt das nicht automatisch, dass bereits unmittelbar nach dem Fragebogen ein Musterungstermin folgt. Die Umsetzung wird schrittweise hochgefahren.

Wenn eine Einladung kommt, ist diese Einladung maßgeblich.

3. Was bei der Musterung tatsächlich geprüft wird

Der Kern der Musterung ist die gesundheitliche Beurteilung. Das Wehrpflichtgesetz schreibt vor, dass Wehrpflichtige vor der Musterungsentscheidung eingehend auf ihre geistige und körperliche Tauglichkeit ärztlich untersucht werden.

Bei der medizinischen Untersuchung betrachtet die Bundeswehr nicht einfach nur, ob jemand sportlich aussieht. Geprüft werden gesundheitliche Voraussetzungen, die für den militärischen Dienst und mögliche Verwendungen relevant sind.

Dazu gehören unter anderem Sehvermögen, Hörvermögen, Blutdruck, Körpergröße und Körpergewicht, Bewegungsapparat und gesundheitliche Vorgeschichte. Auch eine Urinuntersuchung gehört zum medizinischen Verfahren.

Bestehende Erkrankungen, frühere Operationen, Verletzungen, Allergien und regelmäßig eingenommene Medikamente können ebenfalls eine Rolle spielen.

Das Ziel ist nicht, einen vollkommen gesunden Menschen ohne irgendeine medizinische Vorgeschichte zu finden. Es geht darum festzustellen, welche militärischen Tätigkeiten gesundheitlich möglich sind.

Konkretes Beispiel

Ihr Kind hatte vor einigen Jahren eine Knieoperation und ist heute beschwerdefrei.

Dann ist nicht die Tatsache der Operation allein entscheidend. Relevant ist, wie das Knie heute belastbar ist und welche Verwendung angestrebt wird.

4. Eine Brille oder Vorerkrankung bedeutet nicht automatisch das Aus

Viele Eltern beginnen schon vor dem Termin selbst zu rechnen. Das Kind trägt eine Brille, hatte früher Asthma, wurde am Knie operiert oder war wegen psychischer Belastungen in Behandlung. Daraus entsteht schnell die Sorge, die Bundeswehr werde die Bewerbung automatisch ablehnen.

So pauschal lässt sich die medizinische Beurteilung nicht vorwegnehmen. Entscheidend sind Art, Ausprägung, aktueller Zustand und die Anforderungen der jeweiligen Verwendung.

Eine Sehschwäche kann beispielsweise dazu führen, dass bestimmte Tätigkeiten eingeschränkt sind, ohne dass der militärische Dienst insgesamt ausgeschlossen sein muss. Ähnliches gilt für viele andere gesundheitliche Befunde.

Auch eine frühere psychotherapeutische oder psychiatrische Behandlung bedeutet nicht automatisch eine dauerhafte Nichteignung.

Für Eltern ist deshalb eine einfache Vorgehensweise sinnvoll: Helfen Sie Ihrem Kind, relevante medizinische Unterlagen vollständig zusammenzustellen, und überlassen Sie die medizinische Bewertung der zuständigen ärztlichen Stelle.

5. Gesundheitliche Angaben sollten vollständig und ehrlich sein

Der Versuch, eine Diagnose oder frühere Behandlung bei der Musterung zu verschweigen, ist keine sinnvolle Vorbereitung. Sagen Sie Ihrem Kind deshalb nicht, es solle eine gesundheitliche Vorgeschichte besser unerwähnt lassen, um seine Chancen zu verbessern.

Wenn relevante Befunde vorhanden sind, gehören die entsprechenden Unterlagen mit, soweit sie verlangt werden oder für die Beurteilung wichtig sind. Dazu können beispielsweise aktuelle Facharztberichte, Operationsberichte, Befunde zu früheren Verletzungen, Allergieunterlagen oder ein Medikamentenplan gehören.

Auch ärztlich verordnete Medikamente sollten nicht eigenständig vor der Musterung abgesetzt werden. Ihr Kind soll bei der Untersuchung seinen tatsächlichen gesundheitlichen Zustand zeigen.

Nur auf dieser Grundlage lässt sich sinnvoll beurteilen, welche militärischen Verwendungen infrage kommen.

Konkretes Beispiel

Ihr Kind nimmt regelmäßig ein verschriebenes Medikament und überlegt, es vor der Musterung für einige Tage wegzulassen.

Davon sollten Sie abraten. Das Medikament wird wie ärztlich vorgesehen weiter eingenommen und relevante Unterlagen werden mitgebracht.

6. Welche Unterlagen Ihr Kind mitbringen muss

Die verbindliche Antwort steht in der Einladung. Das Wehrpflichtgesetz verpflichtet die Betroffenen ausdrücklich dazu, die in der Ladung angegebenen Unterlagen zur Musterung mitzubringen.

Deshalb sollten Sie einige Tage vor dem Termin gemeinsam prüfen, ob alles vorhanden ist.

Je nach Verfahren können Identitätsdokumente, medizinische Befunde, Brillenunterlagen, Allergieunterlagen oder weitere Nachweise verlangt beziehungsweise für die Untersuchung relevant sein.

Packen Sie nicht wahllos sämtliche Arztunterlagen seit der Kindheit ein. Sortieren Sie die Dokumente nach den Anforderungen der Einladung und danach, was für aktuelle oder frühere relevante Erkrankungen tatsächlich wichtig ist.

Eine übersichtliche Mappe ist dabei hilfreicher als ein ungeordneter Stapel Papier. Ihr Kind sollte außerdem selbst wissen, welche Unterlagen es mitbringt und warum.

7. Der Computertest gehört beim neuen Wehrdienst dazu

Neben der medizinischen Untersuchung gehört beim aktuellen Assessment zum neuen Wehrdienst ein Computertest zum regulären Verfahren. Dabei werden verschiedene Fähigkeiten erfasst, die für die weitere Einschätzung der Bewerberin oder des Bewerbers relevant sind.

Je nach Bewerbungsweg können computergestützte Tests beispielsweise kognitive Fähigkeiten, Konzentration oder andere eignungsbezogene Bereiche erfassen.

Eltern müssen dafür kein privates Trainingsprogramm zusammenstellen. Sinnvoller ist eine vernünftige Vorbereitung: Ihr Kind sollte ausgeschlafen erscheinen, die Einladung vollständig gelesen haben und sich darauf einstellen, konzentriert Aufgaben zu bearbeiten.

Wer einzelne Aufgabentypen vorher kennenlernen möchte, kann sich mit seriösen Vorbereitungsmaterialien beschäftigen. Der Sinn besteht aber nicht darin, Antworten auswendig zu lernen. Es geht darum, die eigenen Fähigkeiten zu zeigen.

Konkretes Beispiel

Ihr Kind möchte am Vorabend noch mehrere Stunden mit Testaufgaben üben.

Hilfreicher ist es, rechtzeitig Schluss zu machen, die Unterlagen fertigzulegen und ausreichend zu schlafen. Konzentration am Testtag ist wichtiger als ein hektischer Lernabend.

8. Das persönliche Gespräch gehört ebenfalls zum Verfahren

Beim neuen Wehrdienst gehört ein persönliches Gespräch zum regulären Assessment. Dabei geht es unter anderem darum, den weiteren Weg zu besprechen und ein persönliches Bild zu gewinnen.

Ihr Kind sollte deshalb selbst erklären können, warum es sich für den Wehrdienst interessiert und welche Erwartungen es hat. Sie müssen zuhause keine perfekten Antworten formulieren.

Hilfreicher ist es, einige einfache Fragen zu besprechen. Warum interessiert sich Ihr Kind für die Bundeswehr? Welche Tätigkeiten reizen es? Wie lange möchte es Dienst leisten? Was erwartet es vom Soldatenberuf? Welche Alternativen wären für Ihr Kind denkbar?

Wenn Ihr Kind diese Fragen in eigenen Worten beantworten kann, ist das eine wesentlich bessere Vorbereitung als ein auswendig gelernter Text.

9. Ein Psychologengespräch ist nicht bei jedem neuen Wehrdienst automatisch vorgesehen

Hier ist eine wichtige Unterscheidung nötig. Beim aktuellen Verfahren für den neuen Wehrdienst nennt die Bundeswehr als reguläre Bestandteile die ärztliche Begutachtung, den Computertest und das persönliche Gespräch.

Ein zusätzliches psychologisches Gespräch ist nach den aktuellen Bundeswehrinformationen nur in besonderen Fällen vorgesehen. Deshalb sollten Eltern ihrem Kind nicht den Eindruck vermitteln, dass bei jeder Musterung automatisch ein großes psychologisches Auswahlinterview wartet.

Bei umfangreicheren Bewerbungsverfahren sieht das anders aus. Wer sich beispielsweise für eine längere Verpflichtung als Soldatin oder Soldat auf Zeit oder für bestimmte Laufbahnen bewirbt, kann ein deutlich umfassenderes Assessment durchlaufen.

Genau deshalb ist es wichtig, immer zu fragen: Für welchen Dienst und welche Laufbahn bewirbt sich mein Kind eigentlich?

10. Auch der Sporttest gehört nicht automatisch zu jeder Musterung

Ein weiterer verbreiteter Irrtum betrifft den Sporttest. Die Musterung im neuen Wehrdienst ist nicht automatisch dasselbe wie das vollständige Auswahlverfahren für eine längerfristige militärische Karriere.

Auf der aktuellen Bundeswehrseite zur Musterung im neuen Wehrdienst wird ein Sporttest nicht als regulärer Bestandteil des eintägigen Grundverfahrens aufgeführt. Bei anderen Bewerbungswegen kann er dagegen dazugehören.

Aktuelle Karrierecenter beschreiben beispielsweise bei Bewerbungen als Soldatin oder Soldat auf Zeit ein umfangreicheres Assessment mit ärztlicher Untersuchung, Computertest, Sporttest, Prüfgespräch und Einplanung.

Wenn Ihr Kind Ihnen also erzählt, ein Freund habe bei der Bundeswehr einen Sporttest absolviert, während in der eigenen Einladung nichts davon steht, müssen sich diese Aussagen nicht widersprechen. Die beiden Personen können schlicht unterschiedliche Bewerbungswege durchlaufen.

Konkretes Beispiel

Ein Freund Ihres Kindes bewirbt sich als Soldat auf Zeit und absolviert einen Sporttest.

Ihr Kind wird dagegen im Rahmen des neuen Wehrdienstes gemustert und hat keinen Sporttest in der Einladung. Beide Abläufe können korrekt sein.

11. Musterung und umfangreiches Assessment sind nicht dasselbe

Diese Unterscheidung hilft bei vielen Missverständnissen. Die neuen Musterungszentren sollen künftig vor allem die grundsätzliche Eignung für den Dienst in den Streitkräften prüfen.

Die bestehenden Karrierecenter bleiben dagegen für Beratung und Betreuung zuständig und führen auch umfassendere medizinische, körperliche, kognitive und psychische Eignungsprüfungen für militärische und zivile Laufbahnen durch.

Ein junger Mann, der aufgrund seiner Wehrpflicht zur Musterung erscheint, muss deshalb nicht automatisch dasselbe Auswahlverfahren durchlaufen wie eine Bewerberin für eine mehrjährige Feldwebel- oder Offizierlaufbahn.

Lesen Sie deshalb Erfahrungsberichte im Internet immer mit dieser Frage im Hinterkopf: Welches Verfahren hat diese Person eigentlich durchlaufen? Ohne diese Information lassen sich Abläufe nur schwer miteinander vergleichen.

12. Was Sie als Eltern vor dem Termin konkret tun können

Ihre Unterstützung ist vor allem bei der Organisation hilfreich. Lesen Sie gemeinsam die Einladung, prüfen Sie Termin und Adresse und planen Sie die Anreise mit ausreichend Zeit.

Helfen Sie beim Sortieren relevanter medizinischer Unterlagen und achten Sie darauf, dass Ihr Kind die verlangten Dokumente tatsächlich dabeihat. Danach darf die Verantwortung zunehmend bei Ihrem Kind liegen.

Es sollte selbst wissen, wann der Termin beginnt, welche Unterlagen in seiner Mappe liegen und an welcher Stelle es sich melden muss. Das ist keine unnötige Härte, sondern ein sinnvoller Schritt in Richtung Selbstständigkeit.

Ihr Kind interessiert sich für einen Beruf, in dem Eigenverantwortung eine wichtige Rolle spielt. Diese Eigenverantwortung darf bereits bei einem offiziellen Termin beginnen.

Konkretes Beispiel

Sie prüfen am Vorabend gemeinsam die Dokumentenmappe und die Zugverbindung.

Am nächsten Morgen trägt Ihr Kind die Mappe selbst, kennt den Termin und weiß, an welchem Standort es sich melden muss.

13. Darf ich mein Kind zur Musterung begleiten?

Sie können Ihr Kind selbstverständlich bei der Anreise unterstützen oder zum Standort bringen. Die Musterung selbst ist jedoch kein Termin, den Eltern für ihr Kind absolvieren.

Medizinische Untersuchungen, Computertest und Gespräche richten sich an die betroffene Person. Ihr Kind muss selbst antworten und die vorgesehenen Stationen selbst durchlaufen.

Gerade bei volljährigen Bewerberinnen und Bewerbern sollten Sie deshalb damit rechnen, dass Sie bei persönlichen Untersuchungen und Gesprächen nicht dabei sind und auch nicht automatisch anschließend sämtliche Ergebnisse erhalten.

Bei Minderjährigen besteht eine andere rechtliche Ausgangslage, weil Eltern beziehungsweise Sorgeberechtigte bei bestimmten Entscheidungen und Einwilligungen eine formale Rolle haben. Auch dann sollte Ihr Kind aber möglichst selbstständig auftreten.

14. Wenn Ihr Kind volljährig ist

Mit 18 entscheidet Ihr Kind grundsätzlich selbst über seine Bewerbung und darüber, welche persönlichen Informationen es mit Ihnen teilt. Das betrifft besonders Gesundheitsdaten und Ergebnisse aus Auswahlverfahren.

Für Eltern kann das ungewohnt sein. Vielleicht haben Sie bisher Arzttermine organisiert, Befunde aufbewahrt und wichtige Entscheidungen gemeinsam getroffen. Mit der Volljährigkeit verändert sich diese Rolle.

Sie können weiterhin helfen. Sie sollten aber nicht davon ausgehen, dass die Bundeswehr Ihnen auf Nachfrage medizinische Ergebnisse oder Gesprächsinhalte Ihres volljährigen Kindes mitteilen darf.

Am einfachsten ist eine klare Absprache zuhause. Fragen Sie Ihr Kind, was es nach dem Termin mit Ihnen besprechen möchte, und lassen Sie ihm gleichzeitig den Raum, den Termin selbstständig zu bewältigen.

15. Wenn Ihr Kind mit 17 zur Bundeswehr möchte

Ein Einstieg bei der Bundeswehr ist unter bestimmten Voraussetzungen bereits mit 17 möglich. Dafür ist das schriftliche Einverständnis der Erziehungsberechtigten erforderlich. Bei gemeinsamem Sorgerecht benötigt die Bundeswehr grundsätzlich die Zustimmung beider Erziehungsberechtigten.

Wer bereits mit 17 Dienst leisten möchte, wartet außerdem nicht auf den Fragebogen des neuen Wehrdienstes. Dieser wird jungen Deutschen erst mit Vollendung des 18. Lebensjahres zugesandt. Minderjährige Interessierte müssen sich deshalb selbst bei der Bundeswehr bewerben.

Auch bei der Eignungsfeststellung bleibt Ihr Kind die Person, um deren gesundheitliche und persönliche Voraussetzungen es geht.

Sie haben als Eltern bei Zustimmung und Unterlagen eine wichtigere formale Rolle, sollten die Untersuchungen und Gespräche aber nicht stellvertretend übernehmen.

Konkretes Beispiel

Ihr 17-jähriges Kind hat einen Termin bei der Bundeswehr und benötigt Ihre Zustimmung.

Sie kümmern sich um die erforderlichen Unterschriften und Nachweise. Im Gespräch selbst erklärt Ihr Kind aber eigenständig, warum es zur Bundeswehr möchte.

16. Was passiert am Ende der Musterung?

Am Ende geht es darum, das Ergebnis einzuordnen und zu klären, welche Möglichkeiten bestehen. Bei einem freiwilligen Interesse am neuen Wehrdienst kann anschließend besprochen werden, welche Dienstzeit, Tätigkeitsbereiche und Dienstorte infrage kommen.

Eine festgestellte Tauglichkeit bedeutet dabei nicht, dass jede gewünschte Verwendung automatisch möglich ist. Neben der gesundheitlichen Eignung spielen weitere Voraussetzungen und der Bedarf der Bundeswehr eine Rolle.

Gerade für Eltern ist das wichtig, wenn zuhause bereits ein sehr konkreter Plan entstanden ist.

„Tauglich“ bedeutet nicht automatisch: genau die gewünschte Tätigkeit, genau die gewünschte Einheit und genau der gewünschte Standort.

Es bedeutet zunächst, dass militärischer Dienst grundsätzlich beziehungsweise im festgestellten Umfang möglich ist.

17. Was T1, T2 und T3 für Eltern bedeuten

Nach einer medizinischen Untersuchung fallen häufig Begriffe wie T1, T2 oder T3. Behandeln Sie diese Einstufungen nicht wie Schulnoten.

T1 bedeutet nicht automatisch, dass Ihr Kind für jede beliebige Verwendung geeignet ist. T2 ist nicht einfach „schlechter“ und T3 bedeutet nicht automatisch, dass eine militärische Tätigkeit ausgeschlossen ist.

Diese Einstufungen dienen dazu, gesundheitliche Einschränkungen und Verwendungsmöglichkeiten einzuordnen. Entscheidend ist deshalb weniger die Zahl allein als die Frage: Welche Verwendungen sind mit dieser Einstufung möglich und welche nicht?

Wenn Ihr Kind eine entsprechende Einstufung erhält, lassen Sie sich deshalb nicht von einzelnen Internetbeiträgen verunsichern. Klären Sie die konkrete Bedeutung für den gewünschten Weg.

Mehr dazu erklären wir in Tauglichkeitsstufen T1 bis T5 bei der Bundeswehr einfach erklärt.

Konkretes Beispiel

Ihr Kind erhält T2 und ist enttäuscht, weil es T1 erwartet hatte.

Fragen Sie nicht zuerst, wie aus T2 möglichst schnell T1 wird. Entscheidend ist, ob die gewünschte Verwendung mit T2 möglich ist.

18. Was T4 bedeutet

T4 steht für eine vorübergehende gesundheitliche Nichteignung. Das kann beispielsweise relevant werden, wenn ein gesundheitlicher Zustand noch nicht abschließend beurteilt werden kann, eine Erkrankung oder Verletzung zunächst ausheilen muss oder weitere medizinische Klärung notwendig ist.

T4 bedeutet deshalb nicht automatisch, dass Ihr Kind dauerhaft nicht zur Bundeswehr kann.

Es gibt auch keine sinnvolle pauschale Aussage, dass nach einer festen Anzahl von Monaten automatisch eine erneute Musterung mit einem besseren Ergebnis folgt. Entscheidend sind der konkrete medizinische Grund und die weitere Entwicklung.

Wenn Ihr Kind T4 erhält, sollte die erste Frage deshalb lauten: Was muss medizinisch beziehungsweise organisatorisch als Nächstes geklärt werden? Nicht: „Wann bekommen wir T1?“

19. Wenn Ihr Kind nach dem Ergebnis enttäuscht ist

Eine Musterung oder ein Assessment kann anders ausgehen als erhofft. Vielleicht wird eine gewünschte Verwendung medizinisch ausgeschlossen. Vielleicht fällt ein Testergebnis schwächer aus als erwartet. Vielleicht wird eine andere Tätigkeit vorgeschlagen.

In diesem Moment helfen Eltern am meisten, wenn sie nicht sofort nach Schuldigen suchen. Fragen Sie zuerst, was genau entschieden wurde und welche Möglichkeiten weiterhin bestehen.

Manchmal betrifft eine Einschränkung nur bestimmte Verwendungen. Manchmal werden zusätzliche Unterlagen benötigt. Manchmal ist eine gesundheitliche Einschränkung vorübergehend. Und manchmal muss Ihr Kind akzeptieren, dass ein bestimmter Weg nicht möglich ist.

Auch das gehört zu einer ehrlichen Berufsentscheidung. Ein anderer Vorschlag ist nicht automatisch ein schlechter Vorschlag. Ihr Kind sollte aber verstehen, was angeboten wird, bevor es einer Einplanung zustimmt.

Konkretes Beispiel

Die gewünschte Verwendung ist nach der Untersuchung nicht möglich, gleichzeitig werden zwei andere Tätigkeiten angeboten.

Dann hilft es, diese Optionen in Ruhe zu prüfen, statt die gesamte Bundeswehrentscheidung wegen des ersten Rückschlags sofort infrage zu stellen.

20. Wenn Ihr Kind vor der Musterung sehr nervös ist

Nervosität vor einem wichtigen Termin ist normal. Versuchen Sie nicht, Ihrem Kind jede Nervosität auszureden.

Helfen Sie lieber bei den Dingen, die tatsächlich beeinflussbar sind. Eine vollständige Dokumentenmappe, eine geklärte Anreise, ausreichend Schlaf und eine realistische Vorstellung vom Ablauf nehmen bereits viel Unsicherheit.

Vermeiden Sie es außerdem, am Abend vorher noch stundenlang Erfahrungsberichte und Horrorgeschichten aus sozialen Medien durchzugehen.

Ihr Kind muss bei der Musterung keine perfekte Rolle spielen. Es soll aufmerksam, ehrlich und möglichst ausgeruht erscheinen und die Aufgaben so bearbeiten, wie sie gestellt werden.

Das reicht als Ausgangspunkt.

21. Was Eltern bei der Vorbereitung besser nicht übernehmen

Unterstützung ist sinnvoll. Vollständige Organisation ist es langfristig nicht.

Wenn Ihr Kind volljährig ist, sollte es den Termin selbst im Kalender haben, seine Einladung kennen, die wichtigsten Unterlagen selbst zuordnen können und wissen, wo es erscheinen muss.

Sie können gemeinsam prüfen, ob alles vollständig ist. Sie müssen aber nicht jede E-Mail schreiben, jedes Telefonat führen und jede Antwort vorbereiten.

Das gilt besonders für persönliche Gespräche. Ihr Kind sollte nicht mit Formulierungen auftreten, die zuhause auswendig gelernt wurden. Eine ehrliche eigene Antwort ist wesentlich hilfreicher.

Ihre Aufgabe besteht darin, gute Vorbereitung möglich zu machen. Ihr Kind muss anschließend selbst durch die Tür gehen.

Konkretes Beispiel

Ihr Kind ist 19 Jahre alt und bittet Sie, für eine organisatorische Rückfrage bei der Bundeswehr anzurufen.

Ermutigen Sie es, dieses Telefonat selbst zu führen. Sie können vorher gemeinsam überlegen, welche Frage gestellt werden soll.

22. Fazit

Die Musterung wird für Eltern deutlich verständlicher, wenn drei Dinge sauber getrennt werden. Erstens dient sie dazu, die Eignung für den militärischen Dienst festzustellen. Zweitens durchläuft nicht jede Bewerberin und jeder Bewerber dasselbe Auswahlverfahren. Drittens bedeutet die verpflichtende Musterung im neuen Wehrdienst derzeit nicht automatisch verpflichtenden tatsächlichen Wehrdienst.

Für Ihr Kind kommt es vor allem darauf an, vollständig vorbereitet und ehrlich zum Termin zu erscheinen.

Für Sie als Eltern ist die sinnvollste Rolle ebenso klar: Helfen Sie bei Unterlagen, Anreise und Einordnung, aber lassen Sie Ihr Kind Untersuchungen, Tests und Gespräche selbst bewältigen.

Damit unterstützen Sie nicht nur einen einzelnen Musterungstag. Sie helfen Ihrem Kind dabei, die Verantwortung für eine mögliche Entscheidung zum Soldatenberuf zunehmend selbst zu übernehmen.

Vorbereitung mit der Soldateninitiative

Die Soldateninitiative erklärt Bundeswehr-Themen verständlich für Bewerberinnen, Bewerber, junge Soldatinnen und Soldaten sowie Eltern und hilft dabei, offizielle Vorgaben und neue Begriffe in konkrete nächste Schritte zu übersetzen.

Vor der Musterung kann ein strukturierter Check besonders dabei helfen, Einladung und Unterlagen zu prüfen, den tatsächlichen Ablauf einzuordnen, medizinische Themen sinnvoll vorzubereiten und zu verstehen, welche Tests für den konkreten Bewerbungsweg überhaupt relevant sind. Dadurch lässt sich vieles bereits vor dem Termin klären, ohne Ihrem Kind die Verantwortung für den Musterungstag abzunehmen.

Mission Musterung: Der große Bundeswehr-Check

Der Check hilft Ihrem Kind dabei, Musterung, Unterlagen, ärztliche Untersuchung, Computertest, persönliche Gespräche und mögliche Ergebnisse strukturiert vorzubereiten. Für Sie als Eltern wird gleichzeitig klarer, wo Unterstützung sinnvoll ist und welche Schritte Ihr Kind selbst übernehmen sollte.

1. Seit 2026 hat die Musterung eine neue Bedeutung

Seit dem 1. Januar 2026 gelten die Regelungen des neuen Wehrdienstes. Wehrpflichtige Männer ab dem Geburtsjahrgang 2008 müssen an der Wehrerfassung teilnehmen. Dazu gehören der Fragebogen und die gesetzlich vorgesehene Musterung.

Für Frauen besteht diese Verpflichtung nicht. Sie können sich freiwillig für einen Dienst bei der Bundeswehr interessieren und durchlaufen bei einer entsprechenden Bewerbung ebenfalls die erforderlichen Eignungsprüfungen.

Der entscheidende Punkt für Eltern lautet: Pflicht zur Musterung und Pflicht zum tatsächlichen Wehrdienst sind derzeit nicht dasselbe. Der neue Wehrdienst beruht aktuell auf Freiwilligkeit.

Ein wehrpflichtiger junger Mann kann also zur verpflichtenden Musterung aufgefordert werden, ohne dass daraus automatisch ein tatsächlicher Dienst bei der Bundeswehr folgt. Das ist eine der wichtigsten Unterscheidungen, wenn bei Ihnen zuhause erstmals Post der Bundeswehr ankommt.

Konkretes Beispiel

Ihr Sohn erhält nach seinem 18. Geburtstag Post der Bundeswehr und später eine Einladung zur Musterung.

Das bedeutet zunächst, dass seine Eignung festgestellt werden soll. Daraus folgt nicht automatisch, dass er anschließend tatsächlich Wehrdienst leisten muss.

2. Nicht jeder wird 2026 sofort zur Pflichtmusterung eingeladen

Die neue Musterungsorganisation befindet sich 2026 noch im Aufbau. Die Bundeswehr plant bundesweit 24 neue Musterungszentren. Die vollständige Musterungsorganisation soll bis zum 1. Juli 2027 aufgebaut sein. Erste verpflichtende Musterungen laufen in einzelnen Regionen bereits seit Juli 2026.

Während dieser Übergangsphase werden nach Angaben der Bundeswehr zunächst vor allem Personen zu einem Assessment eingeladen, die Interesse am Dienst gezeigt haben und aufgrund ihrer Angaben im Fragebogen grundsätzlich geeignet erscheinen.

Das bedeutet für Eltern: Wenn Ihr Sohn zum Geburtsjahrgang 2008 gehört, heißt das nicht automatisch, dass bereits unmittelbar nach dem Fragebogen ein Musterungstermin folgt. Die Umsetzung wird schrittweise hochgefahren.

Wenn eine Einladung kommt, ist diese Einladung maßgeblich.

3. Was bei der Musterung tatsächlich geprüft wird

Der Kern der Musterung ist die gesundheitliche Beurteilung. Das Wehrpflichtgesetz schreibt vor, dass Wehrpflichtige vor der Musterungsentscheidung eingehend auf ihre geistige und körperliche Tauglichkeit ärztlich untersucht werden.

Bei der medizinischen Untersuchung betrachtet die Bundeswehr nicht einfach nur, ob jemand sportlich aussieht. Geprüft werden gesundheitliche Voraussetzungen, die für den militärischen Dienst und mögliche Verwendungen relevant sind.

Dazu gehören unter anderem Sehvermögen, Hörvermögen, Blutdruck, Körpergröße und Körpergewicht, Bewegungsapparat und gesundheitliche Vorgeschichte. Auch eine Urinuntersuchung gehört zum medizinischen Verfahren.

Bestehende Erkrankungen, frühere Operationen, Verletzungen, Allergien und regelmäßig eingenommene Medikamente können ebenfalls eine Rolle spielen.

Das Ziel ist nicht, einen vollkommen gesunden Menschen ohne irgendeine medizinische Vorgeschichte zu finden. Es geht darum festzustellen, welche militärischen Tätigkeiten gesundheitlich möglich sind.

Konkretes Beispiel

Ihr Kind hatte vor einigen Jahren eine Knieoperation und ist heute beschwerdefrei.

Dann ist nicht die Tatsache der Operation allein entscheidend. Relevant ist, wie das Knie heute belastbar ist und welche Verwendung angestrebt wird.

4. Eine Brille oder Vorerkrankung bedeutet nicht automatisch das Aus

Viele Eltern beginnen schon vor dem Termin selbst zu rechnen. Das Kind trägt eine Brille, hatte früher Asthma, wurde am Knie operiert oder war wegen psychischer Belastungen in Behandlung. Daraus entsteht schnell die Sorge, die Bundeswehr werde die Bewerbung automatisch ablehnen.

So pauschal lässt sich die medizinische Beurteilung nicht vorwegnehmen. Entscheidend sind Art, Ausprägung, aktueller Zustand und die Anforderungen der jeweiligen Verwendung.

Eine Sehschwäche kann beispielsweise dazu führen, dass bestimmte Tätigkeiten eingeschränkt sind, ohne dass der militärische Dienst insgesamt ausgeschlossen sein muss. Ähnliches gilt für viele andere gesundheitliche Befunde.

Auch eine frühere psychotherapeutische oder psychiatrische Behandlung bedeutet nicht automatisch eine dauerhafte Nichteignung.

Für Eltern ist deshalb eine einfache Vorgehensweise sinnvoll: Helfen Sie Ihrem Kind, relevante medizinische Unterlagen vollständig zusammenzustellen, und überlassen Sie die medizinische Bewertung der zuständigen ärztlichen Stelle.

5. Gesundheitliche Angaben sollten vollständig und ehrlich sein

Der Versuch, eine Diagnose oder frühere Behandlung bei der Musterung zu verschweigen, ist keine sinnvolle Vorbereitung. Sagen Sie Ihrem Kind deshalb nicht, es solle eine gesundheitliche Vorgeschichte besser unerwähnt lassen, um seine Chancen zu verbessern.

Wenn relevante Befunde vorhanden sind, gehören die entsprechenden Unterlagen mit, soweit sie verlangt werden oder für die Beurteilung wichtig sind. Dazu können beispielsweise aktuelle Facharztberichte, Operationsberichte, Befunde zu früheren Verletzungen, Allergieunterlagen oder ein Medikamentenplan gehören.

Auch ärztlich verordnete Medikamente sollten nicht eigenständig vor der Musterung abgesetzt werden. Ihr Kind soll bei der Untersuchung seinen tatsächlichen gesundheitlichen Zustand zeigen.

Nur auf dieser Grundlage lässt sich sinnvoll beurteilen, welche militärischen Verwendungen infrage kommen.

Konkretes Beispiel

Ihr Kind nimmt regelmäßig ein verschriebenes Medikament und überlegt, es vor der Musterung für einige Tage wegzulassen.

Davon sollten Sie abraten. Das Medikament wird wie ärztlich vorgesehen weiter eingenommen und relevante Unterlagen werden mitgebracht.

6. Welche Unterlagen Ihr Kind mitbringen muss

Die verbindliche Antwort steht in der Einladung. Das Wehrpflichtgesetz verpflichtet die Betroffenen ausdrücklich dazu, die in der Ladung angegebenen Unterlagen zur Musterung mitzubringen.

Deshalb sollten Sie einige Tage vor dem Termin gemeinsam prüfen, ob alles vorhanden ist.

Je nach Verfahren können Identitätsdokumente, medizinische Befunde, Brillenunterlagen, Allergieunterlagen oder weitere Nachweise verlangt beziehungsweise für die Untersuchung relevant sein.

Packen Sie nicht wahllos sämtliche Arztunterlagen seit der Kindheit ein. Sortieren Sie die Dokumente nach den Anforderungen der Einladung und danach, was für aktuelle oder frühere relevante Erkrankungen tatsächlich wichtig ist.

Eine übersichtliche Mappe ist dabei hilfreicher als ein ungeordneter Stapel Papier. Ihr Kind sollte außerdem selbst wissen, welche Unterlagen es mitbringt und warum.

7. Der Computertest gehört beim neuen Wehrdienst dazu

Neben der medizinischen Untersuchung gehört beim aktuellen Assessment zum neuen Wehrdienst ein Computertest zum regulären Verfahren. Dabei werden verschiedene Fähigkeiten erfasst, die für die weitere Einschätzung der Bewerberin oder des Bewerbers relevant sind.

Je nach Bewerbungsweg können computergestützte Tests beispielsweise kognitive Fähigkeiten, Konzentration oder andere eignungsbezogene Bereiche erfassen.

Eltern müssen dafür kein privates Trainingsprogramm zusammenstellen. Sinnvoller ist eine vernünftige Vorbereitung: Ihr Kind sollte ausgeschlafen erscheinen, die Einladung vollständig gelesen haben und sich darauf einstellen, konzentriert Aufgaben zu bearbeiten.

Wer einzelne Aufgabentypen vorher kennenlernen möchte, kann sich mit seriösen Vorbereitungsmaterialien beschäftigen. Der Sinn besteht aber nicht darin, Antworten auswendig zu lernen. Es geht darum, die eigenen Fähigkeiten zu zeigen.

Konkretes Beispiel

Ihr Kind möchte am Vorabend noch mehrere Stunden mit Testaufgaben üben.

Hilfreicher ist es, rechtzeitig Schluss zu machen, die Unterlagen fertigzulegen und ausreichend zu schlafen. Konzentration am Testtag ist wichtiger als ein hektischer Lernabend.

8. Das persönliche Gespräch gehört ebenfalls zum Verfahren

Beim neuen Wehrdienst gehört ein persönliches Gespräch zum regulären Assessment. Dabei geht es unter anderem darum, den weiteren Weg zu besprechen und ein persönliches Bild zu gewinnen.

Ihr Kind sollte deshalb selbst erklären können, warum es sich für den Wehrdienst interessiert und welche Erwartungen es hat. Sie müssen zuhause keine perfekten Antworten formulieren.

Hilfreicher ist es, einige einfache Fragen zu besprechen. Warum interessiert sich Ihr Kind für die Bundeswehr? Welche Tätigkeiten reizen es? Wie lange möchte es Dienst leisten? Was erwartet es vom Soldatenberuf? Welche Alternativen wären für Ihr Kind denkbar?

Wenn Ihr Kind diese Fragen in eigenen Worten beantworten kann, ist das eine wesentlich bessere Vorbereitung als ein auswendig gelernter Text.

9. Ein Psychologengespräch ist nicht bei jedem neuen Wehrdienst automatisch vorgesehen

Hier ist eine wichtige Unterscheidung nötig. Beim aktuellen Verfahren für den neuen Wehrdienst nennt die Bundeswehr als reguläre Bestandteile die ärztliche Begutachtung, den Computertest und das persönliche Gespräch.

Ein zusätzliches psychologisches Gespräch ist nach den aktuellen Bundeswehrinformationen nur in besonderen Fällen vorgesehen. Deshalb sollten Eltern ihrem Kind nicht den Eindruck vermitteln, dass bei jeder Musterung automatisch ein großes psychologisches Auswahlinterview wartet.

Bei umfangreicheren Bewerbungsverfahren sieht das anders aus. Wer sich beispielsweise für eine längere Verpflichtung als Soldatin oder Soldat auf Zeit oder für bestimmte Laufbahnen bewirbt, kann ein deutlich umfassenderes Assessment durchlaufen.

Genau deshalb ist es wichtig, immer zu fragen: Für welchen Dienst und welche Laufbahn bewirbt sich mein Kind eigentlich?

10. Auch der Sporttest gehört nicht automatisch zu jeder Musterung

Ein weiterer verbreiteter Irrtum betrifft den Sporttest. Die Musterung im neuen Wehrdienst ist nicht automatisch dasselbe wie das vollständige Auswahlverfahren für eine längerfristige militärische Karriere.

Auf der aktuellen Bundeswehrseite zur Musterung im neuen Wehrdienst wird ein Sporttest nicht als regulärer Bestandteil des eintägigen Grundverfahrens aufgeführt. Bei anderen Bewerbungswegen kann er dagegen dazugehören.

Aktuelle Karrierecenter beschreiben beispielsweise bei Bewerbungen als Soldatin oder Soldat auf Zeit ein umfangreicheres Assessment mit ärztlicher Untersuchung, Computertest, Sporttest, Prüfgespräch und Einplanung.

Wenn Ihr Kind Ihnen also erzählt, ein Freund habe bei der Bundeswehr einen Sporttest absolviert, während in der eigenen Einladung nichts davon steht, müssen sich diese Aussagen nicht widersprechen. Die beiden Personen können schlicht unterschiedliche Bewerbungswege durchlaufen.

Konkretes Beispiel

Ein Freund Ihres Kindes bewirbt sich als Soldat auf Zeit und absolviert einen Sporttest.

Ihr Kind wird dagegen im Rahmen des neuen Wehrdienstes gemustert und hat keinen Sporttest in der Einladung. Beide Abläufe können korrekt sein.

11. Musterung und umfangreiches Assessment sind nicht dasselbe

Diese Unterscheidung hilft bei vielen Missverständnissen. Die neuen Musterungszentren sollen künftig vor allem die grundsätzliche Eignung für den Dienst in den Streitkräften prüfen.

Die bestehenden Karrierecenter bleiben dagegen für Beratung und Betreuung zuständig und führen auch umfassendere medizinische, körperliche, kognitive und psychische Eignungsprüfungen für militärische und zivile Laufbahnen durch.

Ein junger Mann, der aufgrund seiner Wehrpflicht zur Musterung erscheint, muss deshalb nicht automatisch dasselbe Auswahlverfahren durchlaufen wie eine Bewerberin für eine mehrjährige Feldwebel- oder Offizierlaufbahn.

Lesen Sie deshalb Erfahrungsberichte im Internet immer mit dieser Frage im Hinterkopf: Welches Verfahren hat diese Person eigentlich durchlaufen? Ohne diese Information lassen sich Abläufe nur schwer miteinander vergleichen.

12. Was Sie als Eltern vor dem Termin konkret tun können

Ihre Unterstützung ist vor allem bei der Organisation hilfreich. Lesen Sie gemeinsam die Einladung, prüfen Sie Termin und Adresse und planen Sie die Anreise mit ausreichend Zeit.

Helfen Sie beim Sortieren relevanter medizinischer Unterlagen und achten Sie darauf, dass Ihr Kind die verlangten Dokumente tatsächlich dabeihat. Danach darf die Verantwortung zunehmend bei Ihrem Kind liegen.

Es sollte selbst wissen, wann der Termin beginnt, welche Unterlagen in seiner Mappe liegen und an welcher Stelle es sich melden muss. Das ist keine unnötige Härte, sondern ein sinnvoller Schritt in Richtung Selbstständigkeit.

Ihr Kind interessiert sich für einen Beruf, in dem Eigenverantwortung eine wichtige Rolle spielt. Diese Eigenverantwortung darf bereits bei einem offiziellen Termin beginnen.

Konkretes Beispiel

Sie prüfen am Vorabend gemeinsam die Dokumentenmappe und die Zugverbindung.

Am nächsten Morgen trägt Ihr Kind die Mappe selbst, kennt den Termin und weiß, an welchem Standort es sich melden muss.

13. Darf ich mein Kind zur Musterung begleiten?

Sie können Ihr Kind selbstverständlich bei der Anreise unterstützen oder zum Standort bringen. Die Musterung selbst ist jedoch kein Termin, den Eltern für ihr Kind absolvieren.

Medizinische Untersuchungen, Computertest und Gespräche richten sich an die betroffene Person. Ihr Kind muss selbst antworten und die vorgesehenen Stationen selbst durchlaufen.

Gerade bei volljährigen Bewerberinnen und Bewerbern sollten Sie deshalb damit rechnen, dass Sie bei persönlichen Untersuchungen und Gesprächen nicht dabei sind und auch nicht automatisch anschließend sämtliche Ergebnisse erhalten.

Bei Minderjährigen besteht eine andere rechtliche Ausgangslage, weil Eltern beziehungsweise Sorgeberechtigte bei bestimmten Entscheidungen und Einwilligungen eine formale Rolle haben. Auch dann sollte Ihr Kind aber möglichst selbstständig auftreten.

14. Wenn Ihr Kind volljährig ist

Mit 18 entscheidet Ihr Kind grundsätzlich selbst über seine Bewerbung und darüber, welche persönlichen Informationen es mit Ihnen teilt. Das betrifft besonders Gesundheitsdaten und Ergebnisse aus Auswahlverfahren.

Für Eltern kann das ungewohnt sein. Vielleicht haben Sie bisher Arzttermine organisiert, Befunde aufbewahrt und wichtige Entscheidungen gemeinsam getroffen. Mit der Volljährigkeit verändert sich diese Rolle.

Sie können weiterhin helfen. Sie sollten aber nicht davon ausgehen, dass die Bundeswehr Ihnen auf Nachfrage medizinische Ergebnisse oder Gesprächsinhalte Ihres volljährigen Kindes mitteilen darf.

Am einfachsten ist eine klare Absprache zuhause. Fragen Sie Ihr Kind, was es nach dem Termin mit Ihnen besprechen möchte, und lassen Sie ihm gleichzeitig den Raum, den Termin selbstständig zu bewältigen.

15. Wenn Ihr Kind mit 17 zur Bundeswehr möchte

Ein Einstieg bei der Bundeswehr ist unter bestimmten Voraussetzungen bereits mit 17 möglich. Dafür ist das schriftliche Einverständnis der Erziehungsberechtigten erforderlich. Bei gemeinsamem Sorgerecht benötigt die Bundeswehr grundsätzlich die Zustimmung beider Erziehungsberechtigten.

Wer bereits mit 17 Dienst leisten möchte, wartet außerdem nicht auf den Fragebogen des neuen Wehrdienstes. Dieser wird jungen Deutschen erst mit Vollendung des 18. Lebensjahres zugesandt. Minderjährige Interessierte müssen sich deshalb selbst bei der Bundeswehr bewerben.

Auch bei der Eignungsfeststellung bleibt Ihr Kind die Person, um deren gesundheitliche und persönliche Voraussetzungen es geht.

Sie haben als Eltern bei Zustimmung und Unterlagen eine wichtigere formale Rolle, sollten die Untersuchungen und Gespräche aber nicht stellvertretend übernehmen.

Konkretes Beispiel

Ihr 17-jähriges Kind hat einen Termin bei der Bundeswehr und benötigt Ihre Zustimmung.

Sie kümmern sich um die erforderlichen Unterschriften und Nachweise. Im Gespräch selbst erklärt Ihr Kind aber eigenständig, warum es zur Bundeswehr möchte.

16. Was passiert am Ende der Musterung?

Am Ende geht es darum, das Ergebnis einzuordnen und zu klären, welche Möglichkeiten bestehen. Bei einem freiwilligen Interesse am neuen Wehrdienst kann anschließend besprochen werden, welche Dienstzeit, Tätigkeitsbereiche und Dienstorte infrage kommen.

Eine festgestellte Tauglichkeit bedeutet dabei nicht, dass jede gewünschte Verwendung automatisch möglich ist. Neben der gesundheitlichen Eignung spielen weitere Voraussetzungen und der Bedarf der Bundeswehr eine Rolle.

Gerade für Eltern ist das wichtig, wenn zuhause bereits ein sehr konkreter Plan entstanden ist.

„Tauglich“ bedeutet nicht automatisch: genau die gewünschte Tätigkeit, genau die gewünschte Einheit und genau der gewünschte Standort.

Es bedeutet zunächst, dass militärischer Dienst grundsätzlich beziehungsweise im festgestellten Umfang möglich ist.

17. Was T1, T2 und T3 für Eltern bedeuten

Nach einer medizinischen Untersuchung fallen häufig Begriffe wie T1, T2 oder T3. Behandeln Sie diese Einstufungen nicht wie Schulnoten.

T1 bedeutet nicht automatisch, dass Ihr Kind für jede beliebige Verwendung geeignet ist. T2 ist nicht einfach „schlechter“ und T3 bedeutet nicht automatisch, dass eine militärische Tätigkeit ausgeschlossen ist.

Diese Einstufungen dienen dazu, gesundheitliche Einschränkungen und Verwendungsmöglichkeiten einzuordnen. Entscheidend ist deshalb weniger die Zahl allein als die Frage: Welche Verwendungen sind mit dieser Einstufung möglich und welche nicht?

Wenn Ihr Kind eine entsprechende Einstufung erhält, lassen Sie sich deshalb nicht von einzelnen Internetbeiträgen verunsichern. Klären Sie die konkrete Bedeutung für den gewünschten Weg.

Mehr dazu erklären wir in Tauglichkeitsstufen T1 bis T5 bei der Bundeswehr einfach erklärt.

Konkretes Beispiel

Ihr Kind erhält T2 und ist enttäuscht, weil es T1 erwartet hatte.

Fragen Sie nicht zuerst, wie aus T2 möglichst schnell T1 wird. Entscheidend ist, ob die gewünschte Verwendung mit T2 möglich ist.

18. Was T4 bedeutet

T4 steht für eine vorübergehende gesundheitliche Nichteignung. Das kann beispielsweise relevant werden, wenn ein gesundheitlicher Zustand noch nicht abschließend beurteilt werden kann, eine Erkrankung oder Verletzung zunächst ausheilen muss oder weitere medizinische Klärung notwendig ist.

T4 bedeutet deshalb nicht automatisch, dass Ihr Kind dauerhaft nicht zur Bundeswehr kann.

Es gibt auch keine sinnvolle pauschale Aussage, dass nach einer festen Anzahl von Monaten automatisch eine erneute Musterung mit einem besseren Ergebnis folgt. Entscheidend sind der konkrete medizinische Grund und die weitere Entwicklung.

Wenn Ihr Kind T4 erhält, sollte die erste Frage deshalb lauten: Was muss medizinisch beziehungsweise organisatorisch als Nächstes geklärt werden? Nicht: „Wann bekommen wir T1?“

19. Wenn Ihr Kind nach dem Ergebnis enttäuscht ist

Eine Musterung oder ein Assessment kann anders ausgehen als erhofft. Vielleicht wird eine gewünschte Verwendung medizinisch ausgeschlossen. Vielleicht fällt ein Testergebnis schwächer aus als erwartet. Vielleicht wird eine andere Tätigkeit vorgeschlagen.

In diesem Moment helfen Eltern am meisten, wenn sie nicht sofort nach Schuldigen suchen. Fragen Sie zuerst, was genau entschieden wurde und welche Möglichkeiten weiterhin bestehen.

Manchmal betrifft eine Einschränkung nur bestimmte Verwendungen. Manchmal werden zusätzliche Unterlagen benötigt. Manchmal ist eine gesundheitliche Einschränkung vorübergehend. Und manchmal muss Ihr Kind akzeptieren, dass ein bestimmter Weg nicht möglich ist.

Auch das gehört zu einer ehrlichen Berufsentscheidung. Ein anderer Vorschlag ist nicht automatisch ein schlechter Vorschlag. Ihr Kind sollte aber verstehen, was angeboten wird, bevor es einer Einplanung zustimmt.

Konkretes Beispiel

Die gewünschte Verwendung ist nach der Untersuchung nicht möglich, gleichzeitig werden zwei andere Tätigkeiten angeboten.

Dann hilft es, diese Optionen in Ruhe zu prüfen, statt die gesamte Bundeswehrentscheidung wegen des ersten Rückschlags sofort infrage zu stellen.

20. Wenn Ihr Kind vor der Musterung sehr nervös ist

Nervosität vor einem wichtigen Termin ist normal. Versuchen Sie nicht, Ihrem Kind jede Nervosität auszureden.

Helfen Sie lieber bei den Dingen, die tatsächlich beeinflussbar sind. Eine vollständige Dokumentenmappe, eine geklärte Anreise, ausreichend Schlaf und eine realistische Vorstellung vom Ablauf nehmen bereits viel Unsicherheit.

Vermeiden Sie es außerdem, am Abend vorher noch stundenlang Erfahrungsberichte und Horrorgeschichten aus sozialen Medien durchzugehen.

Ihr Kind muss bei der Musterung keine perfekte Rolle spielen. Es soll aufmerksam, ehrlich und möglichst ausgeruht erscheinen und die Aufgaben so bearbeiten, wie sie gestellt werden.

Das reicht als Ausgangspunkt.

21. Was Eltern bei der Vorbereitung besser nicht übernehmen

Unterstützung ist sinnvoll. Vollständige Organisation ist es langfristig nicht.

Wenn Ihr Kind volljährig ist, sollte es den Termin selbst im Kalender haben, seine Einladung kennen, die wichtigsten Unterlagen selbst zuordnen können und wissen, wo es erscheinen muss.

Sie können gemeinsam prüfen, ob alles vollständig ist. Sie müssen aber nicht jede E-Mail schreiben, jedes Telefonat führen und jede Antwort vorbereiten.

Das gilt besonders für persönliche Gespräche. Ihr Kind sollte nicht mit Formulierungen auftreten, die zuhause auswendig gelernt wurden. Eine ehrliche eigene Antwort ist wesentlich hilfreicher.

Ihre Aufgabe besteht darin, gute Vorbereitung möglich zu machen. Ihr Kind muss anschließend selbst durch die Tür gehen.

Konkretes Beispiel

Ihr Kind ist 19 Jahre alt und bittet Sie, für eine organisatorische Rückfrage bei der Bundeswehr anzurufen.

Ermutigen Sie es, dieses Telefonat selbst zu führen. Sie können vorher gemeinsam überlegen, welche Frage gestellt werden soll.

22. Fazit

Die Musterung wird für Eltern deutlich verständlicher, wenn drei Dinge sauber getrennt werden. Erstens dient sie dazu, die Eignung für den militärischen Dienst festzustellen. Zweitens durchläuft nicht jede Bewerberin und jeder Bewerber dasselbe Auswahlverfahren. Drittens bedeutet die verpflichtende Musterung im neuen Wehrdienst derzeit nicht automatisch verpflichtenden tatsächlichen Wehrdienst.

Für Ihr Kind kommt es vor allem darauf an, vollständig vorbereitet und ehrlich zum Termin zu erscheinen.

Für Sie als Eltern ist die sinnvollste Rolle ebenso klar: Helfen Sie bei Unterlagen, Anreise und Einordnung, aber lassen Sie Ihr Kind Untersuchungen, Tests und Gespräche selbst bewältigen.

Damit unterstützen Sie nicht nur einen einzelnen Musterungstag. Sie helfen Ihrem Kind dabei, die Verantwortung für eine mögliche Entscheidung zum Soldatenberuf zunehmend selbst zu übernehmen.

Vorbereitung mit der Soldateninitiative

Die Soldateninitiative erklärt Bundeswehr-Themen verständlich für Bewerberinnen, Bewerber, junge Soldatinnen und Soldaten sowie Eltern und hilft dabei, offizielle Vorgaben und neue Begriffe in konkrete nächste Schritte zu übersetzen.

Vor der Musterung kann ein strukturierter Check besonders dabei helfen, Einladung und Unterlagen zu prüfen, den tatsächlichen Ablauf einzuordnen, medizinische Themen sinnvoll vorzubereiten und zu verstehen, welche Tests für den konkreten Bewerbungsweg überhaupt relevant sind. Dadurch lässt sich vieles bereits vor dem Termin klären, ohne Ihrem Kind die Verantwortung für den Musterungstag abzunehmen.

Mission Musterung: Der große Bundeswehr-Check

Der Check hilft Ihrem Kind dabei, Musterung, Unterlagen, ärztliche Untersuchung, Computertest, persönliche Gespräche und mögliche Ergebnisse strukturiert vorzubereiten. Für Sie als Eltern wird gleichzeitig klarer, wo Unterstützung sinnvoll ist und welche Schritte Ihr Kind selbst übernehmen sollte.

Häufige Fragen

01

Bedeutet eine Musterung automatisch, dass mein Kind Wehrdienst leisten muss?

Nein. Der neue Wehrdienst beruht derzeit auf Freiwilligkeit. Für wehrpflichtige Männer ab dem Geburtsjahrgang 2008 sind Wehrerfassung und Musterung allerdings verpflichtende Bestandteile des neuen Systems.

02

Werden 2026 schon alle jungen Männer verpflichtend gemustert?

Noch nicht sofort flächendeckend. Die Musterungszentren befinden sich im Aufbau. Die vollständige Musterungsorganisation soll bis zum 1. Juli 2027 stehen. In der Übergangsphase werden zunächst insbesondere Interessierte und aufgrund des Fragebogens grundsätzlich geeignet erscheinende Personen eingeladen.

03

Werden Frauen verpflichtend gemustert?

Nein. Die gesetzliche Wehrpflicht und damit die verpflichtende Musterung betrifft Männer. Frauen können sich freiwillig für den militärischen Dienst melden und durchlaufen dann die erforderliche Eignungsprüfung.

04

Was passiert bei der ärztlichen Untersuchung?

Die Bundeswehr prüft die gesundheitliche Eignung für den militärischen Dienst. Dazu gehören unter anderem Sehvermögen, Hörvermögen, Blutdruck, Körpermaße, Bewegungsapparat, gesundheitliche Vorgeschichte und eine Urinuntersuchung.

05

Muss mein Kind einen Computertest machen?

Beim aktuellen Assessment zum neuen Wehrdienst gehört ein Computertest zum regulären Verfahren. Bei anderen Bewerbungswegen können Umfang und Inhalte des Assessments abweichen.

06

Gibt es bei jeder Musterung ein Psychologengespräch?

Nein. Beim neuen Wehrdienst nennt die Bundeswehr ein psychologisches Gespräch nur für besondere Fälle. Umfangreichere Bewerbungsverfahren können dagegen weitere psychologische oder persönliche Auswahlbestandteile enthalten.

07

Muss mein Kind bei jeder Musterung einen Sporttest machen?

Nein. Ein Sporttest gehört nicht pauschal zum regulären Musterungsverfahren des neuen Wehrdienstes. Bei bestimmten Laufbahnen und umfangreicheren Assessments kann er Bestandteil des Auswahlverfahrens sein.

08

Darf ich bei der ärztlichen Untersuchung dabei sein?

Bei volljährigen Bewerberinnen und Bewerbern sollten Sie grundsätzlich davon ausgehen, dass die Untersuchung mit Ihrem Kind selbst stattfindet. Bei Minderjährigen können abhängig vom konkreten Verfahren und der notwendigen Einwilligung andere Regelungen relevant sein.

09

Bekomme ich als Elternteil das Ergebnis?

Bei einem volljährigen Kind erhalten Sie persönliche medizinische oder sonstige Ergebnisse nicht automatisch. Ihr Kind entscheidet grundsätzlich selbst, welche Informationen es mit Ihnen teilt.

10

Bedeutet eine Brille automatisch, dass mein Kind nicht tauglich ist?

Nein. Eine Sehschwäche bedeutet nicht automatisch eine generelle Nichteignung. Entscheidend sind der konkrete Befund und die Anforderungen der jeweiligen Verwendung.

11

Ist eine frühere Psychotherapie automatisch ein Ausschlussgrund?

Nein. Eine frühere psychotherapeutische oder psychiatrische Behandlung bedeutet nicht automatisch eine dauerhafte Nichteignung. Die medizinische Bewertung erfolgt individuell.

12

Was bedeutet T4?

T4 bedeutet eine vorübergehende gesundheitliche Nichteignung. Entscheidend ist, warum diese Einstufung erfolgt ist und welche medizinischen beziehungsweise organisatorischen Schritte anschließend notwendig sind.

13

Garantiert T1 die Wunschverwendung?

Nein. Auch eine sehr günstige gesundheitliche Einstufung garantiert keine bestimmte Tätigkeit oder einen bestimmten Standort. Weitere Eignungsvoraussetzungen und der Bedarf der Bundeswehr bleiben relevant.

14

Was ist die wichtigste Unterstützung durch Eltern?

Lesen Sie die Einladung gemeinsam, helfen Sie bei relevanten Unterlagen und einer zuverlässigen Anreise und geben Sie Ihrem Kind anschließend den Raum, den Termin selbst zu absolvieren.

Quellen zum Nachlesen

Bundeswehr: Musterung und Assessment zum neuen Wehrdienst – Die Bundeswehr erklärt hier den aktuellen Ablauf der Musterung, die regulären Stationen und die Besonderheiten während des schrittweisen Aufbaus der neuen Musterungsorganisation.

bundeswehr.de

bundeswehr.de

Bundeswehr: Musterungszentren – Hier erläutert die Bundeswehr die 24 geplanten Musterungszentren und den Zeitplan für den Aufbau der neuen Musterungsorganisation bis zum 1. Juli 2027.

bundeswehr.de

bundeswehr.de

Bundeswehr: Neuer Wehrdienst – Diese Seite erklärt die seit 2026 geltenden Grundregeln, insbesondere die verpflichtende Wehrerfassung und Musterung für wehrpflichtige Männer sowie die derzeitige Freiwilligkeit des tatsächlichen Wehrdienstes.

bundeswehr.de

bundeswehr.de

Bundeswehr: Einberufung zum Wehrdienst – Die Bundeswehr erklärt hier, wie es nach einer festgestellten Tauglichkeit weitergehen kann und wie Dienstzeit, Tätigkeitsbereich und Dienstort mit Interessierten besprochen werden.

bundeswehr.de

bundeswehr.de

Bundeswehr: Mit 17 zur Bundeswehr – Hier finden Eltern die aktuellen Voraussetzungen für einen Dienstantritt mit 17, das notwendige Einverständnis der Erziehungsberechtigten und die besonderen Schutzregeln für Minderjährige.

bundeswehr.de

bundeswehr.de

Gesetze im Internet: § 16 Wehrpflichtgesetz – Diese Vorschrift regelt den Zweck der Musterung und die Feststellung, welche ungedienten Wehrpflichtigen für den Wehrdienst zur Verfügung stehen.

gesetze-im-internet.de

gesetze-im-internet.de

Gesetze im Internet: § 17 Wehrpflichtgesetz – Hier ist unter anderem geregelt, dass die in der Ladung angegebenen Unterlagen mitzubringen sind und vor der Musterungsentscheidung eine eingehende ärztliche Untersuchung der geistigen und körperlichen Tauglichkeit erfolgt.

gesetze-im-internet.de

gesetze-im-internet.de

Gesetze im Internet: Wehrpflichtgesetz – Das Wehrpflichtgesetz enthält die vollständigen gesetzlichen Grundlagen zu Wehrpflicht, Erfassung, Musterung und Einberufung.

gesetze-im-internet.de

gesetze-im-internet.de

Musterung, Assessment, medizinische Untersuchung, Tests und weitere Auswahlbestandteile hängen vom konkreten Bewerbungsweg Ihres Kindes ab. Maßgeblich sind immer die aktuelle Einladung, die offiziellen Informationen der Bundeswehr und die Vorgaben des zuständigen Musterungszentrums oder Karrierecenters. Unterstützen Sie Ihr Kind bei Unterlagen, Anreise und Einordnung, lassen Sie die eigentlichen Untersuchungen, Tests und Gespräche aber zunehmend in seiner eigenen Verantwortung.

Hinweis

Hinweis

[ Direkter Draht · WhatsApp ]

Deine Frage ist nicht dabei?

Schreib uns. Deine Nachricht startet direkt mit dem Beitrag, den du gerade liest, und ein Soldat aus dem Team antwortet dir persönlich.

[ Direkter Draht · WhatsApp ]

Deine Frage ist nicht dabei?

Schreib uns. Deine Nachricht startet direkt mit dem Beitrag, den du gerade liest, und ein Soldat aus dem Team antwortet dir persönlich.

[ Direkter Draht · WhatsApp ]

Deine Frage ist nicht dabei?

Schreib uns. Deine Nachricht startet direkt mit dem Beitrag, den du gerade liest, und ein Soldat aus dem Team antwortet dir persönlich.

[ Hinter diesem Beitrag ]

Das Team hinter den Beiträgen. Text, Recherche, Prüfung und Begleitung teilen wir uns auf.

Team kennenlernen

[ Damals · IT-Feldwebel ]

Daniel

Soldaten-Pate

7 Jahre IT-Feldwebel, FW-Laufbahn

„Ich weiß noch genau, wie sich der erste Tag anfühlt. Deshalb nehme ich jede Frage ernst, auch die, die klein wirkt.“

[ Damals · Feldjäger ]

Afsal

Soldaten-Pate

4 Jahre Feldjäger, ROA i.W.

„Ich sage, wie es ist. Und was man daraus macht.“

[ Damals · Panzergrenadier ]

Levin

Gespräche & Organisation

8 Jahre Panzergrenadier, ROA a. d. W.

„Ich hätte mir das damals selbst gewünscht. Deshalb gibt es uns.“

[ Hinter diesem Beitrag ]

Das Team hinter den Beiträgen. Text, Recherche, Prüfung und Begleitung teilen wir uns auf.

Team kennenlernen

[ Damals · IT-Feldwebel ]

Daniel

Soldaten-Pate

7 Jahre IT-Feldwebel, FW-Laufbahn

„Ich weiß noch genau, wie sich der erste Tag anfühlt. Deshalb nehme ich jede Frage ernst, auch die, die klein wirkt.“

[ Damals · Feldjäger ]

Afsal

Soldaten-Pate

4 Jahre Feldjäger, ROA i.W.

„Ich sage, wie es ist. Und was man daraus macht.“

[ Damals · Panzergrenadier ]

Levin

Gespräche & Organisation

8 Jahre Panzergrenadier, ROA a. d. W.

„Ich hätte mir das damals selbst gewünscht. Deshalb gibt es uns.“

[ Hinter diesem Beitrag ]

Das Team hinter den Beiträgen. Text, Recherche, Prüfung und Begleitung teilen wir uns auf.

Team kennenlernen

[ Damals · IT-Feldwebel ]

Daniel

Soldaten-Pate

7 Jahre IT-Feldwebel, FW-Laufbahn

„Ich weiß noch genau, wie sich der erste Tag anfühlt. Deshalb nehme ich jede Frage ernst, auch die, die klein wirkt.“

[ Damals · Feldjäger ]

Afsal

Soldaten-Pate

4 Jahre Feldjäger, ROA i.W.

„Ich sage, wie es ist. Und was man daraus macht.“

[ Damals · Panzergrenadier ]

Levin

Gespräche & Organisation

8 Jahre Panzergrenadier, ROA a. d. W.

„Ich hätte mir das damals selbst gewünscht. Deshalb gibt es uns.“

// Letzter Schritt

Wie gut seid ihr als Familie vorbereitet?

[ Unter 3 Minuten · Auswertung per WhatsApp · kostenlos ]

// Letzter Schritt

Wie gut seid ihr als Familie vorbereitet?

[ Unter 3 Minuten · Auswertung per WhatsApp · kostenlos ]

// Letzter Schritt

Wie gut seid ihr als Familie vorbereitet?

[ Unter 3 Minuten · Auswertung per WhatsApp · kostenlos ]

Noch Fragen zum Ablauf?

Noch Fragen zum Ablauf?

[ Abschnitt ]Gleich fertig
[ Inhalt ]Gleich fertig