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Basisausbildung
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Heimfahrt am Wochenende in der Grundausbildung: Rückreise, Planung und was du beachten solltest
Familie & Beziehung
Grundausbildung & Kasernenalltag
Gez.



Daniel, Levin & Afsal
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Gez.



Daniel, Levin & Afsal


Letzte Aktualisierung: Oktober 2026
Einordnung
Dieser Artikel gehört zum Thema Grundausbildung & Kasernenalltag der Soldateninitiative.
Er richtet sich an angehende Soldatinnen und Soldaten, die wissen möchten, wie Heimfahrten am Wochenende während der Grundausbildung sinnvoll geplant werden. Er erklärt dir, wann du nach Hause fahren kannst, worauf du bei Hinreise und Rückkehr achten solltest und wie du dein Wochenende so organisierst, dass du sicher und ausgeruht wieder am Standort bist.
Nach einer intensiven Ausbildungswoche möchtest du am Freitag wahrscheinlich nur noch eines: nach Hause.
Im eigenen Bett schlafen, Familie oder Partnerin beziehungsweise Partner sehen, Wäsche waschen, vertraute Menschen treffen und für ein paar Stunden Abstand vom Kasernenalltag bekommen. Gerade in den ersten Wochen kann eine Heimfahrt deshalb sehr guttun.
Seit dem 1. Mai 2026 heißt die weiterentwickelte Grundausbildung offiziell Heimatschutzausbildung Streitkräfte. Aktuelle Informationen verschiedener Ausbildungseinheiten zeigen, dass die Wochenenden vielerorts grundsätzlich dienstfrei geplant werden und Heimfahrten möglich sind. Gleichzeitig gibt es Ausbildungsdurchgänge mit einzelnen Wochenenddiensten.
Deshalb gilt eine einfache Regel: Plane deine Heimfahrt erst, wenn du weißt, dass dein Wochenende tatsächlich dienstfrei ist. Sobald das feststeht, organisierst du Hinreise und Rückkehr mit ausreichend Puffer und so, dass du zum nächsten Dienst ausgeruht und vollständig wieder am Standort bist.
Besonders wichtig ist dabei die Rückreise. Eine Heimfahrt ist erst dann gut geplant, wenn du weißt, wann und wie du wieder in die Kaserne kommst.
Wenn du zuerst verstehen willst, wie freie Wochenenden bei der Bundeswehr grundsätzlich funktionieren, lies diesen Artikel:
Wochenenden bei der Bundeswehr: Was realistisch ist und was du vorher wissen solltest
Wenn du wissen willst, wie Freizeit nach Dienstschluss in der Grundausbildung funktioniert, passt dieser Artikel:
Freizeit nach Dienstschluss in der Grundausbildung: Zapfenstreich, Rückkehr und Verhalten
Letzte Aktualisierung: Oktober 2026
Einordnung
Dieser Artikel gehört zum Thema Grundausbildung & Kasernenalltag der Soldateninitiative.
Er richtet sich an angehende Soldatinnen und Soldaten, die wissen möchten, wie Heimfahrten am Wochenende während der Grundausbildung sinnvoll geplant werden. Er erklärt dir, wann du nach Hause fahren kannst, worauf du bei Hinreise und Rückkehr achten solltest und wie du dein Wochenende so organisierst, dass du sicher und ausgeruht wieder am Standort bist.
Nach einer intensiven Ausbildungswoche möchtest du am Freitag wahrscheinlich nur noch eines: nach Hause.
Im eigenen Bett schlafen, Familie oder Partnerin beziehungsweise Partner sehen, Wäsche waschen, vertraute Menschen treffen und für ein paar Stunden Abstand vom Kasernenalltag bekommen. Gerade in den ersten Wochen kann eine Heimfahrt deshalb sehr guttun.
Seit dem 1. Mai 2026 heißt die weiterentwickelte Grundausbildung offiziell Heimatschutzausbildung Streitkräfte. Aktuelle Informationen verschiedener Ausbildungseinheiten zeigen, dass die Wochenenden vielerorts grundsätzlich dienstfrei geplant werden und Heimfahrten möglich sind. Gleichzeitig gibt es Ausbildungsdurchgänge mit einzelnen Wochenenddiensten.
Deshalb gilt eine einfache Regel: Plane deine Heimfahrt erst, wenn du weißt, dass dein Wochenende tatsächlich dienstfrei ist. Sobald das feststeht, organisierst du Hinreise und Rückkehr mit ausreichend Puffer und so, dass du zum nächsten Dienst ausgeruht und vollständig wieder am Standort bist.
Besonders wichtig ist dabei die Rückreise. Eine Heimfahrt ist erst dann gut geplant, wenn du weißt, wann und wie du wieder in die Kaserne kommst.
Wenn du zuerst verstehen willst, wie freie Wochenenden bei der Bundeswehr grundsätzlich funktionieren, lies diesen Artikel:
Wochenenden bei der Bundeswehr: Was realistisch ist und was du vorher wissen solltest
Wenn du wissen willst, wie Freizeit nach Dienstschluss in der Grundausbildung funktioniert, passt dieser Artikel:
Freizeit nach Dienstschluss in der Grundausbildung: Zapfenstreich, Rückkehr und Verhalten
[ Kurz gesagt ]
Wenn dein Wochenende dienstfrei ist, kannst du in der Heimatschutzausbildung grundsätzlich nach Hause fahren. Aktuelle Bundeswehr-Informationen verschiedener Ausbildungseinheiten bestätigen ausdrücklich, dass Heimfahrten an freien Wochenenden vorgesehen beziehungsweise möglich sind.
Wann du am Freitag tatsächlich loskommst, bestimmt dein Ausbildungsplan. Verlass dich deshalb nicht auf Aussagen wie „Freitagvormittag ist immer Dienstschluss“. Eine solche bundesweit geltende Regel gibt es nicht.
Für die Rückreise gilt dasselbe. Einige Ausbildungseinheiten nennen ausdrücklich die Rückkehr am Sonntag. Die konkrete Uhrzeit und mögliche weitere Vorgaben legt aber deine Einheit fest. Plane deshalb mit der Zeit, die dir tatsächlich genannt wurde, und nicht mit einer pauschalen Uhrzeit aus einem Erfahrungsbericht.
Wenn du das Bundeswehr-Ticket für kostenloses Bahnfahren nutzen möchtest, brauchst du ein gültiges Bundeswehr-Ticket, deinen Truppenausweis beziehungsweise den vorläufigen Truppenausweis zusammen mit deinem Personalausweis und musst während der gesamten Fahrt Bundeswehr-Uniform tragen. Die Buchung erfolgt vor Fahrtantritt über dein persönliches DB-Konto. Das Bundeswehr-Ticket gilt im Fern- und Regionalverkehr in der 2. Klasse. Busse, Straßenbahnen und U-Bahnen sind nicht enthalten.
Die beste Wochenendroutine ist deshalb einfach: Erst Dienstschluss abwarten, dann sicher nach Hause fahren, zuhause wirklich erholen und die Rückfahrt so planen, dass eine normale Verspätung nicht sofort deine pünktliche Rückkehr gefährdet.
[ Kurz gesagt ]
Wenn dein Wochenende dienstfrei ist, kannst du in der Heimatschutzausbildung grundsätzlich nach Hause fahren. Aktuelle Bundeswehr-Informationen verschiedener Ausbildungseinheiten bestätigen ausdrücklich, dass Heimfahrten an freien Wochenenden vorgesehen beziehungsweise möglich sind.
Wann du am Freitag tatsächlich loskommst, bestimmt dein Ausbildungsplan. Verlass dich deshalb nicht auf Aussagen wie „Freitagvormittag ist immer Dienstschluss“. Eine solche bundesweit geltende Regel gibt es nicht.
Für die Rückreise gilt dasselbe. Einige Ausbildungseinheiten nennen ausdrücklich die Rückkehr am Sonntag. Die konkrete Uhrzeit und mögliche weitere Vorgaben legt aber deine Einheit fest. Plane deshalb mit der Zeit, die dir tatsächlich genannt wurde, und nicht mit einer pauschalen Uhrzeit aus einem Erfahrungsbericht.
Wenn du das Bundeswehr-Ticket für kostenloses Bahnfahren nutzen möchtest, brauchst du ein gültiges Bundeswehr-Ticket, deinen Truppenausweis beziehungsweise den vorläufigen Truppenausweis zusammen mit deinem Personalausweis und musst während der gesamten Fahrt Bundeswehr-Uniform tragen. Die Buchung erfolgt vor Fahrtantritt über dein persönliches DB-Konto. Das Bundeswehr-Ticket gilt im Fern- und Regionalverkehr in der 2. Klasse. Busse, Straßenbahnen und U-Bahnen sind nicht enthalten.
Die beste Wochenendroutine ist deshalb einfach: Erst Dienstschluss abwarten, dann sicher nach Hause fahren, zuhause wirklich erholen und die Rückfahrt so planen, dass eine normale Verspätung nicht sofort deine pünktliche Rückkehr gefährdet.
[ Inhalt ]
01
Erst der Dienstplan, dann die Heimfahrt
02
Freitag gibt es keine bundesweit feste Abfahrtszeit
03
Kostenloses Bahnfahren funktioniert nur mit den richtigen Voraussetzungen
04
Ein vorläufiger Truppenausweis schließt das Bundeswehr-Ticket nicht aus
05
Das Bundeswehr-Ticket gilt nicht automatisch für Bus und Straßenbahn
06
Schau dir deine Rückreise schon am Freitag an
07
Sonntag zurück ist häufig realistisch, die konkrete Zeit bestimmt deine Einheit
08
Plane einen echten Puffer ein
09
Mit dem Auto zählt Sicherheit mehr als eine frühe Ankunft zuhause
10
Überlege, ob sich jede Heimfahrt wirklich lohnt
11
Zuhause musst du nicht das gesamte alte Leben in zwei Tage packen
12
Wäsche zuhause zu waschen kann praktisch sein
13
Dienstliches Material behandelst du nicht wie privates Reisegepäck
14
Denk schon zuhause an Montag
15
Alkohol ist für eine gute Rückreise eine schlechte Grundlage
16
Wenn du am Wochenende krank wirst, meldest du dich früh
17
Eine Zugverspätung solltest du ebenfalls früh kommunizieren
18
Nach der Rückkehr bereitest du den Montag vor
19
Heimweh kann die Rückfahrt am Sonntag schwer machen
20
Was du vor deiner ersten Heimfahrt klären solltest
21
Fazit
Häufige Fragen
Quellen zum Nachlesen
1. Erst der Dienstplan, dann die Heimfahrt
Der wichtigste Grundsatz für jedes Wochenende lautet: Erst muss feststehen, dass du dienstfrei bist.
In der aktuellen Heimatschutzausbildung sind freie Wochenenden vielerorts der Regelfall. Das bedeutet aber nicht, dass jeder Ausbildungsdurchgang an jedem Samstag und Sonntag frei hat.
Das Ausbildungszentrum Spezielle Operationen nennt für einen Ausbildungsdurchgang im Herbst 2026 beispielsweise ausdrücklich einzelne Wochenenden, an denen Ausbildung, Unterricht oder ein Familientag stattfinden, obwohl Wochenenden dort grundsätzlich dienstfrei sind.
Genau deshalb solltest du private Pläne nicht Monate vorher so behandeln, als wären sie bereits sicher. Sobald deine Einheit bestätigt, dass du ins Wochenende gehen kannst, beginnt deine private Planung.
Dann klärst du, wann dein Dienst tatsächlich endet, wie du zum Bahnhof oder Auto kommst, welche Verbindung sinnvoll ist und wann du wieder am Standort sein musst.
So vermeidest du den größten Planungsfehler: private Erwartungen aufzubauen, bevor du deinen tatsächlichen Ausbildungsplan kennst.
Konkretes Beispiel
Deine Familie plant für Samstag eine Geburtstagsfeier und möchte schon Wochen vorher wissen, ob du sicher dabei bist.
Sag nicht fest zu, solange dein Ausbildungsplan für dieses Wochenende noch nicht bekannt ist. Sobald deine Einheit bestätigt, dass du dienstfrei hast, kannst du die Heimfahrt konkret planen.
2. Freitag gibt es keine bundesweit feste Abfahrtszeit
Oft liest man, dass Rekrutinnen und Rekruten freitags bereits am Vormittag Dienstschluss hätten. Darauf solltest du dich nicht verlassen.
Wie lange der Dienst am Freitag dauert, richtet sich nach deinem Ausbildungsplan und deiner Einheit. Vor der Heimfahrt können außerdem organisatorische Aufgaben, Materialpflege, Ausbildung oder andere dienstliche Punkte anstehen.
Deshalb solltest du Bahnverbindungen nicht so planen, als müsstest du zwingend zu einer bestimmten Uhrzeit aus der Kaserne kommen. Gerade in den ersten Wochen lernst du erst, wie der Rhythmus deiner Einheit tatsächlich aussieht.
Wenn du mit der Bahn fährst, schaust du dir am besten mehrere realistische Verbindungen an. Wenn du mit dem Auto fährst, planst du ebenfalls nicht mit einer minutengenauen Abfahrt.
Sobald Dienstschluss ist und du die Kaserne verlassen darfst, beginnt deine Heimfahrt.
Konkretes Beispiel
Du findest eine günstige Zugverbindung um 12:30 Uhr und gehst davon aus, dass du sie freitags immer erreichen wirst.
Das ist zu unsicher. Schau dir zusätzlich spätere Verbindungen an und plane erst verbindlich, wenn du den tatsächlichen Dienstschluss deiner Einheit kennst.
3. Kostenloses Bahnfahren funktioniert nur mit den richtigen Voraussetzungen
Das kostenlose Bahnfahren ist für viele Soldatinnen und Soldaten eine große Hilfe, besonders wenn der Ausbildungsstandort mehrere hundert Kilometer von zuhause entfernt liegt. Dabei reicht es aber nicht, einfach in Uniform in einen Zug zu steigen.
Für das Bundeswehr-Ticket brauchst du ein vor Fahrtantritt gebuchtes Bundeswehr-Ticket, deinen Bundeswehr-Truppenausweis und deine Uniform während der gesamten Fahrt. Wenn du noch einen vorläufigen Truppenausweis hast, gilt dieser nach den aktuellen Informationen der Deutschen Bahn in Verbindung mit deinem Personalausweis.
Die Buchung erfolgt über dein persönliches DB-Konto. Die benötigten eToken können über die Bw-eToken-Anwendung abgerufen und für die Buchung eines Bundeswehr-Tickets verwendet werden. Die Einrichtung und praktische Nutzung wird in Ausbildungseinheiten teilweise vor Ort unterstützt.
Das Bundeswehr-Ticket gilt im Fern- und Regionalverkehr in der 2. Klasse. Busse, Straßenbahnen und U-Bahnen sind nicht enthalten.
Gerade in der ersten Ausbildungsphase kann außerdem entscheidend sein, ab wann du die Uniform außerhalb der Kaserne tragen darfst. Einzelne Ausbildungseinheiten erlauben dies erst nach den entsprechenden Unterrichten und der sogenannten Grußabnahme.
Deshalb gilt: Frag in deiner Einheit, ab wann du das kostenlose Bahnfahren in Uniform nutzen darfst und wie die Einrichtung des Zugangs bei euch organisiert wird. Verlass dich nicht darauf, dass es automatisch ab deinem ersten Diensttag funktioniert.
Konkretes Beispiel
Du möchtest bereits am ersten freien Wochenende kostenlos mit der Bahn nach Hause fahren.
Kläre vorher, ob dein Zugang eingerichtet ist, ob du Uniform außerhalb der Kaserne tragen darfst und welche Ausweisdokumente du auf der Fahrt mitführen musst.
4. Ein vorläufiger Truppenausweis schließt das Bundeswehr-Ticket nicht aus
Gerade in der ersten Ausbildungsphase hast du möglicherweise noch keinen endgültigen Truppenausweis. Das bedeutet nicht automatisch, dass das Bundeswehr-Ticket für dich nicht nutzbar ist.
Die Deutsche Bahn nennt ausdrücklich auch den vorläufigen Truppenausweis als mögliche Legitimation. In diesem Fall musst du zusätzlich deinen Personalausweis dabeihaben.
Damit ist eine wichtige Aussage aus vielen Erfahrungsberichten klar einzuordnen: Entscheidend ist nicht, ob dein Ausweis bereits endgültig ist, sondern ob du die für das Bundeswehr-Ticket vorgeschriebenen Nachweise vollständig mitführst und das Angebot für dich bereits freigegeben beziehungsweise eingerichtet wurde.
5. Das Bundeswehr-Ticket gilt nicht automatisch für Bus und Straßenbahn
Ein praktischer Punkt wird leicht übersehen. Das Bundeswehr-Ticket berechtigt nach den aktuellen Informationen der Deutschen Bahn zur Nutzung der dafür vorgesehenen Züge im Nahverkehr und Fernverkehr in der 2. Klasse. Es ist aber kein allgemeiner kostenloser Fahrschein für Bus, Straßenbahn oder U-Bahn.
Wenn du also von der Kaserne zunächst mit einem Stadtbus zum Bahnhof fahren musst, kann dafür ein eigenes Ticket erforderlich sein. Das solltest du bereits bei deiner Reiseplanung berücksichtigen.
Gerade bei einem abgelegenen Standort entscheidet nicht nur die Zugverbindung darüber, wie lange deine Heimfahrt dauert. Auch der Weg zwischen Kaserne und Bahnhof gehört dazu.
Konkretes Beispiel
Dein Zugticket ist über das Bundeswehr-Ticket abgedeckt, vom Kasernentor zum Bahnhof musst du aber noch mit einem normalen Linienbus fahren.
Prüfe vorher, ob dafür ein separates Ticket nötig ist, damit deine Heimfahrt nicht bereits am ersten Abschnitt unnötig kompliziert wird.
6. Schau dir deine Rückreise schon am Freitag an
Viele planen freitags nur die Fahrt nach Hause. Die wichtigere Verbindung ist häufig die am Sonntag zurück.
Schau deshalb spätestens vor deiner Abreise, welche Rückfahrmöglichkeiten du hast und welche davon ausreichend Puffer bieten.
Du solltest wissen, wann du wieder am Standort sein musst. Diese Vorgabe kommt von deiner Einheit. Plane von dieser Uhrzeit rückwärts und berücksichtige Umstiege, den Weg vom Bahnhof zur Kaserne und einen sinnvollen Sicherheitspuffer.
Wenn du beispielsweise drei Zugverbindungen nutzen könntest, von denen die letzte nur bei vollständig pünktlichem Bahnverkehr funktioniert, ist sie für deine normale Planung die schlechteste Wahl.
Nimm eine Verbindung, bei der eine Verspätung oder ein verpasster Anschluss nicht sofort bedeutet, dass du deine Rückkehrzeit nicht mehr einhalten kannst.
Konkretes Beispiel
Du musst Sonntag um 21 Uhr wieder am Standort sein.
Eine Verbindung kommt planmäßig um 20:45 Uhr am Bahnhof an, von dort brauchst du aber noch 20 Minuten zur Kaserne. Diese Verbindung ist keine vernünftige Planung. Nimm eine frühere.
7. Sonntag zurück ist häufig realistisch, die konkrete Zeit bestimmt deine Einheit
Mehrere aktuelle Bundeswehr-Informationen zeigen, dass die Rückkehr am Sonntag bei freien Ausbildungswochenenden ein normaler Ablauf sein kann.
Das Heimatschutzregiment 5 formuliert beispielsweise ausdrücklich, dass Soldatinnen und Soldaten am Sonntag rechtzeitig wieder am Dienstort sein sollen, damit sie in der kommenden Woche anwesend und ausgeruht sind.
Eine bundesweit einheitliche Uhrzeit gibt es dafür nicht. Auch einen überall identischen Zapfenstreich für die Rückkehr solltest du nicht voraussetzen.
Deine Einheit sagt dir, wann du wieder da sein musst und welche Regeln für deinen Ausbildungsabschnitt gelten. Genau diese Uhrzeit ist für dich maßgeblich.
Wenn dir Sonntag 21 Uhr genannt wird, planst du für 21 Uhr. Wenn deine Einheit eine andere Regelung vorgibt, gilt diese.
Du brauchst dafür keinen Spruch und keine pauschale Bundeswehr-Regel. Du brauchst eine Rückreise, die zu deiner tatsächlichen Vorgabe passt.
8. Plane einen echten Puffer ein
Puffer bedeutet nicht, dass dein Zug planmäßig fünf Minuten vor deiner Rückkehrzeit ankommt. Du musst vom Bahnhof möglicherweise noch zur Kaserne kommen, durch die Wache gehen, deine Sachen auf die Stube bringen und dich auf den nächsten Tag vorbereiten.
Deshalb solltest du möglichst so zurückkehren, dass eine überschaubare Störung deine Planung nicht sofort zerstört.
Bei einer langen Bahnfahrt mit mehreren Umstiegen ist mehr Puffer sinnvoll als bei einer direkten Verbindung über eine kurze Strecke. Dasselbe gilt für das Auto.
Wenn du sonntagabends regelmäßig auf den letzten möglichen Zeitpunkt setzt, erzeugst du dir jede Woche denselben unnötigen Stress.
Früher zurückzukommen kostet dich vielleicht etwas Zeit zuhause. Dafür kommst du ruhiger an und kannst den Montag wesentlich besser vorbereiten.
Konkretes Beispiel
Du könntest Sonntag zwei Stunden später losfahren, würdest dann aber nur zehn Minuten vor der vorgegebenen Rückkehrzeit ankommen.
Die frühere Verbindung ist die bessere Wahl. So bleibt dir Zeit für Verzögerungen und für einen ruhigen Übergang in die neue Woche.
9. Mit dem Auto zählt Sicherheit mehr als eine frühe Ankunft zuhause
Nach einer anstrengenden Ausbildungswoche möchtest du am Freitag wahrscheinlich möglichst schnell nach Hause. Fahr trotzdem normal und konzentriert.
Müdigkeit nach einer intensiven Woche, dichter Freitagsverkehr und der Wunsch, endlich anzukommen, sind keine gute Kombination für hektisches Fahren. Plane deshalb genügend Zeit ein und mach eine Pause, wenn du sie brauchst.
Dasselbe gilt am Sonntag. Du gewinnst nichts, wenn du möglichst lange zuhause bleibst und anschließend unter Zeitdruck mehrere hundert Kilometer zurückfahren musst.
Die bessere Lösung ist eine Abfahrt, bei der du ohne unnötigen Stress am Standort ankommst. Wenn du merkst, dass du zu müde für eine sichere Fahrt bist, nimm das ernst.
Deine Aufgabe ist nicht, eine persönliche Bestzeit zwischen Heimat und Kaserne aufzustellen. Deine Aufgabe ist, sicher zurückzukommen.
10. Überlege, ob sich jede Heimfahrt wirklich lohnt
Gerade in den ersten Wochen möchtest du wahrscheinlich jedes freie Wochenende nach Hause. Das ist verständlich.
Trotzdem solltest du nach einigen Wochen prüfen, ob dieser Rhythmus für dich tatsächlich funktioniert. Bei einer Stunde Fahrt pro Strecke kann ein regelmäßiges Wochenende zuhause sehr angenehm sein.
Bei fünf oder sechs Stunden pro Strecke sieht die Rechnung anders aus. Du sitzt einen großen Teil des Freitags und Sonntags im Zug oder Auto und hast zuhause vielleicht nur einen vollen Tag.
Dann kann ein Wochenende am Standort zwischendurch erholsamer sein. Das bedeutet nicht, dass du deine Familie oder deine Beziehung weniger wichtig findest. Es bedeutet lediglich, dass Erholung ebenfalls Teil deiner Ausbildungsvorbereitung ist.
Wenn du dieses Thema genauer abwägen möchtest, hilft dir Wochenenden bei der Bundeswehr: Was realistisch ist und was du vorher wissen solltest.
Konkretes Beispiel
Du brauchst fünf Stunden pro Strecke und merkst nach den ersten drei Wochen, dass du sonntags völlig erschöpft zurückkommst.
Dann kann es sinnvoll sein, nicht jedes Wochenende heimzufahren. Ein ruhiges Wochenende am Standort kann dir mehr Erholung bringen.
11. Zuhause musst du nicht das gesamte alte Leben in zwei Tage packen
Die erste Heimfahrt fühlt sich häufig besonders an. Familie möchte wissen, wie deine Woche war. Deine Partnerin oder dein Partner möchte Zeit mit dir verbringen. Freunde möchten dich sehen. Vielleicht möchtest du zusätzlich feiern, Sport machen, einkaufen und private Dinge erledigen.
Damit kannst du dein Wochenende schnell so vollpacken, dass du Sonntag erschöpfter zurückfährst als am Freitag.
Setz deshalb Prioritäten. Sieh die Menschen, die dir wichtig sind, aber plane auch Zeit ohne Termine ein. Schlaf ausreichend und erledige notwendige Dinge früh.
Gerade in der Heimatschutzausbildung warten montags wieder körperliche und geistige Anforderungen auf dich. Das Wochenende sollte dir Energie zurückgeben.
Konkretes Beispiel
Am Samstag wollen Familie, Freunde und deine Partnerin beziehungsweise dein Partner jeweils mehrere Stunden mit dir verbringen.
Plane nicht alles hintereinander. Entscheide, was wirklich wichtig ist, und lass bewusst freie Zeit für Schlaf und Erholung.
12. Wäsche zuhause zu waschen kann praktisch sein
Viele Rekrutinnen und Rekruten nutzen Heimfahrten, um private Wäsche zuhause zu waschen. Das kann praktisch sein, besonders wenn du ohnehin heimfährst.
Plane die Wäsche aber so, dass sie vor deiner Rückreise vollständig trocken und wieder eingepackt ist.
Wenn du Sonntag kurz vor der Abfahrt bemerkst, dass deine Socken, Unterwäsche oder Handtücher noch in der Waschmaschine liegen, hast du dir selbst unnötigen Stress gebaut.
Eine einfache Routine hilft. Wenn du zuhause ankommst, kümmerst du dich früh um die Wäsche. Sonntag packst du nicht erst unmittelbar vor der Abfahrt, sondern mit ausreichend Zeit.
Wenn du nicht jedes Wochenende heimfahren möchtest, solltest du außerdem wissen, welche Waschmöglichkeiten an deinem Standort bestehen. Mehr dazu findest du in Wäsche waschen in der Grundausbildung: Was du realistisch wissen solltest.
13. Dienstliches Material behandelst du nicht wie privates Reisegepäck
Nimm nicht jedes Wochenende wahllos Ausrüstung aus der Kaserne mit nach Hause. Dienstlich bereitgestelltes Material gehört dorthin, wo es nach den Vorgaben deiner Einheit aufzubewahren ist.
Wenn du nicht weißt, ob du einen bestimmten Gegenstand mitnehmen darfst oder am Standort lassen sollst, frag nach. Gerade am Anfang ist das die einfachste Lösung.
Du musst nicht selbst erraten, welche Ausrüstung am Wochenende mitgeführt werden darf. Für eine normale Heimfahrt brauchst du vor allem die Dinge, die du privat benötigst, deine notwendigen Dokumente und gegebenenfalls Wäsche.
14. Denk schon zuhause an Montag
Eine gute Rückreise beginnt nicht erst am Bahnhof. Bevor du losfährst, prüfst du, ob alles wieder eingepackt ist, was du für die kommende Woche brauchst.
Besonders ärgerlich ist es, wenn wichtige private Dinge, Medikamente, Ausweise oder benötigte Kleidung zuhause liegen bleiben.
Mach es dir deshalb einfach. Pack nicht fünf Minuten vor der Abfahrt.
Wenn du regelmäßig nach Hause fährst, entwickelt sich schnell eine Routine. Du weißt dann, was grundsätzlich in der Kaserne bleibt und was du am Wochenende mitnimmst.
Je weniger du jedes Wochenende neu improvisierst, desto entspannter wird die Rückfahrt.
Konkretes Beispiel
Du nimmst am Wochenende Medikamente, private Sportschuhe und mehrere Kleidungsstücke mit nach Hause.
Pack diese Dinge am Sonntag einige Stunden vor der Abfahrt wieder ein. So fällt dir rechtzeitig auf, falls etwas fehlt.
15. Alkohol ist für eine gute Rückreise eine schlechte Grundlage
Du hast an einem freien Wochenende Freizeit. Trotzdem solltest du die Rückkehr zum Dienst im Blick behalten.
Die entscheidende Frage ist nicht, ob du am Samstagabend theoretisch feiern gehen könntest. Entscheidend ist, ob du anschließend sicher reisen und zum nächsten Dienst vollständig dienstfähig sein kannst.
Gerade während der Ausbildung ist eine einfache Empfehlung sinnvoll: Halte dich beim Alkohol zurück und plane dein Wochenende so, dass Schlaf und Erholung nicht vollständig verloren gehen.
Wenn du am Sonntag selbst Auto fahren möchtest, ist die Sache noch einfacher. Fahr nur, wenn du sicher fahrtüchtig bist.
Du musst montags nicht beweisen, wie viel Wochenende du in zwei Tage bekommen hast. Du musst deinen Dienst zuverlässig antreten können.
16. Wenn du am Wochenende krank wirst, meldest du dich früh
Wenn du zuhause krank wirst, solltest du nicht bis zum geplanten Rückreisezeitpunkt warten und dann kommentarlos in der Kaserne fehlen. Informiere deine Einheit nach dem für dich geltenden Meldeweg.
Für die medizinische Versorgung außerhalb der regulären Dienstzeit stellt die Bundeswehr einen bundesweiten ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 0800 9726378 bereit. Die Bundeswehr erklärt außerdem, dass in Ausnahmefällen eine Vorstellung bei einer standortfremden regionalen Sanitätseinrichtung möglich ist.
Bei einem medizinischen Notfall gilt selbstverständlich 112.
Für dich ist vor allem die Reihenfolge wichtig: Melde dich bei deiner Einheit und kläre die medizinische Versorgung über die vorgesehenen Wege. Bleib nicht einfach zuhause und versuche nicht, die Situation erst am Montag nachträglich zu erklären.
Den Ablauf beim Krankmelden erklären wir ausführlich in Krankmelden bei der Bundeswehr: Was du tun solltest, wenn du nicht dienstfähig bist.
Konkretes Beispiel
Du bekommst Sonntagmorgen hohes Fieber und kannst deine geplante Rückreise nicht wie vorgesehen antreten.
Dann informierst du deine Einheit nach dem dir bekannten Meldeweg und klärst die medizinische Versorgung. Du wartest nicht einfach bis Montag und erklärst die Situation erst nachträglich.
17. Eine Zugverspätung solltest du ebenfalls früh kommunizieren
Trotz guter Planung kann etwas schiefgehen. Ein Zug fällt aus, eine Strecke wird gesperrt oder eine andere größere Störung macht deine rechtzeitige Rückkehr fraglich.
Dann wartest du nicht bis nach deiner vorgeschriebenen Rückkehrzeit. Nutze den Meldeweg, den dir deine Einheit für solche Situationen genannt hat, und informiere sie frühzeitig.
Gute Planung bedeutet nicht, dass nie etwas schiefgehen darf. Sie bedeutet, dass du einen sinnvollen Puffer eingebaut hast und bei einem echten Problem rechtzeitig kommunizierst.
Konkretes Beispiel
Dein Zug fällt aus und die nächste Verbindung würde dich voraussichtlich zu spät zum Standort bringen.
Sobald das absehbar ist, meldest du dich über den vorgesehenen Weg bei deiner Einheit. Warte nicht darauf, ob sich das Problem vielleicht noch von selbst löst.
18. Nach der Rückkehr bereitest du den Montag vor
Wenn du mit ausreichend Puffer zurückkommst, hast du noch Zeit für einen ruhigen Übergang.
Bring deine Sachen auf die Stube, pack deine Tasche aus und sortiere, was du für den nächsten Tag brauchst. Prüfe, ob deine Kleidung und persönlichen Dinge vollständig sind und stelle deinen Wecker.
Dann gehst du schlafen.
Dieser einfache Ablauf ist deutlich angenehmer, als kurz vor der vorgeschriebenen Rückkehrzeit durch die Wache zu kommen, hektisch auszupacken und wenige Stunden später wieder aufzustehen.
Gerade am Anfang hilft eine feste Sonntagsroutine dabei, den Wechsel zwischen Zuhause und Kaserne leichter zu machen.
19. Heimweh kann die Rückfahrt am Sonntag schwer machen
Nicht jede schwierige Rückreise hat etwas mit schlechter Planung zu tun. Gerade in den ersten Ausbildungswochen kann sich der Sonntagabend emotional unangenehm anfühlen.
Du warst wieder zuhause, hast vertraute Menschen gesehen und musst nun zurück in eine Umgebung, die sich noch neu anfühlt. Das ist nicht ungewöhnlich.
Versuche deshalb nicht, jede Heimfahrt bis zur letzten Minute auszureizen. Dadurch wird der Abschied häufig nur hektischer.
Plane eine ruhige Rückreise und konzentriere dich nach der Ankunft auf den nächsten überschaubaren Schritt: Sachen auspacken, Montag vorbereiten, schlafen.
Wenn Heimweh dich über längere Zeit stark belastet, findest du weitere Orientierung in Heimweh in der ersten Woche der Grundausbildung: Warum es normal ist und wie du damit umgehst.
Konkretes Beispiel
Dir fällt die Abfahrt am Sonntag schwer und du möchtest deshalb möglichst bis zur letzten Minute zuhause bleiben.
Eine frühere, ruhige Rückreise kann emotional leichter sein als eine hektische Abfahrt unter Zeitdruck. Nach der Ankunft konzentrierst du dich nur auf den nächsten Abend und den Montag.
20. Was du vor deiner ersten Heimfahrt klären solltest
Vor der ersten Heimfahrt brauchst du keine komplizierte Checkliste. Du solltest lediglich wissen, ob dein Wochenende dienstfrei ist, wann dein Dienst am Freitag endet und bis wann du wieder am Standort sein musst.
Wenn du die Bahn nutzen möchtest, klärst du zusätzlich, ob das kostenlose Bahnfahren in Uniform für dich bereits eingerichtet ist und welche Nachweise du mitführen musst.
Danach planst du deine Verbindung mit Puffer. Mehr brauchst du für den Anfang nicht.
Die konkrete Routine entwickelt sich nach den ersten Heimfahrten von selbst.
21. Fazit
Heimfahrten können dir während der Heimatschutzausbildung viel geben.
Du siehst vertraute Menschen, schläfst im eigenen Bett, erledigst private Dinge und bekommst Abstand von einer intensiven Ausbildungswoche.
Damit das Wochenende wirklich erholsam bleibt, brauchst du vor allem eine saubere Rückreiseplanung.
Verlass dich nicht auf pauschale Aussagen über einen frühen Dienstschluss am Freitag oder einen überall identischen Zapfenstreich am Sonntag. Deine Einheit legt fest, wann du ins Wochenende gehen kannst und wann du wieder zurück sein musst.
Wenn du mit der Bahn fährst, klär frühzeitig die Voraussetzungen für das Bundeswehr-Ticket. Wenn du Auto fährst, plane so, dass du ohne Zeitdruck und Müdigkeit zurückkommst.
Und vor allem: Nutze das Wochenende auch zur Erholung.
Die beste Heimfahrt ist nicht die, bei der du jede mögliche Minute zuhause ausreizt. Die beste Heimfahrt ist die, nach der du sicher, pünktlich und ausgeruht wieder in deine Ausbildungswoche starten kannst.
Vorbereitung mit der Soldateninitiative
Die Soldateninitiative hilft dir dabei, auch die praktischen Fragen rund um Dienstantritt, Grundausbildung und Kasernenalltag realistisch einzuordnen.
Gerade vor den ersten Heimfahrten kann ein strukturierter Check helfen, weil Rückreise, Wochenendplanung, Wäsche, Schlaf, Kontakt nach Hause und Pünktlichkeit zunächst wie Kleinigkeiten wirken, im neuen Alltag aber schnell Stress erzeugen können. Wenn du vorher weißt, worauf du achten musst, entwickelt sich schneller eine funktionierende Routine.
Mit Mission Grundausbildung: Bist du bereit? bereitest du Dienstantritt, Wochenenden und die ersten Wochen strukturiert vor. Der Check hilft dir dabei, Packliste, Stube, Spind, Tagesablauf, Freizeit und die ersten Wochen einzuordnen. So kannst du dich auf die Ausbildung konzentrieren, statt jeden kleinen Alltagsablauf erst unter Zeitdruck herauszufinden.
1. Erst der Dienstplan, dann die Heimfahrt
Der wichtigste Grundsatz für jedes Wochenende lautet: Erst muss feststehen, dass du dienstfrei bist.
In der aktuellen Heimatschutzausbildung sind freie Wochenenden vielerorts der Regelfall. Das bedeutet aber nicht, dass jeder Ausbildungsdurchgang an jedem Samstag und Sonntag frei hat.
Das Ausbildungszentrum Spezielle Operationen nennt für einen Ausbildungsdurchgang im Herbst 2026 beispielsweise ausdrücklich einzelne Wochenenden, an denen Ausbildung, Unterricht oder ein Familientag stattfinden, obwohl Wochenenden dort grundsätzlich dienstfrei sind.
Genau deshalb solltest du private Pläne nicht Monate vorher so behandeln, als wären sie bereits sicher. Sobald deine Einheit bestätigt, dass du ins Wochenende gehen kannst, beginnt deine private Planung.
Dann klärst du, wann dein Dienst tatsächlich endet, wie du zum Bahnhof oder Auto kommst, welche Verbindung sinnvoll ist und wann du wieder am Standort sein musst.
So vermeidest du den größten Planungsfehler: private Erwartungen aufzubauen, bevor du deinen tatsächlichen Ausbildungsplan kennst.
Konkretes Beispiel
Deine Familie plant für Samstag eine Geburtstagsfeier und möchte schon Wochen vorher wissen, ob du sicher dabei bist.
Sag nicht fest zu, solange dein Ausbildungsplan für dieses Wochenende noch nicht bekannt ist. Sobald deine Einheit bestätigt, dass du dienstfrei hast, kannst du die Heimfahrt konkret planen.
2. Freitag gibt es keine bundesweit feste Abfahrtszeit
Oft liest man, dass Rekrutinnen und Rekruten freitags bereits am Vormittag Dienstschluss hätten. Darauf solltest du dich nicht verlassen.
Wie lange der Dienst am Freitag dauert, richtet sich nach deinem Ausbildungsplan und deiner Einheit. Vor der Heimfahrt können außerdem organisatorische Aufgaben, Materialpflege, Ausbildung oder andere dienstliche Punkte anstehen.
Deshalb solltest du Bahnverbindungen nicht so planen, als müsstest du zwingend zu einer bestimmten Uhrzeit aus der Kaserne kommen. Gerade in den ersten Wochen lernst du erst, wie der Rhythmus deiner Einheit tatsächlich aussieht.
Wenn du mit der Bahn fährst, schaust du dir am besten mehrere realistische Verbindungen an. Wenn du mit dem Auto fährst, planst du ebenfalls nicht mit einer minutengenauen Abfahrt.
Sobald Dienstschluss ist und du die Kaserne verlassen darfst, beginnt deine Heimfahrt.
Konkretes Beispiel
Du findest eine günstige Zugverbindung um 12:30 Uhr und gehst davon aus, dass du sie freitags immer erreichen wirst.
Das ist zu unsicher. Schau dir zusätzlich spätere Verbindungen an und plane erst verbindlich, wenn du den tatsächlichen Dienstschluss deiner Einheit kennst.
3. Kostenloses Bahnfahren funktioniert nur mit den richtigen Voraussetzungen
Das kostenlose Bahnfahren ist für viele Soldatinnen und Soldaten eine große Hilfe, besonders wenn der Ausbildungsstandort mehrere hundert Kilometer von zuhause entfernt liegt. Dabei reicht es aber nicht, einfach in Uniform in einen Zug zu steigen.
Für das Bundeswehr-Ticket brauchst du ein vor Fahrtantritt gebuchtes Bundeswehr-Ticket, deinen Bundeswehr-Truppenausweis und deine Uniform während der gesamten Fahrt. Wenn du noch einen vorläufigen Truppenausweis hast, gilt dieser nach den aktuellen Informationen der Deutschen Bahn in Verbindung mit deinem Personalausweis.
Die Buchung erfolgt über dein persönliches DB-Konto. Die benötigten eToken können über die Bw-eToken-Anwendung abgerufen und für die Buchung eines Bundeswehr-Tickets verwendet werden. Die Einrichtung und praktische Nutzung wird in Ausbildungseinheiten teilweise vor Ort unterstützt.
Das Bundeswehr-Ticket gilt im Fern- und Regionalverkehr in der 2. Klasse. Busse, Straßenbahnen und U-Bahnen sind nicht enthalten.
Gerade in der ersten Ausbildungsphase kann außerdem entscheidend sein, ab wann du die Uniform außerhalb der Kaserne tragen darfst. Einzelne Ausbildungseinheiten erlauben dies erst nach den entsprechenden Unterrichten und der sogenannten Grußabnahme.
Deshalb gilt: Frag in deiner Einheit, ab wann du das kostenlose Bahnfahren in Uniform nutzen darfst und wie die Einrichtung des Zugangs bei euch organisiert wird. Verlass dich nicht darauf, dass es automatisch ab deinem ersten Diensttag funktioniert.
Konkretes Beispiel
Du möchtest bereits am ersten freien Wochenende kostenlos mit der Bahn nach Hause fahren.
Kläre vorher, ob dein Zugang eingerichtet ist, ob du Uniform außerhalb der Kaserne tragen darfst und welche Ausweisdokumente du auf der Fahrt mitführen musst.
4. Ein vorläufiger Truppenausweis schließt das Bundeswehr-Ticket nicht aus
Gerade in der ersten Ausbildungsphase hast du möglicherweise noch keinen endgültigen Truppenausweis. Das bedeutet nicht automatisch, dass das Bundeswehr-Ticket für dich nicht nutzbar ist.
Die Deutsche Bahn nennt ausdrücklich auch den vorläufigen Truppenausweis als mögliche Legitimation. In diesem Fall musst du zusätzlich deinen Personalausweis dabeihaben.
Damit ist eine wichtige Aussage aus vielen Erfahrungsberichten klar einzuordnen: Entscheidend ist nicht, ob dein Ausweis bereits endgültig ist, sondern ob du die für das Bundeswehr-Ticket vorgeschriebenen Nachweise vollständig mitführst und das Angebot für dich bereits freigegeben beziehungsweise eingerichtet wurde.
5. Das Bundeswehr-Ticket gilt nicht automatisch für Bus und Straßenbahn
Ein praktischer Punkt wird leicht übersehen. Das Bundeswehr-Ticket berechtigt nach den aktuellen Informationen der Deutschen Bahn zur Nutzung der dafür vorgesehenen Züge im Nahverkehr und Fernverkehr in der 2. Klasse. Es ist aber kein allgemeiner kostenloser Fahrschein für Bus, Straßenbahn oder U-Bahn.
Wenn du also von der Kaserne zunächst mit einem Stadtbus zum Bahnhof fahren musst, kann dafür ein eigenes Ticket erforderlich sein. Das solltest du bereits bei deiner Reiseplanung berücksichtigen.
Gerade bei einem abgelegenen Standort entscheidet nicht nur die Zugverbindung darüber, wie lange deine Heimfahrt dauert. Auch der Weg zwischen Kaserne und Bahnhof gehört dazu.
Konkretes Beispiel
Dein Zugticket ist über das Bundeswehr-Ticket abgedeckt, vom Kasernentor zum Bahnhof musst du aber noch mit einem normalen Linienbus fahren.
Prüfe vorher, ob dafür ein separates Ticket nötig ist, damit deine Heimfahrt nicht bereits am ersten Abschnitt unnötig kompliziert wird.
6. Schau dir deine Rückreise schon am Freitag an
Viele planen freitags nur die Fahrt nach Hause. Die wichtigere Verbindung ist häufig die am Sonntag zurück.
Schau deshalb spätestens vor deiner Abreise, welche Rückfahrmöglichkeiten du hast und welche davon ausreichend Puffer bieten.
Du solltest wissen, wann du wieder am Standort sein musst. Diese Vorgabe kommt von deiner Einheit. Plane von dieser Uhrzeit rückwärts und berücksichtige Umstiege, den Weg vom Bahnhof zur Kaserne und einen sinnvollen Sicherheitspuffer.
Wenn du beispielsweise drei Zugverbindungen nutzen könntest, von denen die letzte nur bei vollständig pünktlichem Bahnverkehr funktioniert, ist sie für deine normale Planung die schlechteste Wahl.
Nimm eine Verbindung, bei der eine Verspätung oder ein verpasster Anschluss nicht sofort bedeutet, dass du deine Rückkehrzeit nicht mehr einhalten kannst.
Konkretes Beispiel
Du musst Sonntag um 21 Uhr wieder am Standort sein.
Eine Verbindung kommt planmäßig um 20:45 Uhr am Bahnhof an, von dort brauchst du aber noch 20 Minuten zur Kaserne. Diese Verbindung ist keine vernünftige Planung. Nimm eine frühere.
7. Sonntag zurück ist häufig realistisch, die konkrete Zeit bestimmt deine Einheit
Mehrere aktuelle Bundeswehr-Informationen zeigen, dass die Rückkehr am Sonntag bei freien Ausbildungswochenenden ein normaler Ablauf sein kann.
Das Heimatschutzregiment 5 formuliert beispielsweise ausdrücklich, dass Soldatinnen und Soldaten am Sonntag rechtzeitig wieder am Dienstort sein sollen, damit sie in der kommenden Woche anwesend und ausgeruht sind.
Eine bundesweit einheitliche Uhrzeit gibt es dafür nicht. Auch einen überall identischen Zapfenstreich für die Rückkehr solltest du nicht voraussetzen.
Deine Einheit sagt dir, wann du wieder da sein musst und welche Regeln für deinen Ausbildungsabschnitt gelten. Genau diese Uhrzeit ist für dich maßgeblich.
Wenn dir Sonntag 21 Uhr genannt wird, planst du für 21 Uhr. Wenn deine Einheit eine andere Regelung vorgibt, gilt diese.
Du brauchst dafür keinen Spruch und keine pauschale Bundeswehr-Regel. Du brauchst eine Rückreise, die zu deiner tatsächlichen Vorgabe passt.
8. Plane einen echten Puffer ein
Puffer bedeutet nicht, dass dein Zug planmäßig fünf Minuten vor deiner Rückkehrzeit ankommt. Du musst vom Bahnhof möglicherweise noch zur Kaserne kommen, durch die Wache gehen, deine Sachen auf die Stube bringen und dich auf den nächsten Tag vorbereiten.
Deshalb solltest du möglichst so zurückkehren, dass eine überschaubare Störung deine Planung nicht sofort zerstört.
Bei einer langen Bahnfahrt mit mehreren Umstiegen ist mehr Puffer sinnvoll als bei einer direkten Verbindung über eine kurze Strecke. Dasselbe gilt für das Auto.
Wenn du sonntagabends regelmäßig auf den letzten möglichen Zeitpunkt setzt, erzeugst du dir jede Woche denselben unnötigen Stress.
Früher zurückzukommen kostet dich vielleicht etwas Zeit zuhause. Dafür kommst du ruhiger an und kannst den Montag wesentlich besser vorbereiten.
Konkretes Beispiel
Du könntest Sonntag zwei Stunden später losfahren, würdest dann aber nur zehn Minuten vor der vorgegebenen Rückkehrzeit ankommen.
Die frühere Verbindung ist die bessere Wahl. So bleibt dir Zeit für Verzögerungen und für einen ruhigen Übergang in die neue Woche.
9. Mit dem Auto zählt Sicherheit mehr als eine frühe Ankunft zuhause
Nach einer anstrengenden Ausbildungswoche möchtest du am Freitag wahrscheinlich möglichst schnell nach Hause. Fahr trotzdem normal und konzentriert.
Müdigkeit nach einer intensiven Woche, dichter Freitagsverkehr und der Wunsch, endlich anzukommen, sind keine gute Kombination für hektisches Fahren. Plane deshalb genügend Zeit ein und mach eine Pause, wenn du sie brauchst.
Dasselbe gilt am Sonntag. Du gewinnst nichts, wenn du möglichst lange zuhause bleibst und anschließend unter Zeitdruck mehrere hundert Kilometer zurückfahren musst.
Die bessere Lösung ist eine Abfahrt, bei der du ohne unnötigen Stress am Standort ankommst. Wenn du merkst, dass du zu müde für eine sichere Fahrt bist, nimm das ernst.
Deine Aufgabe ist nicht, eine persönliche Bestzeit zwischen Heimat und Kaserne aufzustellen. Deine Aufgabe ist, sicher zurückzukommen.
10. Überlege, ob sich jede Heimfahrt wirklich lohnt
Gerade in den ersten Wochen möchtest du wahrscheinlich jedes freie Wochenende nach Hause. Das ist verständlich.
Trotzdem solltest du nach einigen Wochen prüfen, ob dieser Rhythmus für dich tatsächlich funktioniert. Bei einer Stunde Fahrt pro Strecke kann ein regelmäßiges Wochenende zuhause sehr angenehm sein.
Bei fünf oder sechs Stunden pro Strecke sieht die Rechnung anders aus. Du sitzt einen großen Teil des Freitags und Sonntags im Zug oder Auto und hast zuhause vielleicht nur einen vollen Tag.
Dann kann ein Wochenende am Standort zwischendurch erholsamer sein. Das bedeutet nicht, dass du deine Familie oder deine Beziehung weniger wichtig findest. Es bedeutet lediglich, dass Erholung ebenfalls Teil deiner Ausbildungsvorbereitung ist.
Wenn du dieses Thema genauer abwägen möchtest, hilft dir Wochenenden bei der Bundeswehr: Was realistisch ist und was du vorher wissen solltest.
Konkretes Beispiel
Du brauchst fünf Stunden pro Strecke und merkst nach den ersten drei Wochen, dass du sonntags völlig erschöpft zurückkommst.
Dann kann es sinnvoll sein, nicht jedes Wochenende heimzufahren. Ein ruhiges Wochenende am Standort kann dir mehr Erholung bringen.
11. Zuhause musst du nicht das gesamte alte Leben in zwei Tage packen
Die erste Heimfahrt fühlt sich häufig besonders an. Familie möchte wissen, wie deine Woche war. Deine Partnerin oder dein Partner möchte Zeit mit dir verbringen. Freunde möchten dich sehen. Vielleicht möchtest du zusätzlich feiern, Sport machen, einkaufen und private Dinge erledigen.
Damit kannst du dein Wochenende schnell so vollpacken, dass du Sonntag erschöpfter zurückfährst als am Freitag.
Setz deshalb Prioritäten. Sieh die Menschen, die dir wichtig sind, aber plane auch Zeit ohne Termine ein. Schlaf ausreichend und erledige notwendige Dinge früh.
Gerade in der Heimatschutzausbildung warten montags wieder körperliche und geistige Anforderungen auf dich. Das Wochenende sollte dir Energie zurückgeben.
Konkretes Beispiel
Am Samstag wollen Familie, Freunde und deine Partnerin beziehungsweise dein Partner jeweils mehrere Stunden mit dir verbringen.
Plane nicht alles hintereinander. Entscheide, was wirklich wichtig ist, und lass bewusst freie Zeit für Schlaf und Erholung.
12. Wäsche zuhause zu waschen kann praktisch sein
Viele Rekrutinnen und Rekruten nutzen Heimfahrten, um private Wäsche zuhause zu waschen. Das kann praktisch sein, besonders wenn du ohnehin heimfährst.
Plane die Wäsche aber so, dass sie vor deiner Rückreise vollständig trocken und wieder eingepackt ist.
Wenn du Sonntag kurz vor der Abfahrt bemerkst, dass deine Socken, Unterwäsche oder Handtücher noch in der Waschmaschine liegen, hast du dir selbst unnötigen Stress gebaut.
Eine einfache Routine hilft. Wenn du zuhause ankommst, kümmerst du dich früh um die Wäsche. Sonntag packst du nicht erst unmittelbar vor der Abfahrt, sondern mit ausreichend Zeit.
Wenn du nicht jedes Wochenende heimfahren möchtest, solltest du außerdem wissen, welche Waschmöglichkeiten an deinem Standort bestehen. Mehr dazu findest du in Wäsche waschen in der Grundausbildung: Was du realistisch wissen solltest.
13. Dienstliches Material behandelst du nicht wie privates Reisegepäck
Nimm nicht jedes Wochenende wahllos Ausrüstung aus der Kaserne mit nach Hause. Dienstlich bereitgestelltes Material gehört dorthin, wo es nach den Vorgaben deiner Einheit aufzubewahren ist.
Wenn du nicht weißt, ob du einen bestimmten Gegenstand mitnehmen darfst oder am Standort lassen sollst, frag nach. Gerade am Anfang ist das die einfachste Lösung.
Du musst nicht selbst erraten, welche Ausrüstung am Wochenende mitgeführt werden darf. Für eine normale Heimfahrt brauchst du vor allem die Dinge, die du privat benötigst, deine notwendigen Dokumente und gegebenenfalls Wäsche.
14. Denk schon zuhause an Montag
Eine gute Rückreise beginnt nicht erst am Bahnhof. Bevor du losfährst, prüfst du, ob alles wieder eingepackt ist, was du für die kommende Woche brauchst.
Besonders ärgerlich ist es, wenn wichtige private Dinge, Medikamente, Ausweise oder benötigte Kleidung zuhause liegen bleiben.
Mach es dir deshalb einfach. Pack nicht fünf Minuten vor der Abfahrt.
Wenn du regelmäßig nach Hause fährst, entwickelt sich schnell eine Routine. Du weißt dann, was grundsätzlich in der Kaserne bleibt und was du am Wochenende mitnimmst.
Je weniger du jedes Wochenende neu improvisierst, desto entspannter wird die Rückfahrt.
Konkretes Beispiel
Du nimmst am Wochenende Medikamente, private Sportschuhe und mehrere Kleidungsstücke mit nach Hause.
Pack diese Dinge am Sonntag einige Stunden vor der Abfahrt wieder ein. So fällt dir rechtzeitig auf, falls etwas fehlt.
15. Alkohol ist für eine gute Rückreise eine schlechte Grundlage
Du hast an einem freien Wochenende Freizeit. Trotzdem solltest du die Rückkehr zum Dienst im Blick behalten.
Die entscheidende Frage ist nicht, ob du am Samstagabend theoretisch feiern gehen könntest. Entscheidend ist, ob du anschließend sicher reisen und zum nächsten Dienst vollständig dienstfähig sein kannst.
Gerade während der Ausbildung ist eine einfache Empfehlung sinnvoll: Halte dich beim Alkohol zurück und plane dein Wochenende so, dass Schlaf und Erholung nicht vollständig verloren gehen.
Wenn du am Sonntag selbst Auto fahren möchtest, ist die Sache noch einfacher. Fahr nur, wenn du sicher fahrtüchtig bist.
Du musst montags nicht beweisen, wie viel Wochenende du in zwei Tage bekommen hast. Du musst deinen Dienst zuverlässig antreten können.
16. Wenn du am Wochenende krank wirst, meldest du dich früh
Wenn du zuhause krank wirst, solltest du nicht bis zum geplanten Rückreisezeitpunkt warten und dann kommentarlos in der Kaserne fehlen. Informiere deine Einheit nach dem für dich geltenden Meldeweg.
Für die medizinische Versorgung außerhalb der regulären Dienstzeit stellt die Bundeswehr einen bundesweiten ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 0800 9726378 bereit. Die Bundeswehr erklärt außerdem, dass in Ausnahmefällen eine Vorstellung bei einer standortfremden regionalen Sanitätseinrichtung möglich ist.
Bei einem medizinischen Notfall gilt selbstverständlich 112.
Für dich ist vor allem die Reihenfolge wichtig: Melde dich bei deiner Einheit und kläre die medizinische Versorgung über die vorgesehenen Wege. Bleib nicht einfach zuhause und versuche nicht, die Situation erst am Montag nachträglich zu erklären.
Den Ablauf beim Krankmelden erklären wir ausführlich in Krankmelden bei der Bundeswehr: Was du tun solltest, wenn du nicht dienstfähig bist.
Konkretes Beispiel
Du bekommst Sonntagmorgen hohes Fieber und kannst deine geplante Rückreise nicht wie vorgesehen antreten.
Dann informierst du deine Einheit nach dem dir bekannten Meldeweg und klärst die medizinische Versorgung. Du wartest nicht einfach bis Montag und erklärst die Situation erst nachträglich.
17. Eine Zugverspätung solltest du ebenfalls früh kommunizieren
Trotz guter Planung kann etwas schiefgehen. Ein Zug fällt aus, eine Strecke wird gesperrt oder eine andere größere Störung macht deine rechtzeitige Rückkehr fraglich.
Dann wartest du nicht bis nach deiner vorgeschriebenen Rückkehrzeit. Nutze den Meldeweg, den dir deine Einheit für solche Situationen genannt hat, und informiere sie frühzeitig.
Gute Planung bedeutet nicht, dass nie etwas schiefgehen darf. Sie bedeutet, dass du einen sinnvollen Puffer eingebaut hast und bei einem echten Problem rechtzeitig kommunizierst.
Konkretes Beispiel
Dein Zug fällt aus und die nächste Verbindung würde dich voraussichtlich zu spät zum Standort bringen.
Sobald das absehbar ist, meldest du dich über den vorgesehenen Weg bei deiner Einheit. Warte nicht darauf, ob sich das Problem vielleicht noch von selbst löst.
18. Nach der Rückkehr bereitest du den Montag vor
Wenn du mit ausreichend Puffer zurückkommst, hast du noch Zeit für einen ruhigen Übergang.
Bring deine Sachen auf die Stube, pack deine Tasche aus und sortiere, was du für den nächsten Tag brauchst. Prüfe, ob deine Kleidung und persönlichen Dinge vollständig sind und stelle deinen Wecker.
Dann gehst du schlafen.
Dieser einfache Ablauf ist deutlich angenehmer, als kurz vor der vorgeschriebenen Rückkehrzeit durch die Wache zu kommen, hektisch auszupacken und wenige Stunden später wieder aufzustehen.
Gerade am Anfang hilft eine feste Sonntagsroutine dabei, den Wechsel zwischen Zuhause und Kaserne leichter zu machen.
19. Heimweh kann die Rückfahrt am Sonntag schwer machen
Nicht jede schwierige Rückreise hat etwas mit schlechter Planung zu tun. Gerade in den ersten Ausbildungswochen kann sich der Sonntagabend emotional unangenehm anfühlen.
Du warst wieder zuhause, hast vertraute Menschen gesehen und musst nun zurück in eine Umgebung, die sich noch neu anfühlt. Das ist nicht ungewöhnlich.
Versuche deshalb nicht, jede Heimfahrt bis zur letzten Minute auszureizen. Dadurch wird der Abschied häufig nur hektischer.
Plane eine ruhige Rückreise und konzentriere dich nach der Ankunft auf den nächsten überschaubaren Schritt: Sachen auspacken, Montag vorbereiten, schlafen.
Wenn Heimweh dich über längere Zeit stark belastet, findest du weitere Orientierung in Heimweh in der ersten Woche der Grundausbildung: Warum es normal ist und wie du damit umgehst.
Konkretes Beispiel
Dir fällt die Abfahrt am Sonntag schwer und du möchtest deshalb möglichst bis zur letzten Minute zuhause bleiben.
Eine frühere, ruhige Rückreise kann emotional leichter sein als eine hektische Abfahrt unter Zeitdruck. Nach der Ankunft konzentrierst du dich nur auf den nächsten Abend und den Montag.
20. Was du vor deiner ersten Heimfahrt klären solltest
Vor der ersten Heimfahrt brauchst du keine komplizierte Checkliste. Du solltest lediglich wissen, ob dein Wochenende dienstfrei ist, wann dein Dienst am Freitag endet und bis wann du wieder am Standort sein musst.
Wenn du die Bahn nutzen möchtest, klärst du zusätzlich, ob das kostenlose Bahnfahren in Uniform für dich bereits eingerichtet ist und welche Nachweise du mitführen musst.
Danach planst du deine Verbindung mit Puffer. Mehr brauchst du für den Anfang nicht.
Die konkrete Routine entwickelt sich nach den ersten Heimfahrten von selbst.
21. Fazit
Heimfahrten können dir während der Heimatschutzausbildung viel geben.
Du siehst vertraute Menschen, schläfst im eigenen Bett, erledigst private Dinge und bekommst Abstand von einer intensiven Ausbildungswoche.
Damit das Wochenende wirklich erholsam bleibt, brauchst du vor allem eine saubere Rückreiseplanung.
Verlass dich nicht auf pauschale Aussagen über einen frühen Dienstschluss am Freitag oder einen überall identischen Zapfenstreich am Sonntag. Deine Einheit legt fest, wann du ins Wochenende gehen kannst und wann du wieder zurück sein musst.
Wenn du mit der Bahn fährst, klär frühzeitig die Voraussetzungen für das Bundeswehr-Ticket. Wenn du Auto fährst, plane so, dass du ohne Zeitdruck und Müdigkeit zurückkommst.
Und vor allem: Nutze das Wochenende auch zur Erholung.
Die beste Heimfahrt ist nicht die, bei der du jede mögliche Minute zuhause ausreizt. Die beste Heimfahrt ist die, nach der du sicher, pünktlich und ausgeruht wieder in deine Ausbildungswoche starten kannst.
Vorbereitung mit der Soldateninitiative
Die Soldateninitiative hilft dir dabei, auch die praktischen Fragen rund um Dienstantritt, Grundausbildung und Kasernenalltag realistisch einzuordnen.
Gerade vor den ersten Heimfahrten kann ein strukturierter Check helfen, weil Rückreise, Wochenendplanung, Wäsche, Schlaf, Kontakt nach Hause und Pünktlichkeit zunächst wie Kleinigkeiten wirken, im neuen Alltag aber schnell Stress erzeugen können. Wenn du vorher weißt, worauf du achten musst, entwickelt sich schneller eine funktionierende Routine.
Mit Mission Grundausbildung: Bist du bereit? bereitest du Dienstantritt, Wochenenden und die ersten Wochen strukturiert vor. Der Check hilft dir dabei, Packliste, Stube, Spind, Tagesablauf, Freizeit und die ersten Wochen einzuordnen. So kannst du dich auf die Ausbildung konzentrieren, statt jeden kleinen Alltagsablauf erst unter Zeitdruck herauszufinden.
Häufige Fragen
01
Kann ich in der Heimatschutzausbildung am Wochenende nach Hause fahren?
Ja. Aktuelle Informationen mehrerer Ausbildungseinheiten zeigen, dass Wochenenden in der Regel dienstfrei geplant werden und Heimfahrten möglich sind. Einzelne Wochenenddienste können trotzdem Teil deines konkreten Ausbildungsplans sein.
02
Habe ich jeden Freitag früh Dienstschluss?
Nein. Dafür gibt es keine bundesweit feste Regel. Wann du tatsächlich ins Wochenende gehen kannst, bestimmt dein Ausbildungsplan.
03
Muss ich Sonntag zurück in die Kaserne?
Bei einem normalen freien Ausbildungswochenende ist die Rückkehr am Sonntag ein typischer Ablauf. Entscheidend sind aber die konkreten Vorgaben deiner Einheit. Dort erfährst du, wann du wieder am Dienstort sein musst.
04
Gibt es sonntags überall denselben Zapfenstreich?
Nein. Plane mit der konkreten Rückkehrregel deiner Einheit und nicht mit einer allgemeinen Uhrzeit aus dem Internet oder aus Erfahrungsberichten.
05
Kann ich kostenlos mit der Bahn nach Hause fahren?
Ja. Aktive Soldatinnen und Soldaten können das Bundeswehr-Ticket nutzen, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind. Du brauchst ein vor Fahrtantritt über dein persönliches DB-Konto gebuchtes Bundeswehr-Ticket, den erforderlichen Truppenausweis und musst während der gesamten Fahrt Uniform tragen. Das Ticket gilt im Fern- und Regionalverkehr in der 2. Klasse.
06
Funktioniert das auch mit einem vorläufigen Truppenausweis?
Ja. Die Deutsche Bahn akzeptiert für das Bundeswehr-Ticket auch einen vorläufigen Truppenausweis in Verbindung mit deinem Personalausweis.
07
Kann ich einfach in Uniform in den Zug steigen?
Nein. Du brauchst vor Fahrtantritt ein gültiges Bundeswehr-Ticket. Uniform und Truppenausweis allein reichen nicht.
08
Kann ich mit dem Bundeswehr-Ticket auch Bus und Straßenbahn fahren?
Nein. Das Bundeswehr-Ticket berechtigt nach Angaben der Deutschen Bahn nicht automatisch zur Nutzung von Bus, Straßenbahn oder U-Bahn. Dafür brauchst du gegebenenfalls ein separates Ticket.
09
Sollte ich sonntags die letzte mögliche Verbindung nehmen?
Nein. Wähle eine Verbindung mit ausreichend Puffer. Ein Zugausfall oder verpasster Anschluss sollte nicht sofort dazu führen, dass du deine vorgegebene Rückkehrzeit nicht mehr erreichen kannst.
10
Kann ich meine Wäsche mit nach Hause nehmen?
Ja. Das ist für viele praktisch. Achte darauf, dass du benötigte Kleidung rechtzeitig wäschst, trocknest und wieder einpackst.
11
Was mache ich, wenn ich am Wochenende krank werde?
Melde dich nach dem vorgesehenen Meldeweg bei deiner Einheit und kläre die medizinische Versorgung. Außerhalb der regulären Dienstzeit erreichst du den ärztlichen Bereitschaftsdienst der Bundeswehr bundesweit unter 0800 9726378. Bei einem medizinischen Notfall rufst du 112.
12
Was mache ich bei einer großen Zugverspätung?
Informiere deine Einheit frühzeitig über den vorgesehenen Meldeweg, sobald absehbar ist, dass du deine vorgeschriebene Rückkehrzeit möglicherweise nicht einhalten kannst. Warte nicht bis nach Ablauf der Rückkehrzeit.
Quellen zum Nachlesen
Deutsche Bahn: Fragen und Antworten zum Bundeswehr-Ticket – Die Deutsche Bahn erklärt die aktuellen Voraussetzungen für das kostenlose Bahnfahren. Erforderlich sind ein vor Fahrtantritt über das persönliche DB-Konto gebuchtes Bundeswehr-Ticket, der Bundeswehr-Truppenausweis beziehungsweise ein vorläufiger Truppenausweis zusammen mit dem Personalausweis sowie das Tragen der Uniform während der gesamten Fahrt. Das Ticket gilt im Fern- und Regionalverkehr in der 2. Klasse. Busse, Straßenbahnen und U-Bahnen sind nicht enthalten.
bahn.de
bahn.de
Bundeswehr: Die eToken App der Bundeswehr – Hier erklärt die Bundeswehr, wie eToken für die Buchung eines Bundeswehr-Tickets abgerufen werden können und wie die Anwendung das kostenlose Bahnfahren in Uniform unterstützt.
bundeswehr.de
bundeswehr.de
Bundeswehr: Basisausbildung beim Heimatschutzregiment 5 – Hier wird erklärt, dass Wochenenden in der Regel dienstfrei sind und Heimfahrten möglich sind. Für die Rückkehr nennt die Einheit ausdrücklich eine rechtzeitige Anreise am Sonntag, damit die neue Ausbildungswoche anwesend und ausgeruht begonnen werden kann.
bundeswehr.de
bundeswehr.de
Bundeswehr: Basisausbildung beim Ausbildungszentrum Spezielle Operationen – Diese Seite zeigt, warum du immer auf deinen konkreten Ausbildungsplan schauen solltest. Obwohl Wochenenden grundsätzlich dienstfrei sind, werden für einzelne Ausbildungsdurchgänge bestimmte Samstage und Sonntage ausdrücklich für Ausbildung und andere Vorhaben genutzt.
bundeswehr.de
bundeswehr.de
Bundeswehr: Sanitätsversorgung der Soldatinnen und Soldaten – Hier findest du Informationen zu den regionalen Sanitätseinrichtungen und zum ärztlichen Bereitschaftsdienst der Bundeswehr. Außerhalb der regulären Dienstzeit ist dieser bundesweit unter 0800 9726378 erreichbar.
bundeswehr.de
bundeswehr.de
Gesetze im Internet: Soldatenarbeitszeitverordnung – Die Verordnung regelt unter anderem Arbeitszeit, Ruhezeiten und dienstfreie Tage. Samstag ist im Grundbetrieb grundsätzlich dienstfrei, aus dienstlichen Gründen kann jedoch auch samstags, sonntags oder an Feiertagen Dienst angeordnet werden.
gesetze-im-internet.de
gesetze-im-internet.de
Dienstschluss, Wochenendfreigabe, Rückkehrzeit, Nutzung des Bundeswehr-Tickets und die Abläufe bei Krankheit oder Verspätung können sich je nach Einheit, Standort und Ausbildungsdurchgang unterscheiden. Maßgeblich sind deshalb immer die aktuellen Vorgaben deiner eigenen Einheit. Plane Heimfahrten erst, wenn dein Wochenende tatsächlich dienstfrei ist, und richte deine Rückreise so ein, dass du zuverlässig, sicher und rechtzeitig wieder am Standort bist.
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