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Von Soldaten, die selbst dort waren

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Basisausbildung

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Heimfahrt am Wochenende in der Grundausbildung
Rückreise, Planung und was du beachten solltest

Familie & Beziehung

Grundausbildung & Kasernenalltag

Gez.

Daniel, Levin & Afsal

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Daniel, Levin & Afsal

Letzte Aktualisierung: September 2026

Einordnung

Dieser Artikel gehört zu den Themen Familie & Beziehung und Grundausbildung & Kasernenalltag der Soldateninitiative.

Er richtet sich an Bewerberinnen und Bewerber sowie Soldatinnen und Soldaten, die kurz vor dem Dienstantritt stehen und wissen wollen, wie Heimfahrten am Wochenende realistisch laufen. Viele freuen sich in der Grundausbildung besonders auf das Wochenende: nach Hause fahren, Familie sehen, Beziehung pflegen, Wäsche mitnehmen, schlafen, kurz aus dem Kasernenalltag rauskommen.

Das ist verständlich und meistens auch wichtig. Gleichzeitig ist die Heimfahrt kein Bereich, den man komplett locker nehmen sollte. Wer schlecht plant, zu spät losfährt, Sonntagabend auf den letzten Zug setzt oder am Montagmorgen nicht fit ist, macht sich selbst unnötig Stress.

Dieser Artikel grenzt sich bewusst vom allgemeinen Wochenendartikel ab. Dort geht es darum, ob Wochenenden grundsätzlich frei sein können. Hier geht es konkret um die Heimfahrt: Planung, Rückkehr, Wäsche, Schlaf, Familie, Beziehung, Verkehrsmittel und die Frage, warum du auch zuhause daran denken musst, dass der nächste Diensttag kommt.

Wenn du zuerst wissen willst, wie Wochenenden grundsätzlich laufen können, lies diesen Artikel:

Wochenenden bei der Bundeswehr: Was realistisch ist und was du vorher wissen solltest

Wenn dich Freizeit nach Dienstschluss interessiert, passt dieser Artikel:

Freizeit nach Dienstschluss in der Grundausbildung: Zapfenstreich, Rückkehr und Verhalten

Letzte Aktualisierung: September 2026

Einordnung

Dieser Artikel gehört zu den Themen Familie & Beziehung und Grundausbildung & Kasernenalltag der Soldateninitiative.

Er richtet sich an Bewerberinnen und Bewerber sowie Soldatinnen und Soldaten, die kurz vor dem Dienstantritt stehen und wissen wollen, wie Heimfahrten am Wochenende realistisch laufen. Viele freuen sich in der Grundausbildung besonders auf das Wochenende: nach Hause fahren, Familie sehen, Beziehung pflegen, Wäsche mitnehmen, schlafen, kurz aus dem Kasernenalltag rauskommen.

Das ist verständlich und meistens auch wichtig. Gleichzeitig ist die Heimfahrt kein Bereich, den man komplett locker nehmen sollte. Wer schlecht plant, zu spät losfährt, Sonntagabend auf den letzten Zug setzt oder am Montagmorgen nicht fit ist, macht sich selbst unnötig Stress.

Dieser Artikel grenzt sich bewusst vom allgemeinen Wochenendartikel ab. Dort geht es darum, ob Wochenenden grundsätzlich frei sein können. Hier geht es konkret um die Heimfahrt: Planung, Rückkehr, Wäsche, Schlaf, Familie, Beziehung, Verkehrsmittel und die Frage, warum du auch zuhause daran denken musst, dass der nächste Diensttag kommt.

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Freizeit nach Dienstschluss in der Grundausbildung: Zapfenstreich, Rückkehr und Verhalten

[ Kurz gesagt ]

Heimfahrt am Wochenende kann in der Grundausbildung sehr guttun.

Du kommst nach Hause, schläfst vielleicht besser, siehst Familie, Partnerin oder Partner, triffst Freunde, bringst Wäsche mit, isst normal und bekommst kurz Abstand vom Kasernenalltag. Gerade am Anfang kann das mental helfen.

Freitags kommt man meistens relativ früh vom Hof. Das ist natürlich abhängig vom Dienstplan und davon, was an dem Tag noch ansteht. Häufig ist aber schon gegen Vormittag Dienstschluss, sodass viele danach zum nächsten Bahnhof verlegen und nach Hause fahren können.

Wenn du mit der Bahn fährst, buchst du dir über die Bundeswehr-App ein E-Token. Damit kannst du in Uniform kostenlos Bahn fahren. Dafür brauchst du deinen Truppenausweis. In der Grundausbildung bekommst du meistens erstmal einen vorläufigen Truppenausweis. Den richtigen Truppenausweis bekommst du in der Regel erst später in der Stammeinheit.

Wichtig ist: Du kommst nicht erst Montagmorgen zurück. In der Grundausbildung bist du sonntagabends wieder am Standort, rechtzeitig vor dem Zapfenstreich. Gerade sonntags solltest du nicht den allerletzten Zug nehmen, sondern lieber ein oder zwei Verbindungen früher fahren. Zugausfälle, Verspätungen oder verpasste Anschlüsse passieren schnell, und am Ende zählt, dass du pünktlich wieder da bist.

Wenn du mit dem Auto fährst, gilt genauso: Das ist kein Rennen. Nach einer anstrengenden Woche solltest du freitags vorsichtig fahren und keine Raserei auf der Autobahn machen, nur weil du schnell nach Hause willst. Sonntags fährst du so los, dass du nicht müde, gehetzt oder gefährlich unterwegs bist. Du bist verantwortlich für dich und andere.

Heimfahrt bedeutet also: Familie, Freunde, Erholung und private Dinge. Aber auch: Rückreise planen, pünktlich zurück sein, sicher fahren und am nächsten Diensttag wieder funktionieren.

[ Kurz gesagt ]

Heimfahrt am Wochenende kann in der Grundausbildung sehr guttun.

Du kommst nach Hause, schläfst vielleicht besser, siehst Familie, Partnerin oder Partner, triffst Freunde, bringst Wäsche mit, isst normal und bekommst kurz Abstand vom Kasernenalltag. Gerade am Anfang kann das mental helfen.

Freitags kommt man meistens relativ früh vom Hof. Das ist natürlich abhängig vom Dienstplan und davon, was an dem Tag noch ansteht. Häufig ist aber schon gegen Vormittag Dienstschluss, sodass viele danach zum nächsten Bahnhof verlegen und nach Hause fahren können.

Wenn du mit der Bahn fährst, buchst du dir über die Bundeswehr-App ein E-Token. Damit kannst du in Uniform kostenlos Bahn fahren. Dafür brauchst du deinen Truppenausweis. In der Grundausbildung bekommst du meistens erstmal einen vorläufigen Truppenausweis. Den richtigen Truppenausweis bekommst du in der Regel erst später in der Stammeinheit.

Wichtig ist: Du kommst nicht erst Montagmorgen zurück. In der Grundausbildung bist du sonntagabends wieder am Standort, rechtzeitig vor dem Zapfenstreich. Gerade sonntags solltest du nicht den allerletzten Zug nehmen, sondern lieber ein oder zwei Verbindungen früher fahren. Zugausfälle, Verspätungen oder verpasste Anschlüsse passieren schnell, und am Ende zählt, dass du pünktlich wieder da bist.

Wenn du mit dem Auto fährst, gilt genauso: Das ist kein Rennen. Nach einer anstrengenden Woche solltest du freitags vorsichtig fahren und keine Raserei auf der Autobahn machen, nur weil du schnell nach Hause willst. Sonntags fährst du so los, dass du nicht müde, gehetzt oder gefährlich unterwegs bist. Du bist verantwortlich für dich und andere.

Heimfahrt bedeutet also: Familie, Freunde, Erholung und private Dinge. Aber auch: Rückreise planen, pünktlich zurück sein, sicher fahren und am nächsten Diensttag wieder funktionieren.

[ Inhalt ]

01

Warum Heimfahrten am Wochenende so wichtig wirken

02

Erst die dienstliche Lage, dann deine private Planung

03

Freitag nach Dienstschluss: Warum viele früh loskommen

04

Bahnfahren mit E-Token und Truppenausweis

05

Rückkehrzeit, Zapfenstreich und Puffer

06

Auto fahren: Heimfahrt ist kein Rennen

07

Warum Sonntagabend auf Kante gefährlich ist

08

Wäsche mitnehmen und wieder mitbringen

09

Schlaf, Erholung und Montagmorgen

10

Familie, Beziehung und Erwartungen

11

Alkohol und Feiern am Wochenende

12

Was du am Standort lassen solltest

13

Was du mit nach Hause nehmen kannst

14

Wenn du krank wirst oder nicht reisefähig bist

15

Zurückkommen und wieder in den Dienstmodus wechseln

16

Typische Fehler am Anfang

17

Fazit

Häufige Fragen

Quellen zum Nachlesen

1. Warum Heimfahrten am Wochenende so wichtig wirken

Die ersten Wochen der Grundausbildung sind für viele intensiv.

Neue Umgebung, neue Menschen, neue Regeln, frühes Aufstehen, Sport, Ausbildung, Stube, Spind, Einkleidung, Stubenkontrolle, Kameradschaft und wenig vertrauter Alltag. Da ist es normal, dass das Wochenende zuhause sich besonders wertvoll anfühlt.

Zuhause ist vieles leichter.

Du kennst die Umgebung. Du kannst normal schlafen. Du musst nicht ständig auf Stubenordnung achten. Du siehst vertraute Menschen. Du kannst Wäsche waschen, private Dinge klären, vielleicht einfach mal ruhig essen und kurz runterkommen.

Das ist nicht schwach.

Das ist menschlich.

Trotzdem solltest du Heimfahrten nicht als Flucht aus der Grundausbildung betrachten. Zuhause kann dich stabilisieren, aber du musst danach wieder sauber in den Dienst zurückfinden. Wer das Wochenende nur nutzt, um komplett auszubrechen, kommt oft erschöpfter zurück, als er gegangen ist.

2. Erst die dienstliche Lage, dann deine private Planung

Der wichtigste Grundsatz lautet:

Erst die dienstliche Lage, dann deine private Planung.

Du planst nicht einfach fest jedes Wochenende zuhause, bevor klar ist, ob das Wochenende frei ist. In der Grundausbildung können Dienste, besondere Vorhaben, Übungen, Truppenübungsplatzaufenthalte oder andere Abläufe dazwischenkommen. Oft kann Heimfahrt möglich sein, aber du solltest daraus keine private Garantie machen.

Sobald klar ist, dass du fahren kannst, planst du sauber.

Wann ist Dienstschluss? Wann kannst du realistisch los? Wann musst du zurück sein? Gibt es einen Zapfenstreich oder eine Rückkehrvorgabe? Gibt es am Montagmorgen besondere Dinge, für die du Material brauchst? Musst du etwas mitbringen? Muss Wäsche zurück? Brauchst du Verpflegung für die Rückfahrt?

Wer diese Fragen erst Sonntagabend stellt, ist spät dran.

Gute Heimfahrt beginnt mit sauberer Planung.

3. Freitag nach Dienstschluss: Warum viele früh loskommen

Freitag ist für viele in der Grundausbildung der Tag, auf den sie warten.

Nach einer anstrengenden Woche will man nach Hause, Familie sehen, zur Partnerin oder zum Partner, Freunde treffen oder einfach mal wieder im eigenen Bett schlafen. In vielen Fällen kommt man freitags relativ früh vom Hof. Das hängt natürlich immer vom Dienstplan, von der Einheit und von dem ab, was an diesem Freitag noch erledigt werden muss. Trotzdem ist es nicht untypisch, dass freitags gegen Vormittag Dienstschluss ist und danach die Heimfahrt beginnt.

Du solltest daraus aber keine private Garantie machen.

Wenn etwas anderes befohlen ist, zählt der Dienstplan. Wenn noch Ausbildung, Nachbereitung, Revier, Material, Stube oder eine andere Aufgabe ansteht, fährst du erst danach. Aber grundsätzlich kannst du dich darauf einstellen, dass Freitag häufig der Heimreisetag ist und viele Soldatinnen und Soldaten danach zum Bahnhof oder zum Auto gehen.

Gerade deshalb solltest du deine Heimfahrt nicht erst im letzten Moment planen. Wenn du weißt, dass du freitags nach Hause möchtest, überlege vorher, wie du zum Bahnhof kommst, welche Verbindung realistisch ist und was du mitnehmen musst.

4. Bahnfahren mit E-Token und Truppenausweis

Viele fahren am Wochenende mit der Bahn nach Hause.

Dafür buchst du dir über die Bundeswehr-App ein E-Token. Mit diesem E-Token kannst du in Uniform kostenlos Bahn fahren. Wichtig ist, dass du dafür deinen Truppenausweis brauchst.

In der Grundausbildung bekommst du meistens erstmal einen vorläufigen Truppenausweis. Der richtige Truppenausweis kommt in der Regel erst später in der Stammeinheit. Das solltest du wissen, damit du dich nicht wunderst, wenn du am Anfang noch nicht den endgültigen Ausweis hast.

Praktisch läuft es so: Du verlegst nach Dienstschluss zum nächsten Bahnhof, buchst dein E-Token und fährst in Uniform nach Hause. Achte darauf, dass dein Handy geladen ist, dass du deine Unterlagen beziehungsweise deinen Ausweis dabeihast und dass du genug Zeit einplanst.

Du wirst dich generell darauf einstellen können, viel Zug zu fahren.

Gerade wenn dein Standort weiter weg ist, wird Bahnfahren ein normaler Teil deiner Wochenenden. Deshalb lohnt es sich, früh ein Gefühl für Verbindungen, Umstiege, Verspätungen und Rückfahrtzeiten zu bekommen.

5. Rückkehrzeit, Zapfenstreich und Puffer

Wenn du am Wochenende nach Hause fährst, ist die Rückkehr entscheidend.

Du kommst nicht erst Montagmorgen zurück. In der Grundausbildung bist du sonntagabends wieder am Standort, rechtzeitig vor dem Zapfenstreich. Wenn eine Uhrzeit vorgegeben ist, dann ist diese Uhrzeit einzuhalten. Zapfenstreich, Rückmeldung oder andere Vorgaben sind keine groben Empfehlungen.

Plane mit Puffer.

Nicht so, dass du theoretisch zwei Minuten vorher durchs Tor kommst. Das ist keine gute Planung. Bahnverspätung, Stau, Baustellen, Ausfall, falscher Bahnsteig, verpasster Anschluss oder ein vergessener Gegenstand können schnell passieren.

Denk an den Leitsatz:

5 Minuten vor der Zeit ist des Soldaten Pünktlichkeit.

Bei Heimfahrten reicht manchmal nicht einmal fünf Minuten Puffer. Je weiter dein Standort entfernt ist, desto mehr Puffer solltest du einplanen. Gerade sonntags ist es klug, lieber ein oder zwei Züge früher zu nehmen. Wenn ein Zug ausfällt oder sich verspätet, hast du dann immer noch eine Chance, pünktlich am Abend am Standort zu sein.

Lieber früher zurück und entspannt die Sachen sortieren, als zu spät und direkt mit Stress starten.

6. Auto fahren: Heimfahrt ist kein Rennen

Wenn du mit dem Auto nach Hause fährst, gilt ein einfacher Grundsatz:

Die Heimfahrt ist kein Rennen.

Freitags wollen viele schnell nach Hause. Das ist verständlich. Nach einer anstrengenden Woche möchte man los, Strecke machen und endlich ankommen. Aber genau dann musst du aufpassen. Du bist müde, hattest eine volle Woche und bist vielleicht gedanklich schon zuhause. Raserei auf der Autobahn ist in dieser Situation einfach dumm und gefährlich.

Fahr vorsichtig.

Plane Pausen ein, wenn du sie brauchst. Fahr nicht aggressiv, nicht übermüdet und nicht so, als würdest du einen Wettkampf gewinnen müssen. Zuhause anzukommen ist wichtig. Sicher anzukommen ist wichtiger.

Am Sonntag gilt das genauso. Fahr nicht so spät los, dass du müde wirst, unter Zeitdruck gerätst oder dich selbst und andere gefährdest. Du musst rechtzeitig am Standort sein, aber nicht mit Stress, Müdigkeit und Risiko am Steuer.

Wenn du merkst, dass du zu müde bist, musst du verantwortungsvoll handeln. Eine Heimfahrt oder Rückfahrt ist kein Bereich, in dem du dein Ego beweisen musst.

7. Warum Sonntagabend auf Kante gefährlich ist

Sonntagabend ist der klassische Fehlerpunkt.

Man will zuhause bleiben, solange es geht. Noch kurz essen, noch kurz schlafen, noch kurz mit der Familie sprechen, noch kurz bei der Partnerin oder dem Partner bleiben. Dann nimmt man die späteste Verbindung oder fährt mit dem Auto viel zu spät los und hofft, dass alles klappt.

Das kann funktionieren.

Es ist aber keine gute Strategie.

Wenn etwas schiefgeht, hast du keinen Puffer. Dann wird aus einer kleinen Verspätung direkt ein dienstliches Problem. Du kommst hektisch an, musst noch auspacken, Wäsche sortieren, Stube vorbereiten, Material prüfen und am nächsten Morgen früh raus.

Besser ist, früher zurückzufahren.

Nicht, weil du zuhause nicht bleiben darfst. Sondern weil du dir den Start in die neue Woche erleichterst. Wer Sonntagabend rechtzeitig am Standort ist, kann duschen, Sachen sortieren, Stube vorbereiten, schlafen und Montag sauber starten.

8. Wäsche mitnehmen und wieder mitbringen

Viele nehmen am Wochenende Wäsche mit nach Hause.

Das ist sinnvoll. Unter der Woche sammelt sich Wäsche im Wäschesack. Zuhause kannst du sie waschen, trocknen und sauber zurückbringen. Gerade wenn du am Standort nicht waschen willst oder am Wochenende sowieso heimfährst, ist das praktisch.

Aber auch hier gilt: Nicht planlos.

Nimm nicht alles mit, was du vielleicht am Montag wieder brauchst, ohne sicherzustellen, dass es sauber und trocken zurückkommt. Pack die saubere Wäsche rechtzeitig wieder ein. Denk an frische Unterwäsche, Socken, T-Shirts, Handtücher und private Kleidung.

Wenn du Sonntagabend merkst, dass die Wäsche noch nass ist, hast du ein Problem.

Deshalb solltest du Wäsche zuhause früh genug starten und nicht erst kurz vor der Rückfahrt.

9. Schlaf, Erholung und Montagmorgen

Heimfahrt soll dich erholen.

Wenn du aber das ganze Wochenende unterwegs bist, wenig schläfst, feierst, spät zurückfährst und Montag völlig fertig bist, hast du den Sinn verfehlt. Gerade in der Grundausbildung brauchst du Schlaf und Energie.

Zuhause ist die Versuchung groß, alles nachzuholen.

Freunde treffen, Familie sehen, Beziehung, Essen gehen, zocken, feiern, lange wach bleiben. Das ist verständlich, aber du musst Prioritäten setzen. Du bist nicht im normalen Wochenende wie früher. Du bist in einer intensiven Ausbildungsphase.

Nutze zuhause auch wirklich Erholung.

Schlaf nach. Iss ordentlich. Wasch deine Sachen. Klär private Dinge. Aber zerstör dir nicht den Montag.

Der nächste Diensttag kommt schneller, als du denkst.

10. Familie, Beziehung und Erwartungen

Zuhause warten oft Erwartungen.

Eltern wollen reden. Partnerin oder Partner möchte Zeit. Freundinnen und Freunde wollen dich sehen. Vielleicht möchte jeder wissen, wie es läuft. Das ist schön, kann aber auch anstrengend werden.

Du musst nicht jedes Wochenende allen gerecht werden.

Gerade am Anfang solltest du ehrlich sagen, dass du zwar zuhause bist, aber auch Ruhe brauchst. Du bist nicht nur zu Besuch, um alle Erwartungen zu erfüllen. Du brauchst Erholung, Schlaf und Vorbereitung für die nächste Woche.

Das sollte man ruhig erklären.

Nicht abweisend. Einfach realistisch.

Ein guter Satz kann sein:

„Ich freue mich, zuhause zu sein, aber ich brauche auch Ruhe, weil die Woche anstrengend war und ich Sonntag wieder zurück muss.“

Das schafft Verständnis.

11. Alkohol und Feiern am Wochenende

In der Grundausbildung solltest du Alkohol allgemein weglassen.

Das gilt auch am Wochenende zuhause. Natürlich fühlt sich zuhause alles privater an. Aber wenn du Sonntag zurück musst oder Montag Dienst hast, bleibt deine Dienstfähigkeit entscheidend.

Restalkohol, Kater, Schlafmangel oder peinliche Aktionen können schnell zum Problem werden. Alkohol im Dienst oder zu viel Restalkohol kann dienstliche und im Zweifel disziplinare Folgen haben.

Gerade am Anfang ist es nicht wert, dafür Risiko einzugehen.

Wenn du Freunde triffst, musst du nicht beweisen, dass du noch genauso feiern kannst wie vorher. Die Grundausbildung ist eine besondere Phase. Deine Priorität ist, gesund, pünktlich und klar wieder am Standort zu sein.

Feier später.

Jetzt komm erstmal sauber durch die Ausbildung.

12. Was du am Standort lassen solltest

Nicht alles muss jedes Wochenende mit nach Hause.

Dienstliche Ausrüstung, die am Standort bleiben soll, bleibt dort. Was im Spind nach Vorgabe gelagert wird, wird nicht unnötig herumtransportiert. Du solltest genau wissen, was du mitnehmen darfst, was am Standort bleiben muss und was du am Montag wieder brauchst.

Wenn du dir unsicher bist, frag nach.

Nimm nicht einfach Dinge mit, bei denen du nicht sicher bist. Gerade bei dienstlichem Material ist Verantwortung wichtig. Verlust, Beschädigung oder falsche Lagerung können Ärger machen.

Für die Heimfahrt reichen meistens private Sachen, Wäsche und Dinge, die du zuhause brauchst.

Mach es einfach und sauber.

13. Was du mit nach Hause nehmen kannst

Typisch sind private Kleidung, Wäsche, kleine persönliche Dinge und vielleicht Unterlagen, wenn du zuhause etwas klären musst.

Wäsche ist oft der wichtigste Punkt. Dazu können Unterwäsche, Socken, T-Shirts, Handtücher oder private Kleidung gehören. Pack so, dass du Sonntag nicht wieder alles zusammensuchen musst.

Hilfreich ist eine kleine Heimfahrt-Routine.

Was nehme ich immer mit?

Was bleibt immer am Standort?

Was muss Sonntag wieder zurück?

Wenn du das jedes Wochenende neu improvisierst, vergisst du irgendwann etwas.

Eine einfache Liste im Kopf oder auf dem Handy kann helfen.

14. Wenn du krank wirst oder nicht reisefähig bist

Wenn du zuhause krank wirst und nicht reisefähig bist, handelst du nicht einfach auf eigene Faust.

Das ist wichtig.

Wenn du nach Wochenende, Urlaub, Stundenabbau oder bestehender Krankschreibung zuhause bist und merkst, dass du nicht sicher zum Standort zurückreisen kannst, musst du sofort deine Grundausbildungseinheit beziehungsweise das GeZi informieren. Dort bekommst du die Vorgaben, wie du weiter vorgehen sollst.

Standortfremd neukrank kann dann ein Thema sein, zum Beispiel über ein Sanitätsversorgungszentrum in deiner Nähe. Aber das machst du nicht einfach nach Gefühl. Jede Einheit kann den Ablauf anders handhaben.

Niemals einfach zuhause bleiben und später erklären.

Sofort melden, Vorgaben holen, danach handeln.

15. Zurückkommen und wieder in den Dienstmodus wechseln

Zurück am Standort solltest du nicht direkt ins Chaos fallen.

Komm so zurück, dass du noch Zeit hast. Pack aus. Sortiere Wäsche. Lege Sachen für den nächsten Tag bereit. Prüfe, was am Montag gebraucht wird. Lade dein Handy, wenn erlaubt und nötig. Dusche, mach dich fertig und geh schlafen.

Der Wechsel von zuhause zurück in die Grundausbildung ist mental manchmal schwer.

Sonntagabend kann sich komisch anfühlen. Gerade am Anfang. Das ist normal. Aber eine saubere Routine hilft. Je geordneter du zurückkommst, desto weniger Raum hat Stress.

Mach den Sonntagabend nicht zum zweiten Dienstantritt.

Mach ihn zur Vorbereitung auf Montag.

16. Typische Fehler am Anfang

Ein häufiger Fehler ist, die späteste Rückfahrt zu wählen.

Ein anderer ist, zuhause zu viel zu planen und am Ende gar nicht zu erholen. Auch Wäsche wird gern zu spät gemacht, sodass sie Sonntag noch nass ist.

Problematisch ist außerdem Alkohol am Wochenende. Gerade in der Grundausbildung ist die bessere Entscheidung: weglassen.

Ein weiterer Fehler ist, freitags mit dem Auto zu rasen, weil man unbedingt schnell nach Hause will. Das ist kein Race. Du hast eine anstrengende Woche hinter dir und solltest gerade dann vorsichtig fahren.

Genauso schlecht ist es, sonntags zu spät loszufahren. Wenn du mit der Bahn fährst, nimm lieber ein oder zwei Züge früher. Wenn du Auto fährst, starte so, dass du nicht müde am Steuer sitzt und trotzdem rechtzeitig ankommst.

Und der größte Fehler ist, bei Krankheit oder Reiseunfähigkeit nicht sofort die Einheit zu informieren.

Der beste Weg ist einfach:

Freitag sauber losfahren, Rückreise mit Puffer planen, Bahnverspätungen einkalkulieren, sicher Auto fahren, Wäsche rechtzeitig erledigen, schlafen, nüchtern bleiben und sofort melden, wenn etwas nicht klappt.

17. Fazit

Heimfahrten am Wochenende können in der Grundausbildung sehr wertvoll sein.

Du siehst vertraute Menschen, kannst schlafen, Wäsche waschen, durchatmen und kurz Abstand vom Kasernenalltag gewinnen. Das kann mental helfen und dir Energie geben.

Freitags kommt man meistens relativ früh vom Hof, oft schon gegen Vormittag. Das hängt natürlich vom Dienstplan ab. Danach geht es für viele zum Bahnhof oder mit dem Auto nach Hause. Wenn du mit der Bahn fährst, nutzt du über die Bundeswehr-App ein E-Token und fährst in Uniform kostenlos. Dafür brauchst du deinen Truppenausweis, in der Grundausbildung meistens erstmal den vorläufigen.

Sonntagabend bist du wieder am Standort.

Nicht Montagmorgen.

Plane die Rückfahrt mit Puffer. Nimm sonntags lieber ein oder zwei Züge früher. Wenn du Auto fährst, dann fahr sicher und nicht wie bei einem Rennen. Nach einer anstrengenden Woche ist Raserei gefährlich, und sonntags ist Müdigkeit am Steuer genauso ein Risiko.

Zuhause ist Erholung.

Nicht Ausrede für Chaos.

Wenn du Heimfahrten sauber planst, helfen sie dir. Wenn du sie planlos angehst, erzeugen sie Stress.

Vorbereitung mit der Soldateninitiative

Du willst dich nicht nur organisatorisch, sondern auch mental auf die Grundausbildung vorbereiten?

Mit Mission Grundausbildung bereitest du dich Schritt für Schritt auf deinen Start vor: Dienstantritt, Packliste, Stube, Spind, Einkleidung, Tagesablauf, Heimfahrt, Wäsche, Freizeit nach Dienstschluss, Zapfenstreich, Pünktlichkeit, Kameradschaft und die ersten Wochen in der Grundausbildung.

Der Check hilft dir, typische Anfängerfehler zu vermeiden und auch die kleinen Alltagsthemen ernst zu nehmen, die am Anfang schnell Stress machen können.

1. Warum Heimfahrten am Wochenende so wichtig wirken

Die ersten Wochen der Grundausbildung sind für viele intensiv.

Neue Umgebung, neue Menschen, neue Regeln, frühes Aufstehen, Sport, Ausbildung, Stube, Spind, Einkleidung, Stubenkontrolle, Kameradschaft und wenig vertrauter Alltag. Da ist es normal, dass das Wochenende zuhause sich besonders wertvoll anfühlt.

Zuhause ist vieles leichter.

Du kennst die Umgebung. Du kannst normal schlafen. Du musst nicht ständig auf Stubenordnung achten. Du siehst vertraute Menschen. Du kannst Wäsche waschen, private Dinge klären, vielleicht einfach mal ruhig essen und kurz runterkommen.

Das ist nicht schwach.

Das ist menschlich.

Trotzdem solltest du Heimfahrten nicht als Flucht aus der Grundausbildung betrachten. Zuhause kann dich stabilisieren, aber du musst danach wieder sauber in den Dienst zurückfinden. Wer das Wochenende nur nutzt, um komplett auszubrechen, kommt oft erschöpfter zurück, als er gegangen ist.

2. Erst die dienstliche Lage, dann deine private Planung

Der wichtigste Grundsatz lautet:

Erst die dienstliche Lage, dann deine private Planung.

Du planst nicht einfach fest jedes Wochenende zuhause, bevor klar ist, ob das Wochenende frei ist. In der Grundausbildung können Dienste, besondere Vorhaben, Übungen, Truppenübungsplatzaufenthalte oder andere Abläufe dazwischenkommen. Oft kann Heimfahrt möglich sein, aber du solltest daraus keine private Garantie machen.

Sobald klar ist, dass du fahren kannst, planst du sauber.

Wann ist Dienstschluss? Wann kannst du realistisch los? Wann musst du zurück sein? Gibt es einen Zapfenstreich oder eine Rückkehrvorgabe? Gibt es am Montagmorgen besondere Dinge, für die du Material brauchst? Musst du etwas mitbringen? Muss Wäsche zurück? Brauchst du Verpflegung für die Rückfahrt?

Wer diese Fragen erst Sonntagabend stellt, ist spät dran.

Gute Heimfahrt beginnt mit sauberer Planung.

3. Freitag nach Dienstschluss: Warum viele früh loskommen

Freitag ist für viele in der Grundausbildung der Tag, auf den sie warten.

Nach einer anstrengenden Woche will man nach Hause, Familie sehen, zur Partnerin oder zum Partner, Freunde treffen oder einfach mal wieder im eigenen Bett schlafen. In vielen Fällen kommt man freitags relativ früh vom Hof. Das hängt natürlich immer vom Dienstplan, von der Einheit und von dem ab, was an diesem Freitag noch erledigt werden muss. Trotzdem ist es nicht untypisch, dass freitags gegen Vormittag Dienstschluss ist und danach die Heimfahrt beginnt.

Du solltest daraus aber keine private Garantie machen.

Wenn etwas anderes befohlen ist, zählt der Dienstplan. Wenn noch Ausbildung, Nachbereitung, Revier, Material, Stube oder eine andere Aufgabe ansteht, fährst du erst danach. Aber grundsätzlich kannst du dich darauf einstellen, dass Freitag häufig der Heimreisetag ist und viele Soldatinnen und Soldaten danach zum Bahnhof oder zum Auto gehen.

Gerade deshalb solltest du deine Heimfahrt nicht erst im letzten Moment planen. Wenn du weißt, dass du freitags nach Hause möchtest, überlege vorher, wie du zum Bahnhof kommst, welche Verbindung realistisch ist und was du mitnehmen musst.

4. Bahnfahren mit E-Token und Truppenausweis

Viele fahren am Wochenende mit der Bahn nach Hause.

Dafür buchst du dir über die Bundeswehr-App ein E-Token. Mit diesem E-Token kannst du in Uniform kostenlos Bahn fahren. Wichtig ist, dass du dafür deinen Truppenausweis brauchst.

In der Grundausbildung bekommst du meistens erstmal einen vorläufigen Truppenausweis. Der richtige Truppenausweis kommt in der Regel erst später in der Stammeinheit. Das solltest du wissen, damit du dich nicht wunderst, wenn du am Anfang noch nicht den endgültigen Ausweis hast.

Praktisch läuft es so: Du verlegst nach Dienstschluss zum nächsten Bahnhof, buchst dein E-Token und fährst in Uniform nach Hause. Achte darauf, dass dein Handy geladen ist, dass du deine Unterlagen beziehungsweise deinen Ausweis dabeihast und dass du genug Zeit einplanst.

Du wirst dich generell darauf einstellen können, viel Zug zu fahren.

Gerade wenn dein Standort weiter weg ist, wird Bahnfahren ein normaler Teil deiner Wochenenden. Deshalb lohnt es sich, früh ein Gefühl für Verbindungen, Umstiege, Verspätungen und Rückfahrtzeiten zu bekommen.

5. Rückkehrzeit, Zapfenstreich und Puffer

Wenn du am Wochenende nach Hause fährst, ist die Rückkehr entscheidend.

Du kommst nicht erst Montagmorgen zurück. In der Grundausbildung bist du sonntagabends wieder am Standort, rechtzeitig vor dem Zapfenstreich. Wenn eine Uhrzeit vorgegeben ist, dann ist diese Uhrzeit einzuhalten. Zapfenstreich, Rückmeldung oder andere Vorgaben sind keine groben Empfehlungen.

Plane mit Puffer.

Nicht so, dass du theoretisch zwei Minuten vorher durchs Tor kommst. Das ist keine gute Planung. Bahnverspätung, Stau, Baustellen, Ausfall, falscher Bahnsteig, verpasster Anschluss oder ein vergessener Gegenstand können schnell passieren.

Denk an den Leitsatz:

5 Minuten vor der Zeit ist des Soldaten Pünktlichkeit.

Bei Heimfahrten reicht manchmal nicht einmal fünf Minuten Puffer. Je weiter dein Standort entfernt ist, desto mehr Puffer solltest du einplanen. Gerade sonntags ist es klug, lieber ein oder zwei Züge früher zu nehmen. Wenn ein Zug ausfällt oder sich verspätet, hast du dann immer noch eine Chance, pünktlich am Abend am Standort zu sein.

Lieber früher zurück und entspannt die Sachen sortieren, als zu spät und direkt mit Stress starten.

6. Auto fahren: Heimfahrt ist kein Rennen

Wenn du mit dem Auto nach Hause fährst, gilt ein einfacher Grundsatz:

Die Heimfahrt ist kein Rennen.

Freitags wollen viele schnell nach Hause. Das ist verständlich. Nach einer anstrengenden Woche möchte man los, Strecke machen und endlich ankommen. Aber genau dann musst du aufpassen. Du bist müde, hattest eine volle Woche und bist vielleicht gedanklich schon zuhause. Raserei auf der Autobahn ist in dieser Situation einfach dumm und gefährlich.

Fahr vorsichtig.

Plane Pausen ein, wenn du sie brauchst. Fahr nicht aggressiv, nicht übermüdet und nicht so, als würdest du einen Wettkampf gewinnen müssen. Zuhause anzukommen ist wichtig. Sicher anzukommen ist wichtiger.

Am Sonntag gilt das genauso. Fahr nicht so spät los, dass du müde wirst, unter Zeitdruck gerätst oder dich selbst und andere gefährdest. Du musst rechtzeitig am Standort sein, aber nicht mit Stress, Müdigkeit und Risiko am Steuer.

Wenn du merkst, dass du zu müde bist, musst du verantwortungsvoll handeln. Eine Heimfahrt oder Rückfahrt ist kein Bereich, in dem du dein Ego beweisen musst.

7. Warum Sonntagabend auf Kante gefährlich ist

Sonntagabend ist der klassische Fehlerpunkt.

Man will zuhause bleiben, solange es geht. Noch kurz essen, noch kurz schlafen, noch kurz mit der Familie sprechen, noch kurz bei der Partnerin oder dem Partner bleiben. Dann nimmt man die späteste Verbindung oder fährt mit dem Auto viel zu spät los und hofft, dass alles klappt.

Das kann funktionieren.

Es ist aber keine gute Strategie.

Wenn etwas schiefgeht, hast du keinen Puffer. Dann wird aus einer kleinen Verspätung direkt ein dienstliches Problem. Du kommst hektisch an, musst noch auspacken, Wäsche sortieren, Stube vorbereiten, Material prüfen und am nächsten Morgen früh raus.

Besser ist, früher zurückzufahren.

Nicht, weil du zuhause nicht bleiben darfst. Sondern weil du dir den Start in die neue Woche erleichterst. Wer Sonntagabend rechtzeitig am Standort ist, kann duschen, Sachen sortieren, Stube vorbereiten, schlafen und Montag sauber starten.

8. Wäsche mitnehmen und wieder mitbringen

Viele nehmen am Wochenende Wäsche mit nach Hause.

Das ist sinnvoll. Unter der Woche sammelt sich Wäsche im Wäschesack. Zuhause kannst du sie waschen, trocknen und sauber zurückbringen. Gerade wenn du am Standort nicht waschen willst oder am Wochenende sowieso heimfährst, ist das praktisch.

Aber auch hier gilt: Nicht planlos.

Nimm nicht alles mit, was du vielleicht am Montag wieder brauchst, ohne sicherzustellen, dass es sauber und trocken zurückkommt. Pack die saubere Wäsche rechtzeitig wieder ein. Denk an frische Unterwäsche, Socken, T-Shirts, Handtücher und private Kleidung.

Wenn du Sonntagabend merkst, dass die Wäsche noch nass ist, hast du ein Problem.

Deshalb solltest du Wäsche zuhause früh genug starten und nicht erst kurz vor der Rückfahrt.

9. Schlaf, Erholung und Montagmorgen

Heimfahrt soll dich erholen.

Wenn du aber das ganze Wochenende unterwegs bist, wenig schläfst, feierst, spät zurückfährst und Montag völlig fertig bist, hast du den Sinn verfehlt. Gerade in der Grundausbildung brauchst du Schlaf und Energie.

Zuhause ist die Versuchung groß, alles nachzuholen.

Freunde treffen, Familie sehen, Beziehung, Essen gehen, zocken, feiern, lange wach bleiben. Das ist verständlich, aber du musst Prioritäten setzen. Du bist nicht im normalen Wochenende wie früher. Du bist in einer intensiven Ausbildungsphase.

Nutze zuhause auch wirklich Erholung.

Schlaf nach. Iss ordentlich. Wasch deine Sachen. Klär private Dinge. Aber zerstör dir nicht den Montag.

Der nächste Diensttag kommt schneller, als du denkst.

10. Familie, Beziehung und Erwartungen

Zuhause warten oft Erwartungen.

Eltern wollen reden. Partnerin oder Partner möchte Zeit. Freundinnen und Freunde wollen dich sehen. Vielleicht möchte jeder wissen, wie es läuft. Das ist schön, kann aber auch anstrengend werden.

Du musst nicht jedes Wochenende allen gerecht werden.

Gerade am Anfang solltest du ehrlich sagen, dass du zwar zuhause bist, aber auch Ruhe brauchst. Du bist nicht nur zu Besuch, um alle Erwartungen zu erfüllen. Du brauchst Erholung, Schlaf und Vorbereitung für die nächste Woche.

Das sollte man ruhig erklären.

Nicht abweisend. Einfach realistisch.

Ein guter Satz kann sein:

„Ich freue mich, zuhause zu sein, aber ich brauche auch Ruhe, weil die Woche anstrengend war und ich Sonntag wieder zurück muss.“

Das schafft Verständnis.

11. Alkohol und Feiern am Wochenende

In der Grundausbildung solltest du Alkohol allgemein weglassen.

Das gilt auch am Wochenende zuhause. Natürlich fühlt sich zuhause alles privater an. Aber wenn du Sonntag zurück musst oder Montag Dienst hast, bleibt deine Dienstfähigkeit entscheidend.

Restalkohol, Kater, Schlafmangel oder peinliche Aktionen können schnell zum Problem werden. Alkohol im Dienst oder zu viel Restalkohol kann dienstliche und im Zweifel disziplinare Folgen haben.

Gerade am Anfang ist es nicht wert, dafür Risiko einzugehen.

Wenn du Freunde triffst, musst du nicht beweisen, dass du noch genauso feiern kannst wie vorher. Die Grundausbildung ist eine besondere Phase. Deine Priorität ist, gesund, pünktlich und klar wieder am Standort zu sein.

Feier später.

Jetzt komm erstmal sauber durch die Ausbildung.

12. Was du am Standort lassen solltest

Nicht alles muss jedes Wochenende mit nach Hause.

Dienstliche Ausrüstung, die am Standort bleiben soll, bleibt dort. Was im Spind nach Vorgabe gelagert wird, wird nicht unnötig herumtransportiert. Du solltest genau wissen, was du mitnehmen darfst, was am Standort bleiben muss und was du am Montag wieder brauchst.

Wenn du dir unsicher bist, frag nach.

Nimm nicht einfach Dinge mit, bei denen du nicht sicher bist. Gerade bei dienstlichem Material ist Verantwortung wichtig. Verlust, Beschädigung oder falsche Lagerung können Ärger machen.

Für die Heimfahrt reichen meistens private Sachen, Wäsche und Dinge, die du zuhause brauchst.

Mach es einfach und sauber.

13. Was du mit nach Hause nehmen kannst

Typisch sind private Kleidung, Wäsche, kleine persönliche Dinge und vielleicht Unterlagen, wenn du zuhause etwas klären musst.

Wäsche ist oft der wichtigste Punkt. Dazu können Unterwäsche, Socken, T-Shirts, Handtücher oder private Kleidung gehören. Pack so, dass du Sonntag nicht wieder alles zusammensuchen musst.

Hilfreich ist eine kleine Heimfahrt-Routine.

Was nehme ich immer mit?

Was bleibt immer am Standort?

Was muss Sonntag wieder zurück?

Wenn du das jedes Wochenende neu improvisierst, vergisst du irgendwann etwas.

Eine einfache Liste im Kopf oder auf dem Handy kann helfen.

14. Wenn du krank wirst oder nicht reisefähig bist

Wenn du zuhause krank wirst und nicht reisefähig bist, handelst du nicht einfach auf eigene Faust.

Das ist wichtig.

Wenn du nach Wochenende, Urlaub, Stundenabbau oder bestehender Krankschreibung zuhause bist und merkst, dass du nicht sicher zum Standort zurückreisen kannst, musst du sofort deine Grundausbildungseinheit beziehungsweise das GeZi informieren. Dort bekommst du die Vorgaben, wie du weiter vorgehen sollst.

Standortfremd neukrank kann dann ein Thema sein, zum Beispiel über ein Sanitätsversorgungszentrum in deiner Nähe. Aber das machst du nicht einfach nach Gefühl. Jede Einheit kann den Ablauf anders handhaben.

Niemals einfach zuhause bleiben und später erklären.

Sofort melden, Vorgaben holen, danach handeln.

15. Zurückkommen und wieder in den Dienstmodus wechseln

Zurück am Standort solltest du nicht direkt ins Chaos fallen.

Komm so zurück, dass du noch Zeit hast. Pack aus. Sortiere Wäsche. Lege Sachen für den nächsten Tag bereit. Prüfe, was am Montag gebraucht wird. Lade dein Handy, wenn erlaubt und nötig. Dusche, mach dich fertig und geh schlafen.

Der Wechsel von zuhause zurück in die Grundausbildung ist mental manchmal schwer.

Sonntagabend kann sich komisch anfühlen. Gerade am Anfang. Das ist normal. Aber eine saubere Routine hilft. Je geordneter du zurückkommst, desto weniger Raum hat Stress.

Mach den Sonntagabend nicht zum zweiten Dienstantritt.

Mach ihn zur Vorbereitung auf Montag.

16. Typische Fehler am Anfang

Ein häufiger Fehler ist, die späteste Rückfahrt zu wählen.

Ein anderer ist, zuhause zu viel zu planen und am Ende gar nicht zu erholen. Auch Wäsche wird gern zu spät gemacht, sodass sie Sonntag noch nass ist.

Problematisch ist außerdem Alkohol am Wochenende. Gerade in der Grundausbildung ist die bessere Entscheidung: weglassen.

Ein weiterer Fehler ist, freitags mit dem Auto zu rasen, weil man unbedingt schnell nach Hause will. Das ist kein Race. Du hast eine anstrengende Woche hinter dir und solltest gerade dann vorsichtig fahren.

Genauso schlecht ist es, sonntags zu spät loszufahren. Wenn du mit der Bahn fährst, nimm lieber ein oder zwei Züge früher. Wenn du Auto fährst, starte so, dass du nicht müde am Steuer sitzt und trotzdem rechtzeitig ankommst.

Und der größte Fehler ist, bei Krankheit oder Reiseunfähigkeit nicht sofort die Einheit zu informieren.

Der beste Weg ist einfach:

Freitag sauber losfahren, Rückreise mit Puffer planen, Bahnverspätungen einkalkulieren, sicher Auto fahren, Wäsche rechtzeitig erledigen, schlafen, nüchtern bleiben und sofort melden, wenn etwas nicht klappt.

17. Fazit

Heimfahrten am Wochenende können in der Grundausbildung sehr wertvoll sein.

Du siehst vertraute Menschen, kannst schlafen, Wäsche waschen, durchatmen und kurz Abstand vom Kasernenalltag gewinnen. Das kann mental helfen und dir Energie geben.

Freitags kommt man meistens relativ früh vom Hof, oft schon gegen Vormittag. Das hängt natürlich vom Dienstplan ab. Danach geht es für viele zum Bahnhof oder mit dem Auto nach Hause. Wenn du mit der Bahn fährst, nutzt du über die Bundeswehr-App ein E-Token und fährst in Uniform kostenlos. Dafür brauchst du deinen Truppenausweis, in der Grundausbildung meistens erstmal den vorläufigen.

Sonntagabend bist du wieder am Standort.

Nicht Montagmorgen.

Plane die Rückfahrt mit Puffer. Nimm sonntags lieber ein oder zwei Züge früher. Wenn du Auto fährst, dann fahr sicher und nicht wie bei einem Rennen. Nach einer anstrengenden Woche ist Raserei gefährlich, und sonntags ist Müdigkeit am Steuer genauso ein Risiko.

Zuhause ist Erholung.

Nicht Ausrede für Chaos.

Wenn du Heimfahrten sauber planst, helfen sie dir. Wenn du sie planlos angehst, erzeugen sie Stress.

Vorbereitung mit der Soldateninitiative

Du willst dich nicht nur organisatorisch, sondern auch mental auf die Grundausbildung vorbereiten?

Mit Mission Grundausbildung bereitest du dich Schritt für Schritt auf deinen Start vor: Dienstantritt, Packliste, Stube, Spind, Einkleidung, Tagesablauf, Heimfahrt, Wäsche, Freizeit nach Dienstschluss, Zapfenstreich, Pünktlichkeit, Kameradschaft und die ersten Wochen in der Grundausbildung.

Der Check hilft dir, typische Anfängerfehler zu vermeiden und auch die kleinen Alltagsthemen ernst zu nehmen, die am Anfang schnell Stress machen können.

Häufige Fragen

01

Kann ich in der Grundausbildung am Wochenende nach Hause fahren?

02

Wann sollte ich zurückfahren?

03

Sollte ich Wäsche mit nach Hause nehmen?

04

Wie fahre ich mit der Bahn nach Hause?

05

Darf ich am Wochenende feiern?

06

Was mache ich, wenn ich Sonntag krank werde?

07

Was sollte ich am Standort lassen?

08

Was ist der größte Fehler?

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„Ich hätte mir das damals selbst gewünscht. Deshalb gibt es uns.“

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