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Von Soldaten, die selbst dort waren

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Basisausbildung

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Freizeit nach Dienstschluss in der Grundausbildung
Zapfenstreich, Rückkehr und Verhalten

Grundausbildung & Kasernenalltag

Regeln und Haltung

Gez.

Daniel, Levin & Afsal

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Daniel, Levin & Afsal

Letzte Aktualisierung: September 2026

Einordnung

Dieser Artikel gehört zu den Themen Grundausbildung & Kasernenalltag und Regeln und Haltung der Soldateninitiative.

Er richtet sich an Bewerberinnen und Bewerber sowie Soldatinnen und Soldaten, die kurz vor dem Dienstantritt stehen und verstehen wollen, wie Freizeit nach Dienstschluss in der Grundausbildung realistisch abläuft. Viele stellen sich darunter vor, dass man nach Dienstschluss einfach frei machen, rausgehen, Freunde treffen oder nach Hause fahren kann. Ganz so simpel ist es nicht.

Wichtig ist schon beim Wording: Beim Bund spricht man im Alltag nicht wirklich von „Ausgang“ wie in alten Filmen. Praktischer ist: Freizeit nach Dienstschluss. Nach Dienstschluss haben Soldatinnen und Soldaten Freizeit. Dann können sie in ziviler Kleidung die Kaserne verlassen, in die Stadt gehen, etwas essen, einkaufen oder mit Kameradinnen und Kameraden kurz abschalten. Wichtig ist nur: Zum Zapfenstreich müssen alle wieder zurück sein, und am nächsten Tag muss man wieder pünktlich und dienstfähig im Dienst stehen.

Dieser Artikel erklärt, worauf du achten solltest: zivile Kleidung, Zeiten, Rückkehr, Zapfenstreich, Alkohol, Kameradschaft, Verhalten in der Öffentlichkeit und warum du auch nach Dienstschluss nicht komplett losgelöst von deiner Rolle bist.

Wenn du zuerst wissen willst, wie Wochenenden grundsätzlich laufen können, lies diesen Artikel:

Wochenenden bei der Bundeswehr: Was realistisch ist und was du vorher wissen solltest

Wenn du mehr über Alkohol und Verantwortung wissen willst, passt dieser Artikel:

Alkohol bei der Bundeswehr: Was du im Dienst und in der Freizeit wissen solltest

Letzte Aktualisierung: September 2026

Einordnung

Dieser Artikel gehört zu den Themen Grundausbildung & Kasernenalltag und Regeln und Haltung der Soldateninitiative.

Er richtet sich an Bewerberinnen und Bewerber sowie Soldatinnen und Soldaten, die kurz vor dem Dienstantritt stehen und verstehen wollen, wie Freizeit nach Dienstschluss in der Grundausbildung realistisch abläuft. Viele stellen sich darunter vor, dass man nach Dienstschluss einfach frei machen, rausgehen, Freunde treffen oder nach Hause fahren kann. Ganz so simpel ist es nicht.

Wichtig ist schon beim Wording: Beim Bund spricht man im Alltag nicht wirklich von „Ausgang“ wie in alten Filmen. Praktischer ist: Freizeit nach Dienstschluss. Nach Dienstschluss haben Soldatinnen und Soldaten Freizeit. Dann können sie in ziviler Kleidung die Kaserne verlassen, in die Stadt gehen, etwas essen, einkaufen oder mit Kameradinnen und Kameraden kurz abschalten. Wichtig ist nur: Zum Zapfenstreich müssen alle wieder zurück sein, und am nächsten Tag muss man wieder pünktlich und dienstfähig im Dienst stehen.

Dieser Artikel erklärt, worauf du achten solltest: zivile Kleidung, Zeiten, Rückkehr, Zapfenstreich, Alkohol, Kameradschaft, Verhalten in der Öffentlichkeit und warum du auch nach Dienstschluss nicht komplett losgelöst von deiner Rolle bist.

Wenn du zuerst wissen willst, wie Wochenenden grundsätzlich laufen können, lies diesen Artikel:

Wochenenden bei der Bundeswehr: Was realistisch ist und was du vorher wissen solltest

Wenn du mehr über Alkohol und Verantwortung wissen willst, passt dieser Artikel:

Alkohol bei der Bundeswehr: Was du im Dienst und in der Freizeit wissen solltest

[ Kurz gesagt ]

Freizeit nach Dienstschluss bedeutet, dass du nach dem Dienst private Zeit nutzen kannst. Je nach Vorgabe kann das bedeuten, dass du dich auf dem Kasernengelände frei bewegst oder in ziviler Kleidung die Kaserne verlassen darfst, um zum Beispiel in die Stadt zu gehen, etwas zu essen, einzukaufen oder mit Kameradinnen und Kameraden kurz abzuschalten.

Aber Freizeit nach Dienstschluss heißt nicht, dass der Dienst plötzlich keine Rolle mehr spielt.

Du musst wissen, wann du zurück sein musst. Beim Bund gibt es dafür den Zapfenstreich. Das ist die Uhrzeit, zu der alle wieder in der Kaserne beziehungsweise in der Unterkunft sein müssen. Je nachdem, was die Einheit vorgibt, musst du dem folgen. Häufig kann das zum Beispiel um 22:00 Uhr sein, aber entscheidend ist immer die konkrete Uhrzeit deiner Einheit.

Abends gibt es außerdem in der Regel nochmal eine Abnahme durch den UvD, also den Unteroffizier vom Dienst. Der schaut, ob alle da sind und in ihren Betten beziehungsweise auf ihren Stuben sind. Du solltest also nicht denken, dass du einfach irgendwie spät zurückkommst und schon niemand merkt etwas.

Gerade in der Grundausbildung ist die klare Empfehlung: Mach es sauber. Geh nur in zivil raus, wenn es erlaubt ist. Frag nach, wenn du unsicher bist. Halte Zeiten ein. Verzichte in dieser Phase am besten auf Alkohol. Poste nichts aus dem Dienst. Und komm so zurück, dass du am nächsten Tag ohne Diskussion wieder funktionierst.

Die wichtigste Frage lautet nicht:

„Wie viel kann ich mir nach Dienstschluss erlauben?“

Sondern:

„Komme ich pünktlich, ordentlich und dienstfähig zurück?“

[ Kurz gesagt ]

Freizeit nach Dienstschluss bedeutet, dass du nach dem Dienst private Zeit nutzen kannst. Je nach Vorgabe kann das bedeuten, dass du dich auf dem Kasernengelände frei bewegst oder in ziviler Kleidung die Kaserne verlassen darfst, um zum Beispiel in die Stadt zu gehen, etwas zu essen, einzukaufen oder mit Kameradinnen und Kameraden kurz abzuschalten.

Aber Freizeit nach Dienstschluss heißt nicht, dass der Dienst plötzlich keine Rolle mehr spielt.

Du musst wissen, wann du zurück sein musst. Beim Bund gibt es dafür den Zapfenstreich. Das ist die Uhrzeit, zu der alle wieder in der Kaserne beziehungsweise in der Unterkunft sein müssen. Je nachdem, was die Einheit vorgibt, musst du dem folgen. Häufig kann das zum Beispiel um 22:00 Uhr sein, aber entscheidend ist immer die konkrete Uhrzeit deiner Einheit.

Abends gibt es außerdem in der Regel nochmal eine Abnahme durch den UvD, also den Unteroffizier vom Dienst. Der schaut, ob alle da sind und in ihren Betten beziehungsweise auf ihren Stuben sind. Du solltest also nicht denken, dass du einfach irgendwie spät zurückkommst und schon niemand merkt etwas.

Gerade in der Grundausbildung ist die klare Empfehlung: Mach es sauber. Geh nur in zivil raus, wenn es erlaubt ist. Frag nach, wenn du unsicher bist. Halte Zeiten ein. Verzichte in dieser Phase am besten auf Alkohol. Poste nichts aus dem Dienst. Und komm so zurück, dass du am nächsten Tag ohne Diskussion wieder funktionierst.

Die wichtigste Frage lautet nicht:

„Wie viel kann ich mir nach Dienstschluss erlauben?“

Sondern:

„Komme ich pünktlich, ordentlich und dienstfähig zurück?“

[ Inhalt ]

01

Was Freizeit nach Dienstschluss bei der Bundeswehr bedeutet

02

Warum Freizeit nach Dienstschluss kein Freifahrtschein ist

03

Grundausbildung: Warum die Vorgaben besonders wichtig sind

04

Nach Dienstschluss: Was realistisch sein kann

05

Zapfenstreich, UvD und Rückkehrzeiten

06

Zivil rausgehen und Auftreten in der Öffentlichkeit

07

Alkohol nach Dienstschluss: Warum du dich zügeln solltest

08

Verhalten in der Öffentlichkeit

09

Handy, Fotos und Social Media

10

Freizeit mit Kameradinnen und Kameraden

11

Wochenende und Heimfahrt

12

Wenn du zu spät kommst

13

Wenn du unsicher bist, frag vorher

14

Typische Fehler am Anfang

15

Fazit

Häufige Fragen

Quellen zum Nachlesen

1. Was Freizeit nach Dienstschluss bei der Bundeswehr bedeutet

Freizeit nach Dienstschluss bedeutet im einfachen Sinne, dass du außerhalb der eigentlichen Dienstzeit private Zeit nutzen kannst.

Das kann je nach Situation unterschiedlich aussehen. Manchmal bleibst du auf dem Kasernengelände und hast einfach Dienstschluss. Manchmal darfst du in ziviler Kleidung die Kaserne verlassen. Manchmal nutzt du das Wochenende, um nach Hause zu fahren. Manchmal gibt es klare Vorgaben, wann du zurück sein musst, wo du dich melden musst oder welche Regeln für deine Einheit gelten.

Wichtig ist: Diese Freizeit ist kein rechtsfreier Raum.

Du bist weiterhin Soldatin oder Soldat. Du bist nicht im Unterricht, nicht beim Antreten und nicht in der Ausbildung, aber du trägst trotzdem Verantwortung. Vor allem musst du zum Zapfenstreich zurück sein und am nächsten Diensttag wieder pünktlich, ausgeschlafen genug und dienstfähig sein.

Viele Anfängerinnen und Anfänger verwechseln Freizeit nach Dienstschluss mit kompletter Freiheit.

Besser ist: Es ist freie Zeit innerhalb eines dienstlichen Rahmens.

Dieser Rahmen muss verstanden werden.

2. Warum Freizeit nach Dienstschluss kein Freifahrtschein ist

Freizeit nach Dienstschluss fühlt sich am Anfang besonders an.

Nach einem langen Tag in der Grundausbildung ist es verständlich, dass man raus möchte. Etwas essen, einkaufen, telefonieren, spazieren, kurz abschalten oder mit Kameradinnen und Kameraden unterwegs sein. Das kann guttun.

Aber Freizeit nach Dienstschluss bedeutet nicht, dass du alles vergessen kannst, was mit Dienst zu tun hat.

Du musst Rückkehrzeiten beachten. Du musst erreichbar oder zumindest gemäß Vorgabe auffindbar sein. Du musst dich so verhalten, dass du am nächsten Tag nicht zum Problem wirst. Und du musst wissen, dass Fehlverhalten außerhalb der Kaserne nicht automatisch privat bleibt.

Wenn du im Ausgang auffällst, Ärger verursachst, zu spät zurückkommst, betrunken bist, Streit anfängst oder dich respektlos verhältst, kann das dienstliche Folgen haben.

Deshalb ist die Zeit nach Dienstschluss eine gute Gelegenheit, Verantwortung zu zeigen.

Nicht nur Freiheit zu genießen.

3. Grundausbildung: Warum die Vorgaben besonders wichtig sind

In der Grundausbildung solltest du Ausgang besonders ernst nehmen.

Du bist neu, wirst noch eingeordnet und lernst gerade erst, wie militärischer Alltag funktioniert. Deine Ausbilderinnen und Ausbilder beobachten nicht jede Sekunde deines Privatlebens, aber sie merken sehr schnell, ob du nach Dienstschluss vernünftig mit Freiräumen umgehen kannst.

Wenn du pünktlich vor dem Zapfenstreich zurück bist, am nächsten Morgen fit erscheinst und keine Probleme verursachst, ist das unauffällig im besten Sinne.

Wenn du dagegen direkt am Anfang durch Alkohol, Zuspätkommen, Lärm, falsches Verhalten oder Social Media auffällst, setzt du ein schlechtes Zeichen.

Gerade am Anfang brauchst du keinen zusätzlichen Stress.

Die Grundausbildung ist fordernd genug. Schlaf, Erholung, Vorbereitung, Stube, Spind, Kameradschaft und Pünktlichkeit sind wichtiger als der Versuch, jeden Ausgang maximal auszureizen.

4. Nach Dienstschluss: Was realistisch sein kann

Nach Dienstschluss hast du private Zeit.

Du bist dann nicht mehr in der laufenden Ausbildung und kannst grundsätzlich deine Freizeit nutzen: in zivil rausgehen, etwas essen, einkaufen, telefonieren, spazieren oder mit Kameradinnen und Kameraden kurz aus dem Kasernenalltag rauskommen. Das ist normale Freizeit und soll auch so verstanden werden.

Der entscheidende Punkt ist nicht, ob du nach Dienstschluss überhaupt etwas machen darfst, sondern dass du die einfachen Regeln einhältst: in zivil raus, rechtzeitig zurück zum Zapfenstreich, kein unnötiger Ärger, keine Social-Media-Aktionen mit Dienstbezug und am nächsten Morgen wieder dienstfähig sein.

Dafür geht man grundsätzlich in ziviler Kleidung raus. Du läufst also nicht einfach in Uniform in die Stadt, um Freizeit zu machen. Typisch ist eher: zivile Kleidung anziehen, mit Kameradinnen und Kameraden kurz in die Stadt, etwas essen, einkaufen oder einfach mal raus aus dem Kasernenalltag.

Deshalb solltest du nicht von anderen Standorten oder TikTok-Erzählungen auf deine Einheit schließen.

Natürlich können sich Details je nach Standort und Einheit unterscheiden, zum Beispiel Uhrzeit des Zapfenstreichs, Meldewege oder organisatorische Abläufe. Aber der Grundsatz bleibt: Nach Dienstschluss ist Freizeit, und du musst rechtzeitig und ordentlich zurück sein.

Maßgeblich ist, was dir vor Ort gesagt wird.

Und wenn du es nicht verstanden hast, fragst du nach.

Nicht nachher erklären, dass du dachtest, es wäre schon okay.

5. Zapfenstreich, UvD und Rückkehrzeiten

Beim Bund gibt es den Zapfenstreich.

Das ist die Uhrzeit, zu der du wieder in der Kaserne beziehungsweise in der Unterkunft sein musst. Je nachdem, was deine Einheit sagt, musst du dich daran halten. Häufig kann der Zapfenstreich zum Beispiel um 22:00 Uhr sein, aber entscheidend ist nicht irgendeine allgemeine Uhrzeit, sondern die konkrete Vorgabe deiner Einheit.

Zusätzlich gibt es abends in der Regel nochmal eine Kontrolle beziehungsweise Abnahme durch den UvD, den Unteroffizier vom Dienst. Der UvD schaut, dass alle da sind und auf ihren Stuben beziehungsweise in ihren Betten sind. Das gehört zum Ablauf und sorgt dafür, dass die Einheit weiß, dass alle wieder zurück sind.

Je nach Vorgabe kann es außerdem sein, dass du dich abmelden oder zurückmelden musst. Das ist kein unnötiger Papierkram. Die Einheit muss wissen, wer da ist, wer weg ist und ob alle rechtzeitig zurück sind. Gerade in der Grundausbildung ist Übersicht wichtig.

Wenn eine Rückkehrzeit genannt wird, dann ist das keine grobe Empfehlung.

Dann bist du rechtzeitig zurück. Und rechtzeitig bedeutet nicht, in der letzten Sekunde durchs Tor zu rennen. Denk an den Leitsatz:

5 Minuten vor der Zeit ist des Soldaten Pünktlichkeit.

Plane deinen Weg zurück mit Puffer. Bahnverspätung, Stau, langer Fußweg, vergessene Sachen oder falsche Einschätzung sind keine gute Grundlage, wenn du zu spät kommst.

Wenn du Freizeit nach Dienstschluss bekommst, zeig, dass du damit umgehen kannst.

Pünktliche Rückkehr vor dem Zapfenstreich ist der einfachste Beweis dafür.

6. Zivil rausgehen und Auftreten in der Öffentlichkeit

Wenn du nach Dienstschluss die Kaserne verlassen darfst, dann grundsätzlich in ziviler Kleidung, sofern deine Einheit nichts anderes vorgibt.

Das ist wichtig. Freizeit nach Dienstschluss bedeutet nicht, dass du in Uniform durch die Stadt ziehst, essen gehst oder private Dinge erledigst, wenn das nicht vorgesehen ist. Gerade in der Grundausbildung ist die saubere Linie: Wenn rausgehen erlaubt ist, dann in zivil und nach den Vorgaben deiner Einheit.

Auch in ziviler Kleidung solltest du dich ordentlich benehmen.

Du wirst vielleicht nicht sofort als Soldatin oder Soldat erkannt, aber du kommst aus der Kaserne, bist mit Kameradinnen und Kameraden unterwegs und trägst Verantwortung für dein Verhalten. Wenn eine Gruppe junger Soldatinnen und Soldaten in der Stadt auffällt, kann das trotzdem auf die Einheit zurückfallen.

Das heißt nicht, dass du dich verkrampfen musst.

Aber du solltest dich sauber benehmen. Kein peinliches Auftreten, keine Provokationen, kein Alkohol-Content, kein respektloses Verhalten und keine dummen Aktionen.

Freizeit heißt nicht Kontrollverlust.

7. Alkohol nach Dienstschluss: Warum du dich zügeln solltest

Gerade in der Grundausbildung ist die klare Empfehlung: Verzichte auf Alkohol.

Freizeit nach Dienstschluss ist nicht dafür da, dich komplett abzuschießen. Wenn du am nächsten Tag Dienst hast, musst du wieder fit, pünktlich, klar und dienstfähig sein. Restalkohol, Kater, Müdigkeit oder peinliches Verhalten können schnell zum Problem werden.

Alkohol im Dienst oder zu viel Restalkohol kann dienstliche und im Zweifel auch disziplinare Folgen haben. Das gilt besonders, wenn du nicht dienstfähig erscheinst oder deine Kameradinnen und Kameraden durch deine Entscheidung belastest.

An Zugabenden, Kameradschaftsabenden oder im Ausgang gilt deshalb: Zügel dich, kenne deine Grenzen und schlag nicht über die Stränge.

Noch besser in der Grundausbildung: Lass es einfach ganz.

Du brauchst Schlaf, Energie und einen klaren Kopf. Der Abend ist nicht gewonnen, wenn du am nächsten Morgen verlierst.

8. Verhalten in der Öffentlichkeit

Wenn du die Kaserne verlässt, bist du in der Öffentlichkeit.

Das klingt selbstverständlich, wird aber oft unterschätzt. Verhalten, das im privaten Freundeskreis vielleicht noch als lustig durchgeht, kann im Bundeswehr-Kontext ganz anders wirken. Besonders in Uniform oder in Gruppen von Soldatinnen und Soldaten fällt man auf.

Achte auf deinen Umgangston. Achte darauf, wie du mit Menschen sprichst. Achte darauf, wo du laut wirst. Achte darauf, welche Witze du machst. Achte darauf, ob du andere belästigst oder provozierst.

Du musst nicht steif durch die Gegend laufen.

Aber du solltest erwachsen auftreten.

Gerade junge Soldatinnen und Soldaten werden manchmal daran gemessen, ob sie außerhalb des Dienstes mit Freiheiten umgehen können. Nutze Ausgang so, dass man dir beim nächsten Mal wieder vertrauen kann.

9. Handy, Fotos und Social Media

Auch im Ausgang gilt: Social Media bleibt ein Risiko, wenn Bundeswehrbezug sichtbar wird.

Keine Bilder aus dem Dienst. Keine Videos aus der Kaserne. Keine Aufnahmen von Kameradinnen und Kameraden ohne klare Erlaubnis. Keine Standortdetails. Keine peinlichen Clips in Uniform. Keine Storys aus Situationen, die später dienstlich problematisch werden könnten.

Private Gruppen sind ebenfalls kein sicherer Raum.

WhatsApp, Snapchat oder Instagram fühlen sich schnell harmlos an. Aber Inhalte können weitergeleitet, gespeichert oder aus dem Zusammenhang gerissen werden.

Wenn du im Ausgang bist, halte dein Handy im Griff.

Nicht jeder Moment muss gepostet werden. Gerade wenn Alkohol, Uniform oder Kameradinnen und Kameraden im Spiel sind, ist Zurückhaltung die bessere Entscheidung.

Wenn du unsicher bist, poste nicht.

10. Freizeit mit Kameradinnen und Kameraden

Nach Dienstschluss mit Kameradinnen und Kameraden unterwegs zu sein, kann gut sein.

Man lernt sich besser kennen, isst zusammen, kauft Dinge ein, geht spazieren oder kommt einfach kurz aus dem Kasernenmodus raus. Gerade am Anfang kann das helfen, Kameradschaft aufzubauen.

Aber auch hier gilt: Gruppe schützt nicht vor Verantwortung.

Wenn einer übertreibt, betrifft es schnell alle. Wenn jemand zu spät zurückkommt, muss die Gruppe eventuell mit erklären. Wenn jemand betrunken auffällt oder Mist baut, kann das Vertrauen belasten.

Kameradschaft bedeutet nicht, gemeinsam dumm zu handeln.

Kameradschaft bedeutet auch, sich gegenseitig zu bremsen, bevor etwas schiefgeht. Wenn jemand zu viel trinkt, zu laut wird oder auf dumme Ideen kommt, ist es besser, früh einzugreifen.

Ein guter Abend ist einer, nach dem zum Zapfenstreich alle wieder sauber zurück sind und am nächsten Morgen niemand Ärger hat.

11. Wochenende und Heimfahrt

Freizeit nach Dienstschluss und Wochenende hängen oft zusammen, sind aber nicht dasselbe.

Unter der Woche kann Freizeit nach Dienstschluss bedeuten, kurz in zivil rauszugehen und vor dem Zapfenstreich wieder zurück zu sein. Am Wochenende kann es bedeuten, nach Hause zu fahren, wenn keine Dienste, Lehrgänge, Übungen oder Truppenübungsplatzaufenthalte geplant sind und die Vorgaben es zulassen.

Wenn du nach Hause fährst, musst du deine Rückkehr noch genauer planen.

Zugverbindungen, Auto, Stau, Müdigkeit, Wetter, Kosten und Puffer spielen eine Rolle. Wenn du Sonntagabend zurück sein musst, solltest du nicht so planen, dass eine kleine Verspätung direkt alles sprengt.

Gerade bei weiter Entfernung ist es manchmal sinnvoll, nicht jedes Wochenende nach Hause zu fahren.

Das ist nicht schlimm. Du bist nicht aus der Welt. Du kannst dir am Standort auch Routinen aufbauen und deine Energie sinnvoll einteilen.

12. Wenn du zu spät kommst

Wenn du zu spät kommst, wird es unangenehm.

Wie unangenehm, hängt von Situation, Häufigkeit und Einheit ab. Ein einmaliger echter Notfall ist etwas anderes als schlechte Planung. Aber grundsätzlich gilt: Zuspätkommen aus dem Ausgang ist ein vermeidbarer Fehler.

Wenn du merkst, dass du es nicht rechtzeitig schaffst, meldest du dich sofort über den vorgesehenen Weg.

Nicht erst, wenn du schon viel zu spät bist. Nicht hoffen, dass es keiner merkt. Nicht irgendeine Ausrede bauen. Sauber melden, Lage erklären und Anweisungen abwarten.

Das macht Zuspätkommen nicht gut.

Aber es ist immer noch besser als Schweigen.

Trotzdem ist die beste Lösung: so planen, dass es gar nicht erst passiert.

13. Wenn du unsicher bist, frag vorher

Wenn du beim Ausgang unsicher bist, frag vorher.

Darf ich die Kaserne verlassen? Muss ich mich abmelden? Bis wann muss ich zurück sein? Welcher Anzug gilt? Darf ich nach Hause fahren? Gibt es Besonderheiten für das Wochenende? Wie läuft Rückmeldung? Was passiert, wenn sich etwas verzögert?

Diese Fragen wirken vielleicht banal.

Aber sie schützen dich vor Fehlern.

In der Grundausbildung ist es völlig normal, Abläufe noch nicht perfekt zu kennen. Problematisch wird es erst, wenn du so tust, als wüsstest du alles, und dann falsch handelst.

Frag lieber einmal sauber nach.

Das ist besser, als später zu erklären, du hättest es anders verstanden.

14. Typische Fehler am Anfang

Ein häufiger Fehler ist, Freizeit nach Dienstschluss mit kompletter Freiheit zu verwechseln.

Ein anderer Fehler ist, Rückkehrzeiten zu knapp zu planen. Gerade wenn du den Standort noch nicht kennst oder öffentliche Verkehrsmittel nutzt, brauchst du Puffer.

Auch problematisch ist Alkohol in der Grundausbildung. Viele überschätzen sich und unterschätzen den nächsten Diensttag. In dieser Phase ist Verzicht meistens die klügste Entscheidung.

Ein weiterer Fehler ist Social Media. Peinliche Clips, Bilder mit Kameradinnen und Kameraden, Standortbezug oder Uniform-Content können schnell Probleme machen.

Und zuletzt: nicht nachfragen.

Viele Fehler entstehen nicht aus böser Absicht, sondern aus falschen Annahmen.

Bei der Bundeswehr zählt aber nicht, was du dir gedacht hast, sondern was befohlen und vorgegeben wurde.

15. Fazit

Freizeit nach Dienstschluss in der Grundausbildung kann guttun.

Du kommst kurz aus dem Dienstmodus raus, kannst in zivil einkaufen, telefonieren, essen, spazieren oder Zeit mit Kameradinnen und Kameraden verbringen. Das ist wichtig und kann helfen, den Kopf freizubekommen.

Aber Freizeit nach Dienstschluss ist kein Freifahrtschein.

Du bleibst Soldatin oder Soldat. Du musst die Vorgaben deiner Einheit kennen, Rückkehrzeiten einhalten, dich korrekt ab- und zurückmelden, auf dein Auftreten achten und am nächsten Tag dienstfähig sein.

Gerade in der Grundausbildung ist die beste Linie einfach:

In zivil rausgehen, wenn es erlaubt ist. Nicht übertreiben. Kein Alkohol. Keine Social-Media-Aktionen. Vor dem Zapfenstreich zurück sein. Vorher fragen, wenn etwas unklar ist.

So zeigst du, dass man dir Freiräume geben kann, ohne dass daraus Probleme entstehen.

Vorbereitung mit der Soldateninitiative

Du willst dich nicht nur organisatorisch, sondern auch mental auf die Grundausbildung vorbereiten?

Mit Mission Grundausbildung bereitest du dich Schritt für Schritt auf deinen Start vor: Dienstantritt, Packliste, Stube, Spind, Einkleidung, Tagesablauf, Freizeit nach Dienstschluss, Zapfenstreich, Pünktlichkeit, Kameradschaft, Handy-Regeln, Alkohol, mentale Vorbereitung und die ersten Wochen in der Grundausbildung.

Der Check hilft dir, typische Anfängerfehler zu vermeiden und besser zu verstehen, welche Verantwortung du auch nach Dienstschluss mitbringst.

1. Was Freizeit nach Dienstschluss bei der Bundeswehr bedeutet

Freizeit nach Dienstschluss bedeutet im einfachen Sinne, dass du außerhalb der eigentlichen Dienstzeit private Zeit nutzen kannst.

Das kann je nach Situation unterschiedlich aussehen. Manchmal bleibst du auf dem Kasernengelände und hast einfach Dienstschluss. Manchmal darfst du in ziviler Kleidung die Kaserne verlassen. Manchmal nutzt du das Wochenende, um nach Hause zu fahren. Manchmal gibt es klare Vorgaben, wann du zurück sein musst, wo du dich melden musst oder welche Regeln für deine Einheit gelten.

Wichtig ist: Diese Freizeit ist kein rechtsfreier Raum.

Du bist weiterhin Soldatin oder Soldat. Du bist nicht im Unterricht, nicht beim Antreten und nicht in der Ausbildung, aber du trägst trotzdem Verantwortung. Vor allem musst du zum Zapfenstreich zurück sein und am nächsten Diensttag wieder pünktlich, ausgeschlafen genug und dienstfähig sein.

Viele Anfängerinnen und Anfänger verwechseln Freizeit nach Dienstschluss mit kompletter Freiheit.

Besser ist: Es ist freie Zeit innerhalb eines dienstlichen Rahmens.

Dieser Rahmen muss verstanden werden.

2. Warum Freizeit nach Dienstschluss kein Freifahrtschein ist

Freizeit nach Dienstschluss fühlt sich am Anfang besonders an.

Nach einem langen Tag in der Grundausbildung ist es verständlich, dass man raus möchte. Etwas essen, einkaufen, telefonieren, spazieren, kurz abschalten oder mit Kameradinnen und Kameraden unterwegs sein. Das kann guttun.

Aber Freizeit nach Dienstschluss bedeutet nicht, dass du alles vergessen kannst, was mit Dienst zu tun hat.

Du musst Rückkehrzeiten beachten. Du musst erreichbar oder zumindest gemäß Vorgabe auffindbar sein. Du musst dich so verhalten, dass du am nächsten Tag nicht zum Problem wirst. Und du musst wissen, dass Fehlverhalten außerhalb der Kaserne nicht automatisch privat bleibt.

Wenn du im Ausgang auffällst, Ärger verursachst, zu spät zurückkommst, betrunken bist, Streit anfängst oder dich respektlos verhältst, kann das dienstliche Folgen haben.

Deshalb ist die Zeit nach Dienstschluss eine gute Gelegenheit, Verantwortung zu zeigen.

Nicht nur Freiheit zu genießen.

3. Grundausbildung: Warum die Vorgaben besonders wichtig sind

In der Grundausbildung solltest du Ausgang besonders ernst nehmen.

Du bist neu, wirst noch eingeordnet und lernst gerade erst, wie militärischer Alltag funktioniert. Deine Ausbilderinnen und Ausbilder beobachten nicht jede Sekunde deines Privatlebens, aber sie merken sehr schnell, ob du nach Dienstschluss vernünftig mit Freiräumen umgehen kannst.

Wenn du pünktlich vor dem Zapfenstreich zurück bist, am nächsten Morgen fit erscheinst und keine Probleme verursachst, ist das unauffällig im besten Sinne.

Wenn du dagegen direkt am Anfang durch Alkohol, Zuspätkommen, Lärm, falsches Verhalten oder Social Media auffällst, setzt du ein schlechtes Zeichen.

Gerade am Anfang brauchst du keinen zusätzlichen Stress.

Die Grundausbildung ist fordernd genug. Schlaf, Erholung, Vorbereitung, Stube, Spind, Kameradschaft und Pünktlichkeit sind wichtiger als der Versuch, jeden Ausgang maximal auszureizen.

4. Nach Dienstschluss: Was realistisch sein kann

Nach Dienstschluss hast du private Zeit.

Du bist dann nicht mehr in der laufenden Ausbildung und kannst grundsätzlich deine Freizeit nutzen: in zivil rausgehen, etwas essen, einkaufen, telefonieren, spazieren oder mit Kameradinnen und Kameraden kurz aus dem Kasernenalltag rauskommen. Das ist normale Freizeit und soll auch so verstanden werden.

Der entscheidende Punkt ist nicht, ob du nach Dienstschluss überhaupt etwas machen darfst, sondern dass du die einfachen Regeln einhältst: in zivil raus, rechtzeitig zurück zum Zapfenstreich, kein unnötiger Ärger, keine Social-Media-Aktionen mit Dienstbezug und am nächsten Morgen wieder dienstfähig sein.

Dafür geht man grundsätzlich in ziviler Kleidung raus. Du läufst also nicht einfach in Uniform in die Stadt, um Freizeit zu machen. Typisch ist eher: zivile Kleidung anziehen, mit Kameradinnen und Kameraden kurz in die Stadt, etwas essen, einkaufen oder einfach mal raus aus dem Kasernenalltag.

Deshalb solltest du nicht von anderen Standorten oder TikTok-Erzählungen auf deine Einheit schließen.

Natürlich können sich Details je nach Standort und Einheit unterscheiden, zum Beispiel Uhrzeit des Zapfenstreichs, Meldewege oder organisatorische Abläufe. Aber der Grundsatz bleibt: Nach Dienstschluss ist Freizeit, und du musst rechtzeitig und ordentlich zurück sein.

Maßgeblich ist, was dir vor Ort gesagt wird.

Und wenn du es nicht verstanden hast, fragst du nach.

Nicht nachher erklären, dass du dachtest, es wäre schon okay.

5. Zapfenstreich, UvD und Rückkehrzeiten

Beim Bund gibt es den Zapfenstreich.

Das ist die Uhrzeit, zu der du wieder in der Kaserne beziehungsweise in der Unterkunft sein musst. Je nachdem, was deine Einheit sagt, musst du dich daran halten. Häufig kann der Zapfenstreich zum Beispiel um 22:00 Uhr sein, aber entscheidend ist nicht irgendeine allgemeine Uhrzeit, sondern die konkrete Vorgabe deiner Einheit.

Zusätzlich gibt es abends in der Regel nochmal eine Kontrolle beziehungsweise Abnahme durch den UvD, den Unteroffizier vom Dienst. Der UvD schaut, dass alle da sind und auf ihren Stuben beziehungsweise in ihren Betten sind. Das gehört zum Ablauf und sorgt dafür, dass die Einheit weiß, dass alle wieder zurück sind.

Je nach Vorgabe kann es außerdem sein, dass du dich abmelden oder zurückmelden musst. Das ist kein unnötiger Papierkram. Die Einheit muss wissen, wer da ist, wer weg ist und ob alle rechtzeitig zurück sind. Gerade in der Grundausbildung ist Übersicht wichtig.

Wenn eine Rückkehrzeit genannt wird, dann ist das keine grobe Empfehlung.

Dann bist du rechtzeitig zurück. Und rechtzeitig bedeutet nicht, in der letzten Sekunde durchs Tor zu rennen. Denk an den Leitsatz:

5 Minuten vor der Zeit ist des Soldaten Pünktlichkeit.

Plane deinen Weg zurück mit Puffer. Bahnverspätung, Stau, langer Fußweg, vergessene Sachen oder falsche Einschätzung sind keine gute Grundlage, wenn du zu spät kommst.

Wenn du Freizeit nach Dienstschluss bekommst, zeig, dass du damit umgehen kannst.

Pünktliche Rückkehr vor dem Zapfenstreich ist der einfachste Beweis dafür.

6. Zivil rausgehen und Auftreten in der Öffentlichkeit

Wenn du nach Dienstschluss die Kaserne verlassen darfst, dann grundsätzlich in ziviler Kleidung, sofern deine Einheit nichts anderes vorgibt.

Das ist wichtig. Freizeit nach Dienstschluss bedeutet nicht, dass du in Uniform durch die Stadt ziehst, essen gehst oder private Dinge erledigst, wenn das nicht vorgesehen ist. Gerade in der Grundausbildung ist die saubere Linie: Wenn rausgehen erlaubt ist, dann in zivil und nach den Vorgaben deiner Einheit.

Auch in ziviler Kleidung solltest du dich ordentlich benehmen.

Du wirst vielleicht nicht sofort als Soldatin oder Soldat erkannt, aber du kommst aus der Kaserne, bist mit Kameradinnen und Kameraden unterwegs und trägst Verantwortung für dein Verhalten. Wenn eine Gruppe junger Soldatinnen und Soldaten in der Stadt auffällt, kann das trotzdem auf die Einheit zurückfallen.

Das heißt nicht, dass du dich verkrampfen musst.

Aber du solltest dich sauber benehmen. Kein peinliches Auftreten, keine Provokationen, kein Alkohol-Content, kein respektloses Verhalten und keine dummen Aktionen.

Freizeit heißt nicht Kontrollverlust.

7. Alkohol nach Dienstschluss: Warum du dich zügeln solltest

Gerade in der Grundausbildung ist die klare Empfehlung: Verzichte auf Alkohol.

Freizeit nach Dienstschluss ist nicht dafür da, dich komplett abzuschießen. Wenn du am nächsten Tag Dienst hast, musst du wieder fit, pünktlich, klar und dienstfähig sein. Restalkohol, Kater, Müdigkeit oder peinliches Verhalten können schnell zum Problem werden.

Alkohol im Dienst oder zu viel Restalkohol kann dienstliche und im Zweifel auch disziplinare Folgen haben. Das gilt besonders, wenn du nicht dienstfähig erscheinst oder deine Kameradinnen und Kameraden durch deine Entscheidung belastest.

An Zugabenden, Kameradschaftsabenden oder im Ausgang gilt deshalb: Zügel dich, kenne deine Grenzen und schlag nicht über die Stränge.

Noch besser in der Grundausbildung: Lass es einfach ganz.

Du brauchst Schlaf, Energie und einen klaren Kopf. Der Abend ist nicht gewonnen, wenn du am nächsten Morgen verlierst.

8. Verhalten in der Öffentlichkeit

Wenn du die Kaserne verlässt, bist du in der Öffentlichkeit.

Das klingt selbstverständlich, wird aber oft unterschätzt. Verhalten, das im privaten Freundeskreis vielleicht noch als lustig durchgeht, kann im Bundeswehr-Kontext ganz anders wirken. Besonders in Uniform oder in Gruppen von Soldatinnen und Soldaten fällt man auf.

Achte auf deinen Umgangston. Achte darauf, wie du mit Menschen sprichst. Achte darauf, wo du laut wirst. Achte darauf, welche Witze du machst. Achte darauf, ob du andere belästigst oder provozierst.

Du musst nicht steif durch die Gegend laufen.

Aber du solltest erwachsen auftreten.

Gerade junge Soldatinnen und Soldaten werden manchmal daran gemessen, ob sie außerhalb des Dienstes mit Freiheiten umgehen können. Nutze Ausgang so, dass man dir beim nächsten Mal wieder vertrauen kann.

9. Handy, Fotos und Social Media

Auch im Ausgang gilt: Social Media bleibt ein Risiko, wenn Bundeswehrbezug sichtbar wird.

Keine Bilder aus dem Dienst. Keine Videos aus der Kaserne. Keine Aufnahmen von Kameradinnen und Kameraden ohne klare Erlaubnis. Keine Standortdetails. Keine peinlichen Clips in Uniform. Keine Storys aus Situationen, die später dienstlich problematisch werden könnten.

Private Gruppen sind ebenfalls kein sicherer Raum.

WhatsApp, Snapchat oder Instagram fühlen sich schnell harmlos an. Aber Inhalte können weitergeleitet, gespeichert oder aus dem Zusammenhang gerissen werden.

Wenn du im Ausgang bist, halte dein Handy im Griff.

Nicht jeder Moment muss gepostet werden. Gerade wenn Alkohol, Uniform oder Kameradinnen und Kameraden im Spiel sind, ist Zurückhaltung die bessere Entscheidung.

Wenn du unsicher bist, poste nicht.

10. Freizeit mit Kameradinnen und Kameraden

Nach Dienstschluss mit Kameradinnen und Kameraden unterwegs zu sein, kann gut sein.

Man lernt sich besser kennen, isst zusammen, kauft Dinge ein, geht spazieren oder kommt einfach kurz aus dem Kasernenmodus raus. Gerade am Anfang kann das helfen, Kameradschaft aufzubauen.

Aber auch hier gilt: Gruppe schützt nicht vor Verantwortung.

Wenn einer übertreibt, betrifft es schnell alle. Wenn jemand zu spät zurückkommt, muss die Gruppe eventuell mit erklären. Wenn jemand betrunken auffällt oder Mist baut, kann das Vertrauen belasten.

Kameradschaft bedeutet nicht, gemeinsam dumm zu handeln.

Kameradschaft bedeutet auch, sich gegenseitig zu bremsen, bevor etwas schiefgeht. Wenn jemand zu viel trinkt, zu laut wird oder auf dumme Ideen kommt, ist es besser, früh einzugreifen.

Ein guter Abend ist einer, nach dem zum Zapfenstreich alle wieder sauber zurück sind und am nächsten Morgen niemand Ärger hat.

11. Wochenende und Heimfahrt

Freizeit nach Dienstschluss und Wochenende hängen oft zusammen, sind aber nicht dasselbe.

Unter der Woche kann Freizeit nach Dienstschluss bedeuten, kurz in zivil rauszugehen und vor dem Zapfenstreich wieder zurück zu sein. Am Wochenende kann es bedeuten, nach Hause zu fahren, wenn keine Dienste, Lehrgänge, Übungen oder Truppenübungsplatzaufenthalte geplant sind und die Vorgaben es zulassen.

Wenn du nach Hause fährst, musst du deine Rückkehr noch genauer planen.

Zugverbindungen, Auto, Stau, Müdigkeit, Wetter, Kosten und Puffer spielen eine Rolle. Wenn du Sonntagabend zurück sein musst, solltest du nicht so planen, dass eine kleine Verspätung direkt alles sprengt.

Gerade bei weiter Entfernung ist es manchmal sinnvoll, nicht jedes Wochenende nach Hause zu fahren.

Das ist nicht schlimm. Du bist nicht aus der Welt. Du kannst dir am Standort auch Routinen aufbauen und deine Energie sinnvoll einteilen.

12. Wenn du zu spät kommst

Wenn du zu spät kommst, wird es unangenehm.

Wie unangenehm, hängt von Situation, Häufigkeit und Einheit ab. Ein einmaliger echter Notfall ist etwas anderes als schlechte Planung. Aber grundsätzlich gilt: Zuspätkommen aus dem Ausgang ist ein vermeidbarer Fehler.

Wenn du merkst, dass du es nicht rechtzeitig schaffst, meldest du dich sofort über den vorgesehenen Weg.

Nicht erst, wenn du schon viel zu spät bist. Nicht hoffen, dass es keiner merkt. Nicht irgendeine Ausrede bauen. Sauber melden, Lage erklären und Anweisungen abwarten.

Das macht Zuspätkommen nicht gut.

Aber es ist immer noch besser als Schweigen.

Trotzdem ist die beste Lösung: so planen, dass es gar nicht erst passiert.

13. Wenn du unsicher bist, frag vorher

Wenn du beim Ausgang unsicher bist, frag vorher.

Darf ich die Kaserne verlassen? Muss ich mich abmelden? Bis wann muss ich zurück sein? Welcher Anzug gilt? Darf ich nach Hause fahren? Gibt es Besonderheiten für das Wochenende? Wie läuft Rückmeldung? Was passiert, wenn sich etwas verzögert?

Diese Fragen wirken vielleicht banal.

Aber sie schützen dich vor Fehlern.

In der Grundausbildung ist es völlig normal, Abläufe noch nicht perfekt zu kennen. Problematisch wird es erst, wenn du so tust, als wüsstest du alles, und dann falsch handelst.

Frag lieber einmal sauber nach.

Das ist besser, als später zu erklären, du hättest es anders verstanden.

14. Typische Fehler am Anfang

Ein häufiger Fehler ist, Freizeit nach Dienstschluss mit kompletter Freiheit zu verwechseln.

Ein anderer Fehler ist, Rückkehrzeiten zu knapp zu planen. Gerade wenn du den Standort noch nicht kennst oder öffentliche Verkehrsmittel nutzt, brauchst du Puffer.

Auch problematisch ist Alkohol in der Grundausbildung. Viele überschätzen sich und unterschätzen den nächsten Diensttag. In dieser Phase ist Verzicht meistens die klügste Entscheidung.

Ein weiterer Fehler ist Social Media. Peinliche Clips, Bilder mit Kameradinnen und Kameraden, Standortbezug oder Uniform-Content können schnell Probleme machen.

Und zuletzt: nicht nachfragen.

Viele Fehler entstehen nicht aus böser Absicht, sondern aus falschen Annahmen.

Bei der Bundeswehr zählt aber nicht, was du dir gedacht hast, sondern was befohlen und vorgegeben wurde.

15. Fazit

Freizeit nach Dienstschluss in der Grundausbildung kann guttun.

Du kommst kurz aus dem Dienstmodus raus, kannst in zivil einkaufen, telefonieren, essen, spazieren oder Zeit mit Kameradinnen und Kameraden verbringen. Das ist wichtig und kann helfen, den Kopf freizubekommen.

Aber Freizeit nach Dienstschluss ist kein Freifahrtschein.

Du bleibst Soldatin oder Soldat. Du musst die Vorgaben deiner Einheit kennen, Rückkehrzeiten einhalten, dich korrekt ab- und zurückmelden, auf dein Auftreten achten und am nächsten Tag dienstfähig sein.

Gerade in der Grundausbildung ist die beste Linie einfach:

In zivil rausgehen, wenn es erlaubt ist. Nicht übertreiben. Kein Alkohol. Keine Social-Media-Aktionen. Vor dem Zapfenstreich zurück sein. Vorher fragen, wenn etwas unklar ist.

So zeigst du, dass man dir Freiräume geben kann, ohne dass daraus Probleme entstehen.

Vorbereitung mit der Soldateninitiative

Du willst dich nicht nur organisatorisch, sondern auch mental auf die Grundausbildung vorbereiten?

Mit Mission Grundausbildung bereitest du dich Schritt für Schritt auf deinen Start vor: Dienstantritt, Packliste, Stube, Spind, Einkleidung, Tagesablauf, Freizeit nach Dienstschluss, Zapfenstreich, Pünktlichkeit, Kameradschaft, Handy-Regeln, Alkohol, mentale Vorbereitung und die ersten Wochen in der Grundausbildung.

Der Check hilft dir, typische Anfängerfehler zu vermeiden und besser zu verstehen, welche Verantwortung du auch nach Dienstschluss mitbringst.

Häufige Fragen

01

Was bedeutet Freizeit nach Dienstschluss bei der Bundeswehr?

02

Darf ich nach Dienstschluss die Kaserne verlassen?

03

Was ist Zapfenstreich?

04

Was macht der UvD abends?

05

Muss ich mich abmelden?

06

Darf ich nach Dienstschluss Alkohol trinken?

07

Was passiert, wenn ich zu spät zurückkomme?

08

Darf ich im Ausgang Bilder posten?

09

Was ist der wichtigste Tipp?

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