Zurück zum Archiv
[
·
Basisausbildung
]
Haare, Bart und gepflegtes Auftreten in der Grundausbildung: Was du vor Dienstantritt beachten solltest
Grundausbildung & Kasernenalltag
Regeln und Haltung
Gez.



Daniel, Levin & Afsal
Zurück zum Archiv
[
·
Basisausbildung
]
Haare, Bart und gepflegtes Auftreten in der Grundausbildung: Was du vor Dienstantritt beachten solltest
Grundausbildung & Kasernenalltag
Regeln und Haltung
Gez.



Daniel, Levin & Afsal
Zurück zum Archiv
[
·
Basisausbildung
]
Haare, Bart und gepflegtes Auftreten in der Grundausbildung: Was du vor Dienstantritt beachten solltest
Grundausbildung & Kasernenalltag
Regeln und Haltung
Gez.



Daniel, Levin & Afsal


Letzte Aktualisierung: Oktober 2026
Einordnung
Dieser Artikel gehört zum Thema Regeln und Haltung der Soldateninitiative.
Er richtet sich an angehende Soldatinnen und Soldaten, die wissen möchten, welche Vorgaben für Haare, Bart und gepflegtes Auftreten gelten und wie sie sich vor dem Dienstantritt praktisch darauf vorbereiten können.
Musst du vor der Grundausbildung noch zum Friseur? Sind lange Haare erlaubt? Musst du deinen Bart abrasieren? Und stimmt die alte Regel, dass männliche Rekruten grundsätzlich jeden Morgen glatt rasiert antreten müssen?
Gerade bei diesem Thema kursieren viele Regeln, die aus älteren Dienstzeiten stammen oder unnötig pauschal formuliert werden. Für deinen Dienstantritt brauchst du deshalb eine klare Orientierung.
Haare und Bart müssen gepflegt sein und dürfen die Funktionsfähigkeit deiner militärischen Ausrüstung nicht beeinträchtigen. Ein Bart ist nicht grundsätzlich verboten. Gleichzeitig gelten für die Haartracht konkrete dienstliche Vorgaben.
Für die Grundausbildung ist außerdem ein praktischer Gedanke wichtig: Du wirst Kopfbedeckungen und Gefechtshelm tragen, Sport machen, schwitzen und morgens mit einem festen Zeitplan arbeiten.
Eine unkomplizierte Frisur und eine funktionierende Pflegeroutine machen dir diese ersten Wochen deutlich leichter.
Wenn du zuerst verstehen willst, wie Körperpflege und Duschen deinen Alltag in der Grundausbildung prägen, lies diesen Artikel:
Duschen und Körperpflege in der Grundausbildung: Was du realistisch wissen solltest
Wenn du wissen willst, welche Dinge du für Pflege und Alltag zum Dienstantritt mitnehmen solltest, passt dieser Artikel:
Letzte Aktualisierung: Oktober 2026
Einordnung
Dieser Artikel gehört zum Thema Regeln und Haltung der Soldateninitiative.
Er richtet sich an angehende Soldatinnen und Soldaten, die wissen möchten, welche Vorgaben für Haare, Bart und gepflegtes Auftreten gelten und wie sie sich vor dem Dienstantritt praktisch darauf vorbereiten können.
Musst du vor der Grundausbildung noch zum Friseur? Sind lange Haare erlaubt? Musst du deinen Bart abrasieren? Und stimmt die alte Regel, dass männliche Rekruten grundsätzlich jeden Morgen glatt rasiert antreten müssen?
Gerade bei diesem Thema kursieren viele Regeln, die aus älteren Dienstzeiten stammen oder unnötig pauschal formuliert werden. Für deinen Dienstantritt brauchst du deshalb eine klare Orientierung.
Haare und Bart müssen gepflegt sein und dürfen die Funktionsfähigkeit deiner militärischen Ausrüstung nicht beeinträchtigen. Ein Bart ist nicht grundsätzlich verboten. Gleichzeitig gelten für die Haartracht konkrete dienstliche Vorgaben.
Für die Grundausbildung ist außerdem ein praktischer Gedanke wichtig: Du wirst Kopfbedeckungen und Gefechtshelm tragen, Sport machen, schwitzen und morgens mit einem festen Zeitplan arbeiten.
Eine unkomplizierte Frisur und eine funktionierende Pflegeroutine machen dir diese ersten Wochen deutlich leichter.
Wenn du zuerst verstehen willst, wie Körperpflege und Duschen deinen Alltag in der Grundausbildung prägen, lies diesen Artikel:
Duschen und Körperpflege in der Grundausbildung: Was du realistisch wissen solltest
Wenn du wissen willst, welche Dinge du für Pflege und Alltag zum Dienstantritt mitnehmen solltest, passt dieser Artikel:
[ Kurz gesagt ]
Du musst vor deinem Dienstantritt nicht automatisch alle Haare abrasieren und auch ein Bart ist nicht grundsätzlich verboten.
Für männliche Soldaten gilt als klare Orientierung, dass die Haare kurz getragen werden. Ohren und Augen dürfen nicht bedeckt sein und die Haare sollen bei aufrechter Kopfhaltung Uniform- und Hemdkragen nicht berühren.
Eine aktuelle Ausbildungsseite der Bundeswehr fasst es für Rekrutinnen und Rekruten praktisch mit „Nacken und Ohren frei“ zusammen.
Für Soldatinnen gelten bei längeren Haaren andere Vorgaben. Längere Haare können getragen werden, müssen aber so gebunden oder gesteckt werden, dass sie dienstlich funktionieren und beispielsweise Kopfbedeckung und Schutzausrüstung nicht beeinträchtigen.
Ein Bart ist möglich. Er muss gepflegt und gestutzt sein, saubere Konturen haben und darf die Funktion militärischer Ausrüstung nicht behindern.
Die alte Pauschalaussage „Als Mann musst du dich in der Grundausbildung jeden Morgen glatt rasieren“ ist deshalb zu weitgehend.
Die beste Vorbereitung lautet: Komm mit einer Frisur und gegebenenfalls einem Bart zum Dienstantritt, die bereits den dienstlichen Anforderungen entsprechen und morgens ohne großen Aufwand gepflegt werden können.
[ Kurz gesagt ]
Du musst vor deinem Dienstantritt nicht automatisch alle Haare abrasieren und auch ein Bart ist nicht grundsätzlich verboten.
Für männliche Soldaten gilt als klare Orientierung, dass die Haare kurz getragen werden. Ohren und Augen dürfen nicht bedeckt sein und die Haare sollen bei aufrechter Kopfhaltung Uniform- und Hemdkragen nicht berühren.
Eine aktuelle Ausbildungsseite der Bundeswehr fasst es für Rekrutinnen und Rekruten praktisch mit „Nacken und Ohren frei“ zusammen.
Für Soldatinnen gelten bei längeren Haaren andere Vorgaben. Längere Haare können getragen werden, müssen aber so gebunden oder gesteckt werden, dass sie dienstlich funktionieren und beispielsweise Kopfbedeckung und Schutzausrüstung nicht beeinträchtigen.
Ein Bart ist möglich. Er muss gepflegt und gestutzt sein, saubere Konturen haben und darf die Funktion militärischer Ausrüstung nicht behindern.
Die alte Pauschalaussage „Als Mann musst du dich in der Grundausbildung jeden Morgen glatt rasieren“ ist deshalb zu weitgehend.
Die beste Vorbereitung lautet: Komm mit einer Frisur und gegebenenfalls einem Bart zum Dienstantritt, die bereits den dienstlichen Anforderungen entsprechen und morgens ohne großen Aufwand gepflegt werden können.
[ Inhalt ]
01
Warum dein äußeres Erscheinungsbild bei der Bundeswehr geregelt ist
02
Musst du dir vor der Grundausbildung die Haare kurz schneiden?
03
Brauchst du einen militärischen Einheitshaarschnitt?
04
Was gilt für lange Haare bei Soldatinnen?
05
Was gilt für einen Bart?
06
Musst du dich jeden Morgen rasieren?
07
Kannst du dir während der Grundausbildung einfach einen Bart wachsen lassen?
08
Warum kann ein Bart bei bestimmter Ausrüstung zum Problem werden?
09
Warum eine einfache Frisur in der Grundausbildung praktisch ist
10
Was solltest du zum Dienstantritt einpacken?
11
Wie sollte deine Morgenroutine aussehen?
12
Was bedeutet gepflegtes Auftreten außer Haaren und Bart?
13
Was ist mit Haarfarbe, auffälligen Frisuren und anderen Stilelementen?
14
Was machst du bei empfindlicher Haut nach der Rasur?
15
Was solltest du bei Unsicherheit tun?
16
Fazit
Häufige Fragen
Quellen zum Nachlesen
1. Warum dein äußeres Erscheinungsbild bei der Bundeswehr geregelt ist
Mit deinem Dienstantritt bist du nicht mehr ausschließlich Privatperson. Du trittst als Soldat beziehungsweise Soldatin auf, trägst Uniform und verwendest militärische Ausrüstung.
Deshalb darf die Bundeswehr Vorgaben für das äußere Erscheinungsbild machen. Die gesetzliche Grundlage dafür findet sich in § 4 Soldatengesetz.
Danach können unter anderem Vorgaben zu Haaren, Bart, Kleidung, Schmuck, Tätowierungen und anderen sichtbaren Veränderungen des Erscheinungsbilds gemacht werden, soweit dies für die Funktionsfähigkeit der Streitkräfte oder das erforderliche achtungs- und vertrauenswürdige Verhalten notwendig ist.
Bei Haaren und Bart geht es deshalb nicht ausschließlich um Optik. Sicherheit und Funktion spielen ebenfalls eine Rolle.
Wenn beispielsweise eine Frisur oder ein Bart den korrekten Sitz militärischer Schutzausrüstung beeinträchtigt, wird aus einer persönlichen Stilfrage eine dienstliche Frage.
2. Musst du dir vor der Grundausbildung die Haare kurz schneiden?
Wenn du als Mann mit deutlich längeren Haaren zur Bundeswehr kommst, solltest du dich vor deinem Dienstantritt mit den geltenden Vorgaben beschäftigen.
Die Bundeswehr-Regelungen zur Haartracht männlicher Soldaten verlangen kurze Haare. Ohren und Augen dürfen nicht bedeckt sein. Bei aufrechter Kopfhaltung sollen die Haare Uniform- und Hemdkragen nicht berühren.
Eine aktuelle Ausbildungsseite der Bundeswehr formuliert es für die Vorbereitung auf die Basisausbildung besonders einfach: Nacken und Ohren frei.
Wenn deine aktuelle Frisur diese Anforderungen bereits erfüllt, brauchst du nicht allein wegen des Dienstantritts einen radikal anderen Haarschnitt. Wenn sie deutlich darüber hinausgeht, ist ein Friseurbesuch vor dem Dienstantritt sinnvoll.
Dann musst du das Thema nicht erst in deinen ersten Tagen bei der Bundeswehr klären.
Konkretes Beispiel
Deine Haare bedecken die Ohren und reichen im Nacken deutlich über den Kragen. Dann solltest du nicht darauf setzen, erst nach dem Dienstantritt herauszufinden, ob das akzeptiert wird.
Geh vorher zum Friseur und lass dir einen ordentlichen, unkomplizierten Schnitt machen, der Ohren und Nacken freihält. Damit hast du in den ersten Tagen ein Thema weniger.
3. Brauchst du einen militärischen Einheitshaarschnitt?
Nein. Die Vorgaben bedeuten nicht, dass alle Soldaten exakt dieselbe Frisur tragen müssen.
Entscheidend sind die vorgegebenen Grenzen sowie ein sauberes und gepflegtes Erscheinungsbild. Du musst deshalb nicht mit einem extrem kurzen Maschinenschnitt erscheinen, nur weil du zur Bundeswehr gehst.
Ein normaler kurzer Haarschnitt kann vollkommen ausreichen. Für deine Vorbereitung ist die Funktion wichtiger als ein bestimmter Stil.
Die Frisur sollte morgens schnell funktionieren, unter militärischer Kopfbedeckung praktikabel sein und die dienstlichen Vorgaben erfüllen.
4. Was gilt für lange Haare bei Soldatinnen?
Soldatinnen dürfen längere Haare tragen. Auch dafür gelten allerdings Vorgaben.
Die veröffentlichten Regelungen sehen vor, dass die Augen nicht bedeckt werden. Haare, die bei aufrechter Haltung die Schulter berühren würden, werden am Hinterkopf vollständig gebunden beziehungsweise gesteckt getragen.
Das kann beispielsweise mit einem geeigneten Zopf funktionieren. Wichtig ist nicht, morgens eine besonders aufwendige Frisur zu bauen. Sie muss zuverlässig halten.
Gerade in der Grundausbildung kommen Bewegung, Sport, Gefechtshelm und andere Kopfbedeckungen dazu. Teste deshalb vor deinem Dienstantritt, wie du deine Haare schnell und stabil zusammenbekommst.
Nimm ausreichend geeignete Haargummis und andere dezente Hilfsmittel mit, die du tatsächlich brauchst.
5. Was gilt für einen Bart?
Ein Bart ist bei der Bundeswehr nicht grundsätzlich verboten. Die aktuelle Bundeswehr-Unterlage zum äußeren Erscheinungsbild nennt ausdrücklich zulässige Bärte.
Wenn du einen Bart trägst, muss er gepflegt und gestutzt sein. Außerdem darf deine Barttracht die Funktion militärischer Ausrüstung nicht behindern.
Eine aktuelle Ausbildungsseite der Bundeswehr fasst die praktische Erwartung zusätzlich als gepflegten Bart mit sauberen Konturen zusammen.
Für dich bedeutet das: Ein vorhandener gepflegter Bart kann mit dem Dienst vereinbar sein. Ein ungepflegter, ungleichmäßiger oder die Ausrüstung beeinträchtigender Bart ist etwas anderes.
6. Musst du dich jeden Morgen rasieren?
Nicht automatisch glatt. Die verbreitete Aussage, jeder männliche Rekrut müsse sich ausnahmslos jeden Morgen frisch rasieren, stimmt so pauschal nicht.
Wenn du ohne Bart zum Dienstantritt kommst, gehört die regelmäßige Rasur in deine Morgenroutine. Einen Bart wachsen zu lassen, ist nach den Vorgaben grundsätzlich für den Urlaub vorgesehen, nicht für den laufenden Dienst.
Wenn du einen zulässigen Bart trägst, geht es dagegen um dessen gepflegten Zustand. Das bedeutet, dass Konturen und Bartlänge ordentlich bleiben müssen.
Die Bundeswehr-Packliste empfiehlt entsprechend Rasierer und Rasierschaum für den Dienstantritt. Rasierzeug solltest du deshalb auch dann dabeihaben, wenn du Bart trägst.
7. Kannst du dir während der Grundausbildung einfach einen Bart wachsen lassen?
Hier solltest du vorsichtig sein. Die aktuelle Bundeswehr-Unterlage zum äußeren Erscheinungsbild weist darauf hin, dass das Wachsenlassen eines Bartes während des Urlaubs erfolgen soll.
Der praktische Hintergrund ist nachvollziehbar: Während des Dienstes sollst du nicht über längere Zeit mit einem ungepflegten Übergangszustand auftreten.
Wenn du also schon vor deinem Dienstantritt weißt, dass du einen Bart tragen möchtest, ist es einfacher, mit einem bereits gepflegten und ordentlich konturierten Bart anzureisen, der den geltenden Vorgaben entspricht.
Wenn du erst während deiner Dienstzeit etwas an deiner Barttracht verändern möchtest, klärst du die aktuelle Regelung in deiner Einheit.
8. Warum kann ein Bart bei bestimmter Ausrüstung zum Problem werden?
Nicht jeder zulässige Bart funktioniert automatisch in jeder militärischen Situation. Die Bundeswehr weist ausdrücklich darauf hin, dass die Barttracht die Funktionalität militärischer Ausrüstung nicht behindern darf.
Das ist besonders wichtig bei persönlicher Schutzausrüstung. Die Grundausbildung ist inzwischen als Heimatschutzausbildung Streitkräfte aufgebaut und umfasst unter anderem ABC-Abwehr sowie weitere Ausbildungsbereiche, in denen Schutzausrüstung eine Rolle spielt.
Wenn für eine bestimmte Ausrüstung ein dichter oder sicherer Sitz erforderlich ist, hat deren Funktion Vorrang.
Das bedeutet nicht, dass jeder Bart generell verboten wäre. Es bedeutet: Dein Bart muss mit deinem konkreten Dienst und der benötigten Ausrüstung vereinbar sein.
Konkretes Beispiel
Du trägst einen gepflegten Bart, der im normalen Dienst kein Problem darstellt. Für einen Ausbildungsabschnitt musst du jedoch Schutzausrüstung verwenden, deren sichere Funktion durch deine konkrete Barttracht beeinträchtigt würde.
Dann ist nicht entscheidend, dass dein Bart normalerweise erlaubt ist. Entscheidend ist, dass die Schutzausrüstung korrekt funktioniert.
Halte dich deshalb an die konkrete Einweisung und Vorgabe deiner Einheit.
9. Warum eine einfache Frisur in der Grundausbildung praktisch ist
Die Grundausbildung heißt seit Mai 2026 offiziell Heimatschutzausbildung Streitkräfte und dauert grundsätzlich drei Monate mit rund 500 Ausbildungsstunden.
Deine Tage sind entsprechend gut gefüllt. Du wirst früh aufstehen, Sport machen, draußen ausgebildet werden und unterschiedliche militärische Ausrüstung tragen.
Dazu gehören beispielsweise Feldmütze und Gefechtshelm. Eine Frisur, die zuhause zwanzig Minuten Styling benötigt, wird dadurch nicht automatisch verboten. Sie ist möglicherweise einfach unpraktisch.
Für die ersten Monate ist deshalb eine Frisur sinnvoll, die nach dem Waschen schnell gepflegt aussieht und unter der vorgeschriebenen Ausrüstung funktioniert.
Je weniger Zeit du morgens für Styling brauchst, desto mehr Reserve hast du für die Dinge, die du tatsächlich vorbereiten musst.
10. Was solltest du zum Dienstantritt einpacken?
Die allgemeine Bundeswehr-Packliste nennt ausdrücklich Rasierer, Rasierschaum, Shampoo, Duschgel, Hautpflegecreme, Deo sowie Zahnbürste und Zahncreme.
Ergänze diese Grundausstattung um das, was du für deine konkrete Frisur oder deinen Bart regelmäßig brauchst. Bei längeren Haaren können das beispielsweise geeignete Haargummis sein.
Bei einem Bart kann ein einfacher Barttrimmer sinnvoll sein, wenn du ihn ohnehin regelmäßig verwendest.
Pack aber keine halbe Friseurausstattung ein. Deine Pflege sollte unkompliziert bleiben.
11. Wie sollte deine Morgenroutine aussehen?
Deine Morgenroutine sollte reproduzierbar sein. Das bedeutet: Du solltest nicht jeden Morgen neu überlegen müssen, was du mit deinen Haaren machst.
Wenn du dich rasierst, weißt du, wie lange du dafür brauchst. Wenn du Bart trägst, kannst du ihn schnell ordentlich kontrollieren. Wenn du längere Haare zusammenbindest, beherrschst du die Frisur auch unter Zeitdruck.
Gerade in den ersten Tagen wirst du viele neue Abläufe lernen. Ein Kulturbeutel, dessen Inhalt du kennst, und eine Frisur, die in wenigen Minuten sitzt, sind deshalb mehr wert als eine komplizierte Pflegeroutine.
Konkretes Beispiel
Du brauchst zuhause normalerweise fünfzehn Minuten für deine Haare und probierst jeden Morgen verschiedene Produkte aus. Vor dem Dienstantritt vereinfachst du deine Routine.
Du weißt jetzt, wie deine Haare nach dem Aufstehen innerhalb weniger Minuten ordentlich sitzen und unter die benötigte Kopfbedeckung passen.
Dadurch entsteht morgens weniger Zeitdruck.
12. Was bedeutet gepflegtes Auftreten außer Haaren und Bart?
Haare und Bart sind nur ein Teil. Gepflegtes Auftreten entsteht aus mehreren kleinen Dingen.
Deine Körperpflege stimmt. Deine Uniform wird entsprechend der Vorgaben getragen. Deine Schuhe und deine Ausrüstung werden so gepflegt, wie es dir gezeigt wird. Deine Haare beziehungsweise dein Bart entsprechen den Anforderungen.
Die Bundeswehr vermittelt den richtigen Umgang mit der ausgegebenen Bekleidung und Ausrüstung ausdrücklich bereits in der Grundausbildung.
Deshalb solltest du „gepflegt“ nicht mit „modisch perfekt“ verwechseln. Im militärischen Alltag bedeutet es vor allem: sauber, ordentlich, funktional und dienstgerecht.
13. Was ist mit Haarfarbe, auffälligen Frisuren und anderen Stilelementen?
Auch hier solltest du dich nicht ausschließlich auf Regeln verlassen, die du aus alten Internetforen kennst. Die Bundeswehr hat Vorgaben zum äußeren Erscheinungsbild, die über die reine Haarlänge hinausgehen.
§ 4 Soldatengesetz schafft ausdrücklich die Grundlage dafür, unter bestimmten Voraussetzungen Vorgaben zu Haartracht, Bart, Schmuck, Symbolen, Tätowierungen und weiteren sichtbaren Merkmalen zu machen.
Wenn deine Frisur, Haarfarbe oder ein anderes Merkmal deutlich außerhalb eines üblichen gepflegten Erscheinungsbilds liegt, solltest du deshalb vor deinem Dienstantritt die aktuelle Vorgabe prüfen beziehungsweise die Bundeswehr dazu konkret fragen.
Das ist sinnvoller, als aufgrund eines zehn Jahre alten Erfahrungsberichts eine weitreichende Entscheidung zu treffen.
14. Was machst du bei empfindlicher Haut nach der Rasur?
Bereite dich vorher darauf vor. Wenn deine Haut Rasur schlecht verträgt, solltest du nicht erst in der ersten Woche der Grundausbildung verschiedene Rasierer und Pflegeprodukte ausprobieren.
Nutze vorher ein System, mit dem deine Haut möglichst gut zurechtkommt. Die allgemeine Packliste nennt neben Rasierer und Rasierschaum auch Hautpflegecreme.
Wenn du relevante Hautprobleme hast, die durch Rasur oder bestimmte Ausrüstung verstärkt werden, behandle das nicht nur als kosmetische Frage. Bei medizinischen Beschwerden nutzt du die vorgesehenen medizinischen Ansprechstellen.
Du musst deine Haut nicht unnötig verletzen, um besonders soldatisch zu wirken.
15. Was solltest du bei Unsicherheit tun?
Frag konkret. Gerade bei Haaren, Bart und äußerem Erscheinungsbild sind Gerüchte schnell weitergegeben.
Ein Kamerad sagt vielleicht: „Bei uns musste jeder jeden Morgen glatt rasiert sein.“ Ein anderer erzählt: „Bart ist beim Bund überhaupt kein Problem.“
Beide Aussagen können für bestimmte Situationen zu pauschal sein. Orientiere dich zuerst an den aktuellen Bundeswehr-Vorgaben und anschließend an den konkreten dienstlichen Anforderungen deiner Einheit.
Wenn du unsicher bist, ob deine Haar- oder Barttracht passt, ist eine kurze sachliche Frage vollkommen ausreichend. Du musst daraus keine Grundsatzdiskussion machen.
16. Fazit
Haare, Bart und gepflegtes Auftreten gehören zum Soldatenalltag. Trotzdem musst du daraus vor deinem Dienstantritt kein größeres Thema machen, als es ist.
Für männliche Soldaten ist ein kurzer, gepflegter Haarschnitt mit freien Ohren und freiem Nacken eine einfache und praktische Vorbereitung. Soldatinnen können längere Haare tragen, müssen sie aber entsprechend der geltenden Vorgaben dienstgerecht binden oder stecken.
Ein Bart ist nicht grundsätzlich verboten. Wenn du Bart trägst, halte ihn gepflegt und gestutzt und achte darauf, dass er die Funktion militärischer Ausrüstung nicht beeinträchtigt.
Die pauschale Regel, jeder Mann müsse sich in der Grundausbildung täglich glatt rasieren, stimmt deshalb nicht für alle. Wer ohne Bart anreist, rasiert sich aber regelmäßig.
Bereite deine Frisur und Pflegeroutine lieber so vor, dass sie morgens zuverlässig funktioniert. Dann kannst du dich nach dem Dienstantritt auf die Dinge konzentrieren, die wirklich neu für dich sind.
Vorbereitung mit der Soldateninitiative
Die Soldateninitiative hilft dir dabei, deinen Dienstantritt realistisch vorzubereiten und zwischen tatsächlichen Bundeswehr-Vorgaben und weitergegebenen Kasernenregeln zu unterscheiden.
Beim Thema Haare und Bart bringt dir Mission Grundausbildung vor allem Sicherheit für die ersten Tage. Du kannst rechtzeitig prüfen, ob deine aktuelle Frisur praktisch ist, welche Pflegeartikel du mitnehmen solltest und wie du deine Morgenroutine so organisierst, dass Körperpflege, Uniform und Ausrüstung ohne unnötigen Zeitdruck funktionieren. Mit Mission Grundausbildung: Bist du bereit? bereitest du dich strukturiert auf deinen Dienstantritt und deine ersten Wochen bei der Bundeswehr vor, auch bei scheinbar kleinen Fragen wie Frisur, Bart und Morgenroutine.
Du musst vor deinem Start nicht wie ein erfahrener Soldat aussehen. Eine gepflegte, funktionale Haar- und Barttracht und eine einfache Morgenroutine reichen als Vorbereitung völlig aus.
1. Warum dein äußeres Erscheinungsbild bei der Bundeswehr geregelt ist
Mit deinem Dienstantritt bist du nicht mehr ausschließlich Privatperson. Du trittst als Soldat beziehungsweise Soldatin auf, trägst Uniform und verwendest militärische Ausrüstung.
Deshalb darf die Bundeswehr Vorgaben für das äußere Erscheinungsbild machen. Die gesetzliche Grundlage dafür findet sich in § 4 Soldatengesetz.
Danach können unter anderem Vorgaben zu Haaren, Bart, Kleidung, Schmuck, Tätowierungen und anderen sichtbaren Veränderungen des Erscheinungsbilds gemacht werden, soweit dies für die Funktionsfähigkeit der Streitkräfte oder das erforderliche achtungs- und vertrauenswürdige Verhalten notwendig ist.
Bei Haaren und Bart geht es deshalb nicht ausschließlich um Optik. Sicherheit und Funktion spielen ebenfalls eine Rolle.
Wenn beispielsweise eine Frisur oder ein Bart den korrekten Sitz militärischer Schutzausrüstung beeinträchtigt, wird aus einer persönlichen Stilfrage eine dienstliche Frage.
2. Musst du dir vor der Grundausbildung die Haare kurz schneiden?
Wenn du als Mann mit deutlich längeren Haaren zur Bundeswehr kommst, solltest du dich vor deinem Dienstantritt mit den geltenden Vorgaben beschäftigen.
Die Bundeswehr-Regelungen zur Haartracht männlicher Soldaten verlangen kurze Haare. Ohren und Augen dürfen nicht bedeckt sein. Bei aufrechter Kopfhaltung sollen die Haare Uniform- und Hemdkragen nicht berühren.
Eine aktuelle Ausbildungsseite der Bundeswehr formuliert es für die Vorbereitung auf die Basisausbildung besonders einfach: Nacken und Ohren frei.
Wenn deine aktuelle Frisur diese Anforderungen bereits erfüllt, brauchst du nicht allein wegen des Dienstantritts einen radikal anderen Haarschnitt. Wenn sie deutlich darüber hinausgeht, ist ein Friseurbesuch vor dem Dienstantritt sinnvoll.
Dann musst du das Thema nicht erst in deinen ersten Tagen bei der Bundeswehr klären.
Konkretes Beispiel
Deine Haare bedecken die Ohren und reichen im Nacken deutlich über den Kragen. Dann solltest du nicht darauf setzen, erst nach dem Dienstantritt herauszufinden, ob das akzeptiert wird.
Geh vorher zum Friseur und lass dir einen ordentlichen, unkomplizierten Schnitt machen, der Ohren und Nacken freihält. Damit hast du in den ersten Tagen ein Thema weniger.
3. Brauchst du einen militärischen Einheitshaarschnitt?
Nein. Die Vorgaben bedeuten nicht, dass alle Soldaten exakt dieselbe Frisur tragen müssen.
Entscheidend sind die vorgegebenen Grenzen sowie ein sauberes und gepflegtes Erscheinungsbild. Du musst deshalb nicht mit einem extrem kurzen Maschinenschnitt erscheinen, nur weil du zur Bundeswehr gehst.
Ein normaler kurzer Haarschnitt kann vollkommen ausreichen. Für deine Vorbereitung ist die Funktion wichtiger als ein bestimmter Stil.
Die Frisur sollte morgens schnell funktionieren, unter militärischer Kopfbedeckung praktikabel sein und die dienstlichen Vorgaben erfüllen.
4. Was gilt für lange Haare bei Soldatinnen?
Soldatinnen dürfen längere Haare tragen. Auch dafür gelten allerdings Vorgaben.
Die veröffentlichten Regelungen sehen vor, dass die Augen nicht bedeckt werden. Haare, die bei aufrechter Haltung die Schulter berühren würden, werden am Hinterkopf vollständig gebunden beziehungsweise gesteckt getragen.
Das kann beispielsweise mit einem geeigneten Zopf funktionieren. Wichtig ist nicht, morgens eine besonders aufwendige Frisur zu bauen. Sie muss zuverlässig halten.
Gerade in der Grundausbildung kommen Bewegung, Sport, Gefechtshelm und andere Kopfbedeckungen dazu. Teste deshalb vor deinem Dienstantritt, wie du deine Haare schnell und stabil zusammenbekommst.
Nimm ausreichend geeignete Haargummis und andere dezente Hilfsmittel mit, die du tatsächlich brauchst.
5. Was gilt für einen Bart?
Ein Bart ist bei der Bundeswehr nicht grundsätzlich verboten. Die aktuelle Bundeswehr-Unterlage zum äußeren Erscheinungsbild nennt ausdrücklich zulässige Bärte.
Wenn du einen Bart trägst, muss er gepflegt und gestutzt sein. Außerdem darf deine Barttracht die Funktion militärischer Ausrüstung nicht behindern.
Eine aktuelle Ausbildungsseite der Bundeswehr fasst die praktische Erwartung zusätzlich als gepflegten Bart mit sauberen Konturen zusammen.
Für dich bedeutet das: Ein vorhandener gepflegter Bart kann mit dem Dienst vereinbar sein. Ein ungepflegter, ungleichmäßiger oder die Ausrüstung beeinträchtigender Bart ist etwas anderes.
6. Musst du dich jeden Morgen rasieren?
Nicht automatisch glatt. Die verbreitete Aussage, jeder männliche Rekrut müsse sich ausnahmslos jeden Morgen frisch rasieren, stimmt so pauschal nicht.
Wenn du ohne Bart zum Dienstantritt kommst, gehört die regelmäßige Rasur in deine Morgenroutine. Einen Bart wachsen zu lassen, ist nach den Vorgaben grundsätzlich für den Urlaub vorgesehen, nicht für den laufenden Dienst.
Wenn du einen zulässigen Bart trägst, geht es dagegen um dessen gepflegten Zustand. Das bedeutet, dass Konturen und Bartlänge ordentlich bleiben müssen.
Die Bundeswehr-Packliste empfiehlt entsprechend Rasierer und Rasierschaum für den Dienstantritt. Rasierzeug solltest du deshalb auch dann dabeihaben, wenn du Bart trägst.
7. Kannst du dir während der Grundausbildung einfach einen Bart wachsen lassen?
Hier solltest du vorsichtig sein. Die aktuelle Bundeswehr-Unterlage zum äußeren Erscheinungsbild weist darauf hin, dass das Wachsenlassen eines Bartes während des Urlaubs erfolgen soll.
Der praktische Hintergrund ist nachvollziehbar: Während des Dienstes sollst du nicht über längere Zeit mit einem ungepflegten Übergangszustand auftreten.
Wenn du also schon vor deinem Dienstantritt weißt, dass du einen Bart tragen möchtest, ist es einfacher, mit einem bereits gepflegten und ordentlich konturierten Bart anzureisen, der den geltenden Vorgaben entspricht.
Wenn du erst während deiner Dienstzeit etwas an deiner Barttracht verändern möchtest, klärst du die aktuelle Regelung in deiner Einheit.
8. Warum kann ein Bart bei bestimmter Ausrüstung zum Problem werden?
Nicht jeder zulässige Bart funktioniert automatisch in jeder militärischen Situation. Die Bundeswehr weist ausdrücklich darauf hin, dass die Barttracht die Funktionalität militärischer Ausrüstung nicht behindern darf.
Das ist besonders wichtig bei persönlicher Schutzausrüstung. Die Grundausbildung ist inzwischen als Heimatschutzausbildung Streitkräfte aufgebaut und umfasst unter anderem ABC-Abwehr sowie weitere Ausbildungsbereiche, in denen Schutzausrüstung eine Rolle spielt.
Wenn für eine bestimmte Ausrüstung ein dichter oder sicherer Sitz erforderlich ist, hat deren Funktion Vorrang.
Das bedeutet nicht, dass jeder Bart generell verboten wäre. Es bedeutet: Dein Bart muss mit deinem konkreten Dienst und der benötigten Ausrüstung vereinbar sein.
Konkretes Beispiel
Du trägst einen gepflegten Bart, der im normalen Dienst kein Problem darstellt. Für einen Ausbildungsabschnitt musst du jedoch Schutzausrüstung verwenden, deren sichere Funktion durch deine konkrete Barttracht beeinträchtigt würde.
Dann ist nicht entscheidend, dass dein Bart normalerweise erlaubt ist. Entscheidend ist, dass die Schutzausrüstung korrekt funktioniert.
Halte dich deshalb an die konkrete Einweisung und Vorgabe deiner Einheit.
9. Warum eine einfache Frisur in der Grundausbildung praktisch ist
Die Grundausbildung heißt seit Mai 2026 offiziell Heimatschutzausbildung Streitkräfte und dauert grundsätzlich drei Monate mit rund 500 Ausbildungsstunden.
Deine Tage sind entsprechend gut gefüllt. Du wirst früh aufstehen, Sport machen, draußen ausgebildet werden und unterschiedliche militärische Ausrüstung tragen.
Dazu gehören beispielsweise Feldmütze und Gefechtshelm. Eine Frisur, die zuhause zwanzig Minuten Styling benötigt, wird dadurch nicht automatisch verboten. Sie ist möglicherweise einfach unpraktisch.
Für die ersten Monate ist deshalb eine Frisur sinnvoll, die nach dem Waschen schnell gepflegt aussieht und unter der vorgeschriebenen Ausrüstung funktioniert.
Je weniger Zeit du morgens für Styling brauchst, desto mehr Reserve hast du für die Dinge, die du tatsächlich vorbereiten musst.
10. Was solltest du zum Dienstantritt einpacken?
Die allgemeine Bundeswehr-Packliste nennt ausdrücklich Rasierer, Rasierschaum, Shampoo, Duschgel, Hautpflegecreme, Deo sowie Zahnbürste und Zahncreme.
Ergänze diese Grundausstattung um das, was du für deine konkrete Frisur oder deinen Bart regelmäßig brauchst. Bei längeren Haaren können das beispielsweise geeignete Haargummis sein.
Bei einem Bart kann ein einfacher Barttrimmer sinnvoll sein, wenn du ihn ohnehin regelmäßig verwendest.
Pack aber keine halbe Friseurausstattung ein. Deine Pflege sollte unkompliziert bleiben.
11. Wie sollte deine Morgenroutine aussehen?
Deine Morgenroutine sollte reproduzierbar sein. Das bedeutet: Du solltest nicht jeden Morgen neu überlegen müssen, was du mit deinen Haaren machst.
Wenn du dich rasierst, weißt du, wie lange du dafür brauchst. Wenn du Bart trägst, kannst du ihn schnell ordentlich kontrollieren. Wenn du längere Haare zusammenbindest, beherrschst du die Frisur auch unter Zeitdruck.
Gerade in den ersten Tagen wirst du viele neue Abläufe lernen. Ein Kulturbeutel, dessen Inhalt du kennst, und eine Frisur, die in wenigen Minuten sitzt, sind deshalb mehr wert als eine komplizierte Pflegeroutine.
Konkretes Beispiel
Du brauchst zuhause normalerweise fünfzehn Minuten für deine Haare und probierst jeden Morgen verschiedene Produkte aus. Vor dem Dienstantritt vereinfachst du deine Routine.
Du weißt jetzt, wie deine Haare nach dem Aufstehen innerhalb weniger Minuten ordentlich sitzen und unter die benötigte Kopfbedeckung passen.
Dadurch entsteht morgens weniger Zeitdruck.
12. Was bedeutet gepflegtes Auftreten außer Haaren und Bart?
Haare und Bart sind nur ein Teil. Gepflegtes Auftreten entsteht aus mehreren kleinen Dingen.
Deine Körperpflege stimmt. Deine Uniform wird entsprechend der Vorgaben getragen. Deine Schuhe und deine Ausrüstung werden so gepflegt, wie es dir gezeigt wird. Deine Haare beziehungsweise dein Bart entsprechen den Anforderungen.
Die Bundeswehr vermittelt den richtigen Umgang mit der ausgegebenen Bekleidung und Ausrüstung ausdrücklich bereits in der Grundausbildung.
Deshalb solltest du „gepflegt“ nicht mit „modisch perfekt“ verwechseln. Im militärischen Alltag bedeutet es vor allem: sauber, ordentlich, funktional und dienstgerecht.
13. Was ist mit Haarfarbe, auffälligen Frisuren und anderen Stilelementen?
Auch hier solltest du dich nicht ausschließlich auf Regeln verlassen, die du aus alten Internetforen kennst. Die Bundeswehr hat Vorgaben zum äußeren Erscheinungsbild, die über die reine Haarlänge hinausgehen.
§ 4 Soldatengesetz schafft ausdrücklich die Grundlage dafür, unter bestimmten Voraussetzungen Vorgaben zu Haartracht, Bart, Schmuck, Symbolen, Tätowierungen und weiteren sichtbaren Merkmalen zu machen.
Wenn deine Frisur, Haarfarbe oder ein anderes Merkmal deutlich außerhalb eines üblichen gepflegten Erscheinungsbilds liegt, solltest du deshalb vor deinem Dienstantritt die aktuelle Vorgabe prüfen beziehungsweise die Bundeswehr dazu konkret fragen.
Das ist sinnvoller, als aufgrund eines zehn Jahre alten Erfahrungsberichts eine weitreichende Entscheidung zu treffen.
14. Was machst du bei empfindlicher Haut nach der Rasur?
Bereite dich vorher darauf vor. Wenn deine Haut Rasur schlecht verträgt, solltest du nicht erst in der ersten Woche der Grundausbildung verschiedene Rasierer und Pflegeprodukte ausprobieren.
Nutze vorher ein System, mit dem deine Haut möglichst gut zurechtkommt. Die allgemeine Packliste nennt neben Rasierer und Rasierschaum auch Hautpflegecreme.
Wenn du relevante Hautprobleme hast, die durch Rasur oder bestimmte Ausrüstung verstärkt werden, behandle das nicht nur als kosmetische Frage. Bei medizinischen Beschwerden nutzt du die vorgesehenen medizinischen Ansprechstellen.
Du musst deine Haut nicht unnötig verletzen, um besonders soldatisch zu wirken.
15. Was solltest du bei Unsicherheit tun?
Frag konkret. Gerade bei Haaren, Bart und äußerem Erscheinungsbild sind Gerüchte schnell weitergegeben.
Ein Kamerad sagt vielleicht: „Bei uns musste jeder jeden Morgen glatt rasiert sein.“ Ein anderer erzählt: „Bart ist beim Bund überhaupt kein Problem.“
Beide Aussagen können für bestimmte Situationen zu pauschal sein. Orientiere dich zuerst an den aktuellen Bundeswehr-Vorgaben und anschließend an den konkreten dienstlichen Anforderungen deiner Einheit.
Wenn du unsicher bist, ob deine Haar- oder Barttracht passt, ist eine kurze sachliche Frage vollkommen ausreichend. Du musst daraus keine Grundsatzdiskussion machen.
16. Fazit
Haare, Bart und gepflegtes Auftreten gehören zum Soldatenalltag. Trotzdem musst du daraus vor deinem Dienstantritt kein größeres Thema machen, als es ist.
Für männliche Soldaten ist ein kurzer, gepflegter Haarschnitt mit freien Ohren und freiem Nacken eine einfache und praktische Vorbereitung. Soldatinnen können längere Haare tragen, müssen sie aber entsprechend der geltenden Vorgaben dienstgerecht binden oder stecken.
Ein Bart ist nicht grundsätzlich verboten. Wenn du Bart trägst, halte ihn gepflegt und gestutzt und achte darauf, dass er die Funktion militärischer Ausrüstung nicht beeinträchtigt.
Die pauschale Regel, jeder Mann müsse sich in der Grundausbildung täglich glatt rasieren, stimmt deshalb nicht für alle. Wer ohne Bart anreist, rasiert sich aber regelmäßig.
Bereite deine Frisur und Pflegeroutine lieber so vor, dass sie morgens zuverlässig funktioniert. Dann kannst du dich nach dem Dienstantritt auf die Dinge konzentrieren, die wirklich neu für dich sind.
Vorbereitung mit der Soldateninitiative
Die Soldateninitiative hilft dir dabei, deinen Dienstantritt realistisch vorzubereiten und zwischen tatsächlichen Bundeswehr-Vorgaben und weitergegebenen Kasernenregeln zu unterscheiden.
Beim Thema Haare und Bart bringt dir Mission Grundausbildung vor allem Sicherheit für die ersten Tage. Du kannst rechtzeitig prüfen, ob deine aktuelle Frisur praktisch ist, welche Pflegeartikel du mitnehmen solltest und wie du deine Morgenroutine so organisierst, dass Körperpflege, Uniform und Ausrüstung ohne unnötigen Zeitdruck funktionieren. Mit Mission Grundausbildung: Bist du bereit? bereitest du dich strukturiert auf deinen Dienstantritt und deine ersten Wochen bei der Bundeswehr vor, auch bei scheinbar kleinen Fragen wie Frisur, Bart und Morgenroutine.
Du musst vor deinem Start nicht wie ein erfahrener Soldat aussehen. Eine gepflegte, funktionale Haar- und Barttracht und eine einfache Morgenroutine reichen als Vorbereitung völlig aus.
Häufige Fragen
01
Muss ich vor der Grundausbildung zum Friseur?
Nicht automatisch. Wenn deine Frisur bereits den geltenden Anforderungen entspricht und praktisch ist, brauchst du nicht nur wegen des Dienstantritts einen neuen Haarschnitt. Bei männlichen Soldaten ist ein kurzer Schnitt mit freien Ohren und freiem Nacken eine einfache Vorbereitung.
02
Müssen Männer bei der Bundeswehr kurze Haare tragen?
Die Bundeswehr-Regelungen sehen für männliche Soldaten kurze Haare vor. Ohren und Augen dürfen nicht bedeckt sein und die Haare sollen bei aufrechter Kopfhaltung den Uniform- und Hemdkragen nicht berühren.
03
Dürfen Soldatinnen lange Haare haben?
Ja. Für längere Haare gelten konkrete Vorgaben. Sie müssen so gebunden oder gesteckt werden, dass sie dienstlich funktionieren und beispielsweise die militärische Ausrüstung nicht beeinträchtigen.
04
Darf ich in der Grundausbildung einen Bart tragen?
Ein Bart ist nicht grundsätzlich verboten. Er muss gepflegt und gestutzt sein und darf die Funktion militärischer Ausrüstung nicht behindern.
05
Muss ich mich als Mann jeden Morgen glatt rasieren?
Nicht, wenn du bereits mit einem gepflegten, zulässigen Bart anreist. Kommst du ohne Bart, rasierst du dich regelmäßig, denn einen Bart wachsen zu lassen, ist grundsätzlich für den Urlaub vorgesehen.
06
Kann ich mir während der Grundausbildung einen Bart wachsen lassen?
Die Bundeswehr-Unterlage zum Erscheinungsbild sieht vor, dass das Wachsenlassen eines Bartes während des Urlaubs erfolgt. Wenn du deine Barttracht während deiner Dienstzeit verändern möchtest, klärst du deshalb die aktuelle Vorgehensweise mit deiner Einheit.
07
Brauche ich trotzdem einen Rasierer, wenn ich Bart trage?
Ja, das ist sinnvoll. Ein gepflegter Bart braucht Konturen und Pflege. Rasierer und Rasierschaum stehen außerdem auf der allgemeinen Packliste der Bundeswehr.
08
Kann mein Bart wegen Schutzausrüstung eingeschränkt werden?
Ja. Die Bundeswehr weist ausdrücklich darauf hin, dass ein Bart die Funktion militärischer Ausrüstung nicht behindern darf. Sicherheit und Funktionsfähigkeit haben Vorrang.
09
Brauche ich Stylingprodukte?
Nur wenn du sie für eine einfache und dienstgerechte Frisur tatsächlich brauchst. Deine Morgenroutine sollte in der Grundausbildung möglichst unkompliziert sein.
10
Was ist der wichtigste Tipp vor dem Dienstantritt?
Prüf deine aktuelle Frisur und gegebenenfalls deinen Bart nicht erst am Abend vor der Anreise. Bring beides vorher in einen gepflegten, praktischen Zustand, der mit den bekannten Vorgaben vereinbar ist.
Quellen zum Nachlesen
Bundeswehr: Basisausbildung beim Deutsch-Französischen Versorgungsbataillon – Die aktuelle Ausbildungsseite gibt angehenden Rekrutinnen und Rekruten praktische Hinweise für den Dienstantritt und nennt für Frisur und Bart als Orientierung freie Ohren und freien Nacken sowie einen gepflegten Bart mit sauberen Konturen.
bundeswehr.de
bundeswehr.de
Bundeswehr: Packliste für die Grundausbildung – Die allgemeine Packliste nennt unter anderem Rasierer, Rasierschaum, Shampoo, Duschgel und Hautpflegecreme als sinnvolle Gegenstände für den Dienstantritt.
bundeswehr.de
bundeswehr.de
Bundeswehr: Persönliche Ausrüstung in der Heimatschutzausbildung – Die Bundeswehr erklärt hier die persönliche Bekleidung und Ausrüstung von Rekrutinnen und Rekruten. Dazu gehören unter anderem verschiedene Kopfbedeckungen und der Gefechtshelm, deren sichere und korrekte Nutzung zur Ausbildung gehört.
bundeswehr.de
bundeswehr.de
Bundeswehr: Heimatschutzausbildung Streitkräfte – Die aktuelle Übersichtsseite erklärt die seit Mai 2026 weiterentwickelte Grundausbildung mit grundsätzlich drei Monaten und rund 500 Ausbildungsstunden.
bundeswehr.de
bundeswehr.de
Gesetze im Internet: § 4 Soldatengesetz – § 4 Soldatengesetz enthält die gesetzliche Grundlage für Vorgaben zum äußeren Erscheinungsbild. Dazu können ausdrücklich auch Einschränkungen der Haar- und Barttracht gehören, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind.
gesetze-im-internet.de
gesetze-im-internet.de
Bundesverwaltungsgericht: Entscheidung zur Haartracht von Soldaten – Das Bundesverwaltungsgericht hat sich ausführlich mit den Vorgaben zur Haartracht in der Bundeswehr und deren rechtlichen Grundlagen beschäftigt. Die Entscheidung dokumentiert zugleich die maßgeblichen Vorgaben der Bundeswehr zur Haartracht.
bverwg.de
bverwg.de
Die konkreten Vorgaben zum äußeren Erscheinungsbild können sich ändern und für bestimmte Tätigkeiten, Ausrüstung, gesundheitliche Situationen oder Personengruppen zusätzliche Anforderungen enthalten. Maßgeblich sind deshalb die aktuell geltenden Vorschriften der Bundeswehr und die dienstlichen Vorgaben deiner Einheit. Bei religiösen oder weltanschaulich geprägten Merkmalen sowie medizinischen Besonderheiten können zusätzliche rechtliche beziehungsweise individuelle Gesichtspunkte relevant sein.
Hinweis
Hinweis
Passende nächste Artikel
Duschen und Körperpflege in der Grundausbildung: Was du realistisch wissen solltest
Bundeswehr-Packliste: Was du wirklich mitnehmen solltest
Einkleidung bei der Bundeswehr: Was du bekommst und wie du damit umgehst
Stube und Spind in der Grundausbildung: Was dich in den ersten Tagen erwartet
Wäsche waschen in der Grundausbildung: Was du realistisch wissen solltest
Tagesablauf in der Grundausbildung: vom Wecken bis zum Dienstschluss
Die ersten 72 Stunden in der Grundausbildung: Was wirklich passiert
[ Direkter Draht · WhatsApp ]
Deine Frage ist nicht dabei?
Schreib uns. Deine Nachricht startet direkt mit dem Beitrag, den du gerade liest, und ein Soldat aus dem Team antwortet dir persönlich.
[ Direkter Draht · WhatsApp ]
Deine Frage ist nicht dabei?
Schreib uns. Deine Nachricht startet direkt mit dem Beitrag, den du gerade liest, und ein Soldat aus dem Team antwortet dir persönlich.
[ Direkter Draht · WhatsApp ]
Deine Frage ist nicht dabei?
Schreib uns. Deine Nachricht startet direkt mit dem Beitrag, den du gerade liest, und ein Soldat aus dem Team antwortet dir persönlich.
[ Hinter diesem Beitrag ]
Das Team hinter den Beiträgen. Text, Recherche, Prüfung und Begleitung teilen wir uns auf.
Team kennenlernen

[ Damals · IT-Feldwebel ]

Daniel
Soldaten-Pate
7 Jahre IT-Feldwebel, FW-Laufbahn
„Ich weiß noch genau, wie sich der erste Tag anfühlt. Deshalb nehme ich jede Frage ernst, auch die, die klein wirkt.“

[ Damals · Feldjäger ]

Afsal
Soldaten-Pate
4 Jahre Feldjäger, ROA i.W.
„Ich sage, wie es ist. Und was man daraus macht.“

[ Damals · Panzergrenadier ]

Levin
Gespräche & Organisation
8 Jahre Panzergrenadier, ROA a. d. W.
„Ich hätte mir das damals selbst gewünscht. Deshalb gibt es uns.“
[ Hinter diesem Beitrag ]
Das Team hinter den Beiträgen. Text, Recherche, Prüfung und Begleitung teilen wir uns auf.
Team kennenlernen
[ Damals · IT-Feldwebel ]

Daniel
Soldaten-Pate
7 Jahre IT-Feldwebel, FW-Laufbahn
„Ich weiß noch genau, wie sich der erste Tag anfühlt. Deshalb nehme ich jede Frage ernst, auch die, die klein wirkt.“
[ Damals · Feldjäger ]

Afsal
Soldaten-Pate
4 Jahre Feldjäger, ROA i.W.
„Ich sage, wie es ist. Und was man daraus macht.“
[ Damals · Panzergrenadier ]

Levin
Gespräche & Organisation
8 Jahre Panzergrenadier, ROA a. d. W.
„Ich hätte mir das damals selbst gewünscht. Deshalb gibt es uns.“
[ Hinter diesem Beitrag ]
Das Team hinter den Beiträgen. Text, Recherche, Prüfung und Begleitung teilen wir uns auf.
Team kennenlernen

[ Damals · IT-Feldwebel ]

Daniel
Soldaten-Pate
7 Jahre IT-Feldwebel, FW-Laufbahn
„Ich weiß noch genau, wie sich der erste Tag anfühlt. Deshalb nehme ich jede Frage ernst, auch die, die klein wirkt.“

[ Damals · Feldjäger ]

Afsal
Soldaten-Pate
4 Jahre Feldjäger, ROA i.W.
„Ich sage, wie es ist. Und was man daraus macht.“

[ Damals · Panzergrenadier ]

Levin
Gespräche & Organisation
8 Jahre Panzergrenadier, ROA a. d. W.
„Ich hätte mir das damals selbst gewünscht. Deshalb gibt es uns.“
[ Alle Beiträge durchsuchen ]
[ Deine nächste Lage ]
[ Alle Beiträge durchsuchen ]
[ Deine nächste Lage ]
[ Alle Beiträge durchsuchen ]
[ Deine nächste Lage ]
// Letzter Schritt
Mission Grundausbildung: Bist du bereit?
[ Unter 3 Minuten · Auswertung per WhatsApp · kostenlos ]
// Letzter Schritt
Mission Grundausbildung: Bist du bereit?
[ Unter 3 Minuten · Auswertung per WhatsApp · kostenlos ]
// Letzter Schritt
Mission Grundausbildung: Bist du bereit?
[ Unter 3 Minuten · Auswertung per WhatsApp · kostenlos ]
Noch Fragen zum Ablauf?
Noch Fragen zum Ablauf?
Alles rund um die BUndeswehr.
Service
Rechtliches
Alles rund um die BUndeswehr.
Feldpost
Service
Rechtliches
//
Neu · Ab 15.09.2026
Die App ist da.
Countdown, Kohorte, Lexikon, Quiz und Checklisten. Kostenlos und werbefrei, für iOS und Android. Von Soldaten, die selbst dort waren.
Später


