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Basisausbildung
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Wie läuft die Grundausbildung Woche für Woche ab?
Grundausbildung & Kasernenalltag
Gez.



Daniel, Levin & Afsal
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Daniel, Levin & Afsal


Letzte Aktualisierung: Oktober 2026
Einordnung
Dieser Artikel gehört zum Thema Grundausbildung & Kasernenalltag der Soldateninitiative.
Er richtet sich an angehende Soldatinnen und Soldaten, die vor ihrem Dienstantritt wissen möchten, wie sich die ersten zwölf Ausbildungswochen typischerweise entwickeln. Du erfährst, welche Ausbildungsinhalte ungefähr wann eine Rolle spielen und warum der konkrete Wochenplan deiner Einheit trotzdem abweichen kann.
Zwölf Wochen Grundausbildung klingen zunächst überschaubar. Wenn dein Dienstantritt näher rückt, möchtest du aber wahrscheinlich genauer wissen, was innerhalb dieser drei Monate tatsächlich passiert. Wann bekommst du deine Uniform, wann beginnt die Waffenausbildung, wann geht es zum ersten Mal ins Gelände, wann kommt das Biwak und wann findet das Feierliche Gelöbnis statt?
Darauf gibt es eine wichtige Antwort: Die Grundausbildung hat klare Ausbildungsinhalte, aber keinen bundesweit identischen Wochenplan.
Seit Mai 2026 heißt die weiterentwickelte Grundausbildung offiziell Heimatschutzausbildung Streitkräfte. Sie dauert grundsätzlich drei Monate und umfasst rund 500 Ausbildungsstunden. Zu den Lernfeldern gehören unter anderem Gefechtsdienst, Schießausbildung, Sanitätsausbildung, Sport, militärische Sicherheit und Wachdienst, ABC-Abwehr und Cyber-Awareness.
Die Bundeswehr veröffentlicht schematische Wochenpläne, weist dabei aber selbst darauf hin, dass sich Ausbildungsabschnitte je nach Durchgang verschieben können. Deshalb zeigt dir dieser Artikel einen realistischen Verlauf über zwölf Wochen, ohne dir vorzutäuschen, dass an jedem Standort in Woche 7 dasselbe passiert.
Wenn du zuerst verstehen willst, wie die Grundausbildung insgesamt aufgebaut ist und was dich dort erwartet, lies diesen Artikel:
Die Bundeswehr-Grundausbildung: Alles, was du vor dem Dienstantritt wissen solltest
Wenn du wissen willst, wie ein einzelner Ausbildungstag vom Wecken bis zum Dienstschluss aussehen kann, passt dieser Artikel:
Tagesablauf in der Grundausbildung: vom Wecken bis zum Dienstschluss
Letzte Aktualisierung: Oktober 2026
Einordnung
Dieser Artikel gehört zum Thema Grundausbildung & Kasernenalltag der Soldateninitiative.
Er richtet sich an angehende Soldatinnen und Soldaten, die vor ihrem Dienstantritt wissen möchten, wie sich die ersten zwölf Ausbildungswochen typischerweise entwickeln. Du erfährst, welche Ausbildungsinhalte ungefähr wann eine Rolle spielen und warum der konkrete Wochenplan deiner Einheit trotzdem abweichen kann.
Zwölf Wochen Grundausbildung klingen zunächst überschaubar. Wenn dein Dienstantritt näher rückt, möchtest du aber wahrscheinlich genauer wissen, was innerhalb dieser drei Monate tatsächlich passiert. Wann bekommst du deine Uniform, wann beginnt die Waffenausbildung, wann geht es zum ersten Mal ins Gelände, wann kommt das Biwak und wann findet das Feierliche Gelöbnis statt?
Darauf gibt es eine wichtige Antwort: Die Grundausbildung hat klare Ausbildungsinhalte, aber keinen bundesweit identischen Wochenplan.
Seit Mai 2026 heißt die weiterentwickelte Grundausbildung offiziell Heimatschutzausbildung Streitkräfte. Sie dauert grundsätzlich drei Monate und umfasst rund 500 Ausbildungsstunden. Zu den Lernfeldern gehören unter anderem Gefechtsdienst, Schießausbildung, Sanitätsausbildung, Sport, militärische Sicherheit und Wachdienst, ABC-Abwehr und Cyber-Awareness.
Die Bundeswehr veröffentlicht schematische Wochenpläne, weist dabei aber selbst darauf hin, dass sich Ausbildungsabschnitte je nach Durchgang verschieben können. Deshalb zeigt dir dieser Artikel einen realistischen Verlauf über zwölf Wochen, ohne dir vorzutäuschen, dass an jedem Standort in Woche 7 dasselbe passiert.
Wenn du zuerst verstehen willst, wie die Grundausbildung insgesamt aufgebaut ist und was dich dort erwartet, lies diesen Artikel:
Die Bundeswehr-Grundausbildung: Alles, was du vor dem Dienstantritt wissen solltest
Wenn du wissen willst, wie ein einzelner Ausbildungstag vom Wecken bis zum Dienstschluss aussehen kann, passt dieser Artikel:
Tagesablauf in der Grundausbildung: vom Wecken bis zum Dienstschluss
[ Kurz gesagt ]
Die ersten zwölf Wochen entwickeln sich typischerweise vom Ankommen und Erlernen militärischer Grundlagen hin zur praktischen Anwendung. Am Anfang stehen Dienstantritt, Einschleusung, Einkleidung, erste Unterrichte und das Kennenlernen des militärischen Alltags.
Danach kommen schrittweise Sanitätsausbildung, Formaldienst, Waffen- und Geräteausbildung, Sport, ABC-Abwehr, Gefechtsdienst, Wachausbildung und Schießausbildung hinzu. Später verbringst du mehr Ausbildungszeit im Gelände. Biwak und Leben im Felde verbinden mehrere Fähigkeiten miteinander.
Gegen Ende werden die erlernten Inhalte wiederholt und praktisch zusammengeführt. Bei vielen Ausbildungseinheiten gehört dazu eine Rekrutenbesichtigung.
Das Feierliche Gelöbnis beziehungsweise bei Soldaten auf Zeit der Diensteid findet innerhalb der Ausbildung statt. Der konkrete Termin unterscheidet sich nach Einheit.
Denk deshalb nicht in einem starren Kalender. Denk in Ausbildungsphasen: ankommen, Grundlagen lernen, Fähigkeiten anwenden, Inhalte verbinden und den ersten Ausbildungsabschnitt abschließen.
[ Kurz gesagt ]
Die ersten zwölf Wochen entwickeln sich typischerweise vom Ankommen und Erlernen militärischer Grundlagen hin zur praktischen Anwendung. Am Anfang stehen Dienstantritt, Einschleusung, Einkleidung, erste Unterrichte und das Kennenlernen des militärischen Alltags.
Danach kommen schrittweise Sanitätsausbildung, Formaldienst, Waffen- und Geräteausbildung, Sport, ABC-Abwehr, Gefechtsdienst, Wachausbildung und Schießausbildung hinzu. Später verbringst du mehr Ausbildungszeit im Gelände. Biwak und Leben im Felde verbinden mehrere Fähigkeiten miteinander.
Gegen Ende werden die erlernten Inhalte wiederholt und praktisch zusammengeführt. Bei vielen Ausbildungseinheiten gehört dazu eine Rekrutenbesichtigung.
Das Feierliche Gelöbnis beziehungsweise bei Soldaten auf Zeit der Diensteid findet innerhalb der Ausbildung statt. Der konkrete Termin unterscheidet sich nach Einheit.
Denk deshalb nicht in einem starren Kalender. Denk in Ausbildungsphasen: ankommen, Grundlagen lernen, Fähigkeiten anwenden, Inhalte verbinden und den ersten Ausbildungsabschnitt abschließen.
[ Inhalt ]
01
Warum kein Wochenplan für jede Einheit passt
02
Woche 1: Dienstantritt und Ankommen
03
Woche 2: Der militärische Alltag bekommt Struktur
04
Woche 3: Sanitätsausbildung und weitere Grundlagen
05
Woche 4: Waffen- und Geräteausbildung wird wichtiger
06
Woche 5: Mehr Praxis und Gefechtsdienst
07
Woche 6: Schießausbildung und Wachausbildung können folgen
08
Woche 7: Das Gelände wird wichtiger
09
Woche 8: Biwak und Leben im Felde können jetzt eine größere Rolle spielen
10
Woche 9: Aus Fähigkeiten werden Routinen
11
Woche 10: Gelöbnis oder Diensteid
12
Woche 11: Rekrutenbesichtigung und Zusammenführen des Gelernten
13
Woche 12: Nachbereitung und Übergang
14
Was bedeutet die sechsmonatige Basisausbildung im Heer?
15
Sport läuft nicht nur in einer bestimmten Woche
16
Was du über Wochenenden wissen solltest
17
Fazit
Häufige Fragen
Quellen zum Nachlesen
1. Warum kein Wochenplan für jede Einheit passt
Ein aktueller schematischer Bundeswehrplan verteilt Gefechtsdienst, Innere Führung, Sanitätsausbildung, Fernmeldewesen, ABC-Abwehr, Waffen- und Schießausbildung, Wachausbildung, Gelöbnis und Rekrutenbesichtigung über zwölf Wochen. Andere Bundeswehrstandorte veröffentlichen ihre Planung dagegen monatsweise.
In Burg liegt beispielsweise der Schwerpunkt des ersten Monats auf Einschleusung, Innerer Führung, Formaldienst, Sanitätsausbildung und Fernmeldewesen. Im zweiten Monat folgen unter anderem ABC-Abwehr, Waffen- und Schießausbildung, Wachausbildung und Gelöbnis. Im dritten Monat stehen Gefechtsdienst, Leben im Felde und Rekrutenbesichtigung im Mittelpunkt.
Beide Darstellungen können richtig sein, denn sie zeigen unterschiedliche Ausbildungsdurchgänge. Hinzu kommen Unterschiede zwischen Heer, Luftwaffe, Marine, Cyber- und Informationsraum und Unterstützungsbereich sowie zwischen einzelnen Standorten und Ausbildungseinheiten.
Nutze den folgenden Ablauf deshalb als Orientierung. Dein tatsächlicher Dienstplan hat immer Vorrang.
2. Woche 1: Dienstantritt und Ankommen
Die erste Woche ist organisatorisch geprägt. Du kommst an deinem Ausbildungsstandort an, durchläufst die Einschleusung und lernst deine neue militärische Umgebung kennen.
Aktuelle Bundeswehrinformationen nennen für die erste Woche insbesondere Administration, erste Unterrichtseinheiten, das Kennenlernen des Ausbildungspersonals, medizinische beziehungsweise zahnärztliche Untersuchungen und die Einkleidung. Die Einkleidung erfolgt in der Regel in der ersten Woche, muss aber nicht bereits am Tag deines Dienstantritts stattfinden. Bis dahin trägst du zivile Kleidung.
Gleichzeitig beginnt bereits die eigentliche Ausbildung. Du bekommst erste Informationen über militärische Abläufe, Rechte und Pflichten, Sicherheit und das Zusammenleben in der Einheit.
Die erste Woche kann sich deshalb überraschend anstrengend anfühlen, obwohl noch nicht alle körperlich anspruchsvollen Ausbildungsabschnitte begonnen haben. Du verarbeitest schlicht sehr viele neue Informationen.
Konkretes Beispiel
Du hast am Montag deinen Dienstantritt. Am ersten Tag durchläufst du die Einschleusung und beziehst deine Stube. In den folgenden Tagen stehen erste Unterrichte, Untersuchungen und die Einkleidung an.
Ein Freund an einem anderen Standort wurde dagegen bereits am zweiten Tag eingekleidet und hatte früher ersten Formaldienst. Das bedeutet nicht, dass bei einem von euch etwas falsch läuft. Eure Einheiten organisieren dieselben Grundlagen unterschiedlich.
3. Woche 2: Der militärische Alltag bekommt Struktur
Nach den ersten Tagen kennst du langsam die wichtigsten Orte und Personen. Du weißt, wo deine Stube liegt, kennst den Weg zur Truppenküche, weißt, wo du antreten musst, und beginnst zu verstehen, wie du dich auf einen Ausbildungstag vorbereitest.
Jetzt gewinnen militärische Grundformen an Bedeutung. Dazu gehören beispielsweise Formaldienst, Antreten, militärischer Gruß und weitere grundlegende Abläufe. Auch Innere Führung, Rechte und Pflichten und das Verhalten innerhalb der militärischen Gemeinschaft gehören zu den wichtigen Grundlagen.
Sport begleitet die Ausbildung ebenfalls früh. Du musst in dieser Phase noch nicht alles automatisch beherrschen, solltest aber anfangen, aus Korrekturen Routinen zu machen.
4. Woche 3: Sanitätsausbildung und weitere Grundlagen
Ein wichtiger Bestandteil der Heimatschutzausbildung ist die Sanitätsausbildung. Dabei lernst du Fähigkeiten, die dir ermöglichen sollen, in medizinischen Notfallsituationen sinnvoll zu handeln.
Die genaue zeitliche Einordnung unterscheidet sich nach Einheit. In einem schematischen Bundeswehrplan liegt ein größerer Sanitätsblock beispielsweise in der dritten Woche. Andere Einheiten verteilen die Inhalte anders.
Parallel können Sport, Formaldienst, Unterrichte und weitere militärische Grundlagen weiterlaufen. Du wirst jetzt merken, dass die Grundausbildung nicht aus voneinander getrennten Schulfächern besteht. Bereits gelernte Abläufe begleiten dich weiter, während ständig neue Inhalte hinzukommen.
5. Woche 4: Waffen- und Geräteausbildung wird wichtiger
Bevor du mit einer militärischen Waffe schießt, lernst du ihren sicheren Umgang. Die Bundeswehr baut die Waffen- und Schießausbildung schrittweise auf.
Dazu gehören zunächst theoretische Grundlagen, Funktion, Sicherheitsbestimmungen und praktische Ausbildung ohne scharfe Munition. Auch Simulatoren können eingesetzt werden, bevor es auf die Schießbahn geht.
Die Schießausbildung beginnt also nicht damit, dass dir jemand eine Waffe gibt und du sofort schießt. Du lernst zuerst, sicher damit umzugehen.
In dieser Phase können gleichzeitig erste umfangreichere Gefechtsdienste stattfinden. Die genaue Kombination richtet sich nach dem Ausbildungsplan deiner Einheit.
6. Woche 5: Mehr Praxis und Gefechtsdienst
Mit fortschreitender Ausbildung werden einzelne Grundlagen stärker miteinander verbunden. Gefechtsdienst nimmt dabei eine wichtige Rolle ein. Du lernst, dich im Gelände zu verhalten, Ausrüstung zweckmäßig einzusetzen und als Teil einer Gruppe zu funktionieren.
Je nach Einheit können in dieser Phase auch Waffen- und Geräteausbildung, ABC-Abwehr oder weitere Ausbildungsgebiete liegen. Die Tage fühlen sich zunehmend anders an als in der ersten Woche. Du verbringst mehr Zeit praktisch in Ausbildung und deine Ausrüstung begleitet dich stärker.
Auch die Ordnung, die du am Anfang auf Stube und im Spind gelernt hast, bekommt einen praktischen Sinn. Wenn du weißt, wo dein Material liegt und wie du es vorbereitest, sparst du Zeit.
7. Woche 6: Schießausbildung und Wachausbildung können folgen
Nach den vorbereitenden Ausbildungsabschnitten wird die Schießausbildung praktischer. Die Bundeswehr beschreibt einen Aufbau von theoretischer und praktischer Waffenausbildung über Simulatoren bis zur Schießbahn. Wann genau dein erstes Schießen stattfindet, hängt von deinem Ausbildungsgang ab.
Auch Wachausbildung gehört zu den möglichen Ausbildungsinhalten dieser Phase. Ein schematischer Bundeswehrplan ordnet Wach- und Schießausbildung beispielsweise der sechsten beziehungsweise den folgenden Wochen zu. Andere Standorte verteilen diese Inhalte anders.
Entscheidend bleibt: Bei Waffen und Schießen arbeitest du genau nach der Einweisung deiner Ausbilder. Eigene Vorerfahrung ersetzt diese Ausbildung nicht.
8. Woche 7: Das Gelände wird wichtiger
In der zweiten Hälfte der Ausbildung kennst du viele Grundlagen bereits. Jetzt geht es stärker darum, sie außerhalb des Unterrichtsraums und unter anspruchsvolleren Bedingungen anzuwenden.
Gefechtsdienst kann umfangreicher werden. Du bewegst dich im Gelände, arbeitest mit deiner Ausrüstung und übst weitere soldatische Fähigkeiten. Orientierung, Tarnung und zusätzliche Ausbildungsinhalte können hinzukommen. Auch Märsche und körperliche Belastungen spielen im Verlauf der Ausbildung eine Rolle.
Das bedeutet nicht, dass exakt in Woche 7 dein erster Geländetag stattfindet. Einige Einheiten beginnen damit früher, andere bündeln bestimmte Inhalte später.
Die typische Entwicklung bleibt aber gleich: Je weiter die Ausbildung fortschreitet, desto stärker werden einzelne Grundlagen praktisch miteinander verbunden.
9. Woche 8: Biwak und Leben im Felde können jetzt eine größere Rolle spielen
Ein Biwak ist kein Campingausflug, sondern militärische Ausbildung im Gelände. Du lernst, mit deiner Gruppe unter einfacheren Bedingungen zu leben und zu arbeiten.
Dazu können das Einrichten eines Platzes der Gruppe, Zeltaufbau, Orientierung, Tarnung, Gefechtsdienst und weitere Aufgaben gehören. Übernachtungen im Gelände sind Bestandteil dieser Ausbildung.
Wann dein erstes oder umfangreichstes Biwak stattfindet, ist nicht bundesweit festgelegt. Ein schematischer Bundeswehrplan nennt beispielsweise ein Übungslager in Woche 8. Ein anderer Plan setzt ein erstes Biwak bereits in Woche 7 und ein weiteres Biwak mit Rekrutenbesichtigung in Woche 11 an.
Genau deshalb solltest du dich nicht an einer einzelnen Wochenzahl festhalten.
Konkretes Beispiel
Du liest vor deinem Dienstantritt, dass das Biwak angeblich immer in Woche 7 stattfindet. Deine Einheit plant das Leben im Felde aber erst für den dritten Ausbildungsmonat.
Dann wurde dein Biwak nicht verschoben, weil etwas schiefgegangen ist. Deine Einheit hat schlicht einen anderen Ausbildungsplan. Für dich zählt der Plan deiner Einheit.
10. Woche 9: Aus Fähigkeiten werden Routinen
Inzwischen bist du kein Rekrut mehr, der morgens erst überlegen muss, wo fast jeder Gegenstand liegt. Viele Dinge laufen schneller. Du kennst deine Ausrüstung besser, verstehst Kommandos, kannst dich gezielter auf den nächsten Ausbildungstag vorbereiten und kennst deine Kameraden und Ausbilder.
Gleichzeitig bedeutet Routine nicht, dass die Ausbildung jetzt automatisch leichter wird. Gerade in der späteren Phase können mehrere Fähigkeiten kombiniert und unter Belastung abgefordert werden.
Wenn Ausbildungsinhalte fehlen oder noch nicht sicher sitzen, können außerdem Wiederholungen und Nachschulungen notwendig sein. Das ist Teil von Ausbildung. Nutze solche Wiederholungen, statt sie als Rückschritt zu betrachten.
11. Woche 10: Gelöbnis oder Diensteid
Das Feierliche Gelöbnis ist für viele einer der bekanntesten Termine der Grundausbildung. FWDL legen ein Feierliches Gelöbnis ab. Soldaten auf Zeit und Berufssoldaten leisten einen Diensteid.
Der Zeitpunkt innerhalb der Ausbildung ist nicht überall gleich. Ein aktueller schematischer Bundeswehrplan nennt das Gelöbnis beispielsweise in Woche 10. Eine Standortdarstellung aus Burg ordnet es dagegen bereits dem zweiten Ausbildungsmonat zu.
Deshalb solltest du Angehörigen erst dann einen konkreten Termin nennen, wenn deine Einheit ihn bekanntgegeben hat. Das Gelöbnis beziehungsweise der Diensteid ist ein bedeutender militärischer Moment, aber nicht automatisch das Ende deiner Grundausbildung. Danach geht die Ausbildung weiter.
12. Woche 11: Rekrutenbesichtigung und Zusammenführen des Gelernten
Gegen Ende der Grundausbildung werden viele zuvor getrennt erlernte Fähigkeiten zusammengeführt. Die Rekrutenbesichtigung ist dafür ein typischer Ausbildungsabschnitt.
Ein aktuelles Bundeswehrschema ordnet Biwak und Rekrutenbesichtigung der elften Woche zu. Die Bundeswehr beschreibt außerdem konkrete Abschlussübungen, bei denen Rekrutinnen und Rekruten mehrere Tage im Gelände verbringen und dort Fähigkeiten aus den vorherigen Wochen praktisch anwenden.
Du solltest die Rekrutenbesichtigung deshalb nicht als völlig neue Prüfung betrachten, deren Inhalt plötzlich aus dem Nichts kommt. Sie baut auf deiner vorherigen Ausbildung auf.
Das bedeutet trotzdem, dass sie fordernd sein kann. Du bist im Gelände, arbeitest mit deiner Ausrüstung und musst auch unter Müdigkeit konzentriert bleiben.
Konkretes Beispiel
In den Wochen zuvor hast du Sanitätsausbildung, Orientierung, Gefechtsdienst und den Umgang mit deiner Ausrüstung einzeln geübt. Während einer Abschlussübung begegnen dir mehrere dieser Themen innerhalb eines zusammenhängenden Szenarios.
Jetzt zeigt sich, ob du nicht nur einzelne Unterrichtsinhalte kennst, sondern sie in einer praktischen Situation anwenden kannst.
13. Woche 12: Nachbereitung und Übergang
Nach einer umfangreichen Abschlussübung ist nicht sofort alles vorbei. Material muss nachbereitet werden, Ausrüstung wird gereinigt und kontrolliert, fehlende Ausbildungsinhalte können geschlossen werden und organisatorische Fragen für den nächsten Ausbildungsabschnitt müssen geklärt werden.
Ein aktueller schematischer Bundeswehrplan nennt für die zwölfte Woche technischen Dienst sowie Ausschleusung und den Übergang zu den Stammtruppenteilen. Wie dein eigener Übergang aussieht, hängt von Status, Laufbahn und Verwendung ab.
FWDL und Mannschaften wechseln häufig in ihre weitere Einheit und werden dort weiter für ihre Tätigkeit ausgebildet. Unteroffizier-, Feldwebel- und Offizieranwärter können weitere Laufbahnlehrgänge und Ausbildungsabschnitte vor sich haben.
Die ersten zwölf Wochen sind deshalb ein Abschluss. Aber sie sind nicht das Ende deiner militärischen Ausbildung.
14. Was bedeutet die sechsmonatige Basisausbildung im Heer?
Beim Heer musst du die ersten drei Monate in einen größeren Zusammenhang einordnen. Die Bundeswehr hat dort bereits 2025 eine sechsmonatige Basisausbildung eingeführt, die frühere Grund- und Spezialausbildungsanteile stärker miteinander verbindet.
Aktuelle Bundeswehrseiten aus dem Jahr 2026 beschreiben diese sechsmonatige Basisausbildung weiterhin. Das bedeutet nicht, dass die ersten drei Monate verschwunden sind.
Die seit Mai 2026 geltende Heimatschutzausbildung umfasst grundsätzlich weiterhin drei Monate und rund 500 Ausbildungsstunden. Im Heer ist sie in die längere Basisausbildung eingebettet. In den weiteren Monaten können die Fähigkeiten stärker auf Truppengattung und Verwendung ausgerichtet werden.
Für dich bedeutet das: Wenn du zum Heer gehst, frag nicht nur nach dem Ende der ersten drei Monate. Lass dir deinen gesamten sechsmonatigen Basisausbildungsweg erklären.
15. Sport läuft nicht nur in einer bestimmten Woche
Sport ist kein Ausbildungsblock, der nach einer Woche abgeschlossen ist. Er begleitet dich durch die Ausbildung.
Die Bundeswehr beschreibt Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Koordination als fortlaufende Bestandteile der körperlichen Ausbildung. Hinzu kommt die körperliche Belastung aus anderen Ausbildungsgebieten.
Du bewegst dich mit Ausrüstung, bist im Gelände, marschierst und verbringst längere Tage auf den Beinen. Deshalb solltest du vor deinem Dienstantritt nicht nur für einen einzelnen Test trainieren. Eine solide Grundlagenausdauer und Ganzkörperkraft helfen dir über die gesamten ersten Monate.
16. Was du über Wochenenden wissen solltest
Plane nicht automatisch damit, jedes Wochenende nach Hause zu fahren. Viele Wochenenden können dienstfrei sein, das ist aber keine Garantie für jeden Ausbildungsabschnitt.
Aktuelle Standortinformationen zeigen ausdrücklich, dass in bestimmten Phasen auch durchgehend Dienst stattfinden kann. Andere Einheiten weisen darauf hin, dass Wochenenden grundsätzlich frei sein können, wenn keine Ausbildung oder andere dienstliche Gründe entgegenstehen.
Biwak, Übungen, Wachausbildung oder organisatorische Anforderungen können deinen normalen Rhythmus verändern. Deshalb gilt: Dein Dienstplan entscheidet, nicht der Kalender.
Bevor du Zugtickets buchst oder zu Hause fest zusagst, wartest du auf die Informationen deiner Einheit.
17. Fazit
Die Grundausbildung entwickelt sich über die Wochen vom Ankommen zum Anwenden. Am Anfang lernst du deine Einheit, deine Ausrüstung und die wichtigsten militärischen Abläufe kennen. Danach kommen schrittweise Sanitätsausbildung, Formaldienst, Sport, Waffen- und Schießausbildung, Gefechtsdienst, Wachausbildung, ABC-Abwehr und weitere Ausbildungsfelder hinzu.
Später werden diese Fähigkeiten im Gelände stärker miteinander verbunden. Gegen Ende folgen häufig Biwak, Rekrutenbesichtigung, Nachbereitung und der Übergang in deinen nächsten Ausbildungsabschnitt.
Der entscheidende Punkt ist aber: Es gibt keinen bundesweit verbindlichen Kalender, nach dem jeder Rekrut in Woche 4 dasselbe und in Woche 8 automatisch sein Biwak macht. Nutz Wochenpläne deshalb als Orientierung. Für deinen Alltag zählt der Ausbildungsplan deiner Einheit.
Für dich persönlich reicht in den ersten Wochen eine einfache Haltung: Lern das, was gerade ausgebildet wird. Bereite dich auf den nächsten Tag vor. Frag nach, wenn dir etwas Entscheidendes unklar ist. Und vertrau darauf, dass die Ausbildung Schritt für Schritt aufeinander aufbaut.
Vorbereitung mit der Soldateninitiative
Die Soldateninitiative hilft dir dabei, nicht nur einzelne Ausbildungswochen zu kennen, sondern deinen gesamten Start strukturiert vorzubereiten.
Beim Wochenablauf bringt dir Mission Grundausbildung vor allem Klarheit darüber, was du vor deinem Dienstantritt bereits vorbereiten kannst und was du erst in der Ausbildung lernen wirst. Dazu gehören Packliste, Anreise, Stube und Spind, körperliche Vorbereitung, Schlaf, Tagesablauf, Biwak und der Umgang mit den typischen Unsicherheiten der ersten Wochen.
Mit Mission Grundausbildung: Bist du bereit? bereitest du dich strukturiert auf deinen Dienstantritt und deine ersten Wochen bei der Bundeswehr vor.
Du musst den Ablauf der zwölf Wochen nicht auswendig kennen. Wenn du verstehst, dass die Ausbildung vom Einfachen zum Anspruchsvolleren aufgebaut wird und deine Einheit die konkrete Reihenfolge festlegt, kannst du deutlich entspannter in deinen Dienstantritt gehen.
1. Warum kein Wochenplan für jede Einheit passt
Ein aktueller schematischer Bundeswehrplan verteilt Gefechtsdienst, Innere Führung, Sanitätsausbildung, Fernmeldewesen, ABC-Abwehr, Waffen- und Schießausbildung, Wachausbildung, Gelöbnis und Rekrutenbesichtigung über zwölf Wochen. Andere Bundeswehrstandorte veröffentlichen ihre Planung dagegen monatsweise.
In Burg liegt beispielsweise der Schwerpunkt des ersten Monats auf Einschleusung, Innerer Führung, Formaldienst, Sanitätsausbildung und Fernmeldewesen. Im zweiten Monat folgen unter anderem ABC-Abwehr, Waffen- und Schießausbildung, Wachausbildung und Gelöbnis. Im dritten Monat stehen Gefechtsdienst, Leben im Felde und Rekrutenbesichtigung im Mittelpunkt.
Beide Darstellungen können richtig sein, denn sie zeigen unterschiedliche Ausbildungsdurchgänge. Hinzu kommen Unterschiede zwischen Heer, Luftwaffe, Marine, Cyber- und Informationsraum und Unterstützungsbereich sowie zwischen einzelnen Standorten und Ausbildungseinheiten.
Nutze den folgenden Ablauf deshalb als Orientierung. Dein tatsächlicher Dienstplan hat immer Vorrang.
2. Woche 1: Dienstantritt und Ankommen
Die erste Woche ist organisatorisch geprägt. Du kommst an deinem Ausbildungsstandort an, durchläufst die Einschleusung und lernst deine neue militärische Umgebung kennen.
Aktuelle Bundeswehrinformationen nennen für die erste Woche insbesondere Administration, erste Unterrichtseinheiten, das Kennenlernen des Ausbildungspersonals, medizinische beziehungsweise zahnärztliche Untersuchungen und die Einkleidung. Die Einkleidung erfolgt in der Regel in der ersten Woche, muss aber nicht bereits am Tag deines Dienstantritts stattfinden. Bis dahin trägst du zivile Kleidung.
Gleichzeitig beginnt bereits die eigentliche Ausbildung. Du bekommst erste Informationen über militärische Abläufe, Rechte und Pflichten, Sicherheit und das Zusammenleben in der Einheit.
Die erste Woche kann sich deshalb überraschend anstrengend anfühlen, obwohl noch nicht alle körperlich anspruchsvollen Ausbildungsabschnitte begonnen haben. Du verarbeitest schlicht sehr viele neue Informationen.
Konkretes Beispiel
Du hast am Montag deinen Dienstantritt. Am ersten Tag durchläufst du die Einschleusung und beziehst deine Stube. In den folgenden Tagen stehen erste Unterrichte, Untersuchungen und die Einkleidung an.
Ein Freund an einem anderen Standort wurde dagegen bereits am zweiten Tag eingekleidet und hatte früher ersten Formaldienst. Das bedeutet nicht, dass bei einem von euch etwas falsch läuft. Eure Einheiten organisieren dieselben Grundlagen unterschiedlich.
3. Woche 2: Der militärische Alltag bekommt Struktur
Nach den ersten Tagen kennst du langsam die wichtigsten Orte und Personen. Du weißt, wo deine Stube liegt, kennst den Weg zur Truppenküche, weißt, wo du antreten musst, und beginnst zu verstehen, wie du dich auf einen Ausbildungstag vorbereitest.
Jetzt gewinnen militärische Grundformen an Bedeutung. Dazu gehören beispielsweise Formaldienst, Antreten, militärischer Gruß und weitere grundlegende Abläufe. Auch Innere Führung, Rechte und Pflichten und das Verhalten innerhalb der militärischen Gemeinschaft gehören zu den wichtigen Grundlagen.
Sport begleitet die Ausbildung ebenfalls früh. Du musst in dieser Phase noch nicht alles automatisch beherrschen, solltest aber anfangen, aus Korrekturen Routinen zu machen.
4. Woche 3: Sanitätsausbildung und weitere Grundlagen
Ein wichtiger Bestandteil der Heimatschutzausbildung ist die Sanitätsausbildung. Dabei lernst du Fähigkeiten, die dir ermöglichen sollen, in medizinischen Notfallsituationen sinnvoll zu handeln.
Die genaue zeitliche Einordnung unterscheidet sich nach Einheit. In einem schematischen Bundeswehrplan liegt ein größerer Sanitätsblock beispielsweise in der dritten Woche. Andere Einheiten verteilen die Inhalte anders.
Parallel können Sport, Formaldienst, Unterrichte und weitere militärische Grundlagen weiterlaufen. Du wirst jetzt merken, dass die Grundausbildung nicht aus voneinander getrennten Schulfächern besteht. Bereits gelernte Abläufe begleiten dich weiter, während ständig neue Inhalte hinzukommen.
5. Woche 4: Waffen- und Geräteausbildung wird wichtiger
Bevor du mit einer militärischen Waffe schießt, lernst du ihren sicheren Umgang. Die Bundeswehr baut die Waffen- und Schießausbildung schrittweise auf.
Dazu gehören zunächst theoretische Grundlagen, Funktion, Sicherheitsbestimmungen und praktische Ausbildung ohne scharfe Munition. Auch Simulatoren können eingesetzt werden, bevor es auf die Schießbahn geht.
Die Schießausbildung beginnt also nicht damit, dass dir jemand eine Waffe gibt und du sofort schießt. Du lernst zuerst, sicher damit umzugehen.
In dieser Phase können gleichzeitig erste umfangreichere Gefechtsdienste stattfinden. Die genaue Kombination richtet sich nach dem Ausbildungsplan deiner Einheit.
6. Woche 5: Mehr Praxis und Gefechtsdienst
Mit fortschreitender Ausbildung werden einzelne Grundlagen stärker miteinander verbunden. Gefechtsdienst nimmt dabei eine wichtige Rolle ein. Du lernst, dich im Gelände zu verhalten, Ausrüstung zweckmäßig einzusetzen und als Teil einer Gruppe zu funktionieren.
Je nach Einheit können in dieser Phase auch Waffen- und Geräteausbildung, ABC-Abwehr oder weitere Ausbildungsgebiete liegen. Die Tage fühlen sich zunehmend anders an als in der ersten Woche. Du verbringst mehr Zeit praktisch in Ausbildung und deine Ausrüstung begleitet dich stärker.
Auch die Ordnung, die du am Anfang auf Stube und im Spind gelernt hast, bekommt einen praktischen Sinn. Wenn du weißt, wo dein Material liegt und wie du es vorbereitest, sparst du Zeit.
7. Woche 6: Schießausbildung und Wachausbildung können folgen
Nach den vorbereitenden Ausbildungsabschnitten wird die Schießausbildung praktischer. Die Bundeswehr beschreibt einen Aufbau von theoretischer und praktischer Waffenausbildung über Simulatoren bis zur Schießbahn. Wann genau dein erstes Schießen stattfindet, hängt von deinem Ausbildungsgang ab.
Auch Wachausbildung gehört zu den möglichen Ausbildungsinhalten dieser Phase. Ein schematischer Bundeswehrplan ordnet Wach- und Schießausbildung beispielsweise der sechsten beziehungsweise den folgenden Wochen zu. Andere Standorte verteilen diese Inhalte anders.
Entscheidend bleibt: Bei Waffen und Schießen arbeitest du genau nach der Einweisung deiner Ausbilder. Eigene Vorerfahrung ersetzt diese Ausbildung nicht.
8. Woche 7: Das Gelände wird wichtiger
In der zweiten Hälfte der Ausbildung kennst du viele Grundlagen bereits. Jetzt geht es stärker darum, sie außerhalb des Unterrichtsraums und unter anspruchsvolleren Bedingungen anzuwenden.
Gefechtsdienst kann umfangreicher werden. Du bewegst dich im Gelände, arbeitest mit deiner Ausrüstung und übst weitere soldatische Fähigkeiten. Orientierung, Tarnung und zusätzliche Ausbildungsinhalte können hinzukommen. Auch Märsche und körperliche Belastungen spielen im Verlauf der Ausbildung eine Rolle.
Das bedeutet nicht, dass exakt in Woche 7 dein erster Geländetag stattfindet. Einige Einheiten beginnen damit früher, andere bündeln bestimmte Inhalte später.
Die typische Entwicklung bleibt aber gleich: Je weiter die Ausbildung fortschreitet, desto stärker werden einzelne Grundlagen praktisch miteinander verbunden.
9. Woche 8: Biwak und Leben im Felde können jetzt eine größere Rolle spielen
Ein Biwak ist kein Campingausflug, sondern militärische Ausbildung im Gelände. Du lernst, mit deiner Gruppe unter einfacheren Bedingungen zu leben und zu arbeiten.
Dazu können das Einrichten eines Platzes der Gruppe, Zeltaufbau, Orientierung, Tarnung, Gefechtsdienst und weitere Aufgaben gehören. Übernachtungen im Gelände sind Bestandteil dieser Ausbildung.
Wann dein erstes oder umfangreichstes Biwak stattfindet, ist nicht bundesweit festgelegt. Ein schematischer Bundeswehrplan nennt beispielsweise ein Übungslager in Woche 8. Ein anderer Plan setzt ein erstes Biwak bereits in Woche 7 und ein weiteres Biwak mit Rekrutenbesichtigung in Woche 11 an.
Genau deshalb solltest du dich nicht an einer einzelnen Wochenzahl festhalten.
Konkretes Beispiel
Du liest vor deinem Dienstantritt, dass das Biwak angeblich immer in Woche 7 stattfindet. Deine Einheit plant das Leben im Felde aber erst für den dritten Ausbildungsmonat.
Dann wurde dein Biwak nicht verschoben, weil etwas schiefgegangen ist. Deine Einheit hat schlicht einen anderen Ausbildungsplan. Für dich zählt der Plan deiner Einheit.
10. Woche 9: Aus Fähigkeiten werden Routinen
Inzwischen bist du kein Rekrut mehr, der morgens erst überlegen muss, wo fast jeder Gegenstand liegt. Viele Dinge laufen schneller. Du kennst deine Ausrüstung besser, verstehst Kommandos, kannst dich gezielter auf den nächsten Ausbildungstag vorbereiten und kennst deine Kameraden und Ausbilder.
Gleichzeitig bedeutet Routine nicht, dass die Ausbildung jetzt automatisch leichter wird. Gerade in der späteren Phase können mehrere Fähigkeiten kombiniert und unter Belastung abgefordert werden.
Wenn Ausbildungsinhalte fehlen oder noch nicht sicher sitzen, können außerdem Wiederholungen und Nachschulungen notwendig sein. Das ist Teil von Ausbildung. Nutze solche Wiederholungen, statt sie als Rückschritt zu betrachten.
11. Woche 10: Gelöbnis oder Diensteid
Das Feierliche Gelöbnis ist für viele einer der bekanntesten Termine der Grundausbildung. FWDL legen ein Feierliches Gelöbnis ab. Soldaten auf Zeit und Berufssoldaten leisten einen Diensteid.
Der Zeitpunkt innerhalb der Ausbildung ist nicht überall gleich. Ein aktueller schematischer Bundeswehrplan nennt das Gelöbnis beispielsweise in Woche 10. Eine Standortdarstellung aus Burg ordnet es dagegen bereits dem zweiten Ausbildungsmonat zu.
Deshalb solltest du Angehörigen erst dann einen konkreten Termin nennen, wenn deine Einheit ihn bekanntgegeben hat. Das Gelöbnis beziehungsweise der Diensteid ist ein bedeutender militärischer Moment, aber nicht automatisch das Ende deiner Grundausbildung. Danach geht die Ausbildung weiter.
12. Woche 11: Rekrutenbesichtigung und Zusammenführen des Gelernten
Gegen Ende der Grundausbildung werden viele zuvor getrennt erlernte Fähigkeiten zusammengeführt. Die Rekrutenbesichtigung ist dafür ein typischer Ausbildungsabschnitt.
Ein aktuelles Bundeswehrschema ordnet Biwak und Rekrutenbesichtigung der elften Woche zu. Die Bundeswehr beschreibt außerdem konkrete Abschlussübungen, bei denen Rekrutinnen und Rekruten mehrere Tage im Gelände verbringen und dort Fähigkeiten aus den vorherigen Wochen praktisch anwenden.
Du solltest die Rekrutenbesichtigung deshalb nicht als völlig neue Prüfung betrachten, deren Inhalt plötzlich aus dem Nichts kommt. Sie baut auf deiner vorherigen Ausbildung auf.
Das bedeutet trotzdem, dass sie fordernd sein kann. Du bist im Gelände, arbeitest mit deiner Ausrüstung und musst auch unter Müdigkeit konzentriert bleiben.
Konkretes Beispiel
In den Wochen zuvor hast du Sanitätsausbildung, Orientierung, Gefechtsdienst und den Umgang mit deiner Ausrüstung einzeln geübt. Während einer Abschlussübung begegnen dir mehrere dieser Themen innerhalb eines zusammenhängenden Szenarios.
Jetzt zeigt sich, ob du nicht nur einzelne Unterrichtsinhalte kennst, sondern sie in einer praktischen Situation anwenden kannst.
13. Woche 12: Nachbereitung und Übergang
Nach einer umfangreichen Abschlussübung ist nicht sofort alles vorbei. Material muss nachbereitet werden, Ausrüstung wird gereinigt und kontrolliert, fehlende Ausbildungsinhalte können geschlossen werden und organisatorische Fragen für den nächsten Ausbildungsabschnitt müssen geklärt werden.
Ein aktueller schematischer Bundeswehrplan nennt für die zwölfte Woche technischen Dienst sowie Ausschleusung und den Übergang zu den Stammtruppenteilen. Wie dein eigener Übergang aussieht, hängt von Status, Laufbahn und Verwendung ab.
FWDL und Mannschaften wechseln häufig in ihre weitere Einheit und werden dort weiter für ihre Tätigkeit ausgebildet. Unteroffizier-, Feldwebel- und Offizieranwärter können weitere Laufbahnlehrgänge und Ausbildungsabschnitte vor sich haben.
Die ersten zwölf Wochen sind deshalb ein Abschluss. Aber sie sind nicht das Ende deiner militärischen Ausbildung.
14. Was bedeutet die sechsmonatige Basisausbildung im Heer?
Beim Heer musst du die ersten drei Monate in einen größeren Zusammenhang einordnen. Die Bundeswehr hat dort bereits 2025 eine sechsmonatige Basisausbildung eingeführt, die frühere Grund- und Spezialausbildungsanteile stärker miteinander verbindet.
Aktuelle Bundeswehrseiten aus dem Jahr 2026 beschreiben diese sechsmonatige Basisausbildung weiterhin. Das bedeutet nicht, dass die ersten drei Monate verschwunden sind.
Die seit Mai 2026 geltende Heimatschutzausbildung umfasst grundsätzlich weiterhin drei Monate und rund 500 Ausbildungsstunden. Im Heer ist sie in die längere Basisausbildung eingebettet. In den weiteren Monaten können die Fähigkeiten stärker auf Truppengattung und Verwendung ausgerichtet werden.
Für dich bedeutet das: Wenn du zum Heer gehst, frag nicht nur nach dem Ende der ersten drei Monate. Lass dir deinen gesamten sechsmonatigen Basisausbildungsweg erklären.
15. Sport läuft nicht nur in einer bestimmten Woche
Sport ist kein Ausbildungsblock, der nach einer Woche abgeschlossen ist. Er begleitet dich durch die Ausbildung.
Die Bundeswehr beschreibt Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Koordination als fortlaufende Bestandteile der körperlichen Ausbildung. Hinzu kommt die körperliche Belastung aus anderen Ausbildungsgebieten.
Du bewegst dich mit Ausrüstung, bist im Gelände, marschierst und verbringst längere Tage auf den Beinen. Deshalb solltest du vor deinem Dienstantritt nicht nur für einen einzelnen Test trainieren. Eine solide Grundlagenausdauer und Ganzkörperkraft helfen dir über die gesamten ersten Monate.
16. Was du über Wochenenden wissen solltest
Plane nicht automatisch damit, jedes Wochenende nach Hause zu fahren. Viele Wochenenden können dienstfrei sein, das ist aber keine Garantie für jeden Ausbildungsabschnitt.
Aktuelle Standortinformationen zeigen ausdrücklich, dass in bestimmten Phasen auch durchgehend Dienst stattfinden kann. Andere Einheiten weisen darauf hin, dass Wochenenden grundsätzlich frei sein können, wenn keine Ausbildung oder andere dienstliche Gründe entgegenstehen.
Biwak, Übungen, Wachausbildung oder organisatorische Anforderungen können deinen normalen Rhythmus verändern. Deshalb gilt: Dein Dienstplan entscheidet, nicht der Kalender.
Bevor du Zugtickets buchst oder zu Hause fest zusagst, wartest du auf die Informationen deiner Einheit.
17. Fazit
Die Grundausbildung entwickelt sich über die Wochen vom Ankommen zum Anwenden. Am Anfang lernst du deine Einheit, deine Ausrüstung und die wichtigsten militärischen Abläufe kennen. Danach kommen schrittweise Sanitätsausbildung, Formaldienst, Sport, Waffen- und Schießausbildung, Gefechtsdienst, Wachausbildung, ABC-Abwehr und weitere Ausbildungsfelder hinzu.
Später werden diese Fähigkeiten im Gelände stärker miteinander verbunden. Gegen Ende folgen häufig Biwak, Rekrutenbesichtigung, Nachbereitung und der Übergang in deinen nächsten Ausbildungsabschnitt.
Der entscheidende Punkt ist aber: Es gibt keinen bundesweit verbindlichen Kalender, nach dem jeder Rekrut in Woche 4 dasselbe und in Woche 8 automatisch sein Biwak macht. Nutz Wochenpläne deshalb als Orientierung. Für deinen Alltag zählt der Ausbildungsplan deiner Einheit.
Für dich persönlich reicht in den ersten Wochen eine einfache Haltung: Lern das, was gerade ausgebildet wird. Bereite dich auf den nächsten Tag vor. Frag nach, wenn dir etwas Entscheidendes unklar ist. Und vertrau darauf, dass die Ausbildung Schritt für Schritt aufeinander aufbaut.
Vorbereitung mit der Soldateninitiative
Die Soldateninitiative hilft dir dabei, nicht nur einzelne Ausbildungswochen zu kennen, sondern deinen gesamten Start strukturiert vorzubereiten.
Beim Wochenablauf bringt dir Mission Grundausbildung vor allem Klarheit darüber, was du vor deinem Dienstantritt bereits vorbereiten kannst und was du erst in der Ausbildung lernen wirst. Dazu gehören Packliste, Anreise, Stube und Spind, körperliche Vorbereitung, Schlaf, Tagesablauf, Biwak und der Umgang mit den typischen Unsicherheiten der ersten Wochen.
Mit Mission Grundausbildung: Bist du bereit? bereitest du dich strukturiert auf deinen Dienstantritt und deine ersten Wochen bei der Bundeswehr vor.
Du musst den Ablauf der zwölf Wochen nicht auswendig kennen. Wenn du verstehst, dass die Ausbildung vom Einfachen zum Anspruchsvolleren aufgebaut wird und deine Einheit die konkrete Reihenfolge festlegt, kannst du deutlich entspannter in deinen Dienstantritt gehen.
Häufige Fragen
01
Dauert die Grundausbildung noch drei Monate?
Ja. Die heutige Heimatschutzausbildung Streitkräfte dauert grundsätzlich drei Monate und umfasst rund 500 Ausbildungsstunden. Beim Heer ist sie in eine sechsmonatige Basisausbildung eingebettet.
02
Läuft jede Grundausbildung nach demselben 12-Wochen-Plan?
Nein. Die Ausbildungsinhalte sind vorgegeben, ihre genaue zeitliche Reihenfolge kann sich aber zwischen Einheiten und Durchgängen unterscheiden.
03
Was passiert in der ersten Woche?
Typisch sind Einschleusung, Administration, erste Unterrichte, medizinische beziehungsweise zahnärztliche Untersuchungen, Kennenlernen des militärischen Umfelds und Einkleidung.
04
Werde ich direkt am Tag meines Dienstantritts eingekleidet?
Nein, nicht zwingend. Die Bundeswehr beschreibt die Einkleidung allgemein als Vorgang, der in der Regel in der ersten Woche stattfindet.
05
Wann beginnt die Waffenausbildung?
Sie beginnt frühzeitig mit Theorie, Sicherheit und praktischer Ausbildung. Der Zeitpunkt der späteren Schießausbildung richtet sich nach deinem Ausbildungsplan.
06
Wann findet das Biwak statt?
Dafür gibt es keine bundesweit festgelegte Woche. Bundeswehrpläne zeigen Biwak beziehungsweise Übungslager beispielsweise in Woche 7, 8 oder 11.
07
Wann ist das Feierliche Gelöbnis?
Der Termin unterscheidet sich nach Einheit und Ausbildungsdurchgang. Aktuelle Bundeswehrdarstellungen zeigen Termine im zweiten oder dritten Ausbildungsmonat.
08
Was ist die Rekrutenbesichtigung?
Sie ist ein Ausbildungsabschnitt gegen Ende der Grundausbildung, bei dem zuvor erlernte Fähigkeiten praktisch zusammengeführt und überprüft werden können. Häufig ist sie mit Geländeausbildung oder einem Biwak verbunden.
09
Muss ich jedes Wochenende in der Kaserne bleiben?
Nein. Viele Wochenenden können frei sein. Ob du tatsächlich frei hast, bestimmt aber der Dienstplan deiner Einheit.
10
Was passiert, wenn ich wegen Krankheit Ausbildung verpasse?
Das hängt vom Umfang und von den fehlenden Inhalten ab. Ausbildungsabschnitte können nachgeschult werden. Bei größeren Lücken kann eine umfangreichere Wiederholung erforderlich sein.
11
Was passiert nach den zwölf Wochen?
Das hängt von Status, Laufbahn und Verwendung ab. Es können weitere Basisausbildung, Fortgeschrittenen-Ausbildung, Dienstpostenausbildung, Fachlehrgänge oder der Wechsel in deine Stammeinheit folgen.
Quellen zum Nachlesen
Bundeswehr: Heimatschutzausbildung Streitkräfte – Die aktuelle Übersichtsseite erklärt die seit Mai 2026 weiterentwickelte Grundausbildung. Sie dauert grundsätzlich drei Monate, umfasst rund 500 Ausbildungsstunden und vermittelt die zentralen militärischen Grundlagen.
bundeswehr.de
bundeswehr.de
Bundeswehr: Informationen vor der Heimatschutzausbildung – Die Bundeswehr bündelt hier aktuelle Informationen für angehende Rekrutinnen und Rekruten zu Dienstantritt, Vorbereitung, Ausbildungsinhalten und den ersten Monaten.
bundeswehr.de
bundeswehr.de
Bundeswehr: Schematischer Ablauf der Grundausbildung – Die offizielle Übersicht zeigt beispielhaft, wie Ausbildungsinhalte über zwölf Wochen verteilt werden können. Die Bundeswehr weist ausdrücklich darauf hin, dass zeitliche Verschiebungen je nach Durchgang möglich sind.
bundeswehr.de
bundeswehr.de
Bundeswehr: Persönliche Ausrüstung in der Heimatschutzausbildung – Die Bundeswehr erklärt hier die Einkleidung und weist darauf hin, dass diese in der Regel in der ersten Ausbildungswoche stattfindet.
bundeswehr.de
bundeswehr.de
Bundeswehr: Ihre Grundausbildung in Burg – Die Standortseite zeigt einen konkreten dreimonatigen Ablauf mit Einschleusung, Formaldienst, Sanitätsausbildung, Waffen- und Schießausbildung, Gelöbnis, Gefechtsdienst, Biwak und Rekrutenbesichtigung.
bundeswehr.de
bundeswehr.de
Bundeswehr: Biwak und Rekrutenbesichtigung – Die Bundeswehr zeigt anhand einer konkreten Abschlussübung, wie zuvor erlernte Fähigkeiten während eines mehrtägigen Biwaks zusammengeführt und praktisch angewendet werden.
bundeswehr.de
bundeswehr.de
Bundeswehr: Basisausbildung im Heer – Die Bundeswehr erläutert anhand eines aktuellen Ausbildungsbeispiels die sechsmonatige Basisausbildung des Heeres, die frühere Grund- und Spezialausbildungsanteile miteinander verbindet.
bundeswehr.de
bundeswehr.de
Bundeswehr: Basisausbildung beim Fernmeldebataillon 610 – Die Standortseite zeigt einen konkreten sechsmonatigen Ausbildungsweg mit Sanitätsausbildung, Biwak, Wachausbildung, Gelöbnis, Rekrutenbesichtigung und weiterführender Gefechtsausbildung.
bundeswehr.de
bundeswehr.de
Dieser Artikel zeigt einen typischen Verlauf der ersten zwölf Ausbildungswochen und keinen verbindlichen Dienstplan für deine Einheit. Reihenfolge, Dauer und Schwerpunkt einzelner Ausbildungsabschnitte können sich nach Teilstreitkraft, Standort, Einheit, Durchgang und organisatorischen Erfordernissen unterscheiden. Beim Heer ist die dreimonatige Heimatschutzausbildung zudem in eine längere Basisausbildung eingebettet. Maßgeblich sind deshalb immer der aktuelle Ausbildungsplan und die dienstlichen Vorgaben deiner eigenen Einheit.
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