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Was verdient man bei der Bundeswehr am Anfang?

Karriere & Wege

Gez.

Daniel, Levin & Afsal

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Letzte Aktualisierung: September 2026

Einordnung

Dieser Artikel gehört zum Thema Karriere & Wege der Soldateninitiative.

Er richtet sich an Bewerberinnen und Bewerber, die eine klare und ehrliche Einordnung zum Geld suchen. Es geht nicht darum, die Bundeswehr nur auf Gehalt zu reduzieren. Aber natürlich ist die Frage berechtigt:

Was verdient man am Anfang bei der Bundeswehr?

Der Fokus liegt auf dem Einstieg: neuer freiwilliger Wehrdienst, FWDL, Soldat auf Zeit, erste Dienstgrade, Grundgehalt, brutto und netto, mögliche Zulagen und typische Missverständnisse.

Wenn du zuerst wissen willst, ob FWDL oder SaZ besser zu dir passt, lies diesen Artikel:

FWDL oder SaZ: Was passt besser zu dir?

Wenn du wissen willst, wie lange man sich verpflichtet, passt dieser Artikel:

Wie lange muss man sich bei der Bundeswehr verpflichten?

Letzte Aktualisierung: September 2026

Einordnung

Dieser Artikel gehört zum Thema Karriere & Wege der Soldateninitiative.

Er richtet sich an Bewerberinnen und Bewerber, die eine klare und ehrliche Einordnung zum Geld suchen. Es geht nicht darum, die Bundeswehr nur auf Gehalt zu reduzieren. Aber natürlich ist die Frage berechtigt:

Was verdient man am Anfang bei der Bundeswehr?

Der Fokus liegt auf dem Einstieg: neuer freiwilliger Wehrdienst, FWDL, Soldat auf Zeit, erste Dienstgrade, Grundgehalt, brutto und netto, mögliche Zulagen und typische Missverständnisse.

Wenn du zuerst wissen willst, ob FWDL oder SaZ besser zu dir passt, lies diesen Artikel:

FWDL oder SaZ: Was passt besser zu dir?

Wenn du wissen willst, wie lange man sich verpflichtet, passt dieser Artikel:

Wie lange muss man sich bei der Bundeswehr verpflichten?

[ Kurz gesagt ]

Am Anfang musst du sauber unterscheiden, welchen Status du hast.

Stand Mai 2026 als klare Orientierung, gerundet auf einfache Netto-Beträge:

Neuer freiwilliger Wehrdienst / FWDL: rund 2.600 Euro brutto, grob etwa 2.300 Euro netto monatlich

SaZ im niedrigsten Dienstgrad: Besoldung nach A 3

A 3 Stufe 1 als Einstieg: offiziell zuletzt mit 2.706,99 Euro brutto ab März 2024 ausgewiesen; als grober Netto-Orientierungswert kannst du mit etwa 2.350 bis 2.400 Euro netto rechnen

mit neueren Besoldungsanpassungen kann der heutige A-3-Netto-Wert eher Richtung 2.400 Euro netto laufen

mit Zulagen, Familienzuschlag oder besonderen Diensten kann es mehr werden

ohne Zulagen solltest du nicht mit Fantasie-Nettozahlen aus Social Media rechnen

Wichtig: Netto ist trotzdem nie für alle gleich. Steuerklasse, Kirchensteuer, Kinder, Familienstand, Zulagen und konkrete Abzüge können den Betrag verändern.

Für Bewerberinnen und Bewerber ist aber als einfache Merkhilfe realistisch:

FWDL: ungefähr 2.300 Euro netto.

SaZ im niedrigsten Dienstgrad: ungefähr 2.400 Euro netto.

Das sind keine garantierten Auszahlungsbeträge, aber brauchbare Orientierungswerte, wenn du am Anfang grob planen willst.

[ Kurz gesagt ]

Am Anfang musst du sauber unterscheiden, welchen Status du hast.

Stand Mai 2026 als klare Orientierung, gerundet auf einfache Netto-Beträge:

Neuer freiwilliger Wehrdienst / FWDL: rund 2.600 Euro brutto, grob etwa 2.300 Euro netto monatlich

SaZ im niedrigsten Dienstgrad: Besoldung nach A 3

A 3 Stufe 1 als Einstieg: offiziell zuletzt mit 2.706,99 Euro brutto ab März 2024 ausgewiesen; als grober Netto-Orientierungswert kannst du mit etwa 2.350 bis 2.400 Euro netto rechnen

mit neueren Besoldungsanpassungen kann der heutige A-3-Netto-Wert eher Richtung 2.400 Euro netto laufen

mit Zulagen, Familienzuschlag oder besonderen Diensten kann es mehr werden

ohne Zulagen solltest du nicht mit Fantasie-Nettozahlen aus Social Media rechnen

Wichtig: Netto ist trotzdem nie für alle gleich. Steuerklasse, Kirchensteuer, Kinder, Familienstand, Zulagen und konkrete Abzüge können den Betrag verändern.

Für Bewerberinnen und Bewerber ist aber als einfache Merkhilfe realistisch:

FWDL: ungefähr 2.300 Euro netto.

SaZ im niedrigsten Dienstgrad: ungefähr 2.400 Euro netto.

Das sind keine garantierten Auszahlungsbeträge, aber brauchbare Orientierungswerte, wenn du am Anfang grob planen willst.

[ Inhalt ]

01

Warum Geld wichtig ist, aber nicht allein entscheiden sollte

02

Brutto, netto, Wehrsold und Besoldung: Die Grundbegriffe

03

Neuer freiwilliger Wehrdienst: ungefähr 2.300 Euro netto monatlich

04

FWDL: Warum das nicht dasselbe ist wie SaZ-Besoldung

05

SaZ am Anfang: ungefähr 2.400 Euro netto im niedrigsten Dienstgrad

06

Was bedeutet A 3 konkret?

07

Warum netto trotzdem nicht für alle gleich ist

08

Zulagen, Zuschläge und besondere Situationen

09

Unterkunft, Verpflegung und praktische Kosten

10

Familienstand, Kinder und Familienzuschlag

11

Dienstgrad, Laufbahn und steigendes Einkommen

12

Mannschaften, Unteroffiziere, Feldwebel und Offiziere

13

Studium bei der Bundeswehr und Bezahlung

14

Häufige Missverständnisse bei Bundeswehr-Gehalt

15

Welche Fragen du im Karrieregespräch stellen solltest

16

Fazit

Häufige Fragen

Quellen zum Nachlesen

1. Warum Geld wichtig ist, aber nicht allein entscheiden sollte

Geld ist ein legitimes Thema.

Wer zur Bundeswehr geht, trifft eine Lebensentscheidung auf Zeit. Du willst wissen, ob du deine laufenden Kosten tragen kannst, ob sich der Weg lohnt, wie viel übrig bleibt und wie sich FWDL oder SaZ finanziell unterscheiden.

Das ist völlig normal.

Trotzdem sollte Geld nicht der einzige Grund sein, zur Bundeswehr zu gehen.

Der Soldatenberuf ist kein normaler Bürojob. Du hast Dienstpflichten, militärische Regeln, Versetzungsbereitschaft, Ausbildung, körperliche Belastung, Hierarchie und besondere Verantwortung. Je nach Laufbahn kommen Lehrgänge, Auslandseinsatz, Wache, Übungsplätze oder längere Abwesenheiten dazu.

Wenn du nur auf die Zahl schaust, siehst du nicht den ganzen Weg.

Besser ist:

Du verstehst das Geld, aber du entscheidest nicht nur wegen Geld.

Denn eine gute Besoldung hilft dir wenig, wenn du den Dienst eigentlich nicht willst oder die Verpflichtung nicht verstanden hast.

2. Brutto, netto, Wehrsold und Besoldung: Die Grundbegriffe

Bevor man über Zahlen spricht, muss man die Begriffe trennen.

Brutto ist der Betrag vor Abzügen.

Netto ist der Betrag, der dir nach Abzügen ausgezahlt wird. Netto hängt von deiner persönlichen Situation ab.

Wehrsold betrifft freiwillig Wehrdienstleistende beziehungsweise Wehrdienstleistende nach dem entsprechenden System.

Besoldung betrifft Berufssoldaten und Soldaten auf Zeit. Soldatinnen und Soldaten auf Zeit werden nach dem Bundesbesoldungsgesetz und der Bundesbesoldungsordnung bezahlt.

Das ist wichtig.

Ein FWDL und ein SaZ können beide bei der Bundeswehr dienen, aber ihre Bezahlung läuft nicht automatisch über dasselbe System.

Deshalb ist die Frage „Was verdient man bei der Bundeswehr?“ zu ungenau.

Die bessere Frage lautet:

Bin ich FWDL oder SaZ?

Welche Besoldungsgruppe habe ich?

Welche Stufe gilt?

Welche Zulagen kommen dazu?

Welche Abzüge habe ich persönlich?

3. Neuer freiwilliger Wehrdienst: ungefähr 2.300 Euro netto monatlich

Für den neuen freiwilligen Wehrdienst wird als Orientierungswert rund 2.600 Euro brutto monatlich genannt.

Wenn man daraus für Bewerberinnen und Bewerber einen einfachen Netto-Orientierungswert machen möchte, ist eine gerundete Zahl sinnvoller als eine Scheingenauigkeit auf den letzten Euro.

Als grobe Orientierung kannst du beim neuen freiwilligen Wehrdienst mit ungefähr 2.300 Euro netto monatlich rechnen.

Das ist eine starke Zahl für einen Einstieg, besonders wenn du direkt nach der Schule kommst oder eine Übergangszeit sinnvoll nutzen möchtest. Wenn du den freiwilligen Wehrdienst nutzt, um eine Zeit bis zum Studium, bis zur Ausbildung oder bis zu einem Auslandsjahr zu überbrücken, ist das finanziell deutlich anders als ein unbezahltes Praktikum oder eine reine Wartezeit.

Aber du solltest diese Zahl richtig verstehen.

2.300 Euro netto ist ein gerundeter Orientierungswert, keine persönliche Garantie. Deine tatsächliche Auszahlung kann abweichen, weil Steuerklasse, Kirchensteuer, persönliche Situation und konkrete Ausgestaltung eine Rolle spielen können.

Trotzdem ist die einfache Botschaft:

Der neue freiwillige Wehrdienst liegt nicht bei ein paar hundert Euro Taschengeld, sondern bei einem ernsthaften monatlichen Betrag.

4. FWDL: Warum das nicht dasselbe ist wie SaZ-Besoldung

FWDL ist nicht dasselbe wie SaZ.

Das gilt auch beim Geld.

Freiwillig Wehrdienstleistende erhalten Bezüge nach dem für sie geltenden System. Soldatinnen und Soldaten auf Zeit erhalten Besoldung nach dem Bundesbesoldungsgesetz.

Das klingt nach Bürokratie, ist aber praktisch wichtig.

Wenn jemand online sagt:

„Ich verdiene bei der Bundeswehr X Euro“,

musst du fragen:

Ist diese Person FWDL oder SaZ?

Welcher Dienstgrad?

Welche Besoldungsgruppe?

Welche Stufe?

Welche Zulagen?

Welche Steuerklasse?

Welche Abzüge?

Sonst vergleichst du Zahlen, die gar nicht vergleichbar sind.

Gerade am Anfang entstehen dadurch viele Missverständnisse. Einer redet vom Brutto. Einer vom Netto. Einer zählt Zulagen mit. Einer ist SaZ. Einer ist FWDL. Einer ist verheiratet. Einer ist ledig. Einer hat Kinder. Einer hat Kirchensteuer. Einer nicht.

Deshalb: Status zuerst klären. Dann über Geld sprechen.

5. SaZ am Anfang: ungefähr 2.400 Euro netto im niedrigsten Dienstgrad

Wenn du als Soldatin oder Soldat auf Zeit im niedrigsten Dienstgrad startest, ist die Besoldungsgruppe A 3 der wichtige Ausgangspunkt.

Das betrifft die niedrigsten Dienstgrade der Bundeswehr, je nach Teilstreitkraft und Truppengattung zum Beispiel Jäger, Schütze, Flieger, Matrose oder vergleichbare Dienstgradbezeichnungen.

Als SaZ bekommst du Besoldung nach der Bundesbesoldungsordnung A.

A 3 ist also nicht irgendeine Fantasiezahl.

Es ist die Besoldungsgruppe, die zum niedrigsten Dienstgrad im SaZ-Bereich gehört.

Als klare Brutto-Orientierung:

Der A-3-Grundgehaltswert wurde in offiziellen Besoldungsübersichten ab März 2024 mit 2.706,99 Euro brutto monatlich in Stufe 1 ausgewiesen.

Als einfache Netto-Orientierung kannst du für einen ledigen Einstieg ohne besondere Zulagen grob mit ungefähr 2.350 bis 2.400 Euro netto monatlich rechnen. Gerundet für die Praxis:

SaZ im niedrigsten Dienstgrad: ungefähr 2.400 Euro netto.

Durch spätere Besoldungsanpassungen kann der aktuelle Tabellenwert höher liegen. Deshalb ist die genaue Auszahlung immer von der aktuell gültigen Tabelle und deiner persönlichen Lage abhängig.

Wichtig ist aber:

Als SaZ im niedrigsten Dienstgrad bewegst du dich am Anfang grob in der Größenordnung von rund 2.400 Euro netto, nicht bei einem kleinen Taschengeld.

6. Was bedeutet A 3 konkret?

A 3 ist die unterste relevante Besoldungsgruppe für Soldatinnen und Soldaten auf Zeit im niedrigsten Dienstgrad.

Das Grundgehalt ist aber nur ein Baustein.

Zur Besoldung können je nach persönlicher Lage und Dienst zusätzliche Bestandteile gehören, zum Beispiel:

  • Familienzuschlag

  • Stellenzulagen

  • Erschwerniszulagen

  • Auslandsbesoldung bei Auslandseinsätzen

  • besondere Vergütungen oder Zuschläge

  • vermögenswirksame Leistungen

Nicht jeder bekommt alles.

Und nicht alles gilt direkt am Anfang.

Deshalb ist es falsch, einfach irgendeine hohe Zahl aus dem Internet zu nehmen und zu denken:

„Das bekomme ich auch.“

Die Grundlage ist dein Grundgehalt nach Besoldungsgruppe. Alles Weitere hängt von konkreten Voraussetzungen ab.

Wenn du wissen willst, was du wirklich bekommst, brauchst du:

  • Dienstverhältnis

  • Dienstgrad

  • Besoldungsgruppe

  • Erfahrungsstufe

  • Familienstand

  • Kinder

  • Steuerklasse

  • mögliche Zulagen

  • konkrete Verwendung

7. Warum netto trotzdem nicht für alle gleich ist

Auch wenn wir hier bewusst Netto-Orientierungswerte nennen, bleibt wichtig:

Netto ist individuell.

Die einfachen Merksätze lauten:

  • FWDL: ungefähr 2.300 Euro netto

  • SaZ im niedrigsten Dienstgrad: ungefähr 2.400 Euro netto

Diese Zahlen sind gut, um grob zu planen. Aber sie sind keine garantierte persönliche Auszahlung.

Warum?

Weil netto abhängt von:

  • Steuerklasse

  • Kirchensteuer

  • Bundesland bei Kirchensteuer

  • Familienstand

  • Kindern

  • Zulagen

  • Abzügen

  • konkretem Status

  • persönlicher Situation

Zwei Soldaten können denselben Dienstgrad und dasselbe Grundgehalt haben, aber unterschiedliche Nettobeträge erhalten.

Ein lediger Soldat ohne Kinder hat eine andere Lage als jemand mit Ehepartnerin oder Ehepartner und Kindern. Jemand mit Zulagen kann anders rauskommen als jemand ohne Zulagen.

Deshalb solltest du Nettozahlen aus Social Media immer kritisch sehen.

Eine Zahl kann für die Person stimmen.

Aber nicht automatisch für dich.

8. Zulagen, Zuschläge und besondere Situationen

Bei der Bundeswehr kann es neben dem Grundgehalt weitere Zahlungen geben.

Das können je nach Situation Zulagen, Zuschläge oder besondere Leistungen sein.

Beispiele können sein:

  • Erschwerniszulagen

  • Stellenzulagen

  • Auslandsbesoldung

  • Trennungsgeld

  • Reisekosten

  • Umzugskostenvergütung

  • Familienzuschlag

  • vermögenswirksame Leistungen

Wichtig ist:

Nicht jede Zulage gilt für jeden.

Viele Zahlungen sind an konkrete Voraussetzungen gebunden. Zum Beispiel an eine bestimmte Verwendung, einen bestimmten Dienst, einen Auslandseinsatz, eine besondere Belastung, einen Familienstand oder eine dienstlich veranlasste Trennung vom Wohnort.

Deshalb solltest du Zulagen nicht als sicheren Bestandteil deiner Anfangsbezahlung einplanen.

Rechne erstmal mit der sicheren Grundlage.

Alles Weitere ist abhängig von deiner konkreten Lage.

9. Unterkunft, Verpflegung und praktische Kosten

Beim Bundeswehr-Gehalt geht es nicht nur um die Zahl auf dem Konto.

Es geht auch darum, welche Kosten du im Alltag hast.

Gerade am Anfang wohnst du oft in der Kaserne oder bist dienstlich untergebracht. Gleichzeitig können Kosten für Verpflegung, Heimfahrten, private Verträge, Handy, Versicherungen, Auto, Familie oder Wohnung eine Rolle spielen.

Wichtig ist:

Nur weil du in der Kaserne bist, heißt das nicht automatisch, dass dein komplettes Privatleben kostenlos wird.

Du musst trotzdem mit Geld umgehen können.

Viele junge Soldatinnen und Soldaten verdienen am Anfang zum ersten Mal regelmäßig gutes Geld. Genau dann passieren Fehler: Auto finanzieren, teure Verträge abschließen, jedes Wochenende alles ausgeben, keine Rücklagen bilden.

Das Geld ist ein Vorteil.

Aber nur, wenn du es nicht direkt verbrennst.

10. Familienstand, Kinder und Familienzuschlag

Familienstand und Kinder können bei der Besoldung eine Rolle spielen.

Im Besoldungssystem gibt es den Familienzuschlag. Dieser hängt von persönlichen Voraussetzungen ab. Wer verheiratet ist oder Kinder hat, kann unter bestimmten Bedingungen andere Beträge erhalten als eine ledige Person ohne Kinder.

Für die meisten jungen Bewerberinnen und Bewerber direkt nach der Schule ist das vielleicht noch nicht relevant.

Aber für ältere Bewerberinnen und Bewerber, Quereinsteiger oder Menschen mit Familie ist es wichtig.

Auch hier gilt:

Nicht einfach Zahlen vergleichen.

Wenn jemand mit Kindern und Familienzuschlag sein Netto nennt, kannst du diese Zahl nicht auf dich übertragen, wenn du ledig bist und keine Kinder hast.

11. Dienstgrad, Laufbahn und steigendes Einkommen

Das Einkommen bleibt nicht zwingend immer gleich.

Mit Dienstgrad, Laufbahn, Stufenaufstieg, Verwendung und Dienstzeit kann sich die Besoldung verändern.

Ein Soldat im niedrigsten Dienstgrad startet anders als jemand in einer höheren Laufbahn. Unteroffiziere, Feldwebel und Offiziere haben andere Besoldungsgruppen als Mannschaften.

Das bedeutet:

Wenn du langfristig bei der Bundeswehr bleiben willst, solltest du nicht nur auf das Einstiegsgehalt schauen.

Du solltest auch fragen:

Wie entwickelt sich meine Besoldung?

Welche Laufbahn ist realistisch?

Welche Beförderungen sind möglich?

Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen?

Welche Verantwortung kommt dazu?

Mehr Geld hängt oft mit mehr Verantwortung zusammen.

Und mehr Verantwortung ist nicht nur ein Vorteil. Sie bedeutet auch mehr Erwartung.

12. Mannschaften, Unteroffiziere, Feldwebel und Offiziere

Die Laufbahn beeinflusst dein Einkommen deutlich.

Mannschaften starten in niedrigeren Besoldungsgruppen. Unteroffiziere liegen höher. Feldwebel übernehmen mehr Verantwortung und sind entsprechend anders eingeordnet. Offiziere starten wiederum in anderen Besoldungsgruppen und können durch Studium und Führungsverantwortung langfristig andere Entwicklungsmöglichkeiten haben.

Das heißt nicht, dass jeder zwingend die höchste Laufbahn anstreben sollte.

Die richtige Laufbahn hängt von Eignung, Schulabschluss, Motivation, Persönlichkeit, Verwendung und Ziel ab.

Aber für das Geld ist wichtig:

Laufbahn und Besoldung hängen zusammen.

Wenn du wissen willst, was du langfristig verdienen kannst, musst du also nicht nur nach „Bundeswehr Gehalt“ suchen.

Du musst nach Laufbahn, Dienstgrad und Besoldungsgruppe fragen.

13. Studium bei der Bundeswehr und Bezahlung

Ein Studium bei der Bundeswehr ist finanziell für viele attraktiv.

Du studierst nicht wie an einer normalen zivilen Hochschule ohne Einkommen. Du bist Soldatin oder Soldat und erhältst Besoldung im Rahmen deiner Laufbahn.

Das klingt stark.

Aber es ist an Verpflichtung gebunden.

Ein Bundeswehrstudium gehört zur Offizierlaufbahn und ist häufig mit langer Verpflichtungszeit verbunden. Es ist also kein kostenloses Studium ohne Gegenleistung.

Wenn du dich für diesen Weg interessierst, musst du zwei Dinge gleichzeitig betrachten:

  • Was bekomme ich während der Ausbildung und des Studiums?

  • Wie lange verpflichte ich mich danach beziehungsweise insgesamt?

Nur auf das Geld während des Studiums zu schauen, wäre zu kurz.

Du entscheidest dich für einen Offizierweg.

Nicht nur für bezahltes Studieren.

14. Häufige Missverständnisse bei Bundeswehr-Gehalt

Beim Bundeswehr-Gehalt gibt es viele Missverständnisse.

Das erste Missverständnis ist:

„Brutto ist netto.“

Nein. Brutto ist nicht netto.

Das zweite Missverständnis:

„Jeder bekommt dasselbe.“

Nein. Status, Dienstgrad, Laufbahn, Stufe, Zulagen und persönliche Lage machen Unterschiede.

Das dritte Missverständnis:

„Die höchste Zahl aus dem Internet ist mein Einstieg.“

Nein. Viele hohe Zahlen enthalten Zulagen, besondere Situationen oder persönliche Faktoren.

Das vierte Missverständnis:

FWDL und SaZ werden gleich bezahlt.“

Nein. FWDL und SaZ sind unterschiedliche Status mit unterschiedlichen Bezügesystemen.

Das fünfte Missverständnis:

„Geld gleicht alles aus.“

Nein. Wenn der Dienst nicht zu dir passt, macht Geld allein den Alltag nicht gut.

15. Welche Fragen du im Karrieregespräch stellen solltest

Wenn du wissen willst, was du wirklich bekommst, solltest du konkrete Fragen stellen.

Nicht nur:

„Was verdient man?“

Sondern:

  • Bin ich FWDL oder SaZ?

  • Welche Besoldungsgruppe gilt für meinen Einstieg?

  • Welcher Dienstgrad ist vorgesehen?

  • Welche Erfahrungsstufe gilt am Anfang?

  • Welche Zulagen sind realistisch und welche nicht?

  • Gibt es Familienzuschlag in meiner Lage?

  • Wie verändert sich die Besoldung mit Beförderung?

  • Was wird für Verpflegung oder Unterkunft relevant?

  • Welche Kosten muss ich privat weiter tragen?

  • Wo finde ich die aktuelle Besoldungstabelle?

  • Was ist brutto und was ist netto?

Schreib dir diese Fragen auf.

Gerade wenn im Gespräch viele neue Informationen kommen, vergisst man schnell wichtige Punkte.

Geld ist kein peinliches Thema.

Aber es muss sauber gefragt werden.

16. Fazit

Am Anfang bei der Bundeswehr musst du zuerst deinen Status klären.

FWDL ist nicht dasselbe wie SaZ.

Als klare Orientierung für Bewerberinnen und Bewerber gilt:

  • neuer freiwilliger Wehrdienst: rund 2.600 Euro brutto, ungefähr 2.300 Euro netto monatlich

  • SaZ im niedrigsten Dienstgrad: Besoldung nach A 3

  • SaZ A 3 Einstieg: grob 2.350 bis 2.400 Euro netto, praktisch gerundet etwa 2.400 Euro netto monatlich

Diese Nettozahlen sind keine Garantie auf den letzten Euro. Sie helfen dir aber, realistisch zu planen.

Wenn du Zulagen bekommst, verheiratet bist, Kinder hast oder besondere Dienste leistest, kann sich die Auszahlung verändern. Wenn du Kirchensteuer zahlst oder andere persönliche Faktoren greifen, kann es ebenfalls anders aussehen.

Geld ist wichtig.

Aber es ist nur ein Teil der Entscheidung.

Frag sauber nach. Rechne realistisch. Und entscheide nicht nur nach der höchsten Zahl, sondern nach dem Weg, der wirklich zu dir passt.

Unterstützung durch die Soldateninitiative

Die Soldateninitiative erklärt Bundeswehr-Themen verständlich für Bewerberinnen, Bewerber, junge Soldatinnen und Soldaten sowie Eltern.

Wenn du wissen willst, welcher Einstieg finanziell und persönlich zu dir passt, kann ein strukturierter Check helfen. Dabei geht es um FWDL, SaZ, Verpflichtung, Laufbahn, Besoldung, Zulagen, Einplanung und realistische Erwartungen.

Mission Bundeswehr: Welcher Einstieg passt zu dir?

Der Check hilft dir, deine Entscheidung besser vorzubereiten, bevor du nur nach einer einzelnen Gehaltszahl entscheidest.

1. Warum Geld wichtig ist, aber nicht allein entscheiden sollte

Geld ist ein legitimes Thema.

Wer zur Bundeswehr geht, trifft eine Lebensentscheidung auf Zeit. Du willst wissen, ob du deine laufenden Kosten tragen kannst, ob sich der Weg lohnt, wie viel übrig bleibt und wie sich FWDL oder SaZ finanziell unterscheiden.

Das ist völlig normal.

Trotzdem sollte Geld nicht der einzige Grund sein, zur Bundeswehr zu gehen.

Der Soldatenberuf ist kein normaler Bürojob. Du hast Dienstpflichten, militärische Regeln, Versetzungsbereitschaft, Ausbildung, körperliche Belastung, Hierarchie und besondere Verantwortung. Je nach Laufbahn kommen Lehrgänge, Auslandseinsatz, Wache, Übungsplätze oder längere Abwesenheiten dazu.

Wenn du nur auf die Zahl schaust, siehst du nicht den ganzen Weg.

Besser ist:

Du verstehst das Geld, aber du entscheidest nicht nur wegen Geld.

Denn eine gute Besoldung hilft dir wenig, wenn du den Dienst eigentlich nicht willst oder die Verpflichtung nicht verstanden hast.

2. Brutto, netto, Wehrsold und Besoldung: Die Grundbegriffe

Bevor man über Zahlen spricht, muss man die Begriffe trennen.

Brutto ist der Betrag vor Abzügen.

Netto ist der Betrag, der dir nach Abzügen ausgezahlt wird. Netto hängt von deiner persönlichen Situation ab.

Wehrsold betrifft freiwillig Wehrdienstleistende beziehungsweise Wehrdienstleistende nach dem entsprechenden System.

Besoldung betrifft Berufssoldaten und Soldaten auf Zeit. Soldatinnen und Soldaten auf Zeit werden nach dem Bundesbesoldungsgesetz und der Bundesbesoldungsordnung bezahlt.

Das ist wichtig.

Ein FWDL und ein SaZ können beide bei der Bundeswehr dienen, aber ihre Bezahlung läuft nicht automatisch über dasselbe System.

Deshalb ist die Frage „Was verdient man bei der Bundeswehr?“ zu ungenau.

Die bessere Frage lautet:

Bin ich FWDL oder SaZ?

Welche Besoldungsgruppe habe ich?

Welche Stufe gilt?

Welche Zulagen kommen dazu?

Welche Abzüge habe ich persönlich?

3. Neuer freiwilliger Wehrdienst: ungefähr 2.300 Euro netto monatlich

Für den neuen freiwilligen Wehrdienst wird als Orientierungswert rund 2.600 Euro brutto monatlich genannt.

Wenn man daraus für Bewerberinnen und Bewerber einen einfachen Netto-Orientierungswert machen möchte, ist eine gerundete Zahl sinnvoller als eine Scheingenauigkeit auf den letzten Euro.

Als grobe Orientierung kannst du beim neuen freiwilligen Wehrdienst mit ungefähr 2.300 Euro netto monatlich rechnen.

Das ist eine starke Zahl für einen Einstieg, besonders wenn du direkt nach der Schule kommst oder eine Übergangszeit sinnvoll nutzen möchtest. Wenn du den freiwilligen Wehrdienst nutzt, um eine Zeit bis zum Studium, bis zur Ausbildung oder bis zu einem Auslandsjahr zu überbrücken, ist das finanziell deutlich anders als ein unbezahltes Praktikum oder eine reine Wartezeit.

Aber du solltest diese Zahl richtig verstehen.

2.300 Euro netto ist ein gerundeter Orientierungswert, keine persönliche Garantie. Deine tatsächliche Auszahlung kann abweichen, weil Steuerklasse, Kirchensteuer, persönliche Situation und konkrete Ausgestaltung eine Rolle spielen können.

Trotzdem ist die einfache Botschaft:

Der neue freiwillige Wehrdienst liegt nicht bei ein paar hundert Euro Taschengeld, sondern bei einem ernsthaften monatlichen Betrag.

4. FWDL: Warum das nicht dasselbe ist wie SaZ-Besoldung

FWDL ist nicht dasselbe wie SaZ.

Das gilt auch beim Geld.

Freiwillig Wehrdienstleistende erhalten Bezüge nach dem für sie geltenden System. Soldatinnen und Soldaten auf Zeit erhalten Besoldung nach dem Bundesbesoldungsgesetz.

Das klingt nach Bürokratie, ist aber praktisch wichtig.

Wenn jemand online sagt:

„Ich verdiene bei der Bundeswehr X Euro“,

musst du fragen:

Ist diese Person FWDL oder SaZ?

Welcher Dienstgrad?

Welche Besoldungsgruppe?

Welche Stufe?

Welche Zulagen?

Welche Steuerklasse?

Welche Abzüge?

Sonst vergleichst du Zahlen, die gar nicht vergleichbar sind.

Gerade am Anfang entstehen dadurch viele Missverständnisse. Einer redet vom Brutto. Einer vom Netto. Einer zählt Zulagen mit. Einer ist SaZ. Einer ist FWDL. Einer ist verheiratet. Einer ist ledig. Einer hat Kinder. Einer hat Kirchensteuer. Einer nicht.

Deshalb: Status zuerst klären. Dann über Geld sprechen.

5. SaZ am Anfang: ungefähr 2.400 Euro netto im niedrigsten Dienstgrad

Wenn du als Soldatin oder Soldat auf Zeit im niedrigsten Dienstgrad startest, ist die Besoldungsgruppe A 3 der wichtige Ausgangspunkt.

Das betrifft die niedrigsten Dienstgrade der Bundeswehr, je nach Teilstreitkraft und Truppengattung zum Beispiel Jäger, Schütze, Flieger, Matrose oder vergleichbare Dienstgradbezeichnungen.

Als SaZ bekommst du Besoldung nach der Bundesbesoldungsordnung A.

A 3 ist also nicht irgendeine Fantasiezahl.

Es ist die Besoldungsgruppe, die zum niedrigsten Dienstgrad im SaZ-Bereich gehört.

Als klare Brutto-Orientierung:

Der A-3-Grundgehaltswert wurde in offiziellen Besoldungsübersichten ab März 2024 mit 2.706,99 Euro brutto monatlich in Stufe 1 ausgewiesen.

Als einfache Netto-Orientierung kannst du für einen ledigen Einstieg ohne besondere Zulagen grob mit ungefähr 2.350 bis 2.400 Euro netto monatlich rechnen. Gerundet für die Praxis:

SaZ im niedrigsten Dienstgrad: ungefähr 2.400 Euro netto.

Durch spätere Besoldungsanpassungen kann der aktuelle Tabellenwert höher liegen. Deshalb ist die genaue Auszahlung immer von der aktuell gültigen Tabelle und deiner persönlichen Lage abhängig.

Wichtig ist aber:

Als SaZ im niedrigsten Dienstgrad bewegst du dich am Anfang grob in der Größenordnung von rund 2.400 Euro netto, nicht bei einem kleinen Taschengeld.

6. Was bedeutet A 3 konkret?

A 3 ist die unterste relevante Besoldungsgruppe für Soldatinnen und Soldaten auf Zeit im niedrigsten Dienstgrad.

Das Grundgehalt ist aber nur ein Baustein.

Zur Besoldung können je nach persönlicher Lage und Dienst zusätzliche Bestandteile gehören, zum Beispiel:

  • Familienzuschlag

  • Stellenzulagen

  • Erschwerniszulagen

  • Auslandsbesoldung bei Auslandseinsätzen

  • besondere Vergütungen oder Zuschläge

  • vermögenswirksame Leistungen

Nicht jeder bekommt alles.

Und nicht alles gilt direkt am Anfang.

Deshalb ist es falsch, einfach irgendeine hohe Zahl aus dem Internet zu nehmen und zu denken:

„Das bekomme ich auch.“

Die Grundlage ist dein Grundgehalt nach Besoldungsgruppe. Alles Weitere hängt von konkreten Voraussetzungen ab.

Wenn du wissen willst, was du wirklich bekommst, brauchst du:

  • Dienstverhältnis

  • Dienstgrad

  • Besoldungsgruppe

  • Erfahrungsstufe

  • Familienstand

  • Kinder

  • Steuerklasse

  • mögliche Zulagen

  • konkrete Verwendung

7. Warum netto trotzdem nicht für alle gleich ist

Auch wenn wir hier bewusst Netto-Orientierungswerte nennen, bleibt wichtig:

Netto ist individuell.

Die einfachen Merksätze lauten:

  • FWDL: ungefähr 2.300 Euro netto

  • SaZ im niedrigsten Dienstgrad: ungefähr 2.400 Euro netto

Diese Zahlen sind gut, um grob zu planen. Aber sie sind keine garantierte persönliche Auszahlung.

Warum?

Weil netto abhängt von:

  • Steuerklasse

  • Kirchensteuer

  • Bundesland bei Kirchensteuer

  • Familienstand

  • Kindern

  • Zulagen

  • Abzügen

  • konkretem Status

  • persönlicher Situation

Zwei Soldaten können denselben Dienstgrad und dasselbe Grundgehalt haben, aber unterschiedliche Nettobeträge erhalten.

Ein lediger Soldat ohne Kinder hat eine andere Lage als jemand mit Ehepartnerin oder Ehepartner und Kindern. Jemand mit Zulagen kann anders rauskommen als jemand ohne Zulagen.

Deshalb solltest du Nettozahlen aus Social Media immer kritisch sehen.

Eine Zahl kann für die Person stimmen.

Aber nicht automatisch für dich.

8. Zulagen, Zuschläge und besondere Situationen

Bei der Bundeswehr kann es neben dem Grundgehalt weitere Zahlungen geben.

Das können je nach Situation Zulagen, Zuschläge oder besondere Leistungen sein.

Beispiele können sein:

  • Erschwerniszulagen

  • Stellenzulagen

  • Auslandsbesoldung

  • Trennungsgeld

  • Reisekosten

  • Umzugskostenvergütung

  • Familienzuschlag

  • vermögenswirksame Leistungen

Wichtig ist:

Nicht jede Zulage gilt für jeden.

Viele Zahlungen sind an konkrete Voraussetzungen gebunden. Zum Beispiel an eine bestimmte Verwendung, einen bestimmten Dienst, einen Auslandseinsatz, eine besondere Belastung, einen Familienstand oder eine dienstlich veranlasste Trennung vom Wohnort.

Deshalb solltest du Zulagen nicht als sicheren Bestandteil deiner Anfangsbezahlung einplanen.

Rechne erstmal mit der sicheren Grundlage.

Alles Weitere ist abhängig von deiner konkreten Lage.

9. Unterkunft, Verpflegung und praktische Kosten

Beim Bundeswehr-Gehalt geht es nicht nur um die Zahl auf dem Konto.

Es geht auch darum, welche Kosten du im Alltag hast.

Gerade am Anfang wohnst du oft in der Kaserne oder bist dienstlich untergebracht. Gleichzeitig können Kosten für Verpflegung, Heimfahrten, private Verträge, Handy, Versicherungen, Auto, Familie oder Wohnung eine Rolle spielen.

Wichtig ist:

Nur weil du in der Kaserne bist, heißt das nicht automatisch, dass dein komplettes Privatleben kostenlos wird.

Du musst trotzdem mit Geld umgehen können.

Viele junge Soldatinnen und Soldaten verdienen am Anfang zum ersten Mal regelmäßig gutes Geld. Genau dann passieren Fehler: Auto finanzieren, teure Verträge abschließen, jedes Wochenende alles ausgeben, keine Rücklagen bilden.

Das Geld ist ein Vorteil.

Aber nur, wenn du es nicht direkt verbrennst.

10. Familienstand, Kinder und Familienzuschlag

Familienstand und Kinder können bei der Besoldung eine Rolle spielen.

Im Besoldungssystem gibt es den Familienzuschlag. Dieser hängt von persönlichen Voraussetzungen ab. Wer verheiratet ist oder Kinder hat, kann unter bestimmten Bedingungen andere Beträge erhalten als eine ledige Person ohne Kinder.

Für die meisten jungen Bewerberinnen und Bewerber direkt nach der Schule ist das vielleicht noch nicht relevant.

Aber für ältere Bewerberinnen und Bewerber, Quereinsteiger oder Menschen mit Familie ist es wichtig.

Auch hier gilt:

Nicht einfach Zahlen vergleichen.

Wenn jemand mit Kindern und Familienzuschlag sein Netto nennt, kannst du diese Zahl nicht auf dich übertragen, wenn du ledig bist und keine Kinder hast.

11. Dienstgrad, Laufbahn und steigendes Einkommen

Das Einkommen bleibt nicht zwingend immer gleich.

Mit Dienstgrad, Laufbahn, Stufenaufstieg, Verwendung und Dienstzeit kann sich die Besoldung verändern.

Ein Soldat im niedrigsten Dienstgrad startet anders als jemand in einer höheren Laufbahn. Unteroffiziere, Feldwebel und Offiziere haben andere Besoldungsgruppen als Mannschaften.

Das bedeutet:

Wenn du langfristig bei der Bundeswehr bleiben willst, solltest du nicht nur auf das Einstiegsgehalt schauen.

Du solltest auch fragen:

Wie entwickelt sich meine Besoldung?

Welche Laufbahn ist realistisch?

Welche Beförderungen sind möglich?

Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen?

Welche Verantwortung kommt dazu?

Mehr Geld hängt oft mit mehr Verantwortung zusammen.

Und mehr Verantwortung ist nicht nur ein Vorteil. Sie bedeutet auch mehr Erwartung.

12. Mannschaften, Unteroffiziere, Feldwebel und Offiziere

Die Laufbahn beeinflusst dein Einkommen deutlich.

Mannschaften starten in niedrigeren Besoldungsgruppen. Unteroffiziere liegen höher. Feldwebel übernehmen mehr Verantwortung und sind entsprechend anders eingeordnet. Offiziere starten wiederum in anderen Besoldungsgruppen und können durch Studium und Führungsverantwortung langfristig andere Entwicklungsmöglichkeiten haben.

Das heißt nicht, dass jeder zwingend die höchste Laufbahn anstreben sollte.

Die richtige Laufbahn hängt von Eignung, Schulabschluss, Motivation, Persönlichkeit, Verwendung und Ziel ab.

Aber für das Geld ist wichtig:

Laufbahn und Besoldung hängen zusammen.

Wenn du wissen willst, was du langfristig verdienen kannst, musst du also nicht nur nach „Bundeswehr Gehalt“ suchen.

Du musst nach Laufbahn, Dienstgrad und Besoldungsgruppe fragen.

13. Studium bei der Bundeswehr und Bezahlung

Ein Studium bei der Bundeswehr ist finanziell für viele attraktiv.

Du studierst nicht wie an einer normalen zivilen Hochschule ohne Einkommen. Du bist Soldatin oder Soldat und erhältst Besoldung im Rahmen deiner Laufbahn.

Das klingt stark.

Aber es ist an Verpflichtung gebunden.

Ein Bundeswehrstudium gehört zur Offizierlaufbahn und ist häufig mit langer Verpflichtungszeit verbunden. Es ist also kein kostenloses Studium ohne Gegenleistung.

Wenn du dich für diesen Weg interessierst, musst du zwei Dinge gleichzeitig betrachten:

  • Was bekomme ich während der Ausbildung und des Studiums?

  • Wie lange verpflichte ich mich danach beziehungsweise insgesamt?

Nur auf das Geld während des Studiums zu schauen, wäre zu kurz.

Du entscheidest dich für einen Offizierweg.

Nicht nur für bezahltes Studieren.

14. Häufige Missverständnisse bei Bundeswehr-Gehalt

Beim Bundeswehr-Gehalt gibt es viele Missverständnisse.

Das erste Missverständnis ist:

„Brutto ist netto.“

Nein. Brutto ist nicht netto.

Das zweite Missverständnis:

„Jeder bekommt dasselbe.“

Nein. Status, Dienstgrad, Laufbahn, Stufe, Zulagen und persönliche Lage machen Unterschiede.

Das dritte Missverständnis:

„Die höchste Zahl aus dem Internet ist mein Einstieg.“

Nein. Viele hohe Zahlen enthalten Zulagen, besondere Situationen oder persönliche Faktoren.

Das vierte Missverständnis:

FWDL und SaZ werden gleich bezahlt.“

Nein. FWDL und SaZ sind unterschiedliche Status mit unterschiedlichen Bezügesystemen.

Das fünfte Missverständnis:

„Geld gleicht alles aus.“

Nein. Wenn der Dienst nicht zu dir passt, macht Geld allein den Alltag nicht gut.

15. Welche Fragen du im Karrieregespräch stellen solltest

Wenn du wissen willst, was du wirklich bekommst, solltest du konkrete Fragen stellen.

Nicht nur:

„Was verdient man?“

Sondern:

  • Bin ich FWDL oder SaZ?

  • Welche Besoldungsgruppe gilt für meinen Einstieg?

  • Welcher Dienstgrad ist vorgesehen?

  • Welche Erfahrungsstufe gilt am Anfang?

  • Welche Zulagen sind realistisch und welche nicht?

  • Gibt es Familienzuschlag in meiner Lage?

  • Wie verändert sich die Besoldung mit Beförderung?

  • Was wird für Verpflegung oder Unterkunft relevant?

  • Welche Kosten muss ich privat weiter tragen?

  • Wo finde ich die aktuelle Besoldungstabelle?

  • Was ist brutto und was ist netto?

Schreib dir diese Fragen auf.

Gerade wenn im Gespräch viele neue Informationen kommen, vergisst man schnell wichtige Punkte.

Geld ist kein peinliches Thema.

Aber es muss sauber gefragt werden.

16. Fazit

Am Anfang bei der Bundeswehr musst du zuerst deinen Status klären.

FWDL ist nicht dasselbe wie SaZ.

Als klare Orientierung für Bewerberinnen und Bewerber gilt:

  • neuer freiwilliger Wehrdienst: rund 2.600 Euro brutto, ungefähr 2.300 Euro netto monatlich

  • SaZ im niedrigsten Dienstgrad: Besoldung nach A 3

  • SaZ A 3 Einstieg: grob 2.350 bis 2.400 Euro netto, praktisch gerundet etwa 2.400 Euro netto monatlich

Diese Nettozahlen sind keine Garantie auf den letzten Euro. Sie helfen dir aber, realistisch zu planen.

Wenn du Zulagen bekommst, verheiratet bist, Kinder hast oder besondere Dienste leistest, kann sich die Auszahlung verändern. Wenn du Kirchensteuer zahlst oder andere persönliche Faktoren greifen, kann es ebenfalls anders aussehen.

Geld ist wichtig.

Aber es ist nur ein Teil der Entscheidung.

Frag sauber nach. Rechne realistisch. Und entscheide nicht nur nach der höchsten Zahl, sondern nach dem Weg, der wirklich zu dir passt.

Unterstützung durch die Soldateninitiative

Die Soldateninitiative erklärt Bundeswehr-Themen verständlich für Bewerberinnen, Bewerber, junge Soldatinnen und Soldaten sowie Eltern.

Wenn du wissen willst, welcher Einstieg finanziell und persönlich zu dir passt, kann ein strukturierter Check helfen. Dabei geht es um FWDL, SaZ, Verpflichtung, Laufbahn, Besoldung, Zulagen, Einplanung und realistische Erwartungen.

Mission Bundeswehr: Welcher Einstieg passt zu dir?

Der Check hilft dir, deine Entscheidung besser vorzubereiten, bevor du nur nach einer einzelnen Gehaltszahl entscheidest.

Häufige Fragen

01

Was verdient man im neuen freiwilligen Wehrdienst?

02

Was verdient ein SaZ am Anfang?

03

Sind das garantierte Nettozahlen?

04

Warum nennen manche andere Nettozahlen?

05

Werden FWDL und SaZ gleich bezahlt?

06

Was ist A 3?

07

Bekomme ich zusätzlich Zulagen?

08

Was verdient man als Offizierstudent?

09

Kann ich mit dem Geld gut leben?

10

Was ist der wichtigste Tipp?

Quellen zum Nachlesen

Bundeswehr: Freiwilliger Wehrdienst

Freiwilliger Wehrdienst, neuer Wehrdienst und Einstieg

Freiwilliger Wehrdienst, neuer Wehrdienst und Einstieg

Bundeswehr Karriere: Freiwilliger Wehrdienst

Freiwilliger Wehrdienst, neuer Wehrdienst und Einstieg

Freiwilliger Wehrdienst, neuer Wehrdienst und Einstieg

Bundeswehr: Neuer Wehrdienst

Freiwilliger Wehrdienst, neuer Wehrdienst und Einstieg

Freiwilliger Wehrdienst, neuer Wehrdienst und Einstieg

Bundeswehr Karriere: Einstiegsmöglichkeiten

Freiwilliger Wehrdienst, neuer Wehrdienst und Einstieg

Freiwilliger Wehrdienst, neuer Wehrdienst und Einstieg

Gesetze im Internet: Bundesbesoldungsgesetz

Besoldung und rechtliche Grundlagen

Besoldung und rechtliche Grundlagen

Gesetze im Internet: Bundesbesoldungsordnung A/B, Anlage I zum Bundesbesoldungsgesetz

Besoldung und rechtliche Grundlagen

Besoldung und rechtliche Grundlagen

Gesetze im Internet: Grundgehälter, Anlage IV zum Bundesbesoldungsgesetz

Besoldung und rechtliche Grundlagen

Besoldung und rechtliche Grundlagen

Gesetze im Internet: Wehrsoldgesetz

Besoldung und rechtliche Grundlagen

Besoldung und rechtliche Grundlagen

Gesetze im Internet: Soldatengesetz

Besoldung und rechtliche Grundlagen

Besoldung und rechtliche Grundlagen

Bundeswehr: Sozialdienst der Bundeswehr

Zulagen, Versorgung und Unterstützung

Zulagen, Versorgung und Unterstützung

Bundeswehr: Berufsförderungsdienst der Bundeswehr

Zulagen, Versorgung und Unterstützung

Zulagen, Versorgung und Unterstützung

Besoldung, Wehrsold, Zulagen und Nettoauszahlung können sich ändern und hängen von deinem Status, deiner Laufbahn, deinem Dienstgrad, deiner Stufe, deinen persönlichen Voraussetzungen und der aktuellen Rechtslage ab. Maßgeblich sind immer die offiziell gültigen Tabellen und deine konkrete Einplanung.

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